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Oktoberfest nur mit Spezialmaske!

Die Wiesn in München findet also statt. Es muss halt endlich mal wieder gefeiert werden ohne Rücksicht auf die Ansteckungsgefahr. Schließlich sagt man ja in Bayern: „A guada hält’s aus und um an andern is net schad:“ Oder so ähnlich.
Da wird München vielleicht ein neues Ischgl werden. Die Erfahrungen zeigen, dass Volksfeste wahre Virenschleudern sind. Gerade sind in Straubing die Corona-Infektionszahlen nach dem Volksfest explodiert:
https://www.infranken.de/bayern/corona-inzidenz-explodiert-nach-gaeubodenvolksfest-in-straubing-jetzt-bundesweit-platz-1-art-5529538
Das wird bei der Wiesn nicht anders sein. Eine Maskenpflicht wird es nicht geben.
Und so wird die Wiesn eine Botschaft in alle Welt schicken – mit Viren. Wie gesagt: Das hatten wir schon mal in Ischgl.

Ich habe ja schon öfter Erfindungen gemacht, auf die die Menschheit gewartet hat.
Wie kann man trotzdem feiern, ohne Angst vor Ansteckungen haben zu müssen? Da kommt nun meine Erfindung zu Hife (siehe Bild): eine Maske mit Loch zum Durchstecken eines Strohalms zum Trinken. „Naa, mir gangst!“ sagt da der Bayer. Da steckt er sich doch lieber an.
Mit solch schroffer Zurückweisung wird vielleicht mancher eingefleischte Biertrinker auf diese Erfindung reagieren. Das zeigt, dass er noch nie versucht hat, sein Lieblingsgetränk auf diese Weise zu genießen. Er weiß also nicht, welche feine Geschmacksnuancen des Bieres sich auf diese Weise erschließen.
Vorläufig sind meine Masken noch nicht im Handel erhältlich und man ist auf das Do-it-yourself angewiesen.
Aber wenn die Wiesn erst angeht, wird man die Maske an jedem Stand kaufen können.

In diesem Sinne: Genießen Sie Ihren Wiesnbummel und bleiben Sie dabei gesund! Und behalten Sie Ihren Humor (soweit vorhanden) trotz Corona! Und nehmen Sie meinen Maskenvorschlag nicht zu ernst, sondern als Oktoberfest-Gag.

Ein tolles Urlaubserlebnis!


Ich war gerade zu einem Kurzurlaub im Allgäu: Es war ganz herrlich: Die schöne Landschaft, das sehenswerte Füssen…
Und dann war ich dort im Festspielhaus, wo das Musical „Ludwig“ aufgeführt wurde.  Das Haus liegt herrlich am See mit einem schönen Park, von dem aus man das Schloss Neuschwanstein sieht.
Ehrlich gesagt habe ich mir nicht viel von der Aufführung versprochen, nicht nur, weil ich  eher ein Opernliebhaber bin und weil das Festspielhaus nach meiner Erinnerung früher auch negative Schlagzeilen produziert hatte. Ich meinte, dass ich nur unter wenigen Zuschauern im Theater sitzen würde. Irrtum! Es war voll bis auf den letzten Platz. Ich saß zwischen zwei Frauen. Die eine konnte nicht an sich halten vor lauter Vorfreude. Sie erzählte, dass sie das Musical zum 5. Mal anschaue, weil es so toll sei. Da lachte meine Nachbarin zur Rechten und gestand, dass sie ebenfalls zum 5. Mal dabei sei, was bei dem Preis in Höhe von 99 € für die vierte Reihe schon beachtlich ist.
Ja, es stimmt: Das Musical ist großartig und man hat etwas versäumt, wenn man es nicht gesehen hat.
Am Schluss gab es natürlich lange „standing Ovations“.
Also, liebe Leser: Nix wie hin!

Bayern, Bier und der Liebe Gott

Der Bayer hat sein eigenes Verhältnis zum Lieben Gott:
Das zeigt sich auch beim Lieblingsgetränk der Bayern, dem Bier: Früher hat man streng gefastet. Aber um die Fastenzeit erträglicher zu machen, haben die Mönche das Starkbier erfunden. Heute ist davon nur die Starkbierzeit im Frühjahr übrig geblieben.
Und auch die traurige Karwoche haben sich die Bayern „entschärft“, indem sie im Gasthaus neben der Kirche das „Graberlbier“ getrunken haben. Man kann sagen, dass diese Bayern ihren Glauben richtig verstanden haben: Der Segen aus der Kirche kann auch Wände durchdringen.
Übrigens gibt es in Bayern „fromme“ Biere, Gerade habe ich das Mariahilferbier getrunken und kann sagen, es hat mir in meiner schweren Zeit als plötzlicher Witwer tatsächlich geholfen.

Tierschutz extrem – Morddrohungen inbegriffen

Schön ist es nicht, was wir mit den Tieren treiben: Manche stehen ein Leben lang in einem dunklen Stall, wo ihnen das Futter vorgeworfen wird:

Der Tierschutz nimmt sich dieser Tiere an und fordert überhaupt völlige Veränderungen:
Verbot der Haltung von Wildtieren in Zoos und Zirkussen,
Abschaffung der Kuhglocken,
Verbot von Pferdekutschen,
Verbot von Almabtrieben

Manchmal schießen die Tierschützer aber übers Ziel hinaus: Die feierlichen Almabtriebe haben eine lange Tradition und sind ein Highlight im Fremdenverkehr. Wenn die Tierschützer meinen, der Abtrieb erschöpfe die Tiere und manche würden sich ein Bein brechen, so denke ich an die Bergsteiger. Auch sie sind beim Abstieg oft erschöpft und es kommt zu Beinbrüchen. Aber kein Menschenschutzverein ist da, um das Bergsteigen zu verbieten.
Schrecklich finde ich, dass auch der Streit über den Almabtrieb genauso entartet wie andere Auseinandersetzungen im Internet: Es kommt sogar zu Morddrohungen, denen schon einige Almabtriebe zum Opfer gefallen sind.

Das Traurige an unserem Land ist, dass sachliche Diskussionen immer weniger möglich sind. Der Kanzler wird gerade nieder geschrien. Ein kurzes Aus-buhen zur Begrüßung sollte genügen, um dann miteinander zu diskutieren. Zum Alltag gehört inzwischen auch, dass man den Gegner mit Mord bedroht, so auch nun im Tierschutz.
Auch ich bin öfter mit Mord bedroht worden. Lesen Sie dazu die Kurzgeschichte: „Ein ganz normaler Tag in der Leseecke.