Archiv der Kategorie: Internet

Vodafone – Service einfach mangelhaft

Ich schalte meine WLAN-Box nachts aus, nicht weil ich Angst vor der Strahlung hätte, die den Schlaf beeinträchtigen soll, wie manche behaupten, sondern ganz einfach deshalb, weil man dies zur Stromersparnis tun soll. Allerdings hat das womöglich einen Nachteil: Die WLAN-Box von Vodafone verträgt das vielleicht nicht auf die Dauer. Jedenfalls habe ich schon 3 Boxen verschlissen. Einmal hatte man Lieferschwierigkeiten und ich musste 3 Wochen auf eine neue Box warten. Immerhin konnte ich über einen Stick, der mir dann freigeschaltet wurde, noch ins Internet, wenn auch gaaanz langsam.

Nun war meine Verbindung zum Internet wieder abgerissen und ich habe den Service angerufen, der mir versicherte, am nächsten Tag um 6.30 Uhr werde der Schaden behoben sein. Als ich um eine Verbindung über meinen Stick bat, wurde mir empfohlen, mich an den Mobilfunk zu wenden. Also wieder eeeewig in die Warteschleife. Und dann sagte man mir, mein Stick sei abgeschaltet worden, weil ich ihn länger nicht benutzt hatte. Ich finde das ist ein unmögliches Vorgehen, nämlich dass man einen Stick einfach ohne Vorwarnung abschaltet: Er könnte ja die Verbindung zu einem Notruf sein.
Ich bat dann darum den Stick wieder einzuschalten. Das ging nicht. Wieso eigentlich? Ist man bei Vodafone so wenig technisch versiert?
Man empfahl mir, die Vertragsabteilung anzurufen. Das gelang nach einem gefühlten Vormittag. Dort riet man mir, in einem Vodafone-Laden eine leere Prepaid-Karte zu besorgen, die würde man dann aufladen. Ich fuhr also nach Traunstein, ging dort zu Vodafone und erfuhr, dass der Rat falsch war: leere Prepaid-Karten gäbe es nicht, ich müsste ein Guthaben kaufen.

Als die Leitung zum angekündigten Termin immer noch nicht funktionierte, rief ich bei Vodafone an und fragte, wann ich wieder ins Internet könnte. Ich erhielt nur die Auskunft, es werde daran gearbeitet. Dann legte die unfreundliche Service-Kraft auf.
Witzigerweise hatte die WLAN-Box immer wieder lichte Momente, so auch jetzt und nun hoffen wir, dass die nun von Dauer sind.

Zusammenfassend: Service einfach mangelhaft. Das Blödeste ist, dass man bei Vodafone nicht wie bei anderen Unternehmen zur zuständigen Abteilung weiter verbunden wird, sondern dass man jedes Mal neu anrufen und in der Warteschleife hängen muss.

 

Ich hasse Updates

Zur Zeit geschieht Schreckliches auf meinem PC und das bringt mich zur Verzweiflung. Updates sollten ja eigentlich die Leistung des PC verbessern, aber was bei mir ankommt, ist eine Verschlimmbesserung:

Neuerdings erscheint bei mir beim Einschalten des PC jedes Mal ein „Smart Scan“ von Avira, der unheimlich aufhält. Einmal am Tag ließe ich mir das ja gefallen, aber dass dieses blöde Programm bei jedem Wiedereinschalten des PC von Neuem läuft, ist nervig. Und das Abschalten von diesem Unsinn ist schwierig, wenn es überhaupt geht. Da sind anscheinend Programmierer am Werk, denen jede Bodenhaftung abhanden gekommen ist. Anscheinend hat Avira auch meinen Papierkorb geleert, obwohl ich das nicht wollte.

Bei WordPress ist mein Classic-Editor auf einmal weg. Das ist ärgerlich, denn den neuen brauche ich nicht und den alten wieder zu installieren – dazu bin ich – glaube – ich zu blöde. Jedenfalls erfordert es nicht wenig überflüssige Arbeit.

Am schlimmsten war das letzte Update von Windows 10. Alles Mögliche, was bis dahin wunderbar lief, funktionierte nicht mehr. Bilder luden sich nicht mehr automatisch, Wiederhestellung ging nicht…

All das verdirbt einem die Freude am Computer.

