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Frieren für die Raser?

Gerade hörte ich in den Nachrichten, dass in einem Land (ich glaube, es war Holland) die Temperaturen in Behörden aus Gründen der Energieeinsparung auf höchstens 19° festgelegt wurden. Wir sind noch nicht soweit, dieses Beispiel nach zu ahmen. Aber es sollte uns zu denken geben.
Sind wir in Europa so wenig solidarisch, dass die einen Opfer auf sich nehmen, um Energie zu sparen, während die anderen (nämlich wir) das Gegenteil tun und sinnlose Raserei auf Autobahnen zulassen, anstatt die Geschwindigkeit zu drosseln. Damit könnten wir jedenfalls ein wenig Energie sparen da, wo es keinem wirklich weh tut, außer Herrn Lindner, für den ein Tempolimit quasi eine Grundrechtsverletzung wäre.

Kommt nun doch ein Tempolimit?

Man sollte es nicht glauben, aber es ist so: Trotz exorbitanter Spritpreise wird genau so weiter gerast wie vor der Krise. Da nützen auch all die wohl gemeinten Ratschläge zum Spritsparen nichts. Die Leute rasen auch dann, wenn es eigentlich gar nicht pressiert.

Kaum sitzen die Leute im Auto, haben sie den Zusammenhang zwischen ihrer Fahrweise und den Kosten vergessen. Ich muss da an ein Buch über die Eingeborenen auf einer Südseeinsel denken. Die hatten keine Ahnung davon, dass ein Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen kann. Den Zusammenhang haben sie nicht gesehen wie nun die Deutschen denjenigen übersehen, der zwischen ihrer Fahrerei und den Kosten besteht. Den sollen sie auch gar nicht sehen, sonst wäre die Kfz-Steuer abgeschafft und auf den Spritpreis drauf geschlagen.

Nun aber haben wir eine Zeitenwende, wie uns der Kanzler gesagt hat. Da ist das Energiesparen nicht mehr in das Belieben des Einzelnen gestellt. Das Sparen ist eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe und daher brauchen wir ein Tempolimit. Jetzt ist der Zeitpunkt für die Grünen, ihre Forderung durchzusetzen. Da wird auch Lindner nicht mehr „nein“ sagen können, jedenfalls dann nicht, wenn das Limit befristet ist. Aber nach Anlauf der Frist werden sich die Deutschen daran gewöhnt haben und so wird dann wohl das Tempolimit bleiben wie im restlichen Europa.

Speziell für Herrn Lindner noch ein Beispiel, damit auch er es versteht: Wenn nicht die Energie knapper würde, sondern die Lebensmittel, dann ginge es nicht an, dass die einen sich voll fressen und die anderen hungern. Dann würde man selbstverständlich für eine gerechte Verteilung sorgen. Wieso dürfen dann die einen mit ihrer Raserei die Energie verpulvern, während die anderen in ihren Wohnungen frieren?

 

Zitat zur Wahl

Das muss man gelesen haben.

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“ Diese alte Weisheit haben die Politiker vergessen und ersetzt durch die Methode: „Gib das Geld mit vollen Händen aus, denn deine Schulden frisst die Inflation.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Sparen Sie die Zweitwohnungssteuer!

Nun will auch etwas verspätet die Stadt Traunstein die Zweitwohnungssteuer einführen. Das könnte ein Schlag ins Wasser werden, wenn sich die Leute weigern, diese Steuer zu bezahlen.
Ich habe das einmal erfolgreich durchexerziert:
Ich wohne in einem Haus hoch am Hang in Bergen. Irgendwann mit zunehmendem Alter hatten wir die Idee, für unsere späteren Jahre einen bequemeren Ruhesitz in der Stadt zu suchen. Und so hatten wir zeitweise einen weiteren Wohnsitz in Bad Reichenhall. Beide Orte verlangen eine Zweitwohnungssteuer und so standen wir vor der Frage, wo wir unseren Hauptwohnsitz nehmen, um billiger davon zu kommen. Aber dann kamen wir auf den Gedanken, uns diese Steuer ganz zu sparen:

