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Weltklima-Konferenz – ein Festival der fossilen Energie?

Sharm el-Sheik ist ein herrlicher Fleck auf dieser Erde. Nur frage ich mich, wie dort 40.000 Menschen untergebracht werden können, die zur Weltklimakonferenz angereist sind. Und ich frage mich weiter, was dabei heraus kommen soll, wenn 636 Lobbyisten der fossilen Energie dabei sind.
Ich ahne, wie es ausgehen wird: Man wird eine Temperaturabsenkung versprechen, die aber dann doch nicht erreicht wird, und man wird den Opfern der Klimakatastrophe Entschädigungen versprechen, die dann aber nur Almosencharakter haben. Denn wenn es ans Zahlen geht, sieht es schlecht aus. Wir kennen das aus früheren Versprechungen. Da fällt einem nicht nur die 2-%-Zusage Deutschlands für die Verteidigungsausgaben ein. Schlimmer war es bei einem verheerenden Erbeben auf Haiti. Da gab es einen direkten Wettbewerb der Staaten an großzügigen Hilfszusagen. Aber bezahlt wurden dann nur 10%.

 

Wichtige Oben-ohne- Botschaft

 

Tja, Männer, da kommt ihr nicht mit: Gerade lese ich bei Web.de:
„Cathy Hummels postet Oben-ohne- Bild und hat wichtige Botschaft.“ Mir ist ihre Botschaft zwar egal, aber sie gibt mit zu denken: Männer sind von Natur aus benachteiligt. Stellen Sie sich vor, irgendein männlicher Politiker würde auf diese Weise seine wichtige Botschaft unters Volk bringen wollen: Das ginge gar nicht.

immerhin könnte sich die „Last Generation“ ein Beispiel daran nehmen: Mit „Oben-ohne“ erreicht sie mindestens genau so viel Aufmerksamkeit und macht nichts kaputt. Auf diese Weise kann man sogar eine Revolution bewirken:

Kommt auch bei uns die Furzsteuer?

Keine Angst: Es ist nicht von Ihren – wollen wir es vornehm ausdrücken: – Flati die Rede. Die bleiben unversteuert, jedenfalls noch.
Die Furzsteuer ist ein Thema, über das zur Zeit in Neuseeland diskutiert wird. Bekanntlich ist die Viehzucht umweltbelastend, weil die Kühe Methan ausstoßen. Um diese Belastung zu vermindern, erwägt man, die Kühe zu besteuern.

Interessant an der Steuer ist, dass man in Neuseeland genau umgekehrt denkt wie bei uns. Während man dort das, was man weg haben will, besteuert, arbeitet unsere Regierung mit Prämien für ein gewünschtes Verhalten: Beispielsweise gibt es bei uns hohe „Innovationsprämien“ bis zu 9.000 Euro, wenn man sich ein E-Auto kauft. Da zahlt also das arme Mütterchen, das von Hartz-IV lebt, beim Einkaufen über die Mehrwertsteuer auch mit an diesen Prämien für Reiche. Deshalb habe ich mich immer gefragt, warum man den Steuerzahler belasten muss, wenn man den Weg der Neuseeländer gehen könnte. Das würde bedeuten, dass man den Kauf von Verbrennern besteuert anstatt die E-Autos zu subventionieren.
Anders Beispiel: Bei uns erhalten die Bauern Geld dafür, dass sie im Bereich von Seen und Flüssen weniger düngen, anstatt dass man diese Umweltvergiftung bestraft. Nun sollen die Bauern auch für den Abbau der Massentierhaltung subventioniert werden, anstatt dass die Tierquälerei verboten wird.
Ja, wir schmeißen mit Geld um uns, das wir gar nicht haben.

