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Deutschland stürzt ab: Lohndumping und Verarmung


Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Deutschland ist in einem desolaten Zustand. Wir stehen vor dem Trümmerhaufen des Merkelismus:
Das eine ist, dass wir von der Substanz gelebt haben, indem wir unsere Infrastruktur verkommen ließen. Allein 4000 Brücken müssen nun repariert werden, das Bahnnetz muss modernisiert werden, viele Schulen sind in desolatem Zustand …
Das andere aber ist, dass wir Deutschland nicht zukunftsfähig gemacht haben: Wir hätten uns schon in dem Boomjahren auf eine grüne Energie ausrichten müssen und uns nie von Putin abhängig machen dürfen. Was die Zukunftsfähigkeit anbetrifft, gehört auch ein Bereich dazu, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde: nämlich die Bildungspolitik.
Wir leben nicht von Bodenschätzen, sondern von Blaupausen, d.h.: Wir müssen Produkte herstellen, die anderen überlegen sind. Das geht nur, wenn unsere Unis vorne mit dabei sind. Aber beim Ranking rutschen sie immer weiter nach hinten:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/10/14/unsere-zukunft-haengt-vom-ranking-der-unis-ab-traurige-bilanz/
Die Folge davon ist, dass wir nicht mehr mit der hervorragenden Qualität unserer Produkte auf dem Weltmarkt punkten können, sondern dass wir nun unsere Waren über die niedrigeren Preise verkaufen müssen, was zu Lohndumping führt. Die prekären Arbeitsverhältnisse (Aufstocker, Zeit- und Leiharbeiter) nehmen daher ständig zu. Und Trump hatte völlig recht, wenn er dagegen mit Strafzöllen vorgehen wollte. Aber wir hatten das Glück, dass ihn der Leisetreter Biden abgelöst hat, der insofern keinen Wirbel machen wollte.

Ist das alles noch normal?

Wann kommt endlich die Umkehr?

Was haben Menschen wie diese alte Frau nicht alles mitgemacht? Angst ums Leben im Krieg, Hungersnot danach, Wiederaufbau Deutschlands als Trümmerfrau… Und nun?

Das, was wir diesen Frauen heute zumuten, ist schlimmer: Im reichen Deutschland, in dem wir dauernd etwas von einem angeblichen Aufschwung hören, steigt Jahr für Jahr die Zahl der Armen – im letzten Jahr um knapp 70.000. Und das wird hingenommen, ohne dass es einen Aufschrei gibt. Diese Seite ist eine der wenigen Stimmen, die sich seit vielen Jahren um die Armen kümmert, beispielsweise hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/
Was das schreckliche an dieser Entwicklung ist, ist dies: Während die Armen immer mehr :und immer ärmer werden, werden die Reicher immer reicher und immer mehr, sogar in der Corona-Krise:
https://autorenseite.wordpress.com/2023/01/16/erschreckend-und-viel-schlimmer-als-gedacht/
Und seit vielen Jahrzehnten hat keine Regierung etwas getan, um diese Entwicklung umzukehren. Das Ganze nennt sich „soziale Marktwirtschaft“.

Deutschland stürzt ab

Ich habe hier schon öfter darüber geschrieben, wie Deutschland abstürzt, z.B.:
https://autorenseite.wordpress.com/2023/01/13/schlimme-zahlen/
Nun lesen wir hier: „Deutschland wird nach unten durchgereicht“. Beim Standortvergleich von 21 Industriestaaten sind wir inzwischen ganz hinten auf Platz 18 gelandet. Wo soll das noch hin führen? Auf jeden Fall müssen wir auch noch aus diesem Grund den Gürtel enger schnallen. Das lässt sich auf Dauer nicht mit Schulden machen vernebeln.

Unser Wirtschaftssystem funktioniert nicht: die unsoziale Marktwirtschaft

Eigentlich klingt es plausibel, wenn unser Wirtschaftssystem nach dem Motto „Der Markt regelt alles“ gut funktionieren soll. Zur Not schreitet dann das Kartellamt ein. So die Theorie.
Nun haben wir aber während der Pandemie gesehen, dass das System nicht funktioniert. Es ging im Wettbewerb nicht mehr darum, wer die beste Ware zum günstigsten Preis liefern kann, sondern umgekehrt darum: Um wie viel können die Konzerne ihren Preis erhöhen, so dass die Konkurrenz mitzieht?
So haben verschiedene Konzerne Übergewinne erzielt, die den Ruf nach einer entsprechenden Extrasteuer laut werden ließen. Aber das grundsätzliche Problem wurde nicht behandelt: Wie ist es möglich, dass sich der Konkurrenzkampf um den günstigsten Preis umgekehrt hat in einen Wettbewerb darüber, um wie viel man die Preise erhöhen kann und die Konkurrenten mit dabei sind.

