Archiv der Kategorie: Politik

Die Lüge über das Glück der Deutschen

So glücklich sollte angeblich jeder Deutsche aussehen. Deshalb werden wir ständig darüber belehrt, wie glücklich oder zufrieden wir normalerweise sein müssen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/23/die-deutschen-glueckliche-jammerlappen/
Die Post, das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) und die ARD mit ihrem „Deutschlandtrend“ hämmern den Bürgern ein, dass sie gefälligst glücklich zu sein haben, wenn sie keine Mieslinge sein wollen. Von DIW und ARD war ja nichts anderes zu erwarten, aber dass die Post ins selbe (Post-)Horn stößt, verwundert doch sehr. Hat die Post nichts anderes zu tun, als einen Glücksatlas zu erstellen?

Die Frage nach dem Glück hat ihre zwei Seiten. Man sagt: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ Und so haben sich auch viele ihr persönliches Glück geschaffen. Und wer das nicht zu Wege gebracht hat, wird das vielleicht nicht gerne zugeben. So gesehen sollte eine Frage nach dem Glück bzw. nach der Zufriedenheit ein positives Ergebnis bringen.
Etwas ganz anderes ist es aber, wenn es um die Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen geht. Die ist ja gemeint, wenn man solche Umfragen veranstaltet. Und da muss man sagen: Es gibt einen Spruch: „Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.Der bewahrheitet sich gerade bei diesen Umfragen.
Wie können die Deutschen zufrieden sein, wenn 73 % Angst um ihren Arbeitsplatz haben? Und wenn sie schon im Ruhestand sind: Wie können Rentner zufrieden sein, wenn sie ebenfalls Angst haben, nicht mehr genug zum Leben zu haben? Sie gehen auf die Straße, um zu protestieren:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/26/fridays-gegen-altersarmut/
Nach dem aktuellen »Trust Barometer« der Beratungsagentur Edelman stellen 61 % der Bundesbürger das bestehende System in Frage – auch ein Zeichen für ihre Unzufriedenheit.

Seehofers unglaublicher Vorschlag: Weg mit ARD oder ZDF

Ich habe hier ja schon gefordert, ARD und ZDF aufzulösen und insbesondere die GEZ abzuschaffen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/24/weg-mit-gez-zdf-und-ard-was-die-mainstream-medien-verschweigen/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/11/weg-mit-gez-zdf-und-ard/
Nun stoße ich beim Aufräumen meines PCs auf einen früheren Beitrag, in dem zu lesen ist dass sogar Seehofer den derzeitigen Zustand unerträglich findet und dass er daher eine Zusammenlegung von ZDF und ARD gefordert hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/09/14/bravo-herr-seehofer/
Aber leider ist es in unserem kapitalistischen Staat so, dass solchen fetten Pfründen ein ewiges Leben beschert ist.
Das Traurige ist, dass Seehofer mit seinem Vorschlag nicht einmal eine Diskussion anstoßen konnte.

Unglaublich: Scheuer erholt sich ein Gutachten für 240.000 Euro


Ich habe ja schon vor längerer Zeit gefordert, dass der Verkehrsminister Scheuer zurücktreten muss, weil er durch die voreilige Vergabe von Aufträgen im Zusammenhang mit der Maut einen Schaden von über einer Milliarde verursacht hat. Nicht verstehen konnte ich allerdings, dass man da noch einen Untersuchungsausschuss brauchte. Das hat sich nun bitter gerächt.
Erst dachte ich ja, dass man Scheuer auf diese Weise so richtig grillen wollte. Aber anscheinend ist es so, dass man Scheuer bis zu den Neuwahlen im Amt halten wollte, um einen Imageschaden zu vermeiden, den ein Rauswurf ja bedeutet hätte. Von daher ist zu erklären, dass Söder im Zusammenhang mit seiner Forderung nach einer Umbildung des Kabinetts ausdrücklich Scheuer (sicherlich wider besseres Wissen) gelobt hat.
Mir geht es bei Scheuer so ähnlich wie bei dem bayerischen Minister Wiesheu: Man konnte nach seiner Trunkenheitsfahrt mit tödlichem Ausgang nicht verstehen, warum er trotzdem noch im Amt gehalten wurde. Ein höheres CSU-Mitglied erklärte mir das so: „Der Mann weiß zu viel.“ Ist es bei Scheuer genau so?
Dieser Mann besitzt die Dreistigkeit, den angerichteten Schaden noch zu vergrößern, indem er ein Gutachten zu seiner Entlastung erholt, für dessen 90 Seiten bei einem ein Stundensatz von 410 Euro mehr als 240.000 (!) Euro in Rechnung gestellt wurden. Wozu gibt es denn den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages?

