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Witz zum Tag

Lach mal wieder!

Ein Hase legt sich völlig betrunken in sein Lager. Dort finden ihn zwei Wölfe und streiten sich um diese Beute. Dabei beißen sie sich gegenseitig tot.
Als der Hase am nächsten Morgen erwacht und die toten Wölfe sieht; sagt er:
„Ich saufe nie mehr, wenn ich da so grausam werde.“

 

 

Sonntagsfragen an die Theologen:

Warum erhört Gott das Gebet des einen und das des anderen nicht? Ist er wirklich wie eine Frau?
Warum spült Gott erst die sündigen Menschen mit der Sintflut weg und opfert dann seinen Sohn?
Warum ist Jesus erst im Jahre 0 gekommen und nicht schon früher, also beispielsweise anstatt der Sintflut?
Warum hat Gott den Menschen nicht einfach so vergeben und musste erst seinen Sohn opfern?
Kann ein Mord wirklich ein Zeichen von Gottes Liebe sein?
Warum hat Jesus nicht in größerer Öffentlichkeit gewirkt? Eine Himmelfahrt von Jerusalem aus vor den Augen aller Juden hätte sie Christen werden lassen.
Warum hat sich Jesus nach seiner Auferstehung dem Thomas offenbart, während andere ihn erst später am Brotbrechen nachträglich erkannt haben sollen?
Fragen über Fragen, für die nur Atheisten einfache Antworten haben.

Zitat zum Tag: Gott ist wie eine Frau …

Manchmal. wenn ich über Gott nachdenke, muss ich an meinen Religionslehrer denken. Als er über das Thema „Gottes Gnade“ sprach, stellte jemand die Frage, warum Gott das Gebet des einen erhört, das eines anderen aber nicht. Der Religionslehrer hatte eine einfache Erklärung:
„Gott ist wie eine Frau: Den einen liebt sie, den anderen nicht.“
Was wohl sein Bischof zu diesem Satz gesagt hätte? Aber hätte der eine bessere Erklärung?

Jesus ist anders (Gedanken zum Sonntag)

Zu den merkwürdigsten Erscheinungen des Christentums gehört es, dass kaum jemand die Bibel von vorn bis hinten gelesen hat. Was lesen die Leute nicht alles, aber ausgerechnet nicht das Buch, das für sie das Buch aller Bücher sein müsste. So gewinnen sie von Jesus ein Bild, das ihnen die Kirche in den Predigten vorsetzt, aber sie hören kaum etwas von dem anderen Jesus, der es für richtig hält, Frau und Kinder zu verlassen (ja sogar zu hassen) und den gesamten Besitz aufzugeben:

Petrus aber sprach: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
Lukas 18,28-30

So also kann jeder von euch, der nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet, nicht mein Jünger sein» (Lk 14,33).“

 Lk 14, 26: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Und wer behauptet, das Christentum sei eine friedliche Religion, muss vergessen, dass die Kirche im 2. Weltkrieg die Waffen gesegnet hat und Hitler als die von Gott gewollte Obrigkeit angesehen hat, was sich nun in der russisch-orthodoxen Kirche im Ukrainekrieg wiederholt. Selbst die Bibel ist voll von Gräueltaten:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/12/ganz-einfach-missratene-kinder-steinigen/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/13/zum-sonntag-bibel-als-wahres-wort-gottes/

Muss Wölki in den Knast?

Der Umgang der Kirche mit ihrem unermesslichen Vermögen ist immer wieder erschreckend. Man denke nur an die Vorgänge bei der Vatikanbank.
Hier habe ich vor einiger Zeit kritisiert, dass der Vatikan den Peterspfennig, den er für die Armen gesammelt hat, in britische Immobilien investiert hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/30/die-roemisch-katholische-skandalkirche/
Und nun sehen wir, dass Kardinal Wölki Spielschulden eines Priesters aus einem Sozialfonds bezahlt hat, aus dem die Missbrauchsopfer entschädigt werden. Zunächst einmal interessiert die Öffentlichkeit, warum er überhaupt diese Schulden bezahlt hat, denn im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es in § 762:
„Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.“

Man weiß ja nicht, wie der Sozialfonds, aus dem Wölki das Geld genommen hat, organisiert ist: Ist es eine Börse des Kardinals, aus der er nach Gutdünken entscheiden kann, was er als Sozialfall ansieht? Oder ist es ein Konto, über dessen Verwendung feste Regeln existieren? Je nach dem stellt sich durchaus die Frage, ob ein Fall der strafwürdigen Untreue vorliegt.
Die Staatsanwaltschaft wird dies von sich aus nicht prüfen, sondern wie bei den Missbrauchsfällen der Kirche die Aufklärung überlassen.

