Ist Homosexualität eine Krankheit?

Glaube denen, die die Wahrheit suchen und nicht denen, die sie gefunden haben.
(Andre Gide)


„Homosexualität ist keine Krankheit, und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig“, ist die vermeintliche Wahrheit, die gerade Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefunden hat, und Justizministerin Katarina Barley (SPD) pflichtete ihm bei, indem sie sagte, Homosexualität sei genauso normal wie Heterosexualität. Nun wäre das nicht weiter bemerkenswert, denn man weiß ja, von wem es kommt. Was jedoch schlimm ist, ist die Konsequenz, die die beiden aus ihrer persönlichen Ansicht ziehen: „Therapien dagegen verstoßen gegen die Menschenwürde“, meint die Ministerin. Wieso eigentlich? Warum sollen diejenigen, die sich als Homosexuelle krank fühlen und sich therapieren lassen, gegen die Menschenwürde verstoßen? Das ist doch etwas zu hoch gegriffen, bzw. daneben. Solche extremen Meinungen wie diejenigen der Minister sind typisch für Überzeugungstäter.

Noch extremer ist es, wenn Spahn fordert, das ärztliche Berufsrecht solle Konsequenzen vorsehen, wenn jemand diese Therapien anbiete; und im Sozialrecht solle festgelegt werden, dass es keine Vergütung dafür geben darf. Schließlich bringt der Minister noch ein angemessenes Strafmaß ins Gespräch. Ich meine, jemand, der so undifferenziert denkt wie der Minister, sollte sofort entlassen werden. Konsequenterweise müsste der Minister ja auch die Homöopathie in seine Pläne mit einbeziehen.

Ich bin weder homosexuell noch bin ich Wissenschaftler, aber ich bin ein wacher, denkender Mensch und deshalb stört mich die apodiktische, immer wiederholte These, dass Schwulsein nicht nur keine Krankheit, sondern sogar „gut so“ ist (so Wowereit). Damit täuschen die Lautstarken der Homosexuellen darüber hinweg, dass es viele gibt, die unter ihrer Andersartigkeit leiden und sich deshalb therapieren lassen wollen, denn sie möchten auch ein „normales“ Sexual- und Familienleben haben, wenn freilich auch die Homosexuellen ihre Lebensform als genauso normal betrachten. Und wehe dem, der etwas dagegen sagt: Ministerin Karliczek sorgte laut den Medien „für Entsetzen“, weil sie fand, dass mit der Einführung der Schwulen-Ehe ein Fehler gemacht worden sei.

Was nun die Therapiemöglichkeiten bei Homosexualität angeht, so betreten wir also hier eine Tabu-Zone. Jeder, der so etwas ins Gespräch bringt, erntet heftige Schmähungen, obwohl es zweifelsfrei Fälle gibt, in denen eine solche Therapie Erfolg hatte. So schildert der Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler in einem Buch über die Homosexualität eine Vielzahl von Fällen geglückter „Heilung“. Mögen auch manche Theorien des Wissenschaftlers überholt sein, so ist doch das, was er aus seiner Praxis beschreibt, die Wahrheit. Um nur ein mir noch erinnerliches Beispiel zu erwähnen: Er berichtet von einem Fall, in dem sich Eltern ein Mädchen gewünscht hatten, jedoch einen Buben bekamen. Den kleideten sie und zogen ihn auf wie ein Mädchen, bis er in die Schule kam und plötzlich ein Junge sein musste. Er wurde schwul, litt darunter und wurde erfolgreich therapiert. Mit diesem Beispiel möchte ich nicht sagen, dass alle Schwulen therapiert werden sollen, aber denjenigen, die unter ihrer Andersartigkeit leiden und therapiert werden wollen, sollte man diese Möglichkeit nicht verbieten. Schließlich leben wir in einem freien Land.
Wohlgemerkt: Ich behaupte nicht, dass Homosexualität eine Krankheit ist, die dazu noch generell therapierbar ist, sondern ich glaube den Wissenschaftlern, die sagen, dass bei manchen Schwulen eine Therapie Erfolg haben kann. Wenn nun ein schwuler Gesundheitsminister eine solche Möglichkeit verbieten und sogar bestrafen will, so zeigt das nach meiner Meinung, dass er nicht nur befangen, sondern sogar verbohrt ist.

