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Was ich an Frauen so bewundere

Ich bin ja ein bekennender Frauen–Nichtversteher: Gerade las ich etwas Erstaunliches über Hillary Clintin. Sie bekannte gerade auf der Berlinale, dass sie während ihres Wahlkampfs insgesamt 25 Tage nur (!) mit Schminken und Frisieren verbracht hat.  Was ich da bewundere, ist die Tatsache, dass die Frau auch noch Zeit zum Arbeiten hatte. Und was sie geleistet hat, war nicht schlecht: Sie brachte es auf mehr Stimmen als Trump (dessen Werte für Schminken und Frisieren auch interessant wären). Sie unterlag nur wegen desWahlmänner-Systems und wegen Putin.

Egoismus der Alten? (Forts.)

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Gestern habe ich schon darüber geschrieben, dass es nicht wenige Menschen gibt, die den Alten einen schönen Lebensabend nicht gönnen, den sie nach einem langen arbeitsreichen Leben verdient haben. Zu diesen Widerlingen gehört – wie beschrieben – auch der Bayerische Rundfunk.
Allerdings muss der Sender heute einräumen, dass immer mehr Alte ihre Rente durch Arbeit aufbessern müssen. In 10 Jahren ist die Zahl derer, die auch als Rentner einen Job übernehmen müssen, um 35 % auf fast 1 Million gestiegen. Am schlimmsten ist es bei den über 75-Jährigen. Bei diesen ist die Zahl sogar um 50 % gestiegen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Leute nicht aus Spaß wieder im Arbeitsleben stehen, sondern der Not gehorchend. Verarmung der Bevölkerung und Arbeiten bis ans Grab: Das ist die Tendenz, die zur Zeit zu beobachten ist.
Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis soll dies verdeutlichen: Eine fleißige Frau mit einem guten Einkommen sparte für einen schönen Lebensabend. Sie zahlte bei einer Versicherung ein, um später eine Rente von 3000 Euro zu bekommen. Allerdings war diese Versicherung bei der Lehman-Pleite mit dabei und teilte der Frau mit, dass sich daher ihre Rente halbiert habe. Dasselbe wiederholte sich durch eine Spekulation mit Ostimmobilien. Die Frau erhält nun nur noch ein Viertel der ursprünglich in Aussicht genommenen Rente und sagt: „Wenn ich nicht gearbeitet hätte, hätte ich auch kaum
weniger.“

Die Versklavung der Menschen nimmt weiter zu

Der Spiegel berichtet: 2007 hätten sieben Prozent der Geringverdiener wenigstens einmal pro Woche zusätzlich Geld verdient, 2014 waren es schon zwölf Prozent. Und 2007 gaben 13 von 100 der Befragten an, mindestens einmal pro Monat in ihrer Freizeit für zusätzliches Geld in der Tasche zu arbeiten. 2014 war es schon fast jeder vierte Befragte.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/immer-mehr-buerger-suchen-zweitjob-fuer-die-freizeit-a-987656.html
Da denken manche der Geringverdiener vielleicht etwas neidisch, wie gut es den Besserverdienern gehen dürfte. Aber bei denen ist auch nicht alles eitler Sonnenschein, denn 34 % beklagen sich, dass ihre Freizeit immer weniger wird. Sie würden lieber weniger verdienen und mehr Freizeit haben.
Zusammenfassend kann man also feststellen, dass offenbar alle immer mehr arbeiten müssen. Die Versklavung der Menschen nimmt demnach immer mehr zu. Dabei möchte man meinen, dass die Steigerung der Produktivität jedes einzelnen Arbeitnehmers dazu führen müsste, dass weniger gearbeitet werden könnte.
Aber die Blutsauger sind unter uns und eine Schmutzschicht hat Deutschland überzogen.