Fridays gegen Altersarmut


In Deutschland herrschen Zustände, die eigentlich unerträglich wären, wenn
man sie nicht durch die Merkel‘sche Politik der sanften Gewöhnung hinnehmen würde. Der deutsche Michel ist eingelullt worden und sanft entschlafen. Nur gelegentlich gibt es hier und da ein Aufbegehren, das aber durch die Politik des Aussitzens irgendwann wieder einschläft. Die „Fridays for Future“ sind die erste etwas zähere Protestbewegung, die es längst auch schon in ähnlicher Weise von Seiten der Alten gegeben haben müsste:
Was sind das für Zustände, wenn die Alten
in unserem reichen Land als Flaschensammler durch die Städte ziehen und sich an Tafeln ernähren, weil die Rente aus einem langen Berufsleben nicht reicht? Es gab einmal eine starke Bewegung der Alten, die die Politiker das Fürchten lehrte, nämlich die grauen Panther. Aber die sind inzwischen zu einer Splitterpartei herunter gekommen. Wie konnte das nur passieren?
Nun jedoch nehmen sich die Alten die Jugend zum Vorbild und veranstalten
Fridays gegen Altersarmut. Das könnte ja gefährlich werden, denken offenbar unsere Politiker und so besinnt man sich auf ein altes Herrschaftsprinzip aus vorchristlicher Zeit, das sich bis heute erhalten hat:
„Divide et impera!“. „Teile und herrsche!“ – man treibt einen Keil der Spaltung in die Phalanx der Gegner:
So verbündet man sich mit denen, die eigentlich die Partei der Alten ergriffen haben müssten: Die Gewerkschaft sieht „reinen Populismus“ bei den Initiatoren der Fridays gegen Altersarmut und wirft ihnen vor, sie hätten
keine konkreten Ziele oder Forderungen, sondern nur ein Feindbild. Da kann man nur sagen: Dümmer geht‘s nimmer. Die Ziele der Alten sind doch klar und berechtigt: Sie brauchen mehr Geld.
Und der VdK sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband warnen davor, dass Akteure der extremen Rechten die Bewegung der Alten unterwandert haben könnten und das Thema Armut instrumentalisieren wollten.
Man weiß offenbar nicht Genaues, aber man diffamiert diejenigen, die eigene Versäumnisse der Wohlfahrtsverbände offenbaren.
Typisch ist für unsere Zeit, dass man immer gleich zum Stichwort „Instrumentalisieren“ greift, wenn einem etwas nicht gefällt.
Man redet ja bei uns immer über die Spaltung des Volkes. Und so versucht man, die Alten auch zu spalten und man hat schon etliche Menschen mobilisiert, die gegen diese angeblich rechte Bewegung der Alten protestieren.
Also, liebe Altersgenossen, lasst euch nicht auseinander dividieren! Gemeinsamkeit macht stark. Und wenn es solche Missstände gibt wie bei uns, dann ist es doch gleich, wer bei den Protesten mit marschiert: Die Hauptsache ist, dass man ein gemeinsames Ziel hat, das endlich durchgesetzt werden muss. Wir wollen doch nicht dümmer sein, als die Österreicher:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Deutschland stürzt ab.
Das habe ich hier oft beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/21/deutschland-stuerzt-ab-14/
Die meisten wollen es nur nicht wahr haben, weil es zuerst die Armen erwischt, und weil sie dem dauernden Gerede der Kanzlerin vom Aufschwung glauben. Der scheinbare Aufschwung wird bezahlt durch Ausbeutung der Bürger, deren Sparguthaben mit Nullzinsen geplündert werden, mit Renten am Existenzminimum, …
Warum wurde bei uns der Spitzensteuersatz, der schon einmal bei 56 % gelegen hat, mit Hilfe der Sozis (!) auf 42 % abgesenkt? Sollten da nicht zuerst die Stellschrauben nachjustiert werden, bevor es die Armen trifft? Aber da hebt gleich ein Geschrei an: Das sei ja Sozialismus oder: „Schluss mit der Neiddebatte.“ „.Keine Bestrafung der Leistungsträger, die ja wieder investieren.“ Was sind das aber für Leistungsträger, die vom ererbten Kapital leben und ihr Geld oft im Ausland anlegen? Da ist es doch besser, wenn die Armen mehr Rente bekommen, die sie auf jeden Fall in Deutschland für den Lebensunterhalt ausgeben. Aber die Armen haben bisher keine Stimme, die laut genug ist, dass sie gehört wird.
In Österreich beträgt übrigens der Spitzensteuersatz 55 %, ohne dass dort die Wirtschaft zusammengebrochen wäre. Bei uns hat es ja auch früher mit einem ähnlichen Steuersatz geklappt. Und so wunderten wir uns nicht, dass es sogar deutsche Unternehmer gegeben hat, die eine Anhebung des Spitzensteuersatzes gefordert haben.
Aber damit sind sie nicht durchgedrungen, denn die von den Lobbys beherrschten C-Parteien sind die großen Hüter der sich ständig vergrößernden Reichtümer. Horst Seehofer bekannte einmal (versehentlich?):
»Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.«