Die Verbraucher, die ja bisher für die Preisdisziplin sorgten, sind diesem Absahnen machtlos ausgeliefert und das Kartellamt kann nicht einschreiten, wenn keine Preisabsprachen zugrunde liegen. So kämpft nun EDEKA für die Verbraucher um angemessene Preise und nimmt Waren aus den Regalen, bei denen es zu übermäßigen Preiserhöhungen gekommen ist. Eigentlich ist es aber nicht die Aufgabe eines Lebensmittelhändlers, Preisdisziplin durchzusetzen. Das sollte der Verbraucher durch gezielte Warenauswahl tun. Aber dazu hat er keine Chance.

Da stimmt also irgendetwas nicht an unserem Wirtschaftssystem, das die Reichen gerade in der jetzigen Krisenzeit wieder um vieles reicher macht:
https://autorenseite.wordpress.com/2023/01/16/erschreckend-und-viel-schlimmer-als-gedacht/

Brisante Rentenreform

In Frankreich brodelt es zur Zeit wegen Macrons Rentenreform. Bei uns sind die Probleme wie üblich mit Schuldenmachen zugekittet worden. Die Politiker täuschen darüber hinweg, indem sie sagen, sie müssten „Geld  in die Hand nehmen“ (das gar nicht vorhanden ist).
Was tun?
Da werden nun die alten „tollen“ Ideen wieder aufgewärmt:
Die völlig zu Unrecht beneideten Beamten sollen endlich auch in die Rentenversicherung einzahlen. Warum eigentlich nicht? Nur müsste man dann die Beamtengehälter entsprechend erhöhen. Es wäre also ein Nullsummenspiel für den Staat.

Die Diskussion über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit verläuft immer ganz schlicht so: Man sagt den Arbeitnehmern, wie viele von ihnen früher einen Alten zu versorgen hatten und wie viele es heute sind. Da kommt man dann ganz einfach zu dem Ergebnis, dass die Arbeitnehmer halt länger arbeiten müssen, um die „Rentenlast“ zu tragen. Andernfalls müsste man die Renten kürzen bzw. die Beiträge zur Rentenversicherung erhöhen. Da die beiden letzteren Alternativen sehr unpopulär ist und das Alter für viele in weiter Ferne liegt, dreht man halt an der Stellschraube Lebensarbeitszeit.
Das ist nun wieder sehr ungerecht, weil besonders die Arbeitnehmer der unteren Einkommensgruppen kaum jemals so lange arbeiten können. Das Ganze wäre also im Grunde genommen eine Rentenkürzung.
Was aber bei der Diskussion völlig außer Betracht bleibt, ist die Tatsache, dass sich die Produktivität der Arbeitnehmer wesentlich erhöht hat. Ein Beispiel: Wo früher in den Autofabriken Schweißerkolonnen die Fahrzeuge zusammen bauten, tun dies heute automatische Fertigungsstraßen.
Man darf also nicht einfach bei der Rentendiskussion von der Frage ausgehen, wie viele Arbeitnehmer wie viele Rentner unterhalten müssen, sondern man muss die erhöhte Produktivität mit einbeziehen. Und dann muss man darüber diskutieren, wie der Produktivitätsgewinn gerecht verteilt wird. Zur Zeit streichen ihn im wesentlichen die Unternehmer ein.
Aber über das Hauptproblem dürfen wir uns nicht hinweg täuschen: Wir erleiden einen Wohlstandsverlust nicht nur bei den Renten, sondern auch bei den Reallöhnen. Das sollte eigentlich für die Politiker ein Anlass sein, die in fast allen Staaten zu beobachtende Entwicklung umzukehren, die die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht. Aber das wird wohl die Bilderberg-Konferenz wie bisher zu verhindern wissen.

Aktienkurse: Verluste geschönt?

Ist noch mehr Geld futsch?

Ich gebe zu: Ich verstehe nicht viel von Aktienkursen. Ich besitze auch Gott sei Dank keine Aktien, denn die haben im Jahr 2022 ein Minus von mindestens 12 % zu verzeichnen. Die Kurse fielen auf 13.924 Punkte.
Und da beginnt mein Gehirn zu arbeiten: Rechnen wir einfachheitshalber mit runden Zahlen: Wenn der Aktienkurs im Jahr von 10.000 Euro auf 9.000 Euro fällt, dann wird der Verlust mit 10 % beziffert. Dabei wird aber die Inflation nicht berücksichtigt: Die 9.000 Euro haben durch die Inflation ja einen viel niedrigeren Wert als der Euro seinerzeit bei dem Aktienwert von 10.000 hatte.
Müsste man also bei der Berechnung der Verluste von Aktienanlagen nicht auch die Inflation mit einberechnen und so einen realen Verlust feststellen? Entsprechen also die allgemein propagierten Verluste von Aktienanlagen gar nicht der Realität? Oder bin ich nur zu dumm, um die Zusammenhänge richtig zu sehen?

