Archiv der Kategorie: Natur

Warum zählen junge Leute Sandkörner auf La Palma?


Vor vielen Jahren, als wir noch reisten, waren wir auf der Insel La Palma. Als wir am Strand lagen, betrachteten wir den schwarzen Sand und waren überrascht, dass der gar nicht so schwarz war, sondern auch bunte Sandkörner enthielt, zum Beispiel winzige Olivine.

Dann kam eine Gruppe junger Leute, die ebenfalls den Sand genau anschauten, sogar mit einem Vergrößerungsglas und sie zählten die Körner. Neugierig fragte ich sie, was sie da trieben. Sie entpuppten sich als Studiengruppe, die untersuchte, wie viel von den Körnern im Sand aus Plastik bestanden. An der betreffenden Stelle war es die Hälfte. Na, so was! Wer hätte das gedacht? Plastik ist eben überall:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/24/gesundheit-zuendstoff-in-der-rentner-bravo-apotheken-umschau/

Fehlkauf Motorsense

Ich habe bisher mein Hanggrundstück mit der Sense gemäht. Das ging schnell, war aber anstrengend. Andere in gleicher Lage mähen mit scheußlichem Lärm mit einer Motorsense.

Ich habe mir nun auch eine gekauft, weil ich auch schmale Streifen mähen muss, bei denen ich mit der Sense nicht ausholen kann. Die habe ich bisher mühsam bückend mit der Heckenschere geschnitten. Nun habe ich dafür eine elektrische Motorsense gekauft. Ich bin schwer enttäuscht. Zu diesem Zweck ist sie zwar brauchbar, aber für das Hanggrundstück nehme ich nun doch weiterhin lieber meine Handsense her:
Das geht dreimal so schnell. Die Elektrosense ist laut und schwer und hat nur einen kleinen Wirkungskreis. Wer sich mit ihr das Mähen erleichtern will, wird auch enttäuscht sein.

Es müssen ja nicht immer Maschinen sein, die man auf seinem Grundstück einsetzt. Wenn anderswo die Laubbläser rattern, nehme ich den Rechen, und im Winter habe ich als einziger in der Nachbarschaft keinen Schneepflug, sondern schiebe den Schnee mit meinen 88 Jahren mit der Hand weg. Das hält fit!

Zum Nachdenken am heutigen Tag der Erde

Früher sah man in der Natur ein ewiges „Stirb und werde“. Heute sieht man mehr das Sterben: Jährlich sterben 58.000 Tierarten aus.

Da frage ich mich manchmal, was für ein völlig anderes Lebensgefühl die Menschen von damals und heute haben müssen.
Es gibt noch einen weiteren Tag, der dem Schutz der Erde gewidmet ist, der Welterschöpfungstag.

 

Endlich: Verbot von Schottergärten – Die Zerstörung von Ortsbildern


In meiner Jugend hatten die Häuser noch hübsche Vorgärten und so war es ein Genuss, durch die Straßen zu gehen und zu schauen. Es war so ähnlich wie in einer Gemäldeausstellung.
Aber dann kam die Zeit, in der man sich immer mehr abschottete: hohe Hecken verwehren nun die Einblicke in die Grundstücke. Eine Frau bemerkte einmal treffend: „Das sind ja die reinsten Tunnelstraßen in unserem Dorf geworden.“
Der neueste Trend sieht so aus: Statt eines Gartens vor dem Haus sieht man immer mehr pflegeleichte Kiesflächen. Und statt der Hecken, die man schneiden muss, haben immer mehr Leute Mauern, die für sie den Vorteil bieten, dass man dort Reklameflächen vermieten kann.

So schaut’s aus.

Lesen Sie bitte auch „Bayern kaputt“

Jetzt endlich verbieten mehr und mehr Städte jedenfalls die immer mehr um sich greifenden Schottergärten:
https://web.de/magazine/wissen/natur-umwelt/staedte-verbieten-schottergaerten-36793978
Bisher war ja das „Garteln“ das beliebteste Hobby der Deutschen, aber nun, wo der Stress bei der beruflichen Arbeit ständig zu nimmt, wollen sie sich nicht auch noch die Gartenarbeit aufladen.

Erschreckendes Waldsterben

In drei Jahren gingen 5 % der deutschen Waldfläche verloren durch Abholzung, Dürreperioden und Schädlingsbefall.
Kleines Rechenexempel: In wie vielen Jahren ist bei Fortdauer dieses Trends der Wald in Deutschland ganz verschwunden?
Besonders schlimm ist es in den Bergen, wie sie hier unter „Waldfriedhof“ lesen können. Einst schützten dichte Wälder die Bergstraßen vor Steinschlag. Nun wurden diese Straßen mit dem Aufwand von vielen Millionen durch riesige Zäune vor herab fallenden Steinen geschützt, weil der schüttere Wald seine Schutzfunktion eingebüßt hat.
Ob es gelingen wird, das Waldsterben jedenfalls durch Anpflanzen resistenter Baumarten etwas zu bremsen?
Übrigens lesen wir beim WWF: Durchschnittlich 13 Millionen Hektar Wald verschwinden pro Jahr durch Abholzung; in nur elf Regionen der Erde könnten wir bis 2030 bis zu 170 Millionen Hektar Wald verlieren.

