Schlagwort-Archive: Verbot

Schizophrene Politik

Ist das nicht seltsam? Die Autoindustrie wird dauernd gehätschelt – mit zweifelhaftem Erfolg. Da gab es Abwrackprämien und nun verstreut man viel Geld für Prämien an die E-Autokäufer. Man rechtfertigt dies mit dem Prinzip der Freiwilligkeit. Und man streut den Bürgern Sand in die Augen, indem man behauptet, die Freiwilligkeit müsse vor den Verboten rangieren.. 
Aber kein Mensch hinterfragt das: Wieso soll das arme alte Mütterchen mit einer Minirente beim Einkaufen über die Mehrwertsteuer dafür abkassiert werden, dass ein Reicher sich ein Auto kauft? Warum ging man nicht den anderen Weg: Verkaufssteuerung ausschließlich über stufenweise Steuererhöhung für Benziner und Dieselfahrzeuge und längere Steuerbefreiung für E-Autos?

Völlig anders verfährt der Staat bei der Impfung. Hier gibt es keine Prämien, während in den USA die Menschen mit Zahlungen zwischen 100 und 250 $ zum Impfen gelockt werden. Bei uns arbeitet der Staat mit Verboten: Ungeimpfte dürfen immer weniger. Die 2-G-Regel greift immer mehr um sich, so dass immer öfter für die Ungeimpften auch kein Test mehr in Frage kommt.

 

Auf ein Wort, Herr Lindner!

Es hört sich alles so toll an, wenn Sie Ihre Schlagworte ausposaunen. Solange alles nebulös bleibt, werden Sie Leute überzeugen können, aber schauen wir uns Ihr Schlagwort der Freiwilligkeit mal am Beispiel der E-Autos an:
Man hätte den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitpunkt verbieten können.
Oder man hätte auch durch eine laufende Steigerung der Kfz-Steuer den Kauf solcher Autos unattraktiv machen können. Beides hätte den Staat nichts gekostet.
Aber Ihre Freiwilligkeit mit Prämien für E-Autos ist ausgesprochen unsozial. Da zahlt nun das arme alte Mütterchen mit einer Rente am Rande des Existenzminimums beim Einkaufen über die Mehrwertsteuer einen Teil der Prämie, die ein steinreicher Mensch für den Kauf eines Luxus-E-Autos erhält. Unsozialer geht’s doch kaum noch.

Man sollte einen Verein gründen zur Wiedereinführung von normalem Deutsch

Schon wieder hat sich jemand entschuldigen müssen, weil  er das Z-Wort gebraucht hat:
https://web.de/magazine/unterhaltung/tv-film/volle-kanne-moderator-florian-weiss-entschuldigt-z-wort-36097784
Ich wusste zunächst gar nicht, worum es sich handelt. Dass man nicht mehr „Neger“ sagen darf, ist inzwischen (leider!) Allgemeingut geworden, obwohl das Wort, wie der „Negerkuss“ beweist, keinesfalls diffamierend ist.
Nun ist es also auch dem Zigeuner an den Kragen gegangen. Man darf das Wort nicht mehr benutzen, weil die Sinti und Roma im Dritten Reich verfolgt wurden. Ja, kann man denn Leid dadurch rückgängig machen, dass man ein Wort nicht mehr benutzt? Verbinden wir nicht mit dem Wort „Zigeuner“ auch Romantik, den besungenen „Zigeunerjungen“und den „Zigeunerbaron“?
Aber warum darf man dann noch Jude sagen? Müssten unsere Gutmenschen nicht fordern, von „Israelis“ oder „Mosaischen“ zu sprechen?

Und sollte man nicht das sprachliche Gendern auf die rote Liste setzen? Es gibt halt gewisse Eigenheiten der Sprache, für die auch Feministinnen Verständnis aufbringen sollten. Die männliche Form eines Wortes steht halt üblicherweise sowohl für Männer wie auch für Männer und Frauen. Wenn man also sagt: „Der Mensch“, so ist offensichtlich der Mensch an sich gemeint, also auch die „Menschin“. Oder wenn jemand sagt: „Liebe Zuhörer“, so meint er damit das Wort im Sinne von Zuhörerschaft und will nicht ausdrücken, dass nur die Männer zuhören sollen. So viel Differenzierungsvermögen sollten die Menschen schon haben. Geben wir also das unsinnige Gendern auf! Aber das Traurige ist: Es greift immer mehr um sich. Auch bei den Öffentlich-Rechtlichen finden wir es inzwischen im Beitrag von „Funk“, in dem Braunbären als „Veganer:innen“ bezeichnet werden.
Anscheinend sind die Männer nicht so scharf darauf, auf mehr Beachtung zu drängen, sonst würde als Replik längst die Forderung erhoben, die „Muttersprache“ in „Vater-und-Mutter-Sprache“ umzubenennen.

