Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Da bin ich direkt erschrocken

Ich wohne in einem kleinen weitgehend selbst gebauten Holzhaus am Rande eines kleinen bayerischen Dorfes. Das Grundstück war billig und das Baumaterial vom hiesigen Sägewerk auch. Ich habe mir bisher keine Vorstellungen über den Wert meines Hauses gemacht.
Aber nun ist mein Nachbar gestorben und der Erbe verkauft sein Haus für sage und schreibe 1,4 Millionen! Da bin ich direkt erschrocken. Meine Schwiegertochter sagte, als ich ihr das berichtete: „Oh, das ist aber billig!“ Sie wohnt in München, wo man andere Preisvorstellungen hat.
Man muss heute schon erben, um sich Grundbesitz leisten zu können.
Was mir nicht in den Kopf will: Da sprechen die Leute heute noch vom Wohlstand, obwohl es ständig bergab gegangen ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/09/deutschland-wohin-die-reise-geht-der-wohlstand-sollte-in-unwohlstand-umgetauft-werden/

Geht es Ihnen auch so? Plötzlich liest man etwas…

Gelegentlich liest man etwas, was einen in Erstaunen versetzt und zum Nachdenken zwingt. Gerade lese ich etwas Unglaubliches, nämlich dass Tesla in seiner Gigafactory in Brandenburg alle 45 Sekunden (!) ein Auto produziert.
Da fragt man sich, wie lange die Deutsche Autoindustrie da mithalten kann. Tesla ist bereits jetzt schon mehr wert als VW, Daimler, BMW, GM, Ford, Renault, Peugeot, Fiat, Hyundai, Honda und Nissan zusammen! Die Aktie hat in einem Jahr um 770% zugelegt:

Während unsere Autoindustrie wie ein Schwerkranker am Tropf der Subventionen hängt, hat Tesla großzügig auf die möglichen Subventionen verzichtet.
Es sieht also nicht gut aus für unsere Vorzeige-Industrie. Was dann?

Nostalgie: Wie haben wir damals nur so leben können?

Über das Thema habe ich schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/23/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen-2/

Gerade schließt wieder ein Geschäft in der Innenstadt und das lässt mich an früher denken. Da gab es in Traunstein zwei Eisenwarenhandlungen und ein weiteres Geschäft mit Haushaltswaren. Alle haben inzwischen aufgegeben. Wer also eine Schraube braucht, muss in den Baumarkt am Rande der Stadt fahren. Aber dort gibt es keine einzelnen Schrauben, sondern nur ganze Schachteln. Oder wer nur einen Dichtungsring braucht, muss ein ganzes Set mit den verschiedensten Größen kaufen.
Wie einfach war das früher: Da gab es einzelne Schrauben in der Innenstadt. Wenn man keine ganze Schachtel kaufen wollte, musste man 50 Pfennig fürs Abzählen bezahlen. Das war billiger und produzierte keine überflüssigen Schrauben, die man nie im Leben brauchen würde. Und man kaufte auch keine Dichtungsringe, von denen man die meisten weg werfen musste, sondern nur einen einzigen.
Das Ganze nennt sich Fortschritt: Verödete Innenstädte, überflüssige Fahrten zum Stadtrand, Ware zum Wegwerfen…

Das müssen Sie sehen: Wir fahren den Karren sehenden Auges an die Wand

Schauen Sie sich bitte mal unbedingt diese Infografik an:
https://de.statista.com/infografik/10574/benoetigte-erden-je-lebensstil-ausgewaehlter-laender/
Und dann sagen Sie mir, wie wir so weiter leben können und wie lange.
Eigentlich sollte man ja alles, was man macht, vom Ende her denken. Aber auch für uns gilt, was der heilige Hieronymus von der Kirche sagte:
„Wir brennen wahrlich vor Geldgier!“
So wird jetzt aus der Erde heraus geholt, was es zu holen gibt. Sollen doch unsere Nachkommen sehen, wie sie mit der erschöpften Erde (und mit der Schuldenlast) fertig werden:
„Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.“

Nie wieder Bayerische Versicherungskammer!

