Aphorismen

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Auch als Paperback erhältlich.

1. Aufflage 2019
Umschlaggestaltung: H. Pöll
Copyright © H. Pöll
ISBN: 978-0-244-44601-7
https://autorenseite.wordpress.com/

All rights reserved. This book may not be reproduced or used in any manner whatsoever without the express written permission of the publisher except for the use of brief quotations in a book review or scholarly journal.

H. Pöll

 

Mit spitzer Feder


Denkanstöße

Inhaltsverzeichnis

Vorwort:

Wenn man fast 9 Jahrzehnte durchs Leben gegangen ist, hat man sich über vieles Gedanken gemacht. Und irgendwann schreibt man diese auf, nicht weil man andere belehren möchte, sondern weil man anderen zeigen möchte, dass sie nicht allein sind, wenn sie sich manchmal als Außenseiter, Querdenker oder gar als Spinner vorkommen.

Auch wenn der Leser sicherlich manches anders sieht, wird er doch einige Denkanstöße bekommen. Manchmal kommen einem ja auch gerade dann die besten Ideen, wenn man etwas liest, was einen mit völlig anderen Aspekten konfrontiert und so zum Nachdenken über den eigenen Standpunkt anregt.

Um es mit einem Aphorismus zu sagen:

Auch die dümmsten Ideen können einen auf die besten Gedanken bringen.

In diesem Sinne wird der Leser auf jeden Fall interessante Lesestunden erleben, zumal zur Abwechslung und zur Abrundung der verschiedenen Themen gelegentlich auch ein paar passende Zitate bekannter Autoren eingefügt sind.

Um falschen Schlüssen vorzubeugen: Die Ehefrau des Autors und seine Ehe kommen in diesem Buch allenfalls als eine Art von Spiegel vor, in welchem die heutigen Erscheinungen betrachtet werden.

Frauen

(Tja, liebe Frauen, manche der folgenden Aphorismen über Euch und Partnerschaft sind eine Reaktion auf Thesen lautstarker Emanzen. Einige Aussprüche sind daher vielleicht etwas zu scharf formuliert, weil sie sonst bei den Betroffenen kein Gehör finden. Sie sind also nicht unbedingt als Frauenlektüre geeignet.)

Oder in Versen ausgedrückt:

Dies hier schrieb ich einst beflissen,

Doch jetzt fragt sich mein Gewissen,

Ob man so was schreiben darf:

Ist manches nicht vielleicht zu scharf?

Dann sage ich mir aber immer:

Was Frauen schreiben, ist viel schlimmer.

Soll’n sie hier also ruhig wettern…

Oder einfach weiter blättern.

*

Wenn eine Frau auf dem Sofa liegt, ruht sie sich verdientermaßen aus.

In ihren Augen ist es beim Mann anders: Er faulenzt nur.

*

Manche Frauen haben beim Anziehen das Gefühl, ein Geschenk für den Mann zu verpacken.
*

Männer sind oft genug Eroberer des Unnützen, während Frauen bei Eroberungen vernünftiger sind: Sie nehmen Männer oder den Schlussverkauf aufs Korn.

*

Eine Frau ist immer unglücklich: entweder hat sie den Mann ihrer Träume nicht gekriegt – oder doch.

*

Eine Frau ist ein Wesen, das ein Kompliment für die Wahrheit und die Wahrheit für eine Grobheit hält.

*

Ein Tag mit harter Arbeit kann bei einem Mann schon einen Zustand der Erschöpfung hervorrufen. Bei einer Frau genügt hierfür oft schon ein Vormittag, den sie am Telefon verbracht hat.

*

Eine alte Bäuerin sieht bei einem Rindvieh auf einen Blick am Fell, an den Augen und am Gang, ob das Tier gesund ist und richtig ernährt wurde. Wenn die moderne Mutter ihr Kind anschaut, sieht sie weniger.
*

Frauen brauchen Männer – denn wer sollte sonst schuld sein?
*

Frauen wissen oft nicht was sie wollen: Erst ist der reine Macho gefragt: Dann wollen sie doch lieber einen Softie, aber nun auf einmal beschweren sich darüber, dass er im Kino neben ihnen heult.

*

Wenn Frauen etwas erreicht haben, ist es ihnen nichts mehr wert: Kaum haben sie ihren Mann zum Trottel gemacht, wollen sie einen richtigen Macho.

*

Alice Schwarzers späte Erkenntnis lautet: Männer sind auch Menschen. – Ob ihre Leserinnen das auch begreifen?

*

Ein Wunder: Es gibt Frauen, die in einer Nacht um 10 Jahre altern können und die sich dann binnen einer Stunde (am Schmink-Tisch) regenerieren.
*

Manche Frauen müssen etwas Animalisches an sich haben, sonst würden sie es nicht dulden, dass man sie mit Tiernamen belegt, wie „Mausi“, „Hasi“ und dergleichen.
*

Wenn man in den Bücherschrank mancher modernen Frau schaut, muss man zu der Überzeugung kommen, der Computer ist ihr wichtiger als ihr Kind.
*

Der Begriff „Intensivkontakt“ wurde erfunden, um der modernen Frau eine Ausrede dafür zu geben, dass sie keine Zeit mehr für ihr Kind haben muss.

*

Eine Frau, die sich für einen Engel hält, ist für die Mitmenschen meist nichts anderes als eine schwere Prüfung, die Gott ihnen auferlegt hat.
*

Eine Frau hat im Leben zwei gute Chancen: Sie kann einen Beruf erlernen und gut verdienen oder sie kann eine gute Partie machen. Der Mann hat im allgemeinen nur eine Chance.

*

Wenn man sich überlegt, wie viele Frauen für die unzähligen Abbildungen in dicken Katalogen und Prospekten gebraucht werden und wie viele weiter für die Unmengen an Werbespots im Fernsehen benötigt werden, fragt man sich, wieso diese Masse an Frauen stolz darauf ist, Model zu sein.

*

Wenig bleibt so präzise im Gedächtnis einer Frau haften, wie die Kleider, die andere Frauen auf dem Vorjahresball getragen haben.

*

Früher kauften sich Frauen etwas Neues zum Anziehen, wenn sie eine Depression hatten. Heute kriegen Frauen oft eine Depression, wenn sie sich etwas Modisches kaufen.
*

Unter Diskussion verstehen Frauen, dass sie so lange reden, bis man ihnen gerne recht gibt.

*

Bei manchen Frauen hat man den Eindruck: je weniger sie sich zur Mutter eignen, desto mehr Kinder wollen sie.

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Es gibt eine ganze Menge Frauen, die weder einen Ehemann noch einen Liebhaber brauchen, sondern eher einen Dompteur.
*

Wenn Frauen behaupten, sie hätten nichts anzuziehen, liegt dies daran, dass sie an einer speziellen Art von Gedächtnisschwund leiden, der sich ausschließlich auf den Inhalt ihres Kleiderschranks bezieht.

*

Die Frauen werden immer anspruchsvoller: Früher galt als Kavalier, wer einer Frau seinen Sitz freimachte. Heute muss er schon seinen Chefsessel für eine Frau räumen, um in ihren Augen als Kavalier zu gelten.

*

Skiabfahrten und Frauen sollten nicht zu flach sein.

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Die Angst um eine frisch ondulierte Frisur kann eine Frau eher zu anständigem Verhalten veranlassen als die Regeln der Moral.

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Frauen pflegen stets frische Wäsche zu tragen, „falls ihnen etwas passiert“, wobei die jungen ein erotisches Abenteuer und die alten einen Unfall meinen.

Manche Frauen haben das Schengener Abkommen falsch verstanden: Als sie von der Aufhebung der Grenzen hörten, dachten sie, es sei die Schamgrenze gemeint.

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Manche Frauen achten so sehr auf ihr Gewicht, dass sie vor dem Wiegen am liebsten den Ehering abnehmen würden.
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Wenn eine Frau von ihren inneren Werten spricht, meint sie nicht ihre Implantate.

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Frauen wollen richtig genommen werden; sie halten sich offenbar für die Arznei des Mannes.

*

Männer sind toleranter als Frauen, wie die Diskussion über die Familie zeigt. Sie nehmen es kommentarlos hin, wenn einer ihrer Geschlechtsgenossen als Hausmann die Kinder versorgt. Die Frauen dagegen führen einen wahren Glaubenskrieg zwischen „Rabenmüttern“, die die Berufstätigkeit vorziehen, und den „Heimchen am Herd, die zu Hause verblöden.“

*

Wenn Frauen ihr baldiges Ableben in Aussicht stellen, braucht man sich im allgemeinen keine Sorgen zu machen, sondern sollte fragen, was sie damit erreichen wollen.
*

Wenn man Schwiegermütter und Schwiegerväter vergleicht, zeigt sich, dass Männer doch die verträglicheren Menschen sind.

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Frauen verstopfen ihre Poren mit Kosmetika; so kann ihr Gift nicht auf natürlichem Weg aus dem Körper entweichen.

*

Frauen reden oft schlimm über die Männer. Tröstlich für uns Männer ist allerdings, dass Frauen über ihre Geschlechtsgenossinnen noch schlimmer reden.

*

Sage einer Frau nie, dass sie schön ist, denn Frauen, die sich für schön halten, finden, dass dies genügt. Sie werden ihren Charme durch Arroganz ersetzen.

*

Es gibt zwei Arten von Frauen: Den besseren tut es immerhin hinterher leid, was sie getan haben.
*

Frauen werden alt, wenn sie mehr Zeit für die Kosmetik aufwenden als für die Liebe.

*

Unter Liebe verstehen viele Frauen, dass der Mann sein Geld abzuliefern hat.
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Das Fasten hat meist die unangenehme Folge, dass man gerade da abnimmt, wo man es nicht will. Wie viele pralle Frauenbrüste sind nicht schon auf diese Weise zu Hängebusen geworden.

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Es gibt zwei Arten von Frauen: Bei den einen ist ein Mann im Himmel, bei den anderen verdient er sich einen Platz im Himmel.

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Kein Wunder, dass viele Frauen eingebildet sind: Bei ihnen genügt schon ein mäßig sündhaftes Leben für eine Heiligsprechung. Anders ist es nicht zu erklären, dass unsere Stammmutter Eva früher zu den Heiligen der katholischen Kirche gezählt wurde.
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Frauen haben es besser: Während viele Männer im Alter kälter werden, hält das Klimakterium für die Frauen Wärmeschübe bereit.

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Die Philosophie der echten Emanzen ist einfach: Gott ist eine Frau, aber der Teufel bleibt ein Mann.

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Wenn manche Frauen von Treue reden, meinen sie, dass sie auch nach einem Umzug viele Kilometer zu ihrem alten Friseur fahren.

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Die Frauen haben es besser: Wenn sie betrogen werden, ernten sie viel Mitgefühl. Werden dagegen einem Mann Hörner aufgesetzt, so zeigt schon diese Ausdrucksweise, dass er dann nur eine Zielscheibe des Spottes ist.

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Frauen haben keine Geduld, wie man daraus ersieht, dass fast nur Männer angeln.
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Wenn Frauen sich selbst verwirklichen wollen, meinen sie mit Sicherheit nicht, dass sie dies als Hausfrau und Mutter tun wollen.

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Viele Frauen jammern über die Hitzewallungen im Klimakterium, anstatt sich zu freuen, dass sie einen Haufen Heizkosten sparen.

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Frauen leiden an einer speziellen Art von Schluckbeschwerden: Sie können nicht gut etwas hinunter schlucken, was besser ungesagt bliebe.

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Wenn ein Mann mit einer Frau ins Bett geht, sucht er oft nur ein bisschen Spaß. Wenn dagegen eine Frau mit einem Mann ins Bett geht, will sie an sein Geld.

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Die Radlerhose ist die seltsame Wiederauferstehung eines Kleidungsstücks, das sich einst Liebestöter nannte.
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Frauen haben heute alles erreicht: auch, dass immer mehr Männer sie nicht mehr heiraten wollen.

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Die geistige Arroganz vieler Akademikerinnen zeigt sich am besten bei ihrer Einstellung zur Mutterschaft: Sie finden, dass sie das Studium zu etwas Besserem prädestiniert hat.

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Nie vergeht das Leben langsamer, als wenn ein Mann darauf wartet, dass seine Frau sich für ein besonderes Ereignis angezogen oder besser gesagt: hergerichtet hat.

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Ein guter Friseur kann bei einer Frau glatt die Angehörigen von drei Berufssparten ersetzen: den Arzt, den Psychiater und den Beichtvater.

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Mancher Frau, die sich morgens auf die Beine gemacht hat, ist dann doch etwas dazwischen gekommen.
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Anscheinend kommen die Frauen immer früher ins Klimakterium, denn anders ist es kaum erklärlich, dass die bauchfreie Mode sich auch im Winter durchgesetzt hat.

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Wenn eine Frau sehr schwierig ist, fehlt ihr vielleicht nur ein Liebhaber. Bei manchen Frauen wäre allerdings eher ein Exorzist nötig.

Manchmal frage ich mich, warum fast nur Frauen von einem Exorzisten behandelt werden müssen

*

Für viele Männer ist eine Frau wie ein Spielzeug, über das sie eines Tages hinauswachsen.

*

Der Charakter einer Frau ist oft nur so gut, wie ihn ihre Freunde gelassen haben.

*

Das Leben ist schon ungerecht: Wenn ein Mann Blödsinn redet, findet man das unerträglich. Bei einer Frau hingegen hört man stundenlang zu und findet es sogar noch reizend.

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Schach ist ein realistisches Spiel. Niemand ist hier stärker als die Dame.

Georg Thomalla

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Vor dem Ochsen von vorn, vor dem Maultier von hinten und vor dem Weib von allen Seiten musst du dich hüten.

Gulbransson

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Das größte Verdienst des Mannes ist, dass er die Zahl der schwierigsten Lebewesen gering hält, nämlich die der unbefriedigten Frauen.
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Was ist denn das Weib anderes als eine Vernichtung der Freundschaft, eine unentfliehbare Strafe, ein notwendiges Unglück, eine natürliche Versuchung ein begehrenswertes Unheil, eine häusliche Gefahr, ein reizvoller Schädling, kurz ein Weltübel, mit schöner Farbe bestrichen?

Schopenhauer

*

Das Leben mit den Frauen ist die Hölle. Ohne sie auch.

Humphrey Bogart

*

Die Frau schweige in der Gemeinde.

Hl. Paulus
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Kein kluger Mann widerspricht einer Frau. Er wartet, bis sie es selbst tut.

Humphrey Bogart

*

Gut zurechtgemacht fürs Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr Begleiter lieber mit ihr zu Hause bliebe.

Olga Tschechowa

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Der Drang vieler junger Frauen ins Berufsleben ist nicht selten eine Flucht vor ihren missratenen Kindern.

*

Manche Frauen haben etwas Heiliges an sich – nämlich etwas Scheinheiliges.

*

Das einzig Beständige an vielen Frauen ist ihre Unbeständigkeit
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Wenn ein Arzt einer Frau das Rauchen abgewöhnen will, spricht er nicht von Krebsgefahr, sondern macht darauf aufmerksam, dass der Nikotin-Genuss Falten macht, denn das erschreckt die Frauen mehr.
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Es gibt zweierlei Frauen: Die einen glauben, dass ihr Platz in der Welt das Bett sei, die anderen meinen: am Spülstein.

Colette

*
Brust und Gehirn scheinen bei Frauen manchmal nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren zu funktionieren: je mehr eine Frau in der Bluse hat, umso weniger hat sie oft im Kopf (wozu auch?).
*
Frauen eignen sich besser für die Arbeit am Computer, weil sie in gleicher Weise totale Verwirrung stiften können wie er.

*

Gott hat die Frauen gemacht, um die Männer zu zähmen.

Voltaire

*

Mädchen sind Frühling, solange sie Mädchen sind, aber der Himmel ändert sich, wenn sie Frauen sind.

Shakespeare
*

Frauen haben überhaupt keinen Grund sich zu bessern, weil sie auch so von den Männern verehrt werden.

*

Wenn Frauen sagen, sie würden nun die Initiative ergreifen, heißt das für den Mann: Alarmstufe rot.

*

Ob sich die Frauen schon einmal gefragt haben, warum es mehr heilige Männer als Frauen gibt?

*

Schönheit ist nicht unbedingt ein Vorteil für eine Frau, denn sie lockt damit auch viele Männer an, die nichts anderes wollen, als diese Schönheit genießen.
*

Wo ein Mann singt, lass dich ruhig nieder. Wenn eine Frau singt, sei vorsichtig: Oft ist es ein Sirenengesang.

*

Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht.

Nietzsche

*

Das Weib ist unsäglich viel böser als der Mann, auch klüger; Güte am Weibe ist schon eine Form der Entartung…

Nietzsche
*

Mann, hüte dich vor der Emanze,

Denn da hast du keine Chance.

*

Intimsphäre ist für Frauen ein Körperteil.

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Manche Frau ist wie ein Hund: scharf auf den Mann abgerichtet.

*

Was Männer an Frauen nie verstehen, ist, dass sie glauben, die Männer zu kennen.

*

Eine Frau ohne Sex-Appeal ist wie ein Fußball ohne Luft.

*

Es gibt zwei Arten von Männern: Die einen verstehen die Frauen nicht und die anderen glauben, sie zu verstehen.

*

Am meisten an den Frauen bewundern wir Männer, wie ein Mauerblümchentyp es schafft, sich zum Star zu mausern.

*

Früher sahen es die Frauen es positiv, wenn ihnen ein unbekannter Primitivling ihnen die Hand auf die Schulter legte oder ihnen einen Klaps auf den Hintern gab: Immerhin wurden sie beachtet oder sogar begehrt. Heute rufen die Frauen in solchen Fällen nach der Frauenbeauftragten.

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Je gescheiter die Hausfrau ist, umso hässlicher ist ihr Hausmädchen.
*

Vielleicht haben die Emanzen recht, wenn sie glauben, die besseren Unternehmerinnen zu sein: Viele von ihnen haben ja in der Ehe geübt, viel herauszuholen, ohne viel zu investieren.

Auch alte Männer sind für Frauen interessant: als Erblasser.

*

Wenn beim Mann der Verstand aussetzt, beginnen die grauen Zellen der Frauen, umso heftiger zu arbeiten.

*

Ob es ein Zeichen sexueller Perversion ist, wenn die Frauen von heute den David von Michelangelo oder vergleichbare männliche Statuen der Antike als erotisch lächerliche Figuren ansehen?

*

Mann, du kannst noch so gut aussehen und dein halbes Leben im Fitness-Studio verbringen: Du wirst nie die erotische Ausstrahlung erreichen, die Geld an sich hat.

*

Wenn du bei einer Frau zu Wort kommen willst, denke daran: Sie muss auch einmal Luft holen.

*

Bei den Weibern von heute ist es kein Wunder, dass die Homosexuellen immer mehr werden.

*

Wenn du möchtest, dass deine Frau etwas bescheidener wird, hänge einen stark vergrößernden Rasierspiegel ins Bad. Noch größer wird der Erfolg sein, wenn du dazu noch eine grelle Neonbeleuchtung installierst.

*

Wenn Frauen finden, dass wir Männer viel von ihnen lernen können, haben sie durchaus recht: Wir verdanken ihnen z.B. die Erfahrung, dass etwas, was ganz harmlos aussieht, brandgefährlich sein kann.

*

Nur weibliche Moskitos stechen.

Frauen sind wie Indianer: An der Bemalung sieht man, dass sie auf einem Beutezug sind.

*

Frauen sündigen ohne Bedenken, denn beim Jüngsten Gericht haben sie es mit einem Mann zu tun, von dem sie glauben, sie könnten ihn mit ihrem Charme schon irgendwie einwickeln.

*

Wie sich die Zeiten ändern: Errol Flynn, der einst als Robin Hood junge Mädchen um den Schlaf gebracht hat, wirkt auf die heutige weibliche Jugend nur noch wie ein Schwuler in Strumpfhosen.

*

Frauen lieben den Computer, weil ein „er“ auf Knopfdruck funktioniert.

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Wenn du deine Frau vergötterst, hast du bald eine Teufelin im Haus.

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Wenn eine Frau schnell etwas überziehen will, pass auf, dass es nicht dein Konto ist.

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Vergleicht man Hochzeitsfotos mit der Waschmittelreklame, muss man feststellen, dass Persil Frauen glücklicher macht.

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Frauen sind wie Politiker: Sie übertreiben gerne ein bisschen.

*

Eine der weiblichen Künste besteht darin, dem Mann die Illusion des Verführers zu lassen.
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Eine Frau ist ein Wesen, das weiß, was gut für den Mann ist (oder sich das zumindest einbildet)
*.

Frauen besitzen ein Gen mehr als der Mann. Dies muss eine Art von Wühlmausgen sein; deshalb werden für sie in den Geschäften Wühltische aufgestellt.
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Manche Frauen kommen in der Ehe zu der Erkenntnis, dass doch auch der ganze Mann klein zu kriegen sein müsste.

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Eine Frau, die sich auf ihren Charme etwas einbildet, sollte sich einmal neben einen Ferrari stellen, und schauen, ob sie genauso so viel Aufmerksamkeit bei Männern erregt wie das Blech eines Autos.

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Je mehr Gleichberechtigung die Frauen errungen haben, desto mehr Vorteile haben sie verloren.

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Frauen wissen mehr: Das merkt ein Mann auf jeden Fall dann, wenn er etwas nicht finden kann.

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Männer sollten sich vor Augen halten: Das Wort „Frau“ stammt von der germanischen Bezeichnung „Frouwe“ und bedeutet soviel wie „Herrin“ oder „Gebieterin“.

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Frauen haben eine eigene Sicht der Dinge: Ein Pantoffelheld ist in ihren Augen ein Mann, der in der Lage ist, die besseren Argumente zu erkennen.

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Mädchen lernen beim Spielen mit Puppen vor allem dies: Andere müssen widerspruchslos gehorchen.
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Frauen sind manchmal ein wenig schizophren: Sie tragen oft Ausschnitte bis zum Bauchnabel, finden es aber unanständig, wenn einer hineinschaut.
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Wenn ein Mann eine Frau sieht, ohne die er nicht leben zu können glaubt, sollte er daran denken, dass diese vielleicht schon bald diejenige ist, mit der er nicht mehr leben kann.
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Eine Frau, die sich für intelligent hält, verlangt die Gleichberechtigung mit dem Mann. Eine Frau, die intelligent ist, tut das nicht.

Colette

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Bei den Frauen verhält es sich wie mit der Arbeit: Wenn du eine hast, nervt sie dich vielleicht, wenn du keine hast, wirst du depressiv.

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Kleine Mädchen reiten gerne. Sie üben für die Ehe, wie sie einem größeren, stärkeren Lebewesen ihren Willen aufzwingen können.
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Die Männer sollten sich trösten: Die Frauen sind Lebewesen, mit denen sogar Gott seine Probleme hatte, wie die Geschichte von Eva und dem Apfel zeigt.

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Die große Stärke der Frau sind ihre kleinen Schwächen.

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Frauen wissen oft nicht, was sie wollen: Erst sind sie ganz wild auf Kinder, wenn es aber so weit ist, haben sie eine postnatale Depression.

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Die Frauen bringen es sicher auch noch einmal fertig, aus dem Beruf der Bundeskanzlerin einen Halbtagsjob zu machen.
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Früher war eine geschiedene Frau eine Gescheiterte. Heute ist das finanziell einträgliche Leben einer Geschiedenen das Lebensziel mancher Frau, die keine beruflichen Chancen hat.
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Nichts ist schrecklicher als der Zorn einer Frau.

Shakespeare
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Eine Frau, die einen Anwalt aufgesucht hat, ist nicht mehr dieselbe wie vorher und in der Regel für den Fortbestand der Ehe untauglich.

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Im Zustande des Hasses sind Frauen gefährlicher als Männer, zuvörderst weil sie durch keine Rücksicht gehemmt werden.

Nietzsche

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Die Redewendung „sich ermannen“ ist wohl zu Recht aus der Mode gekommen. Vielleicht sollte man nun sagen: „sich erfrauen“, denn es war eine Frau, die es als einzige wagte, den Sturz des bayrischen Ministerpräsidenten einzuleiten.

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Es hätte die Frauen misstrauisch machen sollen, dass die Emanzipationsbewegung von Lesben angeführt wurde.
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Durch die Emanzipation ist das weibliche Geschlecht ärmer geworden, denn nun gibt es keine echten Damen mehr und kaum noch ein richtiges Vollblutweib.

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Mancher eingebildeten Emanze würde es gut tun, auf einem orientalischen Heiratsmarkt zu sehen, wie viele Kamele für sie geboten werden.

