Schlagwort-Archive: Religion

Zitat zum Thema Religion (Meine kleine Sonntagspredigt)

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Vielleicht ist es beim Jüngsten Gericht anders als du denkst: Gott schaut gar nicht auf deine Sünden, sondern fragt dich, wie viel Liebe du gegeben hast.
(H. Pöll)

Vergleich der Religionen

Viele Menschen glauben, nur der Koran sei voll von Gewalt, während die Bibel Frieden und Liebe predige. Das ist völlig falsch, denn auch die Bibel predigt Gewalt. Sie hat sogar einen brutalen Erziehungsratgeber parat: Missratene Kinder soll man einfach steinigen. So etwas wissen die meisten Christen nicht, denn sie verschlingen zwar Massen an seichter Literatur, aber kaum einer hat die Bibel ganz durch gelesen, obwohl sie als Gottes eigenes Wort gilt. Merkwürdig ist, wie wenig Interesse sie Gottes eigenem Wort entgegen bringen.
Viele Christen finden ja, das Christentum sei die hochwertigere Religion. Aber sie sollten sich einmal vorstellen, in den christlichen Ländern gäbe es kein Sozialsystem, sondern die Gläubigen müssten einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens der Kirche opfern, der dann an die Armen verteilt würde. Was würde da wohl heraus kommen? In manchen islamischen Ländern soll das funktionieren.
Eines hat der Islam auf jeden Fall dem Christentum voraus: „Du sollst fröhlich sein!“ ist dort ein Gebot: Hier lesen wir:

Muhammad hatte also durchaus auch Sinn für Humor und erfreute sich des Lebens. So soll er oft so herzhaft gelacht haben, dass man seine Weisheitszähne sehen konnte. Und in zwei Aussprüchen macht er deutlich warum es wichtig ist sich zu freuen und zu lachen: Muhammad sagt: „Erfrischt die Herzen von Zeit zu Zeit, denn müde Herzen werden blind.“ Und: „Wer nicht fröhlich sein kann, der taugt nichts.“

In diesem Sinne: Bleiben Sie auch schön fröhlich!

Unfromme Sonntagsgedanken

Manchmal habe ich so merkwürdige Gedanken, die man wohl eigentlich gar nicht haben dürfte:
Wenn ich der Vater von Jesus wäre, hätte ich ihm gesagt: „Warum erscheinst du deinen Jüngern in verschiedener Gestalt u.a. als Gärtner? Was soll das? Du hast eine Mission zu erfüllen: nämlich die Juden zu bekehren! Also gehe auf den Marktplatz von Jerusalem und zeige ihnen, dass du auferstanden bist!“

Lesen Sie bitte ergänzend:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/15/sonntagsfragen-an-die-theologen/

Sonntagsfrage an Theologen

Ich habe ja schon einmal hier eine ganze Reihe von Fragen gestellt, die leider unbeantwortet blieben. Das liegt vielleicht daran, dass man keine Antwort dafür hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/15/sonntagsfragen-an-die-theologen/

Heute denke ich gerade darüber nach: Man hat ja 400 Jahre lang darüber gestritten, ob Jesus der Sohn Gottes ist, bis der deutsche Kaiser im Konzil von Nicäa ein Machtwort gesprochen hat.
Aber ich frage mich, ob Jesus als Sohn Gottes wirklich auferstanden ist, wenn ihn seine eigenen Jünger nicht wieder erkannt haben. Beispielsweise soll er als Gärtner erschienen sein. Wieso?
Und wenn er schon die Menschheit zum Christentum bekehren wollte: Warum ist er dann nicht mitten in Jerusalem aufgetreten, hat seine Winden her gezeigt und gesagt: „Schaut her, ich bin auferstanden?“ Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Menschen aus dem Land, wo Jesus gewirkt hat, in ihm nur einen Propheten sehen, wie die Juden und Moslems.

Sonntagsfragen an die Theologen:

