Archiv der Kategorie: Fernsehen

Die „große Rate-Show“ im Fernsehen

Es wird immer schlimmer: Wie nett und bescheiden war doch die Sendung „Wer weiß denn so was?“ Aber nachdem die Rateshows Konjunktur haben, wollen natürlich alle mitmachen. Sie überbieten sich gegenseitig mit Lichtorgien, deren Geflimmer kaum noch anzuschauen ist.
Schlimmes musste man befürchten, als Kerner seine Ratesendung als „große“ Show anpries. Und dementsprechend war sie denn auch. Als Kerner zu Beginn seinen großen Auftritt hatte, wobei sich die Tür unter blitzenden Pfeilen öffnete, hatte ich schon die Nase voll und habe abgeschaltet.
Ob man dem Mann nicht beibringen kann, dass er nicht der große Messias ist, sondern ein schlichter Moderator? Er sollte sich bei Kai Pflaume erkundigen, wie man eine nette, beliebte Ratesendung ohne viel Brimborium auf den Schirm bringt.

SAT1 hat ebenfalls eine Ratesendung, die auch nicht besser ist: Lichtorgien und Fragen, bei denen Ältere schnell abschalten.

RTL, ZDF, ARD: Bravo Frau von der Gröben!

 

 

Fernsehen: Kritik am Pilcher-Film „Argentinischer Tango“


Ich bekenne, dass ich gerne die alten Pilcher-Filme sehe: Ausgezeichnete Aufnahmen von einer herrlichen Landschaft, wunderschönen Herrenhäusen, ansehbaren Schauspielern. Dazu eine unterhaltsame Story mit hervorragender Musik von Blackford unterlegt. Was die alten auch auch Filme auszeichnet, ist die klare Übertragung der Sprache.

An letzterem scheitern die neuen Filme. Bei ihnen ist der Ton schlechter als bei den alten Schwarz-weiß-Filmen. Damals hielt man noch über jeden Schauspieler ein Mikrofon an einem „Galgen“. Heute, wo die Technik fortgeschritten ist, meint man offenbar, dass man mit einem irgendwo aufgestellten Mikrofon auskommen kannn. Jedenfalls ist der Ton erschreckend schlecht.
Man sagt immer, dass das ZDF ein Sender für die Alten ist, wofür jedenfalls die auf sie gezielte Reklame spricht. P
ilcher-Filme sind wohl auch eher etwas für Alte, und deshalb müsste man doch auf eine entsprechende Tonqualität achten, denn bekanntlich hören Alte etwas schlechter als junge Menschen.

Ich habe hier ja schon vor Jahren vorgeschlagen, dass man beim ZDF die Tonqualität überprüft, indem man einen Film erst einmal ein paar Alten vorführt. Solange man so etwas nicht macht, verscherzt man sich die Sympathien eines großen Teils der Kundschaft: Die Alten schalten schneller ab, weil sie sich über so einen Pfusch ärgern.

„Tolle“ Veränderungen beim Fernsehen

Öfter mal was Neues! Das gilt nicht nur in der Mode, sondern auch beim Fernsehen. Im Laufe der Zeit hat sich einiges geändert, nicht nur zum Vorteil.
Um mit dem Erfreulichen anzufangen: Im BR werden neue Programmabschnitte immer mit sehr schönen Bildern eingeleitet. Vor-„bild“-lich!
Finster sieht es bei der ARD aus: Da startet die Tagesschau aus dem Dunkel. Wer kommt denn auf so eine Idee? Da sieht es bei allen anderen Nachrichtensendungen besser aus, beispielsweise bei RTL.
Noch etwas hat sich in den Jahren geändert: Früher saßen die Nachrichtensprecher*innen brav hinter ihrem Tisch und lasen die Nachrichten vor. Dann plötzlich erhoben sie sich, um bei Wahlsendungen die Statistiken zu erläutern. Und so entstand ein neuer Trend: Vor allem die Nachrichtensprecherinnen kamen hinter ihren Schreibtischen hervor und stehen nun ganz sichtbar im Bild.
Obwohl ich als Mann ja Frauen gerne sehe, finde ich das nicht gut. Vielleicht liegt das ja an mir, denn ich stamme noch aus einer noch nicht „entmannten“ Generation. Was das bedeutet, habe ich in einem meiner Aphorismen so beschrieben:

Wenn eine Frau einen Mann sieht, sieht sie einfach einen Mann. Wenn aber ein Mann eine Frau sieht, sieht er ein Sexobjekt.

So ganz stimmt das freilich nicht, aber ich sehe halt eine Nachrichtersprecherin im Ganzkörperbild als Frau und nicht als sachlich agierende Fernsehredakteurin. Und da stellen wohl nicht nur bei mir völlig sachfremde Gedanken ein: Hungerhaken, unsportlich, Busen zu hoch gehoben, tolle Frau … Nicht alle sind halt eine von der Gröben.
Und dann denke ich mir, dass durchweg bei allen Sendern eine Dicke fehlt. Ob die dicken Frauen da nicht mal protestieren sollten? Ein Typ wie Oprah Winfrey könnte doch auch mal den Bildschirm füllen.