 

Gegen den Papst: Schwule Paare werden doch gesegnet


Der Papst hat die Segnung von schwulen Paaren verboten. Aber keine Angst, Ihr Schwulen: Ihr bekommt weiter Euren Segen:
Mich erinnert die derzeitige Situation an die Mischehe meiner Eltern, die im Jahr 1930 kirchlich getraut wurde: Damals war sie genau so verboten wie nun die Schwulenehe. Aber meine Eltern wurden trotzdem katholisch getraut, weil es einen Geheimtipp gab, wie man so etwas erreichen konnte. Der Prior von St Benedikt in München hatte Verständnis für die Liebenden und nahm die Trauung vor.

Viel günstiger als damals bei meinen Eltern ist die Lage für die Schwulen heute: Nach zahlreichen katholischen Gremien und Verbänden haben sich auch zwei katholische Bischöfe in scharfer Form gegen das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare gewandt. Wenn also im Gegensatz zu früher so viele das päpstliche Verbot für falsch halten, so wird es mit Sicherheit viele Priester geben, die den Schwulen ihren Segen geben werden. Und eines Tages wird es so sein wie bei den Mischehen: Kein Mensch wird verstehen, warum man die verboten hat.

Was ich nicht verstehe, ist dies: Die Bibel enthält so vieles, von dem sich die Kirche distanzieren müsste.  Warum nicht auch von der Verdammung der Schwulen?

Goldbesitz – ein Risiko?


Zu Beginn ein Aphorismus:
„Goldbesitz mag riskant sein — Geldbesitz ist es auch.“

Wir haben Gold, weil wir den Regierungen nicht trauen können“, das sagte schon vor fast einem Jahrhundert der ehemalige amerikanische Präsident Herbert Hoover. Und heute trauen immer weniger Bürger ihren Währungen. Sie kaufen Gold und treiben dessen Preis ungeahnte Höhen. Manchmal hat man den Eindruck, es geht zu wie beim Klo-Papier-Kauf anlässlich des Ausbruchs der Corona-Krise. Panik scheint auszubrechen, weil Gerüchte aufkommen, dass der Goldkauf demnächst verboten werden könnte, um die Währungen zu stützen.
De
n meisten ist beim Goldbesitz gar nicht bewusst, dass es sich um eine höchst riskante Kapitalanlage handelt. Ist es vielleicht eine „Dienstmädchen-Hausse“, die wir erleben? (Also eine Hausse, bei der die Hausse die Hausse in die Höhe treibt, weil jeder, sogar das „Dienstmädchen“, glaubt, beim Preis gäbe es nur eine Richtung, nämlich die nach oben.)
Ich stelle mir manchmal vor, Papst Franziskus würde plötzlich sterben und sein Nachfolger würde etwas für die Armen tun und Gold verkaufen. Die Kirche soll ja nicht nur den von der Vatikanbank ausgewiesenen Goldschatz besitzen, sondern
wesentlich mehr. Die Schätzungen reichen bis zu 30.000 oder gar 60.000 Tonnen. Auch wenn es nur 10.000 Tonnen wären, wäre das mehr als der Goldbesitz der USA.
Man stelle sich nun einmal vor, ein neuer Papst würde das Gold verkaufen. Auch wenn das peu-à-peu geschehen würde, wäre der Goldpreis im Keller.
Aber die Gefahr ist wohl gering, denn die Katholische Kirche sammelt seit jeher eher Vermögen, als dass sie es hergibt:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/29/muss-der-papst-in-den-knast/

Eine andere Gefahr, die dem Goldpreis drohen könnte, wäre die, dass Staaten in Notlagen auf ihren Goldbesitz zurück greifen. Aber Putin hat dies nicht getan, als der fallende Ölpreis und die verhängten Sanktionen ihn in Bedrängnis brachten. Und auch der drittgrößte Goldbesitzer Italien denkt nicht daran, Gold zu verkaufen, obwohl ein Wirtschaftswissenschaftler schon vor dreißig Jahren zu mir sagte, Italiens Wirtschaft sei ein Beweis dafür, dass es ein Leben nach dem Tode gebe.
Alle Staaten halten sich an das Prinzip: Gold behalten und den Goldpreis hoch halten. Nur wie lange wird das so funktionieren? Könnte nicht auch so etwas passieren wie beim Ölpreis, der ja auch immer künstlich hoch gehalten wurde, bis er abstürzte?
Oder: Was wäre, wenn plötzlich in der Tiefsee ganze Mengen an Goldklumpen entdeckt würden?
Ganz gleich, was passiert:

Jedenfalls wird Gold immer ein krisensicherer Schatz sein. Da denke ich an die Kriegszeit zurück, als mancher seinen Familienschmuck hergab, um beim Bauern eine Weihnachtsgans zu erstehen.

