Archiv der Kategorie: Leben

Was man von Tieren lernen kann

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Über dieses Thema habe ich schon öfter geschrieben, beispielsweise hier zum Tag des Glücks:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/03/20/gedanken-zum-heutigen-tag-des-gluecks/
Und gerade sah ich in einer Sendung über die lustigsten Tiervideos etwas Nettes, was sehr lehrreich ist. Normalerweise sieht es ja grausam aus, wenn Katzen Mäuse fangen und vertilgen: Sie treiben erst ihr quälendes Spiel mit den kleinen Tieren, bis diese endlich tot sind.
Anders war es auf dem Video zu sehen: Eine Maus sprang vor der Katze in die Höhe und erschreckte sie so. Auf diese Weise konnte die Maus ihr rettendes Loch erreichen.
Was lernen wir daraus? Auch in scheinbar aussichtslosen Lagen niemals aufgeben!
Dies hat sich meine erkrankte Frau als Devise an die Wand gehängt:

Man sollte einen Verein gründen zur Wiedereinführung von normalem Deutsch

Schon wieder hat sich jemand entschuldigen müssen, weil  er das Z-Wort gebraucht hat:
https://web.de/magazine/unterhaltung/tv-film/volle-kanne-moderator-florian-weiss-entschuldigt-z-wort-36097784
Ich wusste zunächst gar nicht, worum es sich handelt. Dass man nicht mehr „Neger“ sagen darf, ist inzwischen (leider!) Allgemeingut geworden, obwohl das Wort, wie der „Negerkuss“ beweist, keinesfalls diffamierend ist.
Nun ist es also auch dem Zigeuner an den Kragen gegangen. Man darf das Wort nicht mehr benutzen, weil die Sinti und Roma im Dritten Reich verfolgt wurden. Ja, kann man denn Leid dadurch rückgängig machen, dass man ein Wort nicht mehr benutzt? Verbinden wir nicht mit dem Wort „Zigeuner“ auch Romantik, den besungenen „Zigeunerjungen“und den „Zigeunerbaron“?
Aber warum darf man dann noch Jude sagen? Müssten unsere Gutmenschen nicht fordern, von „Israelis“ oder „Mosaischen“ zu sprechen?

Und sollte man nicht das sprachliche Gendern auf die rote Liste setzen? Es gibt halt gewisse Eigenheiten der Sprache, für die auch Feministinnen Verständnis aufbringen sollten. Die männliche Form eines Wortes steht halt üblicherweise sowohl für Männer wie auch für Männer und Frauen. Wenn man also sagt: „Der Mensch“, so ist offensichtlich der Mensch an sich gemeint, also auch die „Menschin“. Oder wenn jemand sagt: „Liebe Zuhörer“, so meint er damit das Wort im Sinne von Zuhörerschaft und will nicht ausdrücken, dass nur die Männer zuhören sollen. So viel Differenzierungsvermögen sollten die Menschen schon haben. Geben wir also das unsinnige Gendern auf! Aber das Traurige ist: Es greift immer mehr um sich. Auch bei den Öffentlich-Rechtlichen finden wir es inzwischen im Beitrag von „Funk“, in dem Braunbären als „Veganer:innen“ bezeichnet werden.
Anscheinend sind die Männer nicht so scharf darauf, auf mehr Beachtung zu drängen, sonst würde als Replik längst die Forderung erhoben, die „Muttersprache“ in „Vater-und-Mutter-Sprache“ umzubenennen.

 

