Archiv der Kategorie: Leben

Unsere Gutmenschen und der Rassismus

Wir haben Gutmenschen, die immer mehr werden und die auf der Suche sind, ob sie was zu beanstanden finden. Sie haben uns  „Neger“. „Zigeuner“, „Eskimo“ und nun auch schon den „Indianer“ abgewöhnt.
Gerade ist auch Prinz Charles Opfer der Gutmenschen geworden. Seine Äußerung, er wolle wissen, welche Hautfarbe das Kind von Harry und Meghan haben werde, bringt ihm den Vorwurf des Rassismus ein. Da sieht man, dass die Gutmenschen nur alles durch die Brille der Böswilligkeit betrachten: Sie können die Äußerung von Prinz Charles nicht schlicht als das sehen, was sie ist: ein Zeichen von Neugier. Stattdessen wird gleich der Vorwurf von  Rassismus erhoben.
Gerade las ich, dass die Deutschen rassistisch seien, wie sich bei der Wohnungssuche zeige. Da würden Menschen mit dunkler Hautfarbe benachteiligt. Auch das muss man differenziert sehen: Stellen Sie sich vor, sie wären Vermieter und wollen vermieten. Wenn sich dann ein deutsches Lehrerehepaar und ein Flüchtlingspaar aus Tunesien melden würde: wen würden Sie nehmen? Na, sehen Sie! Das ist doch kein Rassismus. Sie würden ja auch keinen Hartz-IV-Empfänger nehmen, wenn Sie einen Beamten als Mieter bekommen könnten.

Schon mal daran gedacht?

Mein Vater pflegte zu sagen:

Das Schicksal winkt erst mit dem Zaunpfahl, dann schlägt es zu.

Wo wir hin schauen, sehen wir solche Winke, aber wer reagiert schon darauf? Nehmen wir zwei Beispiele:

Vor einiger Zeit fielen bei etlichen Banken deren Geldautomaten infolge eines Cyberangriffs aus. Nach wenigen Tagen war der Schaden repariert. Wer garantiert uns aber, dass nicht ein viel schlimmerer Cyberangriff das Bankenwesen viel länger sabotiert? Was dann? Haben Sie immer genügend Geld im Haus?

Zur Zeit funktionieren die Lieferketten nicht mehr richtig. Medikamente (auch lebenswichtige), Computer-Chips, Rohstoffe … waren nicht mehr lieferbar. Man soll jetzt schon für Weihnachten vorsorgen, weil es dann womöglich vieles nicht mehr gibt.
Wie steht es mit Ihren Lebensmittelvorräten? Schon in der Adenauer-Zeit wurden die Bürger aufgefordert, einen solchen Vorrat anzulegen. Und auch heute mahnen Politiker zur Vorsorge für unvorhergesehene Ereignisse. Kaum kommt eine Krise, schon sind die Regale in den Supermärkten leer. Haben Sie vorgesorgt?

Studium einst und jetzt: Erst Karriere, dann Sinnsuche?

Einst gab es Studenten. Aus ihnen sind nun Studierende geworden . (H.Pöll)

Wie hat sich das Studium verändert: Es gab eine Zeit, in der die Studienzeit mit die schönste Zeit des Lebens war. Viele waren „ewige Studenten“ und warteten in dieser Zeit, bis der alte Vater seine Kanzlei oder Praxis auf sie übertrug. In Goethes Auerbachs Keller sehen wir, wie es damals zugegangen ist.

