Archiv der Kategorie: Gedichte

Der Weihnachtsmann ist out

Weihnachten – modern

Jedermann sieht es nun schon:
Der Weihnachtsmann geht in Pension.
Stattdessen kommt die Weihnachtsfrau,
Männer, das ist eure Schau:
Mit rotem Top und kurzem Röckchen,
Mit Zipfelmütz’ und roten Söckchen –
So kommt sie daher gewippt,
Wenn der Mann am Glühwein nippt.
Ja, da gibt es was zu seh’n
Da wird das Fest noch mal so schön.
Doch ums Christkind wird es still.
Wie schon ein altes Lied es will.
Warum denn an die Krippe denken?
Weihnachten ist da zum Schenken!
Und allen wird es warm ums Herz,
Da strebt die Menschheit kaufhauswärts,
Wo schon seit Herbst die Lieder klingen –
Wozu dann noch selber singen?
Endlich ist es nun so weit:
Das alte Fest geht mit der Zeit,
Und Bethlehem im Orient
Wird zum Fleck, den keiner kennt.

Heute ist der Tag der Dichter und der Tag der Senioren

https://autorenseite.wordpress.com/home/

Von den Mottos könnte ich mich fast angesprochen fühlen, denn ich bin alt und habe ein paar meist heitere Gedichte geschrieben:
>Gedichte- vorwiegend heiter

Und als Senior habe ich mir gedacht, es wäre ganz gut, ein paar Altersweisheiten aufzuschreiben:
>Altersweisheiten
Aber das ist leider völlig nutzlos, wie in einem meiner Gedichte zu lesen ist:

          Weisheit

Leicht ist es, einen Rat zu geben,
Doch and‘re woll‘n nicht danach zu leben.
Es will ein jeder selbst erfahren,
Was and´re vor ihm mit den Jahren
Gelernt aus ihrem langen Leben,
Drum kann es keinen Fortschritt geben.

Ratschläge fürs Fröhlichsein – Gleich ausprobieren!

                    

                         Rat:

Ja so ist nun mal das Leben:
Mal geht’s gut und mal daneben.

Nur selten kommt von selbst das Glück:
Du musst’s erkämpfen – Stück für Stück.

Wünsch dir was, dir wird’s gegeben,
Oder auch nicht, so ist das Leben

Sei heute heiter, morgen froh,
Übermorgen ebenso.

    Rat:

Bist du einmal nicht so froh,
Hier ist ein Rat: Tu einfach so!
Auch der bloße Schein vom Glück
Ist wie ein Licht und strahlt zurück.
Erspar den Leuten dein Gewimmer –
Es macht alles nur noch schlimmer.

Noch ein Rat:

Was mir so durch den Kopf gegangen –
Ich sag‘ es frank und frei:
Kaum hat das Leben angefangen,
Ist es schon fast vorbei.

Sind auch gesund noch Leib und Glieder,
Und ist weit weg noch alles Leid:
Wie schnell schon liegst du krank danieder.
Drum freu‘ dich jetzt – genieß die Zeit!

Mehr finden Sie hier: https://autorenseite.wordpress.com/heitere-gedichte/

Gedicht zum Thema „Weisheiten und Wahrheiten“

        

       Das Werk

Es war nicht nur so hingeschmiert,
Du hast dich gründlich konzentriert
Und lange vorher nachgedacht,
Eh’ du es zu Papier gebracht.
Dann ließt du es zunächst noch ruh’n –
Du hattest anderes zu tun.
Nach ein, zwei Wochen denkst du dran
Und schaust dir dein Geschreibsel an:
Dann fragst du dich beim Wieder-Lesen:
Bin ich denn wirklich der gewesen,
Der alles das geschrieben hat?
Dir bleibt die Luft weg – du bist platt.
Doch hast du Grund, dass du dich freust,
Weil es nichts gibt, was du bereust:
Alles das, was du geschrieben,
Ist – Gott sei Dank – bei dir geblieben.
Dort wirst du sorgsam es verwahren.
Dann wirfst du’s weg – nach ein paar Jahren.