Besser lernen

Über das Thema lernen habe ich schon öfter geschrieben. Hier noch ein Tipp:
Haben Sie schon einmal Sportler beobachtet? Sie üben nicht nur die Disziplin, die sie ausüben, sondern machen auch Dehnungsübungen.
So braucht auch der Geist seine Dehnungsübungen. Dessen war man sich früher bewusst. Deshalb hießen die Universitäten auch nicht Hochschulen, sondern man wollte die Studenten, die noch nicht “Studierende“ hießen, nicht nur zu Spezialisten ausbilden, sondern sie auch ein wenig über den Tellerrand ihres Fachgebiets hinaus schauen lassen. Deshalb lasen die Kapazitäten der Wissenschaft, über die die Uni verfügte, im Auditorium Maximum für alle Studenten Interessantes aus ihrem Fachbereich. Und da waren früher auch die meisten Studenten dabei.
Heute sind die Universitäten zu einem Massenbetrieb geworden und das Audimax dient nur noch als normaler Hörsaal.
Das soll aber aufmerksame Studenten nicht hindern, sich auch für etwas anderes zu interessieren als für ihr Studienfach. Das dehnt den Geist und verhindert, dass man ein Fachidiot wird. Und ein gedehnter Geist ist aufnahmefähiger, wie ein Sportler nach Muskeldehnungen leistungsfähiger geworden ist.

Zwei Begegnungen

Wie verschieden doch die Menschen sind:

Gestern in der Stadt trafen wir eine Frau mit ihrer kleinen Tochter, die ein hübsches Kleid an hatte. Ich dachte, dass ich dem Kind eine Freude mache, wenn ich dies bemerke und sagte:
„Du hast aber ein schönes Kleidchen an. Wo kann man denn so etwas kaufen?“
Darauf schürzte die Mutter ihr Kleid und knickste:
„Und zu meinem Kleidchen sagen Sie nichts?“
Das war eine nette kleine Begegnung und wir haben herzlich gelacht.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Begegnung der anderen Art. Ein kleines Mädchen hatte eine besondere Frisur mit einem Haargeflecht an den Seiten des Kopfes. Auch hier dachte ich, ich würde dem Kind eine kleine Freude machen, wenn ich die Frisur lobe und fragte:
„Du hast aber eine schöne Frisur. Wer hat denn die gemacht?“
Darauf mischte sich die Mutter böse ein:
„Was fällt Ihnen ein, einfach mein Kind anzusprechen?“

Stadt oder Land: Wo lebt es sich besser?

 

Gerade lese ich bei Web.de: „Die Metropolen verlieren in der Pandemie an Attraktivität: Stattdessen möchten viele aufs Land oder in die Kleinstadt. Laut einer Umfrage wollen planen 13 Prozent der Befragten aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, diese in den kommenden 12 Monaten zu verlassen.“ Da staune ich: So viele wollen weg — ein Zeichen dafür, dass die Städte immer unwohnlicher werden.

Ich habe junger Mann in München gelebt und es sehr genossen: Theater, Opern, Konzerte und vor allem Schwabing. Ja, Schwabing war damals noch nicht kaputt. Als Student konnte man sich die Bars noch leisten, auch das P1.  Die Leopoldstraße war eine einzige Flaniermeile mit Straßenlokalen. Dort gab es im Sommer was zu sehen: Künstler hatten dort ihre kleinen Stände, wo sie ihre Werke ausstellten. Heute bestimmt der Durchgangsverkehr das Bild. Die breiten Gehwege wurden zugunsten der Straße verschmälert.  Das gute alte Schwabing ist tot. Und die gemütlichen alten Tanzbars sind zu Nobelschuppen geworden, die man nur mit Stöpseln in den Ohren und viel Geld besuchen kann.

Als ich eine Familie gründete, habe ich mich für das Landleben entschieden. Es ist alles so viel einfacher in einer Kleinstadt: Man ist gleich überall dort, wo man hin muss — ohne Stau. Wir konnten uns ein herrliches Haus in schönster Umgebung leisten, während in München nur ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung drin gewesen wäre. Und wir können auf kurzem Weg die schönsten Stellen unseres Landes genießen. Für die Kultur brauchen wir nur nach Salzburg zu fahren, das nicht weiter weg ist als für viele Münchner die Innenstadt von ihrem Vorort.

Ja, wir wissen es, warum Ganghofer schrieb: „Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.“ Und wir wundern uns nicht, dass die Promi-Dichte hierauf dem flachen Land immer mehr zu nimmt. Es gilt halt immer noch die alte Weisheit:
(Außerhalb Bayerns existiert kein Leben, und wenn es dort Leben gibt, ist es kein solches.)
PS.: Ich kenne Deutschland gut und weiß natürlich, dass unser Land noch viele andere schöne Stellen hat und dass der Spruch daher falsch ist, obwohl er in den Ohren der Hiesigen ganz gut klingt.

