Die Grundstücksneubewertung klappt nie


Gerade teilt Finanzminister Lindner mit, dass erst ein Drittel der Deutschen die fällige Erklärung zur Grundstücksneubewertung abgegeben hat. Nun soll die Abgabefrist verlängert werden. Aber ob das was bringt? Anscheinend hat er noch nichts von Prokrastination gehört: Viele Menschen neigen eben dazu, das, was sie zu erledigen haben, bis zum letzten Moment aufzuschieben.

Jedenfalls steht für mich jetzt schon fest, dass die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist für die Neubewertung der Grundstücke niemals eingehalten werden kann. Ich habe gerade meine Erklärung abgegeben und bei der Bewertungsstelle des Finanzamts nachgefragt, bis wann ich mit dem Ergebnis rechnen könne. Man sagte mir, es dauere schon Wochen, bis meine Erklärung bei der Bewertungsstelle eintreffe und dann dauere die Bewertung Monate. Wenn man also schon bei den wenigen bisher eingegangenen Erklärungen solche Zeitprobleme hat, wie soll das werden, wenn die Erklärungsfrist verlängert wird und der vom Verfassungsgericht festgesetzte Bearbeitungszeitraum bis 2024 schrumpft? Ich sehe schwarz. Und was dann?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Moderne Kunst ist es oft, wenn ein Maler weniger Zeit für ein Bild braucht, als eine Frau fürs Schminken. (H. Pöll)

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Witz zum Tag

Auch Schmunzeln aktiviert Glückshormone!

Der Chef einer Supermarkt-Kette steckt einem Kunden noch eine Flasche Wein in die Einkaufstasche.
„Bist du verrückt geworden?“ fragt seine Frau.
Sagt der Mann: „Das war der Lehrer, der schuld ist, dass ich aus dem Gymnasium geflogen bin. Wenn der nicht gewesen wäre, wäre ich heute vielleicht auch so ein verbeamteter Hungerleider geworden wie er!“

Ich bin gegen das „System“ – ein Fall für den Verfassungsschutz?

Wir erleben immer wieder Demonstrationen gegen das „System“. Solche Demonstranten werden automatisch zu Verfassungsfeinden erklärt, ohne zu fragen, was denn eigentlich das „System“ ist, gegen das sie sind.
Die meisten sind – so glaube ich – gar nicht gegen die Demokratie oder das Grundgesetz, sondern gegen das, was die Parteien daraus gemacht haben.
Der Merkelismus ist so eine erschreckende Erscheinung, wie ich hier beschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/
Die eigentlichen Verfassungsfeinde sind die großen Parteien, die die Grundprinzipien des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt haben:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/

Und das deutsche Volk lässt es sich gefallen, dass es trotz des ständig gerühmten Aufschwungs immer ärmer wird, während „die da oben“ absahnen. Man hat das Gefühl, hierzulande sei ein Masochismus ausgebrochen – da hat man noch so oft ausrufen können: „Deutschland erwache!“ Aber so langsam scheint sich etwas zu rühren: Man hat Angst vor einem „Wutwinter“. Da könnte sich vielleicht der aufgestaute Zorn des Volkes entladen.

Übrigens: Hier ist auch so einer, der so denkt wie ich und den Sie sich unbedingt anhören sollten:
https://www.youtube.com/watch?v=8MUYqdNjxqk

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Das Fernsehen wird anscheinend von der Hörgeräteindustrie gesponsert: Während früher sprachlich ausgebildete Schauspieler in ein am „Galgen“ aufgehängtes Mikrophon sprachen, nuscheln heute Emporkömmlinge irgendwo in der Gegend herum oder im fahrenden Auto.
H. Pöll

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Die „Guidelines“ des SWR: Setzen sich die Feministinnen beim Gendern durch?

