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Autoneuzulassungen: Das darf doch nicht wahr sein!

Interessant ist ein Blick auf die Autoneuzulassungen. Da fasst man sich verwundert an den Kopf: Ausgerechnet eine Luxusfirma wie Porsche verzeichnet den größten Zuwachs mit 47,9 %. Und das in einer Zeit, in der sich viele Sorgen um das tägliche Brot machen. 27 % der Deutschen hat große Angst mit dem Geld nicht aus zu kommen.
Jedes 5. Kind in Deutschland wächst in Armut auf und der Arche-Chef warnt davor, dass viele Kinder bald hungern müssen und das in unserem reichen Land! Aber das liegt daran, dass der Reichtum ungleich verteilt ist und dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden: Folgen des Merkelismus, an deren Abbau die derzeitige Regierung dank FDP nicht heran geht.

Vom Unsinn der Sanktionen

Glaubt man wirklich, einen Mann wie Putin mit Sanktionen beeindrucken zu können? Was lehrt uns der Blick auf andere Sanktionen, beispielsweise die auf Kuba oder den Iran: Sie bestehen seit Jahrzehnten und haben auch Auswirkungen auf die Wirtschaft der Länder, aber sie haben praktisch nichts erreicht.

Bei Sanktionen rechnet man immer aus, welche Schäden man dem Gegner zufügt und welche man dem eigenen Land zumutet. Wenn man die Lage so betrachtet, scheinen die Sanktionen gerechtfertigt: Wir müssen mit einer Rezession von 0.4 % rechnen, die Russen aber mit etwa 10 %.

Aber die Rechnung geht so nicht auf: Die lächerliche Rezession von 0,4 % Prozent wirkt sich bei uns wie eine Katastrophe aus. Es heißt dazu, jetzt komme es ganz dick. Söder sieht „Abstiegsspirale“ auf uns zukommen, in der „Millionen von Menschen in Deutschland verarmen“. Im Jahr 2021 ist ja schon die Armutsquote auf 16,6 % gestiegen. Wie wird das erst dann aussehen, wenn Söder recht hat? Russland rechnet demgegenüber nur mit einem Anstieg der Armen auf 13%.

Und da sind wir beim eigentlichen Problem angekommen: Wie wirken die Sanktionen auf die Bevölkerung? Die Russen werden vielleicht die Verhältnisse ihrer Natur nach stoisch ertragen. Aber bei uns wird schon jetzt vor einem heißen Herbst gewarnt. Nur der könnte die Regierung zu einem Umschwenken veranlassen. Aber warum beharren die Regierungen meistens auf Entscheidungen, auch wenn sich heraus stellt, dass sie falsch sind? Das liegt am „Escalation of Commitment“. Nie gehört? So nennt die Psychologie das Phänomen, dass Menschen und Gruppen an Fehlentscheidungen festhalten, auch wenn sich herausstellt, dass sie falsch waren. Diese Seuche ist bei Politikern besonders verbreitet (Siehe z.B.: Lindner und das Tempolimit).

Am Schluss noch eine Frage: Wer glaubt denn wirklich, dass sich ein Macho wie Putin von Sanktionen beeindrucken lässt? Das glaubt wohl auch nicht einmal unsere Regierung, die wohl eher nach dem Motto gehandelt hat: „Man muss doch irgendwas tun!“ Man muss aber auch aufhören können, wenn sich das Tun als Irrtum heraus stellt. Das aber setzt menschliche Größe voraus.

Deutschland stürzt ab: Die Armut pfeift aus allen Löchern

Über das Thema habe ich hier schon viel geschrieben, z.B. hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/01/wie-wir-verarmen-deutschland-stuerzt-ab/ Hier nun wieder ein kleiner Nachtrag, der zeigt, dass bei uns die Armut aus allen Löchern pfeift, sogar beim Film:

Ich bin ein Pilcher Fan: Die alten Filme sind hervorragend gemacht: Man sieht die herrliche Landschaft von Cornwall mit ihren herrschaftlichen Adelssitzen, in denen man das schöne Interieur bewundern kann. Und dazu gibt es die großartige Filmmusik von Blackford. Da ist dann die Handlung fast Nebensache.