Überall Betrug im Internet

Wenn Sie heute Internetseiten aufrufen, werden diese oft erst einmal verdunkelt und man verlangt von Ihnen eine Einverständniserklärung. Und die wird Ihnen mit Vortäuschung falscher Tatsachen schmackhaft gemacht: „Wir schützen Ihre Daten“, „Cookies zur Optimierung der Seite“ …
In Wirklichkeit müsste es heißen: „Wir klauen Ihre Daten!“
Warum tut keiner was gegen diesen Betrug? Nur ich:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/18/aldi-ist-besser-als-lidl/
Wo bleibt der Datenschutzbeauftragte? Warum schweigen die Verbraucherschützer? Wo bleiben die Hüter des Wettbewerbs?
Jemand sollte einmal eine schwarze Liste ins Internet stellen, in der jeder die Seiten eintragen kann, die ihm nicht gefallen, wobei die Gründe anzugeben sind. Dann hört der Unsinn vielleicht endlich auf. Übrigens glaube ich, dass der Betreiber einer solchen Seite jede Menge Klicks bekäme.

ALDI ist besser als Lidl

Mein Senf dazu:

Ich hasse das: Kaum ruft man eine Seite im Internet auf, schon wird sie verdunkelt und eine Schrift wird eingeblendet, in der eine Zustimmung verlangt wird. Ich fürchte, dass fast alle User diese Zustimmung bedenkenlos erteilen, ohne sich zu vergewissern, was sie damit zulassen.
Ich kann ja verstehen, wenn beispielsweise Spiegel-online so etwas tut, denn man will ja eine Gegenleistung dafür, wenn jemand kostenfrei lesen  kann.
Was mir aber nicht in den Kopf will, ist die Tatsache, dass man selbst einfache Reklameseiten nicht ohne Zustimmung lesen darf. Klicken Sie mal auf Lidl. Da wird die Seite sofort verfinstert und eine Zustimmung gefordert. Wie blöd ist das denn?
ALDI ist da intelligenter: Auch dort erscheint die Frage nach einer Zustimmung, aber die kann man weg klicken und dann alles ungehindert anschauen.
Gerade will ich mir Pflanzen kaufen und wollte mich orientieren, was es hier bei Dehner zu kaufen gib. Für den Aufruf der Dehner-Reklame muss ich eine Zustimmung erteilen. Also habe ich bei Baldur geschau., Da ist es dasselbe. Nun bestelle ich bei Pflanzmich, wo man mich nicht ausforschen will.
Ich hoffe, Sie machen das genau so, damit dieser Unsinn endlich aufhört: Die User werden entmündigt, indem man ihnen etwas nahezu aufzwingt, was sie nie gelesen haben, denn wer nimmt sich schon die Zeit, etwas zu lesen, was er eigentlich tun sollte, aber nicht muss?
Auch Web. de ärgert mich mit solchen Praktiken. Unter der Überschrift „Ihre Privatsphäre ist uns wichtig“ täuscht das Unternehmen darüber hinweg, „dass Cookies, Geräte-Kennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen“ werden; weiter wird ein Profil über Sie und Ihre Interessen  erstellt: Wollen Sie wirklich so etwas?
Klar ist, dass ein kostenloser Dienst wie Web.de mit Werbung Geld verdienen muss. Und daher wird man zulassen müssen, dass diesbezügliche gezielte Informationen gesammelt werden. Aber mehr nicht: Was bedeutet „andere Informationen“ und wie sieht ein Profil über mich aus, das nicht nur meine Interessen umfasst?
Auf der einen Seite wird immer so unheimlich viel Wert auf den Datenschutz gelegt, aber hier versagt er doch offenbar.
Wo bleibt der Datenschutzbeauftragte? Seine Aufgabe wäre es, gegen diesen Datenklau einzuschreiten. Wenn er seinen Job richtig machen würde, würde er einen Interessenausgleich zwischen den Usern und den Internet-Dienstleistern zustande bringen und eine genormte Zustimmungserklärung vorschlagen, die dann jeder bedenkenlos akzeptieren könnte, wenn er lesen würde:
„Erteilen Sie Ihre Zustimmung gemäß dem Formblatt des Datenschutzbeauftragten?“

(Haben Sie zur Abwechslung Spaß mit den ALDI-Witzen im vorigen Beitrag!)

