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Ein toller Öko-Rasierapparat

 

Gerade lese ich:
„Überzeugend gut: die Produkte aus der „Die Höhle der Löwen“-Show vom 4. Oktober:
Gutes Öko-Gewissen und einfach edles Design“: ein Rasierer ganz aus Metall, also ohne Plastik. Eigentlich nichts Besonderes.
Dazu fällt mir ein echter Öko-Rasierer ein, der in der DDR hergestellt wurde. Der arbeitete ohne Strom und musste einfach nur aufgezogen werden. Warum wird so etwas Einfaches nicht wieder hergestellt? Das wäre doch viel besser als das hoch gelobte Produkt aus  der Höhle der Löwen. Aber wir sind schon zu faul, eine Uhr aufzuziehen und kaufen daher solche mit Batterie. Da würde es beim Rasierer vielleicht kaum anders sein.
Das käme jedoch mal auf ein Experiment an. Inzwischen hat doch ein Umdenken eingesetzt: Die Menschen werden umweltbewusster. Und wenn man sie auf den völlig überflüssigen Anfall von alten Batterien aus Uhren und Akkus aus entsorgten Rasierern hinweist, dann wird sich doch wohl der eine oder andere überlegen, ob er sich nicht etwas zum Aufziehen kauft. Ein solcher Rasierer wäre doch sicherlich cool.

Das müssen Sie lesen! So hat Deutschland sich verändert. Weiter so?

Wie sich die Zeiten ändern, erkannten schon die alten Römer:
„Tempora mutant et nos in illis.“
Und wenn man so alt ist wie ich, empfindet man das Leben als eine Reise durch die Zeit. Was habe ich schon alles an Wandlungen erlebt:

> In der Adenauerzeit stand das ganze Volk hinter dem Staat. Heute wird das Protest- und Zerstörungspotenzial immer größer.
> Die CDU war noch eine christliche Partei. Heute steht sie für Merkelismus (Raubtierkapitalismus).
> Es reichte einmal das Einkommen des Mannes aus, um eine Familie zu ernähren und in der Stadt zu wohnen. Heute müssen meist beide Eltern arbeiten, um am Stadtrand zu leben.
> Man konnte von seiner Hände Arbeit leben. Prekäre Arbeitsverhältnisse (Aufstocker, Zeit- und Leiharbeit…) gab es noch nicht.
> Man hatte keinen Grund, von einer Schere zwischen Arm und Reich zu sprechen.
> Das Einkommen der Firmenbosse hielt sich im Rahmen. Heute kassieren sie bis zum 437-fachen ihrer Arbeiter und Angestellten.
> Umweltprobleme gab es nicht. Man verbrauchte nur so viele Ressourcen, wie sich auch wieder neu generieren konnten. Heute bräuchten wir 1 1/2 Erden, um so weiter leben zu können.
> Spraydosen und Klebezettel, mit denen heute die Städte verunziert werden, gab es noch nicht.
> Man achtete auf Sauberkeit und nahm seinen Abfall mit: Heute muss die Müllabfuhr ständig die Parks reinigen, wenn dort Leute gefeiert haben.
> Die Frauen waren zufrieden mit dem schönsten Job der Welt: Hausfrau. Heute fällt ihnen da die Decke auf den Kopf.
> Fußball (auch in den Ligen) war ein Freizeitsport.  Als der erste bezahlt wurde, war das so ähnlich, als wenn eine Frau für die Liebe Geld verlangt. Heute sind viele Fußballer Millionäre.
> Reklame auf den Sportlertrikots betrachtete man als Verstoß gegen die Menschenwürde („Sportler als laufende Litfaßsäulen“).
> Autos waren noch Luxus, aber die brauchte man nicht: Einkaufen konnte man in der Nähe und am Wochenende fuhr man mit Bahn und Bus in die Berge: War das eine Gaudi – so viele fröhliche Menschen, als auf jedem Gleis im Münchner Hauptbahnhof ein Zug mit dem Ziel eines Skigebiets stand.
> Gewerbegebiete, die sich nun überall in die Landschaft fressen, gab es noch nicht. Man lebte ganz gut ohne sie.
> Die Männer waren noch nicht entmannt, sondern „rattenscharf“. Koedukation war deshalb unmöglich. Mädchen gingen daher züchtig gekleidet in die Schule und wären sofort verhaftet worden, wenn sie so herum gelaufen wären wie heute.
> Man ernährte gesund ohne Chemie im Essen.
> Es kamen Gastarbeiter und keine Migranten.
> In meiner Jugend jubelte das Volk dem Führer zu, heute haben wir eine Demokratie.
> Früher war die Homosexualität strafbar, heute ist sie „gut so“ und es gibt die Ehe für alle.
> Als wir unsere Kinder bekamen, trugen die Frauen Umstandsmoden, um die Schwangerschaft zu verbergen. Heute sieht man dauernd Fotos von nackten Babykugeln – schrecklich!
> Es gab mal eine Oben-Ohne-Bewegung. Jetzt ist wieder mehr Prüderie angesagt und so treten Turnerinnen nicht mehr in einer Art von Badeanzügen auf, sondern tragen Ganzkörperkleidung. Das Wort „Sexismus“ gab es früher nicht.
> Feminismus gab es auch noch nicht. Wenn der so weiter geht, werden bald Kleider und Röcke als sexistisch beschimpft.
> So ein Unsinn wie die Gendersprache wäre früher niemandem eingefallen.
> Es gab noch die netten Neger  (Negerküsse), Zigeuner mit ihrem Baron, Eskimos und auch für das Wort „Indianer“ hat sich gerade eine Politikerin entschuldigen müssen.
> So könnte ich noch lange fortfahren. Wollen Sie vielleicht behaupten, dass heute alles besser ist und dass wir einen Fortschritt erzielt hätten?
Wir leben in einer Zeit, die sich „Postmoderne“ nennt. Man sollte sie „Postrationalismus“ nennen – Zeit der geistigen Verwirrung. Der Niedergang der Menschheit lässt sich nicht mehr leugnen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/29/der-niedergang-der-spezies-mensch-hilfe-wir-werden-immer-schlapper-kraenker-duemmer-und-impotent/