So ist das in unserer Wegwerfgesellschaft

Gerade habe ich mir nach gut 10 Jahren einen neuen PC gekauft. Bei dem sollte ein schnurloses Touchpad mit geliefert werden. Stattdessen kam eines mit Kabel. Als ich reklamierte, bekam ich ein neues. Das alte brauchte ich nicht zurücksenden, sondern sollte es entsorgen.

Ähnlich erging es mir beim Kauf einer Fernbedienung. Als die nicht funktionierte, bekam ich dasselbe Modell noch mal. Das ging auch nicht. Die Rücksendung lohnt sich offenbar auch hier nicht und ich muss das Gerät entsorgen. Die Reparatur kostet offenbar mehr als das Gerät.

Schlimme Zustände sind das, wenn man neue Geräte wegwerfen soll.

Man sollte es nicht glauben:

 

So schlecht sind deutsche Autos in den Augen amerikanischer Verbraucher:
https://web.de/magazine/auto/letzter-platz-us-umfrage-deutsche-automarke-faellt-37509020
Wir bilden uns ja immer ein, unsere Autos seien Spitzenklasse, aber eine Umfrage in den USA bietet ein anderes Bild: Mercedes auf dem letzten Platz!
Seit Tesla in Brandenburg eine Fabrik gebaut hat, ist „Feuer am Dach“.
Mir fällt zur gehätschelten deutsch Autoindustrie immer das das Schicksal der deutschen Kamera-Hersteller ein: Leica, Zeiss-Ikon, Agfa wurden verdrängt durch die Hersteller aus Fernost. Wird es den deutschen Autoproduzenten auch so ergehen?

Chancenkarte – wie soll das gehen?

In Deutschland fehlen über 900.000 Fachkräfte. Die Regierung will nun die Einwanderung für brauchbare Menschen erleichtern. 
Aber wie soll das gehen? Wir haben jetzt schon zu wenig Wohnungen und wissen jetzt auch nicht mehr, wie wir die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine unterbringen sollen. Wo also sollen all die angeworbenen Fachkräfte wohnen? Schon jetzt bildet sich sozialer Sprengstoff, weil viele Deutsche glauben, die Ukrainer nähmen ihnen die Wohnungen weg und würden zu viel Geld kosten, was bei ihnen gespart würde. Die Brandstiftung an einer Flüchtlingsunterkunft beweist gerade, wie brisant die Situation ist.

Wir wollen nicht wahr haben, dass wir die Welt bis zur Erschöpfung ausbeuten: https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/28/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor-2/
Das sehen wir gerade bei den Themen Energie und Ernährung: Die reichen Länder kaufen den armen Gas, Öl und Lebensmittel weg und der Hunger auf der Welt nimmt wieder zu.
Wir müssen auch zur Kenntnis nehmen, dass auf der Welt nicht genügend Fachkräfte vorhanden sind, um den ständigen Anstieg der Produktion zu bewältigen. Und so haben wir die Situation, dass arme Staaten Menschen ausbilden, die dann in die reichen Länder abwandern. Im Grunde genommen ist dies eine verfeinerte Art von Diebstahl, den wir nun mit der Chancenkarte betreiben wollen.

 

Nepp auf der Wiesn

Das Image des Oktoberfests ist schwer angekratzt:
Bei Kontrollen wurde festgestellt, dass in rund einem Drittel aller Maßkrüge zu wenig Bier eingeschenkt war:
https://www.sn.at/panorama/international/zu-wenig-bier-in-jedem-dritten-oktoberfest-masskrug-128668693
Was dabei auffällt, ist zunächst einmal, dass zwar früher auch ein „Unterschank“ festgestellt wurde, aber der lag im Jahr 2919 bei 18 % und 2018 bei nur 14 %. Die Festwirte, die deshalb zur Rede gestellt wurden, erklärten das damit, dass sie viel ungelerntes Personal hätten einstellen müssen. Das Traurige ist, dass sie mit einer solchen lächerlichen Ausrede durch kommen. Was ist denn schon dabei zu lernen, wenn man einen Maßkrug bis zum Eichstrich zu füllen hat?
So ist das größte Volksfest der Welt zu einer Nepp-Veranstaltung verkommen, die kein gutes Licht auf unser Land wirft.
Was ich vermisse, ist, dass die Behörden diesen Nepp nachhaltig bekämpfen.