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Es bleibt das Geheimnis der Emanzen, wieso jemand, der mit „gnädige Frau“ angesprochen wurde, gegenüber dem Mann benachteiligt war.

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Viele Frauen von heute bilden sich ein, sie hätten Charme, weil sie imstande sind, mit dem Wort „cheese“ so etwas wie ein Lächeln auf ihr Gesicht zu bringen.

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Das beste Sportgerät für den Mann ist die Frau.

(Ausspruch eines Tanztrainers)

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Wenn eine Frau glaubt, einen Mann zu verstehen, der sich oft selbst nicht versteht, nennt sie das Liebe.

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Eine Frau kann durch ihre bloße Präsenz oft mehr erreichen als ein Mann mit vielen Worten.

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Wenn man sich auf der Straße umschaut, sieht man so viele nette Mädchen herumlaufen. Warum heiraten die meisten Männer die anderen?

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Auch wenn eine Frau Haare auf den Zähnen hat, trägt sie diese mit Charme wie eine hübsche Frisur.

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Weibliche Logik: Obwohl fast alle Frauen Hosen tragen, fordern sie, dass die an sich doch wohl völlig geschlechtslosen „Ampelmännchen“ zu 50 % durch Rockträgerinnen ersetzt werden.
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Du kannst dich bei deiner Frau anstrengen wie du willst: Du bringst einfach ihre Augen nicht so zum Glitzern wie ein Paar Designerschuhe.

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Kaum hat der Mann am Strand einen hübschen entblößten Busen entdeckt, sucht seine Frau die Operationsnarbe.

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Ausspruch eines Luxusweibchens: Wenn Reisen bildet, dann habe ich mindestens ein Studium hinter mir.

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Sind das eigentlich noch Frauen, die keine Kinder wollen, weil sie mit diesen jahrelang nicht vernünftig „kommunizieren“ können?

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Wenn Frauen sich im Berufsleben „ganz einbringen“ wollen, sollte man ihnen erklären, dass ihre Arbeitskraft genügt.
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Nicht wenige Frauen sind der Meinung, dass sie sich opfern, wenn sie heiraten. Daraus leiten sie bei der Scheidung den Anspruch auf die Hälfte des Vermögens ihres Mannes ab.
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Den Frauen von heute ist das Wissen ihrer Mütter verloren gegangen: Zur Erotik gehört immer auch etwas Geheimnisvolles.

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Frauen haben eine beneidenswerte Fähigkeit: Sie können das, was ihnen nicht passt, einfach verdrängen, wie beispielsweise sogar eine Schwangerschaft.

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Immer wieder spannend ist es, Frauen dabei zu beobachten, was sie aus ihren Chancen, ihrer Jugend, ihrer Schönheit oder später aus ihrer Familie machen.

Emanzen sind Frauen, die keinen Spaß an Männern haben und deshalb ihren Geschlechtsgenossinnen unbedingt auch den„Spaß an der Freud’“ verderben wollen.
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Wenn Frauen von Toleranz reden, meinen sie in der Regel nicht die eigene.

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Männer können sich nicht genug darüber wundern, was die blühende Phantasie von Frauen in ein schlichtes abstraktes Gemälde hinein zu interpretieren vermag.

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Es sollte den Frauen zu denken geben, dass es für die „Rabenmutter“ und die „Karrierefrau“ kein männliches Pendant gibt.

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Die Einstellung mancher Frau von heute: Ich will schon Kinder, aber darum kümmern sollen sich gefälligst die anderen: die KiTa, die Ganztagsschule usw.
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Generationen von Frauen haben zufrieden als Hausfrau gelebt. Nun auf einmal fällt den Hausfrauen zu Hause die Decke auf den Kopf.
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Plato glaubte, die Hysterie habe ihre Ursache darin, dass die Frauen ein Tier in sich hätten, das ständig beritten werden müsste. Interessant wäre zu wissen, was für ein Tier er sich wohl vorgestellt haben mag.

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Die Frauen von heute wissen nichts mehr mit sich anzufangen: Wenn sie als Hausfrau zu Hause bleiben, haben sie Angst zu verblöden, statt zu lesen, zu musizieren, sich sonst künstlerisch zu betätigen oder sich mit Freundinnen zu unterhalten, wenn sie sonst nichts zu tun haben.
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Wenn die Frauen immer dicker werden, ersparen sie sich den BH, denn sie können ihre Brüste auf dem Bauch ablegen.

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Frauen gehen mit wachen Sinnen durchs Leben und machen Beobachtungen, auf die ein Mann nie gekommen wäre, wie diese: „Ein reges Sexualleben wird offenbar vom Ungeziefer nachgeahmt. Das ganze Haus ist voll Spinnen.“

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Weisheit einer Ehefrau: „Eigentlich bin ich gescheiter als du, aber man merkt das nicht, weil du oft der Klügere bist.“

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Die große Frage, die ich trotz meines 30-jährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau?

Sigmund Freud

*
Es sollte zu denken geben, dass es meist Frauen sind, bei denen ein Exorzist den Teufel austreiben muss.

*

Frauen verfügen über mehr Weitblick als Männer: Sie denken schon bei der Heirat darüber nach, wie viel sie im Fall der Scheidung bekommen.
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Man sollte das Wort „Hingabe“ aus dem Sprachgebrauch streichen, um den Männern klar zu machen, dass die Frauen von heute beim Sex Subjekt, nicht aber auch Objekt sein wollen.

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Emanzen regen sich auf, wenn ihre Geschlechtsgenossinnen sich auf Werbeplakaten in erotischen Posen ablichten lassen nach dem Motto „Sex sells.“ Solche Fotos sind keinesfalls entwürdigend, denn die abgebildeten Frauen werden nicht nur von Männern bewundert.
*

Die Frau von heute strebt ganz nach oben und dann will sie einen Mann, zu dem sie aufblicken kann.

*

Wie sich das Bild der Frau verändert hat, sieht man besonders daran, dass es Zeiten gab, in denen eine Frau ihre Jungfernschaft in die Ehe mitzubringen hatte. nun besang die Ehefrau des französischen Staatspräsidenten ihre 30 verflossenen Liebhaber.

*

Wenn Frauen einen Vortrag halten müssen, haben sie es leichter als Männer: Auch wenn sie Unsinn reden, schaut man(n) ihnen gerne zu.

*

Ein Busen hat eine unheimliche Anziehungskraft für Männer. Was allerdings viele wohlgenährte Weiber vor sich her tragen, kann man eher als Abstandshalter bezeichnen.

*

Will eine Frau ihrem Mann auf Augenhöhe begegnen, zieht sie sich einfach hohe Schuhe an.
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Mit Speck fängt man Mäuse“, sagten sich die Frauen. Das war der Beginn der bauch- und hüftfreien Mode.
*

Stöhnt eine Frau in einer zwielichtigen Straße: „Verdammt, die Nutten schauen einfach besser aus wie wir Ehefrauen!“

*

Tipp für die Frau: Der Busen ist zu hoch geschnürt, wenn du ihn mit dem Kinn anstoßen kannst.

*

Viele Frauen tun so, als ob sie beim Sex nur dem Mann ein bisschen Freude bereiten wollen: Dann können sie eine Gegenleistung erwarten.

Frauen tragen gern Tops mit Beschriftung, weil Männer, die diese lesen, ihnen das Gefühl vermitteln, sie würden ihren Busen bewundern.

*

Die Frau aber ist des Mannes Abglanz.

(1. Kor. 11,7)

*

Der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.

(1. Kor. 11,9)

*

Wie aus den Kleidern Motten kommen, so kommt von Frauen viel Schlechtigkeit.

(Sirach 42,13)

*

Eine Frau, die schweigen kann, ist eine Gabe Gottes.

(Sirach 26,17)

*

Wer einmal die frommen Frauen mit Schleier auf dem Haar bei einem Papstbesuch gesehen hat, weiß, dass die Emanzipation für die meisten in Wirklichkeit etwas völlig Unnatürliches ist.

*
Die meisten Frauen sind davon überzeugt, deshalb unentbehrlich zu sein, weil ihr Mann sonst verkommen würde.

*

Frauen sind offenbar grundsätzlich verdächtig, wie sich aus Kanon 3 des Konzils von Nicäa ergibt. Danach dürfen Priester nur mit unverdächtigen Frauen unter einem Dach wohnen.
*

Wo der Teufel seine Macht verloren hat, schickt er ein Weib.

Unbekannt
*

Drohung einer Ehefrau: „Ich kenne dich auf jeden Fall im Jenseits wieder, auch wenn du in verklärter Form auferstanden bist.“

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Wie verschieden doch die Frauen sind: Die einen spielen im kurzen Rock Tennis und gönnen Voyeuren am Zaun die Freude des Anblicks. Andere finden dies unanständig.

*

Eine Frau mit Charakter erschießt sich, wenn sie vierzig wird.“

(Meine Mutter)

*

Wenn eine Frau sich einen Hund zulegt, liest sie in einem Buch nach, was bei der Haltung zu beachten ist. Hat man je gehört, dass eine Frau sie vergewissert hat, wie man einen Mann hält?

*

Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!

(Papst Pius II)

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Eine Frau weiß oft nicht, was sie will, aber das unbedingt.

*

Wenn eine Frau unbedingt will, hat der Mann keine Chance.

(Meine Frau)

*

Wann endlich zeigen die Frauen Charakter und kaufen nicht das Zeug, das die Modezaren ihnen aufschwatzen?

*

Viele Frauen sind von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Wenn sie verheiratet sind, streben sie ins Berufsleben. Aber nach der Scheidung verlangen sie Unterhalt mit der Begründung, sie müssten sich unbedingt um ihr Kind kümmern und könnten nicht arbeiten.

*

Sie war von solch überschäumender Fröhlichkeit, dass ihr der Begriff „Sünde“ abhanden gekommen war.

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Nichts ist für eine Frau frustrierender, als wenn bei einem gemeinsamen Shopping-Bummel nur ihr Ehemann etwas zum Kaufen findet.

*

Frauen frieren leichter als Männer. Daher haben sie oft eine kalte Schulter.

*

Wie steht es eigentlich um den Stolz der Frauen? Jahrhunderte lang wurden sie von der Kirche beschimpft und sogar den Tieren gleichgestellt. Trotzdem sind sie das frömmere Geschlecht.

*

Was eine Frau oft durch ihre bloße Existenz schafft, muss sich ein Mann hart erarbeiten.

*

Männer würden sich nicht einmal trauen, so schlecht über Frauen zu denken, wie diese über ihre Geschlechtsgenossinnen reden.

*
Wenn eine Frau ihr Gesicht wahren will, kann es sein, dass sie von Schminke und Botox spricht.
*

Ein Dekolletee – so etwas Widersprüchliches kann nur den Frauen einfallen: eine Auslage, in die man aber nicht hinein schauen darf.

*

Frauen haben ein anderes Zeitgefühl: Für einen Mann hat eine Minute 60 Sekunden. Wenn eine Frau von einer Minute spricht, heißt das: „Es dauert noch etwas“, wobei dieses „etwas“ in den Augen des Mannes eine kleine Ewigkeit sein kann.

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Frauen waren immer schon raffiniert und haben ihre Geheimnisse gehabt. Noch heute rätseln nachdenkliche Männer, wie Eva es geschafft hat, sich mit drei Feigenblättern zu kleiden.

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Die Gleichberechtigung des Mannes ist erst dann hergestellt, wenn auch Frauen bei der Müllabfuhr arbeiten.

*

Man(n) muss wissen: Auch intelligente Frauen machen gerne kleine Dummheiten.

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Es gibt zwei Arten von Wahrheiten: die objektive und die gefühlte der Frauen.

*

Verblendete Männer sind schuld daran, dass aus den ursprünglich männlichen Engeln der Bibel (Michael, Gabriel, Cherub usw.) weibliche wurden. Nun arbeitet die Werbung schon daran, auch den Weihnachtsmann durch eine sexy Weihnachtsfrau zu ersetzen.

*

Trost für Männer: Lieber eine Frau als gar keine Probleme.


Ein Mann sucht ständig nach Sinn und Wahrheit. Eine Frau sucht nach T-Shirt und Schuhen. Leider sind die Frauen erfolgreicher.
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Wenn bei einem Ratespiel nach etwas gefragt wird, was Männern Freude macht und mit „F“ beginnt, müssen enttäuschte Frauen hören, dass Männer häufig „Fußball“ antworten.

*

Viele Frauen von heute haben eine Babyklappe im Kopf. Sie fragen sich dauernd: Wohin mit dem Kind?

Frauen sind das unzufriedenere Geschlecht: Die einen sitzen mit Kindern zu Hause und hätten gerne einen Chefposten. Die anderen haben einen solchen Posten und hätten doch gerne Kinder. Manche haben auch beides, aber keine Zeit.

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Wenn du die Frauen verstehen willst, studiere die Männer.

(französischer Spruch)

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Mütter sind von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Wenn ihre Töchter heiraten, freuen sie sich darüber. Aber über ihre Söhne sagen sie: „Der wäre ja dumm, wenn er in der heutigen Zeit heiratet.“

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Wie sehr sich doch die Frauen verändert haben: Früher war es für sie das höchste Glück, ihr neugeborenes Kind im Arm zu halten. Heute bekommen sie eine „postnatale Depression“.

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Je mehr Frauen Hosen tragen, umso nachhaltiger fordern sie, einen Teil der „Ampelmännchen“ durch Ampelfrauen mit Rock zu ersetzen.

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Wenn eine Frau morgens in den Spiegel blickt, muss sie in der Lage sein, der Realität ins Auge zu sehen.
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Als der Herrgott das Weib erschuf, hat sich der Teufel sicherlich gefreut.

Paul Keller, Ferien vom Ich

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Wie könnte man davon sprechen, dass ein Mann eine Frau erobert hat, wenn es keinen Widerstand gäbe?

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Seitdem feststeht, dass Frauen sicherer Auto fahren, und seitdem sie auch noch rückwärts einparken können, kann der Mann seine Überlegenheit nur noch bei der Abseitsregel des Fußballs ausspielen.

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Das Schicksal einer Frau hängt oft von ein paar Kilo Fleisch ab.
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Frauen wissen mehr:
Der Mann weiß meist nicht, was eine Frau will, aber sie weiß es. Und ein Mann weiß oft auch nicht, was er selbst will, aber die Frau weiß, was er wollen soll.

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Der Traum vieler Emanzen: Parthenogenese – Zeugung ohne Mann bzw. ohne Samenspender.

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Ob Frauen doch das gescheitere Geschlecht sind? Sie nutzen es aus, dass Männer nichts so sehr interessiert als etwas, was sie nicht verstehen.
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Frauen bringen es fertig, im vielleicht glücklichsten Moment ihres Lebens, nämlich wenn sie ihr gerade geborenes Kind im Arm halten, eine (postnatale) Depression zu bekommen.

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Wenn eine Frau mit ihrem Spiegelbild nicht zufrieden ist, tröstet sie sich: „Das gönn‘ ich ihm!“

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Was muss ein Mann alles leisten, um die selbe Aufmerksamkeit zu erregen, wie Heidi Klum mit ihrem Dekolleté.

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Frauen stellen die Männer vor immer neue Aufgaben: Zur Zeit vermessen Wissenschaftler den idealen Frauen-Po.
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Eine liebende Frau achtet so auf ihre Figur, wie viele Filmstars es für ihr Publikum tun.

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Die Frau ist für den Mann das größte Abenteuer: Hat er ein Glückslos gezogen oder hat er sich den größten Ärger eingehandelt?

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Sex ist für viele Frauen ein Tauschobjekt: Sie verzichten gerne auf ein erfülltes Sexualleben, wenn ihnen ein alter Mann ein Leben in Luxus bietet.

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Weise Männer wie Laotse, Konfuzius, Buddha und Jesus verbreiteten ihre Lehren ohne Frauen. Ist also die Frau ein Störfaktor für den weisen Mann?

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Viele Frauen sind enttäuscht von der Ehe, weil sie denken, ihr Mann sei in ihren Händen weich wie Wachs, aber dann erweist sich der Kerl hart wie Krupp-Stahl.

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Eine kluge Frau lässt dem Mann die Illusion, Herr im Hause zu sein.
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Frauen kämpfen oft mit unlauteren Mitteln: je nach Bedarf mit Sex oder Tränen.

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Der Widerstand einer Frau gegen Intimitäten ist oft nur von ähnlicher Stärke wie der eines Alkoholikers gegen das Trinken.
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Eine kluge Frau umgibt sich mit einer Sphäre des Rätselhaften, denn nichts fasziniert Männer so wie etwas, was sie nicht verstehen.
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Bei Frauen kommt es oft weniger darauf an, was sie sagen, sondern wie sie es sagen.

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Frauen können manches besser als Männer. Dazu gehört das Warten-Können.

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Manche Frauen lassen Männer zappeln und haben ihn damit wie einen Fisch an der Angel.
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Frauen bringen es fertig, im vielleicht glücklichsten Moment ihres Lebens, nämlich wenn sie ihr gerade geborenes Kind im Arm halten, eine (postnatale) Depression zu bekommen.
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Frauen überfordern oft die Männer: Wie sollen die entscheiden können, wann deren Widerstand echt ist oder nur gespielt?
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Frauen werden nicht dadurch entwürdigt, dass sie spärlich bekleidet in der Werbung eingesetzt werden. Entwürdigt werden vielmehr die Männer, weil man ihnen zutraut, dass sie sich von solchen Bildern beim Kauf beeinflussen lassen.
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Frauen eignen sich besser für die Politik, weil sie in der Lage sind, andere von etwas zu überzeugen, was nicht stimmt, beispielsweise davon, dass Männer gewalttätiger sind.
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Der Auftritt mancher heraus geputzten Frau lässt die Männer daneben als traurige schwarze Anzugträger verblassen.

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Frauen sind interessanter als Männer, wie die Titelseiten der meisten Illustrierten eindeutig belegen.

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Das Rentabelste auf der Welt ist der Sex von Frauen: Wie sonst kommt man so leicht an ein Haus oder gar an Millionen?

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Ob Frauen schon einmal darüber nachgedacht haben, warum der Teufel sich im Paradies an Eva gewandt hat und nicht an Adam?

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Woran liegt es nur, dass die Kirche Jahrhunderte lang glaubte, Frauen hätten keine Seele?

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Wie armselig sähen viele Firmenchefs aus, wenn sie nicht so ein tolles Weib als Sekretärin im Vorzimmer hätten.

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Frauen haben es oft leichter: Sie können ganz einfach Promi werden und viel Geld verdienen, indem sie sich an den richtigen Mann hängen, wie Barbara Becker oder Liliana Matthäus.

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Frauen wollen geliebt, aber nicht verstanden werden.
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Viele Frauen betrachten sich als Reklamationsfall der Schöpfung und versuchen daher, die gröbsten Fehler des Lieben Gottes mit Schminke oder Schönheitsoperationen zu übertünchen.

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Kein Wort ist bei einer Frau so vielsagend wie „Nein“. Es kann auch „Vielleicht“ bedeuten oder sogar ein nicht offen ausgesprochenes „Ja“.

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Männer haben einmal alles Unbekannte auf der Welt erforscht: Afrika, Asien und die Arktis – nun bleiben nur noch die Frauen übrig.

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Eines muss man den Frauen lassen – die trauen sich was. Es war Eva, die sich nicht einmal von Gott etwas vorschreiben ließ.
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Frauen sind unzufriedener: Während verliebte Männer ihre Partnerin akzeptieren, wie sie ist, sehen Frauen in ihrem Partner eine Art von Baustelle, bei der es noch viel zu tun gibt.

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Was muss ein Mann alles anstellen, um dasselbe zu erreichen wie eine Frau mit ihren beiden „Bs“ (Beine und Busen).

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Frauen sind in der Lage, einen Mann um den Verstand zu bringen. Dann ist er bereit für die Ehe.
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Was Frauen nicht gerne hören: Putzen ist ideal für den Busen, denn es stärkt die Brustmuskulatur.
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Wenn die Venus von Milo heute leben und im Playboy abgebildet würde, würden viele sie als perfektes Werk eines Schönheitschirurgen bestaunen.

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Frauen haben einen unübersehbaren Vor-Teil, auf dem viele ihre Karriere aufbauen können.

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Wenn Männer Frauen „vergöttern“, rührt das womöglich daher, dass sie genau so unerforschlich sind wie ER.

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Frauen, die dauernd Gleichberechtigung verlangen, sollten doch einmal darüber nachdenken, eine Rede wie folgt zu beginnen: „Meine Herren und Damen!“

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Frauen haben eine beneidenswerte Eigenschaft: Sie können auch ohne Grund lachen.

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Man sagt dem Mann nach, dass er polygam veranlagt ist. Darum bekommt er in der Regel beim Heiraten zwei Frauen:Eine, wie sie vor der Hochzeit ist, und die andere – die wird er dann noch kennen lernen.

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Einem Mann gehen bei einer hitzigen Debatte die Argumente aus, wenn sich eine Frau dabei durch Öffnen eines Knopfs an ihrer Bluse ein wenig Abkühlung verschafft.
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Frauen haben Ideen, auf die Männer nie gekommen wären: Z.B. Sexstreik nach dem historischen Vorbild von Lysistrata.
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Die beste Ehefrau ist die, die dankbar ist, dass ihr Mann sie geheiratet hat, und die findet, so einen Mann habe sie eigentlich gar nicht verdient. Und die beste Voraussetzung für eine Ehe ist, wenn ihr Mann umgekehrt genau so über sie denkt.
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Wenn du deine Frau beeinflussen willst, denke daran, dass Eva sich nicht einmal von Gott etwas sagen ließ.

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Frauen sollten wissen, dass Männer im Krankheitsfall nicht wehleidig sind, sondern empfindsamer, denn sie sind von Natur aus nicht prädestiniert, die Schmerzen einer Geburt zu ertragen.
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Der Busen ist für Männer so ähnlich, wie Speck für die Mäuse ist.

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Sexismus ist es, wenn ein Mann sich etwas heraus nimmt, was sich eine Frau von einem anderen gerne gefallen lassen würde.

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Ist es nicht typisch, dass viele Männer sich vor Frauen niederknien, wenn sie ihnen einen Antrag machen? So etwas würde einer Frau nie einfallen.

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Frauen sind nicht so, wie man(n) denkt, sondern ganz anders.
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Vorsicht Männer: Nicht nur im Supermarkt, sondern auch bei den Frauen gibt es Mogelpackungen.
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Die Weiber denken in ihrem Herzen, die Bestimmung der Männer sei, Geld zu verdienen, die ihre hingegen, es durchzubringen.
Schopenhauer

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Frauen sind von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Sie wollen angeblich nicht von Männern belästigt werden, ziehen sich aber so an, als würden sie danach lechzen.
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Wenn ein Mann auftritt – im Anzug mit Krawatte – dann muss er durch seine Persönlichkeit wirken. Eine Frau braucht solche Nebensächlichkeiten nicht.

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Frauen sind so ähnlich wie Gott: Man versteht sie nicht. Aber man vergöttert sie. Und wenn man(N9 was von ihnen will (z.B. Heiraten), hat man(n) gefälligst nieder zu knien.

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Manche Frauen sind wahre Künstlerinnen: Auch wenn sie nur über ein durchschnittliches Äußeres verfügen, schaffen sie es, mit ein bisschen Schminke und einem tollen Outfit einen Typ zu kreieren, der bei Männern zur Schnappatmung führt.
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Warum lässt sich nur eine Frau schön saufen, nicht aber ein Mann?
Weil Frauen nicht genug Alkohol vertragen.

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Hausfrau und Mutter zu sein in der heutigen Zeit ist einer der schönsten, aber auch schwierigsten Berufe, und wer das bestreitet, ist nur zu dumm, um das zu begreifen.
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Und da jammern manche, dass ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt.
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Frauen leiden an einer speziellen Art von Schluckbeschwerden: Sie können schlecht etwas hinunter schlucken, was besser ungesagt bliebe.
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Wie schwer manche Frauen zu befriedigen sind, sieht man daran, dass sie nicht wahr haben wollen, was der beste Job der Welt ist, nämlich der Beruf der Hausfrau: hohe Verantwortung, bester Arbeitgeber (eigener Mann) und freie Einteilung der Arbeitszeit…
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Jedes Geschlecht macht seine eigenen Dummheiten: Die Dummheit vieler Frauen besteht darin, dass sie einen der vielseitigsten und interessantesten Berufe, nämlich den der Hausfrau, degradiert haben zum „Heimchen am Herd“, dem die Decke auf den Kopf fällt.
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Frauen haben einen Vorteil: Sie brauchen nur einmal richtig gescheit zu sein und haben dann fürs Leben ausgesorgt: Sie haben einen gut verdienenden Ehemann geangelt.
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Was muss ein Mann alles anstellen, um das zu erreichen, was eine Frau mit einem bloßen gekonnten Auftritt schafft.
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Männer

(Es ist keinesfalls Unhöflichkeit, wenn die Männer hier vor den Frauen abgehandelt werden, sondern dies hat seinen Grund darin, dass den Frauen eine kleine Phase zum Einlesen gegönnt sei, bevor sie an die Reihe kommen.)