 

Unser blödes Wirtschaftssystem

Gerade habe ich darüber geschrieben, dass die Bahnstreiks uns die Fehler unseres Wirtschaftssystems offenbarten:

Streiks bei der Bahn: das falsche Wirtschaftsprinzip

Nun erfahre ich den Unsinn unseres Wirtschaftssystems am eigenen Leib:
Ich hatte mir einen Medion-PC gekauft, weil ich mit der Firma gute Erfahrungen gemacht hatte. Aber was mir da geliefert wurde, spottet jeder Beschreibung.

Es begann damit, dass erst das dritte geliefert Maus- und Touchpad-Set funktionierte. Dann stellte ich fest, dass der PC zu langsam lief. Auf die Idee, dass dies am neuen PC liegen könnte, bin ich nicht gekommen, sondern habe mich an Vodafone gewandt. Die Firma schickte mir erst einen neuen Router, dann einen Experten und schließlich kam auch noch einer von der Telekom.

Keiner kannte sich richtig aus, Alles wäre nicht nötig gewesen, denn es lag am WLAN des neuen PC. Den habe ich eingeschickt und ich bekomme nun einen neuen, weil der eingeschickte nicht reparabel ist. Na, so was! Das müsste sich doch einfach richten lassen, vielleicht durch eine neue Netzwerkkarte. Aber dass man einen neuen PC weg schmeißen muss, ist ein Fehler unseres Wirtschaftssystems. Eigentlich sollten doch auch aus Umweltschutzgründen Geräte so gebaut sein, dass man sie reparieren kann.

In unserer Zeit wird das Reparieren immer schwieriger. Wenn früher die Birne eines Scheinwerfers ausfiel, war das kein Problem. Man hatte ein Birnen-Set dabei und tauschte die defekte Birne einfach aus. Das geht heute nicht mehr so einfach, sondern da muss eine Werkstatt ran, und wenn man Pech hat, muss ein neues Beleuchtungsmodul einbaut werden bestehend aus Kotflügel und Scheinwerfer.

Ein ähnliches Beispiel hörte ich von einem BMW-Fahrer, dessen Motor kaputt ging. Der Mann konnte sich nicht einfach einen neuen Motor einsetzen lassen, sondern musste auch noch das teure Getriebe dazu nehmen, weil beides eine Einheit war.

Und so brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Abfallhalden immer größer werden und wir bei Reparaturen immer tiefer in die Tasche greifen müssen.

Wir brauchen unbedingt eine neue Umweltschutzregel

Ich habe ja schon in diesem Beitrag beschrieben, wie die Berge immer mehr durch Markierungen verschandelt werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/05/der-mensch-is-a-sau-14/


