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Gedanken zum Sonntag: Warum die Juden keine Christen wurden

Stellen Sie sich einmal vor, ein junges Mädchen in Ihrer Nachbarschaft ist schwanger und behauptet, das Kind sei nicht von ihrem Freund gezeugt worden, sondern vom Heiligen Geist. Was würden Sie da denken?
In dieser Situation befanden sich die Juden damals. Sie konnten so etwas einfach nicht glauben.
Aber die Christen glauben es, weil sie es nicht mit erlebt haben, sondern weil siees in einem alten Buch, nämlich der Bibel, lesen. Dort ist allerdings das, was über Jesu Geburt im schönen Lukas-Evangelium steht, nach Erkenntnissen der modernen Theologie „erdichtet“, also nicht wahr. Deshalb beginnen ja auch die anderen Evangelien erst mit dem erwachsenen Jesus.
Und wenn Jesus dann gekreuzigt wurde, so erging es ihm so, wie man halt mit „Ketzern“ verfahren ist. Auch die Christen haben ja anders Denkende zu Zehntausenden abgeschlachtet, um nur an die Katharer zu erinnern.

Zum Sonntag: Haben Sie auch manchmal so Fragen …?

Verboten neu

Eigentlich sollte der Mensch mehr nachdenken, vor allem über die Grundfragen seiner Existenz:. Vielleicht geht es Ihnen ja auch so, dass sie sich fragen, ob es einen Gott gibt oder nicht und wenn ja, wie sieht dieser Gott aus?
Kann es sein, dass ein Gott erst die ganze Menschheit ohne Rücksicht auf Unschuldige mit der Sintflut hinweg spült und dass er dann seinen Sohn opfert, um mit dessen Blut die Sünden der Menschheit zu tilgen? So wankelmütig kann doch kein Gott sein oder doch?
Wieso soll auch ein Mord ein Zeichen von Gottes Liebe sein? Hätte er er diese Liebe nicht anders besser zeigen können?
Warum hat sich Jesus versteckt, anstatt den göttlichen Auftrag der Selbstaufopferung zu erfüllen? Warum brauchte Gott erst einen Sünder wie Judas, um seinen Plan durchzusetzen?
Warum lässt Gott so viel Leid geschehen?
Warum erhört er das Gebet des einen, aber nicht das eines anderen?
Warum ist Jesus erst nach Jahrtausenden erschienen? Wäre sein Einsatz nicht schon viel früher notwendig gewesen etwa vor der Sintflut?
Warum hat er nur Lazarus auferweckt und nicht auch andere?
Warum hat er seine Wunder nicht in Jerusalem vor vielen Menschen bewirkt, um so mehr Erfolg zu haben?
Warum hat Gott es zugelassen, dass seine Kirche eine Blutspur in der Weltgeschichte hinterlassen hat und nun durch unglaubliche Missbräuche beschmutzt wurde?

Ja, es gibt so viele Fragen, auf die die Theologen keine rechte Antwort wissen. Schauen Sie mal in das Buch oben.

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Ob sich die christliche Religion in der ganzen Welt ausgebreitet hätte, wenn Jesus heute gekommen wäre und man in der Zeitung gelesen hätte: ‚Ein junger Mann, der behauptet, der Sohn Gottes zu sein, fährt heute mit einem Trabi in Berlin ein.‘“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Wie Weihnachten kaputt gemacht wird (III)

Das hätte sich der Heilige Nikolaus nicht träumen lassen, dass er vom Weihnachtsmann verdrängt wird und nun sogar vom Weihnachtsgirl.
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/06/weihnachten-modern-wie-weihnachten-kaputt-gemacht-wird-ii/
Und auch an der Entzauberung der Bibel wird eifrig gearbeitet:
Mit am schönsten an der Bibel ist das Weihnachtsevangelium nach Lukas. Aber stimmt das so alles, wie es Lukas geschrieben hat? Da werden nun Zweifel angemeldet:
Es begann ja ja mal ganz harmlos: Experten behaupteten, dass Jesus gar nicht in einem Stall geboren worden sein soll. Dieser Version soll ein Übersetzungsfehler zu Grunde liegen. In Wirklichkeit müsse es heißen, Jesus sei in einem Zuhaus geboren worden.

