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Typisch Internet


https://web.de/magazine/unterhaltung/stars/todesursache-stephen-twitch-boss-offiziell-bestaetigt-37568686
Hier lesen wir:
„Es ist nur schwer zu verkraften: Die Todesursache von Stephen “tWitch” Boss ist bekannt. Er war ein beliebter DJ, Tänzer und Entertainer – und stand jahrelang mit Ellen DeGeneres für ihre Talkshow vor der Kamera.“

Ich kenne den Mann nicht und mich interessiert auch gar nicht, woran er gestorben ist. Vielleicht starb er ja wie viele in seine Branche an einer Überdosis.
Wer aber die Todesursache wissen will, muss auf den Link klicken. Dann muss er sich erst mal ein Reklamevideo anschauen, um dann zu erfahren, was in einem Satz hätte gesagt werden können: Stephen “tWitch” Boss starb an …

Dazu fällt mir ein Gedanke aus meinen Aphorismen ein:

Zeit ist ein Stück Leben; daher sollte der Diebstahl von Zeit bestraft werden.

 

Hier gibt es nichts zu holen

Gerade komme ich mir so ähnlich vor, als wäre in Hundesch… getreten:
Ich bin ja vorsichtig beim Surfen: Ich öffne keine unbekannten Mails und keine Benachrichtigungen von PayPal usw. Da logge ich mich ein und schaue nach, ob das echt ist.

Aber trotzdem muss ich wahrscheinlich beim Surfen auf eine üble Seite geraten sein: Seitdem ist mein PC dauernden Angriffen von einem Hacker ausgesetzt. Jemand versucht immer wieder, sich in mein Mailprogramm einzuloggen. Programme ändern sich, meinen Router muss ich resetten…

Darum mache ich hier bekannt: Auf dieser Seite gibt es nichts zu holen. Ich mache nicht einmal Online-Banking. Dazu bin ich als alter Mann viel zu misstrauisch.

Wer macht denn so was? Was tun?

Man sollte es nicht glauben, was auf meinem PC passiert ist. Auf einmal konnte ich mich nicht mehr in mein Mail-Programm einloggen. Jemand hatte um Mitternacht mein Passwort verstellt. Wer macht denn so was? Und welchen Sinn hat das?
Ich kann ja verstehen, dass jemand ein Passwort knackt und dann damit Straftaten begeht, z.B. Bestellungen tätigt.  Aber dass jemand nur mein Passwort austauscht, ohne damit Missbrauch zu treiben – das kann ich nicht verstehen.

Als ich dann ein neues Passwort einrichtete, hatte ich ein erschreckendes Erlebnis: Ich musste meinen Ausweis einscannen und dann ein Foto von mir machen, um mich zu identifizieren. Das Programm hat mich nicht erkannt, weil ich offenbar inzwischen so sehr gealtert bin. Ich habe dann ein anderes Identifizierungsprogramm benutzt, das sogar das Hologramm des Ausweises verlangte. Dann arbeitete es 20 Minuten daran, ob ich ich bin. Schließlich ließ es mich durch gehen. Da frage ich mich schon, wie Videoüberwachungskameras Verbrecher erkennen sollen.

Nun bin allerdings wegen des Angriffs auf meinen PC beunruhigt. Windows Defender hat ihn nicht erkannt. Ist der Schädling noch auf meinem PC? Was tun? Ich glaube, ich scanne mal mit Antivir.

Sind Sie auch Zielgruppe für Treppenlifte, Hörgeräte Hämorrhoiden-creme …?

Ich bin ja schon sehr alt. Und das wissen diejenigen, die mir Reklame auf meinen Bildschirm schicken. Aber das, was die mir da präsentieren, ist so deprimierend wie die Reklame im Vorabendprogramm des ZDF. Da bin ich auf eine Idee gekommen: Ich interessiere mich für teure Immobilien, tolle Frauen und anderen Luxus und klicke auf entsprechende Seiten. Und siehe da: Auf einmal sieht es etwas besser aus auf meinem Bildschirm.

