Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Wie wir immer ärmer werden: Deutschland stürzt ab

Gerade beherrschen auch diese Zahlen die Nachrichten: Die Inflation ist auf 5,2% gestiegen. Und der Vorreiter der nächsten Lohnrunden, nämlich der Öffentliche Dienst, hat gerade mal erreicht, dass die Löhne und Gehälter um 2,8% steigen. Die Differenz zeigt den realen Einkommensschwund an.
Das ist kein Wunder:
Deutschland stürzt ab.

Verstappen-Sieg: Wie kann das sein?

Ich bewundere den Rennfahrer Verstappen. Von ihm sahen die anderen gerade nur noch den Auspuff. Mehr noch bewundere ich die Firma Redbull. Wie kann es sein, dass so ein inzwischen etablierter Newcomer die erfahrenen Rennwagenproduzenten alt aussehen lässt? Wo die Firma Redbull auftaucht, scheint der Erfolg garantiert zu sein. Das Erfolgsrezept sollten manche verschlafene Unternehmen kopieren.
Irgendwie erinnert mich das an Tesla:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/27/deutsche-autoindustrie-in-gefahr/

Deutsche Autoindustrie in Gefahr?

Der freche Ami Musk hat die Dreistigkeit besessen, mitten im Autoland Deutschland ein Werk zu errichten. Obwohl die Baugenehmigung noch gar nicht erteilt ist, wird dort schon eifrig produziert. Das ist amerikanisches Tempo und da reiben sich unsere von der Regierung gehätschelten Autohersteller verwundert die Augen. Da kommt einer daher in kürzester Zeit von 0 auf 100!

Unglaublich, aber wahr: Tesla ist bereits jetzt schon mehr wert als VW, Daimler, BMW, GM, Ford, Renault, Peugeot, Fiat, Hyundai, Honda und Nissan zusammen! Die Aktie hat in einem Fahr um 770% zugelegt.
https://www.automotive.at/kfz-wirtschaft/unglaublich-tesla-ist-bereits-mehr-wert-als-vw-daimler-bmw-204004
In den drei Monaten bis Ende September stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 389 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro)
Und während unsere Autohersteller wegen mangelnder Chips teilweise ihre Produktion zeitweise einstellen mussten, kannte Tesla solche Probleme nicht.

So sieht es also aus mit unserer Vorzeigeindustrie: Wird sie das Schicksal der deutschen Fotobranche, Textilindustrie, Fernseherproduzenten … teilen?  Wie wird es sein, wenn China die notwendigen Rohstoffe (seltene Erden, Magnesium…) nicht mehr liefert, sondern selbst verbraucht? 

 

 

 

Kein Problem mit der Lieferung von Chips.

