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Missbrauch: manchmal nicht so schlimm?

Es ist schon merkwürdig, wie verschieden die Menschen empfinden. Das zeigt sich auch gerade beim Missbrauch: Die einen leiden ein Leben lang unter einem solchen Verbrechen. Es ist sogar vorgekommen, dass sich jemand das Leben genommen hat. Andererseits stecken auch manche solche Erlebnisse locker weg:

Als ich 10 Jahre alt war, wurde ich zum ersten Mal mit einem Missbrauch konfrontiert. Ein Gleichaltriger, der in unserer Gegend wohnte, erzählte, er bekomme 10 DM, wenn er seinen Arsch  dem Pfarrer hinhalten würde, und er meinte, das sollte ich auch tun. Dann bekäme ich auch 10 DM und er würde auch 10 DM für die Anwerbung eines neuen Knaben kriegen.
Ich sagte damals zu ihm: „Du Sau.“
Er antwortete: „Nee, die Sau ist er.“
Dieser Fall wird vielleicht in der Auflistung der kirchlichen Missbrauchsfälle auftauchen, aber ich glaube nicht, dass das Opfer besonders unter der Tat gelitten hätte. Er ging ja immer wieder hin, um etwas zu verdienen. Auf einem anderen Blatt steht freilich, dass er psychisch einen Schaden erlitten hat.

Ein anderer Fall eines ganz extremen Missbrauchs scheint auch von der betroffenen Frau nicht tragisch genommen worden zu sein,  wie Sie in dem Buch „Adieu Justitia” lesen können. Dort wird in der wahren Kurzgeschichte „Vaterschaftsprozesse“ folgender Fall geschildert. Der Richter fragt die Mutter eines nichtehelichen Kindes:

Warum haben Sie mich letztes Mal angeschwindelt? Ich habe Sie doch so eindringlich belehrt, dass es sinnlos ist zu lügen, denn die Wahrheit kommt so wieso auf.“

Ich habe nicht gelogen! Ich hatte nur vergessen, dass ich einmal stockbetrunken war und nicht weiß, was da passiert ist.“

Nun, wenn man betrunken ist, kriegt man noch kein Kind!“

Man hat mir erzählt, dass der wachhabende Offizier…“

Also langsam – der Reihe nach, damit ich mitkomme. Ich bin ein bisschen begriffsstutzig müssen sie wissen. Wo waren Sie und was haben Sie getrunken? Erzählen Sie bitte ganz von vorne, damit man weiß, was passiert ist.“

Am Heiligen Abend habe ich erst mit meinen Eltern zu Hause gefeiert. Ich musste Weihnachtslieder mitsingen und so’n Scheiß. Da hatte ich schließlich keine Lust mehr und habe meine Freundin angerufen. Der ging das Feiern auch auf den Keks, und so haben wir verabredet, ins Kasernenstüberl zu gehen. Es waren auch Soldaten da. Mit denen haben wir Glühwein getrunken. Es war recht lustig, und da habe ich vielleicht ein bisschen mehr erwischt, als mir gut tat. Die Soldaten haben uns eingeladen, die Kaserne zu besichtigen. Sie hatten nämlich eigentlich Dienst und hätten gar nicht in der Wirtschaft sein dürfen, aber an Weihnachten ging das nicht so genau. Ja, und dann sind wir in die Kaserne gezogen, wo ich auf die Idee gekommen bin auszuprobieren, wie man in einem Soldatenbett liegt und bin eingeschlafen. Hinterher hat man mir erzählt, dass der wachhabende Offizier mit mir geschlafen haben soll, aber davon weiß ich nichts.“

Na, dann fragen wir ihn halt“, sagte Dr. Prell und griff zum Telefon. Er ließ sich bei der Bundeswehr den wachhaben­den Offizier geben und fragte, wer Weihnachten Dienst gehabt habe.

Ich“, antwortete der Mann.

