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Schöne Geschichte bei „Bares für Rares“


Das ist nicht die Uhr, von der hier die Rede ist, sondern unsere selbst gebastelte.

Gerade lese ich: Emotionaler Moment bei „Bares für Rares.“ Gleich mehrere Plattformen berichten darüber, was Horst Lichter zu Tränen gerührt hat. Viel erwähnenswerter und anrührender fand ich eine andere Geschichte, die eine Frau in der Sendung berichtete: Sie bot eine teure Uhr von Sinn an und erzählte, wie sie die Uhr gekauft hat, obwohl sie nicht genügend Geld hatte. Trotzdem gab ihr der Uhrmacher die Uhr und sagte zu ihr: „Madel, immer wenn du Geld hast, bringst du was vorbei.“ Es gibt wohl wenig so kurze Geschichten, die zeigen, wie wir inzwischen herunter gekommen sind. Wem kann man heute noch so vertrauen?

Von der Leyen: Das hätte sie sagen sollen

Meine andere Sonntagspredigt:

Die Fuggerei in Augsburg ist 500 Jahre alt geworden und zu diesem bedeutungsvollen Ereignis ist sogar die EU-Präsidentin angereist und hat eine Rede gehalten. Die Fuggerei ist die älteste Sozialsiedlung der Welt, eine Stadt in der Stadt mit 67 Häusern und 142 Wohnungen sowie einer eigenen Kirche.
Was zu denken geben sollte, ist die Tatsache, dass es so etwas heute nicht mehr gibt: Wir haben zwar immer mehr Milliardäre und Oligarchen, aber die kaufen sich lieber riesige Luxusyachten und Wohnsitze in aller Welt, anstatt etwas Gutes zu tun.
Und eben da hätte Frau von der Leyen einhaken sollen und fragen müssen: Warum gab es so etwas wie die Fuggerei vor 500 Jahren und woran liegt es, dass es heute so etwas nicht mehr gibt?
Ich kann es erklären: Wir leben in einer Zeit hemmungsloser Geldgier. Sogar in der Notzeit der Pandemie bereicherten sich CSU-Politiker an Maskendeals.
Im Grundgesetz heißt es zwar: „Eigentum verpflichtet.“ Aber dieser Satz wurde um zwei Worte ergänzt: „… zu mehr.“ Dieser Artikel kann als das am meisten missachtete Gesetz bezeichnet werden.
Und aus der Bibel kennen die Reichen nur den Ausspruch von Jesus: „Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. (Matth. 25,29) Nie hatte Jesus mit diesem Satz so recht wie heute.

Die Jugend als Trendsetter

Den jungen Leuten fallen oft Ideen ein, die dann später von manchen Älteren nachgeäfft werden, obwohl das völlig verfehlt ist.
Das ging einmal mit dem Bikini an, der in manchen Ländern als zu sündhaft verboten wurde.
Dann kam der Minirock, der erst als obszön verdammt wurde, aber dann liefen die alten Frauen sogar noch mit solchen Röcken herum, als der Trend sich tot gelaufen hatte.

Dasselbe beobachte ich nun bei den Bartmoden: Der Drei-Tage-Bart und manche andere ähnliche Moden stehen jungen Männern gut, aber alte sehen entweder ungepflegt aus oder geben ein Bild ab, das aus einem Fahndungsfoto stammen könnte und bei dem die Leute sagen würden: Ja, dem ist alles zuzutrauen. Der bayerische Minister Holetscheck wäre so ein Beispiel.

Zeitumstellung abschaffen, aber wie?

 

(Unsere selbst gebastelte Küchenuhr)

Man sollte es nicht glauben: Die meisten wollen die Zeitumstellung schon lange abschaffen, aber das scheitert daran, dass man sich nicht einigen kann, ob dann die Sommer- oder die Winterzeit gelten soll. Eine Umfrage ergab gerade, dass 41% die Sommerzeit beibehalten wollen und 39% die Winterzeit. Immerhin wollen beachtliche 20% die Zeitumstellung beibehalten.
Ja, da wird eine Entscheidung schon schwierig. So schön die Sommerzeit im Sommer ist, so nachteilig wäre es. wenn man sie im Winter bei behielte. Dann bliebe es am Morgen lange dunkel und viele Menschen fielen dem „Winterblues“ anheim (sprich: Depression). Daran denken die Befürworter der dauernden Sommerzeit anscheinend nicht. Wenn man eine dauerhafte Sommerzeit einführen würde, so zeichnet sich ab, dass es schon im ersten Winter zu einer Protestwelle käme. Die Winterzeit ist halt die Normalzeit, bei der die Sonne mittags genau im Süden steht.

Viele sollten sich vor Augen halten, dass sie ihre Arbeitszeit sowieso selbst regeln können. Sie könnten halt im Sommer schon um 7.00 Uhr mit der Arbeit beginnen, anstatt um 8.00 Uhr.

