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Frage, die keiner stellt: Wie viele Menschenleben ist ein Hektar Land wert?

 

Donezk und Luhansk sind ein wichtiges Kriegsziel der Russen. In Luhansk ist dieses Ziel nahezu erreicht. In Donezk bröselt die Front. Wer glaubt denn, dass die Russen diese Gebiete wieder hergeben oder dass die Ukrainer sie zurück erobern können? Es wird so gehen wie bei der Krim: Die Russen verleiben sich diese Gebiete einfach ein. Unser Heeresinspekteur denkt ähnlich:
„Ich befürchte, dass wir kein schnelles, klares Ende dieses Konfliktes vor uns haben, sondern dass es in ein zähes Ringen, vielleicht in einen „frozen conflict“ mündet“, sagte Heeresinspekteur Mais.
Aber ich denke weiter: Der „frozen conflikt“ wird das Ende des Krieges sein: Die Russen haben dann schließlich Donezk und Luhansk kassiert und die Ukrainer werden sich damit abfinden müssen. Beide Parteien sind dann froh, wenn es zu einem Waffenstillstand kommt. Und dabei wird es bleiben, denn ein Friedensschluss ist bei der Lage nicht möglich.

Bei dem Krieg frage ich mich: Wie viele Menschenleben ist eigentlich ein Hektar Land wert?
Warum hat man den Krieg nicht ganz einfach so vermieden:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/21/ukraine-ein-krieg-der-nicht-sein-musste/

Die Ukrainer erinnern mich an die letzte Kriegszeit in Deutschland. Da lernten wir in der Schule einen Kanon: „Lever dood as Slav“. Und wir Kinder wurden mit diesem Lied schon darauf eingeschworen, lieber im Krieg zu sterben, als von den Russen besiegt zu werden.

Letzte Warnung? Nur noch Barzahlung in Supermärkten

Heute konnte man in verschiedenen Supermärkten nur mit Barzahlung einkaufen. Schuld war angeblich ein Softwarefehler, Ob das die Wahrheit ist? Vielleicht will man nicht zugeben, wie leicht das System von Hackern angegriffen werden kann.
Jetzt stellen Sie sich mal vor, dass auch die Kassen selbst nicht mehr funktionieren würden. Was wäre dann wohl los? Warum sind die Märkte nicht mit einem schlichten, netzunabhängigen PC ausgestattet, mit dem man im Notfall weiter arbeiten könnte? Viele Unternehmen haben ein Notstromaggregat. Bräuchte man nicht auch einen Not-PC?

Ist das Ganze nicht vielleicht eine Warnung russischer Hacker, um zu zeigen, was sie alles anstellen könnten?

Der verlogene Politsprech

Die Briten haben inzwischen den Sprachgebrauch für Ämter geregelt. So soll beispielsweise das Wort „Brexit“ nicht verwandt werden, weil es einen negativen Klang hat. Das ist fast so wie bei Putin, wo statt „Krieg“ das Wort „Spezialoperation“ gesagt werden muss.

Bei uns funktioniert das alles ganz ohne Sprachregelung. Wenn wir unsere kaputt gesparte Bundeswehr einsatzfähig machen wollen und unsere Versprechungen gegenüber der NATO erfüllen wollen, müssen wir die unvorstellbare Summe von 100 Milliarden Euro investieren, also beängstigend hohe neue Schulden machen. Das käme beim Volk nicht gut an.
Also nennt man die neuen Schulden „Sondervermögen“ und das hört sich doch gleich viel besser so an, als ob es dort ein Vermögen gäbe. Das ist Politsprech. Mehr Beispiele finden Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/

Zum Politsprech gehört auch das „Framing“. Man verschiebt ein Problem in eine Schublade, wo es je nach Wunsch gut oder schlecht klingt. Nehmen wir als Beispiel das Tempolimit. Das Volk ist dafür, Lindner dagegen. Also gibt er sich als einer der letzten Verfechter der Freiheit und sagt, er sei gegen eine solche „Verbotspolitik“, wobei er völlig unter den Tisch fallen lässt, dass der Straßenverkehr sowieso mit einer Fülle von Verboten geregelt wird.