Na, dann kommen Sie mal gleich rüber. Sie werden sofort als Zeuge gebraucht.“

Ich weiß nicht, ob das so einfach geht!“

Sagen Sie Ihrem Vorgesetzten, dass Sie hier dringend benötigt werden und dass sonst der Richter persönlich kommt, um Sie abzuholen.“

Schon nach einer viertelstündigen Pause erschien der Offi­zier in Uniform aus der nahen Kaserne.

Dr. Prell belehrte ihn über seine Pflicht, wahrheitsgemäß auszusagen und fuhr dann fort:

Kurze Frage: Hatten Sie mit dieser Frau hier“ – er deutete auf die Kindsmutter – „Geschlechtsverkehr?“

Er nannte noch die gesetzliche Empfängniszeit, also den Zeitraum, auf den sich die Frage bezog.

Jawohl!“

Diese kurze zackige Antwort schien den Richter misstrau­isch zu machen. Er hakte nach:

Ich muss da leider etwas indiskret werden: Wie war das denn nun genau. Haben Sie zwei Ihrer Soldaten ausgeschickt, um sich jemand ins Bett zu holen?“

Also das kam so. Wir hatten am Heiligen Abend Dienst und da war uns fad. Jemand kam auf die Idee, ob nicht vielleicht im Kasernenstüberl Frauen sitzen könnten, die auch nichts mit dem Fest anfangen konnten. Und so sind dann zwei von uns hinüber gegangen und haben tatsächlich zwei Weiber angeschleppt – ich wollte sagen: zwei Damen mitgebracht. Die waren ziemlich angesäuselt. Die eine legte sich gleich ins Bett und wollte ganz offensichtlich… , und da wollte ich auch nicht nein sagen.“

Fröhliche Weihnacht – kann man da nur sagen“, bemerkte Dr. Prell trocken. „Und die anderen haben zugeschaut?“

Nee, die haben auch mitgemacht – einer nach dem ande­ren.“

Dann müssen wir also bei dem Vaterschaftsgutachten die ganze Wachkompanie einbeziehen oder hat vielleicht einer doch Hemmungen gehabt?“

Doch einer. Aber dann hat jemand ‚Feigling‘ gerufen und dann war der auch dabei.“

Dr. Prell konnte sich nicht verkneifen zu sagen:

Und da gibt es Leute, die glauben, die Bundeswehr hole die Erzie­hung nach, die von den Eltern versäumt wurde. Übrigens noch eine Bemerkung: Die Frau war nach ihren Angaben nicht angesäuselt, wie Sie es ausgedrückt haben, sondern total betrunken. Wer einen solchen Zustand ausnutzt, macht sich einer schweren Straftat schuldig.“

Während er den Beschluss, ein Gutachten zu erholen, diktierte, verließen die Kindsmutter und der Soldat einträch­tig den Sitzungssaal.

Warum die Katholische Kirche ein Magnet für Schwule ist

Ist es nicht schrecklich? Die Katholische Kirche bringt es nicht fertig, die Missbrauchsskandale endlich hinter sich zu lassen. Gerade gärt es wieder in Frankreich:
https://web.de/magazine/panorama/kommission-tausende-paedophile-katholischer-kirche-frankreich-1950-36227254

Wie konnte es nur zu diesen vielen Verbrechen kommen? Das erklärt uns ein Experte: Der amerikanische Psychologe Sipe hat 25 Jahre lang beobachtet, was der Zölibat anzurichten vermag, und dabei festgestellt, dass er pädophile Neigungen hervorrufen kann. Nach Sipes Schätzung haben 20 Prozent der Priester eine sexuelle Beziehung zu einer Frau, und er sagt auch zur Homosexualität, dass viele gut unterrichtete Priester Zahlen nennen würden, die „näher bei 50 Prozent homosexuell Orientierten“ lägen. Sipe, der ja als Pastoralpsychologe der Kirche wohlwollend gegenüber steht, gibt sicherlich keine zu hohen Zahlen an.
Warum gibt es unter Priestern so viele Homosexuelle? Das liegt auch daran, dass sich Katholiken oft als Sünder fühlten, wenn sie homosexuell sind. Weil sie keine Frau heiraten wollten und ihre „Sünden“ in den Griff bekommen wollten, entschieden sie sich für das Priesteramt. Aber wie es halt so ist: Die Sexualität beruht auf einem Urtrieb wie Hunger und Durst und ist daher nur schwer zu beherrschen.

