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Zitat zum Reformationstag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

„Ist es nicht merkwürdig, dass sich die beiden völlig verschiedenen Teile Deutschlands wieder vereinigen konnten, die beiden Konfessionen aber nicht?“
H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Übrigens lesen Sie in der Leseecke auch die amüsante Geschichte „Reformationstag“.
Hier noch eine kleine Reminiszenz: Als mein katholischer Vater meine evangelische Mutter heiraten wollte, brauchte er dazu eine bischöfliche Dispens. Die war damals nicht leicht zu bekommen. Es gab aber einen Geheimtipp: Der gütige Prior von St. Benno in München, der einem Bischof gleich stand, hatte  Verständnis für die Liebenden.
Wie hat sich seither alles gewandelt: Die Kirchen haben sich angenähert und die Gläubigen würden sich heute von ihren Kirchen in solchen Angelegenheiten niemals drein reden lassen. Die Kirchen haben viel Autorität verloren – insoweit sicherlich zu Recht.

Heute ist der Tag der Barmherzigkeit – aber die Kirche ist hartherzig

Lesen Sie dazu bitte den nächsten Beitrag:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/28/die-katholische-skandalkirche/
Es gibt den Tag des „Peterpfennigs“. Da sammelt die Kirche Geld für die Bedürftigen. Und oft wird dabei von den Kanzeln über das Elend in der Welt gesprochen: über verhungernde Kinder, über die Flüchtlingslager, … Das erweicht natürlich manchem frommen alten Mütterchen das Herz und so spendet es von seiner kargen Rente ein paar Euro. Hoffentlich erfährt die Frau nie, was mit diesem Geld geschieht: Es wird in Immobilien investiert.
Überhört man denn im Vatikan, was Jesus gesagt hat: „Liebe deinen Nächsten…“? Was könnte die Kirche für ein leuchtendes Zeichen von Nächstenliebe setzen, indem sie sich der Flüchtlinge annehmen würde. Dazu bräuchte sie nur ein bisschen ihres unermesslichen Reichtums hergeben um zu zeigen, wofür das Christentum eigentlich steht.

Der Autoritätsverlust der Kirche

Wie kommt das eigentlich? Wir erleben eine frappierende Erosion des Glaubens. Damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass immer mehr Leute die Kirche verlassen. Nein, auch diejenigen, die in der Katholischen Kirche bleiben, legen sich ihren eigenen Glauben zurecht. Dogmen wie die leibliche Himmelfahrt Mariens oder die Unfehlbarkeit des Papstes halten die meisten Katholiken für nicht mehr nachvollziehbare Glaubenssätze.
Das dürfte daran liegen, dass die Gläubigen sich nicht mehr vorschreiben lassen wollen, was sie zu glauben haben, sondern sie machen sich aus der Bibel ihr eigens Bild von ihrer Religion. Und sie machen sich ihre eigene Moral,  indem sie nicht mehr nur mit dem „Papstroulett“ (Knaus-Ogino) verhüten, sondern mit Pille und Kondom. Auch das einst sündhafte (und sogar strafbare) Zusammenleben vor der Hochzeit ist heute normal.
Am merkwürdigsten ist, dass die Angst vor der Hölle fast völlig verschwunden ist. Die Menschen wollen einfach nicht glauben, dass im Himmel ein Gott sitzt, der wie ein Erbsenzähler ihre Sünden notiert hat und bestrafen wird. Ihr Gott ist kein strafender, sondern ein gütiger Gott, der Verständnis für ihre Verfehlungen hat. Schließlich hat er ja die Menschen so gemacht.
Die Kirche hat sich offenbar ein wenig auf dieses andere Gottesbild eingestellt. Früher gab es in den meisten Wallfahrtskirchen Tafeln, die dem Besucher erklärten, wie viel Ablass er dort durch bestimmte Gebete gewinnen konnte. Schon als Kind wunderte ich mich, dass man in unserer Kirche „bei einem Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters 365 Tage Ablass“ bekam. Wer setzte das fest? Und nach welchen Maßstäben? Und wieso genau 365 Tage? Dann bin ich darauf gekommen, dass es auch Kirchen gab, in denen man einen vollkommenen Ablass erreichen konnte. Warum sollte man sich also mit 365 Tagen zufrieden geben, wenn man anderswo mehr „Rabatt“ bekam? Heute sind all diese Tafeln klammheimlich verschwunden. Anscheinend will die Kirche mit ihnen nicht anecken und keine Erinnerungen an den Ablasshandel wecken, der der Grund für die Kirchenspaltung war.
All diese Veränderungen hat es schon vor Aufdeckung der Missbrauchsskandale gegeben. Nun aber ist das Desaster kaum noch reparabel. Geht es der Katholischen Kirche wie den „Volksparteien“? Befindet si sich auf dem Weg zur Sekte?
https://autorenseite.wordpress.com/katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte/

Krimi: Das Drehbuch schrieb die Katholische Kirche


Wir haben ja in letzter Zeit viel über die dunklen Seiten der Katholischen Kirche erfahren müssen. Gerade wird in Österreich über einen neuen Skandal berichtet:
https://www.news.at/a/politik-bischof-zwielicht-10151066
Wenn Sie das lesen, haben Sie schon gleich das Drehbuch für einen Aufsehen erregenden Krimi im Kopf. Also ihr Filmleute: Hier wird ein Stoff für einen Film kostenlos angeboten.