Zum Umgang mit Bedrohungen

Ich will mich ja nicht loben, aber ich kenne mich aus mit Bedrohungen. Denn ich bin sehr häufig Opfer von solchen Straftaten gewesen. Ich war nämlich Strafrichter und war zuständig für die beiden bedeutendsten Grenzübergänge: A 8 Schwarzbach-Autobahn und Kiefersfelden-Kufstein. Da wurde ich natürlich auch immer wieder bedroht, wenn an der Grenze beispielsweise ein Kühltransporter, der in den doppelten Wänden Rauschgift im Wert von Millionen hatte, beschlagnahmt wurde und ich das Strafverfahren zu bearbeiten hatte.

Damals gab es ja weder PC noch Smartphone, nur das Telefon. Und dann machten wir es so, dass wir mit denjenigen, mit denen wir in telefonischem Kontakt standen, ausmachten, dass sie zu einer bestimmten Uhrzeit anrufen sollten. Die übrige Zeit vergruben wir das Telefon unter Kissen. Dann war nach 2 Wochen Ruhe. Wie einer dieser Bedrohungsfälle ausgegangen ist, lesen Sie bitte in der Kurzgeschichte „Ein ganz normaler Tag“ in der Leseecke. (So etwas gibt es heute nicht mehr, aber unser damaliger Innenminister Beckstein war ein Hardliner und sagte sinngemäß: „Wir sind nicht dazu da, Verbrecher vor der Todesstrafe in ihrem Heimatland zu bewahren.“)

Wenn Sie nun als Arzt oder Politiker bedroht werden, lassen Sie solche Hassposts nicht an sich heran kommen, dann laufen diese sich tot: Also teilen Sie bei Ihrem Web-Auftritt mit, dass wegen Hassposts zur Zeit keine Mails entgegen genommen werden. Verweisen Sie aufs Telefon. Und dort melden Sie sich durch Mitarbeiter oder selbst mit den Worten: „Hier Büro von…“ Und dann sofort den Hörer auflegen, wenn jemand ausfällig wird! So bieten Sie dem Täter keine Angriffsfläche und haben keine schlaflosen Nächte.

Bill Gates Wetterbericht: falsch, aber lustig

Manchmal tut sich was auf meinem PC, was ich nicht haben will. So erscheint bei mir auf einmal unten in der Menü-Leiste ein Wetterbericht von Microsoft. Wie krieg ich den wieder weg, habe ich mich gefragt. Das wäre gar nicht so einfach und so habe ich mich entschlossen, ihn nicht zu löschen, sondern als Spaß weiter zu behalten.
So liege ich draußen in meinem Garten bei herrlichem Sonnenschein und Bill Gates lässt mir in seinem Wetterbericht ausrichten, dass der Regen bald aufhört.

Dreierlei Wetter bei uns

Man sollte es nicht glauben: Wir haben dreierlei Wetter bei uns: Wir haben einen sonnigen, heißen Tag vor uns. Und WetterOnline liegt heute wohl nicht daneben, wenn dort 32° prophezeit werden. Nur selten trifft der Wetterbericht dort nicht zu.
Aber ständig völlig falsch ist der Wetterbericht von Microsoft, der mir auf einmal ständig angezeigt wird, ohne dass ich ihn bestellt hätte: Demnach wäre es stark bewölkt. Und wenn mal ich genüsslich in der Sonne liege, meldet mir Bill Gates, dass der Regen bald aufhört. Aufhören solltest du mit diesem Wetterbericht, Bill! Schalte ihn ab zusammen mit deinem Browser Edge!