Europa im Verbotswahn? CSU wieder mal an der Spitze!


Die CSU will sich an die Spitze der Gegner eines Tempolimits stellen. Der CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte dazu jener Zeitung, wo so etwas hingehört (BamS): „Immer mehr Bürgern stinkt der ständige Verbotswahn.Viele Bürger wollen dagegen ein Zeichen setzen und sich wehren.“ Und so startete die Partei eine Kampagne, die in kurzer Zeit 10.000 Unterschriften sammelte.
Der Mann leidet an einem Wahrnehmungsdefizit:
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56,5 Prozent) ist für ein Tempolimit. Nur 16,8 Prozent sind dagegen (Meinungsforschungsinstituts YouGov). So gesehen brächte es der CSU überhaupt nichts ein, selbst wenn sie eine Million Unterschriften zusammen bekäme. Nicht einmal der Automobilclub ADAC spricht sich noch gegen ein Tempolimit aus. So macht sich die CSU zur einsamen Kämpferin für die letzten Raser in Europa, also jener Clique, die andere gern an ihrem Auspuff riechen lassen wollen:
https://web.de/magazine/auto/richtig-verkehrsrowdys-autobahn-draengler-34387354

Was mich an der Kampagne stört ist die Art, wie hier vorgegangen wird. Es wird von einem „Verbotswahn“ gesprochen. Es wird also die Verbalkeule geschwungen, statt sachlich zu diskutieren.
Nach Blume würde also ganz Europa an einem Wahn (nämlich dem des Tempolimits) leiden, nur die CSU nicht. Das sollte ihm doch zu denken geben.
Was Blume nicht mitbekommen hat, ist die Tatsache, dass wir viel zu wenig Verbote haben. Die Politik setzt viel zu oft auf eine „Freiwilligkeit“, wo ein Verbot angebracht wäre, Und diese „Freiwilligkeit“ müssen die Bürger teuer bezahlen. Ein Beispiel waren die Düngepraktiken der Bauern. Die Landwirtschaft beansprucht für sich das Recht der Brunnenvergiftung, die einmal ein todeswürdiges Verbrechen war. Nun haben wir Nitrat im Grundwasser und oft musste den Bauern teuer abgekauft werden, dass sie nicht mehr direkt an See- und Flussufern düngen. Richtig wären Verbote gewesen.
Ähnlich ist es bei der E-Mobilität, die mit teuren Kaufprämien mehr Anhänger finden soll. Wieso eigentlich? Man könnte dasselbe durch ein Verbot von Benzin- und Dieselautos ab beispielsweise 2030 erreichen oder durch höhere Mineralölsteuern. Stattdessen muss der Steuerzahler ran, um das Prinzip der „Freiwilligkeit“ durchzusetzen, das sich ja auch schon bei der Abwrackprämie so glänzend bewährt hat. Richtig müsste es eigentlich statt „Freiwilligkeit“ „Bestechung“ heißen.
Man sollte also dem Herrn Blume klar machen, dass wir keinesfalls an einem „Verbotswahn“, sondern an einem „Freiwilligkeitswahn“ leiden.
Übrigens nützt es nichts, wenn Herr Söder sich beim Trambahnfahren oder beim Baumumarmen fotografieren lässt und andererseits Leute wie Scheuer und Blume zeigen, wohin die Reise des CSU gehen soll.

Herbstgedicht

Mehr Gedichte in der Fundgrube: https://autorenseite.wordpress.com/fundgrube/

Laubgebläse sind eine der blödesten Erfindungen, die je gemacht wurden: Sie sind mit ihren Zweitaktmotoren eine unerträgliche Lärmbelästigung und wirbeln Schadstoffe sowie Bakterien auf. Sie schaden den Kleinlebewesen, die am Boden leben. Und sie sparen gegenüber dem konventionellen Rechen kaum Zeit. Es wird Zeit, dass diese Umweltschädlinge verboten werden. In einigen Städten ist dies schon geschehen und in anderen wird darüber diskutiert.