Wir stoßen an unsere Grenzen

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

> Gerade wird Holz, das noch vor kurzem zu Brennholzpreisen verkauft wurde, zum Luxusgut.
> Wir sind nicht mehr in der Lage, alle Menschen ausreichend zu ernähren: 811 Millionen leiden an Hungersnot. Die weitsichtigen Chinesen kaufen sich zur Ernährung ihrer Bevölkerung riesige Landflächen in Afrika und Südamerika. Und wir versiegeln unsere Landschaft.
> Wir hängen an Lieferketten und gefährden uns dadurch. Was passiert, wenn diese durch einen Cyberangriff lahm gelegt werden oder durch eine Pandemie? Einen Vorgeschmack davon erleben wir gerade. Wir sollen jetzt schon für Weihnachten einkaufen, weil es dann vieles nicht mehr geben könnte. Drohen uns leere Regale wie in London?
> Das Verbrechen nimmt überhand. Das zeigt sich gerade in den Niederlanden, wo der Polizeichef über die Verbrecher sagte: „Diese Leute gewinnen immer.“
> Vor der Gefahr eines Blackouts durch Überlastung wird bei der Stromversorgung gewarnt. In China ist es schon so weit, dass immer wieder gebietsweise der Strom ausfällt.
> Die steigenden Energiepreise zeigen uns, dass die Energie knapper wird. Traurige Folge: In unserem reichen Land müssen die ersten frieren. Das hat es seit dem Krieg nicht mehr gegeben.
> Bei uns fehlen 60.000 -80.000 LKW-Fahrer. Das ja fast Verhältnisse wie in Großbritannien, wo 100.000 fehlen. Und auch die Gastronomie bekommt nur wenig Personal.
> Der Mangel an Stahl führt zur Verzögerung von Bauten.
> Wir werden immer dümmer und die Aufgaben werden immer größer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/16/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-sogar-lebensgefaehrlich-bloede-in-der-corona-krise/
> Die Männer werden entmannt. Wo wird das enden?
> Die Landwirtschaft stößt in ihrer derzeitigen Form an ihre Grenzen: Nicht nur die Nitratbelastung des Grundwassers durch Überdüngung ist ein Problem, sondern auch Krankheiten, die sich durch Massentierhaltung ausbreiten: Die Schweinegrippe hat viele Bauern zum Aufgeben gezwungen:
Das häufige Spritzen der Pflanzen mit Pestiziden wird von den Anliegern nicht mehr so hingenommen. In Südtirol protestieren die Einwohner gegen die Obstbauern und deren Art der Bewirtschaftung. Leider ist es ja so, dass die Menschen schönes Obst wollen und nicht so etwas wie aus meinem Garten:

Er sieht nicht gut aus, schmeckt aber besser als alles aus dem Laden.

 

 

 

Cyberattacken

Kulanz und Freundlichkeit sterben aus


In der Wirtschaft stirbt immer mehr etwas aus, was kluge Geschäftsleute bisher als Kulanz praktiziert haben. Hier zwei Beispiele:
Gerade will ich Rosen bestellen u.a. die Rose Himalayan Musk Rambler, die ein gewaltiges Wachstum aufweist. Die gibt es bei Pflanzmich nur im Fünferpack für 44,95 Euro. Ich habe gefragt, ob ich nicht nur eine Rose haben könnte. Das geht nicht. Wieso eigentlich? Denkt man nicht daran, dass man dadurch einen guten Kunden verliert, der nun anderswo bestellt?
Und gerade bekomme ich die Abrechnung meiner Krankenkasse. Die hat eine Rechnung der Caritas über einen Betreuungsbesuch in Höhe von 63 Euro auf 50 Euro zusammen gestrichen. Das ganze ist fast ein Witz: Jahrelang hat die Caritas viel zu billig nur 23 Euro verlangt. Nur in der Coronakrise hatte sie keine Zeit für mich und so habe ich Compass beauftragt, was 50 Euro kostete. Sparsam wie ich bin, bin ich zur Caritas zurück gekehrt, wo dann aber der sehr lange dauernde intensive Beratungsbesuch 63 Euro kostete. Ich habe meiner Versicherung gesagt, dass ich das Zusammenstreichen der Leistung auf 50 Euro schäbig finde. Die Antwort lautete, man müsse sich an Tarife halten.

Die beiden Beispiele zeigen, dass die Menschen immer mehr in Schablonen denken: So, wie die Menge in der Preisliste ausgezeichnet ist, kann man sie nicht ändern, und Tarif ist eben Tarif, quasi sakrosankt: da gibt es keine Großzügigkeit, auch wenn man bisher viel Geld durch die Nichtausnutung des vollen Tarifs früher gespart hat.