Auch habe schon einmal versucht, euch einen völlig anderen kostenlosen Plot zu liefern. Aber unbegreiflicherweise hat keiner sich dafür interessiert. Merkt ihr denn nicht, wo die Stoffe sind, die die Menschen in die Kinos locken?

Unglaublich: 114.000 Missbrauchsfälle – Katholische Kirche: eine einzige Baustelle

In den Jahren !946-2014 hat es in der Katholischen Kirche die unglaubliche Anzahl von 114.000 Missbrauchsfällen gegeben. Und die Leute, die im Zölibat die Ursache für dieses Fehlverhalten sehen, müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass es in der protestantischen Kirche genau so viele Missbrauchsfälle gegeben hat.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/114000-Missbrauchsopfer-in-katholischer-Kirche,missbrauch1718.html
Da fragt sich doch: Macht Kirche geil?
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/03/macht-kirche-geil/
Vielleicht hatte der Papst dies im Auge, als er von „Situationen der Anfälligkeit“ sprach und forderte, hier den Schutz von Minderjährigen und von Erwachsenen zu gewährleisten.
Aber dies ist nicht die einzige Baustelle für die Kirche:
https://autorenseite.wordpress.com/2012/06/25/kirche-stoert-13936228/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/12/wenn-nicht-die-juden-die-bibel-geschrieben-haetten-sondern-die-deutschen/

Der schöne Schein der Katholischen Kirche

Das Erzbistum München und Freising stellte gerade eine erschreckende Studie vor: Danach überlegen vier von zehn Katholiken in Deutschland, ob sie aus der Kirche austreten. Was die Menschen heute noch an die Kirche bindet sei neben der Familientradition das soziale Engagement der Institution (so 68% der Befragten).
Leider sind diese 68% der Befragten in einem Irrtum, der eigentlich so nicht aufrecht erhalten werden darf: Viele Leistungen, die vom Publikum der Kirche zugeschrieben werden, werden vom Staat bezahlt. Manchmal ist es ja gut, wenn dies im Verborgenen geschieht wie bei der Drogenberatung der Caritas. Wenn publik würde, dass die vom Staat finanziert wird, würden sich wohl weniger Rauschgiftsüchtige dort Rat holen. Aber bei Krankenhäusern, die dem Anschein nach von der Kirche betrieben werden, sollte doch offenbart werden, dass der Staat sie bezahlt. Der Staat sollte seine Leistungen nicht in den Schatten stellen. Die meisten Menschen wissen übrigens auch gar nicht, dass die schönen alten Kirchen vom Denkmalschutz erhalten werden.
Wenn es insoweit mehr Ehrlichkeit gäbe, sähe es schlecht aus beim sozialen Engagement der Kirche, denn die Kirche besitzt einen unermesslichen Reichtum, von dem sie kaum etwas hergibt.
Lesen Sie bitte dazu auch: Die Katholische Kirche auf dem Weg zur Sekte.

 

Hört das denn nie auf? Missbrauch in der Katholischen Kirche

Neue Horrormeldung: Im US-Bundesstaat Illinois sollen sich fast 700 katholische Geistliche an Kindern vergangen haben. Hört das denn nie auf?
Wie kann es so etwas geben.
Hat man je gehört, das sich ein Justizbeamter über jugendliche Häftlinge hergemacht hat? Da wäre doch der Anreiz für einen Missbrauch mindestens genau so.
Interessant wäre es ja, einmal zu untersuchen, warum demgegenüber das kirchliche Personal eine solche Negativauslese bildet. Es wird immer behauptet, die Missbrauchsfälle hätten ihre Ursache im Zölibat. Das mag in einzelnen Fällen stimmen, aber normalerweise wird der Zölibat einfach missachtet. Von einem Kloster hörte ich aus einer zuverlässigen Quelle, dass die Mönche alle Freundinnen hätten. Und so etwas gibt es nicht nur beim niederen Klerus. Auch wenn man mal weiter oben Einblick gewinnt, sieht es nicht anders aus:
https://www.sn.at/politik/innenpolitik/skandal-um-bischof-alois-schwarz-salzburgs-erzbischof-soll-in-kaernten-aufraeumen-62833642

