Archiv der Kategorie: Familie

Machen Kinder keine Freude?

Über dieses Thema habe ich ja schon einmal geschrieben. Immer mehr Frauen bekommen nach der Geburt ihres Kindes eine postnatale Depression:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/08/27/machen-kinder-keine-freude/
Ich hätte doch so etwas nie für möglich gehalten und so freue ich mich, als ich diese Schlagzeile las;
„Nach der Geburt ihres Sohnes: Scarlett Johansson ist „verrückt vor Liebe““.
Es gibt also auch heutzutage Menschen, die so fühlen wie wir damals. Was die postnatale Depression anbetrifft, denke ich dabei an die Fensterguckerkrankheit (nicht :Schaufensterkrankheit): Als die Eisenbahn erfunden wurde, bildeten sich viele Menschen ein, sie würden beim Hinaus-Schauen aus dem Zugfenster durch die vorbei huschenden Bilder krank. Und so wurden sie von den Ärzten als Kranke behandelt.
Ob es bei der postnatalen Depression genau so ist?
Freilich stellt ein Neugeborenes die Eltern auch vor eine völlig neue Situation: Sie müssen Verantwortung tragen für das kleine Wesen, und oft beschleicht sie die Angst, vielleicht einen Fehler zu machen.
Was übrigens Eltern tun sollten: sich am Bett des Neugeborenen versprechen: Wir schulden diesem Kind ein schönes Leben in einer intakten Familie und wir wollen alles dafür tun.

Und was die Eltern später tun sollten: ihre Kinder zu ihren Freunden machen.  Sie sollten immer bedenken: Die Kinder sind stärker als sie, auch wenn es ihnen anders erscheint.
Mein Vater demonstrierte dies so: „Ein Kind bringt es fertig, sich die Finger zu erfrieren und zu sagen: Warum haben mir meine Eltern keine Handschuhe angezogen?“

Vielleicht interessiert Sie ja mein Erziehungsratgeber:
https://autorenseite.wordpress.com/fundgrube/erziehungsratgeber/

 

Was ist nur mit den Müttern los?

Engel, Friedhof, Reißen, Weinen, Trauer
Gerade habe ich unter dem obigen Titel folgendes geschrieben:

„Im Traunsteiner Tagblatt liest man, dass gerade zwei kleine Kinder beinahe im Schwimmbad ertrunken wären, wenn nicht Retter zur Stelle gewesen wären.
Und heute liest man bei Web.de, dass zwei Kinder aus dem Fenster gestürzt sind, eines davon ist tot, das andere hatte einen Schutzengel.
Wie kann so etwas passieren? Weiß man nicht mehr, dass man kleine Kinder keinen Moment aus den Augen lassen darf?“

Die Stadt Traunstein hat daraufhin eine Risikoanalyse in Auftrag gegeben und dabei kam heraus, dass nun Schilder aufgestellt werden, auf denen steht, dass »trotz vorhandener Badeaufsicht grundsätzlich Erziehungs- und Begleitpersonen die Pflicht zur aktiven Aufsicht haben.« Na so was!
Das ist nun wieder typisch: Wer das Schwimmbad besucht, sieht, dass der Bademeister nicht überall sein kann. Man muss also selbst auf sein kleines Kind aufpassen. Dazu bedarf es keines Warnschildes.
Und wozu braucht man eine Risikoanalyse? Man sieht doch, dass die Menschen von heute zu dumm sind, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. Sie verfügen nicht mehr über die Phantasie, die Eltern benötigen, um sich vorzustellen, welche Gefahren für ihr Kind überall lauern. Deshalb wundert mich auch nicht, dass die Gebrauchsanleitung für meine Kamera mit 20 Seiten Warnhinweisen beginnt, z.B.:
„Ihr Kind kann Teile verschlucken.“
„Ihr Kind kann in der Plastiktüte ersticken.“
„Blitzen Sie Ihrem Kind nicht direkt in die Augen“…

Ja, so ist das halt in einer Zeit, in der die Menschen erwiesenermaßen immer dümmer werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/29/der-niedergang-der-spezies-mensch-hilfe-wir-werden-immer-schlapper-kraenker-duemmer-und-impotent/
Aber sie sind halt zu dumm, das zu merken.

