Schlagwort-Archive: Wirtschaft

Da bin ich direkt erschrocken

Ich wohne in einem kleinen weitgehend selbst gebauten Holzhaus am Rande eines kleinen bayerischen Dorfes. Das Grundstück war billig und das Baumaterial vom hiesigen Sägewerk auch. Ich habe mir bisher keine Vorstellungen über den Wert meines Hauses gemacht.
Aber nun ist mein Nachbar gestorben und der Erbe verkauft sein Haus für sage und schreibe 1,4 Millionen! Da bin ich direkt erschrocken. Meine Schwiegertochter sagte, als ich ihr das berichtete: „Oh, das ist aber billig!“ Sie wohnt in München, wo man andere Preisvorstellungen hat.
Man muss heute schon erben, um sich Grundbesitz leisten zu können.
Was mir nicht in den Kopf will: Da sprechen die Leute heute noch vom Wohlstand, obwohl es ständig bergab gegangen ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/09/deutschland-wohin-die-reise-geht-der-wohlstand-sollte-in-unwohlstand-umgetauft-werden/

Bewegen wir uns auf so dünnem Eis?

Die WTO warnt: Der Krieg in der Ukraine bedrohe Weltwirtschaft und politische Stabilität, denn die globale Wirtschaft könne nach einer Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr bis zu 1,3 Prozentpunkte Wachstum einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2022 nach Modellrechnungen nur noch um 3,1 bis 3,7 Prozent wachsen, erklärte die WTO in Genf in einer Analyse über die Folgen des Krieges für den Handel. (dpa) 

Wie kann denn so etwas sein, dass die Weltwirtschaft bei einem Einbruch von läppischen 1,3% bedroht ist, obwohl trotzdem ein ansehnliches Wachstum zu erwarten ist?
Ich sehe die Bedrohung anderswo, nämlich beim Ausfall des Hauptproduzenten von Weizen (Ukraine), bei der Verknappung mancher Ressourcen  und bei der Gefährdung der Lieferketten.

So oder so: Das Eis, auf dem wir uns bewegen, wird immer dünner.

Nostalgie: Wie haben wir damals nur so leben können?

Über das Thema habe ich schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/23/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen-2/

Gerade schließt wieder ein Geschäft in der Innenstadt und das lässt mich an früher denken. Da gab es in Traunstein zwei Eisenwarenhandlungen und ein weiteres Geschäft mit Haushaltswaren. Alle haben inzwischen aufgegeben. Wer also eine Schraube braucht, muss in den Baumarkt am Rande der Stadt fahren. Aber dort gibt es keine einzelnen Schrauben, sondern nur ganze Schachteln. Oder wer nur einen Dichtungsring braucht, muss ein ganzes Set mit den verschiedensten Größen kaufen.
Wie einfach war das früher: Da gab es einzelne Schrauben in der Innenstadt. Wenn man keine ganze Schachtel kaufen wollte, musste man 50 Pfennig fürs Abzählen bezahlen. Das war billiger und produzierte keine überflüssigen Schrauben, die man nie im Leben brauchen würde. Und man kaufte auch keine Dichtungsringe, von denen man die meisten weg werfen musste, sondern nur einen einzigen.
Das Ganze nennt sich Fortschritt: Verödete Innenstädte, überflüssige Fahrten zum Stadtrand, Ware zum Wegwerfen…

Das müssen Sie sehen: Wir fahren den Karren sehenden Auges an die Wand

Schauen Sie sich bitte mal unbedingt diese Infografik an:
https://de.statista.com/infografik/10574/benoetigte-erden-je-lebensstil-ausgewaehlter-laender/
Und dann sagen Sie mir, wie wir so weiter leben können und wie lange.
Eigentlich sollte man ja alles, was man macht, vom Ende her denken. Aber auch für uns gilt, was der heilige Hieronymus von der Kirche sagte:
„Wir brennen wahrlich vor Geldgier!“
So wird jetzt aus der Erde heraus geholt, was es zu holen gibt. Sollen doch unsere Nachkommen sehen, wie sie mit der erschöpften Erde (und mit der Schuldenlast) fertig werden:
„Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.“