Der Mann ist unter all den Kreaturen dieser Welt die armseligste.

(Homer)

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Bezeichnenderweise gibt es nur Prügelknaben, aber keine Prügelmädchen.

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Der Mann ist von Natur aus ein Kämpfer, der – durch die moderne Entwicklung verunsichert – nicht mehr weiß, wo die Front ist.

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Männer können gut sehen und denken – bis eine Frau kommt.

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Ein Mann ist jenes merkwürdige Wesen, das einer Frau den Aktenkoffer trägt und ihr auch noch die Tür aufhält, damit sie vor ihm die Karriereleiter betreten kann.

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Wenn eine Frau am Strand einen lesenden Mann liegen sieht, sieht sie nichts als einen lesenden Mann. Wenn aber ein Mann am Strand eine lesende Frau sieht, sieht er ein Sexobjekt.
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Männer haben keinen guten Geschmack, sonst würden nur die tollen Frauen Partner finden.
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Wenn ein Mann sich total verändert hat, kann es sein, dass er krank ist, oder es steckt eine Frau dahinter.

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Frauen werden um ihrer selbst willen geliebt, Männer dagegen müssen sich gewaltig anstrengen.

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Der Mann hat eine kürzere Lebenserwartung als die Frau, weil er dazu neigt, mehr leisten zu wollen, als er eigentlich kann.

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Deutschland ist eine aussterbende Nation, seitdem die Männer mit in den Kreißsaal müssen.

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Was hätte aus manchem Mann werden können, wenn ihm nicht eine Frau dazwischengekommen wäre.

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Wie einfach war es doch vor mehr als 70 Jahren, ein Mann zu sein: Es genügte schon, Auto fahren zu können, um von den Frauen bewundert zu werden.

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Wenn immer weniger Männer heiraten wollen: liegt das am Schicksal ihrer Geschlechtsgenossen, die um ihr halbes Vermögen gebracht wurden, oder haben sie endlich den Sinn des Zölibats verstanden?
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Die Weisheit der Natur hat nur die Frauen mit Busen ausgestattet, denn die Männer wären nicht in der Lage einen BH hinten zuzumachen.
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Vor der Erfindung des Computers glaubte der Mann, dass alle seine Probleme irgendwie mit den Frauen zusammenhängen.
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Jesus hat Männer als Jünger mitgenommen, weil er ihnen ein besseres Leben gönnen wollte, als sie es zu Hause gehabt hätten.

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Der Liebe Gott hat den Männern wohlweislich keinen Busen mitgegeben, denn das angeblich so starke Geschlecht wäre längst an Lungenentzündung ausgestorben, wenn es so weit ausgeschnitten herumlaufen würden wie manche Frauen.
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Männer sind das bescheidenere Geschlecht: Sie rasieren ihre sekundären Geschlechtsmerkmale ab, während die Frauen sie im wahrsten Sinne des Wortes „hervorheben“.

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Wenn du als Sänger Erfolg haben willst, solltest du dich am besten kastrieren lassen, denn ein männlicher Bass ist zur Zeit nicht gefragt.

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Allzu viel kann an einem Mann nicht dran sein, wird er doch bei vielen Frauen durch einen Hund ersetzt.

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Ein Junggeselle ist ein Mann, der nach Engeln gesucht hat, aber nur Frauen gefunden hat.

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Unter „Wechseljahre des Mannes“ verstehen viele Männer, dass sie die Partnerin wechseln.
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Die letzten echten Männer gibt’s im Kino und in den Träumen junger Mädchen. Sonst ist das Wort „Mann“ nur noch eine Geschlechtsbezeichnung.

Unter „starkem Geschlecht“ versteht man diejenigen, die schon beim bloßen Anblick einer kleinen Frau schwach werden.

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Männer richten ihren Blick eher auf das Wesentliche: Deshalb halten sie sich nicht mit Kleinigkeiten auf und bemerken es oft nicht, wenn ihre Frau ein neues Kleidungsstück trägt.

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Das Kind im Manne wird meist von einer Frau abgetrieben.
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Schaut man die heutigen Frisuren mancher Männer an, so hat man den Eindruck, dass diese Männer dieselbe Wirrnis, die sie auf dem Kopf tragen, auch darin haben.

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Für viele Männer ist eine Frau nur eine Prestigesache.

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Die Frauen haben es verstanden, den Männern alles Mögliche einzureden beispielsweise, dass sich die Wechseljahre nicht aufs weibliche Geschlecht beschränken.

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Einer der größten Fehler des Mannes ist der, dass er einer Frau zu gerne glaubt, wenn sie sich dumm stellt.
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Frauen halten mehr aus: Wenn Männer so wie sie mit tiefem Ausschnitt bauchfrei und mit kürzestem Höschen auch bei kühlerem Wetter herum laufen würden, würden sie bald wegen eines Nieren- oder Prostataleidens das Zeitliche segnen.
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Männer können vernichtet, aber nicht besiegt werden.

(Hemingway, Der alte Mann und das Meer)

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Aus der Sicht der Frauen, geht der Mann seinem Hobby nach, wenn er Unkraut jätet oder das Auto putzt. Umgekehrt betrachten die Frauen es als Arbeit, wenn sie stricken oder die Kinder am Spielplatz beaufsichtigen.

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Ein wichtiger Unterschied zwischen Mann und Frau besteht darin: Ein Mann versteht sich oft selbst nicht und verlangt daher auch nicht von einer Frau, dass sie ihn versteht. Frauen dagegen denken, dass sie sich selbst verstehen und verlangen daher auch dasselbe Verständnis von ihrem Mann.
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Männer sind wie Hunde: Sie brauchen eine Aufgabe, sonst machen sie Unsinn.
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Wenn man sieht, wie beim Mann die Zahl und die Bewegungsgeschwindigkeit der Spermien abnimmt, kann man ausrechnen, ab wann sich die Menschheit nur noch durch künstliche Befruchtung vermehren wird.

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Männer sind an sich treu, denn sie sind bequem. Wenn sie trotzdem untreu werden, befinden sie sich in der Regel in einem Zustand geistig-seelischer Vertreibung.

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Auch ein unverheirateter Mann ist in den Augen einer Frau für untergeordnete Tätigkeiten geeignet.

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Der Ehering ist für viele Männer dasselbe wie der Nasenring für den Tanzbären.

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Viele Männer sind armselige Existenzen, die von zwei Frauen verbogen worden sind: ihrer Mutter und ihrer Frau.

Die Phantasie des Mannes ist die beste Waffe der Frau.

Sophia Loren

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Eine Frau ist der Überzeugung, dass ihr Mann nicht alles wissen muss. Dafür hat sie eine Freundin.

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Wie nah können doch Himmel und Hölle beieinander liegen: Das merkt ein Mann bei einer Nymphomanin.

Mann, du musst dich damit abfinden, dass eine Frau interessanter ist als du.

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Der Mann ist zufriedener als eine Frau, wie man daran sieht, dass es meist die Frauen sind, die zum Scheidungsrichter laufen.

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Unerträglich für alle Emanzen: Männer sind meist größer, so dass die Frauen zu ihnen aufblicken müssen.
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Mancher Mann, der sich wie ein Platzhirsch gebärdet, wirkt bei nüchterner Betrachtung nur wie ein Wolpertinger.

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Männer werden überall aus ihren angestammten Positionen verdrängt: Sogar der gute alte Weihnachtsmann wird mehr und mehr durch eine junge sexy Weihnachtsfrau ersetzt.

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Die Rennfahrer der Formel I zeigen den Frauen, dass Männer sogar im Hintern mehr Gefühl haben, als Frauen sich einbilden, dass es sie sonst wo hätten.

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Offenbar macht die Ehe alt, sonst würde man nicht einen unverheirateten Mann einen Junggesellen nennen.
Ein Mann ist ein Wesen, das von einer Frau groß gezogen wird, bis eine jüngere kommt, die versucht, ihn klein zu kriegen.
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Der größte Fehler des Mannes besteht darin, Frauen zu verstehen zu wollen. Frauen wollen nicht verstanden werden, sondern wollen sich lieber mit einer Aura des Geheimnisvollen umgeben.
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Was uns Männern früher Spaß gemacht hat, ruft heute die Frauenbeauftragte auf den Plan.

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Wenn man in das Schaufenster eines Dessous-Geschäfts schaut, fragt man sich: Sind Männer so pervers oder denken die Frauen nur, dass sie so sind?

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Der aktuelle Gesundheitstipp: Knoblauch ist gut für die Gesundheit und eignet sich zur Abwehr von Vampiren und Frauen.

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Ein Mann wird normalerweise nicht reif für die Ehe, sondern zu faul zur ständigen Partnersuche.
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Kaum übernimmt der Mann im Haushalt eine Arbeit, ist sie in den Augen der Frau nichts mehr viel wert.

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Frauen sehen es immer wieder, dass Männer nur für einfachere Tätigkeiten geeignet sind, denn sie können zwar einen BH aufmachen, haben jedoch beim Schließen Probleme.
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Es ist noch nicht lange her, da suchten sich Frauen eine starke Schulter zum Anlehnen. Heute suchen sich oft die Männer eine Brust zum Ausweinen.

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Ein Mann wird schon durch zwei bloße tiefe Blicke arbeitsunfähig, nämlich wenn er zu tief ins Glas oder in einen üppigen Ausschnitt geschaut hat.

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Während Frauen sich manchmal etwas unpässlich fühlen, denken viele Männer gleich an Krebs, wenn ihnen etwas weh tut.

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Es ist umgekehrt, wie es in der Bibel steht: Der Mann ist aus der Frau entstanden: mit still gelegten Brüsten und nach außen geklappten Eierstöcken.

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Mann, wenn du ein Hengst wärst, wärst du womöglich bei der Hengstkörung durchgefallen und dürftest dich gar nicht vermehren.

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Bonus vir semper tiro.

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Eines der größten Wunder ist, dass viele schreckliche Frauen, die du auf der Straße siehst, zu Hause einen Mann haben, der mit ihnen schläft.

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Wenn ein Mann sich sagt: „Erkenne dich selbst!“, kommt seine Frau und sagt: „Ich kenne dich besser.“
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Nach der Bibel schuf Gott den Mann nach seinem Ebenbilde und Eva aus Adams Rippe. Warum sehen dann aber die Frauen besser aus?

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Männer heiraten nicht – sie werden geheiratet.
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Es sollte Männern zu denken geben, dass ein weiblicher Borstenwurm, dem man das Gehirn entfernt, männlich wird.

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Das Wort Lebenspartner(in) ist verlogen, weil die meisten von ihnen schon einen sehr großen Teil des Lebens und womöglich mehrere Ehen oder Beziehungen hinter sich haben, bevor sie eine “Lebenspartnerschaft” eingehen. “Lebensabschnittsbegleiter(in)“ wäre ehrlicher.

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Die Gleichberechtigung des Mannes ist erst erreicht, wenn auch Frauen bei der Müllabfuhr arbeiten und wenn am Bau eine Frauenquote von 40% erreicht ist.

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Männer können besser mit Problemen umgehen, weil sie es mit Frauen zu tun haben.

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Die Gleichberechtigung der Männer ist erst erreicht, wenn jemand sein Publikum mal mit den Worten begrüßt (und auch so begrüßen darf): „Guten Tag, meine Herren und Damen!“

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Der „Toyboy“ ist der Tiefpunkt, zu dem Männer herab sinken konnten.
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Männer suchen sich ihre Frau nach ihrer Mutter aus: entweder soll sie auch so sein oder total anders. Aber das kommt aufs selbe raus, denn sie kriegen in Wahrheit sowieso etwas ganz anderes.

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Ist es nicht typisch, dass es nur einen Watschenmänner und Prügelknaben gibt, aber keine entsprechenden Frauen?

Es gibt Männer, die nicht nur fürs Autofahren ein Navi brauchen, sondern auch fürs Leben: eine Frau.

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Der echte Mann ist eine aussterbende Spezies und sollte unter Artenschutz gestellt werden.

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Ein Mann ist jemand, der zwar weiß, dass er keinen Diesel-Kraftstoff in seinen Benziner einfüllen darf; er weiß aber nicht, was er keinesfalls in seinen Körper einfüllen darf, wenn er seine Prostata nicht kaputt machen will.
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Ein Mann ist jemand, der zwar weiß, dass er keinen Diesel in seinen Benziner füllen darf, aber keine Ahnung davon hat, was er nicht in seinen Magen füllen darf, wenn er nicht seine Prostata schädigen will.
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Früher waren die Männer geladen mit Erotik, heute müssen die Frauen schon viel herzeigen, um die Erotik beim Mann entflammen zu können.
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Die Kirche hat Unrecht: Nicht Satan ist der große Verführer, sondern Frauen und Geld stehen obenan.
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Sexismus nennen es die Emanzen, wenn ihre Geschlechtsgenossinnen die „Waffen der Frau” nicht für die Vermarktung ihres eigenen Körpers sondern für ein anderes Produkt einsetzen.
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Sonderbar: Männer dürfen Frauenärzte werden und sogar Hebammen, nicht aber Gleichstellungsbeauftragte.
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Männer sind wie Fliegen: Sie gehen leicht auf den Leim.
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Liebe Frauen, wenn ihr euch eine Schönheitsoperation gönnt, lasst sie so machen, dass man euch noch wieder erkennt.
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Wo die erotische Zone bei der Frau ist? Die Frau selbst ist eine erotische Zone.
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Die Frau ist eine Fehlkonstruktion des Lieben Gottes: Sie braucht einen BH. Das ist so ähnlich, als müsste man bei einem Auto die Stoßstange mit einer Schnur fest binden.
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Die Frauen haben einen gewaltigen Absturz zu verzeichnen: vom verehrten Engel zum bloßen Kumpel.
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Ehe, Partnerschaft, Familie

Die Menschen sind heute schon so sehr von der herrschenden Wegwerfmentalität erfasst, dass sie diese sogar auf menschliche Beziehungen, insbesondere auch die Ehe erstrecken.

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Der Hauptfehler des Mannes ist, dass er sogar das Unmögliche möglich macht, nur um eine Frau zu erobern. Der Hauptfehler der Frau ist, dass sie dies für den Normalzustand hält.

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Lieben heißt, Zeit für den anderen zu haben; das verkennen Mütter, die ohne Not berufstätig sind.
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Die Liebe ist die wahre, die nicht liebt, „weil…“, sondern „trotzdem“.

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Der Mann akzeptiert seine Partnerin so, wie sie ist. Die Frau hingegen sieht einen Mann als so eine Art von Wildwuchs an, aus dem sich eventuell etwas machen lässt.

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Männer sehen die Dinge so wie sie sind, Frauen so, wie sie sie gerne haben möchten.

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Männer können die Wahrheit vertragen, Frauen sind durch Komplimente zu sehr verwöhnt.

Die Ehe ist die Lebensgemeinschaft von zwei Feinden.

(Katechist des Focolore Movimento)

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Wenn ein Mann eine Frau heiratet, ist oft ein bisschen Mitleid mit im Spiel, bei den Frauen dagegen Berechnung.
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Ein Mann weint, weil…, eine Frau weint, um zu….

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Eine Frau erblickt den Lebenszweck des Mannes darin, sie zu verwöhnen.

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Es ist das Schicksal des modernen Mannes, dass die Frau in ihm eine Art verbilligte Haushaltshilfe sieht, die meistens nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, so dass die sofortige Kündigung (Scheidung) die Folge ist.

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Schwiegertöchter bilden für viele Mütter den angenehm dunklen Hintergrund, auf dem ihre eigenen Fehler als nicht mehr so schlimm erscheinen.

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Wenn man sich heute am Strand umschaut, sieht man einen Zusammenhang zwischen der „Oben-ohne-Bewegung“ und der sinkenden Heiratslust der Männer.
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Liebe ist, was übrig bleibt, wenn man die Sexualität außer Betracht lässt.

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Innerhalb einer Generation hat es die moderne Frau fertig gebracht, aus dem „Herrn und Gebieter“ einen „Geldablieferer und Besamer“ zu machen.

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Getrennte Schlafzimmer haben den Vorteil, dass nicht einer beleidigt ausziehen kann.

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In der Ehe gibt es keinen Stillstand, sondern entweder nur Fortschritt oder Rückschritt.

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Früher brachten junge Mädchen ihre Unschuld, eine Aussteuer und gute Kochrezepte ihrer Mutter mit in die Ehe, heutzutage aber manchmal Erfahrungen wie die einer Prostituierten, Schulden und Adressen guter Lokale.

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Das Tröstliche an der Ehe ist, dass Männer und Frauen doch irgendwie zusammen passen – mindestens an einer Stelle des Körpers.
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Wie viele Ehepaare und Familien täuschen sich wohl mit dem Fernseher darüber hinweg, dass sie sich eigentlich nichts mehr zu sagen haben?

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Mein Vater pflegte zu sagen, es sei der Untergang der Menschheit, wenn Frauen Hosen tragen, denn die Einebnung aller Unterschiede, insbesondere zwischen den Geschlechtern, sei das Ende.

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Ich glaube, der Untergang der Menschheit liegt darin begründet, dass sich immer mehr Menschen gegen das Leben und die Liebe entscheiden: Immer mehr Paare wollen keine Kinder, immer mehr Mütter entschieden sich für das Berufsleben nach dem Motto: Lieber Pullover verkaufen bei Karstadt, als sich zu Hause bei den Kindern zu langweilen.

Was wird mein Sohn zu diesem Thema denken?

Der richtige Ehepartner soll sein wie ein Katalysator: Er soll im anderen die guten Eigenschaften fördern, ohne dass er seine eigenen dabei verliert.

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Die Eulenweibchen sehen das Schnarchen ihres Partners als Liebeswerben an. Unsere Frauen hingegen werfen ihren Partner aus dem Schlafzimmer, wenn er im Schlaf irgendwelche Geräusche von sich gibt.
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Jemand fragte einen Weisen: „Welches ist die schwierigste Phase der Ehe?“ Der Weise antwortete: „Diejenige, in der du dich befindest.“ Daraufhin ging der Fragesteller getröstet nach Hause.
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Selten erntet jemand unverdient so viel Bewunderung wie ein Ehemann, dessen Frau sich in einem Hotelbett eine halbe Stunde lang bei der Frühgymnastik so sehr verausgabt, dass sogar die Zimmernachbarn ihr angestrengtes Stöhnen mitbekommen.

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Unbedingter Gehorsam des Ehemannes ist die Grundlage einer guten Ehe.

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Die Katholische Kirche hat in ihrer unermesslichen Weisheit den Zölibat erfunden, der den Pfarrern das traurige Los vieler Ehemänner ersparen will.

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Die Monogamie kann nur von Frauen erfunden worden sein zu dem Zweck, dass ihr Mann gezwungen sein soll, ihre Launen auszubaden, ohne sich bei einer Nebenfrau trösten zu können.
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Die Leute, die behaupten, eine gute Ehe zu führen, bilden sich das oft nur ein.
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Am Verhältnis zu den Schwiegereltern erkennt man die wahre Liebe: Sie ist allumfassend und bezieht alte Leute auch dann mit ein, wenn sie vielleicht manchmal schwer zu ertragen sein mögen. Wenn aber die Liebe fehlt, werden zuerst die Schwiegereltern ausgegrenzt, weil man fürchtet, dass sie hinter hohle Fassaden schauen können.
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Frauen können nicht gehorchen, denn schon Eva hat sich sogar Gottes Gebot widersetzt.

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Auffallend häufig hört man heute in den Schlagern, dass die Liebe frei macht. Dies bestätigt, dass aus dem „Wir“ der früheren Ehe zwei angeblich befreite „Ichs“ geworden sind.

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Über geschiedene Paare hört man oft: Sie passten einfach nicht zusammen. Richtig müsste es meistens heißen: Sie haben sich einfach nicht anpassen wollen.
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Ein Softie ist ein „Weichheini“, der an der Seite seiner Frau ein hartes Los hat.

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Wenn man die Ehen vieler Prominenter ansieht, scheint das Glück oder die Beständigkeit einer Ehe oft darauf gegründet zu sein, dass ein Partner nicht weiß oder nicht wissen will, was der andere so treibt.
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Man sagt, in unserer aufgeklärten Zeit gäbe es keine Wunder mehr; manchmal, wenn auch selten entdeckt man doch noch eines: eine gute Ehe.

Die Dirnen im Aphroditetempel von Kanopos wurden sieben Jahre lang in allen Finessen erotischer Liebeskunst unterrichtet, bevor sie ihren Dienst aufnahmen. Die Frauen von heute dagegen halten sich für Naturtalente, die sowieso alles besser wissen.
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Mancher Mann, der sich gerade noch im Honeymoon befunden hat, kommt sich plötzlich vor wie in einem Horrortrip: seiner Ehe.

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Du fragst dich, ob du sie heiraten sollst. Es ist einfach: …wenn du bei ihr zu Hause bist.

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Kaum etwas straft Gott so sehr, wie die Wahl der falschen Frau.

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Wenn die Liebe blind macht, öffnet die Ehe jedenfalls wieder die Augen.
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Die Ehe ist der Zusammenschluss zweier Menschen zu dem Zweck, dass es jedenfalls einem besser geht, als es ihm sonst ginge.

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Was ist das Schlimmste für viele Ehen? Wenn der Fernseher kaputt ist!

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Mitgift – das ist etwas, was die meisten Frauen in die Ehe mitbekommen. – Ohne Gift wäre besser.

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Heiraten ohne Ehevertrag – das ist so ähnlich wie Autofahren ohne Versicherung.

Ein idealer Gatte passt nicht zu einer Frau, denn sie braucht für ihre Missstimmungen einen Grund.
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Wenn Psychologen den Frauen raten, sie sollten ihre Wut herausschreien, damit die Wut verschwindet, so übersehen sie dabei, hinzu zu fügen, dass damit auch der Mann verschwinden kann.
*

Wenn die Frauen behaupten, der Mann sein von Natur aus polygam, so wollen sie darüber hinweg täuschen sind, dass sie es in Regel sind, die ihren Ehemann in die Arme einer Geliebten treiben.

*

Für manche ist Liebe nur eine kurze Zeitspanne des Waffenstillstands im Geschlechterkampf.

*

Der Mann ist von Natur aus ein Träumer, für den die Ehe nicht selten ein jähes Erwachen bedeutet.
*

Ein schlichtes Tennisspiel kann mehr zur Erhaltung einer Ehe beitragen als eine tiefschürfende Diskussion.

*

Bei einem Ehestreit haben die Partner die Wahl: Sie können miteinander ins Bett gehen oder diskutieren. In beiden Fällen bleiben in der Regel zwei unterschiedliche Standpunkte bestehen.

*

Ein Mann ist zweimal in seinem Leben glücklich: wenn er seine Frau heiratet und wenn er sie beerdigt.

(serbisch)

*

Ein Mann, der sich als Eroberer fühlt, merkt oft nicht, dass er in der gleichen Situation ist wie die Fliege auf einer fleischfressenden Pflanze.

*

Wenn ein Mann eine Frau nimmt, hört er auf, die Hölle zu fürchten.

(rumänisch)
*
Ein älterer Ehemann schaffte einen Hund an, und bezeichnete als Grund: „…damit nicht nur immer das geschieht, was meine Frau will – nun wird das getan, was der Hund will.“

*

Wer ein Weib hat, hat auch einen Feind.

(spanisch)

*

Eine schlaue Frau sorgt dafür, dass ihr Partner ständig ein schlechtes Gewissen hat. Dann kann sie alles von ihm erreichen.

*

Soll die Ehe lang bestahn,

Sei blind das Weib und taub der Mann.

(Bauernregel)
*

Glaub nie einer Frau, auch keiner toten.

(deutsch!)

*

Das Geheimnis mancher guten Ehe besteht nur darin, dass man von ihr nur die Schauseite zu sehen bekommt.

*

Die Familie scheint sich dahingehend zu entwickeln, dass Frauen und Männer zur Zeugung des Nachwuchses zusammen kommen, den sie dann noch eine gewisse Zeit betreuen. Man könnte sagen: wie bei den Tieren.