Weiter so: dem Untergang entgegen

Eigentlich wollen wir ja Vorreiter im Umweltschutz sein, aber die Realität sieht anders aus. Wenn wir weiter so leben wollen wie bisher, bräuchten wir 3 Erden, um die notwendigen Ressourcen ausbeuten zu können:
https://web.de/magazine/wissen/klima/unicef-deutsche-verbrauchen-erden-36961074
Jedem sollte klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann. Aber wir fahren sehenden Auges den Karren an die Wand:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/29/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor/
Irgendwann wird eine Zeit der Verteilungskämpfe angehen, wenn Menschen verhungern. Und diese Kriege könnten schrecklicher werden als der in der Ukraine.

Vom Unsinn der Meinungsumfragen

Gerade eben lasen wir, dass die Mehrheit der Bayern mit ihrem Ministerpräsidenten unzufrieden ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/16/soeders-absturz/
Nun plötzlich lesen wir das Gegenteil:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/nachrichten-aus-bayern_artikel,-umfrage-mehrheit-der-bayern-zufrieden-mit-staatsregierung-_arid,704776.html
Wie kann das sein?
Wenn man ein gutes Ergebnis einer Meinungsumfrage in die Presse bringen will. braucht man nur verschiedene Institute beauftragen. Die kommen wahrscheinlich zu unterschiedlichen Ergebnissen und dann sucht man sich das beste heraus. Unbekanntere Befragungsinstitute sind meist nicht in der Lage, einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu befragen. Und so kommen je nach Institut sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus.
Aber selbst renommierte Institute liegen oft daneben, wie wir bei der Wahl in NRW gesehen haben.

Cyberangriffe: Haben Sie genug Geld im Haus?

Gerade müssen wir sehen, dass die Cyberkriminalität zu einer wachsenden Bedrohung wird. Hacker schrecken sogar nicht einmal davor zurück, Krankenhäuser lahm zu legen, um sie zu erpressen. Auch die Bezahlsysteme einiger Banken wurden schon mal außer Betrieb gesetzt.
Und da frage ich mich: Kann es sein, dass einmal alle Kassen der Supermärkte abgeschaltet werden könnten? Und was dann?
Wäre es nicht zur Vorsorge notwendig, jeden Supermarkt mit einem PC auszustatten, in dem bei Ausfall der Kasse alle Vorgänge autark registriert werden können, bis die Kasse wieder funktioniert?
Übrigens meinte einmal ein Experte, der Krieg der Zukunft sei völlig unblutig: Man schaltet einfach das ganze Informationssystem des Gegners aus.
Vorläufig gibt es nur kleine Nadelstiche über das Internet. Aber stellen Sie sich vor, wie es in Deutschland aussehen könnte, wenn Putin nicht im nächsten Winter nur das Gas abdreht, sondern auch das Internet lahm legt.

Als ich bei den Nazigrößen zu Gast war

In meiner Kindheit wohnten wir in einem Zweifamilienhaus in Traunstein. Die  zweite Wohnung hatte ein Mann inne, der für die Organisation Todt arbeitete. (Das war die Bautruppe des Dritten Reichs.) Dieser Mann war die rechte Hand des Chefs. Er baute die Deutsche Alpenstraße und verschiedene Straßen am Obersalzberg. Er war ein Meister seines Fachs, so dass ihn der Schah von Persien nach dem Krieg an seinen Hof holte.

Als der Krieg ausbrach und mein Vater als Soldat seinen ersten Heimaturlaub antrat, stellte uns unser Mitbewohner netterweise eine hübsche Straßenbauerhütte am Obersalzberg zur Verfügung, die ich in guter Erinnerung habe. Und eines Abends wurden wir sogar in den Platterhof eingeladen. Das war ein nobles Lokal der Nazis am Obersalzberg. Obwohl ich damals 5 Jahre alt war, habe ich diesen Abend noch in präziser Erinnerung. Es herrschte dort nämlich eine ganz eigene, fast weihevolle Stimmung, die natürlich schon durch die einmalige Lage des Hauses und den großartigen Ausblick bedingtwar. Damals waren etliche Nazi-Größen dort zu Gast, die mir nicht mehr in Erinnerung sind. Sie saßen an der Stirnseite des Saales und ständig kamen Ordonnanzen in Uniform an ihren Tisch, salutierten und meldeten irgend etwas. Das ganze war wie ein Schauspiel, das mir sehr imponierte, zumal ich als Bub in höchsten Kreisen dabei sein durfte.