Cookies und Datenschutz: Wer kann mir das erklären?

Mein Senf dazu:

Wenn ich im Internet surfe und eine Seite aufrufe, ist mir unerklärlich, warum ich dabei auf eine völlig unterschiedliche Praxis stoße:

Man wird in der Regel gefragt, ob man Cookies, AGB, Datenschutz… zustimmt. Allerdings handhaben die verschiedenen Seitenhersteller die Zustimmungserklärung ganz unterschiedlich:
> Manchmal steht unten eine Zeile mit dem Hinweis, dass die Benutzung der Seite als Zustimmung gilt. Das ist so herrlich einfach aber womöglich unzulässig.
> Bei manchen Seiten erscheint daher zuerst ein Schild, auf dem die Zustimmung verlangt wird. Erst dann kann man die Seite lesen. Das ist ein blödes Modell, weil Menschen wie ich dann erst einmal eine vergleichbare Seite suchen, wo sie nicht so befragt werden. Man vergrault also eventuelle Kunden. Warum macht man so einen Unsinn?
Typisch ist Dehner: Ich habe eine Taubenplage und wollte mir zur Abwehr einen Plastikraben kaufen. Man möchte meinen, dass Dehner erfreut über den Besuch seiner Seite ist, aber weit gefehlt! Die Seite wird verdunkelt und man soll erst einmal eine Zustimmungserklärung abgeben. Allerdings kann man die auch individuell gestalten. Klicken Sie mal darauf und dann frage ich Sie: Wer lässt sich auf diesen Unsinn ein?
> Vorbildlich ist ALDI. Die Firma fragt zwar auch vor Öffnung der Seite, ob man dem zustimmt, was man eigentlich lesen sollte (aber niemand tut es). Was jedoch toll ist: Man kann bei ALDI auch die Zustimmung verweigern und dann öffnet sich trotzdem die Seite.
Warum machen das andere nicht auch so?
Ich finde: Die Menschen werden immer mehr entmündigt, indem man ihnen zumutet, irgendwelchen Bedingungen zuzustimmen, von denen man genau weiß, dass kein Mensch sie liest – und wenn doch, ist es eine Zumutung, einen solchen Zeitaufwand zu verlangen.

Und warum verlangt man dauernd die Zustimmung zum Einsetzen von Cookies, wenn viele diese sowieso nach Verlassen des Internets löschen lassen – wenn nicht, erledigt das Antivir von Zeit zu Zeit.

Warum kann man nicht eine genormte Zustimmungserklärung einführen, die man dann akzeptieren könnte, ohne sie jedes Mal zu lesen?

Hass im Netz


Mein Senf dazu:


So etwas darf nicht sein! Was tut man also als besorgter Bürger, wenn man im Netz etwas von „Judensau“ und „Messerwetzen“ liest? Man sucht die Stelle, wo man so etwas melden kann und gibt ein: „Hass melden“. Bei den Suchergebnissen denkt man zunächst an die Polizei, aber die Polizei in Niedersachsen, die bei der Suche als Volltreffer obenan steht, verweist weiter an eine private Organisation,
die um Geld bittet. Merkwürdig!
Dann denkt man an das BKA, aber auch dort wird man weiter verwiesen an eine Stelle, wo man sich anmelden muss, ein Ticket braucht, … und, und. Da vergeht einem die Lust.
Warum kann man nicht ganz einfach bei jeder Polizei und beim BKA eine Rubrik einrichten, wo man ganz einfach ohne weitere Angaben die Url von einem Hasspost oder einer anderen strafbaren Handlung eingibt?
So umständlich, wie es jetzt läuft, hat jemand wie ich jedenfalls den Ansporn verloren, so etwas zu melden.
Ein Psychopath, der in jenem Hasspost womöglich sein letztes „Manifest“ veröffentlicht hätte, hätte wohl inzwischen das gewetzte Messer sowieso längst benutzt.