Ein guter Ehemann zeichnet sich dadurch aus, dass er ständig ein schlechtes Gewissen hat.
*

Viele Ehen werden unter dem Einfluss von Hormonen geschlossen. Da Hormone die gleiche Wirkung wie Drogen haben, müssten diese Ehen eigentlich aus juristischer Sicht unwirksam sein.

*

Viele Paare scheitern am Sex: die einen, weil sie zu viel, die anderen, weil sie zu wenig daran gedacht haben.
*
Der Mann lebt in einer Scheinwelt, weil ihm seine Frau wichtige Dinge verschweigt und auch sonst mit einem Netz von Notlügen die Stimmung zu erhalten versucht.

*

Der reiche Mann engagiert sich eine Köchin, eine Sekretärin, ein Hausmädchen, eine Wäscherin. Der ärmere Mann heiratet einfach.

(Shirley Mac Laine)

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Am heiratslustigsten sind die Sadisten und die Masochisten.

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Willst du einen Tag glücklich sein, betrinke dich. Willst du drei Tage glücklich sein, nimm dir ein Weib. Willst du ein Leben lang glücklich sein, pflanze dir einen Garten.

(Chinesisches Sprichwort)
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Mit dem Sex ist es ja so ähnlich wie mit dem Essen: Man kann im Stehen eine Currywurst in sich hinein stopfen oder ein tolles Menü in einem feinen Restaurant genießen.

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Während Männer dazu neigen, Frauen zu vergöttern oder mit Engeln zu vergleichen, müssen Frauen oft erst Witwe werden, um so überschwänglich  über ihren verstorbenen Partner zu reden.
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Die beste Voraussetzung für eine gute Ehe ist, dass jeder denkt, er hätte den anderen eigentlich gar nicht verdient.

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Alles ist relativ. Beispiel: Für den einen ist die Ehe eine Art Zwangsjacke, für den anderen sie schönste Verbundenheit von zwei Menschen.

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Früher waren Mädchen so wenig aufgeklärt, dass sie im allgemeinen glaubten, ein 50-jähriger sei nicht mehr zeugungsfähig. Heute haben Mädchen keine Ahnung davon, dass die Potenz der 20-jährigen Männer durch Umwelt- und Ernährungseinflüsse auch nicht besser ist als die der 50-jährigen.

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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, kleine Aufmerksamkeiten verstärken die Liebe.

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Hochzeitsgedicht

(Von einer kleinen Brautjungfer mit unschuldigem Augenaufschlag nach der Trauung aufzusagen)

Beugt sich ein Mann dem Ehejoch

Dann hat er eine Chance noch:

Er tue stets, was ihm befohlen,

Sonst wird ihn gleich der Teufel holen.

(Oder kurz als französisches Sprichwort:)

Que femme veut, Dieu le veut.

Manche Ehen scheitern daran, dass sich die Frauen verhalten, wie die Besitzerin eines Bernhardiners, die aus diesem ein Schoßhündchen machen will.

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Viele halten es für Liebe, wenn sie nur miteinander auskommen.
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Viele halten Treue für Einfallslosigkeit. (Daher gehen etwa 70 % fremd)

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Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass man sich in den Partner verliebt, der die eigenen seelischen Wunden am besten zu heilen vermag. Wenn man sich jedoch umschaut, gewinnt man eher den Eindruck, als wenn sich viele einen Partner suchen, der ihnen am meisten seelische Wunden zufügt.

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Wenn du dir eine Frau suchst, solltest du darauf achten, das rechte Maß zwischen einer Frigiden und einer Nymphomanin zu finden, auf keinen Fall aber das Mittelmaß.

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Frauen neigen dazu, Männer zu erpressen: „Wenn du mich wirklich liebst, brauchen wir keinen Ehevertrag.“

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Viele haben mehr Angst vor der Einsamkeit als vor einer unglücklichen Zweisamkeit.

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Für viele ist ein Ehebruch heutzutage nichts anderes, als wenn sie sich kratzen, wo es sie juckt.

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Die Liebe ist eine Himmelsmacht, die manche allerdings sehr schnell in die Hölle versetzt.

Ein gescheiter Mann kauft seiner Frau keinen Computer, sondern ein Kochbuch.
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Wenn die Bettwäsche schon vor der „leinenen Hochzeit“ durchgewetzt ist, fragt sich, ob die Bettwäsche so schlecht oder das Eheleben so gut war.

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Trostspruch für Männer: Lieber eine Frau als gar keine Probleme.

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Die Abnahme des Sexualtriebs lässt sich auch aus einem alten Schlager ablesen: „Ich hab‘ dein Knie geseh’n, das durfte nie gescheh’n…“ Heute sieht man fast alles, und es geschieht meist nichts.

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Sexualität sieht aus der Sicht mancher Frauen angeblich so aus: „Sie verlieren sich“ oder „verschenken ihre schönsten Jahre“ usw., während die Männer sich angeblich dabei amüsieren.

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Je älter der Mann und je jünger die Frau ist, umso mehr Schmuck trägt sie.

Oder: Der Wert des Schmuckes einer Frau verhält sich reziprok zur Manneskraft ihres Partners.

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Selbst eine gute Ehe ist eine Bußzeit.

(russisch)

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Weil dem Mann die biologische Funktion des Spenders und der Frau die Rolle der Empfangenden zugedacht ist, so prägt dies auch die charakterlichen Wesenszüge der Geschlechter: Die Juweliere leben davon.


Es gibt – Gott sei Dank – auch heute noch mutige junge Menschen, die vor dem fast Unmöglichen nicht zurückschrecken, nämlich einer guten Ehe.
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In der Ehe ist es so wie im Beruf: Da kannst du dir keine Launen leisten.
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Merkwürdiger Trend: Auf der einen Seite ziehen immer mehr junge Leute ohne Trauschein zusammen, auf der anderen Seite wohnen immer häufiger Verheiratete in getrennten Wohnungen.
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Escalation of Commitment“ nennt die Psychologie das Phänomen, dass Menschen und Gruppen an Fehlentscheidungen festhalten, auch wenn sich herausstellt, das sie falsch waren. Warum gilt dies nicht einmal dann für die Ehe, wenn die Entscheidung, den Partner zu heiraten, richtig war?

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Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr als normal gilt, wer Jahrzehnte lang verheiratet ist und sich keinen Seitensprung geleistet hat.

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Glücklich ist, wer, obwohl benebelt von Hormonen, doch noch einen so kühlen Kopf behält, dass er den richtigen Partner findet.

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In der heutigen Zeit fühlt sich der Mensch zweimal so richtig frei: einmal, wenn er eine Bindung eingeht, und dann, wenn er geschieden wird.

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Wenn beim Mann der Beruf oft vor der Familie rangiert, hat dies seine Ursache darin, dass er in der Regel der Ernährer ist. Wenn aber eine Frau fast ihre ganze Zeit dem Beruf widmet, kommt dadurch oft zum Ausdruck, dass sie diesen mehr liebt als die Familie.

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Frauen erziehen ihre Kinder zu selbständigen Erwachsenen und ihren Mann umgekehrt.
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Liebe ist es, wenn 1 und 1 mehr als 2 ergibt.

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Man sollte unbefriedigte Weiber öfter in den Zoo schicken, damit sie bei einem der potentesten Lebewesen, dem Löwen, sehen, wie der Zeugungsakt an sich von Natur gedacht wäre: mal schnell im Vorbeigehen.

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Es gibt in der Ehe Phasen, da kommt einem der Partner vor wie ein schwer erziehbares Kind.

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Wenn du in einem Lokal zwei Menschen siehst, die kein Wort miteinander reden, kann es sich um Gemütskranke handeln oder vielleicht auch um ein altes Ehepaar.

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Wann endlich wird die Wissenschaft geklärt haben, ob die Liebe ein Gottesgeschenk oder ein Teufelswerk ist?

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Viele, von denen man glaubt, sie seien gestorben, sind nur verheiratet.

(Francoise Sagan)

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Ich nehme meine Probleme nicht mit ins Bett, sagte er und verbannte seine Partnerin aus dem Schlafzimmer.

Es gab Zeiten, da haben die Emanzen ihre BHs verbrannt mit der Behauptung, die Männer hätten ihnen diese einengenden Kleidungsstücke aufgezwungen. Immerhin hat sich inzwischen jedenfalls in diesem Punkt die bessere Einsicht durchgesetzt.
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Wenn du wissen willst, ob jemand zu dir passt, schau dir seine Freunde bzw. ihre Freundinnen an.

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Frauen erziehen ihre Kinder zu selbständigen Erwachsenen und ihren Mann umgekehrt.
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Die Ehe ist eine zwischenmenschliche Beziehung zwischen zwei Opfern.

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Frauen hören deshalb mit einem Streit nicht auf, damit der Mann sich nicht traut, wieder einen anzufangen.

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Die schäbigste Form von Diebstahl, nämlich dass man einem anderen den Ehepartner wegnimmt und dabei womöglich eine Familie zerstört, ist inzwischen bei uns straflos und gilt auch kaum noch als moralisch verwerflich.

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Es bleibt das Geheimnis der Ehefrauen, wie sie bei einer Scheidungsquote von 50 % berücksichtigt haben wollen, dass sie im Berufsleben besonders teamfähig sind.

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Wenn ein Mann seine Familie verlässt, gilt dies als charakterlos. Wenn aber eine Frau abhaut, sieht man den Mann als den Schuldigen an.

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Der 7. Himmel muss ein Loch haben, durch das jemand, der nicht aufpasst, direkt in die Hölle hinunterfallen kann.

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Früher lebten die Künstler „in wilder Ehe“, die verboten war. Sie umgaben sich so mit einem Schein von Verruchtheit. Heute vermarkten sie sich umgekehrt: Sie heiraten medienwirksam gern und öfter.
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Viele Ehepaare bringen es nicht einmal fertig, ihren Besuchern für 3 Stunden eine glückliche Beziehung vorzuspielen.

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Zu den unerklärlichsten Erscheinungen des Lebens gehört, wie eine kleine zarte, anschmiegsame Frau es später fertig bringt, ein ausgewachsenes, starkes Mannsbild unter den Pantoffel zu kriegen.
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Die Liebe ist nur ein blauer Dunst,

Aber die Ehe, das ist die Kunst.

(Theodor Storm)

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Ich habe nur geheiratet, um des Teufels zu spotten.
(Martin Luther)

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Die Ehe ist nach Schopenhauer ein langes Gespräch. Er vergaß hinzuzufügen, dass die Ehe ihren Bestand aber durch das hat, was nicht gesagt wird.
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Heiraten heißt, mit verbundenen Augen in einen Sack greifen und hoffen, dass man einen Aal aus einem Haufen Schlangen herausfinde.

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Wenn eine sich abzeichnende Scheidung Stadtgespräch ist, ist oft einer völlig ahnungslos: der betroffene Ehemann.

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Zwei Perspektiven einer Ehe: Eine Ehefrau rechnet ihrem Mann vor: „Die Ehe hat sich für dich schon rentiert, wenn du daran denkst, wie oft wir miteinander schlafen und was du dafür im Freudenhaus bezahlt hättest.“ Darauf der Mann: „Also dafür habe ich noch nie bezahlen müssen. So gesehen bist du eine Fehlinvestition.“

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Viele heiraten nur, weil sie zu faul sind, dauernd um einen Partner werben zu müssen.
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Im Tanz kommt das Lebensgefühl der Zeit zum Ausdruck: Früher waren es harmonische, fließende Bewegungen, die man erlernen musste; heute sind es oft nervös anmutende Zuckungen wie von Stromschlägen.
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Spät heiraten hat auch seine Vorteile: Da gibt es doch tatsächlich Paare, die sich ihre Hochzeitsreise von den Kindern zahlen lassen.

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Die Geschlechterrollen scheinen doch angeboren zu sein: Dass ein Mann seiner Frau Geld gibt, finden beide normal. Umgekehrt funktioniert es weniger.

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Wenn man einem alten Hagestolz oder einer alten Jungfer begegnet, muss man schon zugeben, dass die Ehe ihre Vorteile hat.

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Gesellschaftstanz ist heute so ziemlich aus der Mode gekommen, weil sich die Frauen nicht mehr führen lassen wollen.

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Der Ehemann ist Rohstoff, kein Fertigprodukt.

Grete Weiser

Das Tanzen ist neben der Katholischen Kirche die letzte Bastion der Männer, wo ihnen die alleinige Führungskompetenz zukommt.

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Das Feuer der Liebe ist erloschen? Bei vielen Frauen lässt es sich mit Geld wieder entzünden.
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Verloren sei uns der Tag, an dem nicht einmal getanzt wurde.
Mensch lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
Hl. Augustinus

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Die Josefsehe (Ehe ohne Sex) scheint auf viele Frauen eine unheimliche Faszination auszuüben: Dagmar Koller, Madonna und viele andere haben sich öffentlich damit gebrüstet.
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Man kann manchmal kaum glauben, wie sich eine Familie verändern kann, wenn eine Schwiegertochter neuen Schwung in die Bude bringt.

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Ein guter Ehemann zeichnet sich dadurch aus, dass er seiner Ehefrau nur die wenigsten Fotos zumutet, die er von ihr gemacht hat.

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Frauen gehen mit wachen Sinnen durchs Leben und machen Beobachtungen, auf die ein Mann nie gekommen wäre, wie diese: „Ein reges Sexualleben wird offenbar vom Ungeziefer nachgeahmt. Das ganze Haus ist voll Spinnen.“

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Erotik wurde einmal je nach Intimität und Intensität stärker oder schwächer empfunden. Heute geht es um Sex und die Frauen messen nach Zentimetern und fragen: Wie oft?

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Wenn du nun schon einige Zeit verheiratet bist und zu deinem Bedauern feststellst, dass dir dein Humor abhanden gekommen ist: Warte nur noch ein bisschen, dann kommt er wieder – als Galgenhumor.

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Die Arbeiten, die ein Mann für die Familie leistet, sind in den Augen der Frau nur Hobby: Schreibereien, Gartenarbeit, Auto putzen …

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Was waren das noch für Zeiten, als die Liebe den Reiz des Verbotenen hatte! Jetzt hat die Kirche ihn uns genommen, denn sie traut sich nicht mehr, nachdrücklich gegen das Zusammenleben Unverheirateter zu wettern.
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Kinder und Ehemänner unterscheiden sich dadurch, dass Kindern mit zunehmendem Alter immer mehr erlaubt wird, Männern aber immer weniger.

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Auf dem „Heiratsmarkt“ ergeht es manchen so wie im Schlussverkauf: Sie glauben begeistert, ein Schnäppchen gemacht zu haben, stellen dann aber zu Hause fest, dass es sich um ein Mängelexemplar handelt.

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Für die Ehe ist es am besten, wenn zwei Verrückte zusammen kommen.

Ausspruch meiner Frau

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Zum Fremdgehen gibt es immer einen Grund: Wer würde schon einen Schweinebraten essen wollen, wenn er gerade einen Gänsebraten verzehrt hat?

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Die Menschen können sich heute kaum noch vorstellen, wie spannend die Hochzeitsnacht früher einmal gewesen ist: Klappt’s oder nicht?

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Ein Familienleben ohne Humor ist so traurig wie ein Eheleben ohne Sex.

Manche Großeltern erstreiten vor Gericht das Recht, die Enkelkinder zu sehen, und wenn dann der Prozess nach Jahren entschieden ist, sind sie womöglich froh, wenn die Enkel weg bleiben.

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Nirgendwo wird so sehr gelogen wie beim Sex: Nach Umfragen sind die Deutschen zufrieden mit ihrem Sexualleben – nur: Warum wird aber dann etwa die Hälfte der Ehen geschieden?

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Wer’s aber mit sich selber gut meint, der nehme ja eine Gattin, die gefällig ist und sanften Herzens – oder lieber keine!

Friedrich Schiller

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Nach etlichen Ehejahren kommen Frauen zu der Überzeugung, dass ihr Ehemann ohne sie nicht überlebensfähig wäre: Wer, wenn nicht sie, weist ihn darauf hin, dass er bei Kälte eine warme Unterhose braucht?
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Ein neuer Partner ist manchmal wie ein neuer Bergschuh: Er zwickt hier ein wenig und drückt dort schmerzhaft und kann sogar wund machen: Aber dann passt er unheimlich.

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An Scheidungsgründen fehlt es nie, wenn nur der gute Wille da ist.

(Nestroy)

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Der wahre Mann holt aus seiner Frau noch mehr heraus, als drin steckt. (Große Wahrheiten sind auch umkehrbar.)
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Die Menschen verlernen anscheinend immer mehr, dass die Liebe wichtiger ist als die Arbeit.

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Es ist kein gutes Zeichen für die Ehe, dass man häufig als nicht verheiratet angesehen wird, wenn man noch mit seinem Partner ein bisschen Spaß hat.

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Die Liebe scheint eine ziemlich windige Angelegenheit zu sein, wenn man den Schlagern glaubt: Viele Liebhaber hat der Wind verweht.

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Bei einem Ehestreit kann man leider zu oft sehen, dass den Eheleuten das Recht haben wichtiger ist als das Zusammenhalten.

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Ein Jahrmarkt ohne Hiebe,

Ein Jüngling ohne Liebe,

Ein Ehestand, der wohlbestellt,

Sind seltsame Dinge in dieser Welt.

Abraham a Santa Clara

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Die Ehe ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven.

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Eine gute Ehe erkannt man daran, dass die Eheleute als Paar vitaler und geistreicher sind, als wenn jeder allein auftritt.
Es spricht nicht gerade für die Ehe, dass ein verliebtes Paar eher für ein Liebespaar als für ein Ehepaar gehalten wird.

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Früher galten die Frauen als das schwächere Geschlecht. Daher trugen die Männer ihnen die Koffer, hielten ihnen die Türen auf usw.

Heute weiß man, dass die Männer das schwächere Geschlecht sind. Daher werden sie von Frauen geschont und brauchen im Haushalt nicht viel mit zu helfen.
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Vererbungslehre ist einfach: Die guten Eigenschaften haben die Kinder aus deiner Familie geerbt, die anderen von deinem Partner, denn so etwas hat es in deiner Familie doch nie gegeben
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Wir leben in einer merkwürdigen Zeit, in der immer mehr hetero-sexuelle Paare ohne Trauschein zusammen leben, die Schwulen aber unbedingt heiraten wollen.

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Lieben und vernünftig sein ist kaum einem Gott möglich.

(Cäsar)
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Unsere Wegwerfmentalität hat auch Auswirkungen auf die Partnerschaften: Wie man sich öfter neue Kleidung oder ein neues Auto gönnt, wechselt man auch mal den Partner.

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Wenn deine Ehe langweilig geworden ist, hast du zwei Möglichkeiten: Du wechselst den Partner oder lässt dir etwas einfallen. Das erstere ist für viele verlockender, weil es als einfacher erscheint.

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Wenn in deiner Ehe der Alltag eingekehrt ist, frage dich, ob du der Langweiler bist.

Sexuelle Belästigung nennt man es, wenn ein Unsympath einer Frau etwas sagt, was sie von einem anderen gerne hören würde.

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Menschen die sich scheiden lassen sind so ähnlich wie Leute, die sich eine schöne Orchidee kaufen und glauben, sie hätten eine schlechte Pflanze gekauft, wenn sie mangels ausreichender Pflege eingeht.
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Frauen sind ungerecht: Sie erlauben manchen Männern etwas, was sie bei anderen empört zurückweisen würden.

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Für eine Ehe ist es am besten, wenn jeder von beiden glaubt, er habe einen besseren Fang gemacht als der andere.

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Mit dem Sex ist es ja so ähnlich wie mit dem Essen: Man kann im Stehen eine Currywurst in sich hinein stopfen oder ein genussvolles Menü in einem feinen Restaurant genießen.

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In unserer Konsumgesellschaft wird auch der Ehepartner mehr und mehr zu einem Gebrauchsartikel: So, wie ein altes Auto nach einer gewissen Zeit durch ein neues ersetzt wird, muss auch gelegentlich wieder ein(e) jüngere(r) Partner(in) her.
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Die große Zahl der Scheidungen ist in der Regel darauf zurück zu führen, dass die Eheleute zu faul sind, an ihrer Beziehung zu arbeiten.

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Stellt euch mal vor: Früher gab’s keinen Fernseher und die Ehen hielten trotzdem.

Liebe und Ehe sind wie zwei Welten,
Denn zusammen kommen sie selten.

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Viele Ehen scheitern, weil das Paar zu sehr an Sex und zu wenig an Freundschaft gedacht hat.

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Wichtiger als ein Ehevertrag über das Finanzielle ist eine Vereinbarung über die Rollen in der Ehe: Ist die Frau Hausfrau oder geht sie ihrem Beruf nach?
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Eine Ehe erfordert viel Phantasie. Deshalb ist es schlecht, wenn du schon für die Hochzeit einen Planer brauchst.

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Eine Ehe ist wie eine Lotterie: Jeder hofft auf den Hauptgewinn, aber es sind halt auch viele Nieten im Topf.

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Die wahre Liebe gibt es doch nur ein- oder zweimal im Jahrhundert; der Rest ist Langeweile.
Camus

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Das Eheleben ist für viele nur eine Aneinanderreihung von Krisen mit Versöhnungspausen.
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Im Leben gibt es zwei ganz einfache Wege, unglücklich zu werden: Entweder du heiratest oder du bleibst ledig.
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Die Ehe ist ein so schwieriges Unterfangen, dass nicht einmal Experten wie Psychologen oder Eheberater damit besser fertig werden als der Durchschnitt, wie ihre Scheidungsquote beweist.

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Wie viele Ehen muss ein Mensch hinter sich bringen, bis er erkennt, dass er für die Ehe untauglich ist?

Kaum ein Leben ist so bedroht wie das Eheleben.
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Lies täglich dein Horoskop! Da findest du immer nützliche Tipps wie diesen: „Es wird Zeit, dass Sie sich mehr um den Partner kümmern!“

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Bei den einen bestimmt die Schönheit, wen sie lieben, bei den anderen entscheidet die Liebe, wen sie schön finden.

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Mancher Mann, der bei der Hochzeit gedacht hat, seine Ehefrau würde ihn nach einem anstrengenden Arbeitstag zu einen gemeinsamen Feierabend erwarten, findet dann aber nur eine Einkaufsliste vor mit dem Hinweis, seine Frau müsse noch Überstunden machen.

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Das darf doch nicht wahr sein: Immer mehr Paare sind abends zu müde zum Sex.

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Ein Kompromiss sieht je nach Sicht verschieden aus: Für einen Mann bedeutet das Wort, das man sich auf halbem Wege entgegen kommt, für die Frau jedoch, dass sich ihr Mann der besseren Meinung, also ihrer, anschließt.

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Die Ehe ist wie eine Lotterie: Nur wenige ziehen einen Hauptgewinn.
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Wenn die Arbeitszeit von Eheleuten verglichen wird, dann wird es als Hobby und nicht als Arbeit angesehen, wenn sich der Mann um den Garten und das Auto kümmert. Bei den Frauen hingegen zählt es als Arbeit, wenn sie am Spielplatz in der Sonne sitzen.
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Kinder, Erziehung

Erziehung ist eigentlich ganz einfach: Man sollte das erste Kind so erziehen wie das zweite (gelassener).

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Erziehungsregel Nr.2: Auch wenn du reich bist, erziehe dein Kind so, als ob du arm wärst. Dann wird es mit allen Lebenssituationen zurecht kommen.

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Das schwierigste an der Erziehung ist, ein Kind, das nicht von sich aus lernen will, zur Leistung zu erziehen.

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Wenn man seine Kinder zu Anstand und Moral erzogen hat, fragt man sich schon, ob es nicht in der heutigen Zeit besser gewesen wäre, ihnen statt dessen Aggressivität und Durchsetzungsvermögen beizubringen.
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Kinder waren früher ein Gottesgeschenk, heute sind sie für viele oft ein Störfaktor.

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Je mehr Frauen mit Computern und Maschinen umgehen, umso mehr glauben sie, ihre Kinder müssten genauso funktionieren: Wenn Kinder beispielsweise für den Kindergarten angezogen werden müssen, so soll dies schnell und reibungslos funktionieren. Kinder dagegen sehen das Anziehen als eine Art von Spiel oder Spaß, wobei ihnen Eile völlig fremd ist.

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In manchen Familien gewinnt man den Eindruck, als ob sich die Mutterliebe reziprok zur Zahl der Kinder verhält.

