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Gedanken zum Sonntag: Trump – ein Liebling Gottes?

Trump will durch „Gottes Segen“ eine Antikörper-Behandlung entdeckt haben. Er bildet sich ein, eine besondere Verbindung zu Gott zu haben. Da gab es doch noch einen Präsidenten, der ähnliche Überzeugungen hatte: Bush jr. behauptete, das Jesus ihm den Irakkrieg befohlen habe. Ja, so etwas kommt gut an bei den Amis, von denen viele Trump als den von Gott gesandten Führer ansehen.

So etwas hatten wir auch schon in Deutschland. Auch Hitler war für die Kirchen die gottgewollte Obrigkeit, der man zu gehorchen habe.
Man weiß inzwischen, wohin solche Überzeugungen geführt haben.

Aber wie ist das denn nun eigentlich: Hat Gott seine Hand im Spiel, wenn Leute wie Trump und Hitler an die Spitze eines Staates kommen oder hat sich Gott „aus dem Alltagsgeschäft zurück gezogen“? Ich glaube, das können uns die Kirchen nicht recht erklären.

Zum Sonntag: Gottes größter Fehler ist der Mensch

In meinen Aphorismen habe ich geschrieben:

Als Gott erst die Welt und dann den Menschen schuf, handelte er so widersinnig wie ein Gärtner, der erst eine Edelrose pflanzt und dann Blattläuse darauf setzt.

Gott hat nach der Bibel die herrliche Welt erschaffen und der Mensch macht sie kaputt. Welchen Sinn soll so etwas haben?
Was aber schlimmer ist: Gott hat die Menschen so geschaffen, dass sie sündigen können. Warum hat er sich damit solchen Ärger bereitet? Zweimal musste er in seinem Zorn die Menschheit vernichten durch die Sintflut und in Sodom un Gomorrah. Dann aber hat er es sich anders überlegt und seinen Sohn geopfert. Wie kann jemand, der als Gott über einen Blick in die Zukunft verfügt, so wankelmütig sein und so widersinnig handeln?
Der Mensch ist auch biologisch betrachtet eine völlige Fehlkonstruktion: Er baut sich ca. 18 Jahre bis zu seiner Reproduktionsreife auf und dann folgt ein Jahrzehnte langer Abbau. Und einen Haufen Sollbruchstellen hat der Mensch auch, nämlich Krankheiten. Müsste man  nicht von einem liebenden Gott ein perfekteres Menschenmodell erwarten können?

Ich fürchte, mit solchen Gedanken bewegt man sich in einer verbotenen Zone.

Bush, Trump, Gott und die Kirche


Der Präsident George W. Bush behauptete, Gott persönlich habe ihm die Aufträge erteilt, die Terroristen in Afghanistan und im Irak zu bekämpfen.
Nun hat sich Trump nach einer Drohung mit dem Einsatz der Nationalgarde mit der Bibel in der Hand fotografieren lassen. Er erntete dafür Kritik seitens der Kirchen.
Man sieht: die Kirchen haben dazu gelernt.
Im Dritten Reich standen sie – von Ausnahmen abgesehen – hinter dem Regime. Man weihte die Kanonen und stimmte eine Tedeum an, als das Attentat auf Hitler missglückte. Für die Kirche war das Staatsoberhaupt die von Gott gewollte Führung des Volkes. Und die Kirche ist ja auch immer ganz gut damit gefahren, wenn sie sich mit dem Regime gut stellte.

Nun hat endlich ein Umdenken begonnen: Die Kirchen haben eine Mitschuld am 2. Weltkrieg eingeräumt. Und dem amerikanischen Präsidenten lassen sie sein Spektakel mit der Bibel nicht durchgehen.
Was das Denken angeht, schuldet und Papst Benedikt in seiner Biographie immer noch eine Aufklärung über seine Gedanken, die er sich gemacht hat, als er als Flakhelfer eingezogen wurde. Das würde viel zum Verständnis der Situation, in der sich die Deutschen damals befanden, beitragen.
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/16/sonntagsgedanken-papst-benedikt-xvi-schuldet-uns-einen-letzten-dienst/

Zum Sonntag: Corona und der Liebe Gott


Wenn etwas Schlimmes passiert wie ein Tsunami, Erdbeben, Entgleisung eines Pilgerzugs oder nun der Ausbruch der Corona-Grippe, dann fragen sich die gläubigen Christen: Wie kann Gott so etwas zulassen? Und da erhalten sie von den Predigern verschiedene Antworten. Am ehrlichsten ist es wohl, wenn ein Pfarrer sagt, das sei eben „Gottes unerforschlicher Ratschluss“.
Andere sehen in solchen Ereignissen eine Strafe für menschliche Sünden. Aber kann das sein, wo doch Gott seinen eigenen Sohn geopfert haben soll, um diese Sünden zu sühnen?
Wieder andere schreiben Katastrophen dem Teufel zu. Aber auch da stellt sich die Frage, warum Gott, der ja allmächtig sein soll, zulässt, dass der Teufel so etwas tut. Weil es still geworden ist bezüglich des Wirkens des Teufels, fragte einmal jemand Papst Benedikt XVI, ob es denn den Teufel überhaupt gäbe. Und er antwortete, natürlich gebe es den Satan und er habe manchmal den Eindruck, der sei stärker als Gott. Und so ließe sich Corona einfach erklären
Aber am allereinfachsten haben es die Atheisten bei der Erklärung von Katastrophen: Die seien eben ein Beweis dafür, dass es keinen Gott gebe, denn der würde so etwas nie tun.