 

Geschäftsidee für findige Jungunternehmer

Ich bin im Krieg aufgewachsen und daher war es für mich selbstverständlich, dass ich mir in mein neues Haus einen Kachelofen und einen Herd zum Kochen einbauen ließ, denn die Entbehrungen der Kriegszeit haben mich geprägt. Da gab es am Schluss weder Strom noch Gas. Wir hatte daher eine „Brennhexe“. Das war ein chamottierter Blechkasten mit den Maßen von ca. 50x50x50 cm. Er hatte oben eine Tür zu Heizen und unten eine Schublade für Asche. Darauf haben wir gekocht.
Ich glaube, wenn man heute solche „Brennhexen“ verkaufen würde, hätte man sicherlich viele Abnehmer, die ja sehen, auf welch wackeligen Füßen unsere Energieversorgung steht.

Und noch etwas kann man aus der Vergangenheit lernen und zur Verkaufsidee machen: Die Menschen beginnen zu hamstern: Produkte, die mit der Ukraine zusammen hängen, sind in manchen Supermärkten ausverkauft, wie Mehl und Sonnenblumenöl. Da erinnere ich mich an den Jom-Kippur-Krieg. Damals waren am nächsten Tag die Regale bei ALDI buchstäblich leer. Mir gelang es damals gerade noch, ein paar Dosen Bohnen für den Notfall zu ergattern.
Wer garantiert denn, dass nun die Hamsterei auf wenige Waren beschränkt bleibt? Eine russische Granate, die versehentlich in Polen landet, könnte die Regale in den Supermärkten wieder leeren. Auf solche Panikkäufe sind unsere Lebensmittelmärkte nicht eingestellt. Deshalb wurde ja immer wieder empfohlen, einen Notvorrat für 14 Tage zu Hause zu haben. Nur wer hat ihn schon? Und wer weiß schon, was man am zweckmäßigsten lange lagern kann?
Das wäre die Chance für einen Unternehmer, einen solchen Notvorrat zusammen zu stellen und zu verkaufen. Ich erinnere mich an die Zeit, als die Bundeswehr ihre Notvorräte verkaufte und wir zugelangt haben. Da gab es tolle Sachen, sogar Brot in Dosen, das hervorragend schmeckte.

So ging Traumabewältigung im 2. Weltkrieg

Wenn ich das Elend des Ukraine-Krieges sehe, denke ich an meine Jugend in der Kriegszeit zurück. Da waren die Kinder auch traumatisiert:
Wenn es Fliegeralarm gab und wir unter Sirenengeheul zum Bunker liefen, brach meine Schwester zusammen und rang vor lauter Angst nach Luft. Dann schleppten wir sie weiter.

Meine Mutter fragte dann unseren Hausarzt, ob es dagegen nicht Beruhigungstabletten geben würde. Er konnte keine empfehlen, sondern riet meiner Mutter, sie solle meine Schwester links und rechts ohrfeigen, dann würde sich die Atemnot geben. Das hat tatsächlich funktioniert, wenn es natürlich meiner Mutter mehr weh getan hat als meiner Schwester.

Erschreckender Aberglaube

Man sollte es nicht für möglich halten: Ein Drittel der Deutschen ist abergläubisch.
Welch sonderbare Blüten der Aberglaube treiben kann, erlebte ich einmal in einem Dorf: Auf dem Bauernhof legte man jeden Abend die vier Zipfel des Tischtuchs auf den Tisch, weil man glaubte, sonst würde einer sterben. Auch beim Abreißen des Kalenders war man vorsichtig, weil es den Tod für einen bedeuten würde, wenn man ein Blatt zu viel abriss. Auf die Frage, wie man denn auf solche Ideen gekommen sei, sagte man mir: „Aus Erfahrung!“