Krypto-Währung so umweltschädlich wie Rohöl oder Rindfleisch

Der Energieverbrauch scheint so ähnlich zu sein wie die Hydra in der Sage: Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen ihr zwei neue. Beim Energieverbrauch stellen wir fest, dass wir zwar einerseits sparen, dafür aber andererseits der Energieverbrauch steigt. Ein typisches Beispiel ist die Kryptowährung, bei der eine Transaktion so viel Strom frisst, wie ein normaler Haushalt im Monat verbraucht.
https://web.de/magazine/wirtschaft/studie-krypto-waehrung-bitcoin-umweltschaedlich-rindfleisch-rohoel-37350110#.homepage.four_28_Klima.Studie:%20Krypto-W%C3%A4hrung%20Bitcoin%20ist%20so%20umweltsch%C3%A4dlich%20wie%20Rindfleisch%20oder%20Roh%C3%B6l.1

Auch sonst wird alles immer mehr elektrifiziert bis hin zum sprechenden Kühlschrank, der sogar Waren bestellen könnte. Wo soll das alles hinführen, wo doch unsere Ressourcen begrenzt sind? Wie sehr wir an unsere Grenzen stoßen, sehen wir gerade in unserer Krisensituation: Die Gaspreise explodieren und beim Strom redet man über einen Blackout.

Die Party ist vorbei: Wir leben auf Kosten der Kinder

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Wir leben auf Kosten unserer Kinder.
Wenn ein überschuldeter Privatmann stirbt, können die Erben das Erbe ausschlagen. Wenn aber eine Genration im Staat Schulden macht, muss es die nächste bezahlen oder vielleicht schließlich auch die übernächste. Die „Zeit“ schreibt, sogar die Enkel könnten unter der Schuldenlast ersticken:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-09/staatsverschuldung-investitionen-negativzinsen-verantwortung-zukunft/seite-2
Was das Schlimme daran ist, ist die Tatsache, dass wir an einen ständigen Aufschwung, der allerdings oft gar kein echter ist, gewöhnt sind und deshalb nicht mit einer echten Rezession rechnen, die aber auf diejenigen zukommt, die unsere Schulden zu zahlen haben:
https://web.de/magazine/wirtschaft/marcel-fratzscher-krieg-verursacht-massiven-schaden-deutsche-wirtschaft-37223984
Aber das ist noch nicht alles, mit dem sich die Enkel auseinander zu setzen haben. Wir leben auf Kosten der Substanz unserer Ressourcen, die auf der Welt zur Verfügung stehen. Wir bräuchten 1 1/2 Erden, um so weiter leben zu können wie bisher:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/28/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor-2/
Aber wir haben nur eine einzige enger gewordene Erde. Unsere Nachkommen müssen also in einer ausgeplünderten Welt auch noch gewaltige Investitionen in den Klimaschutz bezahlen.
UNICEF warnt daher: https://web.de/magazine/unicef/unicef-bericht-umweltrisiken-leben-kosten-kinder-36959330

Langsam merken auch die Verschlafensten, dass die Party, die wir uns eigentlich nicht hätten leisten können, vorbei ist und dass uns ein jähes Erwachen bevor steht. Die Regierung versucht krampfhaft, den Ernst der Lage durch alle möglichen „Pakete abzufedern“, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Das dicke Ende kommt noch.

Kampf ums Wasser in Bayern

Wo wir hinschauen, stoßen wir an unsere Grenzen.  Wir bräuchten inzwischen drei Erden, wenn wir so weiter leben wollen wie wir hier in Deutschland. Die Ressourcen werden immer knapper. Wir sehen das beispielsweise bei den seltenen Erden:
Lithium für die Batterien der Elektroautos stammt zu einem großen Teil aus Chile. Bei der Gewinnung von Lithium wird viel Wasser verbraucht mit der Folge, dass den Bauern die Felder vertrocknen.
Bei uns vertrocknen in manchen Gegenden ebenfalls die Felder wegen des Klimawandels, der diese Dürren verursacht.
Aber auch sonst wird Wasser immer knapper. München muss bis ins Mangfallgebiet gehen, um seine Wasserversorgung zu sichern.
Traunstein ging bis ins Langlaufgebiet hinter Ruhpolding, um genügend Wasser zu gewinnen. Damals gab es laute Proteste, weil man fürchtete, der Grundwasserspiegel würde dadurch so stark abgesenkt, dass die Bäume vertrocknen würden. Aber inzwischen ist es ruhig geworden. Wenn ich aber die vielen Baumstümpfe in der Gegend sehe, frage ich mich allerdings, ob die Protestler nicht doch recht hatten.