 

 

Missbrauch: Die andere Seite der Kirche

Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche ist eine einzige Katastrophe. Immer mehr Menschen fragen sich: Kann das die Kirche Gottes sein, wo so etwas geschieht?
Wir hören zu wenig darüber, was die Kirche getan hat, um solchen Entgleisungen ihres Personals entgegen zu wirken. Deshalb will ich hier einen Missbrauchsfall schildern, der anders verlaufen ist, weil er eine schwere kirchliche Strafe nach sich gezogen hätte:

Ein Ordenspriester stand vor Gericht. Er hatte Mädchen betatscht, um sich zu „überzeugen, wie schön ihnen der Liebe Gott einen Busen wachsen lässt.“ Der Fall kam auf und der Mann zeigte sich reuig. Er bat um eine Freiheitsstrafe von mindestens 8 Jahren. Auf die Frage des Vorsitzenden, wie er denn zu diesem Strafmaß gekommen sei, sagte er, ihm sei von seinem Orden ein 8-jähriger Aufenthalt in einem Sühnekloster angedroht worden, auf den die weltliche Strafe angerechnet würde; und wer wisse, wie es in einem Sühnekloster zugehe, würde gerne einen längeren Gefängnisaufenthalt in Kauf nehmen.

Maria 2.0 – Geduld Ihr Frauen! Die Katholische Kirche auf dem Weg zur Sekte

Maria 2.0: Eine Reihe von Frauen schlägt Forderungen an die Kirchentüren. Frauen, seid doch nicht so ungeduldig! Es ist ja nur wenige Jahrhunderte her, da gestand die Kirche Euch auch eine Seele zu. Vorher standet ihr den Tieren gleich. Da müssen schon noch ein paar Jahrhunderte vergehen, bis es in der Kirche Priesterinnen gibt, es sei denn, Ihr würdet mal richtig Druck machen: Wie wäre es denn, wenn Ihr nicht in die Kirche geht, sondern draußen stehen bleibt? Der Segen durchdringt ja die Mauern. Oder noch eindrucksvoller wäre es, wenn Ihr mal für 1 Jahr aus der Kirche austreten würdet. Ich glaube, der Liebe Gott könnte das auch gut heißen.

Aber im Ernst: Nicht einmal in Jahrhunderten hat sich so viel in der katholischen Kirche geändert wie in meinem Leben. Inzwischen befindet sich die Kirche auf dem Weg zur Sekte. Über dieses Thema habe ich schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte/

Als ich vor 30 Jahren hierher nach Bernhaupten zog, fand in diesem Jakobskircherl, das an dem bekannten Pilgerweg liegt, jeden Sonntag eine sehr gut besuchte Messe statt. Inzwischen ist das schöne gotische Kircherl geschlossen. Die Pfarrei, zu der es gehört, existiert auch nicht mehr so wie bisher: Sie ist inzwischen nicht mehr selbständig, sondern wurde mit drei weiteren zu einem Pfarrverband zusammen geschlossen:
https://www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/hl-franz-von-assisi/ueberuns/pfarreien
Die Kirche behauptet zwar, das sei durch den Priestermangel verursacht. Aber gleichzeitig ist die Zahl der Kirchenbesucher erschreckend geschrumpft, so dass man nicht recht weiß, ob nicht dies die wirkliche Ursache für die um sich greifende Zusammenlegung von Pfarreien ist 
Die Kirchenaustritte haben in einem Ausmaß zugenommen, dass der betreffende Server des Bistums Köln zusammen gebrochen ist:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/kirchenaustritte-koeln-online-woelki-100.html
Anlass sind die unglaublichen Missbrauchsskandale, die längst hätten erledigt sein sollen, die aber – je länger man sie aufarbeitet – ein immer erschreckenderes Bild bieten.
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat,
Dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“
Das, was Schiller gesagt hat, hätte schon in der Bibel stehen sollen.
Aber in der Bibel steht etwas anderes, was auch für die Kirche gilt:
Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.“
Nüchtern betrachtet kann man fast den Eindruck gewinnen, als würde die Kirche mehr auf den Zugewinn ihres Vermögens als auf ihre innere Sauberkeit geachtet haben.
Nur ein Beispiel:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/15/meine-unfromme-sonntagspredigt/