Warum erhört Gott das Gebet des einen und das des anderen nicht? Ist er wirklich wie eine Frau?
Warum spült Gott erst die sündigen Menschen mit der Sintflut weg und opfert dann seinen Sohn?
Warum ist Jesus erst im Jahre 0 gekommen und nicht schon früher, also beispielsweise anstatt der Sintflut?
Warum hat Gott den Menschen nicht einfach so vergeben und musste erst seinen Sohn opfern?
Kann ein Mord wirklich ein Zeichen von Gottes Liebe sein?
Warum hat Jesus nicht in größerer Öffentlichkeit gewirkt? Eine Himmelfahrt von Jerusalem aus vor den Augen aller Juden hätte sie Christen werden lassen.
Warum hat sich Jesus nach seiner Auferstehung dem Thomas offenbart, während andere ihn erst später am Brotbrechen nachträglich erkannt haben sollen?
Fragen über Fragen, für die nur Atheisten einfache Antworten haben.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die Reife eines Menschen lässt sich am besten danach beurteilen, wie er andere Menschen sieht. Um das am Beispiel des Judas zu demonstrieren: Der schlichte Denker sieht in ihm den fiesesten Typen, der je gelebt hat. Der Nachdenklichere wirft vielleicht die Frage auf, ob Judas nicht womöglich erreichen wollte, dass der viel zu bescheidene Jesus allen einmal richtig zeigt, was er wirklich kann. Und wer weiter denkt, erkennt, dass Gott Judas als Werkzeug benutzt hat, um seinen Heilsplan für die Menschheit zu erfüllen. (H. Pöll)

Zitat zum Tag: Gott ist wie eine Frau …

Manchmal. wenn ich über Gott nachdenke, muss ich an meinen Religionslehrer denken. Als er über das Thema „Gottes Gnade“ sprach, stellte jemand die Frage, warum Gott das Gebet des einen erhört, das eines anderen aber nicht. Der Religionslehrer hatte eine einfache Erklärung:
„Gott ist wie eine Frau: Den einen liebt sie, den anderen nicht.“
Was wohl sein Bischof zu diesem Satz gesagt hätte? Aber hätte der eine bessere Erklärung?

Jesus ist anders (Gedanken zum Sonntag)

Zu den merkwürdigsten Erscheinungen des Christentums gehört es, dass kaum jemand die Bibel von vorn bis hinten gelesen hat. Was lesen die Leute nicht alles, aber ausgerechnet nicht das Buch, das für sie das Buch aller Bücher sein müsste. So gewinnen sie von Jesus ein Bild, das ihnen die Kirche in den Predigten vorsetzt, aber sie hören kaum etwas von dem anderen Jesus, der es für richtig hält, Frau und Kinder zu verlassen (ja sogar zu hassen) und den gesamten Besitz aufzugeben:

Petrus aber sprach: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
Lukas 18,28-30

So also kann jeder von euch, der nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet, nicht mein Jünger sein» (Lk 14,33).“

 Lk 14, 26: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Und wer behauptet, das Christentum sei eine friedliche Religion, muss vergessen, dass die Kirche im 2. Weltkrieg die Waffen gesegnet hat und Hitler als die von Gott gewollte Obrigkeit angesehen hat, was sich nun in der russisch-orthodoxen Kirche im Ukrainekrieg wiederholt. Selbst die Bibel ist voll von Gräueltaten:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/12/ganz-einfach-missratene-kinder-steinigen/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/13/zum-sonntag-bibel-als-wahres-wort-gottes/

Wie Gott sich verändert hat

Der Titel ist natürlich falsch: Nicht Gott hat sich verändert, sondern das Bild, das die Kirche den Menschen eingeredet hat. Osho hatte schon recht, als er sagte, die Religionen würden sich des Sexuallebens bemächtigen, um die Menschen beherrschen zu können:

Als ich ein junger Katholik war, hatte ich einen Beichtspiegel zur Erstkommunion erhalten, den ich bei der alljährlich notwendigen Osterbeichte „abzuarbeiten“ hatte. (Das Wort Osterbeichte kennt mein heutiges Rechtschreibprogramm gar nicht mehr.)  Da wurden die einzelnen Gebote aufgeführt und erläutert. Nehmen wir als Beispiel das 6. Gebot. Da hieß es:
„Du sollst nicht Ehe brechen!
Was ist das? Warst du unkeusch in Gedanken, Worten und Werken? …“
Da hatte man als normaler Heranwachsender sicherlich allen Grund, sich als schäbiger Sünder zu fühlen.
Dabei kam hinzu, was die Kirche zum Thema Todsünde dozierte. Mit so einer Sünde kam man in die Hölle. Eine Todsünde war ein Verstoß gegen die 10 Gebote in bewusster Abkehr von Gott. Wer also nur ein „unkeusches“ Bild ansah im Bewusstsein dessen, dass Gott dies angeblich verboten hat, gehörte schon dem Satan.

Inzwischen hat die Pille auch die Sexualmoral der Kirche revolutioniert. Die Menschen machen von der gewonnenen Freiheit Gebrauch und kein Priester wagt es mehr, gegen vorehelichen Sex von der Kanzel zu wettern.
Und Gott als Sündenzähler wurde abgelöst vom „Lieben Gott„.