Mein Senf dazu<:

Mein Senf dazu:

Die meisten Menschen schauen bei der Auswahl einer Versicherung im Vergleichsportal, wo es den günstigsten Tarif gibt. Wichtiger ist aber, ob eine Versicherung im Versicherungsfall zahlt oder sich darum herum drückt. Vorbildlich ist in meinen Augen die HUK, die mich mit ihrer unkomplizierten Erstattung in Erstaunen versetzte.

Das pure Gegenteil ist die Bayerische Versicherungskammer, die mir in drei Fällen nicht das zahlte, was mir nach meiner Meinung zustand:

1. Bei einem Verkehrsunfall verweigerte sie die Zahlung eines Schadenspostens unter Hinweis auf eine veraltete Außenseiterentscheidung. Ein Anwalt meinte dazu, die BVK habe beim Zahlen den schlechtesten Ruf.

2. Ich hatte als Kind einen Wirbelsäulenbruch erlitten. Die Bruchstellen waren etwas verdreht zusammen gewachsen. Als ich beim Bau meines Holzhauses viele schwere Arbeiten selbst machte, bekam ich an dieser Stelle Probleme. Glücklicherweise kannte ich einen Arzt, der einen Bandscheibenvorfall über 4 Wirbel erlitten hatte, den man (jedenfalls damals) nicht operieren konnte. Er erzählte mir, dass er in Bad Endorf im Schlingentisch behandelt worden sei und dass er nun sogar wieder seinen Wald bewirtschaften könne. Dort solle ich unbedingt hingehen. Ich ließ mich also auch dort behandeln und habe seitdem kein Problem mit meinem Kreuz. (Ich habe gerade mit 88 Jahren meine Reifen gewechselt.)
Ich bin bei der BVK krankenversichert und die Kasse hätte also zahlen sollen. Nun ist die Klinik in Bad Endorf sowohl Krankenhaus wie Kurklinik gewesen und die BVK zahlte daher nur den wesentlich niedrigeren Tarif für eine Kur unter Berufung auf ihren Gutachter, der eine altersbedingten Abnutzung feststellte. Der behandelnde Chefarzt widersprach dem vehement, aber die BVK blieb bei ihrer Weigerung –  wohl wissend, dass die meisten doch nicht klagen. Die BVK hat ein gutes Geschäft gemacht: Sie hat niemals wieder bei mir eine Wirbelsäulenbehandlung zahlen müssen.

3. Nun ist es auch wieder so: Ich habe auf meine alten Tage eine ganz schwere Aufgabe zu bewältigen: Meine arme Frau verfiel im Zuge ihrer Demenzerkrankung in den totalen Wahnsinn, so dass der Hausarzt die sofortige Einweisung in die Psychiatrie anordnete. Es gelang mir, in der Uni-Klinik München einen Platz zu ergattern und der dortige Arzt verfügte die Aufnahme meiner Frau. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass doch kein Bett mehr frei war, so dass ich unverrichteter Dinge wieder heim fuhr.
Nach diesem Erlebnis brachte ich es nicht übers Herz, meine Frau in eine andere Klinik einweisen zu lassen. Ich mache die Betreuung selbst, obwohl unser Hausarzt sagte, das würde mich überfordern und ich würde dabei selbst krank.
Ich will hier nicht beschreiben, wie unglaublich schwierig die Betreuung in einem solchen Fall verläuft bei Suizidgefahr, Gewalttätigkeit und völligem Abhandenkommen jeder Hygiene. Es ist wirklich der reine Wahnsinn!
Die Betreuungskraft der Caritas, die unsere Verhältnisse genau kennt, riet mir, eine höhere Pflegestufe zu beantragen. Dies wurde von der BVK  unter Berufung auf ihre Begutachtung jedoch abgelehnt. Damit macht die BVK wieder ein tolles Geschäft. Käme meine Frau in die Psychiatrie, würde das pro Tag etwa 500 Euro kosten. Ich mache dieselbe Arbeit und eine Erhöhung der Pflegestufe würde nur einen Bruchteil kosten. Aber das gönnt mir die schäbige BVK, die in einem protzigen Palast in bester Lage in München residiert, nicht. Aber sie besitzt sogar die Dreistigkeit, mich nach meiner Zufriedenheit zu fragen. Nein, ich bin absolut unzufrieden und tue das hier kund.