Das kostet die SPD wieder ein Prozent

Sarrazin und Gabriel werden die SPD noch ein Prozent Stimmen kosten.

Was zunächst Sarrazin anbetrifft, sollte die SPD nicht pingeliger sein als die Katholische Kirche. Auch Menschen mit etwas abweichenden Auffassungen sollten ihren Platz in der Partei haben, zumal viele Wähler ähnlich denken. Sarrazin ist ja kein Rechtsextremer, sondern ein Mann der seine Sicht der Dinge erfolgreich kund tut. Ich glaube, dass dies seiner Partei eher genützt als geschadet hat.

Aber schlimmer ist es, dass Gabriel nun in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gehen wird. Da werden viele Wähler das sagen, was man immer wieder hört: „Das ist doch alles ein Klüngel da oben.“ Und haben die Leute damit wirklich Unrecht? Warum holt denn die Deutsche Bank wohl Gabriel in ihre Führungsriege? Doch wohl weniger wegen seiner einmaligen Fähigkeiten als Bankier als vielmehr wegen seiner Verbindungen zur Politik. Und Verbindungen dieser Art mögen SPD-Wähler sicherlich überhaupt nicht.
Wenn man also jemanden aus der SPD ausschließen sollte, wäre Gabriel der richtige Mann, um damit zu dokumentieren, dass die Partei sich von Cliquen-Wirtschaft frei hält und Distanz zu Lobbyisten hält.

 

Deutschland stürzt ab

Unter den Titeln „Deutschland stürzt ab“ und „Deutschland erwache“ habe ich schon etliche Beiträge geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/27/deutschland-erwache-3/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/15/deutschland-stuerzt-ab-die-krankenhaeuser/
Heute muss ich die Anzeichen des Absturzes wieder um eines ergänzen: In den Nachrichten wurde heute gemeldet, dass die Zahl der Menschen mit einem Zweitjob im letzten Jahr um 124.000 (!) zugenommen hat. Während die Politiker dauernd von Aufschwung reden, merken immer mehr Menschen, dass es ihnen immer schlechter geht: Sie kommen mit einem Einkommen nicht mehr aus: Was für ein Leben steckt oft hinter diesen nüchternen Zahlen: Eine allein erziehende Friseuse arbeitet nachts noch in einer Bar oder ein Hilfsarbeiter, der vor der Arbeit in aller Frühe Zeitungen austrägt.
Waren das noch Zeiten, als das Einkommen des Mannes ausreichte, um die ganze Familie zu ernähren:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Und wenn wir nun hören, dass die Ganztagsbetreuung der Kinder weiter ausgebaut werden soll, so ist das auch ein Zeichen dafür, dass die Menschen mehr arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen.
Und die da oben sahnen ab:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/20/sind-sie-auch-so-ein-armes-schwein-zum-heutigen-tag-der-akzeptanz/
Gerade hörte ich jemanden sagen, er müsse nicht arbeiten, sondern lasse sein Geld für sich arbeiten. Das sind die „Leistungsträger“ die unter den Fittichen der Regierung immer reicher werden. Und deshalb hat die alte SPD ausgedient:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