Die moderne Theologie meint nun sogar, Lukas habe das, was dort steht, nur erfunden, um die Juden vom Christentum zu überzeugen, Es handele sich allerdings nicht um eine Lüge, sondern um eine zulässige schöne Ausschmückung.
Tatsächlich ist es ja auch so, dass Herodes bereits tot war, als Jesus geboren worden sein soll. Und der Kindermord von Bethlehem kann eigentlich nicht stattgefunden haben, ohne dass er in der sonstigen Geschichtsschreibung erwähnt worden wäre.
Nun sollen auch die heiligen drei Könige von den Krippen verschwinden:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/30/was-sind-wir-doch-fuer-ein-hysterisches-volk-geworden/
Was bleibt dann noch übrig vom Weihnachtsfest? Das Kaufen?
Wenn also einer der Kernpunkte der christlichen Überlieferung nicht stimmt: Wie steht es dann mit dem Rest?
Kardinal Marx sagte: Einen Glauben ohne Zweifel könne es nicht geben.

Zitate von Jesus, die zurecht gebogen werden

„Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.“
„Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert“
„Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?“
«Das sollt ihr wissen: Jeder, der sein Haus, seine Geschwister, seine Eltern, seine Kinder oder seinen Besitz aufgibt, um mir zu folgen und das Evangelium weiter zu sagen, der wird alles hundertfach zurückerhalten.»
All das sind schwer verdauliche Forderungen, die nur darauf warten, von den Theologen zurecht gebogen zu werden. Am schlimmsten aber ist dieser Ausspruch von Jesus: „
°An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“
“Diesen Maßstab dürfen wir keinesfalls an die Kirche anlegen, denn ihre Früchte sind auch diese:
Kreuzzüge,
Hexenverbrennungen,
Bartholomäusnacht,
Sklaverei,
30-jähriger Krieg, der halb Europa das Leben kostete,
Kolonialismus,
Geldgier, (Hl. Hieronymus: „Wir brennen wahrlich vor Geldgier.“)
Missbrauchsfälle…
Und auch im letzten Krieg haben die Kirchen die Kanonen geweiht.
Wenn man also die Früchte der Kirchen abwägt und fragt, wie viele gut und wie viele schlecht sind, wird bei jedem die Waage anders ausschlagen:
Der eine wird sagen: „Was wäre das Abendland ohne die Kirche?“
Ein anderer wird finden: „Wie friedlich wäre eine Welt ohne die Religionen.“

Gedanken zum Karfreitag: Hier irrte Jesus

Das Neue Testament berichtet, dass Jesus zum ungläubigen Thomas sagte: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Ich fürchte, dass Jesus hier vielleicht einem Irrtum unterlegen ist. Womöglich hat er ja seinen Satz nur im Hinblick auf die damalige besondere Situation gesagt und nicht allgemein auf den künftigen Glauben gemünzt.
Stellen Sie sich einmal vor, Jesus wäre nicht vor 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heutzutage mit einem Trabbi in Berlin eingefahren. Wie würde es ihm wohl dabei ergangen sein?
Das lesen Sie in dem Buch „Verbotene Zone„.  Aber Vorsicht! Das Buch ist nur für nachdenkliche, nicht allzu fromme Menschen geeignet, also etwa für Typen wie Kardinal Marx, der gesagt hat, einen Glauben ohne Zweifel gäbe es nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/
À propos nachdenklich: Geht es Ihnen auch so, dass die Religion mehr Fragen aufwirft, als dass sie Antworten gibt? Warum schickt Gott die Corona-Gippe? Und wenn er sich dazu entschlossen hat, ist es dann sinnvoll, dagegen zu beten?
Warum kam Jesus erst vor 2000 Jahren? Wäre es nicht besser gewesen, wenn er anstatt der Sintflut schon seinerzeit gekommen wäre?
Spezielle Fragen zum Karfreitag: Warum soll ein Mord ein Zeichen für Gottes Liebe sein? Hätte Gott den Menschen ihre Sünden nicht einfach so vergeben können? Warum lässt Gott den Judas schuldig werden, anstatt dass er die Soldaten von sich aus Jesus finden ließ? …
Je älter ich werden, umso mehr Fragen habe ich.

