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Autoneuzulassungen: Das darf doch nicht wahr sein!

Interessant ist ein Blick auf die Autoneuzulassungen. Da fasst man sich verwundert an den Kopf: Ausgerechnet eine Luxusfirma wie Porsche verzeichnet den größten Zuwachs mit 47,9 %. Und das in einer Zeit, in der sich viele Sorgen um das tägliche Brot machen. 27 % der Deutschen hat große Angst mit dem Geld nicht aus zu kommen.
Jedes 5. Kind in Deutschland wächst in Armut auf und der Arche-Chef warnt davor, dass viele Kinder bald hungern müssen und das in unserem reichen Land! Aber das liegt daran, dass der Reichtum ungleich verteilt ist und dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden: Folgen des Merkelismus, an deren Abbau die derzeitige Regierung dank FDP nicht heran geht.

Kein Geld in Traunstein – Vorwarnstufe für alle

In Traunstein hat man zur Zeit Probleme, an Geld zu kommen. Seit Tagen funktioniert die Auszahlung bei der Postbank nicht mehr. Auch anderswo gibt es dasselbe Problem:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/landkreis-traunstein/traunstein_artikel,-auf-der-suche-nach-bargeld-automaten-ausser-betrieb-bargeld-am-schalter-begrenzt-_arid,732461.html
Die einen haben Probleme mit der Anlieferung des Geldes, die anderen haben technische Probleme.
So etwas Ähnliches hatten wir schon mal. Da fielen etliche Automaten infolge eines Cyberangriffs für drei Tage aus.

Deshalb hier meine Warnung: Haben Sie immer genügend Geld im Haus! Es kann noch schlimmer kommen.

Zieht Euch warm an!


„Ich denke, wir haben einen harten Winter vor uns“, sagte die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Chefvolkswirtin der staatliche KfW-Gruppe, Fritzi Köhler-Geib, sieht ebenfalls dunkle Wolken am Horizont: „Für die deutsche Wirtschaft kommt es derzeit dicke.“
https://web.de/magazine/wirtschaft/volkswirte-zeichnen-duesteres-bild-dicke-37233756
(Und auch Lauterbach warnt uns vor schwierigen Zeiten.)

Aber wie sieht es denn mit dem Dicken aus, das auf uns zukommt? Wir schlittern in eine Rezession. „In der Spitze könnte die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent schrumpfen“, schätzt Dekabank-Volkswirt Scheuerle:
https://www.dw.com/de/wie-nah-ist-deutschland-an-der-rezession/a-62711741
Ist das wirklich alles? Und das soll so schlimm sein? Ich fürchte, bei den lächerlichen 0,4 % hat man sich gewaltig verschätzt.

Interessant ist ja, wenn man die Einbußen der Wirtschaft mit denen der Bürger vergleicht. Ich schätze, dass die Bürger weit mehr als 10 % verlieren durch Preissteigerungen, Schrumpfung der Ersparnisse, Gasumlage, …
So werden langsam aus freien Bürgern Bittsteller, die um staatliche Unterstützung betteln müssen.

 

Die Party ist vorbei: Wir leben auf Kosten der Kinder

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Wir leben auf Kosten unserer Kinder.
Wenn ein überschuldeter Privatmann stirbt, können die Erben das Erbe ausschlagen. Wenn aber eine Genration im Staat Schulden macht, muss es die nächste bezahlen oder vielleicht schließlich auch die übernächste. Die „Zeit“ schreibt, sogar die Enkel könnten unter der Schuldenlast ersticken:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-09/staatsverschuldung-investitionen-negativzinsen-verantwortung-zukunft/seite-2
Was das Schlimme daran ist, ist die Tatsache, dass wir an einen ständigen Aufschwung, der allerdings oft gar kein echter ist, gewöhnt sind und deshalb nicht mit einer echten Rezession rechnen, die aber auf diejenigen zukommt, die unsere Schulden zu zahlen haben:
https://web.de/magazine/wirtschaft/marcel-fratzscher-krieg-verursacht-massiven-schaden-deutsche-wirtschaft-37223984
Aber das ist noch nicht alles, mit dem sich die Enkel auseinander zu setzen haben. Wir leben auf Kosten der Substanz unserer Ressourcen, die auf der Welt zur Verfügung stehen. Wir bräuchten 1 1/2 Erden, um so weiter leben zu können wie bisher:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/28/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor-2/
Aber wir haben nur eine einzige enger gewordene Erde. Unsere Nachkommen müssen also in einer ausgeplünderten Welt auch noch gewaltige Investitionen in den Klimaschutz bezahlen.
UNICEF warnt daher: https://web.de/magazine/unicef/unicef-bericht-umweltrisiken-leben-kosten-kinder-36959330

Langsam merken auch die Verschlafensten, dass die Party, die wir uns eigentlich nicht hätten leisten können, vorbei ist und dass uns ein jähes Erwachen bevor steht. Die Regierung versucht krampfhaft, den Ernst der Lage durch alle möglichen „Pakete abzufedern“, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Das dicke Ende kommt noch.