Man sieht es deutlich: Eine totale Erneuerung der Kirch ist notwendig und Frauen als Priesterinnen würden doch ein wenig frischen Wind in die alten Gemäuer bringen.

 

Geduld, Ihr Frauen (II)

 

Über dieses Thema habe ich gerade schon etwas geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/07/zitat-zum-sonntag-geduld-ihr-frauen/

Es ist nicht so, dass sich in der Katholischen Kirche nichts ändern würde: Wie anders war das alles noch in meiner Jugend!
> Zur Erstkommunion erhielt ich ein Gebetbuch mit einem Bild des Papstes Pius XII. Darauf war er beim Beten abgebildet – mit einem Heiligenschein! So ein Bild würde sich ein Papst heute nie erlauben.
> Und auch das erlaubt sich heute kein Papst mehr: Wenn Pius XII im Petersdom eine Messe las, ließ er sich in einer Sänfte hinein tragen. Ja, das waren noch Zeiten!
> Niemand hätte damals geahnt, was noch alles auf diese Kirche zukommen würde. Erst konnte die Kirche ja noch die Missbrauchsfälle und all die sonstigen Verfehlungen unter der Decke halten. Wer traute sich schon, gegen einen Priester schmutzige Vorwürfe zu erheben? Wenn man so etwas gemacht hätte, hätte man ja befürchten müssen, wegen Verleumdung bestraft zu werden oder schlimmer: von der Gemeinde geächtet zu werden. Aber dann brach der Schmutz überall hervor, denn die Kirche hatte missachtet, was in der Bibel steht:
„Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.“ (Lukas 8,17) Und noch deutlicher konnte die Kirche bei Hiob 12,22 nachlesen: „Er öffnet die finsteren Gründe und bringt heraus das Dunkel an das Licht.“
> Dadurch hat die Kirche viel an ihrer Autorität verloren und ihre Mitglieder treten in Massen aus. Das hätte früher kaum einer gewagt aus Angst vor der Hölle, aber an den Teufel glauben nur noch die Erzkonservativen.
>  Was sich doch alles seit meiner Kindheit geändert hat: Früher gab es eine echte Fastenzeit. Heute hält man höchstens eine Diät ein. Und die Abstinenz am Freitag ist auch sanft entschlafen.
> Man musste damals nüchtern zur Kommunion gehen und im Religionsunterricht lernten wir, ob man nach einem versehentlichen Wasserschlucken beim Zähneputzen noch nüchtern war.
> Wegen des Nüchternheitsgebots ging man früh in die Kirche. Und die anderen wurden verächtlich die „Halb-Elf-Uhr-Christen“ genannt.
> Wenn jemand starb, las man, wenn alles seine Ordnung hatte, in der Todesanzeige, dass er „wohl versehen mit den Sterbesakramenten verstorben“ ist.
> Man hatte ein Kreuz im Esszimmer und man betete vor und nach dem Essen.
> Und man hatte ein kleines Weihwasserbecken im Haus, mit dem man sich segnete, bevor man fort ging.
> Natürlich ging man am Sonntag in die Messe. Sogar in der oben abgebildeten kleinen Kirche von Bernhaupten, einem Ortsteil des Dorfes Bergen, wurden gut besuchte Messen gelesen.
> Solche Filialkirchen gibt es nicht mehr und immer mehr Kirchengemeinden werden zu einer einzigen zusammengefasst. Oft wird aus vier ehemaligen eine einzige neue Gemeinde – angeblich wegen Priestermangel, aber wirklich wohl eher wegen Mangels an Kirchgängern.
> Es gab einmal einen Index, auf dem Bücher standen, die ein Katholik nicht lesen durfte. Als ich Abitur machte und etwas von C.F.Meyer lesen musste, brauchte ich einen Dispens.
> Und an den Kirchen hingen Film und Theaterkritiken, nach denen man sich zu richten hatte. Da gab es dann beispielsweise Bedenken gegen ein Ballett, weil sich „die Männlichkeit des Solotänzers zu sehr abdrückte“.

