Archiv der Kategorie: Kirche

Die Bettelkirche

Die Katholische Kirche ist unermesslich reich:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Dennoch versäumt sie keine Gelegenheit, ihre Gläubigen anzubetteln: für eine neue Orgel, Glocke…
Gerade betteln hier die Benediktinerinnen für ihr Kloster:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/landkreis-traunstein_artikel,-haus-scholastika-bereitet-sorgen-freundeskreis-will-benediktinerinnen-bei-sanierung-unter-die-arme-_arid,753722.html
Warum bekommen sie kein Geld aus der Kirchensteuer? Geht diese bei Bezahlung der Missbrauchsfälle drauf?
In der Nähe betreiben die Barmherzigen Schwestern die Adelholzener Mineralwasserquelle, die riesige Gewinne abwerfen müsste. Geht die Barmherzigkeit in der Kirche nicht so weit, dass ein Orden dem anderen hilft? Aber vielleicht ist es ja günstiger, erst einmal bei den Gläubigen zu kassieren.
Der Papst ist ja insoweit ein negatives Beispiel, indem er Jahr für Jahr den Peterspfennig einsammeln lässt, angeblich für die Armen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/29/muss-der-papst-in-den-knast/
Und jetzt schickt die Kirche wieder die Kinder als Sternsinger zum Betteln. Das bringt auch wieder ein paar Millionen, denn bei den Kindern kann niemand „nein“ sagen.

Die Kirche bietet zur Zeit kein gutes Bild. Deshalb halten 20% der Kirchenmitglieder einen Austritt für wahrscheinlich (bei der Jugend 41%) und 24% denken darüber nach.
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-bedeutung-der-kirchen-sinkt-weiter-_arid,754502.html
Teilen die Kirchen einmal das Schicksal von Schlössern und Burgen, indem sie zu Relikten aus vergangener Zeit werden?

 

 

Die Entchristianisierung Deutschlands

Wir leben im Zeitalter der Entchristianisierung: Die Kirchen werden leerer, die Kirchenaustritte nehmen zu.
Und dies ist auch ein Zeichen: Früher taufte man die Kinder nach den Namen der Heiligen. In Bayern gab es sogar mancherorts die Sitte, Kinder auf den Namen desjenigen Heiligen zu taufen, der am Tag der Geburt des Kindes seinen Gedenktag hatte.
Völlig anders ist es heute: Eine Zeit lang waren Namen wie Kevin oder Chantal en vogue,   nun haben Kinder unchristliche Namen wie „Finn“, „Sven“ usw.

Manchmal denke ich, die Veränderungen, die die Katholische Kirche während meines Lebens hinter sich hat, sind viel größer, als wenn nun die Frauen Priesterinnen werden dürften, Beispiele:
> Früher musste man nüchtern zur Kommunion gehen und im Religionsunterricht lernten wir, wann man mit einem Verschlucken von Wasser beim Zähneputzen noch nüchtern ist und wann nicht.
> Die gravierendste Änderung brachte die Pille: Die Christen ließen sich auf einmal nicht mehr ihr Sexualleben vorschreiben.
> Früher hatten die Menschen Angst davor, dass sie wegen einer „Todsünde“ in die Hölle kamen. Heute sind solche Ängste durch andere ersetzt worden.
> Einst waren die Dogmen für die Katholiken die verpflichtende Glaubenslehre, heute glauben die Christen, was sie wollen: Nur wenige glauben an die Unfehlbarkeit der Papstes, die leibliche Himmelfahrt Mariens…
> Letzte Ölung bzw. Krankensalbung, Osterbeichte, Ablass … sind nur noch Randerscheinungen.
> Missbrauchsfälle wurden früher unter der Decke gehalten, um das Erscheinungsbild der Kirch nicht zu beschmutzen. Sie müssen nun  mühsam aufgearbeitet werden.
> Zu Zeiten meiner Eltern war es für Katholiken verboten, Protestanten zu heiraten. Nur ganz ausnahmsweise gab es eine bischöfliche Dispens. Wie viele unglücklich Liebende gab es damals!
> Es gab einen Index, der Bücher enthielt, die für Katholiken verboten waren. Als ich Abitur machte, brauchte ich eine Dispens, um die Werke von C. F. Meyer lesen zu dürfen.
> An den Kirchen hingen Schaukästen mit Kritiken von Filmen und Theaterstücken, in denen zu lesen war, was Christen sehen durften und was nicht. Als Kuriosum erinnere ich mich an eine Kritik des Balletts Schwanensee. Vom Besuch wurde wegen der sich zu stark abdrückenden Männlichkeit des Tänzers abgeraten.
> Die Fastenzeit im Advent oder vor Ostern wurde durch eine Diät nach den Feiertagen ersetzt. Was ein Abstinenztag ist, wissen heute viele gar nicht mehr.