Gleichgültig, ob Homosexualität eine Krankheit oder eine Spielart der Natur ist, sollte man doch einmal wissenschaftlich untersuchen, was die Ursachen dafür sind. Als ich dies einmal Wissenschaftlern vorgeschlagen habe, hieß es, dies sei „nicht opportun“; man wollte auch nicht untersuchen, inwieweit Homosexualität durch Erziehung und durch Gene bestimmt wird; man wollte nicht einmal feststellen, ob die Homosexualität zu- oder abnimmt. Hier bestehen bedauerliche Tabus. Eine Aufklärung läge ja im Interesse des Staates, denn der braucht Kinder. Wir haben ja neuerdings auch das Kinderkriegen inzwischen teilweise „outgesourct“, so dass wir auf Zuwanderung angewiesen sind.
Warum sollten werdende Eltern nicht erfahren können, wie eventuell Homosexualität entsteht? Dann können sie frei entscheiden, ob sie solche Ursachen vermeiden wollen oder nicht. So behauptet beispielsweise der Wissenschaftler Janus, bei der Homosexualität
i würden mit Sicherheit psychologische und biologische Gegebenheiten zusammen wirken; bei der Homosexualität gebe es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass vorgeburtlicher Stress das Gleichgewicht der Sexualhormone störe.
Manchmal lese ich Nachrichten, die mich in diesem Zusammenhang nachdenklich machen:
So führt der Kokainmissbrauch der Londoner dazu, dass das Rauschgift in die Themse gelangt und
die Aale an der Fortpflanzung hindert. Bedenkt man, welch winzige Mengen genügen, um solche Wirkungen zu haben, dann fragt man sich, ob nicht auch vielleicht die Grenzwerte unseres Trinkwassers zu hoch sein und Folgen haben könnten, wie auch ein anderes Beispiel lehrt: Fische, die in der Nähe eines Klärwerks schwimmen, wechseln ihr Geschlecht.
Ob auch Menschen vergleichbaren Einflüssen ausgesetzt sind, wäre eigentlich von einem Gesundheitsminister zu erforschen, anstatt apodiktisch festzustellen, was die Wahrheit ist. Wahrheiten sind in unserer Zeit der Fake News nicht viel wert, denn schon ein „Experte in Sachen Wahrheit“, nämlich Adolf Hitler, hat gesagt:
So etwas wie „Wahrheit” gibt es nicht. „Wahrheit“ ist eine Lüge, die du den Leuten so lange erzählt hast, dass sie vergessen haben, dass es eine Lüge war.“ Was für die Lüge gilt, gilt umso mehr natürlich auch für verfehlte Ansichten.
Zum Schluss:
Georg Christoph Lichtenberg würde zu diesem Blog sagen: „Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.“

 

 

 

 

 

 

 

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Weisheiten und Wahrheiten

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.
„Früher reparierte man alte Geräte, stopfte Strümpfe und flickte Kleidung – heute wirft man altes weg. Dadurch trat an die Stelle des Bestrebens, etwas in Ordnung bringen zu wollen, ein zügelloser Zerstörungstrieb, denn früher ist es niemandem eingefallen, Häuser zu beschmieren, Zugfenster zu verkratzen oder sonst öffentliche Einrichtungen zu beschädigen.
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Witz zum Tag

Einen fröhlichen Woschenbeginn!

In Ostfriesland wir eine neue Straße gebaut. Der Unternehmer sitzt am Rand in einem Café und schreit immer wieder:
„Das Grüne nach oben!“
Schließlich fragt ihn jemand, warum er immer dasselbe schreit. Der antwortet:
„Ganz einfach! Meine Arbeiter sollen Bäume pflanzen und da muss ich ihnen sagen, dass das Grüne nach oben gehört.“

Macht Liebe blind?

