Schlagwort-Archive: Höcke

Ist die CDU eine Nazi-Partei?

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak griff die AfD und deren Thüringer Landeschef Björn Höcke an. Er bezeichnete ihn als Nazi. Er hat dieses Urteil einmal in einem Interview damit begründet, dass die AfD rassistisch sei.
Das ist etwa so, als wenn ich Ziemiak wegen seiner Äußerung als Vollidioten bezeichnen würde. Was würde das bringen?
Was mich so ärgert an solchen Äußerungen, ist die Tatsache, dass immer weniger sachlich diskutiert wird und dass eine Debatte immer öfter zur Beschimpfung des Gegners wird.
Schlimm ist, dass das Fernsehen auf solche markigen Pauschalurteile geradezu erpicht ist und sie deshalb überträgt. Damit provoziert man geradezu solche üblen Unsachlichkeiten und man hetzt die Menschen auf. Das verstärkt die Spaltung des Volkes und das führt sogar dazu, dass Demonstranten feindselig aufeinander los gehen.
Wie schön wäre es, wenn das Fernsehen solche populistischen Äußerungen gar nicht mehr übertragen würde!

Um nun beim Rassismus zu bleiben: Ziemiak hat keine Ahnung, von was er redet: Ich habe den Rassismus selbst erlebt: Da kamen die Nazis in unsere Schule und suchten unter uns die Schüler aus, die in ihre Anstalt transportiert werden sollten, wo man die neuen arischen Menschen züchtete. Was glauben Sie wohl, Herr Ziemiak, in welcher Angst wir jungen Menschen unter diesem echten Rassismus gelebt haben?
Das, was Ziemiak bei der AfD als nationalsozialistischen Rassismus beobachten will, sehen wir ja auch in Staaten, die wohl keinesfalls in den Verdacht kommen können, Nazis zu sein: Polen, Ungarn und Tschechei. Richtigerweise hätte Ziemiak vielleicht von „Trumpismus“ reden sollen.
Übrigens sind die Nazis gar nicht Erfinder des Rassismus, sondern der hat seine Wurzeln bei Nietzsche. Und längst vor den Nazis sah der Philosoph Oswald Spengler den „Untergang des Abendlandes“ voraus.

Legt man die Ziemiak‘schen Maßstäbe bei seiner eigenen Partei an, dann ergibt sich „zweifelsfrei“, dass es sich um eine Nazi-Partei handelt. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches taten sich Männer zusammen, die die CDU gründeten. Darunter waren etliche Nazis. Und mit Hilfe dieser Partei schafften es immer wieder Nazis, in höchste Staatsämter zu kommen: z.B.: Globke, Filbinger…
Und auch andere Eigenschaften der Nazis könnte man bei der CDU ausmachen: Meinungsführerschaft durch die Mainstream-Medien
oder hemmungsloses Machtstreben, das dazu führt,
dass viele Menschen nicht mehr von ihrer Hände Arbeit leben können,
dass immer mehr Menschen an die Tafeln strömen.
dass immer mehr Kinder in Armut leben,
dass immer mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen leben und mehrere Jobs brauchen,
dass das Wohnen immer unerschwinglicher wird,
dass der Mittelstand verschwindet,
dass die Menschen ihrer Ersparnisse beraubt werden
dass sie einem Alter in Armut entgegen sehen,
dass… (Ach, wer Augen im Kopf hat, sieht es ja selbst.)
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