Unverheiratete, die auch keine Lebenspartnerschaft führen, sondern nur „Lebensabschnittsbegleiter“ sind, brauchen keine Zweitwohnungssteuer zu bezahlen. Es ist verfassungswidrig, wenn man die Eheleute schlechter stellt als Unverheiratete.
Ehepaare können sich also die Zweitwohnungssteuer sparen, wenn sie aus nachvollziehbaren Gründen zwei Hauptwohnsitze haben. Beispiel: Der eine ist ein Stadtmensch und der andere lebt lieber auf dem Land und beide leben mal hier und mal dort zusammen.
§ 22 Bundesmeldegesetz lautet zwar: „(1) Hauptwohnung eines verheirateten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohners, der nicht dauernd getrennt von seiner Familie oder seinem Lebenspartner lebt, ist die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie oder der Lebenspartner.“
Aber das Gesetz stimmt nicht mehr mit der Lebenswirklichkeit überein. Immer mehr Ehepaare besitzen zwei Wohnungen, teils aus beruflichen Gründen, teils aber auch, weil beide ihre Junggesellenwohnung lieb geworden haben und nicht aufgeben wollen. Schließlich wollen auch manche für den Fall einer Scheidung wissen, wo sie dann bleiben können. In vielen modernen Ehen findet man es auch schön, mal hier und mal dort zu wohnen. Da gibt es keinen Hauptwohnsitz, sondern zwei gleichwertige.
Ich habe daher mit diesen Gründen gegen meinen Zweitwohnungssteuerbescheid Widerspruch erhoben und das Landratsamt Traunstein hat mir Recht gegeben.

Energiesparkartoffeln – Was ist das denn?

In Corona-Zeiten muss ich selbst kochen und es schmeckt mir sogar. Mein einfachstes, aber keinesfalls schlechtes Essen ist ein Limburger mit frischen Kartoffeln. Das werde ich auch beibehalten, wenn die Gastronomie wieder auf macht. Vorher war der „Obatzte“ für 9,50 Euro eines meiner Lieblingsgerichte. Nun werde ich halt Limburger für 1,59 Euro essen.
Und bei den Kartoffeln mache auch ich so meine Erfahrungen:
Früher hatte man ja einen Kartoffelkeller, in dem man seine Lieblingssorte eingelagert hatte. Und heute muss ich mir welche im Supermarkt kaufen. Und da stößt man auf völlig unbekannte Sorten wie diese Laura:
Da muss man dann erst mal im Internet googeln, ob grünliche Kartoffeln nicht vielleicht giftig sind. Aber die Laura ist sehr gut.
Manchmal kaufe ich mir schlicht „Speisekartoffeln“. Da ist die Sorte unbekannt, was mir nichts ausgemacht hat, weil ich die modernen Sorten sowieso nicht kenne.
Aber ich habe festgestellt, dass in solchen Säckchen oft verschiedene Sorten enthalten sind. Wenn man die kocht, stellt man fest, dass die einen 10 Minuten eher gar sind als die anderen.
Wäre das nicht ein Grund, sie als Energiesparkartoffeln zu verkaufen? Und da müsste man dann für die Kartoffeln essenden Deutschen eine Rechnung aufmachen, wie viel Energie und CO2 gespart würde, wenn alle solche Kartoffeln kochen würden. Und als Geldspartipp können diese Kartoffeln auch gelten: Man hat dann etwa 20 Euro mehr in der Haushaltskasse.
Noch eine Veränderung habe ich bei den Kartoffeln festgestellt. Während sie früher gegen Ende der Saison alt und schrumpelig wurden und weiße Triebe bekamen, sehen sie heute aus wie frisch geerntet und haben statt der Augen schwarze Stellen, die nach innen wachsen. Ein Erfolg der Chemie?

Corona, Staat und Kirche

Es ist ja sehr interessant, wie unterschiedlich Staat und Kirche auf die Corona-Pandemie reagieren: Bei den Kirchen ist wegen der geringeren Steuereinnahmen Katastrophenstimmung ausgebrochen. „Sparen, sparen, sparen“ ist die Devise und ein Stellenabbau wird für notwendig befunden. Dieses Lamento ist allerdings bei der Katholischen Kirche völlig unangebracht, denn die braucht die Kirchensteuer, die sie zu Unrecht als Ausgleich für die Säkularisation bezieht, eigentlich gar nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/

Völlig anders sieht es beim Staat aus: Der ist nicht so reich wie die Katholische Kirche. Im Gegenteil hat er Schulden. Und trotzdem nimmt er Geld in die Hand, das gar nicht da ist, und gibt es mit vollen Händen aus. Und Söder beruhigt die Bürger mit der Forderung: Bei 100 Milliarden muss Schluss sein. Aber die Bürger sind nicht so dumm, dies zu glauben, denn man weiß: Beim Staat wird am Ende alles immer viel teurer. Da werden Summen bloß mal eben in den Raum gestellt.