Manche junge Mutter entdeckt an ihrem kleinen Sprössling ganz stolz, dass er „Führungsqualitäten“ hat, und übersieht dabei, dass sie einen kleinen Tyrannen groß zieht, dem die Anpassungsfähigkeit fehlt.
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Wir zerstören die Phantasie der Kinder, indem wir ihnen perfektes Spielzeug kaufen, das ihrem Geist keinen Raum mehr lässt, eigene Ideen zu entwickeln.
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Neben der Abtreibung gibt es ein fast gleich schweres Delikt, das immer häufiger vorkommt, nämlich dass die berufstätigen Frauen ihre Kinder frühzeitig aus dem Paradies der Kindheit vertreiben.

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Vielen jungen Paaren geht es beim Kinderkriegen wie den Menschen, die sich sehr leichtfertig einen Hund zulegen und ihn dann am liebsten im Tierheim abgeben.

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Reichtum ist nicht gut für Kinder: Je mehr Spielzeug sie haben, desto weniger intensiv spielen sie; je mehr Musik sie aus Radio und Recorder hören, desto weniger singen sie. So werden sie übersättigt, antriebs- und phantasiearm.

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Viele Eltern meinen, der Sinn der Erziehung bestünde darin, aus dem Kind etwas anderes zu machen, als es eigentlich ist. Das ist so ähnlich, als wenn ein Gärtner aus einem Apfelbaum einen Birnbaum machen wollte.
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Obwohl es so viele neue psychologische Erkenntnisse gibt und diese in den Medien verbreitet werden, wird die Erziehung der Kinder schlechter, wie die zunehmende Gewalt Jugendlicher eindeutig beweist.

Wenn man feststellt, dass die Jugend (sofern man das verallgemeinern kann) immer schlechter wird, wird einem oft entgegen gehalten, schon Sokrates und sogar die alten Ägypter hätten sich so geäußert. Aber die Fakten sind: Noch nie hat es solche Amokläufe von Jugendlichen gegeben wie jetzt und – was die körperliche Seite angeht – noch nie so viele Übergewichtige.
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Gott sei Dank nehmen Kinder so leicht nichts übel. Was für Kinder hätten wir wohl, wenn sich jeder Erziehungsfehler rächen würde?

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Kinder, die ständig neues Spielzeug bekommen, lernen nicht mehr, den Wert der Dinge zu achten.

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Erziehung ist nicht einseitig, sondern auch du lernst viel von deinen Kindern: Unbefangenheit, Fröhlichkeit, Neugier, Freude an kleinen Dingen, jung bleiben und…

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Wenn man heute an einer Schule vorbei geht, hört sich der Unterricht von außen oft genauso laut an, wie früher die Pausen bei Regenwetter, wenn die Schüler im Klassenzimmer bleiben mussten.

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Je mehr Spielzeug Kinder haben, desto weniger lernen sie etwas, was im Leben sehr wichtig ist: Sich intensiv mit etwas zu beschäftigen.

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Deine Eltern sind kein seelischer Müllabladeplatz.
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Der lebensgefährlichste Ort für ein (werdendes) Kind ist häufig der Bauch der eigenen Mutter.

Weil viele Mütter offenbar nicht in der Lage sind, ihren Neugeborenen menschliche Wärme zu vermitteln, fliegen sie mit ihnen gleich nach der Niederkunft in möglichst heiße Urlaubsländer.
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Die Menschen von heute verlernen den Respekt. Deshalb sehen manche Kinder in ihren Eltern nur nervende alte Trottel.

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Je mehr die Medizin fortschreitet, umso weniger achten die Mütter auf die Gesundheit ihrer Kinder.

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Einen erholsamen Urlaub haben die Eltern nur, wenn es die Kinder gut haben. Viele glauben, irrtümlich es würde umgekehrt funktionieren.
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Was junge Eltern für die Vorpubertät ihrer Kinder halten, ist oft nichts anderes als die missglückte Erziehung.

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Man muss sich überlegen, ob man ein Kind heute noch zu Anstand und Ehrlichkeit erziehen soll: Dann kann es sich in vielen Berufen nur schwer durchsetzen, z.B. als Politiker, Geschäftsmann, Arzt oder Anwalt.

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Anscheinend denken zu wenige Menschen darüber nach, welches Weltbild wir den Kindern über das Fernsehen vorsetzen: Dort beherrschen oft Lesben, Schwule, Bisexuelle und ein Haufen Schießereien die Szene. Eine normale Ehe und Familie gelten als langweilig.

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Erziehung nennt man die Illusion, Menschen verändern zu können.
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Selten tritt der menschliche Irrtum so zutage wie bei der Erziehung: Das, was vor kurzem noch als völlig indiskutabel galt, wird plötzlich zum Programm erhoben.
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Zwar man zeuget viele Kinder,

Doch man denkt sich nichts dabei;

Und die Kinder werden Sünder,

Wenn’s den Eltern einerlei

(W. Busch)
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Je weniger die Mütter heutzutage ihre Kinder erziehen, umso weniger wollen andere junge Frauen solch einen strapaziösen Nachwuchs in die Welt setzen. Aus diesem Grund stirbt Deutschland langsam aus.
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An Puppen und Teddybären sollen Kinder lernen, eine Beziehung zu anderen Wesen aufzubauen. Daraus kann aber nichts werden, wenn sie ständig neue Sachen geschenkt bekommen.

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Wenn ein Kind in seiner Jugend nur eine – schließlich ziemlich abgenutzte – Puppe hatte, wird es vielleicht später einmal eher in der Lage sein, seinen alt gewordenen Partner lieb zu haben.

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Das Kind ist in unserer Gesellschaft zu einer Art von Spekulationsobjekt geworden: Es wird errechnet, wie viele finanzielle Anreize man geben muss, damit wieder Kinder in die Welt gesetzt werden.
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Wie soll man Kindern Orientierung geben in einer Zeit, in der das Unnormale als normal hingestellt wird?

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Die Farbzusammenstellungen, die heute modern sind, wären früher bei einem psychologischen Test sicherlich als Anzeichen für eine geistige Erkrankung gewertet worden. Wie sollen Kinder, die so gekleidet sind, normal bleiben?

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Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.

(Adolf Kolping)

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Das Beispiel der beiden amerikanischen Präsidenten Bush lehrt etwas, was viele junge Menschen heute nicht mehr so recht wahrhaben wollen: Sie können von ihren Vätern einen Haufen lernen und müssen nicht immer unbedingt alles anders machen.

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Viele Eltern glauben, ihre verzogenen Sprösslinge seien in Ordnung, weil die Lehrer sich nichts zu sagen trauen, um sich so Beschwerden vom Halse zuhalten.
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Die Kunst der Erziehung besteht darin, dem ersten Kind, das einmal die ungeteilte Liebe der Eltern allein genossen hat, nach der Geburt eines Geschwisterchens den Eindruck zu vermitteln, es werde bevorzugt, ohne dass das zweite Kind auf die Idee kommen könnte, es werde benachteiligt.

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Wie soll es in Zukunft echte Individualisten und Persönlichkeiten geben, wenn die Erziehung der Kinder immer mehr vom Elternhaus in Kinderkrippen, -gärten und Schulen verlagert wird?

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Kinder haben den Nachteil, dass ihre „süße Phase“ nur kurz ist.
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Wenn man das Kinderprogramm der verschiedenen Fernsehsender anschaut, in denen durchweg unmenschliche Wesen ihr Unwesen treiben, die mit schrill überdrehten Stimmlagen daherreden, muss man sich schon fragen: Was für einen Typ von Kindern wollt ihr mit so einem Unsinn heranziehen? Krakeelende Zappelphilipps?
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Früher hatten Kinder Angst, ohne Fleiß zu versagen. Heute glauben viele Teens, man könne auch mit Sex, Drogen und Alkoholexzessen ein Star zu werden.

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Manches Frauchen kümmert sich intensiver um ihren Hund als manche Mütter um ihre Kinder.

Es galt einmal der Satz: Der größte Erziehungsfehler besteht darin, dass zu oft „nein“ und zu wenig „ja“ gesagt wird. Heutzutage wird aber zu wenig „nein“ gesagt, so dass den Kindern ihre Grenzen nicht aufgezeigt werden.

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Wie viele Talente und Chancen schlummern in den Kindern – und wie wenige werden genutzt!

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Wenn man als älterer Mensch heutzutage eine Schulklasse sieht, fragt man sich oft, ob es sich um verhaltensgestörte Kinder handelt: Offenbar sind sie durch die modernen Medien so geprägt, dass sie auf jeden Fall unbedingt irgendwie auffallen wollen.

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In der Kriegs- und Nachkriegszeit waren die Kinder wunschlos glücklich. Heute werden ihnen alle Wünsche erfüllt und sie nicht trotzdem nicht glücklich.

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Die Eltern von heute finden eine solche Fülle von Versorgungsmöglichkeiten für ihre Kinder vor, dass manche glauben, sie bräuchten sie nur noch in die Welt zu setzen.

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Manche Frau, die einmal ihr Kind als Gottesgeschenk empfunden hat, merkt ein Jahrzehnt später, dass es eher ein Satansbraten ist.

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Früher hatten die Kinder Angst vor den Eltern, heute ist es oft umgekehrt.

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Wir müssen den Schadstoffausstoß mindern: Wieso brauchen wir dann mehr Kinder?

(Zur Klarstellung: Gemeint ist natürlich die Tatsache, dass jeder Mensch Schadstoffe produziert, so dass die Weltbevölkerung nun eigentlich abnehmen sollte.)
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Die Kinder, die einmal antiautoritär oder, wie es dann immer mehr üblich wurde, kaum noch erzogen wurden, sind die Flegel in weiß und schwarz (Ärzte und Richter), mit denen du es nun zu tun hast.

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Wenn die Kinder heutzutage von vielen Eltern als Nervensägen empfunden werden, so liegt das daran, dass man keine Zeit mehr für sie hat.

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Die Erziehung vieler Kinder besteht darin, dass ihre Eltern ihnen das richtige Fernsehprogramm einschalten.

Irgendwann wird jeder Vater auch einmal Gewissensbisse bekommen, ein Kind gezeugt zu haben.

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Es sollte zu denken geben: Die Zahl der Kinder nimmt ab, aber die der Hunde nimmt zu.
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Kinder sterben an Hunger: in der Dritten Welt aus Mangel an Nahrung, bei uns aus Mangel an Liebe.

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Lieben heißt auch, gerecht zu sein. Das bedeutet nicht, allen Kindern gleich viel Liebe zu geben, sondern so viel, wie sie brauchen.
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Wir lassen die Kinder in vergifteter Luft mit vergifteten Lebensmitteln aufwachsen. Und wir vergiften ihnen auch das zarte Pflänzchen junger Liebe mit der allgegenwärtigen Pornografie.

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Heimat“ ist für viele Kinder ein Land, aus dem man sofort abhaut, wenn man Urlaub hat.

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Der Kindergarten in Deutschland sollte ehrlicherweise Kinderverwahranstalt genannt werden.
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Langeweile kann tödlich sein: Immer öfter langweilen sich Heranwachsende so, dass sie einmal einen Menschen sterben sehen wollen.

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Früher gab es Erziehungsheime für schwer Erziehbare. Heute haben uns Psychologen eingeredet, man müsse solche Jugendliche mit einem Sozialarbeiter auf einen Segeltörn oder in ein exotisches Ferienland schicken.
Die Globalisierung zeigt den Stand der Kindererziehung: Überall in den 5-Sterne-Hotels sieht man die plärrenden Kleinen unbeaufsichtigt herumtoben oder im Abendbüffet wühlen.
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Die Kunst der Erziehung besteht darin, dass die Kinder nichts davon merken.

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Was für Kinder zieht ihr heute groß, wenn die Lehrer nun der Berufsstand sind, der am meisten unter dem Burnout-Syndrom leidet?

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Arme Kinder von heute: Viele wissen nicht mehr recht, was sie sich noch wünschen sollen.
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Früher bekamen Kinder etwas geschenkt, wenn sie brav waren; heute bekommen sie etwas, damit sie keine Aggressionen kriegen.

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Es sollte den heutigen Müttern zu denken geben, dass es immer mehr Hotels und Lokale gibt, in denen Kinder unerwünscht sind.

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Erziehen bedeutet auch, dass die Eltern Konflikten nicht ausweichen. Heute gießt man lieber eine Tünche von scheinbarer Harmonie darüber.
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Eltern denken oft: Erziehung ist so ähnlich, wie wenn man Wasser in ein Sieb gießt – Nur wenig bleibt hängen.

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Beim ersten Kind übertreiben die Eltern, beim dritten tun sie das Gegenteil.

Kaum ein Nachtgebet ist so intensiv wie das einer Schwiegermutter für die Schwiegertochter, wenn diese ohne die Kinder in Urlaub fliegt.
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Wenn du dein Kind konfliktfrei und ohne Strafen erziehst, dann sind die Konflikte und Strafen nur ins spätere Leben verschoben und fallen dafür umso härter aus.
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Auch wenn es Emanzen und viele Psychologen nicht wahrhaben wollen: Buben müssen anders erzogen werden als Mädchen.

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Mit der Erziehung verhält es sich wie mit der Gesundheit: Wenn man ein Loch im Zahn nicht sofort füllen lässt, verfault der ganze Zahn.

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Erziehe deine Kinder so, als wärest du arm. Dann werden sie nicht an Überdruss leiden, sondern auch für schlechte Zeiten gerüstet sein.

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Das Wort „sterbenslangweilig“ ist erst in unserer Zeit zu seiner wahren Bedeutung gekommen, seit es Jugendliche gibt, die vor lauter Langeweile einmal sehen wollen, wie ein Mensch stirbt.

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Die Ornithologen haben festgestellt, dass die Vögel in unserer lauten Welt immer lauter werden. Wer stellt endlich dasselbe bei unseren Kindern fest?
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Wer setzt schon Kinder in die Welt zum Zahlen unserer Schulden?

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Unser Schulsystem stiehlt den Kindern das Wertvollste, das sie haben: Ihre Kindheit.
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Erziehung ist der vergebliche Versuch der Eltern, aus ihren Kindern bessere Menschen zu machen, als sie selbst sind.

Liebe, Geduld, Konsequenz und Einfallsreichtum sind die Schlüssel für die Kindererziehung.

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Heutzutage greift die Service-Mentalität immer mehr um sich. Für alles Mögliche gibt es Zuständigkeiten und so meinen viele Eltern, für die Erziehung ihrer Kinder seien Kita und Schule zuständig.

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Erziehen heißt auch schuldig werden.

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Erziehen heißt auch: Mach dir deine Kinder zu Freunden, sonst hast du Störenfriede.
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Menschen

Tugend ist Mangel an Gelegenheit, sagt Oscar Wilde.

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Es gibt je nach Reife der Persönlichkeit eine unterschiedliche Art von Tugend: Sie kann auf Angst vor der Sünde beruhen oder auf Einsicht oder einfach ein Wesenszug des Charakters geworden sein.

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Ein Fehltritt ist nur ein Symptom. Die Einstellung, die dahinter steht, zählt.

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Das Gedächtnis ist wie ein Magen, in den viel hineingestopft wird, das erst später richtig verdaut wird.

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Es gibt Wahrheiten, die umkehrbar sind: Statt „Mehr sein als scheinen“ könnte man auch sagen: „Mehr scheinen als sein“. Wenn man sich lange genug mit einem Schein umgibt, wird dies nicht ohne Einfluss auf das Wesen sein.

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Im Leben läuft jeder seinen eigenen Ohrfeigen nach.

(Mein Vater)

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Man braucht den Menschen nur lange genug einzureden, dass ein Mitmensch diese oder jene negative Eigenschaft hat, und schon glauben sie es, selbst wenn es so unsinnig ist wie: Alle Schotten sind geizig.

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Wie viel mehr ließe sich mit der Jugend anfangen, wenn sie reifen Menschen zuteil würde.

Wenn du enttäuscht wirst, denke dir, dass dies geschieht, damit du das Glück besser empfinden kannst und sorgsamer damit umgehst.
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Auch bösartige Menschen haben auf der Erde einen Sinn zu erfüllen: Sie sollen in dir die Dankbarkeit dafür erwecken, dass du um dich herum so viele gutmütige Menschen hast.

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Wenn andere dir die Rolle des Negativen zugedacht haben, wehre dich nicht dagegen, denn sie brauchen das, um auf diese Weise umso toller dazustehen. Schon Jesus sagte: „Wenn sie euch nicht aufnehmen, schüttelt euch den Staub von den Füßen und geht woanders hin.“

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Warum kann beim Menschen die Reifung nicht so verlaufen wie beim Wein: Irgendwann sollte die Gärungsphase vorbei sein und dann sollte nicht gerade so etwas Saures wie Essig herauskommen.

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Es genügt nicht, das Richtige zu tun, man muss es auch richtig anpacken.

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Zwischen dem „zu jung“ und dem „zu alt“ liegt nur eine kleine Zeitspanne, in der man eigentlich alles erledigen sollte.

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Eine der großen Tragödien des Lebens ist, dass die Älteren den Jüngeren ihre Erfahrungen weiter geben wollen, dass aber die Jüngeren lieber ihre eigenen Erfahrungen machen wollen – koste es, was es wolle.

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Wenn sich jemand besonders gescheit vorkommt, ist er meist nur zu dumm, um zu merken, dass er es nicht ist.

Manche Menschen haben eine so negative Ausstrahlung, dass sie damit die gleichen Schäden anrichten können wie die Radioaktivität: Sie können Krebs bei ihren Mitmenschen hervorrufen. Deshalb schalte immer deinen seelischen Geiger-Zähler ein!

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Die Menschheit ist unbelehrbar: Obwohl sie seit ihrem Bestehen von Politikern und Priestern belogen wurde, fällt sie immer wieder auf die alten Schlagworte herein.
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Neben einer echten Persönlichkeit aufzuwachsen ist so ähnlich, wie wenn ein junger Baum unter einem alten steht: Einerseits hat er einen behütenden Schutz über sich, aber anderseits hat er keine Sonne.

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Die rein buchhalterische Bilanz deines Lebens sieht vielleicht schon dann positiv aus, wenn die Summe der Enttäuschungen, die du anderen bereitet hast, die Zahl derer übersteigt, die du empfangen hast. Wenn dir also eine Enttäuschung bereitet wird, denke daran, dass sie deine Bilanz verbessert.

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Der Mensch von heute will alles Mögliche sein, nur nicht er selbst.

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Das Verhältnis des Menschen zu Zeit und Geld ist seltsam: Wer viel hat, kann sich nicht vorstellen, dass man mit weniger auch auskommen kann.

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Ich glaube, dass die meisten Menschen aus ihrer Sicht gesehen das Richtige tun wollen. Wenn wir es dann falsch finden, tun wir das deshalb, weil wir die Dinge anders sehen.

Wir bleiben Lernende – ein Leben lang. Wer aber glaubt, anstatt zu lernen nun belehren zu müssen, gehört kaum zu den Weisen, sondern eher zu den vorzeitig Verkalkten.
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Dass wir den Ausdruck „Lebenskünstler“ für Exoten verwenden, zeigt, wie wenig wir begriffen haben, dass richtig zu leben tatsächlich eine Kunst ist.

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Für die meisten Menschen bleibt die Frage: „Wer bin ich?“ ewig unbeantwortet. Umso genauer wissen sie aber über den miesen Charakter ihrer Mitmenschen Bescheid.

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Der Mensch ist von Natur aus ein krankes Raubtier, das mit einer dünnen Tünche Zivilisation überstrichen ist.

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Man kann die Menschen in zwei Gruppen einteilen: Die einen sind ein bisschen merkwürdig, die anderen etwas eigenartig. Nur: zu welcher Gruppe gehöre ich?

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Man kann die Menschen auch in folgende zwei Gruppen einteilen: Energiespender und Energiesauger. Hüte dich vor Energiesaugern.

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Wenn dem Menschen etwas nicht gefällt, setzt er häufig aus Bequemlichkeit lieber eine rosa Brille auf, als dass er die Dinge ändert.

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Gibt es ein angeborenes Gewissen, das instinktähnlich bei jedem Menschen vorhanden ist, oder muss es erst anerzogen werden mit der Folge, dass manche Menschen keines haben?

Wenn du versuchst, etwas unter der Decke zu halten, brütest du es oft nur auf diese Weise richtig aus.

Der Mensch lässt sich besser dressieren wie ein Hund: Hunde würde man beispielsweise nicht soweit bringen, dass sie kollektiven Selbstmord begehen.

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Das Merkwürdige am Leben ist, dass eine völlig gleiche Lage für den einen der höchste Genuss und für den anderen das heulende Elend bedeutet: So fühlt sich der eine als Pensionär wie ein Millionär, der tun und lassen kann, was er will; der andere hat das Gefühl, „in ein dunkles Loch gefallen“ oder wie altes Eisen weggeworfen worden zu sein.
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Jeder Mensch hat wie ein Musikinstrument eine gewisse Grundstimmung: Der eine ist eher positiv eingestellt, der andere negativ, der eine sagt eher ja als nein, beim anderen ist es umgekehrt: er ist „verstimmt“.

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Es gibt Menschen, die Ohropax brauchen, um sich nicht selbst mit ihrem Schnarchen zu wecken.

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Wenn Menschen schlecht über andere reden, tun sie das meistens deshalb, um einen dunklen Hintergrund zu schaffen, von dem sie sich strahlend hell abheben.

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Erst denkt man, man ist erwachsen, wenn man flügge geworden ist, dann glaubt man, man ist erwachsen, wenn man das Elternhaus verlässt und auf eigenen Füßen steht; später findet man, dass man erst erwachsen ist, wenn man nicht alles glaubt und für verbindlich hält, was einem die Kirche vorsetzt. Dann wieder hält man sich für erwachsen, wenn man auch an das eigene Ende denkt, und schließlich entdeckt man, dass man eigentlich nie so ganz erwachsen wird.

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Es gibt eine Krankheit, bei der sich die Immunabwehr gegen den eigenen Körper richtet. Dies ist eine Krankheit des Körpers. Genauso gibt es eine seelische Erkrankung, bei der Menschen sich selbst der größte Feind sind.

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Wie dumm die meisten Menschen sind, sieht man daran, dass sie allen Ernstes glauben, ihnen würde jemand in einem Buch oder in einem Tipp verraten, wie man schnell Millionär wird.

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Man kann die Menschen in zwei Gruppen einteilen: Die einen löffeln die Suppe aus, die sie sich eingebrockt haben;

die anderen spielen den Suppenkaspar nach dem Motto: „Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht!“
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Wenn man eine Katze oder ein Hund alle Viere von sich strecken und einfach so genussvoll daliegen, kann man sehen, was die meisten Menschen verlernt haben: Sich ganz einfach am bloßen Dasein freuen. Die meisten Menschen brauchen, wenn sie so da liegen oder sitzen, irgendeine Beschäftigung wie Lesen oder Musik hören oder sie benötigen den Sonnenschein, um braun zu werden.

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Das Schlimmste am menschlichen Leben ist, dass man gemachte Fehler nicht ausradieren kann.

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Wenn einer dir etwas Gutes tun will, frag ihn, wie viel er daran verdienen will.

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Mit der Scham verhält es sich wie mit dem Gewissen: Manche wissen gar nicht, was das ist.

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Man sieht die Dinge nicht wie sie sind, sondern in guter Stimmung so, wie sein sollten, und in schlechter Stimmung umgekehrt.

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Früher glaubte ich, dass alle Menschen natürlicherweise ein Gewissen haben, das zwar unbestechlich wie eine Waage objektive Werte anzeigt, dass sie sich aber oft über diese ihre innere Stimme hinwegsetzen. Jetzt aber muss ich feststellen, dass Gewissen nur eine Programmierung des Menschen ist, die heutzutage durch Erfolgsstreben um jeden Preis ersetzt wurde.

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Das Beste, was einem passieren kann, ist, dass miese Gerüchte über einen verbreitet werden. Dann kann man nämlich sehen, wer die wirklichen Freunde sind.

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Die Menschen sind wie Vulkane: Es gibt eruptive und explosive. In beiden Fällen kommt das, was drin ist, raus, so oder so.

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Viele Menschen leben, indem sie suchend umherirren und dabei nicht einmal Zeit haben, das Nächstliegende zu finden, nämlich sich selbst.

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Ein gesunder Pessimismus ist lebensnotwendig – bei allem positiven Denken.

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Keine Zeit zu haben, heißt, dass man die Prioritäten falsch gesetzt hat.

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Erkenne dich selbst! – Wie soll das gehen? Ich kenne mich ja kaum.

