Archiv der Kategorie: Leben

Silvester: Vater erschoss seine Tochter

Es ist schon mehr als ein halbes Jahrhundert her, aber jener Silvestermorgen wird mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben: Ich trat am Neujahrsmorgen meinen Dienst als Ermittlungsrichter in diesem Gericht an. Und meine erste Amtshandlung war, dass ich mich mit einem Mann zu beschäftigen hatte, den mir die Polizei vorführte und der herzzerreißend weinte. Er hatte das neue Jahr mit Luftschüssen aus seinem Gewehr angeschossen. Und am Ende übersah er, dass sich der letzte Schuss nicht gelöst hatte. Es war ein sogenannter „Nachglimmer“, mit dem er seine Tochter getötet hatte.

Das ist nicht das einzige Unglück, das ich mit Silvester verbinde: In der Nachkriegszeit bastelten wir unser Feuerwerk selbst und freuten uns, wenn unsere Raketen ihre bunte Pracht am Himmel entfalteten. Mein Freund hatte einen hochexplosiven Sprengstoff entdeckt, von dem er berichtete, dass man ihn nur vorsichtig mit einer Hühnerfeder umrühren durfte. Anscheinend war er nicht vorsichtig genug, denn es gab eine schreckliche Explosion, die ihm einige Fingerspitzen weg riss.

Früher war ich einmal in der Silvesternacht im nahen Salzburg u.a., um das herrliche Feuerwerk über der Festung anzuschauen. Traditionsgemäß traten die Böllerschützen auf, um das neue Jahr anzuschießen.  Dabei gab es einen Rohrkrepierer, der dem Böllerschützen den Arm abriss.

Und wenn ich auch heuer wieder so sehe, was alles in der Silvesternacht alles passiert, dann frage ich mich, ob das die ganze Knallerei wert ist.

 

Wie Weihnachten kaputt gemacht wird

Wenn man so sieht, was aus dem ursprünglichen Weihnachtsfest geworden ist, bemerkt man eine traurige Entwicklung: Die Zeit um Weihnachten war einmal die „staade Zeit“, die inzwischen von einer gewaltigen Einkaufshektik abgelöst wurde. Und wo einst das Christkind im Mittelpunkt des Festes stand, wurde es vom Weihnachtsmann abgelöst.
Aber so, wie Männer überall aus angestammten Positionen verdrängt werden, hat inzwischen auch der Weihnachtsmann Konkurrenz bekommen: nämlich das Weihnachtsgirl. Und wenn ich an das Schicksal der männlichen Engel (Cherub, Seraph …) denke, die heute völlig durch nie da gewesene weibliche Engel ersetzt wurden, dann sehe ich schwarz für den Weihnachtsmann.

Weihnachten – modern


Jedermann sieht es nun schon:
Der Weihnachtsmann geht in Pension.
Stattdessen kommt die Weihnachtsfrau,
Männer, das ist eure Schau:
Mit rotem Top und kurzem Röckchen,
Mit Zipfelmütz’ und roten Söckchen –
So kommt sie daher gewippt,
Wenn der Mann am Glühwein nippt.
Ja, da gibt es was zu seh’n
Da wird das Fest noch mal so schön.
Doch ums Christkind wird es still.
Wie schon ein altes Lied es will.
Warum denn an die Krippe denken?
Weihnachten ist da zum Schenken!
Und allen wird es warm ums Herz,
Da strebt die Menschheit kaufhauswärts,
Wo schon seit Herbst die Lieder klingen –
Wozu dann noch selber singen?
Endlich ist es nun so weit:
Das alte Fest geht mit der Zeit.
https://autorenseite.wordpress.com/heitere-gedichte

Erschreckender Blick in deutsche Schule

Gestern kam in den Nachrichten ein Bericht über deutsche Schulen. Natürlich war dieser mit Aufnahmen aus einer Schulklasse unterlegt. Und was mir dabei auffiel, war, dass viele Kinder „mit der Nase schrieben“, d.h: sie hielten den vorgeschriebenen Abstand zum Heft nicht ein. Offenbar war das der Lehrerin egal, sonst wären solche Bilder nicht zustande gekommen. So ziehen wir lauter Brillenträger heran.
Als ich in die Schule ging, spazierte der Lehrer durch die Reihen und wehe, wenn jemand die Nase im Heft hatte: Dann gab es mit dem Rohrstock einen Schlag gegen die nackten Beine.
So brauche ich heute noch immer keine Brille. Und wenn ich im Gasthaus Alt und jung beieinander sitzen sehe, dann tragen oft mehr Junge als Alte eine Brille.

