Archiv der Kategorie: Natur

Wir brauchen unbedingt eine neue Umweltschutzregel

Ich habe ja schon in diesem Beitrag beschrieben, wie die Berge immer mehr durch Markierungen verschandelt werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/05/der-mensch-is-a-sau-14/


Die Bilder zeigen, dass jeder sich das Recht heraus nimmt, die Natur nach eigenem Gutdünken zu beschmieren oder sogar mit Plastikstreifen zu markieren:
Auch Kommunen wollen sich profilieren, indem sie mit eigenen angeblich besonderen Wegen werben, z.B.: „Salzalpensteig“. Und so ein Weg muss natürlich auf ohnehin schon markierten Wegen mit eigenen Symbolen beschmiert werden.
Das Blöde dabei ist, dass die Markierungen sogar dort angebracht werden, wo man sowieso nicht vom Weg abweichen kann.
Was für ein Wandel in der Mentalität hat sich hier vollzogen: Ich erinnere mich an meine Jugend. Da las ich in dem Buch eines bekannten Bergsteigers, schon jeder rote Markierungspunkt würde ihn mitten ins Herz treffen. Gut, dass er die heutigen Zeiten nicht mehr erlebt hat.
Was wir unbedingt brauchen, ist eine Gesetzesregelung, in der die Markierungen in den Alpen von der Genehmigung der Umweltschutzbehörde abhängig gemacht und Verstöße mit saftigen Geldbußen belegt werden.
Ich würde dies ja auch gerne der Umweltministerin ans Herz legen, aber wie meine Erfahrung zeigt, ist sie beratungsresistent und findet es nicht einmal nötig, einem Bürger mit einem höflichen Blabla für seine Zuschrift zu danken

Alarm: Welterschöpfungstag rückt wieder vor

Heute ist Welterschöpfungstag. Er rückt (mit Ausnahme des von Corona gebremsten Jahres 2020) sändig weiter vor. Wird die Erde schon bald überhaupt unbewohnbar?
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/08/heute-ist-ein-wichtiger-tag-earth-overshoot-day/
Bis heute haben wir die Ressourcen verbraucht, die sich regenerieren. Und nun leben wir auf Kosten der Substanz. Wie soll das nur weiter gehen?
Die Wirtschaft stöhnt jetzt schon über die Knappheit verschiedener Rohstoffe. Sogar Kies für die Betonbauten wird immer weniger.
Etwas Seltsames erlebte ich bei einem Schrotthändler: Da kamen Ausländer und wollten neue Dachrinnen und Kupferbleche verkaufen. Der Schrotthändler rief die Polizei, die feststellte, dass alles seine Richtigkeit hatte. Die Leute hatten das Metall in einem Baumarkt erworben zu den alten Kupferpreisen. Der Schrotthändler kaufte nun zu den rasant gestiegenen neuen Schrottpreisen.
Wir feiern jeden Aufschwung, der uns aber nur dem Ende näher bringt.
Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking schrieb: Wir müssen in 100 Jahren die Erde verlassen.
Recht hat er:
https://web.de/magazine/panorama/stephen-hawking-100-jahren-erde-verlassen-32310884
Wir verbrauchen sinnlos unsere Ressourcen und wenn die zu Ende gehen, wird es Krieg um die letzten Reste geben.
Wenn wir so weiter leben wollen wie bisher, bräuchten wir 1,6 Erden
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/02/hauptsache-uns-gehts-gut/
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/01/so-ein-wahnsinn/

Wissen Sie, wieso es einen eigenen deutschen Welterschöpfungstag gibt? Das sollten Sie wissen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/03/erschreckend-heute-ist-der-deutsche-welterschoepfungstag/

Die Wunder der Natur

Wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht, entdeckt man eine Welt voll Wunder.
Ich wundere mich gerade darüber, wie die winzigen Blattläuse nicht nur bis in meinen Garten kommen, sondern wie sie dort die Pflanzen finden, wo sie am meisten Saft nach ihrem Geschmack abzapfen können:
Ich habe zwei junge Apfelbäume gepflanzt, einen mit süßen Äpfeln und einen mit säuerlichen. Anscheinend sind die Säfte, die die Bäume produzieren, auch entsprechend unterschiedlich, denn die Blattläuse gehen nur an den süßen Baum.
Blattläuse locken Ameisen an und so ist der süße Baum auch immer voll von Ameisen. Nur frage ich mich, wie wissen die Ameisen am Boden, dass oben im Baum Blattläuse sind? Haben sie einen so feinen Geruchssinn wie diese Tiere?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/10/25/corona-grizzly-schmetterling-und-die-wunder-der-natur/