Deutschland stürzt ab: Ranking der Universitäten


Ich habe schon öfter über diese Themen geschrieben: „Deutschland stürzt ab“ und „Deutschland erwache!“. Hier nun ein Update:

Gerade wird wieder das Ranking der Universitäten der Welt veröffentlicht. Natürlich räumen da die Unis der USA ab, wie wir ja auch bei den Nobelpreisträgern ablesen können, von denen früher viele aus Deutschland kamen,
Aber erstaunlich ist, dass Großbritannien mit seinen altehrwürdigen Universitäten weit vorne auf den Plätzen 2 und 3 liegt.
Und wo bleiben wir? Ich habe schon einmal vor einem Jahr über dieses Thema geschrieben: Da landete die LMU immerhin noch auf Platz 32.
https://www.timeshighereducation.com/world-university-rankings/2022/world-ranking#!/page/0/length/25/sort_by/rank/sort_order/asc/cols/stats
Inzwischen ist sie abgerutscht auf Platz 64 (einen Platz hinter Heidelberg), überholt von der TU MÜnchen auf dem nicht gerade berauschenden Platz 50:
https://www.topuniversities.com/university-rankings/world-university-rankings/2022
Warum sind die Briten so viel besser als wir? Es wäre interessant, das einmal zu untersuchen. Und warum sind wir so schlecht? Weil die Unionswähler es so wollten:
„Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.“
Viele deutsche Wissenschaftler wandern wegen der besseren Forschungsmöglichkeiten in die USA aus. Das ist ein gewaltiger Aderlass, den die Briten offenbar nicht zu verzeichnen haben.

Für uns ist es gefährlich, nicht mehr vorne dabei zu sein. Unser Land lebt vom Blaupausenexport und wenn wir da nicht gut sind: Gute Nacht!
Wir haben viele Spitzenplätze in der Wirtschaft verloren: Erinnern Sie sich noch an Agfa, Leica…? Noch halten wir uns mit der gehätschelten Autoindustrie über Wasser, aber nun kam der Paukenschlag: Tesla baut ein Autowerk bei uns!

Welt des Wahnsinns: Warum Putin über uns lacht

Ich habe ja schon einmal darüber geschrieben, warum Putin über uns lacht:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/14/warum-putin-ueber-uns-lacht/
Nun lese ich etwas Unglaubliches: Seit wir ein Ölembargo gegen Russland verhängt haben, kauft ihm das reichste Ölland Saudi-Arabien sein Öl ab. Auch andere Länder wie China und Indien sowie zahlreiche Länder in Afrika und Nahost haben ihre Importe erhöht: https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/saudi-arabien-wuestenstaat-hat-importe-rusischen-oels-verdoppelt-a-fa5c61e7-3a74-46d6-b69f-c31b104b13e2
Man kann also sagen, dass wir uns mit dem Ölembargo ins eigene Fleisch geschnitten haben, weil wir nun unser Öl anderswo teurer einkaufen müssen, während Putin leicht andere Abnehmer für sein Öl gefunden hat. Die Wirkung des Embargos ist also verpufft. Das hätte man voraus sehen können, denn die Welt ist groß und da findet ein Mann wie Putin immer irgendwo seine Kunden, sogar im ölreichsten Land der Welt.
Es gibt allerdings Leute, die solche Zusammenhänge bezweifeln. Die sollen uns dann aber erklären, wieso wir dann an den Tankstellen so viel mehr bezahlen müssen.

Nix für Deutschland: Heute ist der Tag der fröhlichen Arbeitnehmer

Hätten Sie das gewusst: Nirgendwo gehen die Arbeitnehmer so lustlos zur Arbeit wie in Deutschland:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/10/nachdenken-ueber-unsere-rest-freiheit/
Es besteht also heute kein Grund zum Feiern in Deutschland, sondern eher ein Grund zum Nachdenken darüber, was bei uns geändert werden muss. Lustlosigkeit bei der Arbeit wirkt sich negativ auf die Produktivität aus und führt im Extremfall sogar zu Sabotage.