Sind Sie auch so ein armes Schwein? (Zum heutigen Tag der Akzeptanz)

Die Hilfsorganisation Oxfam berichtet: Die 500 reichsten Menschen auf diesem Planeten haben 2019 ihr Vermögen um ein Viertel gesteigert. Das ist insgesamt eine Vermehrung in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar. Und wo bleiben wir? Wir werden langsam an unsere Verarmung (sprich: Ausbeutung) gewöhnt. Wenn wir fürs Alter oder einen Hausbau sparen wollten, wurden unsere Ersparnisse immer mehr entwertet: Erst sanken die Zinsen unter die Inflationsrate und dann wurden sie ganz gestrichen. Nun verlangen immer mehr Banken sogar Strafzinsen.
Was wir zur Zeit erleben, ist eine Politik der sanften Gewöhnung an Zustände, gegen die wir aufbegehren sollten:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/19/wir-gewoehnen-uns-an-alles-dank-merkel/
Wir finden es normal, dass die Unternehmer ihre Einkünfte ständig wesentlich mehr steigern, als sie ihren Mitarbeitern zum (kaum ausreichenden) Ausgleich der Inflation gönnen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/23/verdammt-warum-lasst-ihr-euch-das-gefallen/
Darum feiern wir heute den Tag der Akzeptanz für all die armen Schweine, die das alles mit Sanftmut ertragen.
Aber so langsam beginnt doch partiell ein Aufbegehren: bei der Klimapolitik, beim Protest der Bauern oder in Frankreich bei den Gelbwesten.
Wir hatten einmal einen Spitzensteuersatz von 56 %. Der wurde mit
Beteiligung der Sozis auf 42 bzw. 45 % gesenkt. Wieso eigentlich? Was uns zur Begründung dieser Entwicklung erzählt wurde, waren doch Ammenmärchen. Und wenn nun einer eine Rückkehr zu höheren Steuersätzen für Reiche verlangt, wird der als leistungsfeindlicher Neidhammel hingestellt, der nichts davon versteht, dass die Reichen durch ihre Investitionen die Wirtschaft am Laufen erhalten.
In Österreich läuft die Wirtschaft aber auch trotz eines Spitzensteuersatzes von 55 %. Und deshalb sind die Österreicher keine so armen Schweine wie wir:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/31/tu-felix-austria-traurige-mieten-und-renten-in-deutschland/

Weg mit ARD und ZDF!

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/11/weg-mit-gez-zdf-und-ard/

