Archiv der Kategorie: Religion

Zitat zum Sonntag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

 Vielleicht ist es doch leichter zu glauben, ohne zu sehen: Man stelle sich vor, Jesus wäre nicht damals auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heute mit einem Trabi in Berlin eingefahren!
 H. Pöll

Schauen Sie mal hier!

Gedanken zum heutigen Tag der Weihnachtskrippe:

Eine der größten Sünden ist es, etwas nicht zu tun, was einem Mitmenschen Freude machen würde. (Zenta Maurina)

Und da denke ich an die vielen Frömmler, die sonntags in der Kirche das Sündenbekenntnis herunter brabbeln: „…bekenne ich euch Brüder und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.“ Das Wichtigste kommt in diesem Bekenntnis zuerst: „Gutes unterlassen“. Aber wer von den vielen Gottesdienstbesuchern denkt wirklich darüber nach? Kaum einer: denn als ich einmal einen Priester fragte, wie oft denn mal jemand beichtet, dass er Gutes unterlassen habe, da musste er lange nachdenken. Mein Vater dachte auch über das Gute nach, das er bewirken wollte und sprach immer wieder von Menschen, „die die Preise im Himmel verderben“.
In der Adventszeit hatte er schon die leere Weihnachtskrippe aufgestellt. Für jede gute Tat legte er einen Strohhalm in die Krippe und – bescheiden wie er war – stellte er an Weihnachten immer fest, dass das Christkind recht hart lag.

 

Wieder mal Gedanken zum Sonntag

Fromme Katholiken meinen, sie kämen in den Himmel, wenn sie ihre Sünden gebeichtet, die Sonntagsmessen besucht und die täglichen Gebete gesprochen hätten. Aber wer weiß: Vielleicht ist es ja ganz anders. Beim Jüngsten Gericht zählt das alles vielleicht gar nicht, sondern du wirst gefragt: „Was hast du Gutes getan?“ Schließlich heißt es ja im Sündenbekenntnis bei jeder Messe: „… bekenne ich, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.“ Das Unterlassen des Gutes steht als Wichtigeres vor dem Sündigen. Ich habe einmal einen Pfarrer gefragt, wie oft ihm denn beim Beichte-Hören das Unterlassen vom Gutem unter gekommen wäre. Da musste er erst überlegen und sagte dann: „Ein Mal.“

Mein Vater war ein frommer Mann und wenn er sah, dass jemand etwas besonders Gutes tat, pflegte er zu sagen: „Da ist auch wieder einer. der die Preise im Himmel verdirbt.“
Er selbst legte allerdings immer bei sich strenge Maßstäbe an, wenn es um gute Taten ging. In der Adventszeit wollte er ja immer nach Möglichkeit jeden Tag etwas Gutes tun. Daher stellte er schon in dieser Zeit die Krippe von Weihnachten auf ein legte für jede gute Tat einen Strohhalm hinein. Mit den guten Taten war es jedoch nicht so einfach, denn er sagte: „Oma über die Straße führen oder Zehnerl in den Opferstock: So etwas zählt da nicht.“ Und wenn dann Weihnachten kam, stellte er immer bedauernd fest, dass sein Christkind recht hart lag.

Übrigens: Wie wäre es denn, wenn Sie sich das Motto der Pfadfinder zu eigen machen: „Jeden Tag eine gute Tat.“?

 

Sonntagsgedanken: Irrte Jesus?

