Schlagwort-Archive: Kirche

Zitat zum Sonntag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Meine Mutter (geb. 1907) pflegte zu sagen: „Ich habe in der Schule gelernt: Die Protestanten sind Tatchristen, die Katholiken sind Betchristen“. Da ist was dran:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
        
H. Pöll

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Zitat: eine Sonntagsfrage

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Ist Jesus wirklich auferstanden ist, wenn seine beste Freundin Magdalena ihn für den Gärtner gehalten hat und ihn seine eigenen Jünger nicht direkt erkannt haben, sondern erst am Brotbrechen?
H. Pöll

 

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Die Bettelkirche

Die Katholische Kirche ist unermesslich reich:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Dennoch versäumt sie keine Gelegenheit, ihre Gläubigen anzubetteln: für eine neue Orgel, Glocke…
Gerade betteln hier die Benediktinerinnen für ihr Kloster:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/landkreis-traunstein_artikel,-haus-scholastika-bereitet-sorgen-freundeskreis-will-benediktinerinnen-bei-sanierung-unter-die-arme-_arid,753722.html
Warum bekommen sie kein Geld aus der Kirchensteuer? Geht diese bei Bezahlung der Missbrauchsfälle drauf?
In der Nähe betreiben die Barmherzigen Schwestern die Adelholzener Mineralwasserquelle, die riesige Gewinne abwerfen müsste. Geht die Barmherzigkeit in der Kirche nicht so weit, dass ein Orden dem anderen hilft? Aber vielleicht ist es ja günstiger, erst einmal bei den Gläubigen zu kassieren.
Der Papst ist ja insoweit ein negatives Beispiel, indem er Jahr für Jahr den Peterspfennig einsammeln lässt, angeblich für die Armen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/29/muss-der-papst-in-den-knast/
Und jetzt schickt die Kirche wieder die Kinder als Sternsinger zum Betteln. Das bringt auch wieder ein paar Millionen, denn bei den Kindern kann niemand „nein“ sagen.

Die Kirche bietet zur Zeit kein gutes Bild. Deshalb halten 20% der Kirchenmitglieder einen Austritt für wahrscheinlich (bei der Jugend 41%) und 24% denken darüber nach.
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-bedeutung-der-kirchen-sinkt-weiter-_arid,754502.html
Teilen die Kirchen einmal das Schicksal von Schlössern und Burgen, indem sie zu Relikten aus vergangener Zeit werden?

 

 

Die Entchristianisierung Deutschlands

Wir leben im Zeitalter der Entchristianisierung: Die Kirchen werden leerer, die Kirchenaustritte nehmen zu.
Und dies ist auch ein Zeichen: Früher taufte man die Kinder nach den Namen der Heiligen. In Bayern gab es sogar mancherorts die Sitte, Kinder auf den Namen desjenigen Heiligen zu taufen, der am Tag der Geburt des Kindes seinen Gedenktag hatte.
Völlig anders ist es heute: Eine Zeit lang waren Namen wie Kevin oder Chantal en vogue,   nun haben Kinder unchristliche Namen wie „Finn“, „Sven“ usw.