Kopftuchurteil aus Augsburg

Asyl
Das Kopftuch ist bei uns ein ständiger Stein des Anstoßes, mit dem sich sogar der Europäische Gerichtshof befassen muss. Gerade hat das Verwaltungsgericht Augsburg ein Kopftuchverbot aufgehoben.
Dieser Kopftuchstreit wundert mich:
Wird nicht die Mutter Gottes auch meistens mit einem Kopftuch dargestellt? jammed-786322_1280Da kommt niemand auf die Idee, dies als Demonstration oder Zeichen der Unterdrückung anzusehen.
In der Katholischen Kirche sollen Frauen, die den Papst besuchen, ja auch ihre Haare bedecken. Hat man je gehört, dass die Frauen dagegen protestiert hätten? Man hat höchstens gesehen, dass Politikerinnen wie unsere Kanzlerin mit unbedeckten Haaren vor dem Papst erschienen sind. Das ist kirchlicherseits tolerierbar, weil Frauen mit derartigen Frisuren sowieso signalisieren: Ich will keinen Sex!
Inzwischen ist eine geradezu idiotische Mode bei Männern eingerissen: Wer „in“ sein will, trägt Wollmützen wie im dicksten Sommer – sogar in Fernsehstudios, in denen es normalerweise sehr heiß ist. Diese Mützen verdecken genau so viel wie die Kopftücher. Müsste diese Mode nicht aus paritätischen Gründen auch verboten werden?

Glyphosat: Das darf doch nicht wahr sein

Glyphosat, dieses weitverbreitete Unkrautvernichtungsmittel, dessen Name an ein Medikament erinnern soll, findet sich inzwischen überall: im Urin, in der Muttermilch, in den Gewässern… Nun hat die WHO festgestellt, dass dieses Mittel wahrscheinlich krebserregend ist. Als es nun darum ging, ob Glyphosat in der EU weiterhin zugelassen sein dürfe, war mir von vornherein klar, was heraus kommen würde: Man kann bei uns Glyphosat nicht verbieten, weil dann unsere normale Landwirtschaft, die immer mehr auf Massenproduktion eingestellt ist, nicht funktionieren würde. Also ließ die EU ein eigenes Gutachten erstellen, das zu einem gegenteiligen Ergebnis kam: Glyphosat sei höchstwahrscheinlich nicht krebserregend; vorsichtshalber sei aber ein Grenzwert festzulegen.
Man fragt sich zunächst einmal, wie es möglich ist, dass die Gutachten zu so völlig verschiedenen Ergebnissen kommen. Steckt Geld dahinter? Waren die Gutachter völlig neutral oder vielleicht auch nur indirekt abhängig von der Industrie?
Die Konsequenz der unterschiedlichen Gutachten sollte ja nun eigentlich sein, dass die EU sagt, die Lage sei unklar, also verbiete man vorsichtshalber das Mittel. Diese logische Folgerung hat man aber mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft nicht gezogen.
Wenn man nun stattdessen einen Grenzwert festgelegt hat, muss man sich fragen, wie man dazu kommt. Das ist doch völlig willkürlich. Und wie soll man feststellen, ob man den Grenzwert erreicht hat? Soll man nur eine bestimmte Menge Brot essen, weil das Getreide vergiftet ist? Oder genügt es, auf Obst zu verzichten?
Noch ein Gesichtspunkt: Was sagt denn die Homöopathie, an die viele glauben, zu den vielen zugelassenen Giftgrenzwerten, die wir ja auch sonst noch kennen? Müssten die Gifte nicht in niedrigen Potenzen besonders stark wirken?
Man sieht: Fragen über Fragen. Aber beruhigen Sie sich: Das Leben ist nun mal sowieso gefährlich.

Kommt das Bargeldverbot?

Es gibt ja zur Zeit eine heiße Diskussion darüber, ob das Bargeld abgeschafft werden soll, wie es in anderen Ländern derzeit geschieht. Auch wenn die Bundesbank es derzeit dementiert, steht das Ende des Bargeldverkehrs bevor, weil die Banken dann mehr verdienen. Sie haben eine ja mächtige Lobby und werden das Bargeldverbot vwahrscheinlich durchsetzen können, wenn die Bevölkerung nicht energisch dagegen protestiert. Aber man sieht bei TTIP, dass dies wohl kaum etwas nützt.
Warum das Bargeld bleiben muss: Zum einen ist es ein Stück Freiheit. Und zum anderen hat uns der kürzliche Ausfall mehrerer Bankcomputer vor Augen geführt, was passieren kann, wenn man kein Bargeld hat. Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Cyber-Attacke auf unser Banksystem. Was dann, wenn es kein Bargeld mehr gibt?