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So schön war’s heut‘ am Berg

Vom Dötzenkopf aus hat man einen herrlichen Blick auf Bad Reichenhall mit Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund. Und in der anderen Richtung liegt Großgmain in Österreich. Draußen herrscht noch zäher Nebel:

Am Wegesrand blühen versteckte Schönheiten: Alpenveilchen:

 

So schön war’s heute

„Da Summa is umma…“ Auf dem Watzmann liegt schon der erste Schnee.


Der Hochkalter nebenan ist niedriger und frei von Neuschnee. Der kleine weiße Fleck ist alles, was vom Blaueisgletscher noch übrig ist. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass wir dort früher mehrfach am 17. Juni noch Ski gefahren sind.

So schön war’s heut am Berg


Noch im Dunklen bin ich los gegangen. Im Watzmannhaus war schon Licht, wie man in der Scharte sieht.


Dann streifte das erste Morgenlicht nur die Gipfel von Watzmann und Hochkalter.


Bei Sonnenaufgang am Berg lag das Tal noch im Schlaf (Nebel).
Nach der Tour war ich im Thumsee beim Baden (schön kalt). Da herrschte schon um 8.00 Uhr Hochbetrieb, weil die Parkplätze knapp sind.

„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.“ (Ganghofer)

So schön war’s heut am Berg


Heute war ich schon in aller Früh auf dem Zinnkopf mit herrlichem Blick auf den Chiemssee.
Am Gipfel fand ich zu meiner Überraschung ein junges Mädchen vor, das dort oben ganz allein übernachtet hat. Aber auf einem so frommen Gipfel brauchte sie keine Angst zu haben:

Haben Sie schon einmal unter dem freien Himmel geschlafen? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt in dieser heißen Zeit nachholen.

Das Beste, was man im Urlaub tun kann: Bergsteigen


> Zunächst einmal ist man dort, wo die Natur am schönsten ist. Zweimal habe ich am Berg Frauen weinen sehen, weil sie von den herrlichen Eindrücken so sehr überwältigt waren:
Einmal am Watzmannhaus sah ich eine weinende Frau und wollte sie trösten. Aber sie sagte:
„Ich weine einfach, weil es so schön hier ist.“
Ein anderes Mal weinte eine Frau aus einer Wandergruppe auf der Zwieselalm. Der Bergführer fragte sie natürlich nach dem Grund und sie antwortete:
„… dass ich im Herbst meines Lebens noch so was erleben darf!“
Und der Bergführer nahm sie in den Arm und sagte: „Madel, wer wird denn von Herbst reden? Sommer ist‘s no bei dir.“
„Dann aber Spätsommer.“
Das sind zwei Erlebnisse die zeigen, wie sehr einen das Erleben der Natur aufwühlen kann. Leider ist vielen die Antenne für ein derartiges Erlebnis verloren gegangen.

> „Der Berg nimmt dir die Beichte ab!“ pflegte mein Vater zu sagen. Das stimmt wirklich, denn wenn man hoch hinauf steigt, merkt man, wie es um den Gesundheitszustand steht:
„Wenn i mit meiner Wampen kannt.
Aufi auf die Kampenwand…“
(Wampe ist bekanntlich der bayerische Ausdruck für Bauch.)
Man sollte schon als normaler Mensch im gemessenen Bergsteigerschritt mehrere Stunden aufsteigen und das „derschnaufen“ können.
Bergsteigen ist also gesund. Das kann ich mit meinen 86 Jahren mit Fug und Recht behaupten: Gerade stellte beispielsweise ein Arzt bei mir fest, das ich noch „jungfräuliche Knie“ habe. Oder anderes Beispiel: Die alten Bergsteiger sind meist keine Brillenträger…
> „Der größte Sieg, den du erringen kannst, ist der über den inneren Schweinehund.“ So lesen Sie es in meinen Aphorismen.
(Philosophisch tiefsinniger heißt es in der Bhagavad Gita: „Der Erhabene sprach: Dem ist das Selbst sein eigener Freund, der durch das Selbst das Selbst besiegt.“)
Einen anstrengenden Berg bezwungen zu haben, womöglich auf einer schwierigen oder anstrengenden Route, macht unheimlich glücklich. Das stärkt das Selbstbewusstsein und befähigt einen, auch andere schwere Aufgaben, die das Leben stellt, ohne kopflosen Stress zu bewältigen.
> Wenig bekannt ist, dass das Bergsteigen wie Doping wirkt. Weil die Luft oben dünner wird, nimmt das Blut mehr Sauerstoff auf und so kommt ein Bergwanderer wie ich auf Blutwerte, die – wie mein Arzt feststellte – im Dopingbereich liegen. Welchen Auftrieb kann also eine Bergwanderung geben!
> Bergsteigen ist so ähnlich wie eine Wallfahrt, nur eben nicht religiös. Aber viele Religionen setzen die Wallfahrten ein, um das religiösen Erlebnis zu vertiefen.
Auch beim Bergsteigen denkt man natürlich über vieles nach. Aber das Denken ist hier umfassender: Man befasst sich nicht nur mit Gott und der Welt, sondern auch mit sich selbst.
Bergsteigen ist sozusagen auch die Selbstjustierung der Persönlichkeit. Wie sagte einmal ein alter Bergsteiger zu einem Touristen:
„Geh‘ mal aufi auf‘n Watzmann! Da kimmst als völlig anderer Mensch wieder runter.“ (mindestens als müder)
> Aber vor allem: Bergsteigen macht unheimlich viel Spaß.