Da kann Putin nur lachen

Man tut im Westen so, als würde Russland einen hohen Preis für den Einmarsch in die Ukraine bezahlen. Das Institut für Weltwirtschaft hat gerade errechnet, dass der Stopp russischer Gasexporte nach Westen gerade mal einen wirtschaftlichen Rückgang von etwa 2,9 % bedeuten würde. Das lässt sich für ihn leicht verschmerzen.
Aber wir schneiden uns ins eigene Fleisch, weil wir vielleicht im nächsten Winter frieren müssen. Dummerweise haben wir unsere Gastanks nicht voll gefüllt. Und die Niederlande als zweiter großer Gaslieferant könnten auch bald ausfallen, denn die Entnahme von Gas hat zu Erdbeben geführt, die von der Bevölkerung nicht mehr geduldet werden.
Und was die weitere Sanktion anbetrifft:
Das Einfrieren russischer Konten wird wohl ein Schlag ins Wasser sein, denn welcher Russe hat wohl noch sein Geld im Westen?

Wie wir immer ärmer werden: Deutschland stürzt ab

Gerade beherrschen auch diese Zahlen die Nachrichten: Die Inflation ist auf 5,2% gestiegen. Und der Vorreiter der nächsten Lohnrunden, nämlich der Öffentliche Dienst, hat gerade mal erreicht, dass die Löhne und Gehälter um 2,8% steigen. Die Differenz zeigt den realen Einkommensschwund an.
Das ist kein Wunder:
Deutschland stürzt ab.

Unmenschliche Menschheit: Warum verhungern immer noch Menschen?

Stellen Sie sich vor: Jemand lässt sein Kind verhungern, weil er angeblich das Geld für sein Auto brauchte. Was würde passieren? Der Mann würde wegen Mordes verurteilt.

Jetzt schauen Sie mal, was die Menschheit macht: Sie fliegt zum Mond, obwohl Menschen verhungern. Müsste nicht erst der Hunger besiegt werden, bevor man das All erobert?

Geradezu grotesk ist, wie einfach der Hunger zu besiegen wäre: Ein Milliardär wie Musk bräuchte nur 2 % seines Vermögens zu spenden und schon hätte man genügend Geld, um die Hungernden zu retten. Musk ist sogar bereit, so viel Geld her zu geben, allerdings unter einer Bedingung: Man müsste ihm sagen, wie es funktioniert. Ist die Menschheit wirklich so unfähig, dass sie das nicht bewerkstelligen könnte? Ist es nicht zum Verzweifeln, dass die Menschheit zwar zum Mond fliegen kann, aber nicht in der Lage ist, ein so einfaches Problem wie den Hunger zu besiegen?

Die Ampelkoalition könnte nur von kurzer Dauer sein

Das, was SPD, Grüne und FDP vor haben, gleicht der Quadratur des Kreises. Ich habe hier ja schon Lindner beim Wahlkampf davor gewarnt, rote Linien zu ziehen. Nun kann er von diesen nicht abrücken, obwohl dies notwendig ist. Seine vorsintflutliche haushaltspolitische Agenda kann nicht auf die finanzielle Situation von heute übertragen werden – so Wirtschaftswissenschaftler, darunter ein Nobelpreisträger:
https://web.de/magazine/politik/vorsintflutlich-nobelpreistraeger-warnt-christian-lindner-bundesfinanzminister-36293764
Jedoch der arrogante Lindner fühlt sich gescheiter als ein Nobelpreisträger.
Ich bin zwar kein Wirtschaftswissenschaftler, habe aber hier unter einem anderen Gesichtspunkt Lindners Ideen als unsinnig entlarvt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/19/beruht-die-ampel-auf-einer-luege/
Lindner betreibt also dreist Klientelpolitik für die Reichen und das wird in einem verarmenden Volk, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht und der Mittelstand stirbt, auf Widerstand stoßen. Das Protestpotenzial in Deutschland wird ja sowieso immer größer und aggressiver.
Protestbereit sind auch diejenigen, denen das Klima am Herzen liegt. Auch sie werden immer lauter und es kann sein, dass sie sich zu Aktionen wie in Großbritannien hinreißen lassen: Sitzblockaden auf den Autobahnen… Sie werden natürlich die Ablehnung des Tempolimits durch die Ampel zum Ablass nehmen, dagegen zu revoltieren. Der Ampelkoalition ist gleichgültig, dass die Mehrheit des Volkes ein Tempolimit wünscht. Was dem Ami sein Rifle ist der FDP die freie Fahrt für Raser und beides kostet Menschenleben.
Wahrscheinlich gehen wir unruhigen Zeiten entgegen. Da kann es sein, dass das Volk sich nach Ruhe und Ordnung sehnt und das könnte die Stunde der Union werden.