Der Papst musste erfahren: Es gibt keine Wunder mehr

Der Papst hat auf dem leeren Petersplatz für eine Beendigung der Corona-Grippe gebetet. Wenn das stimmt, was Jesus gesagt haben soll, müsste es nun vorbei sein mit dieser schlimmen Krankheit:
„Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben.“
Leider haben die Menschen erfahren müssen, dass diese Worte nicht so einfach zu verstehen sind, sondern so interpretiert werden müssen, dass nichts davon übrig bleibt. Und so wird wohl auch das Gebet des Papstes keine Chance haben, erhört zu werden, ja, es könnte sogar noch schlimmer werden.
Der Papst hat an sich alles getan, um ein Ende von Corona zu erreichen: Er hat zwei altehrwürdige Ikonen aus dem religiösen Leben Roms auf den Petersplatz bringen lassen: das Marienbildnis Salus Populi Romani sowie das Pest-Kruzifix aus der Kirche San Marcello. Beiden Bildnissen wird eine wundertätige Wirkung zugeschrieben: Vor dem Marienbild soll ein Papst für eine Beendigung einer tödlichen Seuche gebetet haben und dann sollen Engel erschienen sein und die Krankheit beendet haben:
https://udayton.edu/imri/mary/_resources/docs-pdfs/de/salus-populi-romani-schutzherrin.pdf
Ähnlich soll es mit dem Pestkreuz gewesen sein: Als dieses durch die Straßen Roms getragen wurde, war es vorbei mit der Seuche.
Wie großartig wäre es gewesen, wenn die geballte angebliche Wunderkraft der beiden Ikonen nun tatsächlich wirken würde. Welchen Zulauf würde die Kirche bekommen. Aber leider gibt es solche angeblichen Wunder nur in der Vergangenheit. Lässt der Liebe Gott nun seine Stellvertreter auf Erden im Stich?

Die Entzauberung des Evangeliums

Eine der schönsten Geschichten der Bibel ist das Lukasevangelium über die Geburt Jesu: Sie hat Jahrhunderte lang die Menschen gerührt und ihre Phantasie beflügelt: Gott kommt ganz armselig in einem Stall zur Welt. Ochs und Esel hauchen ihn warm…
Nun: Ochs und Esel wurden später dazu gedichtet. Aber auch das mit dem Stall stimmt so nicht, sondern beruht angeblich auf einem Übersetzungsfehler. Statt „Stall“ müsste es „Nebengebäude“ heißen, sagen uns die Wissenschaftler.
Nun wäre das gerade noch zu verkraften, wenn nicht moderne Theologen zugeben würden, dass das Weihnachtsevangelium eine Erfindung des Evangelisten Lukas ist:
Er wollte erreichen, dass die Juden Jesus als den Messias anerkennen, der ihnen prophezeit war. Deshalb halten moderne Theologen die Weihnachtsgeschichte für eine dichterische Ausschmückung des Evangelisten Lukas. Offenbar ist Jesus erst ins Blickfeld der damaligen Öffentlichkeit getreten, als er sich von Johannes taufen ließ, wie sich aus zwei anderen Evangelien ergibt, die mit diesem Ereignis beginnen.
Die ganze Geschichte, die uns Lukas erzählt, passt
ja auch hinten und vorne nicht zusammen:
Zunächst einmal war Herodes schon tot, als Jesus geboren wurde. Weiter kann es nicht sein, dass Herodes den Kindermord von Bethlehem beging,
ohne dass so ein schreckliches Ereignis seinen Niederschlag in der sonstigen Geschichtsschreibung gefunden hätte. So hat beispielsweise der Römer Josephus ganz detailliert über Herodes berichtet, sogar über Einzelheiten aus dessen Ehe. Es kann also nicht sein dass er den Kindermord nicht erwähnt hätte, der ja auch irgendwo im jüdischen Schrifttum erwähnt worden sein müsste. Im übrigen wird Jesus immer als der Nazarener bezeichnet, was auf den Geburtsort Nazareth hinweist. Außerdem bestehen Zweifel an der Volkszählung, die der Kaiser Augustus angeordnet haben soll und die Anlass für die schwangere Maria gewesen sein soll, nach Bethlehem zu gehen. Und ist es nicht merkwürdig, dass Lukas uns über die Geburt Jesu so ausführlich berichtet und über den Auftritt des Kindes Jesus im Tempel, dass er aber über die folgende Zeit kein Wort verliert: Warum erfahren wir also nur etwas über das halbe Leben Jesu?
Und wenn nun also schon die Theologen an der Weihnachtsgeschichte zweifeln, gerät damit eines der Fundamente des Glaubens ins Wanken.
Schade!

