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Überall Nazis: Sogar in der Katholischen Kirche?

In der Katholischen Kirche gärt es in Deutschland. In der letzten Synodalversammlung sprachen sich Bischöfe und Laien für Veränderungen im Umgang mit Homosexualität und für mehr Geschlechtergerechtigkeit aus.
Das konnte nicht ohne Echo aus dem Vatikan bleiben, aber dass dieses so ausfallen würde, hätte man nicht gedacht. Ein Kurienkardinal griff zu einem Nazivergleich:
»Es irritiert mich, dass neben den Offenbarungsquellen von Schrift und Tradition noch neue Quellen angenommen werden; und es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht. Denn diese Erscheinung hat es bereits während der nationalsozialistischen Diktatur gegeben, als die sogenannten „Deutschen Christen“ Gottes neue Offenbarung in Blut und Boden und im Aufstieg Hitlers gesehen haben.«
Es muss schon schlimm stehen um die Katholische Kirche, wenn man so etwas aus dem Vatikan hört. Hat man Angst vor einer erneuten Abspaltung wie seinerzeit mit Luther?

Es wundert mich, wie sich die Kirche immer auf die Beibehaltung der Tradition beruft. Was die Stellung der Frau in der Kirche anbetrifft, so sehe ich das so, dass die Frauen systematisch im Zuge der Bürokratisierung der Kirche aus den Ämtern verdrängt wurden. Wer hat denn wohl die ersten christlichen Abendmahle organisiert? Es werden doch die Frauen gewesen sein, die solche Agapes durchgeführt haben. Das geht indirekt auch aus den Briefen des Hl. Paulus hervor, in denen Frauen besonders erwähnt wurden. Wenn man also nun auch Frauen zum Priesteramt zulassen würde, wäre das nur eine Wiedergutmachung,

Und was die Homosexualität anbetrifft, so hatte man früher nicht die Erkenntnisse von heute. Wenn man hier der Standpunkt des Alten Testaments beibehalten will, dann könnte man auch die Steinigung von unerzogenen Gören rechtfertigen:
https://autorenseite.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=20806185&action=edit&calypsoify=1

Warum lässt Gott das zu?

Gerade lesen wir, dass 41 Kopten (also Christen) in Kairo bei einem Kirchenbrand ums Leben kamen. Und wenn ich so was lese, frage ich mich, was ich mich schon bei früheren Unglücken fragte, als ein Pilgerzug verunglückte oder als Kinder in einer Schule in Italien bei einem Erdbeben erschlagen wurden:
Warum lässt Gott (wenn es ihn überhaupt gibt) so etwas zu? Das ist eine Frage, die uns die Theologen eigentlich einmal beantworten müssten. Floskeln wie „Gottes unerforschlicher Ratschluss“ helfen nicht weiter.

Und noch etwas sollten die Theologen erklären können: Für Heiligsprechungen sollen, wenn ich recht orientiert bin, drei Wunder erforderlich sein. Warum erhört Gott beispielsweise das Gebet von einem Vaters eines unheilbar kranken Kindes, aber das Gebet eines anderen mit dem gleichen Anliegen nicht? Die einzige Erklärung, die ich von einem Theologen gehört habe, war die meines Religionslehrers. Der sagte, mit der Gnade Gottes sei es wie mir der Liebe einer Frau: Den einen erhört sie, den anderen nicht. Mich kann so eine Erklärung nicht befriedigen. Höchstens die Emanzen würden sie begrüßen, weil sie ja teilweise behaupten, Gott sei eine Frau.

Woelki: Wo bleibt der Staatsanwalt?

 

Woelki soll 820.000 Euro an Berater bezahlt haben, um sein Überleben im Amt zu sichern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies keine strafbare Handlung ist, die eigentlich den Staatsanwalt auf den Plan rufen müsste. Aber der tut normalerweise leider nichts von sich aus, sondern nur auf eine Anzeige hin. Er will sich ja nicht unnötig selbst Arbeit aufhalsen, bei der er sich womöglich in die Nesseln setzen könnte.
Die erste Frage, die sich stellt, ist diese: Woher stammt das Geld? Meistens hören wir in solchen Fällen, dass keine Kirchensteuergelder in Anspruch genommen wurden, sondern dass der Kardinal dies aus seinem eigenen Portefeuille bezahlt habe.
Freilich hat jede Diözese auch eigenes Vermögen und der Bischof kann darüber verfügen. Aber er darf das Geld nicht einsetzen, um damit eigene Interessen zu verfolgen. Das wäre Untreue, die strafbar wäre.
Jedenfalls muss das Ganze genau aufgeklärt werden. So oder so: Auf jeden Fall ist es verwerflich, in einer Zeit der Nöte so viel Geld für PR auszugeben. Schon das ist ein Grund, den Mann endlich in die Wüste zu schicken.