Die AfD – ein erstaunliches Phänomen


Die gewaltigen Erfolge der AfD stellen die Experten vor ein Rätsel: Haben sie nicht die „Volksparteien“ eingehend
darüber beraten, wie man mit der AfD umgeht? Und haben nicht die Mainstream-Medien immer wieder die AfD als faschistisch und als Fall für die Beobachtung durch den Verfassungsschutz hingestellt? Und haben die Kabarett-Sendungen wie die Heute-Show nicht ständig die AfD lächerlich gemacht und sie als Wahlalternative für die ganz Blöden hingestellt? Warum hat das alles nichts genützt?
Tja, liebe Experten, Höcke hat recht: Wenn ihr so weiter macht, wird AfD nächstes Mal die Mehrheit an Stimmen gewinnen können.
Das Volk ist manchmal wie ein trotziges Kind und handelt nach dem Motto: Jetzt erst recht!
Man muss sehen, dass das Volk langsam aufwacht und merkt, dass es immer mehr ausgebeutet wird. Deshalb bräuchten wir eigentlich eine schlagkräftige Linke:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/
Die fehlt und da viele die SPD und die Linke nicht für geeignet halten, wählen sie aus Protest die AfD.
Das Protestpotenzial wird bei uns immer größer, Das Volk hört den Ruf: „Deutschland erwache!“ (Tucholsky). Und es beginnt mit dem Erwachen beim Wählen der Alternative für Deutschland, sprich Protestpartei.
Dagegen nützt es nichts, wenn Höcke in den
öffentlich-rechtlichen Sendern und Mainstream_Medien mit „gerichtlicher Genehmigung“ als „Faschist“ bezeichnet wird. Das bringt nichts in einem Staat, wo man eine Politikerin mit „gerichtlicher Genehmigung“ als „Drecks Fotze“, „Stück Scheisse“ und „Geisteskranke“ bezeichnen darf.
Übrigens sollten die Altparteien nicht zu sehr auf dem hohen Ross sitzen, sondern sich darauf besinnen, aus welchem Sumpf sie entstanden sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/04/die-arroganz-der-altparteien/
Man kann darüber zweifeln, ob das noch Demokratie ist, wenn man manche, die vom Volk gewählt wurden, einfach nicht „mit spielen“ lässt. Auf jeden Fall wäre es besser, wenn unsere Kanzlerin die AfD nicht weg stoßen, sondern an ihren gewaltigen Busen drücken würde: So hat sie die SPD klein gekriegt und das würde auch bei der AfD funktionieren: Die Alltagsmitarbeit in einer Regierung würde dieser Partei den Reiz des Protests nehmen.

Björn-Höcke-Interview: Was lernen wir daraus?

Manche Leute sind ja so begeistert, wenn das Fernsehen zu ihnen kommt und um ein Interview bittet, dass sie dabei jede Vorsicht vergessen. Höcke scheint so ein Naivling zu sein.
Normalerweise ist es ja so, dass den Politikern vor dem Interview die Fragen zugeschickt werden, damit er sich darauf vorbereiten kann. Wenn das nicht so ist, sollte das einem zu denken geben: Wer sind die Interviewer? Liegt ihnen etwas an einer sachlichen Diskussion oder wollen sie ihren Gesprächspartner bloß stellen?
Deshalb sollte man auf jeden Fall beachten:
Man sollte kein Interview geben ohne den Vorbehalt, dass man es vor Verwertung autorisieren muss.

Eine ganz widerwärtige Masche

Gerade steht Grönemeyers Aufruf zum Kampf gegen Rechts in der Kritik. Er wird sogar mit mit einer Sportpalast-Rede verglichen. Das ist die neueste Masche bei uns: Man wirft dem Gegner Nazi-Methoden vor.
Ähnlich war es in der an sich von mir geschätztem Heute-Show des ZDF: Da wurden AfD-Mitglieder gefragt, ob vorgelesene Sätze von Höcke oder Hitler stammen würden. Man kann ja durchaus Höckes Stil kritisieren, aber ihn mit Hitler zu vergleichen, geht unter die Gürtellinie.
Kurios ist ja: Je mehr sich die Medien und sogar der Bundespräsident gegen die AfD wenden, umso mehr wird diese Partei gewählt. Das wird sich auch demnächst wieder zeigen. Warum lässt man diese Partei nicht einfach „mitspielen“? Dann wird sie sich schon ihre Hörner abstoßen.
Ich finde jedenfalls, dass es der Demokratie schadet, wenn man die Stimmen eines großen Teils der Wählerschaft unter den Tisch fallen lässt und wenn man dauernd zur „Nazi-Keule“ greift. Das dauernde Nazi-Gerede schadet übrigens auch dem Ansehen Deutschlands im Ausland.

