Mein Topbeitrag macht mich traurig

Manchmal schaue ich nach, was denn auf dieser Web-Seite am meisten gelesen wird. Und da hätte ich gerne, dass die Homepage ganz vorne landet oder die Leseecke oder die Fundgrube.
Aber was wird stattdessen am meisten aufgerufen? Das Beischlafeinverständnisformular.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Eine der schwierigsten Fragen ist die, wann man konservativ und wann man fortschrittlich sein sollte.  (H. Pöll)

Mehr über den Autor auf der Homepage.

Neue Spaltung: Jung gegen Alt?

Auf einmal hört man bei uns in der Politik immer öfter die Forderung, die Alten sollten abtreten und den Jüngeren Platz machen. Richtig daran ist, dass wir sicherlich etliche Alte in der Politik haben, die sich nicht mit Ruhm bekleckert haben. Wenn AKK und Altmaier gehen, ist das wohl nicht gerade ein Verlust. Und andere hätten auch längst ihren Hut nehmen sollen.
Aber wir hatten gerade in guten Zeiten unserer Republik hervorragende Alte an ihrer Spitze, beispielsweise Adenauer oder Schmidt, um nur zwei zu nennen. Und wenn es viele Institutionen gibt, die Senate (zu deutsch: Ältestenräte) aufweisen, so zeigt dies, dass gerade Menschen mit viel Lebenserfahrung in leitenden Posten gefragt sind. Ihr Rat ist wertvoll.
Andererseits bringen junge Kräfte oft mit neuen Ideen und anderen Perspektiven wieder neuen Schwung in die Politik. Leute wie Daniel Günther zeigen, wie so etwas gut funktioniert. Als Gegenbeispiel sei Amthor genannt.
Wir sollten also keine Fronten zwischen Alt und Jung bilden, sondern zwischen Verkrusteten und Ideenreichen, also zwischen guten Leuten und solchen, die von Parteien einfach nur auf Grund ihrer langen Zugehörigkeit nach oben gebracht werden.
Deshalb ist es unsinnig, wenn der Vorsitzende der JU Bayern fordert, der alte Schäuble solle auch sein Bundestagsmandat aufgeben, um Jüngeren Platz zu machen. Damit ruft er in unserer ohnehin gespaltenen Gesellschaft zu einer neuen Frontstellung auf, nämlich Jung gegen Alt. Wer so schlicht denkt,  sollte wohl eher selber zurück treten als Schäuble. Schäuble war oft der Mahner gerade dort, wo etwas schief lief, beispielsweise beim Wahlgesetz. Solche Leute braucht die CDU gerade jetzt in unruhigen Zeiten als Kompass.

 

Heute ist der Welttag des Sehens. Warum er so wichtig ist

Es gab eine Zeit, in der man mehr auf die Gesundheit achtete, denn die Medizin war noch nicht so fortgeschritten wie heute. Eine Erkältung, die zu einer Lungenentzündung führen konnte, konnte ein Todesurteil bedeuten. Heute denkt man anders: Viele leben bedenkenlos dahin und meinen, wenn ihnen was fehlt, wird es ein Arzt schon richten. Wer denkt heute schon daran, etwas für die Gesundheit der Augen zu tun? Wenn man kurzsichtig wird, trägt man eben eine Brille:
Nur wer denkt daran, dass er in der Jugend schon so alte Augen hat, wie früher die über 50-Jährigen? Und wer denkt daran, wie es dann bei ihm einmal im Alter weiter geht? Die meisten glauben, dass sie dann halt eine stärkere Brille brauchen könnten. Aber an Blindheit denkt keiner:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/29/werden-brillentraeger-blind/https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/29/werden-brillentraeger-blind/
Viele Menschen glauben ja, dass sie eine Brille tragen müssten, weil sie zu viel gelesen oder am PC gearbeitet hätten. Das ist falsch:
Ich brauche mit meinen 87 Jahren immer noch keine Brille, obwohl ich mehr gelesen habe als die meisten. In meiner Jugend habe ich Bücher geradezu verschlungen, beispielsweise sämtliche Karl-May-Bände. Und mein Berufsleben bestand hauptsächlich im Aktenstudium. Seit meiner Pensionierung arbeite ich stundenlang am PC. All das hat meinen Augen bisher nicht geschadet.

