Deutschland stürzt ab

„Es gibt drei Arten von Lügen: die Notlüge, die Unwahrheit und die Statistik.“

An diese Weisheit aus meinen Aphorismen musste ich gerade denken, als ich im Spiegel-online vom 30.9.2019 las:
Das Verkaufsargument „Made in Germany“ würde ziehen. Weltweit hätten Produkte aus Deutschland den mit Abstand besten Ruf, wie eine Umfrage ergeben habe.
Das kann doch nicht wahr sein! Demgegenüber berichtet Wallstreet-online, dass das Vertrauen der entwickelten Volkswirtschaften in deutsche Unternehmen innerhalb von wenig mehr als zwölf Monaten um 15 Prozentpunkte auf 44 Prozent abgestürzt sei. „Ursache des Vertrauensverlustes im Ausland seien Skandale in Serie wie der Dieselskandal und Bank-Affären, aber auch eine generell als intransparent, wenig bürgerschaftlich und korruptionsanfällig wahrgenommene Unternehmenskultur.“
Ich glaube eher dieser Darstellung von Wallstreet-online: Wie sehr sie zutrifft, belegt gerade diese Meldung: Die Länderjustizminister haben sich soeben dafür ausgesprochen, die Garantiezeiten für gekaufte Waren zu verlängern. Ursache dafür ist, dass Gebrauchsartikel zu schnell kaputt gehen. Viele sollen sogar Sollbruchstellen haben, damit wieder neue Ware gekauft werden muss. So etwas schadet natürlich auch dem Ansehen von „Made in Germany“. Und übersehen dürfen wir auch nicht, dass andere Länder auch immer bessere Waren herstellen und uns teilweise sogar überflügeln, etwa bei der Elektromobilität oder bei G 5. Kein Wunder:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/03/deutschland-stuerzt-ab/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/25/deutschland-stuerzt-ab-5/
Und da fragen sich die Ausländer natürlich: Warum soll „Made in Germany“ besser sein? So etwas glauben – wenn man Spiegel-online und Wallstreet-online zusammen nimmt – nur noch Menschen in unterentwickelten Volkswirtschaften.

Gewaltige Verteilungskämpfe stehen uns bevor

Die gesamten Ausgaben für die Flüchtlingsbewegung im Bundeshaushalt waren 2018 so hoch wie noch nie. Die Kosten stiegen auf 23 Milliarden Euro. Teilweise handelt es sich um Ausgaben im Ausland zur Bekämpfung der Flüchtlingsbewegung, Im Inland hat der Bund die Länder und Kommunen vergangenes Jahr mit zusammen 7,5 Milliarden Euro im Bereich der Flüchtlings- und Integrationskosten unterstützt. Das sind nur die Ausgaben des Bundes, Hinzu kommen diejenigen der Länder und Gemeinden.
Im Vergleich dazu sind die Kosten für die Grundrente, die wir uns angeblich nicht leisten konnten, gering: Nach Angabe von CSU-Chef Markus Söder ist mit Kosten von bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen.
Da wird es wohl irgendwann gewaltige Verteilungskämpfe geben, wenn das Volk das mit bekommt und wenn beim künftigen Schwächeln der Konjunktur weniger Geld zum Verteilen vorhanden ist. Ob es dann zu Ereignissen kommt, wie sie in der Kurzgeschichte „Bartholomäusnacht“ in der „Leseecke“ geschildert wurden?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften. Heute mal ganz einfach:

Die Berge altern wie die Menschen: Die Furchen (bzw. Lawinenbahnen) werden immer mehr und immer größer.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Wir werden immer kränker, aber auch immer älter

