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Kinderprobleme beim Sexualkundeunterricht

Manchmal ist es ja sehr interessant, was Kinder so denken. Neulich in der Stadt gingen zwei Mädchen vor mir und ich konnte hören, was sie redeten. Sie sprachen offenbar von der ersten Stunde Sexualkundeunterricht und waren erschüttert, was ihre Eltern miteinander getrieben haben, um sie zu zeugen. Aber sie waren sich einig. Die eine sagte:
„Ich glaube, mein Vater bringt’s nicht mehr!“
Die andere: „Meiner auch nicht.“
Ob sie recht haben?

 

Was ist nur mit den Müttern los?

Engel, Friedhof, Reißen, Weinen, Trauer
Gerade habe ich unter dem obigen Titel folgendes geschrieben:

„Im Traunsteiner Tagblatt liest man, dass gerade zwei kleine Kinder beinahe im Schwimmbad ertrunken wären, wenn nicht Retter zur Stelle gewesen wären.
Und heute liest man bei Web.de, dass zwei Kinder aus dem Fenster gestürzt sind, eines davon ist tot, das andere hatte einen Schutzengel.
Wie kann so etwas passieren? Weiß man nicht mehr, dass man kleine Kinder keinen Moment aus den Augen lassen darf?“

Die Stadt Traunstein hat daraufhin eine Risikoanalyse in Auftrag gegeben und dabei kam heraus, dass nun Schilder aufgestellt werden, auf denen steht, dass »trotz vorhandener Badeaufsicht grundsätzlich Erziehungs- und Begleitpersonen die Pflicht zur aktiven Aufsicht haben.« Na so was!
Das ist nun wieder typisch: Wer das Schwimmbad besucht, sieht, dass der Bademeister nicht überall sein kann. Man muss also selbst auf sein kleines Kind aufpassen. Dazu bedarf es keines Warnschildes.
Und wozu braucht man eine Risikoanalyse? Man sieht doch, dass die Menschen von heute zu dumm sind, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. Sie verfügen nicht mehr über die Phantasie, die Eltern benötigen, um sich vorzustellen, welche Gefahren für ihr Kind überall lauern. Deshalb wundert mich auch nicht, dass die Gebrauchsanleitung für meine Kamera mit 20 Seiten Warnhinweisen beginnt, z.B.:
„Ihr Kind kann Teile verschlucken.“
„Ihr Kind kann in der Plastiktüte ersticken.“
„Blitzen Sie Ihrem Kind nicht direkt in die Augen“…

Ja, so ist das halt in einer Zeit, in der die Menschen erwiesenermaßen immer dümmer werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/29/der-niedergang-der-spezies-mensch-hilfe-wir-werden-immer-schlapper-kraenker-duemmer-und-impotent/
Aber sie sind halt zu dumm, das zu merken.

 

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Toleranz nennen es viele Eltern, wenn sie zu faul sind, ihre Kinder zu erziehen und wenn sie ihnen fast alles durchgehen lassen.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Helikopter-Eltern – Wie erziehe ich mein Kind?

„In Deutschland herrscht zur Zeit eine geradezu hysterische Aufgeregtheit – etwa so, als ob man in einen Hühnerstall hinein geschossen hätte.“
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/oma-die-umweltsau-was-sind-wir-doch-fuer-ein-humorloses-hysterisches-volk-geworden/