 

Mordende Kinder

Gerade steht in der Zeitung, dass bei uns ein Dreizehnjähriger von einem Vierzehnjährigen erstochen wurde. Gleichzeitig gab es in Frankreich zwei ähnliche Morde bei Kriegen zwischen Kinderbanden. Offensichtlich ist, dass die Hemmschwelle immer mehr sinkt.
Frankreich will mit einer Verstärkung der Polizei gegensteuern, aber das Problem liegt woanders.
In Deutschland will man die zunehmende Gewalt mit Streetworkern bekämpfen: Beispielsweise hat eine Kleinstadt wie Kulmbach zwei (!) davon angestellt. Und da frage ich mich als alter Mann: Wie sind wir eigentlich früher ohne solche Streetworker ausgekommen? Schon ihr Name sagt, dass es sich um einen neuartigen Beruf handelt, der seinen Ursprung wie so vieles andere auch in den USA haben dürfte:
Streetworker sind Sozialarbeiter, die sich um problematische Zielgruppen bemühen sollen und dazu gehört leider auch die Jugend. Noch ein Beispiel: Kürzlich haben 11-jährige eine ganze Schule demoliert, nachdem sie bereits 25 (!) Straftaten auf dem Kerbholz hatten.
Ich sehe diese Erscheinungen als Anzeichen dafür, dass unsere Gesellschaft krank ist. Man kümmert sich zu wenig um diejenigen, die von den Politikern oft als das wertvollste Gut des Staates bezeichnet werden, nämlich um die Kinder. Ein Fünftel davon ist in unserem reichen Staat dazu verdammt, in Armut zu leben. Und da ist es wohl durchaus nachvollziehbar, dass so eine Jugend, die schlechte Startchancen hat, einen Hass auf die Gesellschaft entwickelt.
Ein zweiter Faktor, der Streetworker notwendig macht, ist die Zerstörung der Familie. Durch die vielen Scheidungen steigt die Zahl der Alleinerziehenden, die sich oft schwer durchschlagen müssen: Wie viel Zeit bleibt einer alleinerziehenden Friseuse, die abends noch als Bedienung arbeiten muss, für ihr Kind? Und der Drang bzw. Zwang vieler Frauen zum Berufsleben führt dazu, dass häufig die Kinder eher als Störfaktor empfunden werden oder sich mindestens so fühlen.

Wie die Pflanzen Wasser brauchen, benötigen Kinder Liebe. Aber so, wie die Dürre in der Natur immer mehr zunimmt, verdorrt auch die zarte Pflanze der Liebe.

Heute ist der Tag der Familie

Heute ist ein trauriger Tag, nämlich der Tag der Familie:
Zunächst einmal ist dieser Tag, der uns den Wert der Familie bewusst machen soll, sang- und klanglos in Vergessenheit geraten. Oder haben Sie von irgend einem Politiker oder Kirchenmann gehört, dass er diesen Tag in Erinnerung gerufen hätte? Das würde nur Ärger geben, denn dann würde man feststellen müssen, dass die Familie immer mehr kaputt gemacht wird:
Unsere Wirtschaft entwickelt sich immer mehr so, dass nicht die Arbeit zu den Menschen kommt, sondern umgekehrt die Menschen fern von der Heimat und Familie  unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Das haben wir gerade in der Fleischindustrie gesehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/14/fleischindustrie-ich-bin-entsetzt/
Aber auch sonst ist ein immer größer werdender Teil der Menschheit in der Ferne beschäftigt: als Erntehelfer, als Bauarbeiter (Katar), als Besatzung in Kreuzfahrtschiffen, …
An sich heißt es ja in der UN-Menschenrechtscharta: „Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“ Und auch das Grundgesetz stellt die Familie unter dem besonderen Schutz des Staates. Aber das nützt alles nichts.
Die Hausfrau ist nicht mehr das Herz der Familie, sondern wird zum rückständigen „Heimchen am Herd“, denn unsere Wirtschaft braucht sie wie in Kriegszeiten als Arbeitskraft.
Vielleicht hat ja Bischof Bertram Meier jedenfalls insofern Recht, als er meint, wir sollten uns in der Corana-Krise einmal besinnen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Mamas Kaffee-Kränzchen und die Moral