Noch eine Bemerkung: Kann man von einem Gutachter, der wieder beschäftigt werden will, ein objektives Gutachten erwarten?

Wie wir immer ärmer werden: Deutschland stürzt ab

Gerade beherrschen auch diese Zahlen die Nachrichten: Die Inflation ist auf 5,2% gestiegen. Und der Vorreiter der nächsten Lohnrunden, nämlich der Öffentliche Dienst, hat gerade mal erreicht, dass die Löhne und Gehälter um 2,8% steigen. Die Differenz zeigt den realen Einkommensschwund an.
Das ist kein Wunder:
Deutschland stürzt ab.

Verstappen-Sieg: Wie kann das sein?

Ich bewundere den Rennfahrer Verstappen. Von ihm sahen die anderen gerade nur noch den Auspuff. Mehr noch bewundere ich die Firma Redbull. Wie kann es sein, dass so ein inzwischen etablierter Newcomer die erfahrenen Rennwagenproduzenten alt aussehen lässt? Wo die Firma Redbull auftaucht, scheint der Erfolg garantiert zu sein. Das Erfolgsrezept sollten manche verschlafene Unternehmen kopieren.
Irgendwie erinnert mich das an Tesla:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/27/deutsche-autoindustrie-in-gefahr/

Deutsche Autoindustrie in Gefahr?

Der freche Ami Musk hat die Dreistigkeit besessen, mitten im Autoland Deutschland ein Werk zu errichten. Obwohl die Baugenehmigung noch gar nicht erteilt ist, wird dort schon eifrig produziert. Das ist amerikanisches Tempo und da reiben sich unsere von der Regierung gehätschelten Autohersteller verwundert die Augen. Da kommt einer daher in kürzester Zeit von 0 auf 100!

Unglaublich, aber wahr: Tesla ist bereits jetzt schon mehr wert als VW, Daimler, BMW, GM, Ford, Renault, Peugeot, Fiat, Hyundai, Honda und Nissan zusammen! Die Aktie hat in einem Fahr um 770% zugelegt.
https://www.automotive.at/kfz-wirtschaft/unglaublich-tesla-ist-bereits-mehr-wert-als-vw-daimler-bmw-204004
In den drei Monaten bis Ende September stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 389 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro)
Und während unsere Autohersteller wegen mangelnder Chips teilweise ihre Produktion zeitweise einstellen mussten, kannte Tesla solche Probleme nicht.

So sieht es also aus mit unserer Vorzeigeindustrie: Wird sie das Schicksal der deutschen Fotobranche, Textilindustrie, Fernseherproduzenten … teilen?  Wie wird es sein, wenn China die notwendigen Rohstoffe (seltene Erden, Magnesium…) nicht mehr liefert, sondern selbst verbraucht? 

 

 

 

Kein Problem mit der Lieferung von Chips.