An sich wäre das Leben ganz einfach: Man sucht sich ein sinnvolles Ziel und setzt sich voll dafür ein. Die meisten Menschen, die mit ihrem Leben unzufrieden sind, sind an dieser einfachen Erkenntnis gescheitert, glauben aber, sie seien nicht begabt genug gewesen oder hätten zu wenig Geld gehabt.

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Immer, wenn du denkst, du bist erwachsen geworden, merkst du spätestens 10 Jahre danach, dass dies ein Irrtum war.

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Es kommt heutzutage weniger darauf an, wer du bist, als wie du dich repräsentierst: So lebt die Ehebrecherin Prinzessin Diana, die wohl dem Königshaus ein Kuckucksei ins Nest gelegt hat, als eine Art von Mutter Teresa fort, nur weil sie mit afrikanischen Kindern auf dem Arm fotografiert wurde.
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Die Menschen sind wie Süchtige: Sie müssen durch immer stärkere Mittel aus ihrer Langeweile herausgerissen werden.
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Zur Zeit werden die letzten Tabus gebrochen: Plastikleichen werden zur Schau gestellt; oder der Geschlechtsverkehr wird auf einer öffentlichen Parkbank ausgeführt, um dann die Reaktionen der Zuschauer zu testen.
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Es ist kein Fehler, wenn man immer ein bisschen weniger Selbstvertrauen hat, als man eigentlich haben müsste: Dann arbeitet man mehr an sich selbst.

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„Wer bin ich?“ sollte sich der Mensch gelegentlich fragen, doch wer will sich schon mit einem Durchschnittstypen befassen?

So wie Stile und Moden ihre Zeit haben, gibt es auch für das, was du tust, die richtige Zeit.
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Wenn das, was du machst, nicht recht beachtet wird, kann es sein, dass du deiner Zeit voraus bist.

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Ob du deiner Zeit voraus bist oder ihr hinterher hinkst, ist oft nur eine Frage des Standpunkts.

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Wenn Menschen etwas tun, ist es oft noch wichtiger, dass sie erklären, warum sie etwas so machen.

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Es war sicherlich kein Menschenkenner, der den Begriff Menschlichkeit erfunden hat.

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Selbstvertrauen muss von selbst mit der Entwicklung der Persönlichkeit entstehen. Wenn man es sich in Kursen antrainiert, ist das so ähnlich, als wenn man bei einem Baum nur die Rinde zum Wachsen bringen würde.
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Ist es nun eigentlich ein Zeichen besonderer Dummheit oder Raffinesse, dass der Mensch die Fähigkeit hat, sich selbst zu belügen?

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Wenn du meinst, dass du gescheiter bist als Verona Feldbusch: Hast du auch schon viele Millionen verdient?

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Am ruhigsten lebt man, wenn man sich keine Illusionen mehr macht, aber noch Hoffnung hat.

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Wenn du Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden kannst, hast du dein Leben schon halb gemeistert.

Es ist nicht gut, wenn du dich dem Trend der Zeit folgend locker gibst. Du solltest dich viel öfter empören.

Das Leben ist für viele Menschen zum bloßen Konsumartikel verkommen.

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Auch der größte Blödsinn kann dich auf eine gute Idee bringen.

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Es gibt keine Studenten mehr, sondern nur noch Studierende. Und aus den Universitäten sind Hochschulen geworden.

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Es ist nicht gut für den Menschen, wenn es ihm zu gut geht.

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Auch wenn der Lorbeer vertrocknet ist, steckt noch allerhand Würze darin.

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Je weniger einer weiß, desto hartnäckiger verteidigt er sein bisschen Wissen.

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Die Prominenten spenden nicht, sie sammeln.

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Nimm dir ein Ziel vor und setze dich voll und ganz dafür ein, dann wirst du es auch erreichen, weil 95 % der Menschen hierzu nicht in der Lage sind.

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Es gibt auch einen negativen Placebo-Effekt: Wenn du glaubst, dass dich etwas krank macht, kannst du auch krank werden.

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Wer tut endlich etwas gegen die allgegenwärtige und immer lauter werdende akustische Umweltverschmutzung in Gaststätten und Geschäften usw.?
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Hüte dich besonders vor der Sorte Menschen, die überall hineinsch… müssen.

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Es gibt Menschen, bei denen man Angst hat, dass sie die Preise im Himmel verderben.

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Der Berg nimmt dir die Beichte ab.

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Man fragt sich schon, ob man psychisch in Ordnung ist, wenn man beim Autofahren immer zuerst abblendet und auf Gehwegen ausweicht.

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Wenn du normale Menschen um dich hast, ist das nicht normal; deshalb danke dem Lieben Gott dafür.

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Der Mensch ist ein perverses Lebewesen: Er stellt Parfums aus Ausscheidungen von Pottwalen (Ambra) und Moschusochsen her, um seinen Körpergeruch zu verbergen.

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Du kannst noch so gescheit sein: Damit hast du keine Chance, glücklicher zu werden.
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Man kann am Wert des Studiums zweifeln, wenn man sieht, dass Psychologen das Leben auch nicht besser bewältigen als jeder andere.
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Dein Computer erzieht dich zur Bescheidenheit, denn er sorgt dafür, dass du dir manchmal ziemlich blöd vorkommst.

Die Medizin besteht zu einem großen Teil aus Scharlatanerie.
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Wenn es stimmt, was Wissenschaftler behaupten, nämlich dass sich die Stärke des Sexualtriebs von Generation zu Generation halbiert, dann müssen die Menschen früher dem Wahnsinn nahe gewesen sein.

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Willst du einen Menschen von ganz verschiedenen Seiten kennen lernen, dann miete eine Wohnung von ihm und gib sie wieder zurück.

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Man sollte mit seinem Körper auch so sorgfältig umgehen, wie es diejenigen tun, die mit ihm ihr Geld verdienen, nämlich die Schauspieler und Sportler.

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Die Dummheit vieler Menschen erkennt man oft am besten daran, dass sie nicht unterscheiden können, wer es wirklich gut mit ihnen meint und wer sie nur umschleimt.

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Du kannst hinreisen, wohin du willst: Es ist doch der alte Mensch in dir, den du mitnehmen musst und der dir überall sagt: „Ich bin auch da.“

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Menschen, die behaupten, sie würden an sich selbst zuletzt denken, sollten nicht vergessen, vor ihrer eigenen Tür zu kehren.
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Der Mensch ist ein Suchender: Der eine sucht sich selbst, der andere die Schuld bei seinen Mitmenschen.
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Man kann es den Leuten am Gesicht ansehen, ob sie sich bedanken werden, wenn man ihnen die Tür aufhält.

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Früher musste man beim Reisen Angst haben, unter die Räuber zu fallen. Heute muss man fürchten, ein Opfer der Ärzte zu werden.
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Man kann die Menschen in drei Gruppen einteilen: Die einen fühlen sich verpflichtet, sich sozial oder ehrenamtlich zu engagieren, wenn es ihnen gut geht. Andere würden nie etwas ohne Vergütung tun und halten das für eine Zeitverschwendung, die sie in ihrer Karriere behindert. Am schlimmsten aber sind diejenigen, die so tun, als würden sie sich mildtätigen Zwecken widmen, während sie sich in Wahrheit damit eine eigene Geldquelle erschließen wollen, oder die sich zwecks Imagepflege im Kreis von afrikanischen Kindern fotografieren lassen.

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Chinesische Touristen stellen fest: Die deutschen Verkäufer schauen grundsätzlich so unfreundlich, wie ein chinesischer Kollege höchstens dann schauen würde, wenn ein Kunde eine Packung aufreißt.

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Tanzen – das ist so ähnlich, wie wenn man einem Hund eine Wurstscheibe auf die Schnauze legt und sagt: „Fressen darfst du sie erst, wenn ich »Schnapp« sage.“

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Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind, stellen häufig beim Selbstfindungsprozess fest, dass sich die Suche nicht gelohnt hat.

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Mancher Koch ist nur noch ein Fastfood-Dekorateur.

Du kennst dich gut und bist mir dir zufrieden? Dazu hast du keinen Grund, denn ein edler Mensch ist nie mit sich zufrieden, sondern findet immer noch etwas, wo er an sich selbst arbeiten muss.
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Kochen ist heute in der Gastronomie zu der Kunst geworden, ein Essen so aussehen zu lassen, als habe man es eben selbst zubereitet.

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Verkäufer und Bankangestellte beraten nicht mehr, sondern schwatzen dir das auf, woran sie am meisten verdienen.

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Die Umweltzerstörung hat auch auf den Menschen übergegriffen: am meisten bei den Frauen, aber bei den Männern ist es manchmal noch schlimmer.

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Die Raucher sind oft schwer zu ertragen, aber jedenfalls sitzt du bei ihnen im warmen Mief. Die Frischluftfanatiker sind schlimmer: Bei denen kannst du dich erkälten.
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Wenn sogar deine Gegner dich loben, solltest du nicht stolz sein, sondern dich fragen, was du falsch gemacht hast.

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Auch die Seele hat Augen, die einen Sehfehler haben können. Kurzsichtige nennen das einen Charakterfehler.

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Es ist wie eine Epidemie, die immer mehr um sich greift: die Unfreundlichkeit.

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Du hast nichts zu lachen? Schau dich an! Vielleicht kannst du über dich selbst lachen.

Geh mit Schwung in den heutigen Tag und pass auf, dass du dir nicht selbst im Weg stehst! (Eigentlich ist das ja unmöglich, aber die Erfahrung lehrt, dass es Menschen gibt, die das Unmögliche möglich machen.)
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Wenn jemand grantig zu dir, solltest du nicht dementsprechend reagieren, sondern Mitleid haben: Er hat es sicher nicht so gut wie du.
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Der Lebensweg ist voll von Stolperfallen.

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Sei ganz du selbst! (…wenn du dies anderen zumuten kannst!)

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Wenn jemand von Menschen schwärmt, die nett sind und mit denen man gut auskommt, kannst du sicher sein, dass er nicht von seinen Verwandten oder Nachbarn spricht.

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Man bemüht sich ständig, den Menschen das Gewissen ab zu erziehen: Aber das geht nicht. Irgendwann meldet es sich wieder, hoffentlich nicht zu spät!

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Die Menschen lieben offenbar das Primitive für viel Geld: Das Oktoberfest ist ein Beispiel dafür.

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Mensch sein bedeutet, dass man beim Erwachsen-Werden immer auch noch ein wenig Kind geblieben ist.

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Bevor du dich über jemanden ärgerst solltest du dich fragen, ob du ihn nicht vielleicht ernster genommen hast, als er es verdienen würde.
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Wie oft decken sich wohl das wahre Wesen eines Menschen mit dem Bild, das sich andere von ihm machen?
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Die Menschen von heute sind so dumm, dass man das, was eigentlich selbstverständlich ist, gesetzlich regeln muss, z. B.: dass man im Kinderzimmer nicht rauchen darf.

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In unserer immer mehr vom Äußeren bestimmten Welt arbeiten die Leute lieber an ihrem Image als an sich selbst.
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Viele Menschen sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern durch ein Vergrößerungsglas: die einen das Negative, die anderen das Positive.

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Manche merken erst, was Glück ist, wenn es vorüber ist.

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Früher litten die Menschen darunter, dass sie es nicht recht schafften, so zu werden, wie sie gerne sein wollten. Heute haben die Menschen keine Zeit mehr, sich damit zu beschäftigen, wie sie gerne wären.

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Ärgere dich nicht über Menschen, die sich gescheiter fühlen. Lass sie nur machen – vielleicht werden sie dann wirklich gescheiter.

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Psychologen sind Menschen, die dummen Beamten einzureden verstehen, ein jugendlicher Verbrecher würde dadurch gebessert, dass sie mit ihm nach Gran Canaria fahren.

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Merkwürdig ist, dass viele sich selbst schlechter kennen, als andere sie zu kennen glauben.

Den wirklichen Könner erkennt man daran, dass er nicht von vornherein schlecht über die Arbeit eines anderen spricht.
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Die Leute bemitleiden die Behinderten, ohne zu merken, dass sie dasselbe Leben führen: Sie fahren mit dem Auto statt mit dem Fahrrad und nehmen den Lift, anstatt die Treppen hinauf zu laufen.
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Man sollte die Leute viel öfter mit dem konfrontieren, was sie noch gestern gesagt haben.

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Immer mehr Menschen können sich selbst nicht mehr ertragen. Deshalb hassen sie die Stille und wollen vom Kreißsaal bis zum Sterbehospiz bedudelt werden.

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Im Supermarkt kannst du eine lehrreiche Beobachtung machen, nämlich wie sich das, was die Leute normalerweise einkaufen, auf ihren Körper auswirkt.

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Ein Mensch, der sein Gesicht wahren will, sollte sich erst einmal im Spiegel vergewissern, ob sich das lohnt.

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Der Mensch ist ein bisschen schizophren: An die Wirkungen eines Medikaments glaubt er, an die Nebenwirkungen nicht.

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Touristen sind jene dummen Menschen, die glauben, die Welt würde umso schöner, je weiter sie wegreisen.

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Tourismus nennt man es, wenn die Menschen sich nicht für die Sehenswürdigkeiten im eigenen Land interessieren, sondern nur für ganz entfernte.

Der Mensch weiß fast immer einen Ausweg:

Wenn die Meere leer gefischt sind, legt er Fischzuchten an. Wenn die Fische darin krank werden, mischt er dem Futter Antibiotika bei. Wenn das verboten wird, besorgt er sich die Mittel im Internet. Wenn…
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Früher wussten die Menschen noch nicht, dass sie durch Autofahren und durch Rauchen den Krebstod von Mitmenschen verursachen können. Heute interessiert es sie nicht.

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Die Menschen fürchten Einsamkeit und Tod: Früher heirateten deshalb und gingen in die Kirche. Heute sitzen sie vor der Glotze oder gehen shoppen.

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Die angehenden Ärzte lernen zu viel über Krankheit und zu wenig über Gesundheit.
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Hundebesitzer sind Menschen, die mehr Verständnis für ihren Liebling haben als für die Mitmenschen. Wenn der Hund wie ein Zerberus über einen Passanten herfällt, trösten sie diesen mit den Worten: „Der will nur spielen!“

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Je höher jemand in einer Institution oder Organisation aufsteigt, desto weiter entfernt er sich von ihren Idealen, wie man bei den Parteien, der Kirche oder den Gewerkschaften sehen kann.

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Das zum Leben notwendige Grundwissen geht immer mehr verloren: Wie erziehe ich ein Kind? Wie führe ich eine Ehe oder Partnerschaft? Wie ernähre ich mich richtig?
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Bei manchen Menschen ist es wie bei Äpfeln: Sie müssen schon ein bisschen schrumpelig werden, um genießbar zu sein.
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Am meisten Spaß am Leben haben die Menschen, die ein bisschen verrückt sind.

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Je mehr Fachwissen die Menschen haben, umso weniger wissen sie anscheinend über das Leben.

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Gute Ideen können oft mehr Schaden stiften als nützen: So hat die sog. Gleichberechtigung zu einer Scheidungsquote von über 50 % geführt, sowie zur Zerstörung von Familien, Verwahrlosung und Verrohung von Kindern und Hungerlöhnen.

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Man kann ausrechnen, wann die Menschheit ausstirbt: Die Ehepaare einer Generation schlafen nur noch halb so oft miteinander, wie die Generation zuvor, und die Spermien der Männer werden ständig weniger und langsamer.
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Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, will er keinesfalls eine Schilderung deiner Krankheiten hören.

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Was man üben sollte, ist, dass man sich über eine Angelegenheit nicht mehr aufregt, als sie es verdient.

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Nimm dem modernen Menschen die Arbeit, das Shopping und den Fernseher: was bleibt ihm dann noch?

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Wie dumm die Menschen sind, sieht man auch daran, dass sie Leuten ihr Geld anvertrauen, die nicht einmal in der Lage sind, das Geld ihrer Bank zusammenzuhalten.

Menschen sind wie Bazillen: die scheußlichen wird man am schwersten wieder los.
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Es wird immer mehr Mode, dass sich die Menschen geradezu maskieren mit Sonnenbrille, Mütze, gefärbten Haaren, Piercing, Make-up, usw. Wollen sie nicht mehr sie selber sein?

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Ein großer Teil der Pharmazie besteht in Diebstahl: Man schaut, was die Eingeborenen gegen gewisse Krankheiten nehmen, macht Medikamente daraus und verkauft sie für teures Geld.

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Dein strengster Kritiker solltest du selber sein, aber ein bisschen Anerkennung solltest du dir dabei schon auch gönnen, wenn du sie verdient hast.

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Der Mensch ist zu sehr darauf programmiert, unbedingt etwas tun zu müssen, anstatt Geduld zu haben und erst einmal abzuwarten.
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Merkwürdig ist, dass Dummheit in der Mehrzahl, also die Dummheiten, den Menschen oft zu wichtigen Erkenntnissen führen.

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Im allgemeinen vergrößert sich etwas, wenn es in der Mehrzahl erscheint. Nur bei der Dummheit ist es anders. Da sind doch Dummheiten weniger schlimm.

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Zwischen Sauberkeit und Gesundheit besteht ein enger Zusammenhang, der sogar in Krankenhäusern bei der Hygiene missachtet wird.

Hast du es auch schon gemerkt? Die Menschen sind nicht mehr normal, die einen mehr und die anderen weniger.
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Wer keine Probleme hat, der macht sich eben welche.

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Wie beschränkt viele Menschen sind, sieht man daran, dass sie aus dem nichtigsten Anlass den größten Streit vom Zaun brechen können.

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Wen du vor dir hast, erkennst du daran, wie er über andere spricht.

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Der Mensch scheint bei der Schaffung von Problemen produktiver zu sein wie bei deren Beseitigung, denn sonst wären ja irgendwann keine mehr übrig.

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Für manche Menschen ist es ein Glücksfall, wenn sie durch ein Examen fallen. So hat Ron Hubbard (Scientology) die Aufnahmeprüfung für die Marine-Akademie nicht bestanden.
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Nachdem man heute kaum moralische Bedenken gegen einen One-Night-Stand hat, ist es nur logisch, dass sich Studentinnen auf diese Weise ihr Studium verdienen.

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Was ist empfindlicher als ein rohes Ei? Der Mensch! Mache dir das bewusst, wenn du mit anderen umgehst!

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Die meisten Menschen sind fremdbestimmt: Was sie glauben, haben Eltern und Pfarrer entschieden, die Gesundheit überlassen sie einem oft geldgierigen Arzt und ob sie in den Krieg ziehen, entscheiden machtbesessene Politiker für sie.

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Manchmal frage ich mich, ob ich durchsichtig bin, wenn mir immer häufiger Menschen entgegen kommen, die keine Anstalten machen, auf ihre Seite des Gehsteigs auszuweichen.

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Das Nächstliegende findet der Mensch am schwersten: sich selbst.
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Der Mensch scheint Klebmasse abzusondern. Das merkt man, wenn man im Gasthaus Türgriffe oder Salzspender anfasst.
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Wenn man die meisten Werbespots sieht, fragt man sich, ob die Leute blöd sind, die so etwas machen – oder sind diejenigen, die sie ansprechen wollen, so dumm, dass sie darauf herein fallen?

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Mit zwei bayrischen Redensarten lässt sich schon das halbe Leben bewältigen:

Reiß di z’amm!”

Schwapp’ ma’s abi!” (Was soviel bedeutet wie: Spülen wir es hinunter, also gräme dich nicht zu lange wegen Beleidigungen, verpasster Gelegenheiten usw.)

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Heute sind Leute „in“, die cool, ein bisschen chaotisch oder gar verrückt sind. Was wir aber bräuchten, sind disziplinierte intelligente Menschen, die etwas leisten.

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Wie schlecht viele Menschen sind, sieht man daran, dass sie es ohne weiteres glauben, wenn über einen anderen schlecht geredet wird. Das ist die Ursache für Mobbing.
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Die meisten Menschen werden von Zwängen getrieben. Glücklich, wer sein Leben selbst in die Hand nehmen kann!

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Intelligenz und Dummheit gleichen sich darin, dass die Leute meist völlig falsch einschätzen, wie viel sie besitzen.
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Freue dich, dass du kein Pferd bist, denn sonst würdest du mit deinen Mängeln womöglich gar nicht zur Vermehrung zugelassen.

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Was nützt dir deine Intelligenz, wenn ein Dummer mit seinem Leben vielleicht sogar besser zurecht kommt?

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Ein Kollege ist ein Mensch, der dich braucht, um sich gescheiter vorzukommen.

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Eine der Tragödien des Menschen ist, dass er immer zu unreif für die Altersstufe ist, die er erreicht hat.

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Kaum ein Mensch kann sich so unbeliebt machen wie ein Laie, der versucht, einem „Experten“ einen Ratschlag zu geben.

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Der Mensch von heute kommt einem manchmal vor wie ein Schiff ohne Kompass.

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Ein Mensch an sich ist das, was übrig bleibt, wenn man seinen Beruf und sein Vermögen abzieht.
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Wenn die Menschen die Tiere, die sie essen, selbst schlachten müssten, würden die meisten Vegetarier. Aber wenn ihnen dann die Wildschweine und Rehe das Gemüse vom Feld wegfressen würden, würden sie wieder zu Fleischessern.
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Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass du der Sonnenschein im Leben eines anderen Menschen sein könntest?

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Verzage nicht, wenn du dir gelegentlich dumm vorkommst. Das ist immerhin ein Zeichen von Intelligenz.
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Man muss in einer Zeit gelebt haben, um begreifen zu können, wie etwas passiert ist, was nie hätte geschehen dürfen.

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Was haben Nationalsozialismus, Atomkraftwerke und die nun herrschende völlig hemmungslose Geldgier gemeinsam? Spätere Generationen können nicht mehr verstehen, wie es so etwas gegeben haben konnte.

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Die Tragik des Menschen besteht darin, dass er immer zu unreif für die Lebensphase ist, in der er sich gerade befindet.

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Am besten lernt man die Menschen dadurch kennen, wie sie über andere reden: lassen sie sie gelten oder wollen sie den Eindruck vermitteln, sie fänden sich selbst viel toller?

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Die meisten Menschen sind bloße Mitläufer. Nur wenige führen ein selbstbestimmtes Leben.

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Sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.

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Der Optimist ist ein Mensch, der die Dinge so sieht, wie sie nicht sind.
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Der Pessimist ist auch ein Mensch, der die Dinge so sieht, wie sie nicht sind, nur anders herum.
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Der Mensch ist ständig auf der Suche: nach sich selbst und nach der Wahrheit.
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Mit wie Wenigem der Mensch zufrieden sein kann, sieht man daran, dass die meisten mit ihrem Verstand zufrieden sind.
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Wenn man sich das Gedächtnis wie einen Magen vorstellt, in den alles Mögliche hinein gestopft wird, dann ist das Gewissen der Verdauungssaft.
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Der Normalmensch ist bestechlich. Es kommt nur auf die Summe an.

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Wenn du dir recht gescheit vorkommst, kauf dir einen Computer und du merkst, dass du es nicht bist.

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Die Zahl der Brillenträger nimmt ständig zu, aber unsichtbar bleibt eine schlimmere Erscheinung: die um sich greifende Beschränkung des geistigen Sichtfeldes.

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Die Menschen werden immer dümmer: Früher achteten sie auf ihre Gesundheit, denn es war nicht sicher, ob der Arzt ihnen helfen konnte. Heute denken viele erst an die Gesundheit, wenn sie krank sind.

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Wie wohltuend wäre es gewesen, wenn Gott jedem Menschen nur eine beschränkte Gesamtredezeit mit auf den Lebensweg gegeben hätte. Wie sorgsam wäre dann jeder mit dem umgegangen, was er gesagt hätte. Was wäre uns dann nicht alles erspart geblieben?

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Leben heißt suchen: nach der Wahrheit und sich selbst.
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Manche Menschen sind wie alte Marmelade: Sie fangen an zu gären.
*

Eine Frage, die man sich immer wieder stellen sollte, ist die: Was kann ich heute Gutes tun? Bzw.:Habe ich heute Gutes getan?
*

Früher wurden regierende Fürsten mit Serenissimus angeredet (vom lateinischen serenus: heiter, ruhig, gelassen). Auch wenn man kein Fürst ist, sollte man doch ein Serenissimus sein.

*

In der Politik kann man mit dem nötigen Sitzfleisch alles aussitzen, wie die Lewinsky-Affäre von Bill Clinton gezeigt hat.

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Der vernünftigste Vorsatz fürs neue Jahr: Nimm dir nicht zu viel vor, sonst erlebst du eine Enttäuschung.