Der verkorkste Firefox

Verdammt, Ihr Experten vom Firefox! Was habt Ihr Euch nur bei Eurem Update gedacht?
Ich bin ja kein Freund von Updates. Sie kosten nicht nur Zeit, sondern bringen auch manches durcheinander:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/28/updates-sind-zum-verzweifeln-firefox-libreoffice-wordpress/
Einige Updates enthalten nur minimale Änderungen, mit denen man nur mal wieder die Spendenbereitschaft
der Nutzer aufrufen will. Aber weil ein aktueller Stand der Software „lebenswichtig“ ist, wenn man sich im Internet bewegt, bleibt einem nichts anderes übrig, als ständig upzudaten, auch wenn einem der Sinn von dem Ganzen verborgen bleibt.

Um nun auf den Firefox zu kommen: Der lief bei mir bisher hervorragend. Aber seit einem Update ist der Wurm drin: Statt der Startseite kommt je nach Laune von Firefox die gewünschte Seite oder „Neuer Tab“. Lrtzteres ist ärgerlich, weil man dann zu Google kommt. Dort kann man natürlich die Startseite von Web.de aufrufen und die kommt dann auch, aber anders als gewünscht: Web.de zeigt mir dann nicht die normalen Suchergebnisse an, sondern lauter Anzeigen zum Suchbegriff.
Dann hatte ich einen, wie ich meinte, tollen Einfall: Ich nahm
die Adresse von Web.de in meine Lesezeichen auf, und so war ich beim Erscheinen von „Neuer Tab“ mit einem Klick bei Web.de. Aber, oh Wunder: Auch wenn ich hier einen Suchbegriff eingab, landete ich nicht auf der normalen Startseite, sondern wieder auf der Web.de-Seite mit lauter Anzeigen.

Soll ich nun meinen ganzen Mut zusammen nehmen und über die Konfiguration das Problem lösen? Das ist nicht meine Aufgabe. Soll ich also darauf warten, dass Firefox selbst das Problem entdeckt und löst? (Leider kann man den Leuten ja nicht schreiben, wo bei ihnen der Wurm drin ist.) Oder soll ich zu Chrome wechseln? Der Browser hat eine steile Karriere hingelegt und kommt auf 68 % aller Nutzer. Der Firefox krebst bei 9 % herum und Edge hat davon wiederum die Hälfte:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157944/umfrage/marktanteile-der-browser-bei-der-internetnutzung-weltweit-seit-2009/

Updates sind zum Verzweifeln: Firefox, LibreOffice, WordPress.


Bisher lief ja alles ganz gut auf meinem PC. Aber nun auf einmal erscheint nicht mehr die eingestellt
e Startseite Web.de, sondern eine weiße Seite mit dem Titel „Suchen mit Google…“ Das ginge ja noch an, wenn man nicht sein blaues Wunder mit dieser Suche erleben würde: Wenn man von dort auf Web.de geht und etwas sucht, erscheinen nur Anzeigen. Gibt man da einen Suchbegriff ein, erhält man keine wirkliche Antwort, sondern Reklame von Google, die bei mir gerade das Gegenteil von dem anzeigt, was ich gesucht habe.
Verdammt, wie kriege ich das Zeug weg? Hab schon alles versucht: Firefox neu eingerichtet, Malware-Ent
ferner laufen lassen …
Jetzt dachte ich, ich hätte eine anscheinend brauchbare Lösung gefunden: Ich bin bei den Einstellungen von Firfox auf Neue Tabs gegangen und habe dort die Leere Seite weg geklickt und statt dessen Firefox Standard gewählt. Jetzt läuft es wieder so einigermaßen, aber nicht immer. Anscheinend ist ein Update von Firefox schuld an diesem Ärger. Wer weiß da Rat?
Was ich Google übel nehme, ist die Tatsache, dass die Firma sich in so unheimlicher Aggressivität der „leeren Seite“ bemächtigt hat.
Zum Thema Update noch eine Bemerkung. Ich hasse diese Updates, die meist nichts bringen als Probleme. Ich habe gerade LibreOffice upgedated und mir auch da wieder Ärger eingehandelt. Dort w
ar auf einmal die Rechtschreibprüfung weg, wie leider auch hier bei WordPress.

Haben Sie auch Ärger mit Updates?