Haben wir nicht auch eine Art von Staatsfernsehen wie früher in der DDR?
Zwar hat sich das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil mit dem Fernsehen befasst und versucht, den Einfluss der Politik etwas zu drosseln, indem es Teile des Staatsvertrags über das Fernsehen für verfassungswidrig erklärte. Aber glauben Sie, dass dadurch alles anders geworden ist? Dann sind Sie naiv!
Sie werden auch weiterhin das zu sehen bekommen, was von oben angeordnet wird.
Vor Jahrzehnten sang Reinhard Mey:
„„Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: ‘Halt du sie dumm, ich halt sie arm!’““ Und so bleibt es auch: Das Volk muss dumm gehalten werden, sonst begehrt es auf. Und deshalb bekommen wir beispielsweise niemals im Fernsehen einen Film wie diesen zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=XU6AB8z-iOM
Wenn man mit den Fernsehleuten darüber reden würde, würden die wohl sagen: Das würde die Gefühle der Christen verletzen. Aber muss man nicht die Wahrheit wissen, wenn man ein echter, also ein überzeugter Christ sein will? Dann verlören die Gläubigen allerdings ihre Illusion, die Kirche brauche Geld für ihre Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und Kulturgüter wie die alten Dome. Von einer reichen Kirche, die allein in Rom 2500 Paläste besitzt, den größten Goldschatz nach den USA hortet, die der größte Grundbesitzer der Welt ist… davon dürfen die Gläubigen nichts erfahren. Oder hören wir Kritik daran, dass die Kirche den Peterspfennig angeblich als Hilfe für Bedürftige sammelt, das Geld aber dann in Londoner Luxuswohnungen investiert?
Übrigens gehören nur noch 57 % der Bundesbürger den christlichen Kirchen an. Trotzdem verhalten sich die öffentlich-rechtlichen Sender so, als lebten wir in einem christlich geprägten Gottesstaat. Natürlich kann man Gottesdienste, Glockengeläut usw. übertragen. Aber wo bleiben die Moslems? Und was ist mit den Atheisten? Die existieren nicht für ZDF und ARD. Wenn sogar Kardinal Marx sagt, einen Glauben ohne Zweifel gäbe es nicht: Warum diskutiert man nicht einmal im Fernsehen über eine der Grundfragen der menschlichen Existenz: Gibt es einen Gott oder nicht? Mit solchen Fragen will man die Menschen nicht verunsichern, denn Christen sind die braveren Staatsbürger, weil die Konservativen unter ihnen glauben, ihre Regierung sei von Gott eingesetzt.
Übrigens: Ist Ihnen das auch schon aufgefallen: Kann man mit der Wahrheit lügen? Man kann es! Man belauert beispielsweise die AfD überall und dann wird man schon an irgendeinem Stammtisch etwas zu hören bekommen, wo man dann sagen kann: „Da seht ihr wieder mal…“ Dasselbe könnte man natürlich auch bei der CSU machen: Man geht an irgendeinen Dorfstammtisch und was man da mit dem Mikrofon einsammeln könnte, ist auch nicht immer fürs Fernsehen geeignet. Aber so etwas geschieht nicht.
Auch die verfehlte Äußerung über das „Denkmal der Schande“ kommt im Fernsehen immer so herüber, als sei damit gesagt, dass das Denkmal selbst eine Schande sei. Und schließlich wirft man gern alles, was rechts von den „Volksparteien“ steht, gerne in einen Topf: Rechtsextreme, AfD, Nazis,… Aber all das nützt nichts. Das Volk scheint bockig zu sein: Das Sonderbare an dieser verkappten Bekämpfung der AfD durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ist, dass das Volk darauf allergisch reagiert und extra die AfD wählt.
Natürlich können sich die öffentlich-rechtlichen Sender darauf berufen, dass sie auch kritisch sind. Aber das geschieht beispielsweise mit Sendungen wie der „Heute-Show“ oder der „Anstalt“ zu einer Zeit, in der normale Bürger im Bett sind.
Wenn Sie das Programm der ARD und des ZDF durchsehen, dann stellen Sie fest, dass die Sender eher um Einschaltquoten buhlen, als dass sie ihrem Informationsauftrag nachkommen. Warum also sollen wir deren aufgeblasenen Apparat zwangsweise weiter finanzieren? Man sollte mal ein Volksbegehren organisieren mit dem Motto: „Weg mit ARD und ZDF“.  Vielleicht hat man damit Erfolg wie mit der Initiative gegen das Bienensterben.