Gestern nun sah ich nun einen neuen Pilcherfilm mit dem Titel „Der magische Bus“, der uns vor Augen führt, wie Deutschland verarmt: Wo man hinschaute: Alles war nur ein dürftiger Abklatsch der alten Filme. Wir können uns offenbar nicht mehr leisten, solche Filme zu drehen wie früher.

Ein anderes Beispiel unserer Verarmung: Ich wollte endlich mal wieder von Bayern in meine alte Heimat Kiel fahren und die lange Strecke im Schlafwagen verbringen. So was gibt es nicht mehr. Es werden nur Ruhebereiche angeboten, aber die sind kein Ersatz, weil man dort nicht liegen kann und fürchten muss, dass andere dauernd am Handy angerufen werden und womöglich sogar unverschämterweise laut telefonieren. Rücksichtnahme ist ja eine Eigenschaft, die heutzutage mehr und mehr verloren geht.
Früher gab es für die lange Strecke zwischen Hamburg und München nicht nur Schlafwagen, sondern auch eine billigere Variante: die Liegewagen, in deren Abteilen drei Betten übereinander lagen. Selbst das können wir uns nicht mehr leisten. Auch WCs in jedem Wagon sind dem Sparzwang zum Opfer gefallen, so dass es vor den wenigeren Toiletten dauernd echte Notfälle gibt: „Lasst mich vor oder ich mach in die Hose!“

Wie wir verarmen: Deutschland stürzt ab

Fortsetzung des gestrigen Beitrags:
In meiner Kindheit gab es eine Redewendung: „Die Armut pfeift aus allen Löchern“. Und als ich danach googelte, woher dieses Zitat stammt, hatte ich keinen Erfolg. Nur ein 92-Jähriger hatte es als Buchtitel aufgegriffen.

Bei uns schaut inzwischen auch wieder die Armut aus allen Löchern. Das dachte ich mir, als ich in einem Lokal beim Essen war: Es gab einmal eine Zeit, da bekam man in besseren Lokalen Stoffservietten. Diese wurden jedoch abgelöst von Papierservietten, die den Stoffservietten sehr ähnlich waren, doch wurden die immer dünner und kleiner. Die letzte Serviette, die ich bekam hatte nur die halbe Größe des üblichen Maßes und war so dünn, dass man fast durch sie das Vater-Unser hätte lesen können (wie meine Mutter zu sagen pflegte). Man kann also die Verarmung auch an den Servietten ablesen.

Schlimmer ist die Verarmung im Gesundheitswesen. Früher gab es Krankenhäuser in den kleinsten Dörfer, beispielsweise in Inzell. Die waren durchaus für viele Fälle geeignet und notwendig, weil nur wenige Menschen ein Auto hatten. Inzwischen werden die Krankenhäuser immer mehr zusammen gelegt. Viele kostenintensive Notaufnahmen wurden geschlossen und andere verkleinert, so dass die Sanitäter oft lange herumfahren müssen, um einen schwer Kranken unterbringen zu können. Und wenn der auf dem Transport nicht gestorben ist, dann kann es sein, dass er in der Klinik nicht mehr dran kommt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/27/schlimmer-als-alles-bisher-erlebte/
Die Konzentration der Krankenhäuser bedeutet für viele, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr besuchen können. Wie soll eine arme Rentnerin ans Sterbebett ihres weit entfernt liegendes Mannes kommen? Und gerade las ich den erschütternden Bericht einer Mutter, die sich fragte wie sie zu ihrem krebskranken Kind kommt, nachdem die entsprechende Station im Trierer Krankenhaus geschlossen worden ist.

Ich habe gerade meine Frau am Ende ihres Lebenswegs begleitet. Die schrecklichen Erfahrungen, die ich dabei mit unserem Gesundheitswesen gemacht habe, habe ich hier geschildert:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/06/29/sterben-in-deutschland/
Unser Gesundheitswesen ist krank. Es leidet an einer Krankheit, die sich immer mehr in der Gesellschaft ausbreitet: nämlich der Geldgier. Auch im Gesundheitswesen rangiert die Rentabilität vor der Menschlichkeit. Aber die können wir uns anscheinend nicht mehr leisten.