Über noch etwas wundere ich mich zur Zeit: Bisher nahmen die Schädlinge immer mehr zu: Ulmenspaltpilz, Eichenprozessionsspinner, Buchsbaumzünsler…
Und die Kastanien litten unter der Miniermotte, so dass sie im Sommer mit ihren welken Blättern aussahen, als wäre es Herbst. Ich dachte, das würden sie nicht lange überleben. Aber nun, oh Wunder, sind sie bei uns auch im Sommer überall noch herrlich grün. Wo sind nur die Miniermotten auf einmal geblieben? Und wieso sind sie überall verschwunden?

So sehen manche Äpfel bei mir aus. Haben sie Sonnenbrand? Brauchen wir im Zuge des Klimawandels nun eine Sonnencreme für Äpfel?

Der Mensch is a Sau: Die künftigen Führungskräfte Deutschlands

 

So war das damals, als ich vor fast 70 Jahren mein Abitur machte. Der Direktor hielt eine feierliche Ansprache, von der mir manchmal wieder ein Paar Sätze in Erinnerung kommen. Er sagte u.a.: „Aus euren Reihen werden einmal die Führungskräfte Deutschlands hervor gehen.“ Na ja, immerhin haben es alle von uns zu etwas gebracht.
Anschließend verbrannten wir feierlich auf dem Schulhof unsere nicht mehr benötigten Hefte und übergaben die Asche mit einer gepfefferten Rede unserem Direktor. Abends gab dann es einen wunderschönen Ball.

Ganz anders feierte gerade hier die Jugend von heute. Man versammelte sich am Ufer eines Flusses und hinterließ dort eine ganze Menge Müll. Und als ich das las, musste ich an das Wort meines Direktors von den „Führungskräften Deutschlands“ denken. Und weiter dachte ich: Armes Deutschland!

Übrigens ist dies schon mein 12. Beitrag zum Thema: Der Mensch is  a Sau.

 

 

 

Lärm in der Natur



Herrlich ist es, die Stille der Natur zu genießen. Aber diese Stille ist auch immer mehr bedroht: Als ich einmal eine Skitour zum Stahlhaus machte, hörte ich beim Abfahren schon hoch oben am Berg einen beschussartigen Lärm. Ich dachte erst an ein Manöver der Bundeswehr, aber dann bei der Weiterfahrt merkte ich, dass es der Rhythmus von Musik war, der als erstes zu hören war. Dann, an der Mittelstation des Jenner, sah ich, was los war. Dort hatte man in der Märzsonne Tische aufgestellt und da saßen die Leute und hörten die Musik einer Band in einer Lautstärke, dass ich das Weite suchte. Offenbar sollte man im ganzen Gebiet hören, wie toll man drauf ist.
Nun soll es auch wieder los gehen mit der Musik am Jenner:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/startseite_artikel,-die-fantastischen-vier-kommen-auf-den-jenner-_arid,638853.html

Dasselbe war es am Chiemsee. Auch dort hatte man eine umstrittene Seebühne eingerichtet, von der ich nicht weiß, wie es nun nach Corona weiter geht: Setzen sich die Naturfreunde durch, die behaupten, dass Fledermäuse und Vögel verscheucht würden, oder gewinnen die anderen, die meinen, die Tiere würden durch laute Musik nicht gestört, sondern würden sich daran gewöhnen?

Was ich mich nur bei diesem Missbrauch der schönsten Natur frage:  Warum müssen solche Veranstaltungen dort statt finden, wo sie nicht hin gehören und wo andere die Ruhe genießen wollen?
Aber auch in der Stadt gibt es Probleme mit solchen Musikevents. In einer Kleinstadt, in der man bisher ruhig leben konnte, finden auf einmal auf dem Stadtplatz laute Rockkonzerte statt. Da kann natürlich niemand schlafen. Wie ich hörte, hat man den gestressten Anwohnern eine Nacht im Hotel spendiert.
Aber ich frage mich: Kann man wirklich nichts dagegen tun, dass der Lärm immer mehr zu nimmt? Im Zuge des Klimawandels breitet sich die Außengastronomie immer weiter aus. Die Leute sitzen vor den Lokalen und werden „beschallt“. Und die armen Menschen, die dort wohnen, müssen leiden.

Und wann stirbt der Mensch?

