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Die Vögel in meinem Garten

Wie anders war es früher in meinem Garten: Als die Kirschbäume noch nicht der Schrotschusskrankheit zum Opfer gefallen waren, gab es bei uns Stare in solchen Scharen, dass sich meine Nachbarin ein Luftgewehr kaufte, um ihre Kirschen gegen die Vögel zu verteidigen. Sie hat allerdings nie einen Vogel getötet, sondern nur Schreckschüsse abgegeben.
Nun habe ich seit mindestens 10 Jahren keinen einzigen Star mehr gesehen. Ähnlich ist es mit anderen Vogelarten. Jetzt sind nur noch die Amseln da und gelegentlich Elstern sowie ein Specht.
Was mich allerdings überrascht hat, sind Scharen von Schwalben, die plötzlich über uns herein gebrochen sind. Eigentlich sollten die ja gar nicht mehr hier sein, denn es heißt ja:
An Mariä Geburt
Fliegen die Schwalben furt.
Aber in dem verlängerten Sommer halten es die Vögel bei uns noch eine Zeit lang aus.
Sie fliegen vor der Südseite unseres Hauses ganz wild hin und her, dass ich mich wundere, dass sie nicht einmal zusammen stoßen. Und wenn ich im Garten bin, habe ich direkt Angst, dass mir eine einmal an den Kopf fliegt, aber haarscharf vor meinem Gesicht kriegen sie dann doch die Kurve. Erst konnte ich mir nicht erklären, was die Schwalben hierher gelockt hat, denn Insekten habe ich schon lange nicht mehr bei uns gesehen. Aber dann merkte ich, dass ich nur nicht genau genug hin geschaut habe. Tatsächlich gibt es ganz winzige Mücken, die sich auf der Südseite meines Hauses aufhalten und die man kaum sehen kann, wenn man nicht die Augen einer Schwalbe hat.
Ich habe einmal gelesen, dass eine Schwalbe jeden Tag Insekten in einer Menge ihres Körpergewichts fressen muss. Kein Wunder, dass sie so wild geworden sind bei den winzigen Insekten.

Geht die Welt bald unter?


Den Weissagungen des Heiligen Malachias können wir entnehmen, dass mit dem 112. Papst Schluss ist. Papst Franziskus ist dieser 112. Papst. Da wir nicht annehmen können, dass die Katholische Kirche, die in zwei Jahrtausenden alles überstanden hat, zu Grunde geht,
muss wohl eher angenommen werden, dass die Welt nach dem 112. Papst unter geht, wenn wir den Heiligen ernst nehmen. Anzeichen dafür gibt es genügend:
Nach dem neuesten UN-Bericht sind eine Million Pflanzen- und Tierarten bedroht.
Immer öfter fallen tote Vögel vom Himmel. Das tropische Usutu-Virus wird Experten zufolge in diesem Jahr vermutlich zu einem noch stärkeren Amselsterben in Deutschland führen als im vergangenen Jahr.
Die Zahl der Wald bewohnenden Tiere hat sich seit 1970 halbiert. Und die Insekten sind so wenige geworden, dass in China Arbeiterkolnnen in den Obstplantagen unterwegs sind, um die Bäume zu bestäuben.
Auf der anderen Seite breiten sich die Schädlinge immer mehr aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/17/schlimmer-als-das-artensterben/
Gerade erfahren wir, dass es bald keine Bananen mehr geben könnte, weil diese Pflanzen vom Bananenpilz bedroht sind.
Aber all d
iese Warnzeichen werden von den Menschen nicht ernst genommen. Und wenn auch die Hälfte aller Ressourcen der Welt schon verbraucht sind, denken die Menschen so, wie jemand, der vom einem Hochhaus herab fällt und beim Vorbeifliegen am 7. Stock sagt: „Bisher ist ja alles gut gegangen.“
Hoffen wir, dass es so bleibt trotz Malachias.

Heute ist der Tag zur Erhaltung der Artenviekfalt

Wo blüht es noch so üppig? Der neue Trend sieht so aus:

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass ich in einer Todeszone lebe. Und gerade schrieb ich darüber, dass die Fichte am Aussterben ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/20/wie-die-natur-leidet/