So ist es auch beim Thema „Erziehung“. Man überbietet sich geradezu bei dem zur Zeit aktuellen Thema „Helikopter-Eltern“. Da ist nun sogar von „Rasenmäher-“ oder auch „Curling-Eltern“ die Rede. Der letzte Schrei sind nun sogar die „Schneepflug-Eltern“.
Im Zentrum der Kritik stehen auf einmal Eltern, die ihre Kinder – womöglich mit dem SUV – in die Schule fahren. Pauschale Urteile sind hier völlig unangebracht, denn es kommt doch sehr auf die Gefährlichkeit des Schulwegs und auf das Alter und das Wesen des Kindes an. Ich halte es jedenfalls für lächerlich, wenn behauptet wird, ein Kind würde dadurch unselbständig, dass es von der Mutter auf deren Weg zur Arbeit bis zur Schule
im Auto mitgenommen wird. Diejenigen, die allzu sehr beim Schulweg mehr Selbständigkeit fordern, sollten sich einmal vor die orthopädische Kinderklinik in Aschau stellen und ansehen, welches Elend hier durch verunglückte Kinder zusammen kommt. Auch gut erzogene Kinder sind halt Kinder und dadurch gefährdet. Die Gewissensfrage, vor der Eltern stehen, ist halt: Wie viel Gefährdung nehme ich dafür in Kauf, dass das Kind dadurch vielleicht ein bisschen selbständiger wird als sonst sowieso.
Die Psychologen wenden sich auch dagegen, dass Eltern die Schularbeiten der Kinder beaufsichtigen und korrigieren. Ich halte das für verfehlt. Die Behauptung, die Lehrer würden dadurch den Überblick darüber verlieren, was das Kind selbst leisten könne, ist völlig falsch, denn der Lehrer sieht das ja im Unterricht und bei den Klassenarbeiten.
1,2 Millionen Kinder bekommen bei uns Nachhilfestunden. Ist es da nicht besser, wenn die Eltern das übernehmen, soweit sie das können?
Man beklagt immer, dass das schulische Fortkommen der Kinder bei uns zu sehr vom Bildungsstand der Eltern abhängt. Die Ursache dafür ist ja gerade, dass Eltern mit höherem Bildungsstand zum einen wollen, dass ihre Kinder diesen auch erreichen, und zum anderen alles tun, damit es so wird. Wenn diese Eltern also ihre Kinder bei den Schularbeiten unterstützen, so muss man das nicht negativ sehen als Verlust der Selbständigkeit bei den Kindern, sondern positiv:
Wir sind eine Familie und stehen einander bei! Und Teamwork ist doch auch etwas Positives.
Wenn ich so die Kinder in unserer großen Familie anschaue, dann sehe ich eine frappierende Unterschiedlichkeit: Die einen lernen ganz von selbst lesen und gehen problemlos selbständig durch die Schule.
Witzig war auch ein kleines Kindergartenkind, das immer bei der älteren Schwester schaute, was die in der Schule gelernt hatte. „Was haben wir denn heute auf?“ pflegte das Kind zu fragen und löste die Schulaufgaben der älteren Schwester.
Auf der anderen Seite haben wir auch Kinder mit Schulproblemen gehabt. Ein Mädchen war Legasthenikerin und wäre damals auf der Sonderschule gelandet, wenn es nicht von ihrer Mutter bis zum Abitur geführt worden wäre. Das Mädchen hat sich als Frau im Beruf selbständig gemacht und ist eine echte Powerfrau geworden. Es ist also lächerlich, wenn Psychologen behaupten, solche Kinder würden unselbständig. Das zeigte sich auch bei einem anderen Kind in der Familie, das mit Nachhilfe seiner Eltern durchs Abitur kam dann erfolgreich ins Leben gestartet ist.
Ich las einmal den Buchtitel: „Kinder brauchen kluge Eltern!“ Also liebe Eltern, seien Sie klug und lassen sich nicht von Pauschalurteilen irre leiten. Sie wissen am besten, was gut für Ihr Kind ist: Nicht jedes Kind muss Abitur machen oder gar studieren: Es ist allemal besser, wenn ein Mädchen eine fröhliche Bedienung wird als eine grantige Professorin. Und wenn in einer Akademikerfamilie ein Sohn Handwerker wird, so ist das nicht gleich der soziale Abstieg, sondern der Weg, der den Anlagen des Kindes entspricht und das Kind glücklich werden lässt. Das ist doch die Hauptsache!

Gegen den Widerstand der Kirchen: Die Kinderrechte gehören ins Grundgesetz!


Gerade höre ich in den Nachrichten etwas, was auf den ersten Blick verwundert: Die
Kirchen sind gegen die Pläne der Justizministerin, den Artikel 6 des Grundgesetzes um folgenden Absatz ergänzen:
„Jedes Kind hat das Recht auf Achtung, Schutz und Förderung seiner Grundrechte einschließlich seines Rechts auf Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit in der sozialen Gemeinschaft. Das Wohl des Kindes ist bei allem staatlichen Handeln, das es unmittelbar in seinen Rechten betrifft, angemessen zu berücksichtigen. Jedes Kind hat bei staatlichen Entscheidungen, die seine Rechte unmittelbar betreffen, einen Anspruch auf rechtliches Gehör.“
Dieser Absatz ist notwendig, weil die UN-Kinderrechtskonvention vorschreibt:
„Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Verwirklichung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte.“
Wenn die Gegner dieser Grundgesetzänderung behaupten, die Kinder seien durch die allgemeinen Grundrechte genügend geschützt, so ist das kein echtes Gegenargument, denn man kann ja durchaus noch einmal zusammenfassend die Kinderrechte festschreiben.
Wie notwendig das ist, zeigt beispielsweise die Kinderarmut in Deutschland:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/03/kinderarmut-nicht-so-schlimm/
https://autorenseite.wordpress.com/2016/05/31/kinderarmut-in-deutschland-2/

Erstaunt hat mich, dass die Vertreter sämtlicher Religionen die Grundgesetzänderung ablehnen und dass dabei etwas zu beobachten ist, was man selten sieht: Sie sind sich einig: Man befürchtet eine Einschränkung der Elternrechte und wir hören das Schlagwort vom linken Populismus.
In Wahrheit geht es um etwas anderes: Die Religionen sehen durchaus mit Recht die Gefahr, dass ihre Möglichkeiten, sich schon früh der Kinder zu bemächtigen, eingeschränkt wird. Es könnte durchaus sein, dass die beabsichtigte Grundgesetzänderung beispielsweise dazu führt, dass die Beschneidungen vom Verfassungsgericht verboten werden und dass auch die Taufe von Babys als Missachtung von deren Persönlichkeitsrecht betrachtet wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/01/unorthodoxe-gedanken-zum-sonntag/

Witz zum Tag

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr!

Abends werden die Eltern müde, aber ihr kleiner Sohn ist noch quicklebendig. Der Vater übernimmt die schwierige Aufgabe, den Kleinen ins Bett zu bringen.
Nach einiger Zeit schaut die Mutter nach dem Rechten. Sie öffnet vorsichtig die Tür des Kinderzimmers ein wenig und flüstert hinein:
„Schläft er schon?“
„Ja! Er schnarcht sogar!“ ruft der Kleine fröhlich.

Zitat zum Thema Erziehung

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Erziehen bedeutet auch, dass die Eltern Konflikten nicht ausweichen. Heute gießt man lieber eine Tünche von scheinbarer Harmonie darüber.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Zitat zum Thema Erziehung

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Die Erziehung vieler Kinder besteht darin, dass ihre Eltern ihnen das richtige Fernsehprogramm einschalten.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.