Ich habe ja schon öfter über das Artensterben geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/03/heute-ist-der-tag-des-artenschutzes-mein-leben-in-der-todeszone/
Zur Zeit sehen wir, dass es mit den Monokulturen nicht mehr weiter geht:
Kaffee-, Bananen-, Kakao- und Orangenplantagen –alle sind von Schädlingen in ihrer Existenz bedroht. So sieht es auch bei unseren Fichtenwäldern aus.
Gerade lese ich, dass nach den Ulmen nun auch die Eschen krank sind und gefällt werden müssen. Und die Seeadler sterben aus, weil wir sie vergiften.
Nun macht uns die Pandemie klar, dass die Menschheit auch noch in diesem Jahrhundert dran kommt, wie das Genie Hawkins uns prophezeit hat.

 

 

Unsere Wegwerfgesellschaft

Da habe ich auch wieder staunen müssen:
Ich habe mir einen neuen PC bestellt, weil mein alter schon ca. 10 Jahre alt sein dürfte.
Der PC wurde geliefert, jedoch nicht mit dem passenden Maus-Tastatur-Set.
Ich habe das reklamiert und bekomme ein neues. Dabei wurde mir gesagt, dass ich das andere wegschmeißen kann, denn das Rücksenden lohne sich nicht.
Sind wir so weit gekommen, dass sich die Rücksendung von einem neuen Produkt im Wert von mindestens 20 Euro nicht mehr lohnt?
Kein Wunder, dass der Müll immer mehr wird.

Ein Wunder der Natur

Gestern Morgen staunte ich: Ich sah lauter winzige Punkte in der Luft. Das konnte ich mir nicht erklären. Erst beim ganz scharfen Hinsehen entdeckte ich, dass es winzige Tierchen waren, die ein so feines Netz gewebt hatten, dass es praktisch unsichtbar war. Ich holte also meinen Fotoapparat, um dieses Wunder der Natur zu fotografieren. Aber es war zu spät. Die Tierchen hatten sich an mein Geländer (∅ 2cm) zurückgezogen (s.o.). Sie sind etwa so groß wie eine Viertel Ameise.
So etwas hatte ich noch nie gesehen. Für mich ein Wunder der Natur!
Heute sind sie wieder verschwunden. Wohin wohl?

Der Mensch is a Sau


Heute mache ich das Dutzend voll mit meinen Beiträgen zum Thema: „Der Mensch is a Sau“:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/04/08/der-mensch-is-a-sau-11/
Auf meiner letzten Bergtour habe ich dieses Foto gemacht. Als ich das das grelle Gelb von Ferne auf dem Weg sah, dachte ich, es sei ein Löwenzahn und wunderte mich, dass der da oben wuchs. Beim Näherkommen bemerkte ich dann, dass es keine Pflanze war. Es waren die Reste eines gelben Luftballons.

Immer wieder wird von Festlichkeiten berichtet, zu deren Ritualen es gehört, am Schluss Luftballons aufsteigen zu lassen. Das macht sich ja auch ganz gut, wenn die Ballons aufsteigen und womöglich irgendeine Botschaft in den Himmel tragen.
Was aber diese Menschen überfordert, ist die Antwort auf die Frage: Wo landen denn diese Ballons? Oft treibt sie der Wind in die Berge und dann hängen sie da im Geäst eines Baumes oder sonst wo in der Landschaft.
Da kann man nur wieder sagen: „Der Mensch is a Sau“ oder anders ausgedrückt: Von allen Umweltschädlingen ist er der schlimmste.

Meine affengeilen Amseln

Lange war meine Amsel ganz allein, sodass ich ihr diese Gedicht gewidmet habe:

Die Amsel

Ach trübe sieht es heute aus,
Dass es sogar der Amsel graust.
Sie sitzt im Baum am höchsten Ast
Und hält dort oben kühle Rast.
Sie weiß genau: Nach kurzer Zeit
Ist es wieder schon so weit:
Da wird der ganze Himmel blau,
Die Lüfte werden wieder lau:
0011
Und geht’s dir einmal nicht so gut:
Denk an die Amsel, schöpfe Mut!

Aber nun auf einmal hat meine Amsel einen Partner gefunden. Und seit drei Wochen führen die beiden vor meinem Fenster ein Spektakel bzw. einen Balztanz auf, dass man vor Neid erblassen könnte: Sie rasen auf meiner Terrasse hin und her. Mal ist die eine vorn und wird von der anderen verfolgt, dann ist es umgekehrt. Und dann steigen sie Brust an Brust kurz in die Höhe und danach geht alles wieder von vorne los. Zu einer Vereinigung scheint es dabei bisher nicht gekommen zu sein. Sie haben anscheinend auch so „Spaß an der Freud“.