Als ich in der 50-er Jahren studierte, war es auch noch völlig anders als heute: Das Ziel der Universitäten war, gebildete Menschen heran zuziehen, die den Blick über den Tellerrand ihres Fachs offen hielten. Dazu zwei Beispiele:
> In der Münchner Uni gibt es ein Auditorium maximum, in dem die Kapazitäten der Uni Vorlesungen für alle abhielten. Da kamen die Interessierten aus allen Fakultäten zusammen. Ich hörte damals u.a. Sedlmayr (bekannt durch „Verlust der Mitte) und Romano Guardini, dessen Predigten in der Ludwigskirche ein Magnet waren.
> Ein Jura-Professor sagte in seiner ersten Vorlesung, man wolle keine „Hobojus“ heranziehen. Er meinte damit die meisten Studierenden von heute, die „Hosenbodenjuristen“ sind. Bei meinem juristischen Examen wurde damals auch die Allgemeinbildung abgefragt – nicht nur in einer Klausur, sondern auch in der mündlichen Prüfung.
Für so etwas hat man heute keine Zeit. Man will heute Menschen heran ziehen, die in ihrem Beruf problemlos funktionieren. So ist das Studium immer mehr verschult worden und aus den Studenten von einst sind Studierende geworden. Für viele war früher die Studienzeit mit ihrer grenzenlosen Freiheit nach dem „Gefängnis der Schule“ mit die schönste in ihrem Leben. Heute ist sie eine Zeit extremer Belastung geworden, in der für viele die Blütezeit der Jugend verwelkt.
Das liegt auch ein bisschen daran, dass man nicht das Wichtigste gelernt hat, nämlich wie man richtig lernt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/21/das-lernen-muss-man-lernen-beim-lernen-ist-es-wie-beim-sex-iii/
Für uns früher war die Begegnung mit anderen Wissensgebieten eine geistige Dehnungsübung fürs Gehirn wie sie Sportler mit ihrer Muskulatur ganz selbstverständlich praktizieren.

Wie traurig das Leben der Studierenden von heute geworden ist, wird uns hier vor Augen geführt:
https://web.de/magazine/ratgeber/job-gehalt/leistungsdruck-finanzielle-sorgen-belasten-studierenden-3633528
Der Blick aufs Studium ist nur ein Teilaspekt für eine Erscheinung, in der sich manche fragen: Wie hat man eigentlich früher viel besser leben können?
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Interessant finde ich, dass immer mehr Menschen erst Karriere machen und dann sich auf einmal die Sinnfrage stellen. Dann steigen sie aus und werden beispielsweise Biobauer. Gerade hörte ich wieder von so einem aus dem Bekanntenkreis: Der hatte als Workaholic ein gut gehendes IT-Unternehmen aufgebaut, konnte sich Wohnungen in London und Paris leisten und fragte sich plötzlich: „Wozu das alles?“ Er verkaufte sein Unternehmen und lebt jetzt hier glücklich auf seinem Bauernhof. Er ist hier nicht der einzige.

Heute ist Weltnettigkeitstag: Lernen von den Österreichern

Wenn man älter wird, bemerkt man Veränderungen, die Jüngere nicht wahr nehmen. So sieht man, dass die Freundlichkeit immer mehr abnimmt: Wer grüßt noch, wenn er ein Lokal betritt? Und auch nicht jeder bedankt sich noch, wenn man ihm die Tür auf hält. Und Komplimente werden immer seltener. Da können wir von den Österreichern lernen:

Ich bin ja fast ein Österreicher, weil ich nur 30 km von der Grenze entfernt wohne und man mir sogar einmal die österreichische Staatsangehörigkeit angeboten hat.
Wir können viel von den Österreichern lernen:
https://autorenseite.wordpress.com/?s=felix
Am Tag der Komplimente denke ich gerade an ein Erlebnis in Salzburg. Da konnte ich erleben, dass die Österreicher uns auch insoweit überlegen sind:

Meine Frau suchte sich in Salzburg eine warme Wollstrickjacke und ging in ein entsprechendes Geschäft.
Sie erzählte dem Inhaber, dass sie sich bei ihm schon einmal sehr schöne Trachtenstrümpfe gekauft hatte.
„Ah ja“, erwiderte der Mann: „Ich erinnere mich genau.“
Darauf meine Frau: „Das kann kaum sein, denn das ist schon etwa 40 Jahre her!“
Charmant und nie um eine Antwort verlegen entgegnete der Geschäftsinhaber: „Sie vergessen – das wär’ ja a Sünd!“

Mehr Anekdoten finden Sie hier: https://autorenseite.wordpress.com/anekdoten/

Was ist Ihr Sinn des Lebens?