Unsere widersinnige Art zu leben

Gerade waren in Frankreich Wahlen und dabei hat die Verlängerung der Lebensarbeitszeit eine entscheidende Rolle gespielt. Bei uns war dies anders: Die braven Deutschen haben so etwas einfach geschluckt. Ihnen scheint gar nicht bewusst zu sein, dass sie um Lebenszeit betrogen wurden. Natürlich kann eine längere Arbeitszeit ein erfülltes Leben im Alter bedeuten, aber nicht nur ein Arbeiter bei der Müllabfuhr denkt anders darüber, sondern auch viele Lehrer, von denen ein beachtlicher Teil so ausgebrannt ist, dass er vor der Pensionierung ausscheidet.

Deshalb frage ich mich, wieso wir immer länger arbeiten sollen, wo doch der PC und moderne Maschinen uns immer mehr Arbeit abnehmen:
Ein einfaches Beispiel soll das demonstrieren: Früher haben die Bauern mit Pferden ihren Pflug durch die Felder gezogen. Die Einführung des Traktors hat ihnen einen Haufen Zeit gespart und sie waren in der Lage, früher Feierabend zu machen. So ähnlich müsste es auch in der gesamten Arbeitswelt sein:
Als ich jung war, tippten in der Sparkasse nette Fräulein (so was gab es damals noch und Elvis hat sie besungen) Überweisungen ein. Heute ist die Filiale geschlossen und, sofern man nicht Home-Banking macht, kann man dort selbst im letzten übrig gebliebenen kleinen Raum der Filiale die Überweisungen eintippen. Was ist aus der frei gewordenen Arbeitszeit der Fräulein geworden? Wenn man die auf das übrige Personal verteilt hätte, müssten doch alle etwas weniger arbeiten können.
So ähnlich ist es bei der Autoindustrie: Früher haben dort ganze Schweißerkolonnen gearbeitet, die durch die modernen automatischen Fertigungsstraßen ersetzt wurden. Auch hier wurden viele Arbeitskräfte frei gesetzt.

Aber die frei gewordene Arbeitszeit ist nie den Angestellten und Arbeitern zugute gekommen, sondern ist als Gewinnmaximierung von den Unternehmern eingestrichen worden. Das wäre ja noch hin zu nehmen, so weit es nicht dazu führt, dass die Menschen trotzdem immer länger arbeiten sollen. Sie werden um Lebenszeit betrogen.
Das wird den Arbeitnehmern immer mit falschen Argumenten näher gebracht: Man verweist auf die Alterspyramide und sagt, dass immer mehr Junge immer mehr Alte  ernähren müssten. Hier müsste aber fair gerechnet werden: Durch den technischen Fortschritt sind die Jungen in der Lage, mehr zu produzieren. Müsste nicht die erhöhte Produktivität die Tatsache ausgleichen, dass wir immer mehr Rentner haben. Da müsste einmal ein Volkswirtschaftler Klarheit schaffen.

 

 

Da bin ich direkt erschrocken

Ich wohne in einem kleinen weitgehend selbst gebauten Holzhaus am Rande eines kleinen bayerischen Dorfes. Das Grundstück war billig und das Baumaterial vom hiesigen Sägewerk auch. Ich habe mir bisher keine Vorstellungen über den Wert meines Hauses gemacht.
Aber nun ist mein Nachbar gestorben und der Erbe verkauft sein Haus für sage und schreibe 1,4 Millionen! Da bin ich direkt erschrocken. Meine Schwiegertochter sagte, als ich ihr das berichtete: „Oh, das ist aber billig!“ Sie wohnt in München, wo man andere Preisvorstellungen hat.
Man muss heute schon erben, um sich Grundbesitz leisten zu können.
Was mir nicht in den Kopf will: Da sprechen die Leute heute noch vom Wohlstand, obwohl es ständig bergab gegangen ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/09/deutschland-wohin-die-reise-geht-der-wohlstand-sollte-in-unwohlstand-umgetauft-werden/

Bewegen wir uns auf so dünnem Eis?

Die WTO warnt: Der Krieg in der Ukraine bedrohe Weltwirtschaft und politische Stabilität, denn die globale Wirtschaft könne nach einer Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr bis zu 1,3 Prozentpunkte Wachstum einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2022 nach Modellrechnungen nur noch um 3,1 bis 3,7 Prozent wachsen, erklärte die WTO in Genf in einer Analyse über die Folgen des Krieges für den Handel. (dpa) 

Wie kann denn so etwas sein, dass die Weltwirtschaft bei einem Einbruch von läppischen 1,3% bedroht ist, obwohl trotzdem ein ansehnliches Wachstum zu erwarten ist?
Ich sehe die Bedrohung anderswo, nämlich beim Ausfall des Hauptproduzenten von Weizen (Ukraine), bei der Verknappung mancher Ressourcen  und bei der Gefährdung der Lieferketten.

So oder so: Das Eis, auf dem wir uns bewegen, wird immer dünner.