Es gäbe noch so vieles, das zeigen würde, dass die Katholische Kirche sich total verändert hat. Da käme es nun wirklich nicht mehr darauf an, ob Frauen Priesterinnen werden dürfen oder nicht.

 

Gedanken zum Sonntag

In unserer Zeit der Energiekrise stehen die Pfarrer vor einem Problem, das einer so ausdrückte: „Durchschnittlich kommen 35 Gläubige in die Sonntagsmesse. Da kann man doch nicht die ganze große Kirche heizen.“ Er wollte beheizte Sitze wie beim Auto einführen.

Wie anders war das in meiner Jugend. Ich wohnte damals in Kiel, das im Krieg weitgehend zerstört wurde. Von unserer Kirche fehlte daher eine Seitenwand. Und bei den damals gut besuchten Messen sah man im Winter bei Eiseskälte die Atemluft der Gläubigen aufsteigen. Man sieht also einen frappanten Wandel in der Kirche:

Damals waren die eiskalten Kirchen voll. Heute sind sie beheizt, aber nur wenig besucht.

 

 

Gedanken zum Sonntag: Religion und Betrug

Ich lese gerade die Schlagzeile: „Landesbischof sieht Erklärungsbedarf bei Kirchensteuer„. Allerdings sieht er nicht den Erklärungsbedarf, den ich sehe:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Weil nach dem kanonischen Recht die Erhebung von Kirchensteuern verboten ist, bezeichnet die Kirche die Steuer als Entschädigungsleistung für die Säkularisation. Allerdings ist dies eine sehr zweifelhafte Grundlage für die kirchlichen Ansprüche: So stammt ein großer Teil des kirchlichen Besitzes aus angeblichen Schenkungen Karls des Großen. Der aber war des Schreibens unkundig und hat die Schenkungen angeblich mit einem Handzeichen „unterschrieben“. Neuere kriminalistische Untersuchungen haben allerdings ergeben, dass diese Handzeichen gefälscht sind. Sollte man also nicht einmal untersuchen, welches rechtmäßige Eigentum der Kirche säkularisiert wurde und dann sagen: Das ist schon bisher genügend abgegolten? Aber an so ein Thema traut sich keiner ran. Man verhandelt zwar über eine Abgeltung der Kirchensteuer, aber dabei sind Beträge in der Diskussion, die wir nicht aufbringen können.
Die Kirche ist ja schon häufig als Betrügerin aufgefallen: Es sei hier nur an die Konstantin’sche Schenkung erinnert.
Und es gibt 14 Kirchen, die angeblich die bei der Beschneidung entfernte Vorkaut Jesu besitzen.
Noch schlimmer ist der Handel mit angeblichen Kreuzpartikeln. Für sie müsste man einen Wald abroden.
Auch Wallfahrtskirchen mit angeblich weinenden Madonnen erweisen sich als Konstruktionen, die rote Flüssigkeit über Kanäle aus den Augen tropfen lassen.

Und so wird mancher misstrauisch gegen die sonstige „Frohe Botschaft“ und er erinnert sich an einen Ausspruch von Kardinal Marx, dass es einen Glauben ohne Zweifel nicht geben könne.

 

 

Überall Nazis: Sogar in der Katholischen Kirche?