Deutsche Autoindustrie in Gefahr?

Der freche Ami Musk hat die Dreistigkeit besessen, mitten im Autoland Deutschland ein Werk zu errichten. Obwohl die Baugenehmigung noch gar nicht erteilt ist, wird dort schon eifrig produziert. Das ist amerikanisches Tempo und da reiben sich unsere von der Regierung gehätschelten Autohersteller verwundert die Augen. Da kommt einer daher in kürzester Zeit von 0 auf 100!

Unglaublich, aber wahr: Tesla ist bereits jetzt schon mehr wert als VW, Daimler, BMW, GM, Ford, Renault, Peugeot, Fiat, Hyundai, Honda und Nissan zusammen! Die Aktie hat in einem Fahr um 770% zugelegt.
https://www.automotive.at/kfz-wirtschaft/unglaublich-tesla-ist-bereits-mehr-wert-als-vw-daimler-bmw-204004
In den drei Monaten bis Ende September stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 389 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro)
Und während unsere Autohersteller wegen mangelnder Chips teilweise ihre Produktion zeitweise einstellen mussten, kannte Tesla solche Probleme nicht.

So sieht es also aus mit unserer Vorzeigeindustrie: Wird sie das Schicksal der deutschen Fotobranche, Textilindustrie, Fernseherproduzenten … teilen?  Wie wird es sein, wenn China die notwendigen Rohstoffe (seltene Erden, Magnesium…) nicht mehr liefert, sondern selbst verbraucht? 

 

 

 

Kein Problem mit der Lieferung von Chips.

Wir stoßen an unsere Grenzen

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

> Gerade wird Holz, das noch vor kurzem zu Brennholzpreisen verkauft wurde, zum Luxusgut.
> Wir sind nicht mehr in der Lage, alle Menschen ausreichend zu ernähren: 811 Millionen leiden an Hungersnot. Die weitsichtigen Chinesen kaufen sich zur Ernährung ihrer Bevölkerung riesige Landflächen in Afrika und Südamerika. Und wir versiegeln unsere Landschaft.
> Wir hängen an Lieferketten und gefährden uns dadurch. Was passiert, wenn diese durch einen Cyberangriff lahm gelegt werden oder durch eine Pandemie? Einen Vorgeschmack davon erleben wir gerade. Wir sollen jetzt schon für Weihnachten einkaufen, weil es dann vieles nicht mehr geben könnte. Drohen uns leere Regale wie in London?
> Das Verbrechen nimmt überhand. Das zeigt sich gerade in den Niederlanden, wo der Polizeichef über die Verbrecher sagte: „Diese Leute gewinnen immer.“
> Vor der Gefahr eines Blackouts durch Überlastung wird bei der Stromversorgung gewarnt. In China ist es schon so weit, dass immer wieder gebietsweise der Strom ausfällt.
> Die steigenden Energiepreise zeigen uns, dass die Energie knapper wird. Traurige Folge: In unserem reichen Land müssen die ersten frieren. Das hat es seit dem Krieg nicht mehr gegeben.
> Bei uns fehlen 60.000 -80.000 LKW-Fahrer. Das ja fast Verhältnisse wie in Großbritannien, wo 100.000 fehlen. Und auch die Gastronomie bekommt nur wenig Personal.
> Der Mangel an Stahl führt zur Verzögerung von Bauten.
> Wir werden immer dümmer und die Aufgaben werden immer größer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/16/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-sogar-lebensgefaehrlich-bloede-in-der-corona-krise/
> Die Männer werden entmannt. Wo wird das enden?
> Die Landwirtschaft stößt in ihrer derzeitigen Form an ihre Grenzen: Nicht nur die Nitratbelastung des Grundwassers durch Überdüngung ist ein Problem, sondern auch Krankheiten, die sich durch Massentierhaltung ausbreiten: Die Schweinegrippe hat viele Bauern zum Aufgeben gezwungen:
Das häufige Spritzen der Pflanzen mit Pestiziden wird von den Anliegern nicht mehr so hingenommen. In Südtirol protestieren die Einwohner gegen die Obstbauern und deren Art der Bewirtschaftung. Leider ist es ja so, dass die Menschen schönes Obst wollen und nicht so etwas wie aus meinem Garten:

Er sieht nicht gut aus, schmeckt aber besser als alles aus dem Laden.

 

 

 

Cyberattacken