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Viele Menschen sind auf der Suche nach sich selbst und sind enttäuscht von dem, was sie da vorfinden. Andere suchen den Sinn des Lebens und finden keinen. Darum fangen die meisten gar nicht erst mit dem Suchen an.

*
Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen sind immer auf der Suche und die anderen sind tot – mindestens seelisch.

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Es wäre besser, wenn sich die Leute so um ihre Gesundheit kümmern würden wie um ihr Auto.

*
Der Mensch ist meist nicht in der Lage, ein Glück dauerhaft zu empfinden. Es wandelt sich in Zufriedenheit. Erst viel später bei der Rückschau erkennt der Mensch wieder sein Glück von früher.
Die Alten verstehen vieles nicht mehr, was passiert. Das liegt aber in der Regel nicht daran, dass die Alten geistig nicht mehr voll auf der Höhe wären, sondern daran, dass sie mit ihren Erfahrungen die Dummheit dessen, was so alles gemacht wird, besser durchschauen.
*

Wie wenig sich die Menschen kennen, sieht man daran, dass das Wort „Menschlichkeit“ für Erbarmen, Humanität, Menschenfreundlichkeit, Milde, Toleranz steht.
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Für alles Mögliche gibt es Bedienungsanleitungen: für den Fernseher, für das Auto…, nur für den Menschen nicht.

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Die Menschheit ist zur Zeit Gegenstand eines Experiments mit ungewissem Ausgang.
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Das, was manchen Menschen beim Essen in sich hinein stopfen, ist schon fast vergleichbar mit einem Kraftfahrer, der Diesel mit seinem Benzinauto tankt.

*
Man kann die Menschheit in zwei Gruppen einteilen: die Vordenker und die Mitläufer.
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Der Mensch braucht Herausforderungen, um daran zu wachsen.
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Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen sind auf ihrem Lebensweg unterwegs, die anderen sind dabei irgendwo sitzen geblieben.
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Man kann die Menschen in zwei Gruppen einteilen: Die einen kümmern sich um ihr Leben, die anderen um ihr Vermögen.
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Ein dummer Mensch, der sich im Rahmen seiner Möglichkeiten hält, ist allemal klüger als ein Intellektueller, der seine Grenzen nicht kennt.
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Manche Menschen leben in einer Illusion. Zerstöre sie nicht, wenn sie keinen Schaden anrichtet.
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Wenn Menschen Fehler machen, so ist ihre Reaktion darauf verschieden: Die einen bemerken sie gar nicht. Andere
sehen darüber hinweg. Und wieder andere leiden je nach Gewicht des Fehlers unter Umständen ein Leben lang darunter.
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Bei den Menschen ist es wie bei Lebensmitteln: Wenn sie ihr normales Haltbarkeitsdatum überschritten haben, können sie ungenießbar und sogar giftig werden.
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Weisheiten und Wahrheiten

Wenn einer viele Pillen schluckt, hat er einen Arzt, der sein Handwerk versteht, oder vielleicht ist er auch wirklich sehr krank.

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Wenn ein sogenannter Experte in dunklem Anzug mit Krawatte auftritt, glauben ihm viele Menschen mehr als ihrem eigenen Verstand: Dies ist eine moderne Form der Entmündigung.

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Was früher mit Schuldgefühlen im Beichtstuhl als Sünde geflüstert wurde, wird heute im Fernsehen mit Stolz als Leistung heraus posaunt.
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Ein Betrüger muss gescheiter sein als andere, um sie hereinlegen zu können. Wer noch gescheiter ist, wird Geschäftsmann.

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Mit der Reue ist das so eine Sache: Der eine bereut verpasste Gelegenheiten, der andere wahrgenommene.

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Die Menschen haben aus der Kuh einen hornlosen Euterträger gemacht, der auf vier wackligen Füssen steht. Was wird einmal aus dem Menschen werden, wenn sich die Gen-Technik durchsetzt und diese beim „Designen“ (sprich: „Züchten“) unseres Nachwuchses angewandt wird?

Es sollte einem zu denken geben, wenn man der einzige ist, der über seine Witze lacht.
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Der Computer hat einen großen Nachteil: Er zeigt einem, wie sehr man schon in einem halben Jahr altern kann.
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Menschen, die erwarten, dass man sie mit der ihnen zustehenden Ehrerbietung zuerst grüßt, sollte man aus erzieherischen Gründen übersehen.

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Die Hektik ist heutzutage allgegenwärtig: Sie erstreckt sich sogar auf die Liebe und so wird die Zeit des Reifens von jungen Leuten oft für Langeweile gehalten.

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Das, was viele als Mut bewundern, ist oft nichts anderes als Blindheit gegenüber der Gefahr.

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Eigentlich soll es ein Lob sein, wenn man sagt, dass jemand mit der Zeit geht. Ist es aber nicht so, dass er nur einem allgemeinen Trend nachläuft?

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Das Schlimme am heutigen Leben ist, dass es von den Fernsehfilmen ständig durch Verrücktheit übertroffen werden muss und sich die Menschen dann diese Filme zum Vorbild nehmen.
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Man hat einmal gesagt: „Reisen bildet.“ Im Zeitalter des Massentourismus ist es umgekehrt. Viele Reisende überspielen nur ihre innere Leere, indem sie sich in fernen Ländern die Sonne auf den Leib brennen lassen.

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Die Zeit ist heutzutage so schnelllebig, dass jemand, der einem Trend hinterher hinkt, oft fast schon wieder wie der Vorläufer einer neuen Retrobewegung wirkt.

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Ob es ein Zeichen für die moderne Weltsicht ist, dass die Krimis im Fernsehen bevorzugt grau gefärbt sind?
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Solange irgendwo auf der Welt Menschen hungern, ist es eigentlich eine Sünde, wenn sich hier die Menschen nur deshalb neue Kleidung kaufen, weil irgendwelche Couturiers meinen, dass man sich in jeder Saison anders kleiden müsse.
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Die Menschen wollen anscheinend nicht mehr informiert werden. Dies belegen die Wahlprogramme der Parteien und Reklame-Aussagen wie: „20 % Rabatt“ ohne jede Preisangabe.

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Respektlosigkeit ist ein Zeichen von Primitivität. Ein weiser Mensch wird jedes Wesen, sogar Tiere, respektieren.

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Multikulti“ nennt man es, wenn die Kinder Goethe nicht mehr kennen, dafür aber Döner, und wenn das Ganze als großer Fortschritt gepriesen wird.

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Wer heute eine Chance hat, irgendwo betrügen zu können, tut es auch. Früher fragte man sich noch: Wie stehe ich dann vor mir selber da?

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Je mehr Zeit die Leute haben, desto weniger wissen sie damit anzufangen.
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Je aufgeheizter die Stimmung ist, umso weniger Argumente und Beweise braucht man.

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Wenn man dem heutigen Leben so zuschaut, könnte man oft fast den Eindruck gewinnen, als sei der Rinderwahnsinn doch nicht spurlos an uns vorüber gegangen.

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Ein Widerspruch in sich sind Punks, die per Anhalter fahren wollen oder eine Lehrstelle suchen: Sie provozieren und erwarten, dass man das übersieht.
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Die Reife eines Menschen lässt sich am besten danach beurteilen, wie er andere Menschen sieht. Um das am Beispiel des Judas zu demonstrieren: Der schlichte Denker sieht in ihm den fiesesten Typen, der je gelebt hat. Der Nachdenklichere wirft vielleicht die Frage auf, ob Judas nicht womöglich erreichen wollte, dass der viel zu bescheidene Jesus allen einmal richtig zeigt, was er wirklich kann. Und wer weiter denkt, erkennt, dass Gott Judas als Werkzeug benutzt hat, um seinen Heilsplan für die Menschheit zu erfüllen.

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Weil die Ärzte ihre Aufklärungspflicht im Grunde genommen hassen, vernebeln sie lieber die Tatsachen: „Wenn ein besoffener Arzt in Afrika bei einer OP einen Fehler macht, verlangt unsere blöde Justiz, dass wir Sie über dieses Risiko aufklären.“
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Wenn heutzutage weniger geheiratet wird, liegt das vielleicht am Computer, denn dieser kann manchen Ehepartner voll ersetzen, indem er genauso stur, launisch, enttäuschend und abweisend reagieren kann.

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Wenn dir die Menschheit verrückt vorkommt und du dich fragst, ob du vielleicht noch normal bist, dann schau dir „Big Brother“ an und hör dir den früheren Tophit an: „Es ist geil, ein Arschloch zu sein“, dann weißt du es.

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Vergleicht man die Handschrift der Menschen von heute mit der von vor 100 Jahren, so muss man zu dem Ergebnis kommen, dass sich der Rinderwahnsinn tatsächlich unbemerkt ausgebreitet hat.

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Die Welt wird dumpfer: Wenn du dir ein Radio oder einen Fernseher kaufst, ist der Lautsprecher vom Werk aus nicht auf die feinen Töne eingestellt, sondern auf ein dumpfes „Wumm–wumm“.
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Wie sehr zur Zeit an der „Verungemütlichung“ der Welt gearbeitet wird, merkt man am besten beim Besuch mancher Lokale: Man wird mit Musik bedröhnt, die man nicht hören will, und wird „belüftet“, obwohl man es gerne warm hätte.
Und immer mehr Menschen essen in irgendwelchen „Abfütterungswinkeln“ von Supermärkten und Bäckereien.

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Wenn man lange genug wartet, wird aus dem, was man als Unrecht angesehen hat, Recht, wie man beim Zusammenleben Unverheirateter oder bei der Abtreibung oder bei der Homosexualität beobachten konnte.
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Es gibt positive Eigenschaften, die sich ins Negative verkehren, wenn damit übertreibt: Dann wird Frömmigkeit zur Bigotterie oder eine konservative Einstellung zur Rückständigkeit.

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Non schola, sed vita discimus.
Von Toleranz reden typischerweise auch diejenigen, die mit ihrem unerzogenen, lärmenden Nachwuchs in die teuersten Hotels gehen, oder diejenigen, die in öffentlichen Parks grillen und ihren Müll zurück lassen mit dem Argument, sie würden Arbeitsplätze für diejenigen schaffen, die das aufräumen müssen.

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Wer mich lobt in praesentia

und mich schimpft in absentia

den soll holen die pestilentia

(Spruch im Biergarten in Klagenfurt)

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Ein Nervenarzt vertrat die Theorie, dass man Geisteskranke am besten wie normale Menschen behandelt. Im Umkehrschluss müsste man zu der Überzeugung kommen, dass man normale Menschen vorsichtshalber wie Patienten einer Nervenheilanstalt behandeln sollte.
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Heaven is

where the Police are British, the cooks Spanish, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.

Hell is

where the cooks are British, the mechanics Spanish, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

(Spanische Postkarte)

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Menschlicher Fortschritt: Früher schüttete man die menschlichen Exkremente auf die Straße, bis man entdeckte, dass dies die Ursache von Seuchen war. Man baute daher kostspielige Kanalisationen; aber nun scheißen die Hunde auf die Straße.

Alles hat seinen Pferdefuß. Frag nach ihm, wenn dir etwas in den höchsten Tönen angepriesen wird.

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Das Gesund-Erhalten des eigenen Körpers war früher Teil der Kultur.
Heute meinen die meisten Menschen, dafür seien nicht sie selbst, sondern der Arzt zuständig.

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Es ist kein gutes Zeichen für unsere Zeit, wenn ein Arzt seine Rechnung schneller schickt als ein Handwerker.

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Ein alter Vater mit einem neuen Computer ist manchmal fast so arbeitsaufwändig wie einer, der ein Pflegefall ist.

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Die Deutschen wechseln ihre Religion und ihre Bank seltener als ihre Frau.
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Das Auto ist ein unmenschliches Verkehrsmittel: Der Mensch neigt dazu, Fehler zu machen und im Verkehr kann das kleinste Versehen die größte Schuld nach sich ziehen.

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Die meisten Akademiker sind – abgesehen von ihrem Fachwissen – kein bisschen gescheiter als diejenigen, die nicht studiert haben.

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Bevor man ein Buch schreibt, sollte man sich darüber im klaren sein, dass man dauernd mit seinen eigenen Zitaten konfrontiert wird.
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Auf den Buchmessen gewinnt man den Eindruck, dass umso mehr Bücher geschrieben werden, je weniger gelesen wird.

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Viele Menschen suchen die Gesellschaft anderer nur deshalb, weil sie sich hinterher besser vorkommen als die anderen.

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Was der eine als Normalzustand empfindet, wäre für den anderen oft eine eine Katastrophe.

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Sicher ist es gut, fortschrittlich zu sein; aber wer auch am Herkömmlichen festhält, weiß, dass er jedenfalls erwiesenermaßen so leben kann.

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Eine Bank ist dumm, wenn sie ihre Kunden nicht schröpft, denn die bleiben ihr sowieso treu.

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Früher wurden diejenigen, die schlechte Botschaften überbrachten, getötet; heute werden sie mit Nichtbeachtung bestraft oder als Miesmacher beschimpft.

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Wie sehr Bewegung und richtige Ernährung für den Körper wichtig sind, ja sogar Auswirkungen bis in jeden Muskel haben, wird einem bewusst, wenn man Wild aus dem Wald und aus einem Gehege vergleicht: Das eine Fleisch ist fest und durchblutet, das andere weich und blass.

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Nichts wird so gerne geglaubt, wie wenn schlecht über andere geredet wird. Deshalb gilt Herodes auch heute noch selbst bei intellektuellen Menschen als Kinderschlächter, obwohl dies in Wahrheit nicht zutrifft.
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Die Zeit kann wie eine Brille wirken, die uns hilft, die Dinge richtig zu sehen. Es gibt aber auch Dinge, die im Nebel der Zeit verschwinden oder verschwimmen.

Wie bescheiden das geistige Potenzial der Menschen ist, wird einem bewusst, wenn man abends beim Fernsehen feststellt, dass in keinem einzigen der über 100 Programme auch nur ein halbwegs unterhaltsamer Film läuft.

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Früher war es bei den Instrumentenbauern üblich, dass der Urgroßvater das Holz für seinen Urenkel lagerte, damit es dann schön alt war und entsprechend gut klang. Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Glaubt man nicht mehr an die Zukunft oder bestiehlt man die Jugend?

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Als ich vor mehr als einem halben Jahrhundert mein Abitur machte, sagte der Physiklehrer, nachdem er uns die Funktionsweise von Radio und Ottomotor beigebracht hatte: „Ein Mensch mit Abitur sollte sich von anderen dadurch unterscheiden, dass er alles auf der Welt versteht.“
Heute verstehe ich nicht einmal alle Funktionen der Fernbedienung meines Videorecorders.

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Man muss einfach gelegentlich wegfahren, damit man wieder weiß, wie schön es zu Hause ist.

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Für die Menschen von früher war der Liebesakt ein Ereignis, wie „wenn zwei Sterne zusammenstoßen“. Heute gewinnt man den Eindruck, als wäre es nicht viel anders, als wenn sie sich kratzen, wo es juckt.

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Undank ist der Welt Lohn: Wenn du dein ganzes Geld verschenken würdest, würden die Menschen höchstens sagen: Anscheinend hatte er zu viel davon.
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Merkwürdig ist, dass manches, was für jeden offen sichtbar ist, erst dann bemerkt wird, wenn die Zeit dafür reif ist.

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Ein Kritiker ist oftmals ein Mensch, der Unverstandenes unverständlich beschreibt.

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Es hat fast den Anschein, als ob heutzutage oft Humor und Hektik verwechselt werden.

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Geständnis eines alten Computer-Nutzers: Ich bin für meinen PC oft schlimmer als ein Virus.

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Das Leben kommt manchmal über einen wie eine Lawine: Da muss man ganz schön strampeln, dass man oben bleibt.

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Statistik ist die Wissenschaft von der Verbiegung der Wahrheit. Ein Beispiel aus der deutschen Statistik: „Von den 80-jährigen glauben nur 5 %, dass die Deutschen von der Judenvergasung etwas gewusst haben, von den 20- bis 40-jährigen sind aber 80 % davon überzeugt; also müssen die Alten ihr Wissen verdrängt haben.“ In Wirklichkeit wissen aber die 80-jährigen aus eigener Anschauung, was die Wahrheit ist.

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Auch wenn du Gutes tust, ist dies kein Grund, dass die Leute nicht schlecht über dich reden: Lädst du beispielsweise eine alte einsame Nachbarin öfter zu dir ein oder gehst du ihr gelegentlich zur Hand, dann heißt es, du hättest es auf ihr Erbe abgesehen.

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Ein guter Garten ist wie eine gute Frau: immer voll von Überraschungen.

Im Garten ist es wie beim Menschen: Man muss ständig darum kämpfen, dass alles gesund bleibt.
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Ein Nervenarzt vertrat die Theorie, dass man Geisteskranke am besten wie normale Menschen behandelt. Im Umkehrschluss müsste man zu der Überzeugung kommen, dass man normale Menschen vorsichtshalber wie Patienten einer Nervenheilanstalt behandeln sollte.
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Ein gesundes Misstrauen ist immer angebracht – vor allem dir selbst gegenüber.

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Die Menschheit ist wie ein Garten: Man muss ständig etwas gegen die Verwilderung tun.

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Wahrscheinlich hatten schon die alten Griechen Umweltprobleme, denn Aphrodite soll aus dem Meeresschaum entstiegen sein.

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An den Filmtiteln kann man die Verwilderung der Sitten und die Abstumpfung der Menschen ablesen: In den 60er Jahren kamen die ersten schüchternen Aufklärungsfilme auf, dann folgten Erotikfilme, später kamen Pornos dazu und schließlich mussten es „Sex and Crime“ sein in Erotik-Thrillern oder ganz neu in Erotikhorrorfilmen.

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Englisch ist die Sprache, mit der man sich international verständigen, ausgenommen mit den Briten.

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Bei der Mode hat man oft den Eindruck, dass sie von Frauen gemacht wird, die unbedingt wollen, dass ihre Geschlechtsgenossinnen schlechter aussehen als sie selber.

Früher gab es Künstler, die von ihrem Werk so besessen waren, dass sie darüber ihr Äußeres vernachlässigten. Heute beginnen Künstler ihr Wirken damit, dass sie sich ein scheinbar ungepflegtes Äußeres zulegen.
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Wenn jemand sein Gesicht wahren will, will er meistens nur verbergen, dass er keines hat.

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Zufriedenheit ist eine Tugend, die wir heute nicht mehr recht verstehen wollen und oft mit Dummheit gleichsetzen. Sie ist und bleibt aber die Voraussetzung für ein erfülltes Leben und bedeutet keinesfalls, dass man nicht für Veränderungen und Verbesserungen offen ist.
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Die Menschen von heute sind so abgestumpft, dass „Sex and Crime“ nicht mehr interessant genug sind. Moderne Fernsehfilme müssen deshalb etwa so konstruiert sein: Ein schwuler Verbrecher, der Behinderte beim Sex umbringt, wird von einer lesbischen Kommissarin gejagt.

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Wie tief unsere künstlerischen Fähigkeiten gesunken sind, sieht man daran, dass die alten Ägypter ein Tier so darstellen konnten, dass man es auch heute noch als Gottheit erkennt; die heutige Kunst hingegen benötigt meist althergebrachte Attribute, um Jesus als Gottessohn darzustellen: langes weißes Gewand oder Heiligenschein.

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Wenn ich mir neue Unterhosen kaufe, frage ich mich oft, ob die vielleicht in einem Nonnenkloster genäht wurden, wo man keine Ahnung von der männlichen Anatomie hat.
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Wenn du einen Haufen Mist produzierst, tröste dich: Schau in die Natur – mit Mist gedeiht alles besser.
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Manchmal gewinnt man den Eindruck, als ob die Modemacher ihr Zeug nicht wirklich verkaufen wollen und sie sich die merkwürdigen Sachen nur ausdenken, um den Geldbeutel der Männer zu schonen.

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Arbeitslosigkeit ist ein Unglück. Ein größeres Unglück ist es jedoch, wenn man ohne feste Arbeit nichts mit sich anzufangen weiß.

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Meist werden diejenigen bewundert, die viel Geld verdienen. Mehr Bewunderung verdienen aber diejenigen, die weniger Geld haben, es vernünftig ausgeben und das Leben genießen.

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Es ist nicht unbedingt immer gut, positiv zu denken: Wenn man nämlich das Schlimmste erwartet, wird man meistens angenehm enttäuscht.

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Von den Reichen kann man das Sparen lernen, sagt man. Umgekehrt bedeutet dies, dass man von den Armen die Großzügigkeit lernen könnte.

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Wenn du mit Kopfschütteln das Geschreibsel eines anderen liest, frage dich, wie das, was du zu Papier gebracht hast, vielleicht auf andere wirkt.

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Die Leute zerbrechen sich viel zu oft intensiv den Kopf darüber, was sie wie sagen sollen, statt darüber nachzudenken, wann sie wo besser schweigen sollten.

Manche Leute schaffen sich keinen Fernseher an, weil sie fürchten, er würde zu viel Zeit kosten. Tatsächlich besteht aber die Gefahr des Fernsehens hauptsächlich darin, dass es die Menschen ermüdet und sie damit antriebsarm macht.
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Jeder Fortschritt trägt zugleich den Keim des Rückschritts in sich: Je beweglicher nämlich der Mensch durch die modernen Verkehrsmittel geworden ist, umso mehr nutzlose Fahrten unternimmt er, so dass die dafür aufgewendete Zeit in einem unangemessenen Verhältnis zu einem sinnerfüllten Leben steht.
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Wenn du einen Kranken pflegst, musst du dir darüber im klaren sein, dass du dafür nicht immer Dank erntest, sondern dem Patienten manchmal auch als Abladeplatz für seine Launen dienen musst.

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Viele junge Leute betrachten ihr Zuhause nur noch als Sprungbrett in die große weite Welt.

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Du suchst das Abenteuer? Es ist in dir!

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Wenn du die Schuld bei dir suchst, hat das den Vorteil, dass du etwas ändern kannst.
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Wenn du die Schuld bei anderen suchst, ist das besser für dein Selbstbewusstsein.
Such‘s dir aus!

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Jeder Mensch hat auch seine guten Seiten, aber was die anderen sehen wollen, sind oft die schlechten.

Kaum eine Grenze ist so schwierig zu finden wie diejenige zwischen widersprechen zu müssen und besser zu schweigen.

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Suche immer zunächst einmal die Schuld bei dir. Das ist mindestens ein guter Anfang.

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Der Mensch ist von Natur aus eher ein Meckerer als ein Macher.

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Der einzelne Mensch ist manchmal so unbedeutend wie eine Schneeflocke, doch auch gefährliche Lawinen setzen sich aus kleinen Schneeflocken zusammen.

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Gebet eines Patienten: Lieber Gott, lass die Diagnosen meines Arztes nicht so falsch sein wie seine Rechnungen.
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In der heutigen schnelllebigen Zeit brauchst du nicht unbedingt etwas zu leisten, um bekannt zu werden; es genügt schon die bloße Ankündigung einer Leistung, um in die Medien zu kommen: Weltumrundung mit dem Fahrrad usw.

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Man lebt immer unnatürlicher: Musik-Events werden in die einsamste Natur verlegt, man geht nach Mitternacht in die Disco, und sogar Kinderbücher werden um Mitternacht vorgestellt.

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Einen Teil der Hektik verdanken wir der Werbung: Wenn wir gerade noch beim Baden sind, erfahren wir aus dem Radio, dass es nur noch 120 Tage bis Weihnachten sind. So verlernen wir es langsam, uns nur dem Augenblick hinzugeben und ihn zu genießen.
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Viele Menschen entdecken bei der menschlichen Vermehrung ein seltsames Phänomen: Die Natur schüttet über ihnen ein ganzes Füllhorn von besonderen Fähigkeiten und guten Eigenschaften aus, die an den Nachwuchs weiter gegeben werden. Das Negative muss also aus der Erbmasse des Partners stammen.
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Das menschliche Glück besteht oft nur in etwas ganz Einfachem: Sich intensiv mit etwas beschäftigen, was Freude macht.

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Die Menschen sind sehr empfindsam – sich selbst gegenüber.

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Ein einziges Wort kann so sein wie ein Stein, den man ins Wasser geworfen hat und der dann immer größere Kreise zeichnet.

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Wenn man sieht, was ein einfacher, aber tüchtiger Bauer aus seinem Boden macht, und wenn man seine Leistung mit der eines Diplom-Landwirts vergleicht, können einem schon Zweifel am Wert eines Studiums kommen.