Das Neue Testament berichtet, dass Jesus zum ungläubigen Thomas sagte: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Ich fürchte, dass Jesus hier vielleicht einem Irrtum unterlegen ist. Nehmen wir an, man würde Jesus selbst mit erleben, dann würde man vielleicht kaum so glauben wie jetzt, wo man alles aus der Bibel liest:
Stellen Sie sich einmal vor, Jesus wäre nicht vor 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heutzutage mit einem Trabbi in Berlin eingefahren. Wie würde es ihm wohl dabei ergangen sein?
Das lesen Sie in dem Buch „Verbotene Zone”. Aber Vorsicht! Das Buch ist nur für nachdenkliche, nicht allzu fromme Menschen geeignet, also etwa für Typen wie Kardinal Marx, der gesagt hat, einen Glauben ohne Zweifel gäbe es nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/
À propos nachdenklich: Geht es Ihnen auch so, dass die Religion mehr Fragen aufwirft, als dass sie Antworten gibt? Warum schickt Gott die Corona-Gippe? Und wenn er sich dazu entschlossen hat, ist es dann sinnvoll, dagegen zu beten?
Warum kam Jesus erst vor 2000 Jahren? Wäre es nicht besser gewesen, wenn er anstatt der Sintflut schon seinerzeit gekommen wäre?
Spezielle Fragen zum Karfreitag: Warum soll ein Mord ein Zeichen für Gottes Liebe sein? Hätte Gott den Menschen ihre Sünden nicht einfach so vergeben können? Warum lässt Gott den Judas schuldig werden, anstatt dass er die Soldaten von sich aus Jesus finden ließ? …
Je älter ich werde, umso mehr Fragen habe ich. Geht es Ihnen auch so oder denken Sie über so etwas gar nicht nach?. Das ist vielleicht besser.

Warum lässt Gott das zu?

Gerade lesen wir, dass 41 Kopten (also Christen) in Kairo bei einem Kirchenbrand ums Leben kamen. Und wenn ich so was lese, frage ich mich, was ich mich schon bei früheren Unglücken fragte, als ein Pilgerzug verunglückte oder als Kinder in einer Schule in Italien bei einem Erdbeben erschlagen wurden:
Warum lässt Gott (wenn es ihn überhaupt gibt) so etwas zu? Das ist eine Frage, die uns die Theologen eigentlich einmal beantworten müssten. Floskeln wie „Gottes unerforschlicher Ratschluss“ helfen nicht weiter.

Und noch etwas sollten die Theologen erklären können: Für Heiligsprechungen sollen, wenn ich recht orientiert bin, drei Wunder erforderlich sein. Warum erhört Gott beispielsweise das Gebet von einem Vaters eines unheilbar kranken Kindes, aber das Gebet eines anderen mit dem gleichen Anliegen nicht? Die einzige Erklärung, die ich von einem Theologen gehört habe, war die meines Religionslehrers. Der sagte, mit der Gnade Gottes sei es wie mir der Liebe einer Frau: Den einen erhört sie, den anderen nicht. Mich kann so eine Erklärung nicht befriedigen. Höchstens die Emanzen würden sie begrüßen, weil sie ja teilweise behaupten, Gott sei eine Frau.

Zitat zum Thema Religion (Meine kleine Sonntagspredigt)

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Vielleicht ist es beim Jüngsten Gericht anders als du denkst: Gott schaut gar nicht auf deine Sünden, sondern fragt dich, wie viel Liebe du gegeben hast.
(H. Pöll)

Vergleich der Religionen

Viele Menschen glauben, nur der Koran sei voll von Gewalt, während die Bibel Frieden und Liebe predige. Das ist völlig falsch, denn auch die Bibel predigt Gewalt. Sie hat sogar einen brutalen Erziehungsratgeber parat: Missratene Kinder soll man einfach steinigen. So etwas wissen die meisten Christen nicht, denn sie verschlingen zwar Massen an seichter Literatur, aber kaum einer hat die Bibel ganz durch gelesen, obwohl sie als Gottes eigenes Wort gilt. Merkwürdig ist, wie wenig Interesse sie Gottes eigenem Wort entgegen bringen.
Viele Christen finden ja, das Christentum sei die hochwertigere Religion. Aber sie sollten sich einmal vorstellen, in den christlichen Ländern gäbe es kein Sozialsystem, sondern die Gläubigen müssten einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens der Kirche opfern, der dann an die Armen verteilt würde. Was würde da wohl heraus kommen? In manchen islamischen Ländern soll das funktionieren.
Eines hat der Islam auf jeden Fall dem Christentum voraus: „Du sollst fröhlich sein!“ ist dort ein Gebot: Hier lesen wir:

Muhammad hatte also durchaus auch Sinn für Humor und erfreute sich des Lebens. So soll er oft so herzhaft gelacht haben, dass man seine Weisheitszähne sehen konnte. Und in zwei Aussprüchen macht er deutlich warum es wichtig ist sich zu freuen und zu lachen: Muhammad sagt: „Erfrischt die Herzen von Zeit zu Zeit, denn müde Herzen werden blind.“ Und: „Wer nicht fröhlich sein kann, der taugt nichts.“

In diesem Sinne: Bleiben Sie auch schön fröhlich!