Unser Mitbewohner hatte etwas, was damals selten war: ein Auto. Und so wollte er uns noch etwas Gutes tun und fuhr uns zu großartigen Aussichtspunkten. Zwei davon sind mir in Erinnerung. Es waren herrlich gelegene Häuser, die Freunden von Hitler gehörten. Einer war Maler, der andere Fabrikant. Die beiden hatten an Stellen bauen dürfen, wo sich kein anderer hätte niederlassen dürfen.

Gegen Kriegsende war ich noch einmal dort. Da war die ganze Gegend oben strengstens abgesperrt und eine Masse von Fahrzeugen verkehrte hin und her. Man vermutete, dass hier Hitlers Haus am Obersalzberg verteidigt werden sollte. Darüber wurden die wildesten Gerüchte verbreitet. In einem davon wurde behauptet, dass diejenigen, die dabei gearbeitet hatten, Kriegsgefangene gewesen seien, die aus Gründen der Geheimhaltung alle erschossen worden seien. Manchmal denke ich, dass damals vielleicht das Nazigold dort deponiert wurde. Und so habe ich eine Geschichte darüber geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/krimi-dem-wahnsinn-nahe/

Nachtrag: Der Platterhof wurde von den Amis beschlagnahmt und in Hotel „General Walker“ umbenannt. Als es dann an Deutschland zurück gegeben wurde, wurde es dem Erdboden gleich gemacht, denn Berchtesgaden will nichts mit der Nazivergangenheit zu tun haben, die diesem Ort gegen seinen Willen aufgezwungen worden war. Stattdessen befindet sich dort ein Dokumentationszentrum über die Verbrechen der deutschen Wehrmacht. Hier bewahrheitet sich ein Ausspruch meines Vaters: „Der deutsche Kellner ist der beste“, womit er nicht das Bedienungspersonal meinte, sondern die Deutschen an sich, die an einem Beflissenheitssyndrom leiden würden. Kein anders Volk oder die Kirche wühlen so in den Wunden ihrer Vergangenheit wie die Deutschen. So wird es beispielsweise auf dem Petersplatz kein Denkmal für die Hexenverbrennungen geben.

Und zum Schluss noch etwas: Ich bin zwar nicht beim Schah von Persien gewesen, habe aber von ihm einen Brief bekommen, wie Sie in der Leseecke in der Geschichte „Ein ganz normaler Tag lesen können.

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die deutsche Politik ist vergleichbar mit einem Autofahrer, der sein Fahrzeug nicht warten lässt: Überall hapert es nun: Die Bundeswehr braucht 100 Milliarden, marode Brücken und Schulen, unsichere Energie… (H. Pöll)

Lesen Sie bitte dazu auch: Merkelismus.

Söders Absturz

Einst war Söder der Kanzlerkandidat der Herzen. Nun stürzt immer mehr ab. Sogar im eigenen Land schwinden seine Zustimmungswerte:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-mehr-als-die-haelfte-der-bayern-unzufrieden-mit-soeder-_arid,702273.html
Das liegt daran, dass seine Partei nicht in der Lage ist, ihr Amigo-Image zu überwinden, wie die Maskendeals wieder einmal deutlich zu Tage gefördert haben. Da waren wieder einmal die alten Seilschaften am Werke gewesen.
Für Söder bedeutet dies zweierlei: Zum einen hat er seine Partei nicht richtig im Griff. Zum anderen sagen die Menschen:
                   „Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage die, wer du bist.“

Was mich immer erstaunt hat, war die Tatsache, wie Söder es immer wieder geschafft hat, dauernd im Fernsehen präsent zu sein. Es hat ihm nichts genützt. Erfreulich finde ich, dass sein Kollege Günther, von dem man außerhalb von Schleswig-Holstein kaum etwas gehört hat, durch sachliche Arbeit nun sogar als Kandidat für das Kanzleramt gehandelt wird. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Volk sich inzwischen vom bloßen publizistischen Getöse abwendet.

 

 

 

Zitat zum Thema Politik

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.
Bei der CSU gehört es offenbar zum Nachweis politischer Potenz. jedenfalls ein uneheliches Kind gezeugt zu haben. (H. Pöll)