Anderes Thema: Früher erschienen nur die amerikanischen Präsidenten bei bedeutenden Nachrichten zwischen zwei Fahnen.  Das sollte dem Gesagten mehr Bedeutung verleihen. Nun erscheinen auch unsere Politiker zwischen Fahnen von Deutschland und der EU. Zunächst beschränkte sich das auf den Bundespräsidenten und die Kanzlerin. Dann folgte Minister Maas. Und nun machen das auch die Provinzfürsten. Ein wenig lächerlich wirkt das schon, wenn Laschet zwischen der deutschen Fahne und der seines Landes versucht, sich als Kanzlerkandidat zu präsentieren.
Ich hätte da noch einen Tipp: In der Nazi-Zeit gab es im Radio Sondermeldungen, die mit Fanfaren eingeleitet wurden. So was fehlt uns noch, Herr Laschet!

 

Weg mit ARD und ZDF!

CDU-Politiker Michael von Abercron nennt ARD und ZDF „Indoktrinationsplattformen“. Damit hat er zwar Recht, nicht aber mit der Begründung:
Ihn stören die Sendungen „Extra 3“ und „Heute-Show“. So weit ist es bei uns gekommen, dass sogar kritische Nachtsendungen verboten werden sollen, damit die Bürger in der richtigen Richtung „indoktriniert“ werden.
Recht hat der frühere Chef des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen: Er will ARD und ZDF komplett abschaffen. Die Sender seien „zu teuer, zu fett, zu borniert und zu parteiisch“, schrieb er.
Auch im Ausland droht ein Ende der öffentlich-rechtlichen Sender: In Großbritannien will Johnson die BBC „platt machen“ und in Österreich will die FPÖ etwas Ähnliches.
Wann endlich setzt sich die Erkenntnis durch, dass freie Bürger selbst entscheiden dürfen, was sie sehen und bezahlen wollen (wie bei den Zeitungen auch)? Muss der Bürger wirklich ständig indoktriniert werden, wobei der Druck der Parteien und der Rundfunkrat darüber entscheiden, in welcher Richtung das zu geschehen hat?
Lesen Sie auch die weiteren Beiträge zum Thema:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/24/weg-mit-gez-zdf-und-ard-was-die-mainstream-medien-verschweigen/

Wie komme ich ins Fernsehen?

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? In Sendungen, die eigentlich unansehbar sind, wie „Leute heute“, erscheinen bestimmte Promis häufig, andere aber kaum oder gar nicht. Woran mag es nur liegen, dass wir beispielsweise Verona Poth dauernd vorgeführt bekommen, neulich sogar gleich in zwei Sendungen? Das hatte ja eigentlich keinen Informationswert, jedenfalls keinen solchen, dass man beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen dafür Gebühren bezahlen will. Sind die Manager der Promis dauernd bei den Fernsehmachern, um ihren „Star“ mal wieder auf den Schirm zu bringen? Zahlen sie vielleicht sogar dafür, dass sie auf diese Weise den Marktwert ihres Schützlings steigern?

Leider gibt es ja auch bei den Medien keine Gleichberechtigung: Dauernd sehen wir nur Frauen, die ihre Roben vorführen, über gescheiterte und neue Beziehungen plaudern…
Sie inszenieren „Höschenblitzer“ oder „Nippelalarm“, und schon sind sie auf dem Fernsehschirm. Nur ein paar ganz blöde Zuschauer glauben tatsächlich, dass solche Bilder einem Fotografen zufällig „geglückt“ sind. Und Sylvie Meis erfreut die Zuschauer dauernd mit Urlaubsgrüßen im Bikini. Und warum grüßt sie uns so oft und viele gar nicht ? Ist sie wirklich so beneidenswert oft in Urlaub? Ja, Frau müsste man sein, da genügt es, ein bisschen Fleisch zu zeigen, um gut zu verdienen. Was müsste man da als Mann alles anstellen, um ebenfalls so oft auf den Fernsehschirm zu kommen.

Interessant ist auch, welche Musik die Radiosender spielen. Natürlich hat jeder Sender seine spezielle Ausrichtung und die Programmgestalter haben ihren eigenen Geschmack. Aber was Sie da zu hören bekommen, ist so nicht einfach zu erklären. Bezahlen manche Popsänger dafür, dass ihre Musik öfter gespielt wird als andere, um so ihren Umsatz zu steigern?
Das wäre doch einmal eine Untersuchung wert.