Schlimme Zahlen – Deutschland stürzt ab!

Ich habe hier ja schon oft geschrieben, wie Deutschland abstürzt. Jetzt beweisen es uns erschreckende Zahlen:
Fast 14 Millionen der Bevölkerung ist nun arm. So viele wie noch nie! Das sind fast 17 % aller Deutschen.
Und nun müssen sich nach einer RTL-Umfrage schon 79 % der Bevölkerung einschränken.

Das alles wäre ja viel erträglicher, wenn die Reichen in der Pandemie nicht noch reicher geworden wären. Für sie war das ein Goldrausch, weshalb Oxfam von den Regierungen ein Gegensteuern verlangt. Aber so etwas klappt nicht in Deutschland, schon gar nicht mit einer FDP-Beteiligung an der Regierung. Diese Partei muss man ja eher als Lobby der Reichen bezeichnen. Und deshalb schrieb ich hier schon mal: Weg mit der FDP:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/06/18/weg-mit-der-fdp/
Und das Volk scheint auch dieser Meinung zu sein, wie man an den letzten Wahlergebnissen der FDP sieht.

Heute Zitat zum Thema Armutsrisiko: Sie kommen auch noch dran!

 

Die Vereinten Nationen und IWF warnen vor den Folgen des Krieges in der Ukraine:
Für 90 Prozent der Bevölkerung sieht der Entwicklungsexperte der Vereinten Nationen ein Armutsrisiko.
https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/vereinte-nationen-iwf-warnen-folgen-krieges-ukraine-36693878
Da wären Sie doch sicher auch dabei oder?

 

Rote Socken oder schwarze Strümpfe?


Wie verzweifelt muss die Union sein dass sie jetzt auf eine Wahlkampftaktik aus der Kohl-Ära zurück greift: nämlich auf die „Rote Socken-Kampagne“. Ja, es werden Szenarien vom drohenden Kommunismus an die Wand gemalt, wenn die „Mauerschützenpartei“ mit regiere. Anscheinend hat die Union ihre eigene Vergangenheit vergessen, in der ehemalige Nazis Gründer waren und ein Kommentator der Judengesetze Staatssekretär werden konnte.

Aber Schluss mit der Vergangenheit. Was ist schlimmer: rote Socken oder schwarze Strümpfe? Vor dieser Wahl stehen die Bürger in 4 Wochen. Soll es wirklich so weiter gehen wie bisher und wie ich bereits schon mal hier geschrieben habe und nun nochmals wiederhole. Wenn sie die schwarzen Strümpfe (Union) wählen, müssen Sie dies bekennen:

>  Wir sind für ständig steigende Kinderarmut, denn Geld verdirbt den Charakter
> Wir wollen steigende Mieten. Uns reicht das Existenzminimum oder weniger. Wir sind ja so bescheiden und daher gegen österreichische Verhältnisse (Miete in Wien ∅ 13 Euro pro qm, in München 22).
> Wir finden es gut, dass immer mehr Menschen von den Tafeln ernährt werden müssen. Dann kriegen die Leute jedenfalls ein gesundes Essen.
> Wir sind keine Neidhammel und gönnen den Reichen, dass sie immer reicher werden. Wer ärmer wird, ist selber schuld.
> Wir sind für prekäre Arbeitsverhältnisse: Aufstocker, Zeit- und Leiharbeiter… So kreiert man Aufschwung und eine Steigerung der Unternehmergewinne.
> Wenn Rentner bis ans Lebensende arbeiten müssen und immer mehr einen Zweitjob brauchen, ist das gut so: Arbeit erhält jung.
> Bescheidenheit ist die Zierde des Alters: Wir wollen keine so hohen Renten wie die Österreicher, die 400 Euro mehr bekommen als Deutsche bei14-maliger Auszahlung.
> Wir Deutschen sind fleißig und arbeiten gerne bis 67 und heben uns damit von den faulen Österreichern ab, die mit 60 in den Ruhestand gehen können.
> Es ist gut, dass die Printmedien über Subventionen vom Staat an die Kandare genommen werden. Es geht doch nicht an, dass jeder schreiben kann, was er will.
> Armut schändet nicht. Deshalb gönnen wir den Bürgern der Nachbarstaaten, dass sie mehr Grundbesitz und viel mehr Vermögen haben.
> Wenn bei uns die Armut ständig steigt, so ist das ein Ansporn für das Volk. noch mehr zu leisten.
> Wir zahlen gerne Steuern. Deshalb finanzieren wir nun den Staat anstatt es wie früher von den Unternehmern zu verlangen.
> Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.
> Wir lieben dynamische Männer, denen auch bei traurigen Ansprachen des Bundespräsidenten der Humor nicht vergeht. Deshalb muss Laschet Kanzler werden, auch wenn ihn das Volk nicht mag.
> Wir haben keine Skrupel, Schulden zu machen „auf Teufel komm raus“. Sollen die Kinder und Enkel nur dafür zahlen, dass wir ihnen das Leben geschenkt haben.
Ach, wie gut haben wir es doch in Deutschland. Das wird uns durch Umfragen immer wieder eingebläut. Darum weiter so!