Mein Leben in der Todeszone


Darüber habe ich hier schon öfter geschrieben. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen: Früher hatten wir Fliegengitter vor den Fenstern und ich musste mit langer Hose und langärmligem Hemd den Rasen mähen, um mich vor Mücken und Bremsen zu schützen.
Ganz so schlimm, wie es hier gezeigt wird, war es jedoch nicht: https://www.youtube.com/watch?v=yNVrg8Jnv0E
Aber nun ist alles vorbei. Unsere Fliegengitter haben wir entfernt und wir können unsere Flügeltüren noch so weit aufmachen: Es kommt keine Mücke herein. Und auch nur ganz selten schaut eine Fliege vorbei.
Und wenn früher in der Bäckerei die Wespen über das süße Gebäck herfielen, gehört auch das der Vergangenheit an. Ich habe schon lange keine Wespe mehr gesehen. Ähnlich ist es mit den Schmetterlingen. Wir haben uns immer gefreut, was so alles um unseren Schmetterlingsflieder herum tanzte. Nun sind es nur noch Kohlweißlinge.
Woran liegt das? An der Monokultur, bei der die Wiesen intensiv gedüngt und ständig gemäht werden, während die Kühe im Stall stehen?
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Oder ist der trockene Sommer schuld, der bei uns aber gar nicht so schlimm war wie anderswo? Oder hat man auch heuer wieder bei uns gegen Mücken gespritzt mit der Folge, dass auch andere Insekten betroffen sind?
Ich gebe zu: Bremsen und Mücken sind lästig. Aber wenn es gar keine mehr gibt, kommt einem die Natur wieder ein bisschen toter vor.

Ein ganz seltenes Bild

Gestern auf der Seiser Alm beim Chiemsee sah ich etwas, was in Bayern selten geworden ist: viele Kühe auf der Weide. Normalerweise sind die Kühe bei uns im Stall eingesperrt:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Ich kann von meinem Haus aus das ganze Tal überblicken: Nur auf einer Wiese sehe ich noch glückliche Kühe. Sonst werden die Tiere in finsteren Ställen gefüttert. Der maschinelle Aufwand dafür ist groß: Man sollte einmal zählen, wie oft die Bauern mit schweren Traktoren über die Wiesen fahren, um zu mähen, das Heu zu wenden, es in Plastik zu verpacken und anschließend die Wiesen wieder zu düngen.
Tausende von geschützten Maulwürfen wurden erdrückt und die Bienen verhungern, weil nichts mehr auf den Wiesen blüht. Insekten und Schmetterlinge gibt es kaum noch. Und die insektenfressenden Vögel und Fledermäuse finden auch keine Nahrung mehr.

Es ist schlimmer

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Gerade las ich in der Zeitung, dass in den letzten 30 Jahren 80 Prozent der Insekten ausgestorben sein sollen:
http://www.suedost-news.de/region+lokal/landkreis-traunstein/marquartstein_artikel,-80-Prozent-weniger-Insekten-als-vor-30-Jahren-_arid,334474.html

Nein, bei uns ist es viel schlimmer: Ich wohne seit 25 Jahren in Bergen (Obb.). Als ich hier einzog, konnte ich nur ganz bekleidet meinen Rasen mähen, um mich vor Bremsen und Mücken zu schützen. Heute mähe ich im kurzärmeligen Hemd und Shorts, ohne einen einzigen Stich davon zu tragen. Und die Insektenschutzgitter vor den Fenstern haben wir entfernt, weil es bei uns kaum noch Insekten gibt.
Und wenn sich ausnahmsweise mal eine Fliege durch die offene Balkontür in unser Wohnzimmer verirrt, dann bestaunen wir dieses Wundertier. So sieht’s nämlich bei uns aus:
https://autorenseite.wordpress.com/todeszone-in-bayern-und-anderswo/

 

Todeszonen überall

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Gerade findet wieder eine Vogelzählung statt. Und die macht uns bewusst, wie die Natur um uns stirbt. Noch vor 10 Jahren hatten wir so viele Stare in den Gärten, dass sich meine Nachbarin ein Gewehr kaufte, mit dem sich angeblich aber nur in die Luft schoss. Schon lange habe ich aber keinen einzigen Star mehr gesehen. Eine andere Nachbarin hat ein Vogelhäuschen im Garten, in dem immer ein reges Treiben herrschte. In meinem Apfelbaum hockte immer eine große Zahl Vögel und wartete geduldig, bis wieder ein Platz an der Futterstelle frei war. Und heute? Da schaut mal gelegentlich ein einziger Vogel vorbei. Kein Wunder, dass es so wenig Vögel gibt, denn durch die intensive Landwirtschaft sind die Regenwürmer von den schweren Traktoren platt gemacht worden oder in der übertriebenen Jauchedüngung ersoffen.
http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/regenwuermer-sind-ein-vernachlaessigter-bodenschatz-228692/
Schwalben und Fledermäuse, die früher zahlreich vorbei flogen, sind hier auch ausgestorben, denn die moderne Landwirtschaft hat ihre Nahrung, nämlich die Insekten, vernichtet. Früher brauchten wir vor dem Fenster immer ein Fliegengitter. Heute nicht mehr.
Und so könnte ich noch viel aufzählen. Aber es nützt ja doch nichts, denn der Mensch sieht nicht ein, dass auch er einmal dran kommt.