Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Ist das Volk wirklich so blöde?


Weihnachten wirft schon längst seine Schatten voraus:
https://autorenseite.wordpress.com/?s=lidl
Und die
ersten Weihnachtsmärkte gibt es auch schon. Tja, man kann nicht früh genug anfangen, denn am Schluss bricht Hektik aus. Sonderbar, was der kleine Jesus da vor mehr als 2000 Jahren durch seine Geburt angerichtet hat. Die ganze Welt bricht in einen Kaufrausch aus:

Vor dem Fest:
Endlich nun ist es soweit,
Es naht die liebe Weihnachtszeit.
Doch nicht lang, dann wär’s uns lieber:
Der ganze Zauber wär’ vorüber.

Nur ganz wenige Menschen bringen es fertig, Weihnachten als besinnliches, geruhsames Fest zu feiern. Für die meisten bedeutet das Fest Stress und Hektik.
Am schlimmsten an dem Kaufrausch finde ich, dass immer mehr Prominente für die Werbung eingesetzt werden:

https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-vor-weihnachten-setzt-der-einzelhandel-auf-promis-_arid,528068.html
Es mag ja noch angehen, dass Aldi Süd für kleines Geld den Kunden ab Anfang November Jacken, Jeans und Stiefeletten anbietet, die von der Oscar-Preisträgerin Halle Berry »entworfen« worden sein sollen. Da besteht immerhin ein Zusammenhang zwischen Ware und Promi. Aber warum soll jemand in den Media-Markt gehen, weil der mit Boris Becker wirbt? Ist das Volk wirklich so blöde, dass es auf solche Werbung herein fällt? Kauft wirklich jemand im Media-Markt ein, weil der den alten Tennisspieler auf dem Plakat hat?

Unternehmensführung

Mein Senf dazu:

Wenn ich ein Unternehmen, ein Krankenhaus oder eine Behörde betrete, so meine ich manchmal, ich könnte es schon riechen, wie dort gearbeitet wird. Das ist natürlich Unsinn. Aber man spürt an der Atmosphäre, was da drinnen los ist. Da kann man drei verschiedene Verhaltensmuster beobachten:
Beginnen wir mit den positiven Beobachtungen: Da gehen die Beschäftigten gezielt durch die Gänge. Sie grüßen den Besucher freundlich und fragen, ob sie ihm vielleicht behilflich sein könnten. Das sind Anzeichen dafür, dass in dem Haus alles in Ordnung ist.
Das Gegenteil sieht so aus. Man sieht Beschäftigte, die auf den Gängen stehen und sich unterhalten. Von Besuchern nehmen sie keine Notiz, denn sie sind ja „beschäftigt“.
Und noch ein Verhaltensmuster gibt es: die totale Hektik – keine Zeit für einen Blick auf einen Besucher.
Und wenn man hinter die Kulissen der betreffenden Unternehmen schaut, spürt man, dass das äußere Erscheinungsbild den inneren Zustand der Institution wieder spiegelt. Gibt es hier einen kompetenten freundlichen Chef, für den die Angestellten gerne arbeiten? Man weiß sofort, ob eine straffe Organisation vorhanden ist, die alles im Griff hat, oder ob da oben eine gewisse Wurstigkeit herrscht. Nur ist immer wieder erstaunlich, wie sich diese Wurstigkeit durch alle Etagen eines Unternehmens bis in den finstersten Winkel ausbreitet.

Es geht uns immer schlechter

Nur zwei Beispiele:

Früher gab es in den Banken Schalter, wo man sein Geld ausbezahlt bekam und wo nette Damen die Überweisungen eintippten.
Heute stehe ich im zugigen Eingangsbereich der Post und erledige meine Bankangelegenheiten dort selbst. Und ich bekomme im Gegensatz zu früher keinen Zins mehr. Wo bleibt das ganze Geld, das man durch Personalabbau und Zinsverweigerung einspart? Warum habe ich nichts davon, außer den Nachteilen?