Deutschland stürzt ab: die Krankenhäuser

Unter dem Titel „Deutschland stürzt ab“ bzw. „Deutschland erwache!“ habe ich hier schon eine ganze Reihe von Beiträgen geschrieben. Nun widme ich mich aus gegebenem Anlass wieder mal den Krankenhäusern.
Als ich in Side am Apollontempel aufs Meer schaute, dachte ich, dass man schon damals die religiösen Stätten wie unsere Klöster auf die schönsten Plätze des Landes gebaut hat. Überrascht war ich allerdings, als ich las, dass die alten Tempel die Funktion von Krankenhäusern hatten. Man war der Überzeugung, dass Menschen gesund würden, wenn sie in einem prächtigen Bau an einer der schönsten Stellen
bestens gepflegt würden. Heute würden Esoteriker von Kraftorten sprechen.
Nun vergleichen Sie einmal damit unsere Krankenhäuser: Die Patienten lagern
meist zu mehreren in Zellen ohne Ausblick.
Immerhin glaubte ich, man würde im Krankenhaus jedenfalls etwas Vernünftiges zum Essen bekommen.
Aber weit gefehlt! Während die Lebensmittelpreise ständig steigen, geben die Krankenhäuser immer weniger fürs Essen aus. Inzwischen sind es nur noch 3,84 Euro (!) pro Tag für einen Patienten.
Wie wichtig die Ernährung für die Genesung ist, wurde bei einer wissenschaftlichen Untersuchung festgestellt: Krankenhäuser, in denen das Essen nicht angeliefert, sondern selbst frisch gekocht wird, haben eine um zwei Tage kürzere Verweildauer im Vergleich zu denen, in denen Fremdküchen das Essen machen.

https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/27/gesundes-essen-fehlanzeige-19768376/
Uns wurde dies zum ersten Mal bewusst, als wir immer in Bad Endorf zum Schwimmen gingen. Da haben wir anschließend immer ausgezeichnet gegessen, denn das Essen der Kantine kam aus der Klinikküche.. Eines Tages hat es uns aber dann nicht mehr geschmeckt und wir aßen lieber im Gasthaus. Wir fragten daher, warum die Qualität des Essens sich so verschlechtert hatte. Das lag daran, dass man nicht mehr selbst kochte, sondern sich das Essen aus dem 84 km entfernten München von einer Großküche liefern ließ.
Wie es heute mit dem Essen im Krankenhaus aussieht, erfuhr ich am eigenen Leibe:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/02/18/krankenhaus-einst-und-jetzt/
Obwohl ich an „unstillbarem Erbrechen“ litt, bekam ich kalten Schweinebraten anstatt einer salzigen Suppe, die ich nötig gehabt hätte. Aber wenn man nur so wenig für das Essen ausgibt, ist natürlich eine auf das Wohl des Patienten abgestimmte individuelle Ernährung nicht mehr möglich, denn die kostet mehr Personal.
Auf einem anderen (traurigen) Blatt steht, wie sehr
die Hygiene unter der Sparsamkeit leidet.
Auch hier merkt man also: Deutschland stürzt ab.