Nun ist hier ein neuer Streit ums Wasser entbrannt: Man sollte es nicht glauben: Hier in Bergen in Oberbayern, wo das Wasser in unzähligen Bächen die Berge herunter fließt, gibt es einen Verteilungskampf. Die Adelholzener Alpenquellen wollen ihre Produktion erweitern und werden dabei noch mehr Wasser abfüllen. In Bergen fürchtet man, dass dort das Wasser fehlen wird und Quellen versiegen:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/landkreis-traunstein/bergen_artikel,-buergerinitiative-unser-bergener-wasser-sieht-versorgung-gefaehrdet-_arid,706728.html
Natürlich wird es nun wohl Gutachten geben: Aber was solche Gutachten wert sind, hat man hier in Bergen schon erlebt. Bergen ist insofern ein „gebranntes Kind“: Als man nämlich Bergen mit einer Mülldeponie „beglücken“ wollte, gab es Naturfreunde, die eine Verseuchung des Chiemsees befürchteten. Völlig ausgeschlossen! So urteilten die Gutachter. Sie wurden aber eines besseren belehrt, als die Deponie angelegt wurde und in einer Forellenzucht zwischen Bergen und dem Chiemsee alle Fische verreckten. Das war das Ende der Mülldeponie:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/25/wohin-geht-die-reise-vom-ende-her-denken/

 

 

Wie wir den Karren an die Wand fahren

Wir beuten die Erde aus, ohne an ein Morgen zu denken. Wenn alle so leben würden wie wir,  hätten wir bis heute unsere Ressourcen verbraucht und würden würde ab jetzt von der Substanz leben. Das geht nicht lange gut.
https://web.de/magazine/wissen/klima/deutschland-4-mai-oekologischen-ressourcen-aufgebraucht-36828154
Wenn man dann noch daran denkt, wie wir uns verschulden, kann man nur sagen: arme Enkel!

Politiker – die verlogenen Berufsoptimisten

Die Politiker machen zur Zeit Schulden „auf Teufel komm raus“. Und dabei hören wir immer, dass die Schulden abbezahlt werden sollen, wenn die Konjunktur wieder besser läuft. Aber wer sagt denn, dass es demnächst wieder aufwärts geht? Die Wirtschaft ist vielen Bedrohungen ausgesetzt. Es kann sein, dass Putin uns die Energie abschaltet oder dass wir selbst unseren Widerstand  gegen einen Stopp der Einfuhr von russischem Gas und Öl nicht mehr aufrecht erhalten können: Was dann?
Es kann auch sein, dass Corona die Lieferketten noch mehr abschneiden wird. Es kann auch etwas passieren, was man heute noch nicht voraus sieht. Für solche Fälle hat der Normalmensch einen Notgroschen. Der einzige Politiker, der so etwas in Deutschland eingeführt hatte, war der frühere Finanzminister Fritz Schäffer. Er hatte Geld im „Juliusturm“ verwahrt, das nach seinem Weggang schnell als Wahlgeschenk verstreut wurde.
So machen die Politiker weiter das, was sie am besten können: Sie verschieben die Lösung der Probleme in die Zukunft. Sie können etwas, was der Normalmensch nicht kann: Sie können Schulden machen, die dann die Enkel bezahlen müssen. Kürzlich hat ein Wissenschaftler errechnet, dass sogar auch noch diejenigen zahlen müssen, die noch gar nicht geboren sind. Und diese Armen leben dann in einer kaputten Umwelt mit ausgeplünderten Ressourcen.

 

Ist das alles noch normal? (Nachtrag)

Diese Frage stellte ich hier schon gestern ausführlich:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/02/04/ist-das-alles-noch-normal/
Und nun sehen wir auch bei der Olympiade, dass wir nicht mehr normal sind: Da sind die Winterspiele nach Peking vergeben worden, obwohl dort um diese Zeit kein Schnee liegt. Nun sehen wir die Skipisten als künstlich beschneite weiße Straßen in grüner Landschaft. Ist jemand noch normal, dem so etwas in Zeiten des Klimawandels einfällt?

Zitat zum Thema Umwelt

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Für uns von der alten Generation herrschte in der Natur das ewige Prinzip von „Stirb und werde.“ Die junge Generation dagegen lebt in der traurigen Zeit des Artensterbens.
Das prägt die Menschen.
  (H. Pöll) 

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