Wie Gott sich verändert hat

Der Titel ist natürlich falsch: Nicht Gott hat sich verändert, sondern das Bild, das die Kirche den Menschen eingeredet hat. Osho hatte schon recht, als er sagte, die Religionen würden sich des Sexuallebens bemächtigen, um die Menschen beherrschen zu können:

Als ich ein junger Katholik war, hatte ich einen Beichtspiegel zur Erstkommunion erhalten, den ich bei der alljährlich notwendigen Osterbeichte „abzuarbeiten“ hatte. (Das Wort Osterbeichte kennt mein heutiges Rechtschreibprogramm gar nicht mehr.)  Da wurden die einzelnen Gebote aufgeführt und erläutert. Nehmen wir als Beispiel das 6. Gebot. Da hieß es:
„Du sollst nicht Ehe brechen!
Was ist das? Warst du unkeusch in Gedanken, Worten und Werken? …“
Da hatte man als normaler Heranwachsender sicherlich allen Grund, sich als schäbiger Sünder zu fühlen.
Dabei kam hinzu, was die Kirche zum Thema Todsünde dozierte. Mit so einer Sünde kam man in die Hölle. Eine Todsünde war ein Verstoß gegen die 10 Gebote in bewusster Abkehr von Gott. Wer also nur ein „unkeusches“ Bild ansah im Bewusstsein dessen, dass Gott dies angeblich verboten hat, gehörte schon dem Satan.

Inzwischen hat die Pille auch die Sexualmoral der Kirche revolutioniert. Die Menschen machen von der gewonnenen Freiheit Gebrauch und kein Priester wagt es mehr, gegen vorehelichen Sex von der Kanzel zu wettern.
Und Gott als Sündenzähler wurde abgelöst vom „Lieben Gott„.

 

Ukraine: Homosexualität als Kriegsgrund?

In München feiert Kardinal Reinhard Marx eine Messe für die LGBTI-Community. Was hat das mit dem Krieg in der Ukraine zu tun? Sehr viel. Im Krieg geht es zwar Putin nach seinen Angaben um die Sicherheit seines Landes, die er durch eine Orientierung der Ukraine nach Westen (EU, NATO) bedroht sieht. Aber es geht auch um etwas ganz anderes:
Putin wird unterstützt vom Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, dem Patriarchen Kyrill I. Der sieht den Krieg als „metaphysischen“ Kampf gegen westliche Werte an. Als ein Beispiel nennt er Homosexualität. Wir sehen hieran zweierlei:
„Wieder einmal sind die Schwulen schuld.“
Und im Krieg sind die Kirchen immer vorne mit dabei:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/13/ukraine-krieg-die-kirche-wie-immer-vorne-mit-dabei/

Ukraine-Krieg: die Kirche wie immer vorne mit dabei


Wir erleben nun im Ukraine-Krieg dasselbe, was wir im letzten Weltkrieg erfahren haben: Die Kirche ist immer vorne mit dabei. Man segnete damals die Kanonen und sah in Hitler den von Gott gewollten Führer. Und auf dem Koppelschloss der Soldaten stand: „Gott mit uns“.

Dasselbe ist es nun in der Ukraine. Die russisch-orthodoxe Kirche steht hinter Putin. Sie sieht in ihm den Kämpfer gegen sündige westliche Werte wie Homosexualität. Wer eine so verbohrte Weltsicht hat, bei dem ist nicht auszuschließen, dass er sogar einen Atomkrieg für gerechtfertigt hält, um „die sündige Brut auszurotten“.

Traurig ist, wie wenig die christlichen Kirchen von dem umsetzen, was ihr Gründer in der Bergpredigt gesagt hat: “ …wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.“
Der einzige, der das Prinzip der Gewaltlosigkeit durchgesetzt und damit auch Erfolg gehabt hat, war Gandhi, ein Hindu.
Ich habe ja auch hier für eine gewaltlose Beendigung des Krieges in der Ukraine geworben, leider ohne Erfolg. Ich bin halt kein Gandhi.
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/02/wenn-ich-eine-promi-frau-waere-meine-verrueckten-ideen/

Ukraine: Wo bleibt die Kirche?

Man sah schon Bilder von Putin in der Kirche. Es macht sich gut für Diktatoren, wenn sie sich dem Volk als brave Kirchgänger zeigen, und auch die Kirche profitiert davon, wenn sie ein solches Vorbild präsentieren kann.
Ich weiß nicht, ob Putin nun im Krieg auch noch Zeit für die Kirche hat, wenn ja, was ihm da vielleicht gesagt würde.

Jedenfalls vermisse ich im Krieg gegen die Ukraine ein klares Wort der russisch-orthodoxen Kirche. Müsste sie nicht ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen fordern?
Aber es zeigt sich wieder einmal: Die Kirchen sind reine Schönwetter-Moralisten. Sie halten immer zur Obrigkeit, die ja für ihr Wohlergehen sorgt. So war es auch bei uns in der Nazi-Zeit. Da sah man in Hitler die von Gott gewollte Obrigkeit, der man zu gehorchen hatte. Und so segnete man die Kanonen.