In der Katholischen Kirche gärt es in Deutschland. In der letzten Synodalversammlung sprachen sich Bischöfe und Laien für Veränderungen im Umgang mit Homosexualität und für mehr Geschlechtergerechtigkeit aus.
Das konnte nicht ohne Echo aus dem Vatikan bleiben, aber dass dieses so ausfallen würde, hätte man nicht gedacht. Ein Kurienkardinal griff zu einem Nazivergleich:
»Es irritiert mich, dass neben den Offenbarungsquellen von Schrift und Tradition noch neue Quellen angenommen werden; und es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht. Denn diese Erscheinung hat es bereits während der nationalsozialistischen Diktatur gegeben, als die sogenannten „Deutschen Christen“ Gottes neue Offenbarung in Blut und Boden und im Aufstieg Hitlers gesehen haben.«
Es muss schon schlimm stehen um die Katholische Kirche, wenn man so etwas aus dem Vatikan hört. Hat man Angst vor einer erneuten Abspaltung wie seinerzeit mit Luther?

Es wundert mich, wie sich die Kirche immer auf die Beibehaltung der Tradition beruft. Was die Stellung der Frau in der Kirche anbetrifft, so sehe ich das so, dass die Frauen systematisch im Zuge der Bürokratisierung der Kirche aus den Ämtern verdrängt wurden. Wer hat denn wohl die ersten christlichen Abendmahle organisiert? Es werden doch die Frauen gewesen sein, die solche Agapes durchgeführt haben. Das geht indirekt auch aus den Briefen des Hl. Paulus hervor, in denen Frauen besonders erwähnt wurden. Wenn man also nun auch Frauen zum Priesteramt zulassen würde, wäre das nur eine Wiedergutmachung,

Und was die Homosexualität anbetrifft, so hatte man früher nicht die Erkenntnisse von heute. Wenn man hier der Standpunkt des Alten Testaments beibehalten will, dann könnte man auch die Steinigung von unerzogenen Gören rechtfertigen:
https://autorenseite.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=20806185&action=edit&calypsoify=1

Woelki: Wo bleibt der Staatsanwalt?

 

Woelki soll 820.000 Euro an Berater bezahlt haben, um sein Überleben im Amt zu sichern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies keine strafbare Handlung ist, die eigentlich den Staatsanwalt auf den Plan rufen müsste. Aber der tut normalerweise leider nichts von sich aus, sondern nur auf eine Anzeige hin. Er will sich ja nicht unnötig selbst Arbeit aufhalsen, bei der er sich womöglich in die Nesseln setzen könnte.
Die erste Frage, die sich stellt, ist diese: Woher stammt das Geld? Meistens hören wir in solchen Fällen, dass keine Kirchensteuergelder in Anspruch genommen wurden, sondern dass der Kardinal dies aus seinem eigenen Portefeuille bezahlt habe.
Freilich hat jede Diözese auch eigenes Vermögen und der Bischof kann darüber verfügen. Aber er darf das Geld nicht einsetzen, um damit eigene Interessen zu verfolgen. Das wäre Untreue, die strafbar wäre.
Jedenfalls muss das Ganze genau aufgeklärt werden. So oder so: Auf jeden Fall ist es verwerflich, in einer Zeit der Nöte so viel Geld für PR auszugeben. Schon das ist ein Grund, den Mann endlich in die Wüste zu schicken.

Die Kirchen missachten das Beispiel Jesu

Forschungen haben ergeben: Der Mensch ist normalerweise in seiner religiösen Entwicklung im Alter von sieben Jahren stehen geblieben; sonst könnte es ja auch nicht sein, dass ein gebildeter Mensch in Europa normalerweise Christ ist, in Japan dagegen Buddhist und im Orient Moslem.
Die Kirchen nutzen dies aus, indem sie nicht dem Beispiel Jesu folgen, der sich erst als vernünftiger Erwachsener taufen ließ. Nein, sie bemächtigen sich schon der Kinder und indoktrinieren sie, so dass sie dem aufgezwungenen Glauben treu bleiben, mögen sie auch später ein distanziertes Verhältnis zu ihm haben.
Eigentlich sollte der Staat die Kinder vor solchen Praktiken schützen, aber er würde es nie wagen, sich mit einer so mächtigen Organisation anzulegen. Schließlich ist es ja auch Sache der Eltern, wie sie sich zur Taufe stellen.