Ich bin nicht abergläubisch und habe eine herrliche Zeit in einer günstigen staatlich geförderten Wohnung in München, Widenmayerstr. 13 verbracht – direkt an der Isar und nahe dem Stadtzentrum. Weil viele Leute glauben, dass bestimmte Zahlen Glück oder Unglück bringen, gibt es in Flugzeugen keine Reihe 13. Und in den Straßen findet man häufig statt der Hausnummer 13 die Zahl 12b.
An mir geht aber der Aberglaube auch nicht ganz spurlos vorbei. Wenn ich ein Vierkleeblatt finde, wünsche ich mir Glück, ohne freilich zu glauben, dass es am Kleeblatt hängt. Aber ist ist nicht schlecht, gelegentlich einmal über das Glück nachzudenken.
Auch an Silvester wünscht man sich Glück und symbolisiert das mit einem Schwein, ohne dass damit ein Aberglaube verbunden wäre.
Und wenn morgen der Kaminkehrer kommt, denke ich daran, wie viele ihn für einen Glücksbringer halten.
Und am Freitag den 13. fahre ich trotzdem Auto, mache mir aber doch einmal wieder bewusst, dass von meiner Aufmerksamkeit Menschenleben abhängen.
Bei mir laufen ständig 4 Katzen auf dem Grundstück herum. Gott sei Dank bin ich nicht abergläubisch und es ist auch keine schwarze dabei. Sonst müsste ich überlegen, ob es Glück oder Unglück bringt, wenn sie von rechts oder links kommt.
Soweit Sie trotzdem abergläubisch sein sollten, sollten Sie sich bewusst machen, dass es so etwas gibt wie die „sich selbst erfüllende Prophezeiung“. Wenn Sie also der Überzeugung sind, dass Freitag der 13. Unglück bringt, können Sie leicht das Opfer einer solchen Prophezeiung werden. Also hüten Sie sich!

Wie ist das eigentlich mit den Heizkosten?


Die Heizkostenpreise interessieren mich wenig, denn ich wohne in einem Energiesparhaus mit einer voll verglasten Südseite. Da muss ich mit Jalousien eher dafür sorgen, dass es an den vielen sonnigen Tagen dieses Winters nicht zu heiß wird. Aber andere haben Angst vor der nächsten Heizkostenabrechnung.

Wir lesen Horrormeldungen über die steigenden Energiepreise und damit auch über die zu erwartende Heizkostenabrechnung. Aber muss diese wirklich so schlimm ausfallen? Wir haben einen sehr milden Winter. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass wir untertags Minustemperaturen gehabt hätten. Wird also daher die Heizkostenabrechnung gar nicht so schlimm, wie immer prognostiziert wird?
Da sollte doch mal jemand ausrechnen, wie groß der Einspareffekt des milden Winters ist und inwieweit er die gestiegenen Energiepreise ausgleichen kann.

Ist das alles noch normal?

Was ist eigentlich normal? Die meisten werden den jetzigen Zustand als den normalen empfinden. Aber wenn man so alt ist wie ich, stellt man fest: Wir sind wir heute nicht mehr normal:

Wie wir das Maß der Normalität verloren haben, zeigt sich bei der Unfähigkeit der EU, die ungeliebte Uhrumstellung zu beenden. Da streitet man darüber, ob dauernd die Winterzeit oder die Sommerzeit gelten soll. Dabei wäre die Lösung ganz einfach: Es muss natürlich die Normalzeit gelten. Das ist die, in der die Sonne um 12 Uhr im Zenit steht. Aber „normal“ ist heute eben nicht mehr selbstverständlich.

Für mich sieht das normale Leben so aus, wie wir es früher gelebt haben:
Da gab es
> kein Plastik,
> keine Chemie in den Nahrungsmitteln,
> kein Artensterben,
> keine Massentierhaltung,
> keine Überdüngung der Gewässer,
> keine Nitratbelastung des Grundwassers,
> keine riesigen Gewerbegebiete,
> keinen gewaltigen Flächenverbrauch,
> keine Outletcenter, die die Innenstädte veröden lassen,
> keine Welterschöpfung, denn man verbrauchte nur so viel Ressourcen, wie sich wieder erneuern konnten,
> keinen Klimawandel,
> keine ständige Bedrohung der Natur,
> keinen Umweltschutz (den brauchte man nicht),
> keine Pandemie, denn es gab keine Globalisierung,
> keine prekären Arbeitsverhältnisse, sondern das Einkommen des Mannes reichte aus, um seine Familie zu ernähren und in einer Wohnung in der Stadt zu leben,
> kein Flüchtlingsproblem,
> keine ständige Bedrohung durch den Terrorismus,
> keine Schießerei in Schule oder Uni, obwohl wir Buben nach dem Kriegsende über genügend Waffen verfügten, die von den deutschen Soldaten einfach weggeworfen worden waren,
> keine Kriegsgefahr …

Das war für mich ein normales Leben. Heute führen wir ein Leben, das auf die Dauer so nicht weiter gehen kann. Wir „fahren den Karren an die Wand“ – und zwar sehenden Auges.
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

 

Heute ist der Sankt-Nimmerleins-Tag

Der Tag, der so liebenswert klingt, kann eine ernsthafte Erkrankung beschreiben, die Prokrastination. Aber an der harmloseren Variante „leiden“ doch sehr viele, nämlich an der Aufschieberitis.
Wie halten Sie es denn mit dem Grundsatz: Unangenehme Dinge zuerst? In manchen Berufen grassiert die Aufschieberitis besonders, beispielsweise bei der Justiz. Da werden die Referate so oft gewechselt, dass sich manch einer sagt: Warum soll ich mir das antun, wenn ich sowieso bald weg komme?