Das alles sind Veränderungen innerhalb eines einzigen Menschenlebens, die aus katholischer Sicht geradezu erdrutschartig sind. Daher werden wir nicht mehr lange auf Priesterinnen warten müssen, denn die Kirche braucht die Frauen. weil Männer allein mit Führungsaufgaben überfordert  sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/06/die-unfaehigkeit-der-maenner/

Katholische Kirche: Schon wieder ein Skandal, schlimmer als der Missbrauch

Gestern las ich von einem unglaublichen Skandal in einem Nonnenkloster:
https://web.de/magazine/panorama/irlands-schreckliche-nonnen-bericht-mutter-kind-heime-erschuettert-35420418
Aber als ich den Artikel verlinkt hatte, war er wieder verschwunden. Merkwürdig! Warum wurde er gelöscht? Sollte etwas verschwiegen werden? Aber die unglaubliche Nachricht war schon in der Welt und nun können sie sie hier lesen:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.irland-ein-massengrab-fuer-800-kinderleichen-hoelle-auf-erden-das-kinderheim-im-irischen-tuam.083c7c79-bac3-43d0-857a-93b1fbde5093.html
Oder ersparen Sie sich das, wenn Sie ihren Glauben an die Katholische Kirche bewahren wollen.
Mich erinnern die 800 Babyleichen, von denen da berichtet wird, an eine wahre Geschichte, die ich in dem Buch „Verbotene Zone“ beschrieben habe:
Wie Sie vielleicht nicht wissen, hat Lukas nach Auffassung der modernen Theologie die Jugendzeit Jesu „in zulässiger dichterischer Freiheit“ erfunden. Insbesondere die Geschichte vom Kindermord zu Bethlehem kann nicht stimmen, weil Herodes zu diesem Zeitpunkt schon tot war und es unmöglich sein kann, dass so ein Ereignis weder in der jüdischen noch in der römischen Geschichtsschreibung ihren Niederschlag gefunden hätte, zumal der römische Berichterstatter Josephus ganz ausführlich über Herodes geschrieben hat, sogar über Details aus seiner Ehe.
Da war dann aber plötzlich der konservative Teil der Katholischen Kirche sehr „erfreut“, als ein Archäologen-Team ein Massengrab mit Babyleichen gefunden hatte. Endlich hatte man den Beweis gefunden, dass die Bibel doch recht hat (und nicht die modernen „Glaubenszerstörer“), so meinten die konservativen Katholiken.
Aber dann stellte sich heraus, dass die Babyleichen zum einen nicht alt genug waren und dass es sich nicht um Herodes‘ Opfer handelte, sondern um solche eines Nonnenklosters.

Um auf das Buch „Verbotene Zone“ zurückzukommen: Wussten Sie eigentlich, dass Adam in Wahrheit mit Eva in harmonischer Zweitehe gelebt haben soll und dass seine erste Ehe mit Lilith (S. Bild oben) am Sex gescheitert sein soll?
Solche und ähnliche interessante Geschichten lesen Sie in diesem Buch.

Zur Bischofsvollversammlung – Wo bleibt der Heilige Geist?