Die Bilder zeigen, dass jeder sich das Recht heraus nimmt, die Natur nach eigenem Gutdünken zu beschmieren oder sogar mit Plastikstreifen zu markieren:
Auch Kommunen wollen sich profilieren, indem sie mit eigenen angeblich besonderen Wegen werben, z.B.: „Salzalpensteig“. Und so ein Weg muss natürlich auf ohnehin schon markierten Wegen mit eigenen Symbolen beschmiert werden.
Das Blöde dabei ist, dass die Markierungen sogar dort angebracht werden, wo man sowieso nicht vom Weg abweichen kann.
Was für ein Wandel in der Mentalität hat sich hier vollzogen: Ich erinnere mich an meine Jugend. Da las ich in dem Buch eines bekannten Bergsteigers, schon jeder rote Markierungspunkt würde ihn mitten ins Herz treffen. Gut, dass er die heutigen Zeiten nicht mehr erlebt hat.
Was wir unbedingt brauchen, ist eine Gesetzesregelung, in der die Markierungen in den Alpen von der Genehmigung der Umweltschutzbehörde abhängig gemacht und Verstöße mit saftigen Geldbußen belegt werden.
Ich würde dies ja auch gerne der Umweltministerin ans Herz legen, aber wie meine Erfahrung zeigt, ist sie beratungsresistent und findet es nicht einmal nötig, einem Bürger mit einem höflichen Blabla für seine Zuschrift zu danken

Der Mensch is a Sau: Die künftigen Führungskräfte Deutschlands

 

So war das damals, als ich vor fast 70 Jahren mein Abitur machte. Der Direktor hielt eine feierliche Ansprache, von der mir manchmal wieder ein Paar Sätze in Erinnerung kommen. Er sagte u.a.: „Aus euren Reihen werden einmal die Führungskräfte Deutschlands hervor gehen.“ Na ja, immerhin haben es alle von uns zu etwas gebracht.
Anschließend verbrannten wir feierlich auf dem Schulhof unsere nicht mehr benötigten Hefte und übergaben die Asche mit einer gepfefferten Rede unserem Direktor. Abends gab dann es einen wunderschönen Ball.

Ganz anders feierte gerade hier die Jugend von heute. Man versammelte sich am Ufer eines Flusses und hinterließ dort eine ganze Menge Müll. Und als ich das las, musste ich an das Wort meines Direktors von den „Führungskräften Deutschlands“ denken. Und weiter dachte ich: Armes Deutschland!

Übrigens ist dies schon mein 12. Beitrag zum Thema: Der Mensch is  a Sau.

 

 

 

Unsere Wegwerfgesellschaft

Da habe ich auch wieder staunen müssen:
Ich habe mir einen neuen PC bestellt, weil mein alter schon ca. 10 Jahre alt sein dürfte.
Der PC wurde geliefert, jedoch nicht mit dem passenden Maus-Tastatur-Set.
Ich habe das reklamiert und bekomme ein neues. Dabei wurde mir gesagt, dass ich das andere wegschmeißen kann, denn das Rücksenden lohne sich nicht.
Sind wir so weit gekommen, dass sich die Rücksendung von einem neuen Produkt im Wert von mindestens 20 Euro nicht mehr lohnt?
Kein Wunder, dass der Müll immer mehr wird.

Der Mensch is a Sau


Heute mache ich das Dutzend voll mit meinen Beiträgen zum Thema: „Der Mensch is a Sau“:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/04/08/der-mensch-is-a-sau-11/
Auf meiner letzten Bergtour habe ich dieses Foto gemacht. Als ich das das grelle Gelb von Ferne auf dem Weg sah, dachte ich, es sei ein Löwenzahn und wunderte mich, dass der da oben wuchs. Beim Näherkommen bemerkte ich dann, dass es keine Pflanze war. Es waren die Reste eines gelben Luftballons.

Immer wieder wird von Festlichkeiten berichtet, zu deren Ritualen es gehört, am Schluss Luftballons aufsteigen zu lassen. Das macht sich ja auch ganz gut, wenn die Ballons aufsteigen und womöglich irgendeine Botschaft in den Himmel tragen.
Was aber diese Menschen überfordert, ist die Antwort auf die Frage: Wo landen denn diese Ballons? Oft treibt sie der Wind in die Berge und dann hängen sie da im Geäst eines Baumes oder sonst wo in der Landschaft.
Da kann man nur wieder sagen: „Der Mensch is a Sau“ oder anders ausgedrückt: Von allen Umweltschädlingen ist er der schlimmste.

Der Mensch is a Sau

Wenn man auf den Toten Mann steigt, ist es anders als früher. Da stand einmal nur eine Berghütte. Heute ist sie bestückt mit Antennen, die den Wanderer zuerst begrüßen, wenn er sich dem Hirschkaser nähert. Das ist typisch für unsere Zeit: Man hätte den Antennenwald anstatt aufs Hüttendach natürlich auch auf einem abseitiger gelegenen Mast anbringen können, aber das wäre teurer gewesen und so etwas passt nicht in unsere Zeit, in der alles billig sein muss – egal, wie es aussieht.
Und was da oben so herum steht, ist eine optische Umweltverschmutzung ersten Ranges und eine Beleidigung fürs Auge:

Man sieht: Es stimmt, wenn Bergsteiger singen: „Auf den Bergen wohnt die Freiheit…“ Aber das war anders gemeint.

Wie Bayern immer mehr kaputt geht, lesen Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/