Archiv der Kategorie: Politik

Warum mich Selenskij an Hitler erinnert

Wer die Schlacht um das Asowtal mit verfolgt hat, kann nur den Kopf schütteln: Die Russen hatten ganz Mariupol eingenommen. Eine Verteidigung des umzingelten Asowtals war also völlig sinnlos. Die Russen hätten also die Ukrainer im dortigen Untergrund einfach aushungern lassen können, bis sie sich ergeben. Wenn trotzdem um das Asowtal weiter gekämpft wurde, starben viele einen völlig sinnlosen Tod. Aber so ist das nun einmal im Krieg. Warum haben die Ukrainer das Asowtal nicht schon frühzeitig aufgegeben, als sich der Fall von Mariupol schon abzeichnete?
Mich erinnert das Ganze an Stalingrad.

Und auch jetzt beim Kampf um Donezk und Luhansk werde ich wieder an die letzten Kriegstage erinnert. Wenn Selenskij sagt, seine Truppen hätten sich aus strategischen Gründen zurück gezogen, denke ich an das Vorrücken der Alliierten in Deutschland. Damals wurde diese Niederlage im Rundfunk vertuscht, in dem behauptet wurde, die deutschen Truppen hätten sich aus strategischen Gründen zurück gezogen, um dann umso vernichtender zuschlagen zu können.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich möchte nicht Selenskij mit Hitler vergleichen. Aber ich kann nichts dafür, dass mich der Ukrainekrieg manchmal an den 2. Weltkrieg erinnert, den ich miterlebt habe.

Frage, die keiner stellt: Wie viele Menschenleben ist ein Hektar Land wert?

 

Donezk und Luhansk sind ein wichtiges Kriegsziel der Russen. In Luhansk ist dieses Ziel nahezu erreicht. In Donezk bröselt die Front. Wer glaubt denn, dass die Russen diese Gebiete wieder hergeben oder dass die Ukrainer sie zurück erobern können? Es wird so gehen wie bei der Krim: Die Russen verleiben sich diese Gebiete einfach ein. Unser Heeresinspekteur denkt ähnlich:
„Ich befürchte, dass wir kein schnelles, klares Ende dieses Konfliktes vor uns haben, sondern dass es in ein zähes Ringen, vielleicht in einen „frozen conflict“ mündet“, sagte Heeresinspekteur Mais.
Aber ich denke weiter: Der „frozen conflikt“ wird das Ende des Krieges sein: Die Russen haben dann schließlich Donezk und Luhansk kassiert und die Ukrainer werden sich damit abfinden müssen. Beide Parteien sind dann froh, wenn es zu einem Waffenstillstand kommt. Und dabei wird es bleiben, denn ein Friedensschluss ist bei der Lage nicht möglich.

Bei dem Krieg frage ich mich: Wie viele Menschenleben ist eigentlich ein Hektar Land wert?
Warum hat man den Krieg nicht ganz einfach so vermieden:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/21/ukraine-ein-krieg-der-nicht-sein-musste/

Die Ukrainer erinnern mich an die letzte Kriegszeit in Deutschland. Da lernten wir in der Schule einen Kanon: „Lever dood as Slav“. Und wir Kinder wurden mit diesem Lied schon darauf eingeschworen, lieber im Krieg zu sterben, als von den Russen besiegt zu werden.

Letzte Warnung? Nur noch Barzahlung in Supermärkten

Heute konnte man in verschiedenen Supermärkten nur mit Barzahlung einkaufen. Schuld war angeblich ein Softwarefehler, Ob das die Wahrheit ist? Vielleicht will man nicht zugeben, wie leicht das System von Hackern angegriffen werden kann.
Jetzt stellen Sie sich mal vor, dass auch die Kassen selbst nicht mehr funktionieren würden. Was wäre dann wohl los? Warum sind die Märkte nicht mit einem schlichten, netzunabhängigen PC ausgestattet, mit dem man im Notfall weiter arbeiten könnte? Viele Unternehmen haben ein Notstromaggregat. Bräuchte man nicht auch einen Not-PC?

Ist das Ganze nicht vielleicht eine Warnung russischer Hacker, um zu zeigen, was sie alles anstellen könnten?

Der verlogene Politsprech

Die Briten haben inzwischen den Sprachgebrauch für Ämter geregelt. So soll beispielsweise das Wort „Brexit“ nicht verwandt werden, weil es einen negativen Klang hat. Das ist fast so wie bei Putin, wo statt „Krieg“ das Wort „Spezialoperation“ gesagt werden muss.