Beschämend für die Katholische Kirche ist, dass der Missbrauchsskandal immer noch nicht aufgearbeitet ist. Dadurch wird die Kirche in der Öffentlichkeit zur Zeit wahrgenommen als eine Institution, die mit unglaublichen sexuellen Entgleisungen belastet ist. Wie anders stünde die Kirche da, wenn all das längst der Vergangenheit anheim gefallen wäre und die Kirche sich durch christliche Liebe gegenüber den Flüchtlingen ausgezeichnet hätte. Geld genug hätte sie ja.

Über ein Zusammengehen der beiden großen christlichen Kirchen wird anscheinend nicht mehr geredet. Das hat man seit der Feier zum 500-jährigen Bestehen der evangelischen Kirche abgehakt.
Lesen Sie dazu im Buch der unorthodoxen Geschichten um die Bibel, wie Luzifer mit Gott wettet, dass die Kirchen auch noch nach 500 Jahren getrennt bleiben: „Verbotene Zone“. Wie es ausgegangen ist, wissen Sie ja: Luzifer hat gewonnen.

Und hätte nicht die Kirche den Frauen gegenüber eine schwere Schuld abzutragen?
https://kirchenopfer.de/frauen/
Immerhin  sind die Frauen seit 1963 auch für die Kirche als Menschen anerkannt. Was für ein Fortschritt! Da kann man nicht erwarten, dass sie damit auch den Männern gleich gestellt werden und Priesterinnen werden können. Dieses Thema treibt die Kirche an den Rand der Spaltung. Die Kirche würde schnell einlenken, wenn die Frauen aus Protest den Gotteshäusern fernbleiben würden oder gar eigene Messen feiern würden nach dem Vorbild des urschristlichen Agapes. Aber dazu sind die Frauen meist leider zu fromm, so aufbegehrend sie sonst sein können..

Die Katholische Kirche ist von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Klare Gebote Gottes missachtet sie: „Du sollst dir kein Bild von mir machen!“ (Dies beachtet nur der Islam.) Oder: „Seid fruchtbar und mehret euch!“ Die Priesterschaft denkt nicht daran, sich an dieses Gebot zu halten (mit Ausnahme einiger weniger). Andererseits stellt die Kirche unumstößliche Regeln auf und behauptet, die seien gottgewollt wie die Priesterschaft der Männer. Es wäre an der Zeit, dass sich die katholische Kirche von diesen selbst auferlegten Fesseln befreit und endlich auch den Frauen den ihnen gebührenden Platz einräumt und auch den notwendigen Respekt zollt.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Fazit der Missbrauchsfälle: Kirche macht geil.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Noch mehr Missbrauchsfälle in NRW – Was ist die Ursache?


30.000 Fälle von Kindesmissbrauch sind in NRW aus nur einem Komplex aufgedeckt worden. Dem Minister ist „speiübel“ und drei Ermittler sind durch die psychische Belastung bei ihrer Arbeit krank geworden, andere brauchten die Hilfe eines Psychologen. Da fragt man sich, wie so etwas möglich ist.

An sich hat es die Natur so eingerichtet, dass der Sex normalerweise der Arterhaltung dient. Deshalb lösen Kinder bei einem gesunden Mann eher einen Beschützerinstinkt aus. Sie sprechen aber keinesfalls den Sexualtrieb an.
Wenn sich nun die Fälle von Kinderpornos und des Missbrauchs von Kindern in erschreckendem Maße häufen, so fragt sich, was die Ursache ist. Liegt es daran, dass die massenhafte Verbreitung solcher Widerwärtigkeit
en im Internet da ein Problem ans Licht gebracht hat, das so bereits bestanden hat, oder nimmt die Pädophilie tatsächlich zu? Wenn ja, woran liegt das?
Eine entsprechende Frage habe ich bereits bezüglich der Homosexualität gestellt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/28/heute-ist-christopher-street-day-csd-sex-und-gender-was-man-nie-fragen-und-schon-gar-nicht-sagen-duerfte/
Dort kann man nachlesen, dass sich der Mensch biologisch verändert. Besonders die Männer werden entmannt:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/