Meine Mutter traf sich in München jeden Monat mit ihren alten Freundinnen. Alle hatten „gute Partien“ gemacht: Ihre Männer hatten Spitzenpositionen.
Eines Tages kam meine Mutter erschüttert nach Hause und erzählte, dass alle einen Behinderten-Ausweis hätten und kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen dürften. Die Damen waren zwar alle noch gut beieinander, hatten aber eben alterstypische Abnutzungserscheinungen im Kreuz und in den Gelenken. Sie fanden, meine Mutter sei doch dumm, wenn sie sich nicht auch so einen Ausweis beschaffen würde.
Meine Mutter tat dies nicht. Sie war zu stolz und hätte dies als Betrug am Sozialstaat empfunden.
Ich war auch zunächst so stolz:
Ich habe mich um einen Pflegefall zu kümmern und war überrascht, als der Arzt mir empfahl, Pflegegeld zu beantragen. Ich empfand es als selbstverständlich, dass man insoweit seine Pflichten erfüllt, ohne dass man Geld dafür bekommt. Aber als dann die Nullzinspolitik kam und meine Altersrücklagen durch die Inflation immer mehr entwertet wurden, fand ich s
chließlich doch, dass ich das Pflegegeld als angemessenen Ausgleich für diesen staatlichen Diebstahl beziehen sollte. So bekomme ich nun Geld für etwas, was eigentlich unbezahlbar sein sollte: nämlich für den Zusammenhalt in der Familie.

„Danke, Mutti, dass du zu Hause geblieben bist.“

Ich war in letzter Zeit zu hohen Geburtstagen von 2 Frauen eingeladen. Wie es bei solchen Gelegenheiten üblich ist, wurden natürlich auch Reden gehalten, in denen die Geburtstagskinder lobend gewürdigt wurden. Und beide Male fiel derselbe Satz: „Danke, Mutti, dass du zu Hause geblieben bist.“ Die eine war Lehrerin und die andere Ärztin gewesen und beide hatten ihre Berufe aufgegeben, um sich ganz ihren 3 bzw. 4 Kindern zu widmen.
Auch meine Frau hat im Jahr 1965, als wir heirateten, ihren Beruf aufgegeben und ist Hausfrau geworden, wie es damals üblich war: Es gab noch keine Supermärkte, keine Fertignahrung und die Kleidung war so teuer, dass die Frauen selber nähten und strickten. Wir waren natürlich damals arm: Ein Auto konnten wir uns nicht leisten, nicht einmal Butter, sondern wir nahmen aus Ersparnisgründen Margarine.
Meiner Frau fiel zu Hause keinesfalls die Decke auf den Kopf: Neben ihrer Hausarbeit malte sie hervorragende Bilder:

 

Sie brachte sich selbst das Zitherspielen bei und klang nicht schlechter als Anton Karas. Und natürlich hatte sie viel Zeit für die Kinder: Sie musizierte mit ihnen, kümmerte sich um ihre Hausaufgaben und trieb Sport mit ihnen. Sie war der ruhende Pol der Familie, wo die Kinder ihre Sorgen abladen konnten und wo ich mich am Feierabend nach meinem harten Berufsalltag entspannen konnte.
Warum ich das hier beschreibe? Weil heute Abend im 3-SAT-Programm ein Film über unser verrohtes Land gebracht wird. Ich sehe als Ursache dieser Verrohung die Zerstörung der Familie an.
Was ist aus uns geworden!
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/09/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen/

Zitat zum Thema Erziehung

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Heutzutage greift die Service-Mentalität immer mehr um sich. Für alles Mögliche gibt es Zuständigkeiten und so meinen viele Eltern, für die Erziehung ihrer Kinder seien Kita und Schule zuständig.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Zitat zum Thema Erziehung

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Liebe, Geduld, Konsequenz und Einfallsreichtum sind die Schlüssel für die Kindererziehung.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Zitat zum Thema Erziehung

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Unser Schulsystem stiehlt den Kindern das Wertvollste, das sie haben: ihre Kindheit.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Zitat zum Thema Erziehung

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Erziehung ist der meist vergebliche Versuch der Eltern, aus ihren Kindern bessere Menschen zu machen, als sie selbst sind.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.