Mein Senf dazu:
Beim SWR herrscht Streit über das Gendern. Wie soll man das Publikum anreden oder anschreiben?
Soll man sagen: Liebe Zuhörer-innen (also mit Pause?)
Und wie soll man schreiben?
Zuhörer_innen,
Zuhörer:innen,
Zuhörer/innen
oder soll man doch einfach weiter bloß „Zuhörer“ als Sammelbegriff für Männer und Frauen verwenden?
Merz hat sich gerade mit Recht über das Gendern aufgeregt und erklärt, die Fernsehanstalten seien keine Spracherziehungsschulen.
Das hat auch der SWR vernommen und uns mitgeteilt, er habe seine redaktionellen „Guidelines“ konkretisiert.
Da hätte ich doch eine Anregung: Was soll das Wort „Guidelines“ anstatt „Sprachregeln“? Das lässt Schlimmes für ihren Inhalt befürchten.
Müssen wir immer mehr Anglizismen benutzen anstatt deutscher Worte? Das ist da angebracht, wo eine neue Erscheinung  bezeichnet wird: So ist beispielsweise „shoppen“ etwas anderes als einkaufen.
Aber wenn sonst immer mehr Anglizismen um sich greifen, geschieht dies in der Regel, wenn sich jemand damit interessant machen will.
Btw: Sie gehören hoffentlich nicht dazu!
Über das btw bin ich gerade gestolpert und wusste nicht, was das bedeutet. Da musste ich erst mal googeln: Es heißt „by the way“. Da wollte mir jemand zeigen, wie alt und rückständig ich bin, sonst hätte er schlicht „übrigens“ geschrieben.

Und noch etwas zum Gendern: Die Feministinnen fühlen sich benachteiligt, weil die männliche Form eines Substantivs benutzt wird, wenn auch die Frauen mit einbezogen werden sollen.
Es kommt hier aber auf das „Framing“ an: Wenn auch die Männer so denken würden wie die Feministinnen,  könnten sie sich benachteiligt fühlen, weil es nur eine weibliche Form von Substantiven gibt, aber keine männliche. Wenn ich also in meinen Büchern teilweise nur die Männer anspreche, so kann ich nur schreiben: „Liebe Leser“. Als Gegenpol zu den Feministinnen müsste also eine männliche Form kreiert werden: Dann müsste es heißen: „Liebe Leserer!“

Ja, Leute, es gibt viel zu tun!

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wie viel weiter wären wir, wenn nicht immer nur die Angepassten nach oben kämen.
H. Pöll

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Wer macht denn so was? Was tun?

Man sollte es nicht glauben, was auf meinem PC passiert ist. Auf einmal konnte ich mich nicht mehr in mein Mail-Programm einloggen. Jemand hatte um Mitternacht mein Passwort verstellt. Wer macht denn so was? Und welchen Sinn hat das?
Ich kann ja verstehen, dass jemand ein Passwort knackt und dann damit Straftaten begeht, z.B. Bestellungen tätigt.  Aber dass jemand nur mein Passwort austauscht, ohne damit Missbrauch zu treiben – das kann ich nicht verstehen.

Als ich dann ein neues Passwort einrichtete, hatte ich ein erschreckendes Erlebnis: Ich musste meinen Ausweis einscannen und dann ein Foto von mir machen, um mich zu identifizieren. Das Programm hat mich nicht erkannt, weil ich offenbar inzwischen so sehr gealtert bin. Ich habe dann ein anderes Identifizierungsprogramm benutzt, das sogar das Hologramm des Ausweises verlangte. Dann arbeitete es 20 Minuten daran, ob ich ich bin. Schließlich ließ es mich durch gehen. Da frage ich mich schon, wie Videoüberwachungskameras Verbrecher erkennen sollen.

Nun bin allerdings wegen des Angriffs auf meinen PC beunruhigt. Windows Defender hat ihn nicht erkannt. Ist der Schädling noch auf meinem PC? Was tun? Ich glaube, ich scanne mal mit Antivir.