Tja, da wird es für viele schwierig: Manche haben noch nicht darüber nachgedacht im Stress des Lebens. Für religiöse Menschen ist die Frage leicht zu beantworten. Ihr Sinn des Lebens ist, nach den Geboten ihrer Religion zu leben, um in den Himmel zu kommen.
Aber was ist mit den anderen? Könnte es nicht auch ein Sinn des Lebens sein, anderen eine Freude zu bereiten? Schade, dass so wenige Reiche auf eine solche Idee kommen und wenn doch, erfährt man es in den Medien: So hat ein chinesischer Unternehmer anlässlich des Firmenjubiläums seinen Mitarbeitern einen Urlaub spendiert und eine amerikanische Unternehmerin überraschte ihre Angestellten, indem sie ihnen eine Kreuzfahrt schenkte. Im Fernsehen sah man den fast irrsinnigen Jubel der Beschenkten.
Traurig ist, dass so noble Spender leider die Ausnahme sind. Die Menschheit ist anscheinend zu abgestumpft, um auf solche Ideen zu kommen.
Immerhin ist erfreulich, dass die Spendenbereitschaft doch recht hoch ist, obwohl man selbst bei renommierten Spendensammlern wie der UNESCO von Skandalen hört. Aber viel  schöner ist es doch, jemandem persönlich eine Freude zu machen. Beispielsweise schenkt man einer armen Flaschensammlerin ein mehr oder weniger großes Scheinchen, das einem selbst kaum weh tut, aber der Frau eine unglaubliche Freude macht. Nur: Wer macht so etwas schon?

Unmenschliche Menschheit: Warum verhungern immer noch Menschen?

Stellen Sie sich vor: Jemand lässt sein Kind verhungern, weil er angeblich das Geld für sein Auto brauchte. Was würde passieren? Der Mann würde wegen Mordes verurteilt.

Jetzt schauen Sie mal, was die Menschheit macht: Sie fliegt zum Mond, obwohl Menschen verhungern. Müsste nicht erst der Hunger besiegt werden, bevor man das All erobert?

Geradezu grotesk ist, wie einfach der Hunger zu besiegen wäre: Ein Milliardär wie Musk bräuchte nur 2 % seines Vermögens zu spenden und schon hätte man genügend Geld, um die Hungernden zu retten. Musk ist sogar bereit, so viel Geld her zu geben, allerdings unter einer Bedingung: Man müsste ihm sagen, wie es funktioniert. Ist die Menschheit wirklich so unfähig, dass sie das nicht bewerkstelligen könnte? Ist es nicht zum Verzweifeln, dass die Menschheit zwar zum Mond fliegen kann, aber nicht in der Lage ist, ein so einfaches Problem wie den Hunger zu besiegen?

Wie uns die Medien verblöden

Heute finde ich bei Web.de diesen Beitrag: „Honig ist nicht gleich Honig: Das ist der Unterschied zwischen Blüten- und Waldhonig.“
An sich würde mich das schon interessieren, aber dazu müsste ich mir ein Video anschauen, dem wahrscheinlich eine Zeit raubende Reklame vorangestellt ist. Ich hasse so etwas. Man könnte ja auf jener Seite mal kurz verraten, um was es in dem Video geht.
Also verzichte ich lieber darauf, meine Neugier zu befriedigen. Wenn das Thema schriftlich beschrieben worden wäre, hätte ich in der Zeit, in der ich beim Video die Reklame anschauen müsste, längst das Notwendige erfahren.
Traurig ist, dass sich Videos statt schriftlicher Artikel immer mehr durch setzen. Man will damit die User länger auf der Seite halten und das bringt offenbar mehr Quote.
Es kommen immer mehr Videos ins Netz. Sogar Zeitschriften wie der „Spiegel“ folgen diesem Trend und die Folge davon ist, dass die Menschen immer weniger lesen. Der Unsinn bewirkt, dass die Menschen immer mehr verblöden. Leider ist es beim Lesen anders als beim Schwimmen und Rad fahren: Lesen kann man verlernen. Wer nicht mehr liest, kennt zwar noch die Buchstaben, ist aber nicht mehr in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen. Zwölf Prozent (!) der Berufstätigen (!) in Deutschland können nicht mehr richtig lesen und schreiben. Betroffen sind vor allem Menschen, die einfachen Hilfstätigkeiten nachgehen.
Entwickeln wir uns zu einem Volk von Analphabeten?
Immer mehr Geräte funktionieren über eine Sprachsteuerung. Bald muss man gar nicht mehr lesen und schreiben können. Kürzlich warf ich einen Blick auf den PC, in den die Bedienungen eines Lokals für die Abrechnung eingeben, welche Speisen sie servieren: Da waren lauter Bilder zu sehen, die angeblickt werden mussten. Lesen überflüssig!
Wussten Sie schon, dass wir sowieso immer dümmer werden?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/02/der-verlust-der-generationenintelligenz/