Die schleichende Enteignung der Bürger

 

Merkel

Die schleichende Enteignung der Bürger ist eine der besonderen Erscheinungsformen des Merkelismus. Heute sei einmal ein Aspekt dieser Politik beleuchtet:
Der Staat verzeichnet durch die Niedrigzinspolitik gewaltige Gewinne: Seit dem Jahr 2008 beläuft sich dieser Betrag sogar auf 240 Milliarden Euro; allein im Jahr 2016 waren es 50 Milliarden.
Typisch ist nun, wie diese Meldung lanciert wird: Unisono wird von den Mainstrem-Medien gemeldet, dass der Staat die 240 Milliarden „gespart“ habe. Das klingt doch erfreulich. Tatsächlich verhält es sich aber so, dass die Sparer um diese Summe enteignet wurden. Das ist umso schäbiger, als es sich meist um die Altersrücklagen handelt, die Bürger unter Opfern zusammen gespart haben, weil ihre Altersrenten in Zukunft immer geringer werden. Daher ist diese zusätzliche Absicherung des Ruhestands durch private Ersparnisse unbedingt erforderlich. Aber seit Jahren sind diese Rücklagen durch die Niedrigzinspolitik gefährdet und sie verlieren durch den fallenden Euro an Wert. Und der Gipfel der Schäbigkeit ist, dass die Sparer für die Zinsen auf ihr schwindendes Kapital auch noch Steuern zahlen müssen.
Wenn nun eine Diskussion darüber entbrannt ist, ob die Bürger (für Politiker: „Menschen draußen im Lande“) steuerlich um jene 6 Milliarden entlastet werden sollen, die Schäuble als Bilanzplus verzeichnen kann, so geht es eigentlich nur um ein lächerliches Trostpflaster, das man uns vielleicht als „großartiges Wahlgeschenk“ gönnt. Und ich kann mir jetzt schon ausmalen, wie dieses „Geschenk“ in den Wahlreden gefeiert wird, obwohl es nicht einmal das Minus abdeckt, das den Bürgern durch die Steuerprogression in den letzten Jahren entstanden ist.

 

 

Wie wir geschröpft werden

Geld

Die EZB strebt eine Inflation von etwa zwei Prozent an. Dauerhaft sinkende Preise hält die EZB für gefährlich. Bürger könnten sich dann zwar mehr leisten, würden aber Investitionen eventuell verschieben.
Diese Thesen des EZB-Chefs Draghi sind falsch, wie jeder leicht erkennen kann. Bei sinkenden Preisen werden Investitionen wohl kaum verschoben, denn niemand weiß, wann die Preise ihren Tiefpunkt erreicht haben. Also investiert man lieber gleich. Und für die Konjunktur ist es doch auch gut, wenn sich die Bürger mehr leisten können.
Übrigens kam in den Nachrichten gerade ein Bericht über das Sparverhalten der Deutschen. Ihr Sparwille ist trotz der Niedrigzinsen ungebrochen. Draghi liegt also auch inso weit schief.
Der wahre Grund dafür, dass eine Inflation von 2 % angestrebt wird, liegt darin, dass man den Bürger schröpfen will. Jeder Haushalt in der BRD hat in den letzten 10 Jahren durch die Niedrigzinspolitik 10.000 Euro verloren.
Die Regierung streut nun dem Bürger mit einer minimalen Steuersenkung Sand in die Augen. Was diese „Wohltat“ bringt, hat der Berliner Steuerexperten Frank Hechtner berechnet; demnach bewegt sich die Entlastung für einen Single ohne Kind gegenüber 2016 – je nach Bruttoeinkommen – zwischen jährlich 24 und 145 Euro.

 

Stromanbieter wechseln? Oder lieber nicht?

Ich war bisher Kunde bei E.on. Nachdem man dauernd aufgefordert wird, zum billigsten Stromanbieter zu wechseln, erhielt ich von meinem Öllieferanten ein Angebot mit einem günstigeren Tarif, bei dem ich viel sparen könnte. Ich habe das Angebot angenommen und staunte nicht wenig: Jetzt bekomme ich meinen Strom wieder vom selben Anbieter wie früher, nämlich vom Bayernwerk. Diesen neuen Namen hat sich E.on inzwischen gegeben. Ich vermute nun, dass mein derzeitiger billigerer Tarif nur vorübergehend gelten wird, wie ja auch Banken mit günstigeren Zinsen und Internetprovider mit billigeren Monatsgebühren neue Kunden anwerben, um dann später höhere Kosten zu fordern.
Der Beginn meines Sparmodells verlief nicht gerade vielversprechend: Man forderte höhere Vorauszahlungen, als ich sie bei E.on geleistet hatte. Auf meinen Protest hin senkte man sie aber auf mein altes Niveau.
Dann wollte mich E.on wieder zurück gewinnen und machte mir ein verlockendes Angebot.