Deutschland stürzt ab: die Krankenhäuser

Unter dem Titel „Deutschland stürzt ab“ bzw. „Deutschland erwache!“ habe ich hier schon eine ganze Reihe von Beiträgen geschrieben. Nun widme ich mich aus gegebenem Anlass wieder mal den Krankenhäusern.
Als ich in Side am Apollontempel aufs Meer schaute, dachte ich, dass man schon damals die religiösen Stätten wie unsere Klöster auf die schönsten Plätze des Landes gebaut hat. Überrascht war ich allerdings, als ich las, dass die alten Tempel die Funktion von Krankenhäusern hatten. Man war der Überzeugung, dass Menschen gesund würden, wenn sie in einem prächtigen Bau an einer der schönsten Stellen
bestens gepflegt würden. Heute würden Esoteriker von Kraftorten sprechen.
Nun vergleichen Sie einmal damit unsere Krankenhäuser: Die Patienten lagern
meist zu mehreren in Zellen ohne Ausblick.
Immerhin glaubte ich, man würde im Krankenhaus jedenfalls etwas Vernünftiges zum Essen bekommen.
Aber weit gefehlt! Während die Lebensmittelpreise ständig steigen, geben die Krankenhäuser immer weniger fürs Essen aus. Inzwischen sind es nur noch 3,84 Euro (!) pro Tag für einen Patienten.
Wie wichtig die Ernährung für die Genesung ist, wurde bei einer wissenschaftlichen Untersuchung festgestellt: Krankenhäuser, in denen das Essen nicht angeliefert, sondern selbst frisch gekocht wird, haben eine um zwei Tage kürzere Verweildauer im Vergleich zu denen, in denen Fremdküchen das Essen machen.

https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/27/gesundes-essen-fehlanzeige-19768376/
Uns wurde dies zum ersten Mal bewusst, als wir immer in Bad Endorf zum Schwimmen gingen. Da haben wir anschließend immer ausgezeichnet gegessen, denn das Essen der Kantine kam aus der Klinikküche.. Eines Tages hat es uns aber dann nicht mehr geschmeckt und wir aßen lieber im Gasthaus. Wir fragten daher, warum die Qualität des Essens sich so verschlechtert hatte. Das lag daran, dass man nicht mehr selbst kochte, sondern sich das Essen aus dem 84 km entfernten München von einer Großküche liefern ließ.
Wie es heute mit dem Essen im Krankenhaus aussieht, erfuhr ich am eigenen Leibe:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/02/18/krankenhaus-einst-und-jetzt/
Obwohl ich an „unstillbarem Erbrechen“ litt, bekam ich kalten Schweinebraten anstatt einer salzigen Suppe, die ich nötig gehabt hätte. Aber wenn man nur so wenig für das Essen ausgibt, ist natürlich eine auf das Wohl des Patienten abgestimmte individuelle Ernährung nicht mehr möglich, denn die kostet mehr Personal.
Auf einem anderen (traurigen) Blatt steht, wie sehr
die Hygiene unter der Sparsamkeit leidet.
Auch hier merkt man also: Deutschland stürzt ab.

Wie ich mir die Politik vorstelle


Ich bin – wie meine Leser schon bemerkt haben – ein ganz naiver Denker, was den Vorteil hat, dass man die Dinge ganz schlicht vom Anfang her denkt.
Also ich stelle mir vor, ich wäre ein Minister. Da würde ich einen Beamten beauftragen, im Internet zu verfolgen, was über mich geschrieben wird. Und dann überlege ich: Wo muss ich erwidern? Welche Kritik ist berechtigt und was ist da zu tun? Und welche Vorschläge sollte ich aufgreifen?
Nehmen wir ein schlichtes Beispiel: Wenn ich die Ministerin Schulze wäre und mein Name in die Suchmaschine eingegeben würde oder das Stichwort „Umwelt“, dann würde
ich auf diesen Beitrag stoßen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/12/der-mensch-is-a-sau-aufkleber-ueberall/
Ja, und dann würde ich natürlich den Vorschlag aufgreifen.
Aber leider ist man im Kabinett zu abgehoben, um sich von schlichten Bürgern drein reden zu lassen. Da muss erst ein Volksbegehren her, um so etwas Vernünftiges durchzusetzen, wie die Bekämpfung des Bienensterbens und die Verseuchung des Grundwassers. Erst dann wachen „die da oben“ auf. Da kann man nur immer wieder ausrufen: „Deutschland erwache!“.