Ist das alles noch normal? (Nachtrag)

Diese Frage stellte ich hier schon gestern ausführlich:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/02/04/ist-das-alles-noch-normal/
Und nun sehen wir auch bei der Olympiade, dass wir nicht mehr normal sind: Da sind die Winterspiele nach Peking vergeben worden, obwohl dort um diese Zeit kein Schnee liegt. Nun sehen wir die Skipisten als künstlich beschneite weiße Straßen in grüner Landschaft. Ist jemand noch normal, dem so etwas in Zeiten des Klimawandels einfällt?

Ist Bahnfahren gar nicht umweltfreundlich?

 

Wir leben in einer Welt, in der uns der Überblick verloren gegangen ist. Ein Beispiel ist die Verkehrspolitik. Da meinen wir, genau zu wissen, was gut für die Umwelt ist und was nicht. Nicht wenige nehmen die Umstände einer Bahnfahrt im Vergleich zum Auto in Kauf, weil sie etwas Gutes für die Umwelt tun wollen. Aber ist das wirklich so?
Plötzlich kommt einer und durchdenkt das Verkehrswesen von Grund auf und da reibt man sich verwundert die Augen, wenn man das hier liest:
https://de.linkedin.com/pulse/ganzheitliche-%C3%B6kologische-bilanzierung-von-klaus-radermacher

Bei uns herrscht Angst vor dem Wolf – Mit Recht!

Immer wieder lesen wir von schrecklichen Verletzungen, die Hunde Menschen beigebracht haben. Beispielsweise steht heute in den Nachrichten, dass ein Hund ein Kind ins Gesicht gebissen und schwer verletzt hat:
https://web.de/magazine/panorama/einjaehriges-kind-hund-gesicht-gebissen-schwer-verletzt-36476758
Und da glauben die Naturfreunde, dass ein Wolf „braver“ ist. Nicht umsonst haben unsere Vorfahren den Wolf ausgerottet. Aber nun steht er unter Artenschutz und dieser wird so lange bestehen, bis ein Kind dies mit dem Leben büßen muss. Die Wölfe verlieren die Scheu vor den Menschen und trauen sich immer näher an die Siedlungen heran:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/06/alarm-in-bergen-der-wolf-geht-um/
In Marktschellenberg trauen sich die Eltern nicht mehr, ihre Kinder alleine draußen spielen zu lassen. Müssen wir uns in dieser Weise vom Wolf und seinen Beschützern terrorisieren lassen?
Typisch für unsere Zeit ist, dass man sich nicht traut, die Dinge beim Namen zu nennen. Deshalb ist in der Diskussion über die Wölfe, nicht vom Abschuss, sondern nur von der „Entnahme aus der Natur“ die Rede. So ist das halt bei unserem Politsprech.
Ich verstehe ja auch überhaupt nicht, warum der Wolf geschützt ist, die Lämmer, die er grausam reißt, aber nicht. Die Naturfreunde meinen ja, man könne die Schafe mit Zäunen  schützen, aber ich glaube, die waren noch nie bei uns in den Bergen. Wie soll das in der wilden Landschaft funktionieren? Und was für ein Aufwand! Und was für eine Landschaft haben wir dann mit all den Zäunen! Das wäre das Aus für die freie Natur.
Bei den Naturschützern sind offenbar naive Schreibtischtäter am Werk.

Der Mensch is a Sau

Unter dem obigen Titel habe ich schon zahlreiche Beiträge verfasst.
Müll und Verschmutzung von Natur und Städten nehmen immer mehr zu und die Kosten für die Beseitigung auch:
Die Städte und Gemeinden in Deutschland zahlen jährlich rund 700 Millionen Euro, um Parks und Straßen von Zigarettenkippen, To-Go-Bechern und anderen Einwegplastik-Produkten zu reinigen sowie öffentliche Abfallbehälter zu leeren und die Abfälle zu entsorgen. Davon entfallen allein auf die Entsorgung von Zigarettenkippen rund 225 Millionen Euro. Für die Entsorgung von To-go-Bechern aus Plastik fallen rund 120 Millionen Euro pro Jahr an.(https://www.bmu.de/pressemitteilung/einwegplastik-und-zigarettenkippen-in-der-umwelt-kosten-kommunen-jaehrlich-700-millionen-euro)
Ich habe ja hier schon öfter darüber geschrieben, wie alles immer schlechter wird. Das sieht man auch am Beispiel des Mülls. In meinen Altersweisheiten ist zu lesen:

Der Unterschied zwischen den Generationen: Ein altes Mütterchen steigt aus dem Bus und versucht, ihren Fahrschein in den Papierkorb zu werfen. Sie verfehlt ihn jedoch. Dann hält sie sich am Abfalleimer fest, bückt sich mühsam und hebt das winzige Papierstück auf. In diesem Augenblick fährt ein offenes Auto mit jungen Leuten vorbei. Einer wirft eine leere Bierdose hinaus, die genau an der Stelle landet, wo eben noch der Fahrschein lag.

Ja, es ist schon so: Wir Alten wurden zur peinlichen Einhaltung der Gesetze erzogen und so blieben Natur und Städte sauber. Heute sieht man das „locker“. Die Menschen merken nicht mehr, wie sehr sie andere entwürdigen, wenn sie ihnen zumuten, ihren Müll zu beseitigen. Jemand, der zur Rede gestellt wurde, sagte, er schaffe damit Arbeitsplätze.
Aber es ist eine harte Arbeit, die anderen zumutet, wie ich am Kölner Dom gesehen habe: Da beseitigten Arbeiter mit Schweißbrennern die schäbigen Kaugummiflecken vom teuren Granitpflaster.