Als meine Frau vor Jahrzehnten im Krankenhaus war, kam der Chefkoch und fragte sie, ob sie besondere Wünsche habe. Der Mann kochte so gut, dass meine Frau hinterher zu ihm in seinen VHS-Kochkurs ging.
Als ich vor einem Jahr mit einer Infektion und dauerndem Erbrechen ins Krankenhaus kam, hätte ich nur eine salzige leichte Suppe essen können und aus medizinischen Gründen auch dringend gebraucht. Stattdessen servierte man mir kalten Schweinebraten mit der Begründung, das ginge nicht anders, wenn man sein Essen nicht vorbestellt habe.
Da frage ich mich, warum wir uns trotz ständigen Aufschwungs nicht mehr den Standard von früher leisten können.
Was schlimmer ist, ist die Tatsache, dass es dauernd bergab geht.
Noch schlimmer aber ist, dass sich die Deutschen − nach hoffentlich nicht gefälschten − Umfragen wohl fühlen.

https://autorenseite.wordpress.com/2017/08/04/es-geht-weiter-bergab-mit-uns/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/05/21/die-softifizierung-der-deutschen/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/03/deutschland-stuerzt-ab/

Das Ende des Diesels


Seehofer will keinen Koalitionsvertrag abschließen, in dem ein Ende für Dieselautos vorgeschrieben wird. Umgekehrt wollen die Grünen auf jeden Fall dem Diesel den Garaus machen. Die Kanzlerin sprach in diesem Zusammenhang von Brückentechnologie.
Was aber bei dieser Diskussion und auch in den Medien völlig außer Betracht blieb, ist die Tatsache, dass demnächst nicht die Politik entscheidet, welche Fahrzeuge fahren dürfen, sondern die Gerichte werden Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durchsetzen. Wer sich heute also ein Dieselauto kauft, wird fürchten, vielleicht morgen schon an bestimmten Tagen damit nicht mehr in die Stadt fahren zu können. Das Ende des Diesels, an dem so viele Arbeitsplätze hängen, ist also vorprogrammiert. Natürlich wird die Autoindustrie versichern, die neuen Dieselautos würden schadstoffarm sein, doch wird das ein großer Teil der Kunden nicht recht glauben wollen, denn die Autoindustrie hat das Vertrauen, das ihr entgegen gebracht wurde, völlig verspielt.
Und noch etwas zum Thema: Politik und Autoindustrie wollen Besitzer alter Dieselautos durch Prämien zum Kauf eines neues umweltfreundlicheren Fahrzeugs verlocken. Damit wird zwar die Luft in den Städten besser, aber die Ökobilanz dieses Unternehmens ist doch sehr zweifelhaft: Die Herstellung jedes Autos belastet die Umwelt und wenn man alte, aber noch brauchbare Autos durch neue ersetzt, so kommt es zu einer neuen vorzeitigen Umweltbelastung, die sonst erst nach etlichen Jahren fällig gewesen wäre. Die Gesamtökobilanz wird also wohl negativ sein: In den Städten werden zwar ein wenig Schadstoffe eingespart, aber bei den Autoproduzenten fallen dafür umso mehr an.
Übrigens sollten sich die deutschen Autoproduzenten warm anziehen: Die Firma Tesla hat schon eine halbe Million Vorbestellungen für ihr neues Elektroauto und was haben demgegenüber die deutschen Firmen aufzuweisen? Es könnte so weit kommen, dass die Autofahrer es einfach schick finden, auch einen Tesla zu besitzen. Dann könnte der Auto-Industrie das Schicksal drohen, das die deutsche Bekleidungsindustrie, die deutschen Werften oder unsere Fotounternehmen hinter sich haben: Sie bleiben auf ihren Dieselautos sitzen.

 