Mein Senf dazu:

Dauernd wird irgendein Programm upgedatet. Manchmal klappt es Ruck-zuck. Manchmal dauert es ewig. Aber das nimmt man ja noch hin. Schlimm ist es aber, wenn die Einstellungen des PC verändert werden: Da ist beispielsweise die Menüleiste verschwunden und man muss erst mal suchen, wie man die wieder her bringt.
Gerade ärgert mich, dass die Startseiteneinstellung nicht klappt: Bei Web.de kommt zwar beim ersten Aufruf des Firefox ganz richtig die Startseite von Web,de. Bei einem späteren Aufruf kommt aber nur eine weiße Seite mit der Suchleiste von Google. Wer hat hier die Startseiteneinstellung verändert? Haben Web.de oder Firefox die Startseitenfunktion an Google verkauft oder hat sich Google aggressiv in die Startseite gedrängt? Wer weiß das? Und wie kriegt man das weg?

Und noch etwas ärgert mich: Wenn Sie im Internet eine Seite aufrufen, werden Sie in der Regel gefragt, ob Sie Cookies, AGB, Datenschutz… zustimmen. Allerdings handhaben die verschiedenen Seitenhersteller die Zustimmungserklärung ganz unterschiedlich:
Manchmal steht unten eine Zeile mit dem Hinweis, das die Benutzung der Seite als Zustimmung gilt. Das ist eigentlich nach meiner Meinung unzulässig.
Bei manchen Seiten erscheint daher zuerst ein Schild, auf dem die Zustimmung verlangt wird. Erst dann kann man die Seite lesen. Das ist ein blödes Modell, weil Menschen wie ich dann erst einmal eine vergleichbare Seite suchen, wo sie nicht so befragt werden. Man vergrault also eventuelle Kunden.
Vorbildlich ist ALDI. Die Firma fragt zwar auch vor Öffnung der Seite, ob man dem zustimmt, was man eigentlich lesen sollte. Aber man kann bei ALDI auch die Zustimmung verweigern und dann öffnet sich trotzdem die Seite.

Der Papierkrieg wird immer schlimmer

Mein Papierkorb wird immer voller. Als ich vor über 20 Jahren pensioniert wurde, habe ich mir einen PC gekauft, weil ich dachte, dass es bald keine Briefpost mehr geben würde. Aber ich habe mich getäuscht. Ich bekomme heute mehr Briefe als vor der Einführung der E-Mails. Heute beispielsweise  habe ich gestaunt: Da habe ich doch tatsächlich von meiner Bank eine Steuerbescheinigung erhalten mit dem einzigen Satz, dass es nichts zu bescheinigen gibt. Wie soll es auch etwas zu bescheinigen geben bei dieser Nullzinspolitik.
Vieles von dem Zeug, was da kommt, kann ich gar nicht lesen. Wer interessiert sich schon für vielseitige Änderungen der Geschäftsbedingungen einer Bank oder Versicherung?
Was es anscheinend aber nicht mehr gibt, sind die früher üblichen Postkarten aus dem Urlaub.
Immerhin gehört es doch vorläufig immer noch zum guten Ton, dass man Glückwünsche auf einer entsprechenden Karte per Briefpost übersendet. Wieso eigentlich, wo man doch so nette E-Mails zusammen basteln könnte.

Bei der Gelegenheit fällt mir auf: Wir sind ein Volk von Nichtlesern geworden. Im Internet werden wir überflutet mit Bedingungen und Informationen, die wir gar nicht alle verarbeiten können. So klicken wir am PC einfach als gelesen an, was wir eigentlich gelesen haben sollten. Und dann muss uns die Rechtsprechung schützen, wenn wir allgemeine Geschäftsbedingungen angekreuzt haben, die uns eine Zahlungsverpflichtung auferlegen.
Witzigerweise hat sich eine Firma den Scherz erlaubt und in ihren Geschäftsbedingungen 3000 Euro demjenigen angeboten, der als erster den Betrag beanspruchen würde. Es hat sehr , sehr lande gedauert,  bis sich einer gemeldet hat.

Ist es nicht traurig, dass wir so mit Regelungen zugemüllt werden, dass wir das alles gar nicht mehr überblicken können?