Muss das Wort „Privatpatient“ verboten werden?

Viele Worte sind uns inzwischen verboten: Neger, Zigeuner… Neuerdings soll man auch nicht mehr „Alien“ sagen dürfen, weil mit diesem Wort Außerirdische, die es gar nicht zu geben scheint, diffamiert werden. Und da müsste doch konsequenterweise auch das Wort „Privatpatient“ verboten werden, weil damit eine Minderheit diffamiert wird, die es sich angeblich auf Kosten der Allgemeinheit zu gut gehen lässt.
Ich bin als ehemaliger Staatsdiener zwangsläufig Privatpatient, und so sieht mein oft beneidetes Leben als Privatpatient aus:
Ich habe bisher noch keinen Vorteil davon gehabt. Es wird ja oft darüber geklagt, dass in den Arztpraxen Privatpatienten bei Terminen bevorzugt würden. Ich habe das noch nie erlebt, obwohl ich inzwischen 87 Jahre alt bin. Wenn ich mich in all den Jahren bei den verschiedensten Praxen angemeldet habe, wurde ich noch nie danach gefragt, ob ich Kassen- oder Privatpatient bin. Ich musste also auch warten, bis ich dran war. Gerade warte ich beim Hautarzt 2 Monate.
Als ich einmal im Krankenhaus war, wurde ich behandelt wie alle anderen, also schlecht:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/02/18/krankenhaus-einst-und-jetzt/
Der einzige Vorteil, den ich als Privatpatient gehabt hätte, wäre ein Stück Kuchen zum Kaffee gewesen, aber den hatte man bei mir vergessen. Und als ich den Kuchen zufällig einmal sah, kann ich nur sagen: der musste nicht sein.
Als Privatpatient hat man zwei große Nachteile:
Es ist sehr teuer.
Und man muss ständig auf der Hut sein, nicht Opfer der Geldgier von Ärzten zu werden: Nirgendwo werden so viele Gelenk- Wirbelsäulen- und Prostataoperationen durchgeführt wie bei uns, und da wird man natürlich als Privatpatient eher ein Opfer.
Ein Beispiel: Ich bin einmal an einem Muskelriss operiert worden und hatte Probleme damit. Ein Orthopäde schlug mir eine Knieoperation vor. Auf meine Frage, wie eine Knie-OP ein muskuläres Problem lösen sollte, antwortete er mit dem Satz, das würde die Gesamtsituation verbessern. Blöder geht’s nimmer.
Also, liebe Kassenpatienten: Ihr habt keinen Grund, neidisch zu sein.

Kaum zu glauben: Als ein Blatt Papier noch einen Wert hatte

Als ich jung war, hatte nach dem Krieg jedes Blatt Papier noch einen Wert. Deshalb ging man sparsam damit um. Wenn ein  Schreiben nur auf einer Seite beschrieben war, benutzte man die andere als Schmierpapier. So wurde das Papier nachhaltig genutzt.

Inzwischen sieht es anders aus. Eine Papierflut ist über mich herein gebrochen. Die Schreiben, die ich erhalte werden immer mehr und immer länger. Wieso ging das früher anders? Wer soll das alles lesen?
Typisch ist auch, dass die Postbank nicht mehr die kleinen Kontoauszüge heraus gibt, sondern inzwischen größere auf einseitig beschriebenen DIN-A4-Seiten. Da verbraucht man nun mehr als doppelt so viel Papier wie vorher. Offenbar handelt es sich auch noch um Thermopapier, das  teurer in der Produktion sein dürfte als normales Papier.  Aber Papier hat heute eben keinen Wert mehr und das schadet der Umwelt.  Der Anfall an Müll wächst und es müssen mehr Bäume gefällt werden.