Die Kirchen missachten das Beispiel Jesu

Forschungen haben ergeben: Der Mensch ist normalerweise in seiner religiösen Entwicklung im Alter von sieben Jahren stehen geblieben; sonst könnte es ja auch nicht sein, dass ein gebildeter Mensch in Europa normalerweise Christ ist, in Japan dagegen Buddhist und im Orient Moslem.
Die Kirchen nutzen dies aus, indem sie nicht dem Beispiel Jesu folgen, der sich erst als vernünftiger Erwachsener taufen ließ. Nein, sie bemächtigen sich schon der Kinder und indoktrinieren sie, so dass sie dem aufgezwungenen Glauben treu bleiben, mögen sie auch später ein distanziertes Verhältnis zu ihm haben.
Eigentlich sollte der Staat die Kinder vor solchen Praktiken schützen, aber er würde es nie wagen, sich mit einer so mächtigen Organisation anzulegen. Schließlich ist es ja auch Sache der Eltern, wie sie sich zur Taufe stellen.

Papst: Späte Entschuldigung

Der Papst hat sich nach Jahren aufgerafft und ist nach Kanada geflogen, um sich für die Rolle der Kirche bei Verbrechen gegen die indigenen Einwohner Kanadas zu entschuldigen. Er nennt das eine Bußreise, wobei zu fragen ist, ob eine Entschuldigung eine Buße ist. Für den Vatikan vielleicht schon. Aber mir ist das zu wenig. Ich hätte gerade auch gerade bei den Missbrauchsfällen echte spektakuläre Bußübungen von der Kirche erwartet, etwa eine symbolische Wiederaufnahme des Flagellantentums. Bloße Entschädigungszahlungen reichen da nicht aus.

Der Papst könnte übrigens gleich weiter fliegen nach Island, wo 9000 Kinder in Heimen für uneheliche Geburten den Tod fanden.

Und bei alledem fällt mir ein Wort Jesu ein:
„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.…“

Die Kirche erlebt einen Boom

Sie lesen schon richtig: Mitten in der Austrittswelle, von der beide Kirchen betroffen sind, wird jedenfalls eine Kirche einen Boom erleben, nämlich die, in der Lindner geheiratet hat. Zwei Gründe wären an sich seiner kirchlichen Trauung im Wege gestanden: Lindner hat ja sein altes Modell Frau gegen ein neues ausgetauscht, sprich: er ist geschieden. Schlimmer aber ist aus der Sicht der Kirche, dass sowohl er wie auch seine Zweitfrau aus der Kirche ausgetreten sind. In den Augen des Pfarrers, der die Trauung vorgenommen hat, war dies jedoch kein Grund, den beiden den Segen zu verweigern.

Da werden nun viele Geschiedene hellhörig geworden sein und sich auf den Weg nach Sylt machen, um ihre neue Ehe dort segnen zu lassen. Vielleicht könnte es sogar einen regelrechten Boom geben.

Mich erinnert das Ganze an die Ehe meiner Eltern. Meine Mutter war Protestantin und mein Vater Katholik. Solche Mischehen waren damals von der Katholischen Kirche strengstens verboten, was für viele ein großes Unglück war. Mein Vater fand jedoch auf Grund eines Geheimtipps eine Möglichkeit, sich dennoch kirchlich trauen zu lassen: Der Prior von Sankt Benno in München hatte Verständnis für die Liebenden und hat kraft seines Amtes eine Dispens von dem Verbot erteilt und meine Eltern dennoch getraut.

Zitat zum Thema Religion (Meine kleine Sonntagspredigt)

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Vielleicht ist es beim Jüngsten Gericht anders als du denkst: Gott schaut gar nicht auf deine Sünden, sondern fragt dich, wie viel Liebe du gegeben hast.
(H. Pöll)

Vergleich der Religionen

Viele Menschen glauben, nur der Koran sei voll von Gewalt, während die Bibel Frieden und Liebe predige. Das ist völlig falsch, denn auch die Bibel predigt Gewalt. Sie hat sogar einen brutalen Erziehungsratgeber parat: Missratene Kinder soll man einfach steinigen. So etwas wissen die meisten Christen nicht, denn sie verschlingen zwar Massen an seichter Literatur, aber kaum einer hat die Bibel ganz durch gelesen, obwohl sie als Gottes eigenes Wort gilt. Merkwürdig ist, wie wenig Interesse sie Gottes eigenem Wort entgegen bringen.
Viele Christen finden ja, das Christentum sei die hochwertigere Religion. Aber sie sollten sich einmal vorstellen, in den christlichen Ländern gäbe es kein Sozialsystem, sondern die Gläubigen müssten einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens der Kirche opfern, der dann an die Armen verteilt würde. Was würde da wohl heraus kommen? In manchen islamischen Ländern soll das funktionieren.
Eines hat der Islam auf jeden Fall dem Christentum voraus: „Du sollst fröhlich sein!“ ist dort ein Gebot: Hier lesen wir:

Muhammad hatte also durchaus auch Sinn für Humor und erfreute sich des Lebens. So soll er oft so herzhaft gelacht haben, dass man seine Weisheitszähne sehen konnte. Und in zwei Aussprüchen macht er deutlich warum es wichtig ist sich zu freuen und zu lachen: Muhammad sagt: „Erfrischt die Herzen von Zeit zu Zeit, denn müde Herzen werden blind.“ Und: „Wer nicht fröhlich sein kann, der taugt nichts.“

In diesem Sinne: Bleiben Sie auch schön fröhlich!