Wir können es selber feststellen: Mehr als ein Drittel aller Kinder braucht eine Brille. Das müsste nicht sein: https://autorenseite.wordpress.com/2017/12/15/brille-muss-nicht-sein/
Aber man tröstet sich damit, dass es ja Kontaktlinsen gibt und dass eine Brille auch ganz schick aussehen kann.
Also alles halb so schlimm! denken die Eltern. Tatsächlich aber ist die Kurzsichtigkeit eine Krankheit und sie ist das Einfallstor für weitere schwere Augenerkrankungen: Die drei Brillenträger, die ich aus meiner Jugend kenne sind nun nach etlichen Jahrzehnten ganz oder fast blind.
Von einer anderen Erkrankung lesen wir gerade in der Ärzte Zeitung
: Mehr als zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben regelmäßig Kopfschmerzen. Bei den Oberschülern liegt der Anteil sogar bei fast 80 Prozent.
Ich bin jetzt 85 Jahre alt und habe nie unter Kopfschmerzen gelitten, obwohl ich dauernd mit dem Kopf gearbeitet habe. Was also ist los mit der armen Jugend, die auch insofern nicht gesund ist?
Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit nehmen bei den jungen Menschen erschreckend zu.
Auch die Männer werden immer kränker und sind auf dem Weg zur völligen Zeugungsunfähigkeit:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
All das lässt die Menschen aber ziemlich kalt, denn die moderne Medizin hat enorme Fortschritte gemacht, und so gibt es für fast alles die entsprechenden Pillen oder Operationen. Daher achten die Menschen heutzutage nicht mehr so auf ihre Gesundheit, wie es in meinen jungen Jahren der Fall war. Damals wusste man noch, was gesund war, besonders bei der Ernährung, und man richtete sich danach, denn Krankheiten, die für die moderne Medizin kein Problem sind, bedeuteten früher ein Todesurteil. Aber dieses Wissen ist weitgehend verloren gegangen. Die Frauen, die früher dieses Wissen hatten, sind heute berufstätig und haben keine Zeit für etwas, das in ihren Augen in die Zuständigkeit der Ärzte fällt.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften. Heute mal ganz einfach:

Je sicherer die Technik wird, umso schlampiger wird damit umgegangen.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Meine Erlebnisse beim Mauerfall

Hier in Bayern erfuhr man vom Mauerfall nur aus dem Fernsehen.
Aber dann habe ich doch zwei nette Erlebnisse gehabt. Als ich damals auf der Deutschen Alpenstraße fuhr, war auf einmal auf der Straße eine Versammlung. Erst dachte ich, es wäre ein Unfall geschehen, aber das passte nicht zu dem fröhlichen Hallo, das dort statt fand. Etliche junge Bayern standen auf der Straße und hielten die Autos an. Sie sammelten Geld für die DDR-Bürger, die da kommen würden. Und dem Augenblick kam auch tatsächlich ein Trabbi daher. Man holte die Insassen heraus, umarmte sie und hieß sie herzlich willkommen. Dabei überreichte man ihnen das gesammelte Geld als Willkommensgeschenk.
Später am Watzmannhaus traf ich eine weinende Frau. Ich fragte sie, ob ich ihr helfen könne. Sie verneinte das und sagte, sie müsse einfach weinen, weil es da so schön ist.
„Ach!“ sagte sie im schönsten sächsisch; „Dass ich das noch erleben durfte“

Schämen Sie sich, Frau Merkel!

Mein Senf dazu:

Gerade hat Ihre Regierung vor dem Bundesverfassungsgericht Schiffbruch erlitten, weil sie gegen die Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip verstoßen hat. Und nun wollen Sie unbedingt eine Bedürfnisprüfung bei der Grundrente. Die Sozis machen bei dem Streit über dieses Thema keine gute Figur, denn sie haben sich im Koalitionsvertrag damit einverstanden erklärt. Nun aber sind sie aufgewacht und haben sich darauf besonnen, was sie ihrer Wählerschaft schuldig sind, um nicht unter die 5-%-Klausel zu fallen.
Ihr Fraktionsvorsitzender Brinkhaus spricht in diesem Zusammenhang davon, dass die Bedürfnisprüfung ein Erfordernis der Gerechtigkeit sei. Was hat der Mann nur für Vorstellungen von Gerechtigkeit! Da kann man im neuen Jargon Ihrer Partei nur sagen: Das ist ja „irre“!
Wenn eine Milliardärsgattin sich ein teures Elektroauto als Zweitwagen zum Einkaufen zulegt, erhält sie eine Prämie von 6.000 Euro. Da denkt keiner in Ihrer Partei daran, eine Bedürfnisprüfung stattfinden zu lassen. Aber wie so oft denken Sie auf einmal ans Sparen, wenn es um die Ärmeren und Wehrlosen geht. Da kann man nur sagen: Schäbig! Schäbig!