Eichstätt und der unermessliche Reichtum der Kirche


Die Katholische Kirche ist so reich, dass sie nicht nur das rechte Maß verloren hat, sondern auch den Überblick, wie sich gerade in Eichstätt zeigt.
Die Kirche besitzt den zweitgrößten Goldschatz der Welt, ihr gehören ein unermessliche Grundbesitzungen, z.B. ein Viertel von Rom, unzählige Firmenbeteiligungen …
Mehr dazu hier:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Wie reich muss man eigentlich sein, dass einem das Fehlen von ca. 50 Millionen Euro nicht auffällt?
Witzig finde ich, dass das Bistum Eichstätt sich beeilt zu versichern, das verlorene Geld stamme nicht aus der Kirchensteuer, sondern aus dem Besitz des Bistums. Woher stammt denn der Besitz des Bistums? Aus alten Steuern und Spenden. So gesehen macht es doch eigentlich keinen Unterschied, aus welchem „Topf“ das Geld stammt.
Mich erinnert das Ganze an meine Ehe. Als ich vor 55 Jahren heiratete, brachte meine Frau eine Aussteuer von 20.000 DM mit in die Ehe. Und wenn sie sich heute etwas gönnt, was eigentlich nicht sein müsste, sagt sie augenzwinkernd, das bezahle sie aus ihrer Aussteuer.

Kein frohes Fest – Krieg im Vatikan


Wow! Nix wird’s mit dem weihnachtlichen Frieden in der Katholischen Kirche. Der Papst hat eine Weihnachtsansprache gehalten, die sich „gewaschen“ hat und die sich manche hinter die Ohren schreiben müssen. Er hat „Verräter“ in seiner Kurie ausgemacht und „Ehrgeiz und Ruhmessucht“ unter manchen Mitarbeitern gegeißelt. Er beschwerte sich auch über ehemalige Mitarbeiter, die sich als „Märtyrer“ darstellten, anstatt ihre Schuld einzuräumen. Damit ist der unsympathische Kardinak Müller gemeint, der hier schon in seiner Regensburger Zeit angeeckt ist.
Über sein mühsames Reformvorhaben sagte er im Vatikan vor Kardinälen, Bischöfen und Priestern: „In Rom Reformen zu machen, ist wie die ägyptische Sphinx mit einer Zahnbürste zu putzen.“ Es sei sehr wichtig, die „unausgeglichene und degenerierte Logik der Komplotte und der kleinen Gruppen“ zu überwinden, „die in Wirklichkeit ein Krebsgeschwür darstellen, das zur Selbstbezogenheit führt“.
Es gärt also gewaltig in der Katholischen Kirche. Wortführer der Papstgegner scheint der Kardinal Müller zu sein, der sogar an den schwarzen Schuhen des Papstes Anstoß nahm sowie an dessen sonstigem einfachen Lebensstil. Er hat viele Erzkonservative hinter sich. Manche behaupten sogar allen Ernstes, der Teufel habe Einzug im Vatikan gehalten.
Das Schreiben des Papstes „Amoris Laetitia“ ist für diese Katholiken ein Teufelswerk, auch wenn sie es meist nicht einmal gelesen haben. Es genügt ihnen, was sie darüber von erzkonservativen Leuten gehört haben. Diese Erzkatholiken übersehen dabei, dass der Papst in seinem Schreiben die Ergebnisse von zwei Bischofssynoden zusammen gefasst hat, also nicht selbst ex Kathedra gesprochen hat. Und soweit die Bischofssynoden kein klares Ergebnis brachten, bleibt auch der Papst in seinem Schreiben vage, so dass ihn Gutwillige und Böswillige entsprechend ihrer Einstellung interpretieren können.
Traurig, dass der Papst, der seine Gläubigen liebt und ganz schlicht bei ihnen lebt, gerade beim Thema Liebe so angefeindet wird. Mir tut er leid. Er ist ein Mann, der das Gute will und dabei so schlimme Erfahrungen machen muss und das in der Kirche! Aber er nimmt den Kampf auf und das mit 81 Jahren. Respekt!
Der Ausspruch des Papstes über den Vergleich von Kirche und Sphinx erinnert mich übrigens an eine Weisheit des früheren Bundeskanzlers Schröder: Der sagte einmal dem Sinne nach, wenn man im Staat etwas reformieren wolle, sei das so ähnlich wie bei einem Tanker: Da könne man nur ganz allmählich die Richtung ändern. In der Kirche ist es genau so.
Ich glaube ja, der Papst würde gerne etwas von dem unermesslichen Reichtum der Kirche hergeben. Aber er darf nicht.