Doch die Fernsehnachrichten hatten ein anderes Thema: Ein Fünftel der Schüler erreichte nicht den Bildungsstand, den Viertklassler haben sollten.
In einem früheren Bericht war es sogar nur knapp die Hälfte der Viertklässler (44 Prozent).
Ursachen soll es viele geben: Unterrichtsausfall durch Corona, Migration, Bildungssystem…
Was aber vielleicht auch eine Rolle spielt: Wir werden ganz allgemein immer dümmer:
https://www.focus.de/gesundheit/werden-menschen-duemmer-umwelthormone-eine-gefahr-fuer-das-menschliche-gehirn_id_7847170.html
Wussten Sie übrigens, dass der Mensch in den ersten 7 Lebensjahren die Hälfte dessen lernt, was er überhaupt lernt? Das wussten schon die Alten, indem sie sagten: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“
Wenn man also hier nicht sofort ansetzt, geraten wir weiter ins Hintertreffen im Vergleich zu anderen Nationen.

Ergänzend zum Thema Brille sei hier noch auf einen heutigen Artikel bei Web.de hingewiesen: Milliarden Menschen droht der Hörverlust durch Kopfhörer:
https://web.de/magazine/gesundheit/kopfhoerer-konzerte-milliarde-junger-menschen-droht-hoerverlust-37548928
Ich wundere mich nicht, denn wenn ich mit dem Auto im Stau stehe und vom Auto eines jungen Menschen neben mir mit lauter Musik versorgt werde, dann frage ich mich, wie der wohl in meinem Alter beieinander sein wird.
Von einem echten Verbrechen hörte ich kürzlich. Da berichtete eine Frau, dass sie abends ihre Ruhe brauche und daher den Kindern im Bett Kopfhörer aufsetze, damit diese zum Einschlafen Märchen anhören könnten.

 

 

Expats: Deutschland ist unbeliebt

Es ist ja ganz interessant, was Expats über uns denken. (Wegen der Expats musste ich erst mal googeln: Das sind Menschen, die außerhalb ihrer Heimat arbeiten.)
Da sieht es nicht gut für uns aus, wenn wir uns um ausländische Fachkräfte bemühen:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/12/04/fachkraefte-aus-dem-ausland-wie-soll-das-gehen/
Wir liegen auf der Beliebtheitsskala gerade mal auf Platz 46, also ziemlich am Ende..
Was mich aber dabei besonders nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass 26% der Expats die Deutschen nicht nett finden. Zum selben Ergebnis bin ich auch schon am Weltnettigkeitstag gekommen:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/11/13/heute-ist-der-weltnettigkeitstag-wie-halten-sie-es-damit/
Da lesen Sie, wie wichtig es auch für Sie ist, nett zu sein, besonders wenn Sie eine Frau sind: Was nützen all die Gesichtscremen, wenn Sie keine freundliche Ausstrahlung haben, die am besten gedeiht, wenn man nett ist.

Heute ist der Weltnettigkeitstag – wie halten Sie es damit?

Seien Sie dabei!
Die Nettigkeit kommt immer mehr abhanden:
Zählen Sie mal, wie viele sich noch bedanken, wenn Sie ihnen die Tür auf halten. Noch schlimmer sieht es mit dem Grüßen aus. Meine Frau und ich haben uns einen Zeitvertreib einfallen lassen. Wenn wir in einem Lokal sitzen und neue Gäste hinzu kommen, wetten wir, ob die grüßen oder nicht. Meist sind wir uns aber einig und meist haben wir auch Recht. Es prägt sich also im Gesicht aus, ob jemand ein netter Mensch ist oder nicht. Agatha Christie schrieb einmal, von einem gewissen Alter an sei jeder selbst für sein Gesicht verantwortlich. Überlegen Sie sich also gut, welche Miene Sie heute zur Schau stellen wollen.
Manchmal denke ich an die Pfadfinder, deren Motto ja lautet, dass man jeden Tag eine gute Tat begehen soll. Das ist ja doch schwierig, werden manche denken, aber es wäre doch auch schon gut, anderen Menschen mal ein Lächeln zu schenken oder der Frau/Partnerin einen Guten-Morgen-Kuss?

Übrigens gibt es in Zürich ein Fundbüro. wo man verlorenen immaterielle Güter anmelden kann. Die Nettigkeit sollte man dazu schreiben:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/05/21/toller-einfall/

Lichtblick – nachmachen

So sieht’s demnächst wieder in unserer schön gelegenen Autobahnraststätte aus.

Zur Zeit machen die Wirte in unserem Ort Urlaub und da habe ich in dieser Raststätte gegessen und staunte: Da wurde ein Sparmenü für 9,99 € angeboten, bestehend aus zwei Fischfilets mit Kartoffelsalat und Remoulade und dazu ein Getränk nach Wahl.
Da kann man nur sagen: Nachmachen!

Heute ist der Evaluiere-dein-Leben-Tag

Beim Evaluieren ist das erste, dass man man der Aufforderung folgt, die an griechischen Tempeln zu lesen war: „Erkenne  dich selbst.“ Nach einer nüchternen Selbstanalyse sollte man sich fragen: Was muss ich tun, um – wenn nötig – meine Lebenssituation zu verbessern? Und so kommt man dann voran. Dabei geht es nicht um mehr Geld, sondern um mehr Zufriedenheit.
Wussten Sie, dass Glück gar nicht so sehr vom Geld abhängt?
https://autorenseite.wordpress.com/2013/11/21/zur-woche-des-glucks/