Wenn also die Sexualität der Männer in geradezu erschütternder Weise abnimmt, könnte dies doch vielleicht ein Grund dafür sein, dass sich der geschwächte Trieb auf die schwächsten Teile der Gesellschaft richtet. Das sollte doch einmal von Experten untersucht werden. Aber solche Untersuchungen sind, wie mir einmal gesagt wurde, „nicht opportun“. Was wohl heraus kommen könnte, wäre, dass unsere gesamte Lebensweise mit Plastik, Chemie im Essen usw. uns biologisch verändert oder besser gesagt: verwirrt: Wir werden immer dümmer und unfruchtbarer und der gestörte Sexualtrieb wird fehl geleitet.

Deutschland entchristianisiert sich

Heute am Buß- und Bettag merkt man es wieder: Deutschland entchristianisiert sich. Wer weiß denn heute noch, dass dieser Tag eine Aufforderung an ihn richten soll? Wer weiß auch noch überhaupt, dass es diesen Tag gibt? Und wer büßt und betet wirklich?
Ähnlich verhält es sich mit dem Allerheiligenfest der Katholiken: Es wird mehr und mehr zum Halloween.
Wie anders war das alles noch in meiner Jugend! Zur Erstkommunion erhielt ich ein Gebetbuch mit einem Bild des Papstes Pius XII. Darauf war er beim Beten abgebildet – mit einem Heiligenschein! Und wenn er im Petersdom eine Messe las, ließ er sich in einer Sänfte hinein tragen. Ja, das waren noch Zeiten! Niemand hätte damals geahnt, was noch alles auf diese Kirche zukommen würde. Erst konnte die Kirche ja noch die Missbrauchsfälle und all die sonstigen Verfehlungen unter der Decke halten. Wer traute sich schon, gegen einen Priester schmutzige Vorwürfe zu erheben? Wenn man so etwas gemacht hätte, hätte man ja befürchten müssen, wegen Verleumdung bestraft zu werden oder schlimmer: von der Gemeinde geächtet zu werden. Aber dann brach der Schmutz überall hervor, denn die Kirche hatte missachtet, was in der Bibel steht:
„Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.“ (Lukas 8,17) Und noch deutlicher konnte die Kirche bei Hiob 12,22 nachlesen: „Er öffnet die finsteren Gründe und bringt heraus das Dunkel an das Licht.“
Dadurch hat die Kirche viel an ihrer Autorität verloren und ihre Mitglieder treten in Massen aus. Das hätte früher kaum einer gewagt aus Angst vor der Hölle, aber an die oder den Teufel glauben nur noch die Erzkonservativen.
Was sich doch alles seit meiner Kindheit geändert hat: Früher gab es eine echte Fastenzeit. Heute hält man höchstens eine Diät ein. Und die Abstinenz am Freitag ist auch sanft entschlafen.
Man musste damals nüchtern zur Kommunion gehen und im Religionsunterricht lernten wir, ob man nach einem versehentlichen Wasserschlucken beim Zähneputzen noch nüchtern war.
Man hatte ein Kreuz im Esszimmer und man betete vor und nach dem Essen.
Und man hatte ein kleines Weihwasserbecken im Haus, mit dem man sich segnete, bevor man es verließ.
Natürlich ging man am Sonntag in die Messe. Sogar in der oben abgebildeten kleinen Kirche von Bernhaupten, einem Ortsteil des Dorfes Bergen, wurden gut besuchte Messen gelesen. Solche Filialkirchen gibt es nicht mehr und immer mehr Kirchengemeinden werden zu einer einzigen zusammengefasst. Oft wird aus vier ehemaligen eine einzige neue Gemeinde – angeblich wegen Priestermangel, aber wirklich wohl eher wegen Mangels an Kirchgängern.
So gibt es vieles, was darauf hin deutet, dass wir im Zeitalter der Entschristianisierung leben. Umso eifriger scheinen uns die Moslems zu sein, bis auch für sie die Einkaufstempel der Stadt zu den neuen Moscheen werden.