Zum Sonntag: Unglaubliches von Kardinal Marx

In einem Interview mit dem Stern gestand der Kardinal, dass auch er Zweifel am Glauben habe und er bat, dass man für die Verfestigung seines Glaubens beten möge. Er erklärte, dass es Glauben ohne Zweifel nicht geben könne. Ob er mein Zitat dazu gelesen hat?
Es wäre ja mal ganz interessant, wenn man die Pfarrer fragen würde, wie viele fest glauben, wie viele zweifeln und wie viele nicht mehr glauben, aber dennoch im Interesse der Gläubigen weiter ihren Dienst leisten.
Mit dem Glauben verhält es sich ja so, dass er durch Taufe, Erziehung, Religionsunterricht und Kommunion fest in die Menschen eingeprägt wird. Wirklich erwachsen wird ein Mensch erst, wenn er sich von solchen Prägungen frei macht und selbst entscheidet, was er für richtig oder falsch hält. Viele Menschen werden – so gesehen – nie richtig erwachsen.
Was den Glauben anbetrifft, fällt mir ein Erlebnis ein, das ich in meiner Dienstzeit als Richter hatte:

Ein Angeklagter brachte zu seiner Verteidigung eine Geschichte vor, die sich als erlogen herausstellte. Als ich ihn fragte, warum er denn gelogen hatte, sagte er: Was sich wirklich ereignet habe, würde als so unglaubhaft erscheinen, dass er nicht gewagt habe, es zu schildern. Dann begann er mit seinem Geständnis und ich sagte dazu:
„Tatsächlich, das ist so unglaubhaft, dass es schon wieder glaubhaft ist, wenn Sie es so erzählen.“

Wenn man den christlichen Glauben objektiv betrachtet, so ist das doch auch eine völlig unglaubhafte Geschichte:
Da erschafft Gott eine herrliche Welt mit einem Paradies und dann setzt er die Menschen hinein, die nur Ärger machen. Das ist so ähnlich, als wenn jemand Rosen pflanzt und Blattläuse darauf setzt. Kann ein Gott so sein, dass er nicht recht weiß, was er will? Erst spült er die sündige Menschheit mit der Sintflut weg und dann opfert er seinen Sohn
wegen dieser Sünden. Warum vergibt er den Menschen nicht einfach so? Warum versteckt sich Jesus vor den Häschern und muss erst von Judas verraten werden, anstatt dass er sich stellt? Warum lässt er erst den Judas schuldig werden?
Warum lässt Gott so viel Leid auf der Welt zu? Warum lassen Erdbeben Schulen einstürzen, so dass unschuldige Kinder sterben?
Fragen über Fragen, die sich der gläubige Christ stellen sollte. Vielleicht geht es ihm aber am Ende so, wie dem Juden in diesem Witz:

Ein Jude erscheint bei einem katholischen Pfarrer und sagt, dass er gerne zum katholischen Glauben konvertieren möchte. Der Pfarrer fragt ihn, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat. Darauf antwortet der Jude:
„Eine Kirche, die all das übersteht, was die Katholische Kirche hinter sich hat, muss vom wahren Gott erhalten worden sein.“

Und noch eine Anekdote:

Ein Christ fragt einen Atheisten: „Sie glauben also, dass es keinen Gott gibt?“
„Ich glaube nicht einmal das.“

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Vielleicht ist es doch leichter zu glauben, ohne zu sehen: Man stelle sich vor, Jesus wäre nicht damals auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heute mit einem Trabi in Berlin eingefahren!

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.