Manchmal denke ich, die Veränderungen, die die Katholische Kirche während meines Lebens hinter sich hat, sind viel größer, als wenn nun die Frauen Priesterinnen werden dürften, Beispiele:
> Früher musste man nüchtern zur Kommunion gehen und im Religionsunterricht lernten wir, wann man mit einem Verschlucken von Wasser beim Zähneputzen noch nüchtern ist und wann nicht.
> Die gravierendste Änderung brachte die Pille: Die Christen ließen sich auf einmal nicht mehr ihr Sexualleben vorschreiben.
> Früher hatten die Menschen Angst davor, dass sie wegen einer „Todsünde“ in die Hölle kamen. Heute sind solche Ängste durch andere ersetzt worden.
> Einst waren die Dogmen für die Katholiken die verpflichtende Glaubenslehre, heute glauben die Christen, was sie wollen: Nur wenige glauben an die Unfehlbarkeit der Papstes, die leibliche Himmelfahrt Mariens…
> Letzte Ölung bzw. Krankensalbung, Osterbeichte, Ablass … sind nur noch Randerscheinungen.
> Missbrauchsfälle wurden früher unter der Decke gehalten, um das Erscheinungsbild der Kirch nicht zu beschmutzen. Sie müssen nun  mühsam aufgearbeitet werden.
> Zu Zeiten meiner Eltern war es für Katholiken verboten, Protestanten zu heiraten. Nur ganz ausnahmsweise gab es eine bischöfliche Dispens. Wie viele unglücklich Liebende gab es damals!
> Es gab einen Index, der Bücher enthielt, die für Katholiken verboten waren. Als ich Abitur machte, brauchte ich eine Dispens, um die Werke von C. F. Meyer lesen zu dürfen.
> An den Kirchen hingen Schaukästen mit Kritiken von Filmen und Theaterstücken, in denen zu lesen war, was Christen sehen durften und was nicht. Als Kuriosum erinnere ich mich an eine Kritik des Balletts Schwanensee. Vom Besuch wurde wegen der sich zu stark abdrückenden Männlichkeit des Tänzers abgeraten.
> Die Fastenzeit im Advent oder vor Ostern wurde durch eine Diät nach den Feiertagen ersetzt. Was ein Abstinenztag ist, wissen heute viele gar nicht mehr.

Es gäbe noch so vieles, das zeigen würde, dass die Katholische Kirche sich total verändert hat. Da käme es nun wirklich nicht mehr darauf an, ob Frauen Priesterinnen werden dürfen oder nicht.

 

Zitat zum Sonntag

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Im Sündenbekenntnis der katholischen Messe rangiert das unterlassene Gute vor den begangenen Sünden. Aber kaum ein Priester hat je davon gehört, dass jemand unterlassene gute Taten gebeichtet hat.
H. Pöll

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Ächt boarischer Witz zum Tag

Lach mal wieder!

In Hinterhuglfing ist der reiche Angererbauer verstorben, der ein ziemliches Lotterleben geführt hat. Seine Witwe sorgt sich um sein Seelenheil und spricht mit dem Pfarrer. Der meint, da müsse sie viele Messen lesen lassen, damit er wieder aus der Hölle heraus kommt. Die gute Frau stiftet eine große Summe und fragt nach der letzten Messe:
„Ist er nun wieder heraußen?“
„Nein, nur sein Kopf schaut schon raus.“
So geht es ständig weiter, bis der Pfarrer zu melden weiß:
„Seine Füße stecken noch drin.“
Da meint die gute Frau: „Des lass ma aso. Er hat eh immer kalte Füaß g’habt.“

Zitat zum Sonntag

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 Vielleicht ist es doch leichter zu glauben, ohne zu sehen: Man stelle sich vor, Jesus wäre nicht damals auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heute mit einem Trabi in Berlin eingefahren!
 H. Pöll

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Zitat zum Tag

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Wie wenig die meisten Menschen nachdenken, ergibt sich daraus, dass fast alle den Glauben behalten, den sie von ihren Eltern übernommen haben.
H. Pöll

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Zitat zum Tag (zum Besuch der deutschen Bischöfe beim Papst)

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Zum Streit über das Zölibat:

Die katholische Kirche ist von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Anders als im Islam wird nicht befolgt, was klar in der Bibel steht, wie beispielsweise das zweite Gebot: „Du sollst kein Bild dir machen…“ Auch mit dem Zölibat verstößt die Kirche gegen Gottes Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch!“.
*
Wie konnte es nur zum Zölibat kommen, wo doch die Vorbilder, nämlich die Apostel meist verheiratet waren? Böse Zungen behaupten, die Kirche wollte sich die Unterhaltszahlungen an die Familien ersparen.
*
Wenn man bedenkt, wie sehr sich die katholische Kirche in das Eheleben ihrer Gläubigen einmischt und was sie alles als unnatürlich und daher unmoralisch bezeichnet, muss man doch fragen, ob nicht auch der Zölibat unnatürlich und daher unmoralisch ist.
*
Der Zölibat ist deshalb unmoralisch, weil e
r einem jungen Menschen ein Versprechen abfordert, dessen Tragweite er in diesem Moment nicht überblickt. Niemand weiß, ob er nicht vielleicht ein Jahr später eine Frau kennen lernt, mit der er sein Leben teilen möchte mit der Folge, dass er für den Rest seiner Tage unglücklich wäre, wenn er es nicht dürfte.