Klischees über den Glauben


Viele Menschen glauben, nur der Koran sei voll von Gewalt, während die Bibel Frieden und Liebe predige. Das ist völlig falsch, denn auch die Bibel predigt Gewalt. Sie hat sogar einen brutalen Erziehungsratgeber parat: Missratene Kinder soll man einfach steinigen. So etwas wissen die meisten Christen nicht, denn sie verschlingen zwar Massen an seichter Literatur, aber kaum einer hat die Bibel ganz durch gelesen, obwohl sie als Gottes eigenes Wort gilt. Unglaublich ist, wie wenig Interesse sie Gottes eigenem Wort entgegen bringen. Stattdessen verschlingen sie seichte Literatur.
Viele Christen finden, das Christentum sei die hochwertigere Religion. Aber sie sollten sich einmal vorstellen, in den christlichen Ländern gäbe es kein Sozialsystem, sondern die Gläubigen müssten einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens opfern, der dann an die Armen verteilt würde. Was würde da wohl heraus kommen? In manchen islamischen Ländern soll das funktionieren.
Eines hat der Islam auf jeden Fall dem Christentum voraus: „Du sollst fröhlich sein!“ ist dort ein Gebot: Hier lesen wir:

Muhammad hatte also durchaus auch Sinn für Humor und erfreute sich des Lebens.
So soll er oft so herzhaft gelacht haben, dass man seine Weisheitszähne sehen konnte.
Und in zwei Aussprüchen macht er deutlich warum es wichtig ist sich zu freuen und zu lachen:
Muhammad sagt: „Erfrischt die Herzen von Zeit zu Zeit, denn müde Herzen werden blind.“
Und: „Wer nicht fröhlich sein kann, der taugt nichts.“

In diesem Sinne: Bleiben Sie auch schön fröhlich!

Unfromme Sonntagsgedanken

Manchmal habe ich so merkwürdige Gedanken, die man wohl eigentlich gar nicht haben dürfte:
Wenn ich der Vater von Jesus wäre, hätte ich ihm gesagt: „Warum erscheinst du deinen Jüngern in verschiedener Gestalt u.a. als Gärtner? Was soll das? Du hast eine Mission zu erfüllen: nämlich die Juden zu bekehren! Also gehe auf den Marktplatz von Jerusalem und zeige ihnen, dass du auferstanden bist!“

Lesen Sie bitte ergänzend:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/15/sonntagsfragen-an-die-theologen/

Sonntagsfrage an Theologen

Ich habe ja schon einmal hier eine ganze Reihe von Fragen gestellt, die leider unbeantwortet blieben. Das liegt vielleicht daran, dass man keine Antwort dafür hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/15/sonntagsfragen-an-die-theologen/

Heute denke ich gerade darüber nach: Man hat ja 400 Jahre lang darüber gestritten, ob Jesus der Sohn Gottes ist, bis der deutsche Kaiser im Konzil von Nicäa ein Machtwort gesprochen hat.
Aber ich frage mich, ob Jesus als Sohn Gottes wirklich auferstanden ist, wenn ihn seine eigenen Jünger nicht wieder erkannt haben. Beispielsweise soll er als Gärtner erschienen sein. Wieso?
Und wenn er schon die Menschheit zum Christentum bekehren wollte: Warum ist er dann nicht mitten in Jerusalem aufgetreten, hat seine Winden her gezeigt und gesagt: „Schaut her, ich bin auferstanden?“ Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Menschen aus dem Land, wo Jesus gewirkt hat, in ihm nur einen Propheten sehen, wie die Juden und Moslems.