Heute ist der Evaluier-dein-Leben-Tag

Man kann sich in einen Sessel setzen und über sich und sein Leben nachdenken oder kann das abends im Bett tun. Letzteres ist vielleicht keine so gute Idee, weil das manchem den Schlaf rauben könnte.
Am besten ist das Bergsteigen für das Nachdenken über sich selbst geeignet:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/03/sonntagsbeschaeftigung-machen-sie-doch-mal-einen-rest-bei-sich-selber/
Bergsteigen aktiviert das Gehirn, weil es die Sauerstoffaufnahme in besonderem Maße fördert: Gehirndoping.
Und der zweite Vorteil ist: Von oben sehen die Probleme auf einmal kleiner aus.

Wieso eigentlich Pflegegeld?

Wieso gibt es eigentlich Pflegegeld? Das frage ich mich, seit ich einen Pflegefall zu betreuen habe. Früher war es eine Selbstverständlichkeit, dass man sich in der Familie beistand, wenn einer der Betreuung bedurfte. Man hätte es absurd gefunden, wenn man dafür bezahlt worden wäre.
Nun gibt es die Pflegeversicherung und die gibt das Geld mit vollen Händen aus. Ich erhalte für die Pflege monatlich 545 Euro. Bayern zeigt sich großzügig und legt noch 100 Euro drauf.  Wieso eigentlich?
Wenn man Hilfsmittel oder Hilfe benötigt, werden die ja sowieso extra bezahlt.
Ich lebe als Betreuer wesentlich billiger als vorher. Wir können nicht mehr in Urlaub fahren. Auch zum Essen gehen können wir nicht mehr, was statt bisher 25-30 Euro kostete. Nun koche ich selbst und gebe ich manchmal nur 1 Euro pro Nase aus:

Danke Corona!

Und so denke ich mir, ob es nicht unanständig ist, für die Pflege Geld zu verlangen. Dazu fallen mir zwei arme Verwandte von früher ein. Die hätten eigentlich Anspruch auf Sozialhilfe gehabt, aber es kam für sie einfach nicht in Frage, dem Staat zur Last zu fallen.
Ich denke da heute anders. Im Zeitalter des Merkelismus werden die Menschen immer mehr enteignet, und so betrachte ich das Pflegegeld als Ausgleich dafür, was man mir gestohlen hat.
Und heute meinen die Menschen sowieso, dass jede Leistung zu bezahlen ist, auch wenn es sich um einen selbstverständlichen Liebesdienst handelt.

Kaum zu glauben: Als ein Blatt Papier noch einen Wert hatte

Als ich jung war, hatte nach dem Krieg jedes Blatt Papier noch einen Wert. Deshalb ging man sparsam damit um. Wenn ein  Schreiben nur auf einer Seite beschrieben war, benutzte man die andere als Schmierpapier. So wurde das Papier nachhaltig genutzt.

Inzwischen sieht es anders aus. Eine Papierflut ist über mich herein gebrochen. Die Schreiben, die ich erhalte werden immer mehr und immer länger. Wieso ging das früher anders? Wer soll das alles lesen?
Typisch ist auch, dass die Postbank nicht mehr die kleinen Kontoauszüge heraus gibt, sondern inzwischen größere auf einseitig beschriebenen DIN-A4-Seiten. Da verbraucht man nun mehr als doppelt so viel Papier wie vorher. Offenbar handelt es sich auch noch um Thermopapier, das  teurer in der Produktion sein dürfte als normales Papier.  Aber Papier hat heute eben keinen Wert mehr und das schadet der Umwelt.  Der Anfall an Müll wächst und es müssen mehr Bäume gefällt werden.