Bei uns funktioniert das alles ganz ohne Sprachregelung. Wenn wir unsere kaputt gesparte Bundeswehr einsatzfähig machen wollen und unsere Versprechungen gegenüber der NATO erfüllen wollen, müssen wir die unvorstellbare Summe von 100 Milliarden Euro investieren, also beängstigend hohe neue Schulden machen. Das käme beim Volk nicht gut an.
Also nennt man die neuen Schulden „Sondervermögen“ und das hört sich doch gleich viel besser so an, als ob es dort ein Vermögen gäbe. Das ist Politsprech. Mehr Beispiele finden Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/

Zum Politsprech gehört auch das „Framing“. Man verschiebt ein Problem in eine Schublade, wo es je nach Wunsch gut oder schlecht klingt. Nehmen wir als Beispiel das Tempolimit. Das Volk ist dafür, Lindner dagegen. Also gibt er sich als einer der letzten Verfechter der Freiheit und sagt, er sei gegen eine solche „Verbotspolitik“, wobei er völlig unter den Tisch fallen lässt, dass der Straßenverkehr sowieso mit einer Fülle von Verboten geregelt wird.

Weiter so: dem Untergang entgegen

Eigentlich wollen wir ja Vorreiter im Umweltschutz sein, aber die Realität sieht anders aus. Wenn wir weiter so leben wollen wie bisher, bräuchten wir 3 Erden, um die notwendigen Ressourcen ausbeuten zu können:
https://web.de/magazine/wissen/klima/unicef-deutsche-verbrauchen-erden-36961074
Jedem sollte klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann. Aber wir fahren sehenden Auges den Karren an die Wand:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/29/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor/
Irgendwann wird eine Zeit der Verteilungskämpfe angehen, wenn Menschen verhungern. Und diese Kriege könnten schrecklicher werden als der in der Ukraine.

Vom Unsinn der Meinungsumfragen

Gerade eben lasen wir, dass die Mehrheit der Bayern mit ihrem Ministerpräsidenten unzufrieden ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/16/soeders-absturz/
Nun plötzlich lesen wir das Gegenteil:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/nachrichten-aus-bayern_artikel,-umfrage-mehrheit-der-bayern-zufrieden-mit-staatsregierung-_arid,704776.html
Wie kann das sein?
Wenn man ein gutes Ergebnis einer Meinungsumfrage in die Presse bringen will. braucht man nur verschiedene Institute beauftragen. Die kommen wahrscheinlich zu unterschiedlichen Ergebnissen und dann sucht man sich das beste heraus. Unbekanntere Befragungsinstitute sind meist nicht in der Lage, einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu befragen. Und so kommen je nach Institut sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus.
Aber selbst renommierte Institute liegen oft daneben, wie wir bei der Wahl in NRW gesehen haben.

Cyberangriffe: Haben Sie genug Geld im Haus?

Gerade müssen wir sehen, dass die Cyberkriminalität zu einer wachsenden Bedrohung wird. Hacker schrecken sogar nicht einmal davor zurück, Krankenhäuser lahm zu legen, um sie zu erpressen. Auch die Bezahlsysteme einiger Banken wurden schon mal außer Betrieb gesetzt.
Und da frage ich mich: Kann es sein, dass einmal alle Kassen der Supermärkte abgeschaltet werden könnten? Und was dann?
Wäre es nicht zur Vorsorge notwendig, jeden Supermarkt mit einem PC auszustatten, in dem bei Ausfall der Kasse alle Vorgänge autark registriert werden können, bis die Kasse wieder funktioniert?
Übrigens meinte einmal ein Experte, der Krieg der Zukunft sei völlig unblutig: Man schaltet einfach das ganze Informationssystem des Gegners aus.
Vorläufig gibt es nur kleine Nadelstiche über das Internet. Aber stellen Sie sich vor, wie es in Deutschland aussehen könnte, wenn Putin nicht im nächsten Winter nur das Gas abdreht, sondern auch das Internet lahm legt.

Ist Putin gescheiter als der Westen?

Manchmal begegnet man Menschen, die völlig anders denken. Gerade hatte ich es mit einer Putin-Bewunderin zu tun. Sie fand, dass Putin gescheiter ist als der Westen. Erst habe man im Westen gemeint, der Rubel würde abstürzen. Aber der Rubel ist inzwischen eine gesuchte Währung geworden. Sogar reiche Amis investieren in den Rubel, der einen Höhenflug erlebt. Die Frau fragte mich, ob ich als intelligenter Mensch, der ich nach ihrer Ansicht bin, nicht auch in den Rubel gegangen wäre. Ich musste bekennen, dass ich nicht so gescheit war.

Und noch eine These der Frau möchte ich hier erwähnen: Sie meinte, Putin würde über die Sanktionen lachen, weil wir uns ins eigene Fleisch geschnitten hätten; wir würden selbst mehr unter den Sanktionen leiden als die Russen. Das könnte durchaus sein: Wir werden es vielleicht sehen, wenn Putin uns im Winter das Gas abdreht und wir frieren müssen.