Papst: Späte Entschuldigung

Der Papst hat sich nach Jahren aufgerafft und ist nach Kanada geflogen, um sich für die Rolle der Kirche bei Verbrechen gegen die indigenen Einwohner Kanadas zu entschuldigen. Er nennt das eine Bußreise, wobei zu fragen ist, ob eine Entschuldigung eine Buße ist. Für den Vatikan vielleicht schon. Aber mir ist das zu wenig. Ich hätte gerade auch gerade bei den Missbrauchsfällen echte spektakuläre Bußübungen von der Kirche erwartet, etwa eine symbolische Wiederaufnahme des Flagellantentums. Bloße Entschädigungszahlungen reichen da nicht aus.

Der Papst könnte übrigens gleich weiter fliegen nach Island, wo 9000 Kinder in Heimen für uneheliche Geburten den Tod fanden.

Und bei alledem fällt mir ein Wort Jesu ein:
„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.…“

Die Kirche erlebt einen Boom

Sie lesen schon richtig: Mitten in der Austrittswelle, von der beide Kirchen betroffen sind, wird jedenfalls eine Kirche einen Boom erleben, nämlich die, in der Lindner geheiratet hat. Zwei Gründe wären an sich seiner kirchlichen Trauung im Wege gestanden: Lindner hat ja sein altes Modell Frau gegen ein neues ausgetauscht, sprich: er ist geschieden. Schlimmer aber ist aus der Sicht der Kirche, dass sowohl er wie auch seine Zweitfrau aus der Kirche ausgetreten sind. In den Augen des Pfarrers, der die Trauung vorgenommen hat, war dies jedoch kein Grund, den beiden den Segen zu verweigern.

Da werden nun viele Geschiedene hellhörig geworden sein und sich auf den Weg nach Sylt machen, um ihre neue Ehe dort segnen zu lassen. Vielleicht könnte es sogar einen regelrechten Boom geben.

Mich erinnert das Ganze an die Ehe meiner Eltern. Meine Mutter war Protestantin und mein Vater Katholik. Solche Mischehen waren damals von der Katholischen Kirche strengstens verboten, was für viele ein großes Unglück war. Mein Vater fand jedoch auf Grund eines Geheimtipps eine Möglichkeit, sich dennoch kirchlich trauen zu lassen: Der Prior von Sankt Benno in München hatte Verständnis für die Liebenden und hat kraft seines Amtes eine Dispens von dem Verbot erteilt und meine Eltern dennoch getraut.

Muss Wölki in den Knast?

Der Umgang der Kirche mit ihrem unermesslichen Vermögen ist immer wieder erschreckend. Man denke nur an die Vorgänge bei der Vatikanbank.
Hier habe ich vor einiger Zeit kritisiert, dass der Vatikan den Peterspfennig, den er für die Armen gesammelt hat, in britische Immobilien investiert hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/30/die-roemisch-katholische-skandalkirche/
Und nun sehen wir, dass Kardinal Wölki Spielschulden eines Priesters aus einem Sozialfonds bezahlt hat, aus dem die Missbrauchsopfer entschädigt werden. Zunächst einmal interessiert die Öffentlichkeit, warum er überhaupt diese Schulden bezahlt hat, denn im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es in § 762:
„Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.“

Man weiß ja nicht, wie der Sozialfonds, aus dem Wölki das Geld genommen hat, organisiert ist: Ist es eine Börse des Kardinals, aus der er nach Gutdünken entscheiden kann, was er als Sozialfall ansieht? Oder ist es ein Konto, über dessen Verwendung feste Regeln existieren? Je nach dem stellt sich durchaus die Frage, ob ein Fall der strafwürdigen Untreue vorliegt.
Die Staatsanwaltschaft wird dies von sich aus nicht prüfen, sondern wie bei den Missbrauchsfällen der Kirche die Aufklärung überlassen.