Ich kaufe keine Bio-Eier mehr

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Ist es nicht nett, wie sich hier der Hahn mit zwei Hennen unterhält? Was sie wohl zu bekakeln haben? Überlegt der Hahn: Welche von euch beiden kommt jetzt dran? Die drei haben ein Leben, das es kaum noch gibt: Sie können überall herum laufen und sich ihre Körner suchen.
Eigentlich bin ich ja Tierfreund, aber kein Idiot. Früher einmal kaufte ich immer die teureren Eier von frei laufenden Hühnern, weil ich so einen Beitrag dafür leisten wollte, dass es dem Federvieh besser geht. Dann aber wurden immer mehr Fälle aufgedeckt, in denen Eier von Hühnern aus Käfighaltung als solche von frei laufenden Tieren verkauft wurden. Es reihte sich Skandal an Skandal. Und nun lese ich im Stern einen erschreckenden Artikel darüber, wie ALDIs Bio-Eier erzeugt werden:
http://www.stern.de/genuss/essen/aldi–so-erschreckend-sieht-s-in-den-huehnerfarmen-aus–die-aldi-sued-mit-bio-eiern-beliefern-7494716.html
Soll man in einer Wirtschaft, die mehr und mehr auf Betrug ausgerichtet ist (vgl. Dieselskandal), den Erzeugern vertrauen und mehr Geld ausgeben?
So wie bei den Eiern läuft es auch sonst in unserem Geschäftsleben: Vor Weihnachten liest man in den Medien, man solle nur ja kein chinesisches Billigspielzeug für die Kinder kaufen, denn das sei mit Giften belastet. Dann kommt später heraus, dass das teurere Spielzeug ebenfalls in China hergestellt und auch belastet ist.

Bei uns herrscht grenzenlose Geldgier

Wir sind eine Gesellschaft geworden, in der der Betrug zum Geschäftsmodell geworden ist (und natürlich auch zum Mittel der Politik). Bleiben wir hier aber nur bei den Geschäften: Gerade habe ich erfahren, dass wieder ein Fall aufgedeckt wurde, in dem Bio-Eier von Hühnern stammten, die gar nicht entsprechend gehalten wurden. Dies ist nun schon der soundsovielte Fall, der durch die Medien ging. Eigentlich würde ich ja gern etwas für den Tierschutz tun, aber weil so viel betrogen wird, kaufe ich nur die billigsten Eier.
Uns wird auch immer eingeredet, wir sollten nur teure Waren kaufen, um Qualität zu bekommen. Auch das ist eine Betrugsmasche: Bei Sportschuhen, Kinderspielzeug u. v. a. wurde festgestellt, dass teurere Ware und Markenprodukte manchmal sogar stärker mit Giften belastet waren als billige No-Name-Artikel.
Interessant ist ja auch, dass man heute Produkte herstellen könnte, die „ewig“ halten. Weil dies aber unerwünscht ist, werden immer häufiger Sollbruchstellen eingebaut, damit bald wieder Neues gekauft werden muss: Mein letztes Auto war wirklich ein solches Wunderwerk deutscher Ingenieuskunst: Bis 100.000 km lief es fehlerlos und dann ging ein Teil nach dem anderen kaputt. Wie kann man nur so etwas konstruieren? Nun habe ich einen Koreaner gekauft und hoffe, dass bei den dortigen Ingenieuren die Bräuche noch etwas anders sind.
Bei Waschmaschinen ist es ähnlich: Da wurden die früher üblichen stählernen Zahnräder durch solche aus Plastik ersetzt und so hält halt die Maschine nur 5-7 Jahre (so die durchschnittliche Lebensdauer der heutigen Waschmaschinen). Für mich ist das Betrug am Verbraucher, denn der erwartet kein Gerät mit einer Sollbruchstelle, sondern eines, dass die nach dem derzeitigen Stand der Technik längste Lebensdauer hat. Aber wenn man diesen Betrug zur Anzeige bringen würde, würde dieser kein Erfolg beschieden sein, denn die Staatsanwaltschaft würde sagen: Das sollte doch jeder wissen, dass überall Sollbruchstellen eingebaut werden. Und ein frommer Mensch wird finden: Die Hersteller fühlen sich wie Gott, denn auch der hat ja auch beim Menschen einen Haufen Sollbruchstellen eingebaut.
So gäbe es noch vieles darüber zu berichten, dass wir in den Händen geldgieriger Betrüger sind. Denken Sie immer daran, besonders wenn Sie zur Bank gehen! Dort sind schon viele um ihr Vermögen gebracht worden.