Als ich bei den Nazigrößen zu Gast war

In meiner Kindheit wohnten wir in einem Zweifamilienhaus in Traunstein. Die  zweite Wohnung hatte ein Mann inne, der für die Organisation Todt arbeitete. (Das war die Bautruppe des Dritten Reichs.) Dieser Mann war die rechte Hand des Chefs. Er baute die Deutsche Alpenstraße und verschiedene Straßen am Obersalzberg. Er war ein Meister seines Fachs, so dass ihn der Schah von Persien nach dem Krieg an seinen Hof holte.

Als der Krieg ausbrach und mein Vater als Soldat seinen ersten Heimaturlaub antrat, stellte uns unser Mitbewohner netterweise eine hübsche Straßenbauerhütte am Obersalzberg zur Verfügung, die ich in guter Erinnerung habe. Und eines Abends wurden wir sogar in den Platterhof eingeladen. Das war ein nobles Lokal der Nazis am Obersalzberg. Obwohl ich damals 5 Jahre alt war, habe ich diesen Abend noch in präziser Erinnerung. Es herrschte dort nämlich eine ganz eigene, fast weihevolle Stimmung, die natürlich schon durch die einmalige Lage des Hauses und den großartigen Ausblick bedingtwar. Damals waren etliche Nazi-Größen dort zu Gast, die mir nicht mehr in Erinnerung sind. Sie saßen an der Stirnseite des Saales und ständig kamen Ordonnanzen in Uniform an ihren Tisch, salutierten und meldeten irgend etwas. Das ganze war wie ein Schauspiel, das mir sehr imponierte, zumal ich als Bub in höchsten Kreisen dabei sein durfte.

Unser Mitbewohner hatte etwas, was damals selten war: ein Auto. Und so wollte er uns noch etwas Gutes tun und fuhr uns zu großartigen Aussichtspunkten. Zwei davon sind mir in Erinnerung. Es waren herrlich gelegene Häuser, die Freunden von Hitler gehörten. Einer war Maler, der andere Fabrikant. Die beiden hatten an Stellen bauen dürfen, wo sich kein anderer hätte niederlassen dürfen.

Gegen Kriegsende war ich noch einmal dort. Da war die ganze Gegend oben strengstens abgesperrt und eine Masse von Fahrzeugen verkehrte hin und her. Man vermutete, dass hier Hitlers Haus am Obersalzberg verteidigt werden sollte. Darüber wurden die wildesten Gerüchte verbreitet. In einem davon wurde behauptet, dass diejenigen, die dabei gearbeitet hatten, Kriegsgefangene gewesen seien, die aus Gründen der Geheimhaltung alle erschossen worden seien. Manchmal denke ich, dass damals vielleicht das Nazigold dort deponiert wurde. Und so habe ich eine Geschichte darüber geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/krimi-dem-wahnsinn-nahe/

Nachtrag: Der Platterhof wurde von den Amis beschlagnahmt und in Hotel „General Walker“ umbenannt. Als es dann an Deutschland zurück gegeben wurde, wurde es dem Erdboden gleich gemacht, denn Berchtesgaden will nichts mit der Nazivergangenheit zu tun haben, die diesem Ort gegen seinen Willen aufgezwungen worden war. Stattdessen befindet sich dort ein Dokumentationszentrum über die Verbrechen der deutschen Wehrmacht. Hier bewahrheitet sich ein Ausspruch meines Vaters: „Der deutsche Kellner ist der beste“, womit er nicht das Bedienungspersonal meinte, sondern die Deutschen an sich, die an einem Beflissenheitssyndrom leiden würden. Kein anders Volk oder die Kirche wühlen so in den Wunden ihrer Vergangenheit wie die Deutschen. So wird es beispielsweise auf dem Petersplatz kein Denkmal für die Hexenverbrennungen geben.

Und zum Schluss noch etwas: Ich bin zwar nicht beim Schah von Persien gewesen, habe aber von ihm einen Brief bekommen, wie Sie in der Leseecke in der Geschichte „Ein ganz normaler Tag lesen können.

Putins krachende Niederlage

Wer hätte das gedacht? Putins Armee schwächelt. Sie bringt es trotz zehnfacher Überlegenheit nicht fertig, die Ukraine in einem Blitzkrieg zu besiegen. Damit erweist sich Putin als zahnloser Tiger. Wie will er dem Westen ernsthaft entgegen treten? Seine Armee kommt zur Zeit nicht mehr recht voran. Ihr laufen die Soldaten davon. Es sieht schlecht aus mit ihrer Moral.
Zusammenfassend kann man über Putin sagen: Im Krieg nicht viel erreicht, stattdessen NATO verstärkt, einschneidende Sanktionen ausgelöst…
Wie lange wird Putin das überstehen?