Schade, Herr Gauland…


Schade, Herr Gauland, dass Sie nicht zu meinen Followern gehören, sonst hätten Sie sich vielleicht nach dem gerichtet, was ich hier geschrieben habe:

Die moderne Form der Lüge, die vor allem in der Politik üblich ist, besteht darin, dass man einen Satz oder Halbsatz aus einer Rede des Gegners zitiert, aus dem sich etwas anderes ergibt, als wirklich gesagt wurde.

*
Ein guter Politiker redet so vorsichtig, dass sein Gegner nicht einmal einen Nebensatz zum Zitieren finden kann, mit dem er das wirklich Gesagte entstellen kann.

H. Pöll, Autor

Das passt zwar nicht ganz auf ihre Rede, aber die Regeln sind doch eine brauchbare Handlungsanweisung.
Es musste so kommen, wie es gekommen ist. Sie sagten, Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte. Und wenn Sie das Echo auf diesen Satz hören, ist es so, als hätten Sie die Vergasung der Juden als Vogelschiss hingestellt. Und dass Sie sich zur Verantwortung für die 12 „verdammten Jahre“ bekannt haben, geht im Medienecho völlig unter.
Eigentlich hätten Sie ja von ihrem Parteigenossen Höcke lernen können. Als der von einem „Denkmal der Schande“ sprach,
wurde ihm dies vielfach so ausgelegt, als hätte er gesagt, die Aufstellung des Denkmals sei eine Schande (und nicht eine Erinnerung an die Schande).
Es läge im Interesse der Demokratie, wenn Sie Ausdrucksweisen vermeiden würden, die andere Parteien begierig aufgreifen, um vom „braunen Sumpf“ zu reden. Es schadet dem Ansehen Deutschlands, wenn Sie in einer Weise reden, die dann im Ausland als Wiedererstarken des Nationalsozialismus verstanden wird. Und ich glaube nicht, dass Sie auf diese Weise Wähler für die AfD gewinnen.