Die Fortentwicklung (Versklavung) der Menschheit

Wirft man einen Blick in die Geschichte, dann kann man feststellen, dass bei der Entwicklung der Menschheit doch ein gewisser Fortschritt erkennbar ist. In den Frühzeiten haben sich die Völker gegenseitig überfallen, um Beute zu machen und andere zu unterjochen. Dann folgte eine Phase der bloßen Versklavung: Man drang in andere Länder ein, um arbeitsfähige Menschen als Sklaven abzutransportieren. Danach kam das Zeitalter der Kolonialisierung. Da ging es insofern etwas zivilisierter vor als bei den früheren Eroberungskriegen, denn die abendländischen Völker hatten die Welt unter sich ohne Kriege in Interessengebiete aufgeteilt.
Und nun hat man etwas Neues Geniales erfunden: Kriege unter den Nationen sind aus der Mode gekommen, außer beim Öl. Und Sklavenhandel gibt es auch nicht mehr. Aber die gesamte Menschheit selbst wird ganz langsam und immer mehr versklavt. Die meisten merken es nicht, weil dieser Prozess schleichend stattfindet. Die letzte Finanzkrise ist nur ein Beispiel, durch welche das System der Versklavung offenbar geworden ist. Wir alle zahlen dafür, dass amerikanische Schrottpapiere auf den Markt geworfen wurden, bis diese Immobilienblase geplatzt ist. Oder: Die Schere zwischen den Einkommen der Manager und ihren Angestellte bzw. Arbeitern geht immer mehr auseinander. Viele Arbeitnehmer können daher von ihrer Arbeit nicht mehr leben. So etwas hat es früher, als die Wirtschaft noch nicht so gut lief, nicht gegeben. Auch das ist ein Zeichen zunehmender Versklavung. Oder: Man hat der Bevölkerung ihr Erbe gestohlen: Post, Bahn, Grundstücke der öffentlichen Hand, Versorgungsunternehmen… alles, was unsere Vorfahren aufgebaut hatten, wurde verkauft. Alles ist bei den Blutsaugern gelandet.
Am Schluss sitzen die Alten und Kranken allein in Deutschland und wissen nicht, von was sie leben sollen. Die Reichen sind längst anderswo, wo sie hohe Gewinne machen können.

Sind wir denn blöde?

Gerade habe ich in den Salzburger Nachrichten eine Liste über die Verteilung des Reichtums in der EU gelesen. Weiter unten habe ich schon den Erfolg der Österreicher kommentiert. Aber nun kommt der Hammer: In dem selben Zeitungsartikel lesen wir:
„In der Liste, die auf Basis preisbereinigter Daten erstellt wurde, folgten auf Luxemburg: Österreich und Irland, die 30 beziehungsweise 29 Prozent über dem Mittelwert lagen. Deutschland rangierte auf Platz 7,
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/wirtschaft/sn/artikel/oesterreich-zweitreichstes-eu-land-hinter-luxemburg-86364/
Irland ganz vorne? Und noch dazu vor uns? Und so ein Land steht bis jetzt unter dem EU-Rettungsschirm? Sagen Sie mal: Sind wir denn blöde? Waren es nicht die Irländer, die unsere Topfirmen mit niedrigen Steuersätzen in ihr Land lockten und uns damit um einen Teil unserer Steuereinnahmen brachten? Wir hätten daher den Irländern auf ihr Hilfsersuchen unser Sprichwort entgegen halten sollen: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ Geld genug wäre ja offensichtlich vorhanden gewesen. Wenn Irland nun den Rettungsschirm verlässt, fragt sich der Normalmensch wie ich: Zahlt es dann auf einen Schlag seine Schulden zurück oder wie sieht das aus?

Ich habe nichts gegen Österreicher, aber…

… aber ein bisschen neidisch bin ich schon. Sie haben sich nun klammheimlich auf der Reichtumsliste schon wieder um zwei Plätze weiter nach vorn geschoben und sind nun das zweitreichste Land in der EU, während wir einen bescheidenen 7. Platz einnehmen.
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/wirtschaft/sn/artikel/oesterreich-zweitreichstes-eu-land-hinter-luxemburg-86364/
Erinnern Sie sich noch, als wir über die Österreicher Witze wie diesen gemacht haben?
„Warum haben die Österreicher zwei Abläufe in der Badewanne? Einen für Warmwasser und einen für Kaltwasser!“
Aber solche Witze sind uns längst im Halse stecken geblieben, denn Hochmut kommt vor den Fall. Das wurde uns von den Österreichern nun wieder einmal eindrucksvoll vor Augen geführt. Nun stehen wir eher da als die dummen „Piefkes“. Aber, liebe Österreicher, macht bitte keine Witze darüber, denn ihr wollt uns doch als Urlauber wieder sehen, oder?