H. Pöll

Katholische Kirche einst und jetzt

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Unverdächtige Frauen – Na so was!

Das Zölibat ist etwas völlig unnatürliches und bereitet daher vielen Pfarrern und Mönchen Probleme, Viele halten sich daher nicht daran. Als ich am Wochenende in einem Kloster einen Termin für eine Taufe ausmachen wollte, traf ich dort nur die Raumpflegerin an. Ich fragte sie nach einem Mönch. Da sagte sie: „Die sind alle bei ihren Freundinnen.“
Damit die Pfarrer zölibatär leben, sorgt die Katholische Kirche vor:
Nach ihren Gesetzen „ist der Priester nach empfangener Weihe für immer an den geistlichen Stand gebunden und zu einem ehelosen Leben verpflichtet; jedoch kann der Papst seine Gelübde lösen. Als weibliche Bedienung sind ihm nur die nächsten Blutsverwandten, wie Mutter, Schwester, Muhme oder ganz unverdächtige, nicht unter 40 Jahr alte Frauen gestattet.“

Was also sind ganz unverdächtige Frauen? Da lässt die Kirche die Gläubigen im Stich. Meine Mutter (Jahrgang 07) jedenfalls fand in Übereinstimmung mit der Kirche Frauen ab 40 völlig unattraktiv (also „unverdächtig“) und pflegte zu sagen: „Eine Frau mit Charakter erschießt sich am 40. Geburtstag.“ (Sie hatte aber so gesehen keinen Charakter.)
Die Frauen von heute jedoch trotzen dem Alter zur Not auch mit Schönheits-Operationen (s. unten). So meine ich, dass beispielsweise Heidi Klum oder sogar die alte Tina Turner durchaus eine Gefahr für das Zölibat sein könnten.
Früher nahm die Wissenschaft aus unerfindlichen Gründen an, Frauen würden ab den Wechseljahren das Interesse am anderen Geschlecht verlieren, und das erklärt wohl die kirchliche Vorsichtsregel. Wie falsch das aber ist, kann jeder sehen, der bei einem Tanztee die vielen älteren Frauen beobachtet.

Ich wäre für den Priesterberuf völlig ungeeignet, da ich in meinem reifen Alter auch gerade ältere Frauen attraktiv finde, allerdings sollte sie schon ein bisschen verdächtig sein.

Schönheitsoperationen

Kein Wesen gibt es wohl hienieden,
Das mit sich so unzufrieden;
Kaum dass es in den Spiegel blickt,
Ist es schon total geknickt.
Die Rede ist hier von den Frauen,
Die sich so den Tag versauen.
Busen, Beine, Bauch und Po:
Alles ist halt doch nicht so,
Wie’s die Damen gerne hätten,
Drum lassen viele sich entfetten
An den Taillen, an den Hüften.
Die Augen lassen sie sich liften,
Und der Busen wird gehoben,
Hängt nicht mehr unten, sondern oben –
Gebläht mit einem Kunststoffkissen:
Bald will das keine Frau mehr missen.
Weg mit dem alten Büstenhalter!
Die Damen trotzen jedem Alter.
Doch Männer sind nicht so wie Frauen –
Ganz einfach, weil sie sich nicht trauen.
So sind sie ganz Natur geblieben,
Weil Frauen den Charakter lieben,
Oder vielleicht doch das Geld?
Ach, wie bunt ist doch die Welt!