 

 

Die Menschheit wird immer schlimmer

Gerade lesen wir, dass in New York der Katastrophenfall ausgerufen wurde, weil die Waffengewalt so stark zugenommen hat:
https://web.de/magazine/politik/us-politik/new-york-erklaert-zunehmender-waffengewalt-katastrophennotfall-35970738

Nicht viel anders sieht es in London aus: Da trauen sich Frauen nachts nicht mehr auf die Straße:
https://web.de/magazine/panorama/aufschrei-gewalt-35623200
Kein Wunder: Es geht nicht nur um sexuelle Belästigung, nein, mehr als einmal täglich wird irgendeiner Frau Säure ins Gesicht gegossen mit der Folge einer dauernden Entstellung. Und fast täglich wird ein Mensch erstochen.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/26/gott-sei-dank-bye-bye-great-britain/
Eigentlich müsste auch in London längst der Katastrophenfall ausgerufen werden. Aber so etwas macht sich halt nicht gut.

Und wie schaut es bei uns aus? Auch nicht viel besser: Da brauchen Obdachlose neuerdings Warnanlagen, damit sie nicht bestohlen oder gar angezündet werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/01/20/was-ist-nur-mit-der-menschheit-los-ein-ganz-trauriges-zeichen/
Und Kinder werden, wie sich gerade in Münster zeigt, Opfer so unglaublicher Sexualstraftaten, dass es sogar dem Richter bei der Urteilsbegründung die Stimme verschlug.

 

Die intolerante Toleranz

Zur Zeit breitet sich eine geradezu fanatische Forderung nach Toleranz bei den Schwulen aus, die fast so ist, wie man sie früher bei den Religionen beobachten konnte. Die „Toleranz“ ist so aggressiv geworden, dass sie in Intoleranz gegenüber anders Denkenden ausartet. Heute gilt es nicht mehr als tolerabel. wenn jemand gegen eine Schwulenehe ist. So jemand wird als rückständig oder homophob abgestempelt. Wieso eigentlich? Er ist halt nur anderer Meinung als er nach der heutigen Stimmung sein soll.
Unerträglich ist für die Schwulen, dass sich bisher nur ein einziger Fußballer als einer der Ihren geoutet hat. Ich finde es richtig, wenn die Fußballer ihre sexuelle Ausrichtung für sich behalten. Das ist Privatsache und geht niemanden etwas an. Und warum soll sich jemand outen, wenn das womöglich nachteilige Folgen für ihn hat? Warum soll er sich den Pfiffen eines Mobs aussetzen, der findet, Fußball sei ein Sport für „richtige Männer“?
°Jeder soll nach seiner Fasson selig werden°, hat schon Friedrich II gesagt und ich möchte hinzu fügen: „… aber er soll es für sich behalten, wenn es um sein Sexualleben geht.“

 

Urlaub daheim ist am schönsten


Wenn ich in den Fernsehnachrichten sehe, wie die Menschen Urlaub machen, tun mir viele leid: Vielleicht haben sie einen Liegestuhl in Reihe 17 an einem Mittelmeerstrand ergattert, nachdem sie einen Tag ihres Lebens mit dem Stress des Hinflugs vertan haben. Oder sie stehen irgendwo im Stau auf dem Weg zur Küste. Und die Münchner umkurven den Chiemsee auf der Suche nach einem Parkplatz.

Aber wir lassen es uns gut gehen an diesem klaren Gebirgssee, den wir nur mit den Kühen teilen müssen: Herrlich! Und zum Mittagessen gehen wir in eines der vielen großartigen Wirtshäuser in Bayern. Ja, das leben kann schön sein.
„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.“ (Ganghofer)
Oder anders ausgedrückt, wie es über unserem Wirtshaus steht:

 