(Mehr Gedichte in der „Fundgrube„)

 

Klassentreffen der Alten

 

Klassentreffen der Alten

Das Klassentreffen Jahr für Jahr
Ist heut‘ nicht mehr, wie’s früher war:
Sechs alte Männer sind wir noch
Und wenn’s auch schwer fällt: Man kommt doch.
Alle sind sie nun steinalt
Und man weiß: Der Tod kommt bald.
Jeder schaut nun in die Runde:
Wem schlägt als Nächstem wohl die Stunde?
Doch schnell sind dann bei Wein und Essen
Fragen wie diese längst vergessen.

Ostergedicht

Hase

Dem Herrgott sträubte sich das Haar:
„Sag, ist denn das auch wirklich wahr,
Dass ein Hase mich ersetzt?“
So fragt er Petrus ganz entsetzt.
Doch Petrus hatte keinen Mut
Und denkt, wie weh es manchmal tut,
wenn man erfährt, was wirklich ist.
So griff er denn zu einer List.
Er sprach: „Da unten gibt es Leute,
Die sind des Wahnsinns fette Beute.
Man glaubt kaum, wie sie Ostern feiern:
Mit Osterhasen und mit Eiern!
Doch sind nur wenig so verrückt,
Dass ein Hase sie beglückt.
Da brauchst du deine Stirn nicht runzeln.
Das ist doch höchstens was zum Schmunzeln.
Du hast die Menschheit so gemacht
Und hast vielleicht nicht recht bedacht:
Sie bräuchte halt mehr Hirn zum Leben,
Zu sparsam hast du’s hergegeben.“

Gedicht zum Frauentag

lara

(Entschuldigung, liebe Leserinnen)

Kein Wesen gibt es wohl hienieden,
Das mit sich so unzufrieden;
Kaum dass es in den Spiegel blickt,
Ist es schon total geknickt.
Die Rede ist hier von den Frauen,
Die sich so den Tag versauen.
Busen, Beine, Bauch und Po:
Alles ist halt doch nicht so,
Wie’s die Damen gerne hätten,
Drum lassen viele sich entfetten
An den Taillen, an den Hüften.
Die Augen lassen sie sich liften,
Und der Busen wird gehoben,
Hängt nicht mehr unten, sondern oben –
Gebläht mit einem Kunststoffkissen:
Bald will das keine Frau mehr missen.
Weg mit dem alten Büstenhalter!
Die Damen trotzen jedem Alter.
Doch Männer sind nicht so wie Frauen –
Ganz einfach, weil sie sich nicht trauen.
So sind sie ganz Natur geblieben,
Weil Frauen den Charakter lieben,

Sinn des Lebens

Gedichte1

Die Sinnfrage

Augenblick, verweile doch,
Du bist so schön“,
So dichtete einst Goethe noch –
Wir können’ s kaum verstehen:
Wir jagen den Momenten nach,
Ohne uns zu schonen.
Kein einz’ger Augenblick liegt brach:
Das Leben soll sich lohnen!
Die Jahre fließen schnell dahin,
Dann ist man krank und alt.
Und plötzlich fragt man nach dem Sinn –
Zu spät, der Tod kommt bald.

Gedicht (nix für Frauen!)

Gedichte1

Schönheitsoperationen

Kein Wesen gibt es wohl hienieden,
Das mit sich so unzufrieden;
Kaum dass es in den Spiegel blickt,
Ist es schon total geknickt.
Die Rede ist hier von den Frauen,
Die sich so den Tag versauen.
Busen, Beine, Bauch und Po:
Alles ist halt doch nicht so,
Wie’s die Damen gerne hätten,
Drum lassen viele sich entfetten
An den Taillen, an den Hüften.
Die Augen lassen sie sich liften,
Und der Busen wird gehoben,
Hängt nicht mehr unten, sondern oben –
Gebläht mit einem Kunststoffkissen:
Bald will das keine Frau mehr missen.
Weg mit dem alten Büstenhalter!
Die Damen trotzen jedem Alter.
Doch Männer sind nicht so wie Frauen –
Ganz einfach, weil sie sich nicht trauen.
So sind sie ganz Natur geblieben,
Weil Frauen den Charakter lieben.