Ein Übel breitet sich aus: die Videos

Mein Senf dazu:
Nichts gegen Videos, wo sie am Platze sind. Aber es breitet sich im Internet eine Unsitte aus, nämlich dass man das, was man einfach sagen kann, in einem Video mitteilt. Nehmen wir als Beispiel dieses Video: Essig gegen Unkraut: Warum das teuer werden kann.
Wenn Sie also wissen wollen, warum das wie teuer wird, müssen Sie erst ein überlautes Reklamevideo über sich ergehen lassen, bevor man aufs Thema kommt.
Würde das Ganze in einem Text mitgeteilt, hätte man den mit einem Blick überflogen, aber der Provider will, dass man lange auf seiner Seite verweilt und so stiehlt er den Menschen wertvolle Lebenszeit.
Ich gebe in einem solchen Fall zwei Stichworte bei Google ein und habe dann gleich die gewünschte Information. So mache ich es auch, wenn ich in Internet-Zeitungen auf einen kostenpflichtigen Artikel stoße. Dasselbe gibt es anderswo umsonst.

Der Trend zu immer mehr Videos hat zur Folge, dass die Zahl der Analphabeten immer mehr wird: https://autorenseite.wordpress.com/2021/12/04/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-21-der-schueler-koennen-nicht-richtig-lesen/

Ich wäre so gerne ein Hacker


Immer wieder lesen wir etwas über Hackerangriffe. Viele Unternehmen werden erpresst: Ihre Daten werden von Hackern gesperrt und nur gegen ein Lösegeld wieder frei gegeben.

In Kärnten standen gerade nach einem Hackerangriff mit angeblich 100 infizierten Computern alle Geräte  der Landesverwaltung still. Die IT-Systeme werden erst langsam wieder hochgefahren. 3700 öffentlich Bedienstete befanden sich im Zwangsurlaub.

Erinnern Sie sich noch daran, dass etliche Bankautomaten nach einem Hackerangriff kein Geld mehr her gaben?
Und wenn nun die Kassen von etlichen Supermärkten immer noch keine Kartenzahlungen akzeptieren, soll das ein Softwarefehler sein. Wie kommt es plötzlich dazu? Durch einen Hackerangriff? Jetzt stellen wir uns einmal vor, dass die Kassen überhaupt nicht mehr funktionieren würden. Was dann?

Deshalb wäre ich gern ein Hacker. Ich würde mal ganz kurz alles lahm legen, was möglich wäre, um zu zeigen, wie anfällig unser Lebensstil ist. Irgendjemand hat einmal die These aufgestellt, der moderne Krieg würde im Internet entschieden. Was würde passieren, wenn Russland die Satelliten, von denen wir abhängig sind, vom Himmel holen würde?

Bei der Atomkraft mussten wir erst durch Katastrophen über ihre Gefährlichkeit belehrt werden, weil man die wissenschaftlichen Vorhersagen nicht ernst genommen hat.
Und wer kümmert sich um Katastrophen im IT-Bereich?

Neuen Firefox downloaden oder updaten?

Ich benutze den Firefox und bin mit ihm sehr zufrieden. Ich habe eingestellt, dass er sich automatisch updated.
Nun erscheint allerdings von Zeit zu Zeit die Meldung, dass mein Browser veraltet sei und die neue Version zum Download angeklickt werden kann. Das habe ich auch immer brav gemacht, weil ich dachte, dass der Firefox von Grund auf erneuert werden müsste. Das hatte den Nachteil, dass all meine Einstellungen und Anwendungen verloren gingen, bzw. in einen Ordner ausgelagert wurden, von dem aus mir eine Wiederherstellung zu kompliziert war. Also musste ich das Rechtschreibprogramm, den epub-Reader, das Übersetzungsprogramm usw. neu installieren. Das war umständlich.
Nun bin darauf gekommen, dass mein Eifer völlig überflüssig war: Ich habe dieses Mal die bereit gestellte neue Version nicht angeklickt, sondern mit der veralteten Version weiter gearbeitet – und siehe da: Sie hat sich anscheinend von selbst upgedated.
Die Aufforderung den neuen Firefox herunter zu laden, stammt offenbar von Web.de und war völlig überflüssig. Sie hat mir nur überflüssige Arbeit eingebrockt.