Archiv der Kategorie: Religion

Sonntagsfragen an die Theologen:

Warum erhört Gott das Gebet des einen und das des anderen nicht? Ist er wirklich wie eine Frau?
Warum spült Gott erst die sündigen Menschen mit der Sintflut weg und opfert dann seinen Sohn?
Warum ist Jesus erst im Jahre 0 gekommen und nicht schon früher, also beispielsweise anstatt der Sintflut?
Warum hat Gott den Menschen nicht einfach so vergeben und musste erst seinen Sohn opfern?
Kann ein Mord wirklich ein Zeichen von Gottes Liebe sein?
Warum hat Jesus nicht in größerer Öffentlichkeit gewirkt? Eine Himmelfahrt von Jerusalem aus vor den Augen aller Juden hätte sie Christen werden lassen.
Warum hat sich Jesus nach seiner Auferstehung dem Thomas offenbart, während andere ihn erst später am Brotbrechen nachträglich erkannt haben sollen?
Fragen über Fragen, für die nur Atheisten einfache Antworten haben.

Zitat zum Tag: Gott ist wie eine Frau …

Manchmal. wenn ich über Gott nachdenke, muss ich an meinen Religionslehrer denken. Als er über das Thema „Gottes Gnade“ sprach, stellte jemand die Frage, warum Gott das Gebet des einen erhört, das eines anderen aber nicht. Der Religionslehrer hatte eine einfache Erklärung:
„Gott ist wie eine Frau: Den einen liebt sie, den anderen nicht.“
Was wohl sein Bischof zu diesem Satz gesagt hätte? Aber hätte der eine bessere Erklärung?

Jesus ist anders (Gedanken zum Sonntag)

Zu den merkwürdigsten Erscheinungen des Christentums gehört es, dass kaum jemand die Bibel von vorn bis hinten gelesen hat. Was lesen die Leute nicht alles, aber ausgerechnet nicht das Buch, das für sie das Buch aller Bücher sein müsste. So gewinnen sie von Jesus ein Bild, das ihnen die Kirche in den Predigten vorsetzt, aber sie hören kaum etwas von dem anderen Jesus, der es für richtig hält, Frau und Kinder zu verlassen (ja sogar zu hassen) und den gesamten Besitz aufzugeben:

Petrus aber sprach: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
Lukas 18,28-30

So also kann jeder von euch, der nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet, nicht mein Jünger sein» (Lk 14,33).“

 Lk 14, 26: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Und wer behauptet, das Christentum sei eine friedliche Religion, muss vergessen, dass die Kirche im 2. Weltkrieg die Waffen gesegnet hat und Hitler als die von Gott gewollte Obrigkeit angesehen hat, was sich nun in der russisch-orthodoxen Kirche im Ukrainekrieg wiederholt. Selbst die Bibel ist voll von Gräueltaten:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/12/ganz-einfach-missratene-kinder-steinigen/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/13/zum-sonntag-bibel-als-wahres-wort-gottes/

Sollte die Taufe von Kindern verboten werden?

In der Bibel lesen wir, dass Jesus als Erwachsener von Johannes dem Täufer getauft wurde. Wieso ist die Kirche nicht diesem Beispiel gefolgt? Müsste nicht so etwas Wichtiges wie der Eintritt in eine religiöse Gemeinschaft von einem reifen Menschen entschieden werden? Stattdessen bemächtigt sich die Kirche der Kinder und indoktriniert sie durch Kommunion, Firmung, Beichte und Unterricht, so dass sie als Erwachsene oft kaum noch die Möglichkeit einer freien Entscheidung haben.
Ich erinnere mich an das Auftauchen der Moonsekte: Damals wurde von vielen Politikern das Verbot der Sekte gefordert mit dem Argument, dass sie Menschen so indoktriniere, dass sie kaum austreten könnten. Dass diese Argumente auch für die Kirche zutrafen, war den Politikern offenbar nicht bewusst. Erst jetzt infolge der Missbrauchsfälle begannen viele Menschen darüber nachzudenken, ob sie Mitglied ihrer Kirche bleiben wollen.

Wie stark die Indoktrination der Kirchen wirkt, las ich in einem Artikel über religiösen Wahn. Mit dem hatte sich ein Psychiater zu befassen und der erklärte, die Religion sei so tief in die Menschen eingeimpft, dass man sie kaum heraus bringen könnte.