Lesen Sie eingehender über den Merkelismus:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

 

Armes Deutschland! Nie war das Armutsrisiko so hoch wie jetzt

https://web.de/magazine/wirtschaft/deutschland-armutsrisiko-hoeher-dgb-schlaegt-alarm-36091988

Soll es wirklich so weiter gehen mit dem Merkelismus?
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
Was Herr Laschet verschweigt,  ist ein Eingehen auf die Probleme, die der Merkelismus hinterlässt. Das heißt also: Weiter wursteln wie bisher.
Bedenken Sie bei der Wahl: Reiben Sie sich den Sand aus den Augen, den man Ihnen hinstreut und zeigen Sie soziale Verantwortung!

 

Kinderschutzbund, Familienverband, Mieterverein, VdK, Rentner, Tafelbesucher… Rafft euch endlich auf! Das ist eure Stunde.


Wir leben in einer Schreihalsdemokratie. Wer nicht über eine einflussreiche Lobby verfügt, muss auf die Straße gehen, um seine Interessen wahr zu nehmen. Sonst rührt sich nichts bei unserer Politik.
Die Entrechteten unserer Politik, die sich beispielsweise ihr Existenzminimum erst beim Bundesverfassungsgericht erstreiten mussten, sind den Politikern ziemlich egal, weil diese Menschen aufgegeben haben: Sie gehen kaum zur Wahl, weil sie meinen, dass sich sowieso nichts ändert. Deshalb werden sie von der Politik zu wenig beachtet.
Das muss sich ändern. Deshalb sollten sich die Organisationen, die die Rechte von den Armen wahrnehmen, zusammen tun und gerade jetzt vor der Wahl eine machtvolle Demonstration veranstalten. Es geht doch nicht an, dass die Kinderarmut ständig steigt und dass dadurch die Chancen der armen Kinder schlechter sind. Wollen die Alten hinnehmen, dass ihre Rente nicht mehr sicher ist? Und wollen die Tafelbesucher nicht auch ein auskömmliches Leben führen?
Ja, es läuft vieles schief in unserem Staat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
Leisten Sie mit einer machtvollen gemeinsamen Demonstration einen Beitrag dafür, dass sich jedenfalls insoweit etwas ändert!

Sind die Österreicher gescheiter als Deutsche?

Die Frage habe ich hier schon öfter gestellt wegen der höheren Renten und billigeren Wohnungen in Österreich:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Die Deutschen nehmen es hin, wenn sie einem Alter in Armut entgegen sehen und wenn der Wohnraum immer unerschwinglicher wird. Der deutsche Michel schluckt all dies, weil er das alles für „alternativlos“ hält, wie ihm eingetrichtert wird. Er braucht halt lange, bis er aufwacht. Die letzten Wahlen zeigen immerhin ein leichtes Aufmucken.

Gerade lesen wir, dass im Land Salzburg Ölheizungen verboten werden sollen wie schon vorher in zwei anderen Bundesländern. Das wäre doch auch wieder ein Vorbild für Deutschland. Aber es wird lange dauern, bis so etwas in unserer Lobbykratie möglich sein wird.