Sehen Sie das auch: Wir stoßen überall an unsere Grenzen

Merken Sie das nicht auch? Wo wir hinschauen: wir stoßen auf einmal überall an unsere Grenzen. Uns sollte sowieso bewusst sein, dass wir so nicht weiter leben können wie bisher, weil die Erde so sehr ausgebeutet wird, dass wir 1 1/2 Erden bräuchten, um so weiter leben zu können wie bisher. Wir erschöpfen unsere Ressourcen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/29/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor/
Die Rohstoffe werden immer knapper, nicht nur die seltenen Erden, die für Computer eine Rolle spielen, sondern auch einfache Baustoffe wie Sand und Kies.
Abgesehen davon funktioniert auch sonst das Wirtschaftsleben auf der Welt nicht mehr richtig. Wo wir hinschauen, herrscht Mangel: Erst waren es Medikamente, sogar lebenswichtige, die nicht mehr lieferbar waren, weil sie in Indien hergestellt wurden.
Nun fehlen Chips und Autowerke müssen pausieren.
Unglaublich, aber wahr – die USA stehen wieder mal vor dem Shutdown. sprich: Staatspleite. Nur mit einer Finanzspritze von unvorstellbaren 480 Milliarden Dollar können sie sich über Wasser halten. Das ist symptomatisch für die Welt: Überall kommt man mit dem Geld nicht mehr aus und macht Schulden. Wo ist da die Grenze? Erst beim Zusammenbruch des Finanzsystems?
Auch hier sind uns die USA wohl wie immer nur einen Schritt voraus: In dem reichen Land haben 36% der Studenten nicht genug zum Essen. Depressionen und Versagen sind die Folgen. Wie es bei uns aussieht, wird wohl lieber nicht gefragt.
In den USA sind die Medikamente teurer als anderswo. Arme können sie daher nicht mehr bezahlen. Mancher Zuckerkranke kann sich kein Insulin mehr kaufen und muss halt an seiner Krankheit sterben. Gott sei Dank ist es bei uns nicht so – werden viele denken. Das wäre aber ein Irrtum. Bei uns müssen Menschen sterben, weil wir an den Intensivstationen sparen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/27/schlimmer-als-alles-bisher-erlebte/
Und auch die kostenintensiven Notaufnahmen sind ihren Aufgaben oft nicht mehr gewachsen, weil auch hier der Rotstift regiert.
In Trier wurde die Kinderkrebsstation eingespart. Da müssen nun die ohnehin stark belasteten Eltern weit fahren, um jeden Tag ihr Kind zu besuchen.
Warum können wir uns heute nicht mehr leisten, was früher selbstverständlich war?
Überall fehlt Personal, besonders in Krankenhäusern und Altenheimen, weil in Zeiten des Merkelismus kein Geld für eine angemessene Bezahlung vorhanden ist.
Anderes Thema: Bei uns sind 28 % des Grundwassers über den Grenzwert hinaus mit Nitrat belastet. Das kommt vom übermäßigen Düngen infolge der Massentierhaltung. Damit sind wir Spitze in Europa. Nur in Malta ist es noch schlimmer. Früher war Brunnenvergiften ein todeswürdiges Verbrechen. Heute erhalten die Bauern Ausgleichszahlungen, wenn sie im Einzugsbereich von Flüssen und Seen weniger düngen, doch ist es dann immer noch zu viel. Am Chiemsee hat man mit Millionenaufwand eine Ringkanalisation gebaut, doch was nützt die, wenn die moderne Landwirtschaft immer mehr Jauche produziert? Schauen Sie mal hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/30/seekuehe-im-chiemsee/
Das kann so nicht weiter gehen.
Die landwirtschaftliche Massenproduktion stößt überall an ihre Grenzen: Orangen, Bananen, Kaffee, Kakao, Mais… alles ist von aggressiven Schädlingen bedroht.
Globalisierung und Massentierhaltung werden dazu führen, dass Corona nicht die letzte Pandemie ist, die ihre Opfer fordert.
Wir erleben ein Artensterben ungeahnten Ausmaßes. Und irgendwann ist dann der Mensch dran, wie uns das Genie Hawkins prophezeit hat.

So könnte ich noch lange fort fahren, aber Sie sehen es ja selbst: So kann es nicht weiter gehen. Wir stoßen überall an unsere Grenzen.