Archiv der Kategorie: Alpen

Der Mensch is a Sau

Dies ist nun schon der 14. Beitrag zu diesem Thema:
Eigentlich bin ich bei meinen Bergwanderungen immer überrascht, wie sauber die Natur ist. Es kommt kaum vor, dass man ein weg geworfenes Bonbonpapier oder Taschentuch findet. Aber bei meiner letzten Almwanderung über die Rachl- und Hefter-Alm war ich entsetzt, was ich da sehen musste: Der ganze Weg war mit so scheußlichen Pfeilen besprüht, und zwar nicht nur an den Abzweigungen, sondern auch dauernd unterwegs, wo man den Weg sowieso nicht verlassen konnte.
Und was das Unglaubliche war: Man hat nicht nur den Weg besprüht, sondern auch noch an den Bäumen Plastikstreifen aufgehängt:

Mir ist rätselhaft, was das soll, wenn man schon den Weg mit Pfeilen verunziert hat. Ich habe mich bei den Gemeinden bemüht, heraus zu bringen, wer für so etwas verantwortlich ist. Seltsamerweise wusste man das nicht.

Aber das sind nicht die einzigen Verschandler der Berge. Auch die EU unterstützt so einen Unsinn, indem markierte Wege mit hässlichen gelben Bemalungen zusätzlich gekennzeichnet werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/11/30/verunstaltung-der-alpen/

 

Etwas andere Bergerlebnisse

Ich liebe den Toten Mann, weil er mit seinen 350 Höhenmetern für mich als alten Mann noch leicht zu bewältigen ist und weil er eine prächtige Aussicht bietet. Oft bin ich ganz allein unterwegs. Aber einmal hat es mich nicht gefreut, als bei meiner Ankunft gerade Schüler aus einem Bus ausgestiegen waren, die ihren Wandertag hatten und sich auf den Weg machten. Ich ließ mir also in meinem Auto ein wenig Zeit, um sie verschwinden zu lassen.
Als ich dann im gemessenem Bergsteigerschritt los ging, hatte ich bald die ersten Schüler eingeholt. Einen mit hochrotem Gesicht setzte die Lehrerin gerade zum Ausruhen auf einen mitgenommenen Schlitten und sagte:
„Mei, die Jugend ist halt gar nimmer fit.“
Wie recht sie hatte, merkte ich, als ich noch die Hälfte der Schüler überholte.
Das sind ja traurige Zeiten, in denen viele Kinder weniger fit sind als ein Mensch im 9. Jahrzehnt seines Lebens:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/17/wir-ziehen-junge-invaliden-heran/

Und noch ein andere, aber lustiges Erlebnis hatte ich gerade:
Ich war wieder in aller Frühe ganz allein am toten Mann unterwegs. Es herrschte völlige Stille, aber auf einmal traute ich meinen Ohren nicht: Ich hörte lautes Lachen und freudiges Quieken von Frauen. Und dann kamen sie daher: Junge einheimische Burschen hatten vorne auf ihren Schlitten hübsche exotische Frauen saßen. Sie mochten vielleicht von den Philippinen stammen. Sie sahen wohl zum ersten Mal Schnee und genossen die Schlittenfahrt. Ja, das war eine geballte Ladung Lebensfreude, die da schon frühmorgens den Berg herunter fuhr.
Sie stoppten kurz bei mir und grüßten fröhlich. Ich fragte einen der jungen Burschen:
„Na, wo habt ihr die denn aufgegabelt?“
„Das ist unser eigener Direktimport. Mei, so was Liebes, Fröhliches und Dankbares find’st bei uns nimmer.“

Und da dachte ich an mein Buch „Der 7. Himmel hat ein Loch„, wo ich zwei Liebesgeschichten solchen Frauen gewidmet habe.


So schön war’s heut‘ am Berg

Heute Vormittag setzte sich noch das schöne Wetter von gestern fort bei 15°. Da rief noch einmal der Berg, bevor der große Wetterumschwung kommt.
In aller Früh ging’s los:
Unten sieht man die Lichter von Grassau.

Von dort ging’s auf die Staffenalm, die leider geschlossen war.

Immer wieder hat man schöne Ausblicke auf den Chiemsee:

Und auch auf Grassau:

 

 

So schön war’s heute

„Da Summa is umma…“ Auf dem Watzmann liegt schon der erste Schnee.


Der Hochkalter nebenan ist niedriger und frei von Neuschnee. Der kleine weiße Fleck ist alles, was vom Blaueisgletscher noch übrig ist. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass wir dort früher mehrfach am 17. Juni noch Ski gefahren sind.

So schön war’s heut am Berg


Noch im Dunklen bin ich los gegangen. Im Watzmannhaus war schon Licht, wie man in der Scharte sieht.


Dann streifte das erste Morgenlicht nur die Gipfel von Watzmann und Hochkalter.


Bei Sonnenaufgang am Berg lag das Tal noch im Schlaf (Nebel).
Nach der Tour war ich im Thumsee beim Baden (schön kalt). Da herrschte schon um 8.00 Uhr Hochbetrieb, weil die Parkplätze knapp sind.

„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.“ (Ganghofer)

So schön war’s heut am Berg


Heute war ich schon in aller Früh auf dem Zinnkopf mit herrlichem Blick auf den Chiemssee.
Am Gipfel fand ich zu meiner Überraschung ein junges Mädchen vor, das dort oben ganz allein übernachtet hat. Aber auf einem so frommen Gipfel brauchte sie keine Angst zu haben:

Haben Sie schon einmal unter dem freien Himmel geschlafen? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt in dieser heißen Zeit nachholen.