Feinschmecker in meinem Garten: Amseln und Ameisen


Meine Äpfel an einem Baum haben Sonnenbrand. Aber die Amseln sind davon begeistert und hacken gerne hinein – natürlich auf der anderen Seite. Ich muss die gesunden Früchte nun vorzeitig ernten, um sie vor den Vögeln zu retten.
Nebenan steht ein anderer Apfelbaum, den ich mir bei Dehner nur gekauft habe, nur um eine Lücke im Sichtschutz zu füllen. Es war der letzte Baum, der damals im Herbst noch übrig war, und das verhieß nichts Gutes. Weil ich aber viel mehr Äpfel habe. als wir essen können, habe ich beim Kauf gar nicht auf die Sorte geachtet. Dann aber habe ich feststellen müssen, dass ich zwar noch nie so schöne und große Äpfel in meinem Garten hatte. Sie haben aber einen schlechten Geschmack und de Schale ist hart wie Leder, außerdem sind sie sauer und mehlig – also kaum genießbar. Keine Amsel vergreift sich an diesen Früchten. Nicht einmal probieren wollen sie. Anscheinend können sie riechen, was mit dem Obst los ist.
Auch die Ameisen, die den benachbarten Baum überfallen haben, wollen von Dehners Baum nichts wissen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/22/neues-von-schaedlingen-ameisen/
Nicht einmal die Blätter vom Dehner-Baum interessieren sie.
Ja, die Tiere sind schon Feinschmecker.
Nun muss ich mich halt selber durchbeißen.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Selbstkritik ist heilsam, wenn sie dazu dient, dass man es besser macht. Sie zerstört aber das notwendige Selbstvertrauen, wenn man ihr nur entnimmt, dass man schlecht ist.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Sind Preußen gescheiter als Bayern?

Die Corona-Krise scheint es an den Tag zu bringen: Die Hamburger sind zwar auch teilweise blöde, aber nicht so wie die Bayern – so könnte man voreilig schließen:
Gerade lesen wir, dass in einem Hamburger Lokal 100 Gäste von insgesamt 600 falsche Personalien angegeben haben. Das ist ein u.U. lebensgefährlicher Unsinn, weil die Infektionsketten vom Gesundheitsamt nicht weiter verfolgt werden können. So ist es nun möglich, dass ein infizierter Gast des Lokals die Pandemie weiter verbreitet und dass er dadurch den Tod von angesteckten Personen verschuldet.
Schlimmer war es in Garmisch: Dort haben nicht nur ein Sechstel, sondern zwei Drittel der Lokalgäste falsche Personalien angegeben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/16/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-sogar-lebensgefaehrlich-bloede-in-der-corona-krise/
Wenn man nun aber daraus den Schluss ziehen wollte, dass die Hamburger weniger blöde Einwohner haben als die Garmischer, so wäre das aber doch etwas voreilig. Es sind ja weniger die Einheimischen, die nachts durch die Lokale ziehen als vielmehr die Touristen.
Da müsste man also doch noch etwas genauer hinschauen, bevor man derartige Schlüsse über den Anteil der Dummen in den verschiedenen Regionen zieht.

ALDI ist besser als Lidl

Mein Senf dazu:

Ich hasse das: Kaum ruft man eine Seite im Internet auf, schon wird sie verdunkelt und eine Schrift wird eingeblendet, in der eine Zustimmung verlangt wird. Ich fürchte, dass fast alle User diese Zustimmung bedenkenlos erteilen, ohne sich zu vergewissern, was sie damit zulassen.
Ich kann ja verstehen, wenn beispielsweise Spiegel-online so etwas tut, denn man will ja eine Gegenleistung dafür, wenn jemand kostenfrei lesen  kann.
Was mir aber nicht in den Kopf will, ist die Tatsache, dass man selbst einfache Reklameseiten nicht ohne Zustimmung lesen darf. Klicken Sie mal auf Lidl. Da wird die Seite sofort verfinstert und eine Zustimmung gefordert. Wie blöd ist das denn?
ALDI ist da intelligenter: Auch dort erscheint die Frage nach einer Zustimmung, aber die kann man weg klicken und dann alles ungehindert anschauen.
Gerade will ich mir Pflanzen kaufen und wollte mich orientieren, was es hier bei Dehner zu kaufen gib. Für den Aufruf der Dehner-Reklame muss ich eine Zustimmung erteilen. Also habe ich bei Baldur geschau., Da ist es dasselbe. Nun bestelle ich bei Pflanzmich, wo man mich nicht ausforschen will.
Ich hoffe, Sie machen das genau so, damit dieser Unsinn endlich aufhört: Die User werden entmündigt, indem man ihnen etwas nahezu aufzwingt, was sie nie gelesen haben, denn wer nimmt sich schon die Zeit, etwas zu lesen, was er eigentlich tun sollte, aber nicht muss?
Auch Web. de ärgert mich mit solchen Praktiken. Unter der Überschrift „Ihre Privatsphäre ist uns wichtig“ täuscht das Unternehmen darüber hinweg, „dass Cookies, Geräte-Kennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen“ werden; weiter wird ein Profil über Sie und Ihre Interessen  erstellt: Wollen Sie wirklich so etwas?
Klar ist, dass ein kostenloser Dienst wie Web.de mit Werbung Geld verdienen muss. Und daher wird man zulassen müssen, dass diesbezügliche gezielte Informationen gesammelt werden. Aber mehr nicht: Was bedeutet „andere Informationen“ und wie sieht ein Profil über mich aus, das nicht nur meine Interessen umfasst?
Auf der einen Seite wird immer so unheimlich viel Wert auf den Datenschutz gelegt, aber hier versagt er doch offenbar.
Wo bleibt der Datenschutzbeauftragte? Seine Aufgabe wäre es, gegen diesen Datenklau einzuschreiten. Wenn er seinen Job richtig machen würde, würde er einen Interessenausgleich zwischen den Usern und den Internet-Dienstleistern zustande bringen und eine genormte Zustimmungserklärung vorschlagen, die dann jeder bedenkenlos akzeptieren könnte, wenn er lesen würde:
„Erteilen Sie Ihre Zustimmung gemäß dem Formblatt des Datenschutzbeauftragten?“

(Haben Sie zur Abwechslung Spaß mit den ALDI-Witzen im vorigen Beitrag!)

Zwei ALDI-Witze passend zum folgenden Thema des Tages

Lach mit!

Ein Mann beklagt sich bei seiner Frau, dass sie beim Sex nicht so richtig mitmacht.
„Was soll ich denn tun?“ fragt sie, um ihn zufrieden zu stellen.
„Na ja, stöhn halt ein bisschen!“
Beim nächsten Sex freut sich der Mann auf das, was nun kommen würde. Als es los geht, stöhnt seine Frau plötzlich:

„Ach, war das heute wieder voll bei ALDI!“

 

Eine Frau kommt aus dem ALDI. Auf dem Heimweg begegnet ihr ein Gliedvorzeiger. Sie schaut kurz hin und stöhnt: „Mein Gott! Die Shrimps hab‘ ich vergessen!“

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Moria bringt es an den Tag: Die Linken sind christlicher als die C-Parteien. Die Kirchen schweigen und sitzen auf ihren Geldsäcken.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

 

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Zeit und Geld gleichen sich darin, dass es weniger darauf ankommt, wie viel man hat, als vielmehr darauf, was man daraus macht.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.