Die Aussteiger werden mehr – Beispiel Aschau in Oberbayern

Bei manchen verläuft das Leben gradlinig: Schule, Studium, Beruf. Bei anderen denkt man, aus denen wird nie etwas: Schule geschmissen, verschiedene Jobs, aber dann sind sie auf einmal Schlagerstar. So etwas bewundere ich immer.
Und jetzt sehe ich viele, die als Promis oder Firmengründer reich geworden sind und dann aussteigen. Sie ziehen weg aus der Stadt und lassen sich hier in Bayern auf dem Land nieder. Oft kaufen sie sich einen Bauernhof und haben Freude am einfachen Leben.
Andere sind vor der Pandemie in ein griechisches Dorf geflohen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/30/das-lustige-leben-der-corona-fluchtlinge/

Wie viele Reiche hier in unserer Gegend wohnen, kann man beispielsweise daran ablesen, dass es hier Lokale wie dieses gibt:

Die Speisekarte ist vielleicht nicht gerade preislich das, was Sie suchen:

Es ist halt so schön hier, dass viele gern mehr bezahlen. Aber keine Angst: Man kann hier auch sehr billig leben: https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/03/das-gasthaussterben-muss-nicht-sein/


Aschau: der Dom des Achentals.
„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land“, sagte einst Ganghofer. Aber viele Reiche sagen sich inzwischen: „Weil mich Gott nicht geliebt hat, ziehe ich halt selbst hierher.“

 

Das Lernen muss man lernen: Beim Lernen ist es wie beim Sex… (III)

Wenn ich bei der heutigen Jugend so herum schaue, stelle ich bei denjenigen, die ich im Blickfeld habe, fest: Sie sind zu fleißig. Auch bei den Intelligenten sehe ich, dass sie zwar einen hohen IQ haben mögen, aber beim DQ (Dummheitsquotientent) hapert es oft.
Das zeigt sich besonders beim Lernen. Die meisten übersehen, dass das Lernen eine Aufgabe ist, mit der man sich näher befassen muss:
Sie finden es selbstverständlich, dass man zum Fahren-Lernen in die Fahrschule geht. Und auch jeder weiß, dass man Schwimmen schneller bei einem Schwimmlehrer lernt. Nur beim Lernen glauben die meisten wie beim Sex: Das kann man von selbst. Durchaus, aber wie!
Was das Lernen anbetrifft, stecken viele einfach ihre Nase in die Lehrbücher und meinen, so prägen sie sich den Stoff ganz einfach ein. Aber mit Fleiß und Lernen bis in die Nacht verderben sich viele ihre Jugend und erreichen nicht mehr als andere, die die Aufgabe des Lernens lockerer angehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/29/das-lernen-muss-man-lernen-beim-lernen-ist-es-wie-beim-sex-ii/
Hier noch mal alles kurz zusammengefasst:
> Das Gehirn braucht Sauerstoff. Wer sich gleich morgens über seine Lehrbücher setzt, dessen Blut läuft träge durch die Adern. Wer hingegen seinen Blutkreislauf mit einem Tennisspiel oder Joggen in Schwung gebracht hat, leistet in der Bilanz mehr.
> Bergsteigen ist Gehirndoping, weil die dünnere Luft in der Höhe den Sauerstoffgehalt im Blut erhöht.
> Das Gelernte speichert sich richtig erst im Schlaf ab. Lernen bis in die Nacht bringt nichts. Ausreichend Schlaf ist wichtig, sonst bleibt vieles nur kurz im „Arbeitsspeicher“ hängen.
> Das Sonntagsgebot, das es auch bei anderen Religionen in ähnlicher Weise gibt, beruht auf der Weisheit, dass man auch mal eine längere Pause braucht, um wieder etwas leisten zu können.
> Wie man beim Sport Dehnungsübungen macht, braucht auch das Gehirn so etwas. Deshalb wurde die Universität erfunden, die  – wie der Name sagt – den Studenten eine universelle Bildung verschaffen wollte. Die Begegnung mit anderen Wissensgebieten erweitert das Gehirn. Aber heute sind aus den Studenten Studierende geworden, die keine Zeit mehr haben, über den Tellerrand ihres Fachgebiets hinaus zu schauen.
Dies sind nur noch mal kurz ein paar Anregungen, die Ihnen vielleicht das Leben erleichtern könnten.