Endlich haben wir eine fundierte Antwort: Wissenschaftler Loew, Leiter der UKR-Abteilung für Psychosomatische Medizin, vergleicht die Wirkung des Hormons Dopamin, das bei der Liebe wirksam wird, mit einer wahnhaften Störung.
https://web.de/magazine/wissen/redewendungen/liebe-blind-wissenschaftler-erklaert-redensart-33559790
Es ist erfreulich, wenn nun endlich wissenschaftlich bestätigt wird, was ich schon vor vielen Jahren in meinem Eheratgeber für Männer geschrieben habe:
Betrachtet man das Ganze durch die Brille des Gesetzes, so stößt man auf § 104 BGB. Der einschlägige Teil der Vorschrift lautet:

„Geschäftsunfähig ist, wer sich in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustande krankhafter Störung der Geistestätigkeit befindet, sofern nicht der Zustand seiner Natur nach ein vorübergehender ist.“ Wohlgemerkt: In dieser Vorschrift sind nicht etwa nur die Geisteskranken gemeint, sondern alle, deren Tätigkeit des Gehirns krankhaft beeinträchtigt ist, wie beispielsweise auch diejenigen, die übertrieben eifersüchtig sind. Man wird wohl ohne Übertreibung sagen können, dass diejenigen, die von triebauslösenden Hormonen beeinflusst sind, sicherlich am schlimmsten betroffen sind, wobei die Lage der Männer offenbar geradezu hoffnungslos ist, denn nach einer neueren psychologischen Studie denken sie alle 3 Sekunden an Sex. Es muss sich aber doch wohl um sehr unterschwellige Gedanken handeln, denn bekanntlich haben ja gerade Männer in der Regel etwas zu tun und dabei müssen sie ihr Gehirnschmalz einsetzen.
Wir sind also nach den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft für einen großen Teil unseres Lebens geschäftsunfähig, jedenfalls insoweit, als es die Eheschließung betrifft. Ein Western-Song bringt es auf den Punkt: „Married in a fever.“ Nach § 1304 BGB ist die Ehe einer Person, die in diesem Zustand heiratet, nichtig. Es wird vielleicht für manchen tröstlich sein, wenn er hört, dass er also eigentlich sich im Zustand einer Nicht-Ehe befindet. Doch leider kann man häufig das, was dem Gesetz entsprechen würde, nicht durchsetzen, denn auf hoher See und vor Gericht ist man bekanntlich in Gottes Hand, und der Liebe Gott ist ja, wie uns die Kirche lehrt, gegen die Auflösbarkeit der Ehe. Auch unsere Rechtsprechung richtet sich nicht nur nach dem Gesetz, sondern auch nach dem Grundsatz: Da könnte ja jeder kommen…Die Justiz ist viel zu konservativ, um alle Ehen für nichtig erklären, auch wenn dies eine zwingende Konsequenz aus den modernen Forschungsergebnissen wäre, denn das würde ja auch bedeuten, dass die Richter selbst unter dem Einfluss von Hormonen zeitweise unzurechnungsfähig wären. Die Richter wären wohl überfordert, wenn sie zu einem solchen Ergebnis kommen müssten.

Um klar sehen zu können, was Sie vielleicht in Ihrem Liebesleben erwartet, sollten Sie dieses Buch lesen:

Weisheiten und Wahrheiten

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.
Wer sich wie ein toller Hecht vorkommt, muss sich in der Regel damit abfinden, dass er sein einziger Bewunderer ist.“
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Weisheiten und Wahrheiten

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.
Leute, die sich damit brüsten, viele Freunde zu haben, wollen meist darüber hinweg täuschen, dass sie nur Bekannte, aber keinen einzigen wirklichen Freund haben.“
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Nächstes Volksbegehren: Rettet den Regenwurm!


Heute ist der Tag den Regenwurms. Widmen wir diesen armen Tieren ein paar Gedanken:
Die Menschen sind schon ungerecht: Die Bienen wollen sie nun retten. Aber wer kümmert sich um den Regenwurm? Er ist sehr wichtig für einen gesunden Boden, weil er mit seinen Ausscheidungen einer der primären Erzeuger des sogenannten Dauerhumus ist und somit wichtige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum im Boden liefert. Darüber hinaus lockert er den Boden, weshalb die Regenwürmer vor allem für den biologischen Gartenbau wichtig sind und ein zusätzliches Umgraben überflüssig machen.
Aber die moderne Landwirtschaft bereitet dem Wurm den Garaus durch dauerndes Befahren der Flächen mit schwerem Gerät, durch Intensivdüngung und durch Monokulturen wie den Maisanbau. In einem Maisfeld gibt es keine Regenwürmer mehr.
Kommt nun auch ein Volksbegehren für den Regenwurm?
Und wie sieht’s mit dem Maulwurf aus, der das gleiche Schicksal hat?

Lesen Sie bitte unbedingt weiter in „Todeszone Bayern„!