Die Verblödung des Fernsehens

Was mich interessiert

In Sendungen wie „Leute heute“ sehen wir „Promis“ beim Einkaufen oder im Urlaub. Manchmal wird uns suggeriert, man habe diese sorgfältig geschminkten und gut beleuchteten Leute nur rein zufällig getroffen.
Wie hat man sich das in Wirklichkeit vorzustellen? Winseln die Manager der Prominenten dauernd beim Fernsehen herum, man möge doch mal ihren Schützling vor die Linse nehmen? Und wie ist das mit der Bezahlung? Bekommen die Promis vielleicht noch Geld dafür, dass sie sich filmen lassen?
Eigentlich müssten sie doch für diese kostenlose Reklame bezahlen!
Und noch eine Bemerkung zu diesen Boulevard-Magazinen. Es wäre mal eine verdienstvolle Arbeit, wenn jemand sich hinsetzen und eine Untersuchung darüber anstellen würde, wie sich beispielsweise die Fernsehsendungen von vor 40 Jahren von den heutigen unterscheiden. Da wird man feststellen, dass die informativen und politischen Sendungen weit in den Hintergrund gedrängt wurden durch seichte Unterhaltung. Und so wird das Volk immer mehr verblöden. Und das ist ja auch der Zweck des Ganzen, für das wir sogar dann zahlen müssen, wenn wir gar nichts sehen wollen.
Bezeichnend für die Einstellung der Fernsehproduzenten ist, dass kritische Magazine und Kabaretts immer sehr spät gesendet werden. Da kann man sicher sein, dass sie nicht viel Wirbel machen.

 

Haben Sie das im Fernsehen versäumt? Dann klicken Sie hier!

Das war für mich seit langem das Beste, was ich im Fernsehen gesehen habe: Brettlspitzen
Da sah man Bayern in Reinkultur. Aber auch wenn Sie an Bayern kein Interesse haben, werden Sie auf jeden Fall an etlichen Beiträgen der Sendung Ihre helle Freude haben, z.B. „sexuelle Belästigung“ oder ganz anders: „Frau von Format„. Die Beiträge lassen sich einzeln abrufen, so dass sie diejenigen auslassen können, bei denen Sie den Dialekt nicht verstehen.
Viel Spaß! Den werden Sie haben.

Sportreportagen im Fernsehen


Ich habe mich ja schon öfter über die Sprache im Fernsehen beklagt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/05/da-staunt-man-2/
Manchmal habe ich dann allerdings gedacht, dass ich vielleicht mit meinen Vorstellungen ziemlich allein da stehe, denn es ändert sich ja nichts.
Nun hatte ich allerdings ein Erlebnis, das zeigt, dass viele so denken wie ich:
Neulich in einem Café wurde auf einem großen Schirm ein Fußballspiel übertragen, allerdings ohne Ton, damit die Nichtfußballer nicht in ihren Unterhaltungen gestört wurden.
Ich erlaubte mir, den Fußballfans scherzhafterweise mein Beileid auszudrücken, weil sie auf den Ton verzichten mussten. Sie waren aber ganz zufrieden mit dem Gebotenen und fanden: „Der Reporter nervt nur!“
Ganz meine Meinung! Auch ich empfinde das fast ununterbrochene Gerede, ja manchmal sogar Geschrei der Reporter zu Szenen, die man ja sieht, als Stress für die Nerven. Ich habe daher mal den ORF eingeschaltet, als dort dasselbe Spiel übertragen wurde: Wie angenehm ruhig machte dort der Reporter ein paar sparsame Bemerkungen zum Spiel.
Am sonderbarsten finde ich die Sportberichte in ARD-Info. Da wird in dem zusammenfassenden Bericht genau so herum geschrien wie bei der Live-Übertragung.

Da staunt man


Die Bahn hat eine Stimme für die Lautsprecher-Durchsagen auf Bahnhöfen gesucht. Das geschah in einem monatelangen (!) Prozess, bis endlich eine 20-köpfige Jury entschieden hat, welche Stimme genommen wird. Das mag ein bisschen übertrieben erscheinen, wäre aber doch für das Fernsehen vorbildlich. Ich habe mich ja hier schon öfter über die schlechte Sprache im Fernsehen beklagt.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/06/schlechter-fernsehen-mit-dem-zdf/
Merkwürdigerweise sind die synchronisierten Filme im Ton wesentlich schlechter als die deutschen in Originalsprache. Dabei möchte man doch meinen, dass man in der Studio-Atmosphäre einen besseren Ton hinkriegt als bei Aufnahmen am Set. Aber das Gegenteil ist der Fall: Gestern erst haben wir den an sich netten Film „Bad Moms“ wegen des schlechten Tons ausgeschaltet.
Warum findet eigentlich nicht auch beim Film eine ähnliche Kontrolle statt wie bei der Lautsprecherstimme bei der Bahn? Wir haben ja immer mehr alte Menschen, die man doch wohl auch als Zuschauer gewinnen möchte.

Zum Thema „Sprache“, mit dem ich mich hier schon öfter beschäftigt habe, noch eine Beobachtung: In der ARD-Info-Sendung fällt mir ein merkwürdiges Phänomen auf. Während man normalerweise am Ende eines Satzes die Stimme etwas absenkt und eine kurze Pause einlegt, werden in den Nachrichtensendungen von ARD-Info die Meldungen herunter gelesen, als wenn sie weder Punkt noch Komma enthielten. Ist das auch ein Zeichen unserer Zeit? Alles muss schnell, schnell erledigt werden.