Neben dem Schabkonendenken ist wohl auch schuld, dass die Freundlichkeit immer mehr aus stirbt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/13/heute-ist-der-weltnettigkeitstag/

Zitat zum Thema Politik

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Banken, die ihre Kunden betrügen, Supermärkte, die Gammelfleisch verkaufen, und Firmen, die ihre Angestellten bespitzeln, hätte es früher nicht gegeben, weil die Menschen damals konsequent und solidarisch waren mit der Folge, dass all diese Unternehmen pleite gegangen wären.
(H.Pöll)

Die Firma Trigema ist vorbildlich mit ihrer Werbung. Warum wirbt nicht auch einmal ein Autohersteller mit dem Argument, dass es bei ihm keine prekären Arbeitsverhältnisse gibt?
Mehr über den Autor auf der Homepage.

Unser blödes Wirtschaftssystem

Gerade habe ich darüber geschrieben, dass die Bahnstreiks uns die Fehler unseres Wirtschaftssystems offenbarten:

Streiks bei der Bahn: das falsche Wirtschaftsprinzip

Nun erfahre ich den Unsinn unseres Wirtschaftssystems am eigenen Leib:
Ich hatte mir einen Medion-PC gekauft, weil ich mit der Firma gute Erfahrungen gemacht hatte. Aber was mir da geliefert wurde, spottet jeder Beschreibung.

Es begann damit, dass erst das dritte geliefert Maus- und Touchpad-Set funktionierte. Dann stellte ich fest, dass der PC zu langsam lief. Auf die Idee, dass dies am neuen PC liegen könnte, bin ich nicht gekommen, sondern habe mich an Vodafone gewandt. Die Firma schickte mir erst einen neuen Router, dann einen Experten und schließlich kam auch noch einer von der Telekom.

Keiner kannte sich richtig aus, Alles wäre nicht nötig gewesen, denn es lag am WLAN des neuen PC. Den habe ich eingeschickt und ich bekomme nun einen neuen, weil der eingeschickte nicht reparabel ist. Na, so was! Das müsste sich doch einfach richten lassen, vielleicht durch eine neue Netzwerkkarte. Aber dass man einen neuen PC weg schmeißen muss, ist ein Fehler unseres Wirtschaftssystems. Eigentlich sollten doch auch aus Umweltschutzgründen Geräte so gebaut sein, dass man sie reparieren kann.

In unserer Zeit wird das Reparieren immer schwieriger. Wenn früher die Birne eines Scheinwerfers ausfiel, war das kein Problem. Man hatte ein Birnen-Set dabei und tauschte die defekte Birne einfach aus. Das geht heute nicht mehr so einfach, sondern da muss eine Werkstatt ran, und wenn man Pech hat, muss ein neues Beleuchtungsmodul einbaut werden bestehend aus Kotflügel und Scheinwerfer.

Ein ähnliches Beispiel hörte ich von einem BMW-Fahrer, dessen Motor kaputt ging. Der Mann konnte sich nicht einfach einen neuen Motor einsetzen lassen, sondern musste auch noch das teure Getriebe dazu nehmen, weil beides eine Einheit war.

Und so brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Abfallhalden immer größer werden und wir bei Reparaturen immer tiefer in die Tasche greifen müssen.

Aktienkurse: Verstehen Sie das?

 

Das verstehe ich nicht:
Wir hatten im letzten Jahr einen Abschwung von 5 %. Dennoch stiegen die Aktien um 4 %, obwohl die Aussichten für die nähere Zukunft schlecht sind. Können Sie mir das erklären? Ist das eine „Dienstmädchenhausse“? Darunter versteht man eine Hausse nach dem Grundsatz: Die Hausse nährt die Hausse. Und wenn dann sogar die „Dienstmädchen“ Aktien kaufen, gibt es einen Rückschlag, weil man sich auf die hinter den Aktien stehenden Werte besinnt.
Eine Anekdote dazu: Einer der Kennedys fuhr in einem Taxi und der Fahrer fragte ihn, ob er Aktien kaufen sollte. Daraufhin sagte Kennedy, er würde seine Aktien nun sofort verkaufen, denn wenn der Boom schon im ganzen Volk angekommen sei, gebe es eine Überhitzung des Kursanstiegs.
Wie schnell es dann abwärts gehen kann, haben wir im letzten Jahr gesehen: Da haben wir bedingt durch die Corona-Krise einen zeitweiligen Verfall der Kurse um 30-40 % gesehen.
Vielleicht denken aber die Aktienkäufer, dass die Währung infolge der enormen Verschuldung stärker verfällt als die Aktienkurse.
Wie sagt der Bayer in einem solchen Fall?
Nix G’wisses woaß ma net. Schau mir mal, dann seh’n mir’s scho.