Sollte der Staat nicht seine Bürger vor einer solchen Indoktrination bewahren? Leider wagt sich der Staat an so ein Thema nicht heran. Warum sollte er auch, wenn die Gläubigen das hinnehmen?

Meine Sonntagsfrage: Warum schickt Gott die Pandemie?

In der Pandemie macht man sich so seine Gedanken. Ist die Frage in der Titelzeile vielleicht falsch gestellt? Könnte es nicht sein, dass es Satan war, der uns das angetan hat? Aber kann der etwas tun, was Gott nicht zulässt? Schließlich soll ja Gott allmächtig sein. Doch hörten wir vom Papst Benedikt VI auf die Frage, ob es den Teufel gibt, die Antwort: Ja! Und er habe manchmal den Eindruck, als sei der stärker als Gott.
Könnte es also sein, dass Gott und der Teufel sich in einem ständigen Kampf befinden?

Die Theologen lassen uns ratlos. In einer Predigt las ich, das die Pandemie keine Strafe Gottes sei, denn Gott tue so etwas nicht. Der Bischof hatte anscheinend vergessen, dass Gott schon mal die ganze Menschheit mit der Sintflut weg gespült hat. Und auch Sodom und Gomorrha hat er ähnlich bestraft.
Es ist ja überhaupt interessant, wie sich das Gottesbild gewandelt hat. Als ich zur Schule ging, war die Lehre der Katholischen Kirche die, dass nur eine einzige Todsünde genügte, um der ewigen Verdammnis (Hölle) anheim zu fallen.
Gott war also der Sündenzähler, der schreckliche Strafen aussprach.

Heute haben wir den Lieben Gott, der alles nicht so eng sieht: Er hat uns ja als Sünder geschaffen: So what?

Zurück zur Pandemie: Wenn Gott sie uns geschickt hat, um uns den Wahnsinn der Globalisierung vor Augen zu führen: Ist es dann sinnvoll dagegen zu beten? Gott müsste doch wissen, was er tut, und würde sich doch nicht von einem Gebet umstimmen lassen.
Wir sehen:Fragen über Fragen für Christen. Die Atheisten haben es da einfacher.

Gedanken zum Sonntag: Wie Weihnachten kaputt gemacht wird

Das hätte sich der Heilige Nikolaus nicht träumen lassen, dass er vom Weihnachtsmann verdrängt wird und nun sogar vom Weihnachtsgirl.
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/06/weihnachten-modern-wie-weihnachten-kaputt-gemacht-wird-ii/

Und auch an der Entzauberung der Bibel wird eifrig gearbeitet:
Mit am schönsten an der Bibel ist das Weihnachtsevangelium nach Lukas. Aber stimmt das so alles, wie es Lukas geschrieben hat? Da werden nun Zweifel angemeldet:
Es begann ja ja mal ganz harmlos: Experten behaupteten, dass Jesus gar nicht in einem Stall geboren worden sein soll. Dieser Version soll ein Übersetzungsfehler zu Grunde liegen. In Wirklichkeit müsse es heißen, Jesus sei in einem Zuhaus geboren worden.

Die moderne Theologie meint nun sogar, Lukas habe das, was dort steht, nur erfunden, um die Juden vom Christentum zu überzeugen. Es handele sich allerdings nicht um eine Lüge, sondern um eine zulässige schöne Ausschmückung von Lukas. Die anderen Evangelien beginnen ja auch erst mit dem erwachsenen Jesus bei Johannes dem Täufer.
Tatsächlich ist es ja auch so, dass Herodes bereits tot war, als Jesus geboren worden sein soll. Und der Kindermord von Bethlehem kann eigentlich nicht stattgefunden haben, ohne dass er in der sonstigen Geschichtsschreibung erwähnt worden wäre. Nicht einmal der Geschichtsschreiber Josephus, der sich sogar mit Intimitäten von Herodes‘ Ehe befasst, erwähnt dieses Vorkommnis. Und die von Lukas erwähnte Volkszählung fand nicht bei der Geburt von Jesus statt.