So schön war’s heut am Berg – Bayern überfüllt?

Horrorbilder geistern durchs Fernsehen: Bayern soll so überfüllt sein, dass die Leute zum Protestieren auf die Straße gehen.
Ich war heute am Berg unterwegs und habe keinen einzigen Menschen getroffen. Allerdings bin ich, um die Hitze zu vermeiden, schon um 1/2 7 Uhr gestartet, wie es vernünftige Bergsteiger tun. In der Früh ging es von der Zwing bei Inzell los:

Im Tal lag der morgendliche Dunst. Auf der Harbachalm war um 8 Uhr noch kein Mensch:

Und dann ging’s auf schattigem Weg am kühlen Bach entlang zurück:

Dieser Waldbahnweg ist zwar zur Zeit gesperrt, weil eine Brücke kaputt ist. aber man kann auf den 30 cm breiten Stahlträgern hinüber balancieren. Der Weg ist sehr interessant, weil man viel über die Salzgewinnung in früherer Zeit erfährt und man die erste Pipeline der Welt besichtigen kann.

Traunstein – die schönste Stadt der Welt

Mein Titel oben zeigt einen Blick von der Traunsteiner Weinleite auf meine Hausberge Hochfelln und Hochgern.


Café in Traunstein

In Traunstein wurde Salz herstellt. Die erste Pipeline der Welt transportierte die erforderliche Sole von Bad Reichenhall über die Berge bis hierher. Das Bild zeigt eine Siedlung der Arbeiter.

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Gerade ist Georg Ratzinger gestorben. Und ich fand es rührend, dass Benedikt XVI trotz seiner Hinfälligkeit an das Bett seines sterbenden Bruders geeilt ist und dass die beiden gemeinsam eine Messe gefeiert haben.
Natürlich liest man nun in den Zeitungen einen Nachruf. Und da wird d
er Verstorbene mit dem Satz zitiert, dass Traunstein die schönster Stadt der Welt sei. Nun – der Mann ist mit seinen Domspatzen sicher viel herum gekommen und da hat natürlich so ein Satz durchaus Gewicht.
Ich bin ja auch von München nach Traunstein gegangen, um h
ier zu arbeiten, weil es mir hier so gut gefallen hat:
Zwar ist das Stadtbild halt so, wie viele bayerische Kleinstädte aussehen: ganz nett. Es gibt aber keine besonderen Sehenswürdigkeiten, dafür hat man viele Möglichkeiten: Die Stadt ist das Herz des Chiemgaus und im Nu ist man in Ruhpolding, Inzell, Waging, Salzburg, Berchtesgaden, Reit im Winkel, auf vielen Bergen und an einem der Seen, insbesondere am Chiemsee. Auch München ist nur eine Stunde entfernt.
Also, so ganz unrecht hatte dert alte Ratzinger nicht, aber über Geschmack lässt sich ja nicht streiten.