Wir stoßen an unsere Grenzen

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

> Gerade wird Holz, das noch vor kurzem zu Brennholzpreisen verkauft wurde, zum Luxusgut.
> Wir sind nicht mehr in der Lage, alle Menschen ausreichend zu ernähren: 811 Millionen leiden an Hungersnot. Die weitsichtigen Chinesen kaufen sich zur Ernährung ihrer Bevölkerung riesige Landflächen in Afrika und Südamerika. Und wir versiegeln unsere Landschaft.
> Wir hängen an Lieferketten und gefährden uns dadurch. Was passiert, wenn diese durch einen Cyberangriff lahm gelegt werden oder durch eine Pandemie? Einen Vorgeschmack davon erleben wir gerade. Wir sollen jetzt schon für Weihnachten einkaufen, weil es dann vieles nicht mehr geben könnte. Drohen uns leere Regale wie in London?
> Das Verbrechen nimmt überhand. Das zeigt sich gerade in den Niederlanden, wo der Polizeichef über die Verbrecher sagte: „Diese Leute gewinnen immer.“
> Vor der Gefahr eines Blackouts durch Überlastung wird bei der Stromversorgung gewarnt. In China ist es schon so weit, dass immer wieder gebietsweise der Strom ausfällt.
> Die steigenden Energiepreise zeigen uns, dass die Energie knapper wird. Traurige Folge: In unserem reichen Land müssen die ersten frieren. Das hat es seit dem Krieg nicht mehr gegeben.
> Bei uns fehlen 60.000 -80.000 LKW-Fahrer. Das ja fast Verhältnisse wie in Großbritannien, wo 100.000 fehlen. Und auch die Gastronomie bekommt nur wenig Personal.
> Der Mangel an Stahl führt zur Verzögerung von Bauten.
> Wir werden immer dümmer und die Aufgaben werden immer größer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/16/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-sogar-lebensgefaehrlich-bloede-in-der-corona-krise/
> Die Männer werden entmannt. Wo wird das enden?
> Die Landwirtschaft stößt in ihrer derzeitigen Form an ihre Grenzen: Nicht nur die Nitratbelastung des Grundwassers durch Überdüngung ist ein Problem, sondern auch Krankheiten, die sich durch Massentierhaltung ausbreiten: Die Schweinegrippe hat viele Bauern zum Aufgeben gezwungen:
Das häufige Spritzen der Pflanzen mit Pestiziden wird von den Anliegern nicht mehr so hingenommen. In Südtirol protestieren die Einwohner gegen die Obstbauern und deren Art der Bewirtschaftung. Leider ist es ja so, dass die Menschen schönes Obst wollen und nicht so etwas wie aus meinem Garten:

Er sieht nicht gut aus, schmeckt aber besser als alles aus dem Laden.

 

 

 

Cyberattacken

Kulanz und Freundlichkeit sterben aus


In der Wirtschaft stirbt immer mehr etwas aus, was kluge Geschäftsleute bisher als Kulanz praktiziert haben. Hier zwei Beispiele:
Gerade will ich Rosen bestellen u.a. die Rose Himalayan Musk Rambler, die ein gewaltiges Wachstum aufweist. Die gibt es bei Pflanzmich nur im Fünferpack für 44,95 Euro. Ich habe gefragt, ob ich nicht nur eine Rose haben könnte. Das geht nicht. Wieso eigentlich? Denkt man nicht daran, dass man dadurch einen guten Kunden verliert, der nun anderswo bestellt?
Und gerade bekomme ich die Abrechnung meiner Krankenkasse. Die hat eine Rechnung der Caritas über einen Betreuungsbesuch in Höhe von 63 Euro auf 50 Euro zusammen gestrichen. Das ganze ist fast ein Witz: Jahrelang hat die Caritas viel zu billig nur 23 Euro verlangt. Nur in der Coronakrise hatte sie keine Zeit für mich und so habe ich Compass beauftragt, was 50 Euro kostete. Sparsam wie ich bin, bin ich zur Caritas zurück gekehrt, wo dann aber der sehr lange dauernde intensive Beratungsbesuch 63 Euro kostete. Ich habe meiner Versicherung gesagt, dass ich das Zusammenstreichen der Leistung auf 50 Euro schäbig finde. Die Antwort lautete, man müsse sich an Tarife halten.

Die beiden Beispiele zeigen, dass die Menschen immer mehr in Schablonen denken: So, wie die Menge in der Preisliste ausgezeichnet ist, kann man sie nicht ändern, und Tarif ist eben Tarif, quasi sakrosankt: da gibt es keine Großzügigkeit, auch wenn man bisher viel Geld durch die Nichtausnutung des vollen Tarifs früher gespart hat.

Neben dem Schabkonendenken ist wohl auch schuld, dass die Freundlichkeit immer mehr aus stirbt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/13/heute-ist-der-weltnettigkeitstag/