Ist das Volk wirklich so blöde?


Weihnachten wirft schon längst seine Schatten voraus:
https://autorenseite.wordpress.com/?s=lidl
Und die
ersten Weihnachtsmärkte gibt es auch schon. Tja, man kann nicht früh genug anfangen, denn am Schluss bricht Hektik aus. Sonderbar, was der kleine Jesus da vor mehr als 2000 Jahren durch seine Geburt angerichtet hat. Die ganze Welt bricht in einen Kaufrausch aus:

Vor dem Fest:
Endlich nun ist es soweit,
Es naht die liebe Weihnachtszeit.
Doch nicht lang, dann wär’s uns lieber:
Der ganze Zauber wär’ vorüber.

Nur ganz wenige Menschen bringen es fertig, Weihnachten als besinnliches, geruhsames Fest zu feiern. Für die meisten bedeutet das Fest Stress und Hektik.
Am schlimmsten an dem Kaufrausch finde ich, dass immer mehr Prominente für die Werbung eingesetzt werden:

https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-vor-weihnachten-setzt-der-einzelhandel-auf-promis-_arid,528068.html
Es mag ja noch angehen, dass Aldi Süd für kleines Geld den Kunden ab Anfang November Jacken, Jeans und Stiefeletten anbietet, die von der Oscar-Preisträgerin Halle Berry »entworfen« worden sein sollen. Da besteht immerhin ein Zusammenhang zwischen Ware und Promi. Aber warum soll jemand in den Media-Markt gehen, weil der mit Boris Becker wirbt? Ist das Volk wirklich so blöde, dass es auf solche Werbung herein fällt? Kauft wirklich jemand im Media-Markt ein, weil der den alten Tennisspieler auf dem Plakat hat?

Unternehmensführung

Mein Senf dazu:

Wenn ich ein Unternehmen, ein Krankenhaus oder eine Behörde betrete, so meine ich manchmal, ich könnte es schon riechen, wie dort gearbeitet wird. Das ist natürlich Unsinn. Aber man spürt an der Atmosphäre, was da drinnen los ist. Da kann man drei verschiedene Verhaltensmuster beobachten:
Beginnen wir mit den positiven Beobachtungen: Da gehen die Beschäftigten gezielt durch die Gänge. Sie grüßen den Besucher freundlich und fragen, ob sie ihm vielleicht behilflich sein könnten. Das sind Anzeichen dafür, dass in dem Haus alles in Ordnung ist.
Das Gegenteil sieht so aus. Man sieht Beschäftigte, die auf den Gängen stehen und sich unterhalten. Von Besuchern nehmen sie keine Notiz, denn sie sind ja „beschäftigt“.
Und noch ein Verhaltensmuster gibt es: die totale Hektik – keine Zeit für einen Blick auf einen Besucher.
Und wenn man hinter die Kulissen der betreffenden Unternehmen schaut, spürt man, dass das äußere Erscheinungsbild den inneren Zustand der Institution wieder spiegelt. Gibt es hier einen kompetenten freundlichen Chef, für den die Angestellten gerne arbeiten? Man weiß sofort, ob eine straffe Organisation vorhanden ist, die alles im Griff hat, oder ob da oben eine gewisse Wurstigkeit herrscht. Nur ist immer wieder erstaunlich, wie sich diese Wurstigkeit durch alle Etagen eines Unternehmens bis in den finstersten Winkel ausbreitet.