Höcke und die schrecklichen Gutmenschen


Manchmal frage ich mich, ob wir Deutschen nicht hysterisch geworden sind. Die Sachlichkeit und die nüchterne Betrachtungsweise kommen immer mehr abhanden. Schlagworte, die wie Schlagstöcke gehandhabt werden, oder Hypes im Netz treten an ihre Stelle.
Das sich ausbreitende „Gutmenschentum“ ist auch so eine typische Erscheinung unserer Zeit:
Als Gutmenschen werden diejenigen bezeichnet, die ständig auf der Suche danach sind, ob sie nicht etwas finden können, was sie verdammen könnten und woran oft bisher kein Mensch Anstoß genommen hatte. Dass das Wort „Neger“ nun bei uns tabu ist, ist ein „Erfolg“ dieser Gutmenschen und alle nehmen das hin:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/09/03/wir-schrecklichen-gutmenschen/
Oder: Der Krimi „Derrick“ ist in aller Welt beliebt und wird von den ausländische3n Sendern auch wiederholt, bei uns jedoch nicht, weil Horst Tappert bei der SS war.
Ein anderes Beispiel ist eine Aktion eines Mannes, der nach einem halben Jahrhundert der erste ist, der auf einmal gegen einen Grabstein auf der Fraueninsel rebelliert, mit dem des toten Generalobersts Jodl gedacht wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/26/die-gnadenlosen-gutmenschen/
Der Mann, der sich als Künstler bezeichnet, hat aus dem Namen „Jodl“ das „J“ entfernt, so dass nur noch „odl“ übrig ist – eine bayerische Bezeichnung für Jauche.
Nun sind auch wieder Gutmenschen beim Haus des AfD-Mannes Höcke am Werk: Sie haben bei dem Haus Betonklötze aufgestellt, die dem Berliner Mahnmal für die Ermordung von Juden nachempfunden sind. Diese Gutmenschen verlangen, dass Höcke sich „auf Knien“ dafür entschuldigt, dass er dieses Denkmal als Denkmal der Schande bezeichnet hat.
https://web.de/magazine/politik/akivisten-bjoern-hoecke-knien-entschuldigen-32642340
Vielleicht wollen die Initiatoren dieser Aktion ja nur mal ins Fernsehen kommen, denn die Mainstream-Medien stürzen sich ja auf solche Ereignisse, leider meist ohne sie zu verurteilen. Ich verstehe das, was da getrieben wird, ehrlich gesagt nicht:
Wenn jemand von einem „Denkmal der Völkerschlacht“ spricht, hat niemand Zweifel daran, dass das Denkmal gemeint ist, das für die Völkerschlacht errichtet wurde. Entsprechendes gilt auch für das „Denkmal der Schande“. Dort wird eben der Schande gedacht, die Deutschland durch die Ermordung von Juden auf sich geladen hat. Manche bestreiten ja den Holocaust, was strafbar ist. Man sollte sich daher doch freuen, dass von einer Partei, die oft mit Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird, jemand anerkennt, dass der Holocaust eine Schande für Deutschland ist.
Wenn man die Diskussion verfolgt, die Höcke ausgelöst hat, so muss man feststellen, dass seine Rede bewusst falsch interpretiert wird: so als hätte er gesagt, die Aufstellung des Denkmals sei eine Schande. Das ist das Üble an der Diskussion.
Weiter hat Höcke gesagt, dass kein anderes Volk ein solches Denkmal aufgestellt hat. Darf man so etwas in Deutschland nicht sagen, auch wenn es die Wahrheit ist? Gedenken etwa die USA des Sklavenhandels oder des Landraubs, den man den Indianern angetan hat? Wenn die Katholische Kirche so wäre wie Deutschland, dann müsste auf dem Petersplatz ein großes Denkmal für die Untaten der Kirche stehen: Für die Hexenverbrennungen, die Kreuzzüge, die Ermordung der Katharer, die Bartholomäusnacht… Noch mehr Beispiele gefällig? Dann denken Sie mal selber nach.
Als vor vielen Jahren über die Aufstellung des Denkmals debattiert wurde, habe ich mich in meinem Blog eingemischt und vorgeschlagen zu überlegen, ob Frau Knobloch nicht auf dieses Mahnmal verzichten sollte, nachdem bereits zwei Stätten des Gedenkens in Berlin existieren würden. Ich habe ihr prophezeit, dass das Denkmal ein Streitobjekt bleiben würde und es daher besser für eine Normalisierung des Verhältnisses zu den Juden sein würde, wenn der Bau unterbleiben würde. Ich habe Frau Knobloch für den Fall, dass sie auf einem Denkmal besteht, auch vorgeschlagen zu erwägen, ob nicht eine andere Form des Denkmals errichtet werden sollte. Ich schrieb in meinem Blog, dass ich eine Art von Friedhof mitten in der Stadt nicht gut fände, zumal der ständig vor Missbrauch geschützt werden müsste. Ich schlug stattdessen einen Obelisk vor. Frau Knobloch schrieb dazu, ich sei eben ein Antisemit.
Wie recht ich hatte, sah ich einmal, als ich in Berlin war: Da lagen Mädchen in Bikinis auf den warmen schwarzen Steinen – wahrhaftig kein Ort der Trauer!
Und nun zeigt auch die Äußerung von Höcke, dass das Denkmal wohl nie ein Ort des friedlichen Gedenkens sein wird.
Wie geht man mit Schuld um? Beim einzelnen Menschen gibt es zwar die Verdrängung, aber die scheint nicht richtig zu funktionieren: Beispiel Srebrenica: Anlässlich des letzten Gedenkens befragte man Beteiligte. Ein Serbe erklärte, eigentlich wäre es ihm lieber gewesen, man hätte ihn erschossen. Und ein Holländer von der UNO-Schutztruppe wurde mit seiner Schuld nicht fertig, nichts gegen die Serben getan zu habe; er bedauerte, nicht allein auf die Serben geschossen zu haben.
So wird auch in Deutschland der Holocaust nie vergessen werden – ebenso wie die Hexenverbrennungen der Kirche. Dazu hätte es keines umstrittenen Denkmals bedurft.