Nun sollen auch die heiligen drei Könige von den Krippen verschwinden:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/30/was-sind-wir-doch-fuer-ein-hysterisches-volk-geworden/
Was bleibt dann noch übrig vom Weihnachtsfest? Das Kaufen?
Und wenn also einer der Kernpunkte der christlichen Überlieferung nicht stimmt: Wie steht es dann mit dem Rest?
Kardinal Marx sagte: Einen Glauben ohne Zweifel könne es nicht geben.

Zum Sonntag: Das hat gerade noch gefehlt: Gott* (mit Sternchen) und homophob

 

Ein katholischer Verband junger Menschen (KjG) will nun auch Gott gendern. Gott soll mit Sternchen versehen werden. Soll unser Gottesbild dann so aussehen, wie diese Mozartstatue, mit der der Künstler ausdrücken wollte, dass Mozart auch eine weibliche Seite hatte?
Auch ich habe mich schon dem Thema gewidmet, ob Gott ein Mann oder eine Frau ist oder weder noch:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/18/gedanken-zum-sonntag-ist-gott-eine-frau/
Sollen wir nun den Feministinnen folgen und „das Gott“ sagen? (Bis zur Frage des Geschlechts des Teufels sind die Damen aber noch nicht vorgedrungen. Sie stört offenbar nicht, ihn als Mann zu sehen.)
Das Problem, wie Gott ist,  ergibt sich ja nur daraus, dass wir nicht auf ihn hören wollen. Im der Bibel im Buch Exodus, wo die 10 Gebote enthalten sind, heißt es u.a.:
„Du sollst dir kein Gottesbild machen …“
Die Moslems befolgen dieses Gebot. Aber die Christen haben sich darüber hinweg gesetzt. Das rächt sich nun, wenn auch sehr spät.
Anders beten müssten wir also dann auch. Es geht nicht mehr so: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Ja, da sehen wir, zu welchen Blüten das Gendern führt.
Noch zum Thema: Gerade gibt es ein Buch von Sam Allberry mit dem Titel „Ist Gott homophob?“ Da sieht man, wie verschieden das Gottesbild der Menschen ist. Wenn Gott als alter Mann mit grauem Rauschebart dargestellt wird, so ist das für viele nicht mehr ihr Gott. Sie haben keinen allmächtigen Vater mehr, zu dem sie vertrauensvoll beten können, sondern ein anonymes Neutrum.

 

Zitat zum Reformationstag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

„Ist es nicht merkwürdig, dass sich die beiden völlig verschiedenen Teile Deutschlands wieder vereinigen konnten, die beiden Konfessionen aber nicht?“
H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Übrigens lesen Sie in der Leseecke auch die amüsante Geschichte „Reformationstag“.
Hier noch eine kleine Reminiszenz: Als mein katholischer Vater meine evangelische Mutter heiraten wollte, brauchte er dazu eine bischöfliche Dispens. Die war damals nicht leicht zu bekommen. Es gab aber einen Geheimtipp: Der gütige Prior von St. Benno in München, der einem Bischof gleich stand, hatte  Verständnis für die Liebenden.
Wie hat sich seither alles gewandelt: Die Kirchen haben sich angenähert und die Gläubigen würden sich heute von ihren Kirchen in solchen Angelegenheiten niemals drein reden lassen. Die Kirchen haben viel Autorität verloren – insoweit sicherlich zu Recht.

Sonntagsfrage: Wer hat dem Menschen die Hormone eingegeben: Gott oder Satan?

Verboten neu

https://autorenseite.wordpress.com/home/

Geht es Ihnen auch so? Wenn man sie Bibel liest, hat man auf einmal mehr Fragen als Antworten:
Zum Beispiel frage ich mich bei dem, was sich so alles rund um den Sex ereignet: Kann es wirklich sein, dass Gott den Menschen so geschaffen hat, wie er ist, oder hat Satan dieses Werk Gottes verdorben, indem er sein Teufelszeug, nämlich die Hormone, dazu gegeben hat?
Oder wie wäre es wohl, wenn Jesus anstatt, dass er vor 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingeritten ist, heute mit einem Trabbi in Berlin erschienen wäre oder wenn er den Papst besucht hätte?
Auf all diese Fragen versucht das Buch „Verbotene Zone“ in unterhaltsamen Geschichten Antworten zu geben. Das Buch ist allerdings für Weihwasserfrösche nicht geeignet.