Und wenn Sie auch über solche Fragen nachdenken, bewegen Sie sich vielleicht in einer aus der Sicht Ihrer Kirche oder Sekte im Bereich einer „Verbotenen Zone„.

 

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Der Papst hat keinen guten Draht zu seinem Chef (Herrgott). Wir sahen, dass er in einer Kapelle betete, die Corona-Pandemie möge beendet werden. Und was ist passiert? Sie schlägt immer mehr zu.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zum Sonntag: Unglaubliches von Kardinal Marx

In einem Interview mit dem Stern gestand der Kardinal, dass auch er Zweifel am Glauben habe und er bat, dass man für die Verfestigung seines Glaubens beten möge. Er erklärte, dass es Glauben ohne Zweifel nicht geben könne. Ob er mein Zitat dazu gelesen hat?
Es wäre ja mal ganz interessant, wenn man die Pfarrer fragen würde, wie viele fest glauben, wie viele zweifeln und wie viele nicht mehr glauben, aber dennoch im Interesse der Gläubigen weiter ihren Dienst leisten.
Mit dem Glauben verhält es sich ja so, dass er durch Taufe, Erziehung, Religionsunterricht und Kommunion fest in die Menschen eingeprägt wird. Wirklich erwachsen wird ein Mensch erst, wenn er sich von solchen Prägungen frei macht und selbst entscheidet, was er für richtig oder falsch hält. Viele Menschen werden – so gesehen – nie richtig erwachsen.
Was den Glauben anbetrifft, fällt mir ein Erlebnis ein, das ich in meiner Dienstzeit als Richter hatte:

Ein Angeklagter brachte zu seiner Verteidigung eine Geschichte vor, die sich als erlogen herausstellte. Als ich ihn fragte, warum er denn gelogen hatte, sagte er: Was sich wirklich ereignet habe, würde als so unglaubhaft erscheinen, dass er nicht gewagt habe, es zu schildern. Dann begann er mit seinem Geständnis und ich sagte dazu:
„Tatsächlich, das ist so unglaubhaft, dass es schon wieder glaubhaft ist, wenn Sie es so erzählen.“

Wenn man den christlichen Glauben objektiv betrachtet, so ist das doch auch eine völlig unglaubhafte Geschichte:
Da erschafft Gott eine herrliche Welt mit einem Paradies und dann setzt er die Menschen hinein, die nur Ärger machen. Das ist so ähnlich, als wenn jemand Rosen pflanzt und Blattläuse darauf setzt. Kann ein Gott so sein, dass er nicht recht weiß, was er will? Erst spült er die sündige Menschheit mit der Sintflut weg und dann opfert er seinen Sohn
wegen dieser Sünden. Warum vergibt er den Menschen nicht einfach so? Warum versteckt sich Jesus vor den Häschern und muss erst von Judas verraten werden, anstatt dass er sich stellt? Warum lässt er erst den Judas schuldig werden?
Warum lässt Gott so viel Leid auf der Welt zu? Warum lassen Erdbeben Schulen einstürzen, so dass unschuldige Kinder sterben?
Fragen über Fragen, die sich der gläubige Christ stellen sollte. Vielleicht geht es ihm aber am Ende so, wie dem Juden in diesem Witz:

Ein Jude erscheint bei einem katholischen Pfarrer und sagt, dass er gerne zum katholischen Glauben konvertieren möchte. Der Pfarrer fragt ihn, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat. Darauf antwortet der Jude:
„Eine Kirche, die all das übersteht, was die Katholische Kirche hinter sich hat, muss vom wahren Gott erhalten worden sein.“

Und noch eine Anekdote:

Ein Christ fragt einen Atheisten: „Sie glauben also, dass es keinen Gott gibt?“
„Ich glaube nicht einmal das.“

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Es sollte den Kirchen zu denken geben, dass die Fußballstadien voll sind von Menschen, die sich dort zusammen gefunden haben, um Weihnachtslieder zu singen, während die Kirchen immer leerer werden.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Unfromme Gedanken zum Sonntag: Das traurige Frauenbild der Bibel

  

Im katholischen Katechismus lesen wir: „In den Heiligen Büchern kommt nämlich der Vater, der in den Himmeln ist, seinen Kindern liebevoll entgegen und hält mit ihnen Zwiesprache.“ Und was lesen wir da in der „liebevollen Zwiesprache“? Kann das sein, dass ein Gott so etwas gesagt hat oder verbreiten ließ und dass er damit den Grundstein dafür gelegt hat, dass die Frauen Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und ihnen sogar die Seele abgesprochen wurde?

„Die Frau aber ist des Mannes Abglanz.“
(1. Kor. 11,7)
Dazu kann ich nur sagen: „Also nee!“ Schauen Sie selbst:

„Der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.“
(1. Kor. 11,9)

„Wie aus den Kleidern Motten kommen, so kommt von Frauen viel Schlechtigkeit.“
(Sirach 42,13)

„Die Frau schweige in der Gemeinde.“
(Hl. Paulus)

„Eine Frau, die schweigen kann, ist eine Gabe Gottes.“
(Sirach 26,17)

Also, Männer, mal ehrlich: Da können wir doch allenfalls manchmal in gewissen Situationen dem letzten Ausspruch zustimmen oder? Und allenfalls anlässlich einer Scheidung würden Männer so entgleisen wie ein Papst:

„Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!“
(Papst Pius II)

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Gott hat die Menschen anscheinend nicht schön genug gemacht. Davon leben Tätowierer, Piercingläden und Juweliere.


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.