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Die Menschen sind eigentlich ganz nett – bis man sie näher kennen lernt.
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Das Internet ist ein Spiegelbild des menschlichen Gehirns, denn es kann ja nur das wiedergeben, was Menschen gedacht haben. Demnach dürften die Leute zu 99 % Unsinn im Kopf haben.

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Consumo – ergo sum!
Es ist von der Natur gut eingerichtet, dass die Menschen als süße kleine Babys zur Welt kommen. Wären die Neugeborenen so wie viele Teenager: Die Menschheit wäre längst ausgestorben.
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Beim Autokauf sieht man, dass eine und dieselbe Situation von den Menschen ganz unterschiedlich empfunden wird: Der eine freut sich an seinem neuen Fahrzeug und an dessen vielen Vorzügen; der andere entdeckt gewisse Nachteile und ärgert sich darüber.
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Als guter Fotograf gilt man, wenn man das Glück hat, ein Gesicht in dem Augenblick zu fotografieren, in dem es zufällig besser aussieht, als es ist.

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Es gibt Menschen, denen vor einem Blick in den Spiegel graust. Wie müssten sie sich erst fühlen, wenn sie ihre Seele im Spiegel betrachten könnten?

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Es mag sein, dass Reisen bildet. Tourismus jedenfalls verblödet.

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Die wenigsten Menschen können glauben, dass jemand es gut mit ihnen meint, wenn er ihnen die Wahrheit sagt.

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Einmal kurz nachdenken kann einen Haufen Arbeit ersparen.

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Je mehr Geräte mit einem einfachen Knopfdruck funktionieren, umso frustrierter ist der Mensch darüber, dass dies im Leben selbst nicht so einfach ist.

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Die Wahrheit kann einen Menschen oft mehr verletzen als eine Bosheit, denn die Bosheit wird nicht so ernst genommen.
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Der Computer ist ein Symbol für den menschlichen Fortschritt: teilweise genial, aber dennoch ständig vom Absturz bedroht.
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Kein Wunder, dass die Mannequins so finster dreinschauen – wenn man sieht, was sie anhaben.

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Man kann das Leben in zwei Abschnitte einteilen: Erst hat man einen Haufen Wünsche und wenig Geld; später ist es oft umgekehrt.

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Stecke dir deine Ziele nicht zu hoch, dann kannst du dich öfter darüber freuen, dass du wieder eines erreicht hast.

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Seelisch krank bist du, wenn in deinen Augen all das Gute, das dir im Leben widerfahren ist, von ein paar schlechten Erlebnissen verdrängt wird.

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Eine Moral ist dann nichts mehr wert, wenn einzelne sich folgenlos darüber hinwegsetzen können und dann womöglich noch als fortschrittlich gelten.
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Das Leben ist so ähnlich, wie wenn jemand weit oben aus einem Fenster eines Wolkenkratzers fällt und beim Vorbeifliegen am 13. Stockwerk sagt: „Bis jetzt ist alles gut gegangen.“

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Die Menschen sind anscheinend austauschbar geworden, denn statt miteinander zu reden „tauschen sie sich aus“.
Es gibt zwei Arten von Problemen: Bei den einen muss man etwas tun, die anderen erledigen sich von selbst. Wenn man die letzteren erkennt, kann man sich einen Haufen Arbeit und Ärger ersparen.
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Man sollte die Gelassenheit besitzen, die Dinge so zu betrachten, wie man sie in 10 Jahren sehen würde: Dann wäre es einfach, Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden und die erstrebenswerten Ziele klar zu erkennen.

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Du sollst nicht zu viel Zeit darauf verwenden, dich mit schlechten Erfahrungen zu beschäftigen, denn dadurch hast du weniger Zeit übrig, dich dem Positiven zu widmen.
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Der Beruf Schauspielers wird oft überschätzt, denn oft genügt der Auftritt eines Hundes, um dem bekanntesten Filmstar die Schau zu stehlen.

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Vielleicht liegt die größte Lebensweisheit in dem Spruch von Horaz: „Carpe diem!“, denn er bedeutet, jeden Tag dankbar als Geschenk so anzunehmen, als wäre es der erste, den man erlebt, und ihn so sinnvoll zu nutzen, als wäre es der letzte.

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Von vielen Tausenden bin ich auch einer, ein armes Menschenkind, dem der liebliche Lebensfrühling, die blühenden Jugendjahre mit scholastischen Flausen verdorben wurden…

(Comenius 1658)
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Lüften bedeutet heutzutage für viele Menschen, dass sie den eigenen Mief durch Autoabgase ersetzen.

Es spricht nicht gerade für den Menschen, dass er sich meistens ein so dummes Tier wie den Hund als Gefährten aussucht. Ein Schwein beispielsweise wäre doppelt so klug und gelehrig.

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Wer bin ich?“ ist eine Frage, die man sich immer wieder stellen sollte, aber genau so wichtig ist die Frage: „Wer bzw. wie will ich sein?“
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In einer Hinsicht ist das Leben jedenfalls gerecht: Das Glück ist ziemlich unabhängig davon, wie viel Geld jemand hat.

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Das Leid hat seinen Sinn im Leben. Es lässt die guten Eigenschaften im Menschen wachsen: Hilfsbereitschaft, Geduld und Liebe.

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Eine Bauchlandung muss nicht unbedingt schlecht sein: Es kommt darauf an, auf wessen Bauch man landet.
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Für jede Wahrheit muss die Zeit reif sein, sonst interessiert sich keiner dafür.

Heute müsste man hinzufügen:

Diese Wahrheit muss auch noch von einer prominenten Person ausgesprochen werden.

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Die Moral hat einen zwiespältigen Inhalt: Sie enthält Regeln, welche die Menschen schützen sollen, aber sie doch oft nur unnötig knebeln.

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Wer so viel Bewährtes über Bord wirft und so viel Neues einführt, wie die heutige Menschheit, bewegt sich auf sehr schwankendem Grund und kann leicht untergehen.

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Wenn dir gesagt wird, dass du deine Wut nicht in dich hineinfressen sollst, heißt das nicht, dass du andere anschreien und verletzen sollst.
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In einer Zeit, die ein Tabu nach dem anderen bricht, kamen auf einmal merkwürdige neue Sensibilitäten auf: So darf man nicht mehr so normale Worte wie „Neger“ gebrauchen, obwohl das Wort an sich nie diffamierend gebraucht wurde, wie der „Negerkuss“ belegt.
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Unkraut jäten ist eine geradezu philosophische Tätigkeit, weil sie einem ständig die Sinnlosigkeit menschlichen Handelns vor Augen führt.

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Er hatte solchen Respekt vor sich selbst, dass er sich in Selbstgesprächen siezte.

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Geschenke sind manchmal wie Huren: durch viele Hände gegangen.

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Wie sehr die Verrohung der Menschen zunimmt, kann man daran sehen, dass Eltern scheußliche Stürze ihrer Kinder mit der Video-Kamera aufnehmen und dass das Fernsehen diese Filme als Lachnummern präsentiert.

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Der Sinn einer Diskussion besteht nicht unbedingt darin, den anderen zu überzeugen, sondern insbesondere auch darin, die Meinung des anderen wirklich kennen zu lernen.

Leute, die sich damit brüsten, viele Freunde zu haben, wollen meist darüber hinweg täuschen, dass sie nur Bekannte, aber keinen einzigen wirklichen Freund haben.

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Wenn du gar keinen Ärger hast, werde Vereinsvorstand.

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Wer sich wie ein toller Hecht vorkommt, muss sich in der Regel damit abfinden, dass er sein einziger Bewunderer ist.
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Früher reparierte man alte Geräte, stopfte Strümpfe und flickte Kleidung – heute wirft man altes weg. Dadurch trat an die Stelle des Bestrebens, etwas in Ordnung bringen zu wollen, ein zügelloser Zerstörungstrieb, denn früher ist es niemandem eingefallen, Häuser zu beschmieren, Zugfenster zu verkratzen oder sonst öffentliche Einrichtungen zu beschädigen.

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So sind die Menschen: Wer eine Hecke an der Grundstücksgrenze haben möchte, pflanzt sie oft nicht selbst, sondern wartet lieber, bis der Nachbar eine auf seinem Grundstück anlegt. Und dann regt er sich darüber auf, wenn Zweige zu ihm herüber wachsen.

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Die Menschen wären bescheidener, wenn sie sich immer wieder bewusst machen würden, dass 98 % ihres Gen-Materials dasselbe ist wie das der Affen.

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Es ist nur logisch, dass Menschen Roboter bauen, die ihnen möglichst ähnlich sind. Dass aber umgekehrt Menschen gibt, die sich wie Roboter zurecht machen, sollte zu denken geben.

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Auch schlechte Bücher können einen Sinn haben, wenn sie einen auf viele gute Ideen bringen.

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Eine Form der Inkontinenz greift immer mehr um sich, nämlich die verbale.
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Das Traurige am Leben ist, dass fast alle Menschen echtes Glück nur kurz empfinden und es dann als Normalzustand betrachten, ohne dass sie sich es immer wieder bewusst machen würden..

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Bei allem, was du einem anderen schreibst, denke daran, dass es anders wirkt, als wenn du es sagst.
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Der Fehler an Fernsehprogrammen ist, dass so häufig am Interesse des Publikums vorbei produziert wird: Was sollen Ehedramen im Fernseh-Film, wenn fast jeder die sowieso zu Hause hat. Deswegen will das Volk lieber Morde sehen.

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Und über dem allen, mein Sohn, lass dich warnen; denn des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde.

(Prediger, 12,12)

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Man kann die Menschen in zwei Gruppen einteilen: Die einen sind zufrieden mit dem, was sie haben; die anderen sind unzufrieden, weil sie daran denken, was sie nicht haben.

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Wenn es dir recht schlecht geht und man dich von einem Arzt zum anderen schickt, lernst du etwas kennen, was man die Selbstheilungskraft des Körpers nennt.

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Bei allem, was du einem anderen schreibst, denke daran, dass es anders wirkt, als wenn du es sagst.
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Manche Menschen sind ähnlich wie König Midas: sie können anpacken, was sie wollen – es wird zu Geld.

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Der Mensch von heute geht überall hin, nur in sich gehen will er nicht.

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Nicht recht gesund ist gefährlicher als krank, weil man den Zustand nicht genügend ernst nimmt.

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Wer die Augen offen hält

Dem wird manches glücken,

Doch noch besser geht es dem,

Der versteht, eins zuzudrücken.

(Goethe)
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Mit das Wichtigste, was man vom Computer lernen kann ist dies: Wenn alles gut läuft, lass es so und frag nicht, warum und was man besser machen könnte.

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Wenn du keinen Ärger hast, verschenke etwas, dann kannst du dich ziemlich sicher über die Undankbarkeit ärgern. Schon Jesus hat sich darüber beklagt.

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Massentourismus ist so ähnlich wie Prostitution: Ein Land verkauft seine Seele.

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Jedes Flugzeug hat eine Schwachstelle: den Piloten.

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Der typische Urlaub sieht oft so aus: Du fährst wegen der Wärme in ein südliches Land und kommst dann in Hotel, in dem eine Klimaanlage dir eine Temperatur beschert, als wenn dir zu Hause die Heizung ausgefallen wäre.

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Wenn die Änderung der moralischen Auffassungen so weiter geht wie in den letzten Jahrzehnten, ist die Zeit nicht mehr fern, in welcher das „sozialverträgliche Frühableben der Alten“ nicht nur eine sarkastische Formulierung eines Ärztevertreters war, sondern zur moralischen Verpflichtung erhoben werden könnte, um die junge Generation zu entlasten.

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Betrachtet man die heutigen Warmduschgewohnheiten, so handelt es sich um eine Umkehr der Kneippkuren, die der Logik nach krank machen müsste.

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Paradox: Das warme Brasilien ist das Land mit den meisten Lungenentzündungen (durch Klimaanlagen).

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An die Gefahr kann man sich so gewöhnen, dass man sie gar nicht mehr wahrnimmt: So sahen nach Aufdeckung der BSE-Erkrankungen 70 % der Menschen eine Gefahr im Genuss von Rindfleisch. Ein halbes Jahr später waren es nur noch ein Prozent.
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Wenn du einem anderen das Wertvollste schenkst, was du hast, nämlich Zeit, indem du ein Gedicht schreibst oder etwas bastelst, musst du Angst haben, als Geizkragen zu gelten.

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Es sähe etwas besser auf der Welt aus, wenn uns Prominente und solche, die sich dafür halten, das „Outen“ ersparen würden.

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Im Zeitalter des Computers ist es so leicht geworden, ein Buch zu schreiben, sodass man schon fast jedem dankbar sein muss, der dies nicht tut.
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Man kann den Wert einer Gesellschaft auch daran messen, welche Tabus sie kennt.

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Zur Kunst gehört auch das Wissen, wann man aufhören muss.

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Die meisten Menschen lassen sich im Strom des Lebens treiben; nur wenige schwimmen selbst.

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Wie viel weiter wäre die Menschheit, wenn nicht so vieles in Vergessenheit geraten wäre.

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Ich arbeite mit der Perfektion eines Computers: Manchmal fehlt etwas, und gelegentlich kommt es zu einem totalen Blackout.

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Für viele Menschen ist das Leben aus dem Gleichgewicht geraten: Sie widmen sich voll und ganz ihrer beruflichen Arbeit und vergessen darüber die wichtigste Aufgabe, die ihnen gestellt ist, nämlich die Planung ihres Lebens.
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Statistischen Erhebungen zufolge werden die Menschen immer unhöflicher. Ein treffendes Beispiel hierfür ist das Briefschreiben: Als man noch schön mit der Hand schrieb, endete man mit der Formel: „Mit freundlichen Grüßen“. Im Zeitalter des Computers, wo man diesen höflichen Briefschluss mit einem einfachen Knopfdruck abrufen könnte, liest man stattdessen immer öfter nur: „mfG“.

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Englisch ist eine einfache Sprache, mit der man sich überall auf der Welt bestens verständigen kann, nur nicht mit Briten.
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Du verplemperst dein Leben, wenn du dich in Nebensächlichkeiten fest beißt und dann zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens hast.

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Das Schlimme am Rauchen sind weniger die gesundheitlichen Gefahren, sondern es ist die Tatsache, dass der Mensch sich selbst nicht mehr in der Hand hat.

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Wenn dir jemand den Vortritt lässt, kann es sein, dass er dir nur besser in den Hintern treten will.

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Wenn du in einem Land nicht willkommen bist außer bei den Hoteliers und Geschäftsleuten, nennt man das Tourismus.

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Der Tourist ist ein Mensch, der sich in der Regel nur für eine Besonderheit des Gastlandes interessiert: die Sonne.

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Die Menschen sind inzwischen durch die immer aggressiver werdende Unterhaltung so verbildet worden, dass sie unfähig geworden sind, einfache, natürliche echte Freuden zu empfinden, wie die über ihr eigenes Kind: Es ist ihnen zu langweilig. Deshalb gibt es immer weniger Nachwuchs. Viele junge Paare reisen lieber.

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Fortschritt ist oft nur, dass immer mehr Zeug produziert wird, das eigentlich keiner wirklich braucht.

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Wenn in Jahrhunderten Archäologen unsere Fernsehfilme ausgraben würden, kämen sie vielleicht zu dem Schluss: Die Menschen waren schwul und neigten dazu, sich gegenseitig umzubringen.

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Die Moral ist zu einem Quantitätsproblem geworden: Wenn nur einer mit einem Auto fahren würde, dessen giftige Abgase andere töten könnten, würde ihm das verboten. Wenn aber Millionen mit Dieselkraftstoff fahren, dessen rußige Abgase jährlich 14.000 Tote zur Folge haben, dann wird daran nichts geändert.

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Ob es ein Zufall ist, dass die heutigen Promis oft nur einen Buchstaben weit vom Proli entfernt sind?

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Unter „schenken“ versteht man heutzutage, dass man Leuten, die alles haben, etwas kauft, was sie meistens nicht brauchen können.

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Das Internet ist wie das Leben selbst: Ein Haufen Wirrnis, in dem sich schon auch etwas Brauchbares finden lässt.

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Auch wenn ein Prominenter im Zenit seiner Leistungsfähigkeit steht, ist sein Nachruf in den Redaktionsstuben schon fertig.

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Wenn du etwas bewirken willst, fange bei dir selbst an!

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Gott bewahre mich vor Menschen, die anderen ungefragt ihre Weisheiten aufdrängen.

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Du hast nichts zu tun? Ein hartes Stück Arbeit liegt vor dir: du selbst!

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Heutzutage spielt die Musik deshalb immer so laut, damit nicht auffällt, dass sich die Leute nichts zu sagen haben.

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Unter Höflichkeit verstehen die Menschen heute, dass sie in einem Lokal beim Rauchen ihren Dunst nicht zu ihrem Partner, sondern zum unbekannten Nachbarn auf der anderen Seite blasen.

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Rätselfrage: Was ist das? Wenn es vor liegt, erscheint es groß; wenn es hinter dir liegt, findest du es klein.

(Lösung: Ein Problem)

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Es sollte einem Arzt zu denken geben, dass sein Tun – juristisch betrachtet – als Körperverletzung bewertet wird (wenn freilich auch als eine gerechtfertigte).

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Die großen Leistungen der Menschheit sind auf allen Gebieten der Kunst bereits erbracht. Unser Beitrag dazu ist: Shakespeare in Fäkalsprache oder „Cosi fan Tutte“ im Badeanzug.

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Es sollte den „modernen“ Opernregisseuren zu denken geben, dass der Wiener Opernball seine Attraktivität gerade dadurch bewahrt hat, dass er geblieben ist, wie er immer war.

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Der Irrtum hat seinen Sinn, denn oft genug ist er die Voraussetzung für die Erkenntnis.

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Das Halbdunkel kommt dir heller vor, wenn du aus dem Dunkel kommst statt aus dem Hellen.

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Vieles im Leben hat einen Pferdefuß. Ein Pferd jedoch hat vier davon

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Du möchtest die Welt verbessern? Sie will aber nur Fortschritt.
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Kochen ist eine Kunst, die mit anderen Künsten durchaus vergleichbar ist: Was die Malerei fürs Auge und die Musik fürs Ohr bedeutet, ist das Kochen für den Geschmackssinn.
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Überlege es dir dreimal, ob du jemandem etwas schreiben sollst: Wenn du stattdessen redest, nimmst du die Wirkung deiner Worte wahr und kannst entsprechend reagieren.

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Unsere Zeit hat einen völlig neuen Typ von Autor hervorgebracht, nämlich einen, der seine Bücher selbst nicht kennt, weil andere sie geschrieben haben.

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Früher machte man Musik, bei der die Melodien den Rhythmus als Hintergrund hatten, heute begnügt man sich häufig mit Rhythmus und ein paar Tönen.

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Ein Kunstmaler hat es leicht: Er kann auf einer weißen Leinwand ein Portrait malen. Ein Visagist hingegen muss mit Farbe aus einem Durchschnittsgesicht einen Star machen.

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Wie dumm die Menschen sind, sieht man daran, dass sie einerseits sogar giftige Chemikalien in homöopathischen Dosen als Heilmittel zu sich nehmen, und andererseits Gifte im Trinkwasser unbedeutend finden, wenn sie unter dem Grenzwert liegen.

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Wer ständig verpassten Gelegenheiten nachweint, versäumt die Zukunft.
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Wie gescheit sind wir doch, wenn es um das Leben anderer geht.

Besitz belastet.

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Die Vergänglichkeit wird dem Menschen auch immer wieder dadurch bewusst gemacht, dass es kein wirklich dauerhaftes Speichermedium gibt.

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Das Leben ist ein großes Sieb, und deine Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass du nicht zu denjenigen gehörst, die beim Sieben durchfallen.

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Wenn die alten Leute über die heutzutage herrschende Undankbarkeit der jungen Leute klagen, sollten sie sich vor Augen halten, dass sich schon bei Jesus nur einer der geheilten Aussätzigen bedankt hat.

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Die moderne Musik und manche neue Filme beweisen, dass das durch chemische Zusatzstoffe hervorgerufenes Zappelphilipp-Syndrom nicht nur bei Kindern immer mehr um sich greift.

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Es scheint das Schicksal der meisten Menschen zu sein, dass sie stets zu unreif für die großen Entscheidungen sind, die sie zu treffen haben: z. B. Berufs- und Partnerwahl.

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Zünde dir eine Kerze an: Das ist besser, als wenn dir gar kein Licht aufgeht.

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Man sollte verbieten, dass Postkarten teurer sind als Anrufe, denn unliebsame Post kann man wegwerfen, Anrufe dagegen muss man erdulden.

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Stelle dir vor, du wärst in Indien geboren: Dann wüsstest du, dass dein Besitz letztlich auf Ungerechtigkeit zurückgeht.
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Zur Zeit findet das größte Experiment der Menschheit statt: Es wird ausprobiert, wie viele unterschiedliche Chemikalien man auf einmal zu sich nehmen kann, ohne Schaden zu nehmen.
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Was hat das Studium für einen Wert, wenn es den Menschen nicht befähigt, sein Leben besser zu bewältigen?

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Von deinen Feinden kannst du mehr lernen als von deinen Freunden, denn sie sind ehrlicher.

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Wenn man bedenkt, wie viel die Leute heutzutage unterwegs sind, ist es zwangsläufig so, dass sie entsprechend weniger Zeit zum Nachdenken haben.

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Die meisten Menschen spüren es gar nicht, wie sehr sie einen anderen entwürdigen, wenn sie ihren Unrat einfach weg werfen, so dass ihn ein anderer beseitigen muss.

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Wie der Humor abnimmt, kann man aus dem Fernsehprogramm ersehen: Aus der Komödie wurde die Comedy mit Lachern vom Band, die aber auch schon mehr und mehr von der Sit-Com verdrängt wird.

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Was nützt das Studium der Architektur, wenn man Geschmack nicht lernen kann?

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Goethe würde heute wohl im Faust schreiben:

Der Mensch in seinem dunklen Drange

ist sich des rechten Weges nicht bewusst.“
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Sei heute lustig, morgen froh,
übermorgen ebenso!
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Ein Geschäftsmann ist jemand, der seine Ware billig im Ausland einkauft, sich aber bitter darüber beklagt, wenn die Kunden nicht am Ort, sondern in auswärtigen Gewerbegebieten, Großmärkten und Discountern kaufen.

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Windows“ ist ein typisches Produkt unserer Zeit: Es ist so komplex, dass es nie fehlerfrei sein wird.

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Früher sagte man „Strandgut“ zu dem, was an den Strand gespült wurde. Heute müsste man „Strandmüll“ sagen.

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Wenn du etwas erreichen oder bewirken willst, ist es besser auf die Dummheit der Menschen zu setzen als auf deren Verstand.

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Das Frühjahr in Deutschland besteht in der Regel aus den Eisheiligen, der kalten Sophie, der Schafskälte und sonstigen skandinavischen Tiefausläufern. Der Klimawandel lässt uns hoffen.

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Der Mensch wird immer mehr entmündigt, denn wir leben in einer Zeit, in der komplizierte Sachverhalte zusätzlich noch bewusst unübersichtlich gemacht werden.

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Wenn du dich auf einen Streit einlässt, überlege dir, wie wichtig er dir 10 Jahre später wäre.

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Ein Streit ist oft schnell vorbei, aber die Folgen können dich ein Leben lang begleiten.


Wenn du dich fragst, ob du spinnst, hast du schon angefangen.

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Schau dir öfter alte Filme an: Da siehst du gesunde Wälder und Frauen mit sinnlichen Lippen, für welche sich der heutigen Stars das Fett aus dem Hintern einspritzen lassen müssen.

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Wie begrenzt der menschliche Geist ist, merkt man, wenn man sich fragt, was man von den Gebrauchsanleitungen für Videorekorder, Fernseher, Radio und Autoradio verstanden und im Kopf behalten hat.

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Es gibt kaum noch richtig ausgereiftes Obst. Bei den Menschen scheint es ähnlich zu sein.
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Frühere Generationen haben der Nachwelt kulturelle Schätze hinterlassen wie die Kathedralen und Werte wie Bahn und Post. Wir dagegen verschleudern diese Werte und hinterlassen einen Haufen Schulden statt kultureller Werte.

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Wenn man findet, du hättest Unrecht, überlege dir, ob es sich lohnt, darüber zu streiten. Wenn du dem Standpunkt des anderen nicht widersprichst, ersparst du dir endlose Diskussionen, die in der Regel zu nichts führen.

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Bei jeder Auseinandersetzung überlege dir, ob du wirklich etwas verbessern oder nur Recht haben willst und ob der andere überhaupt aufnahmefähig ist.

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Deutsch scheint keine wohlklingende Sprache zu sein, sonst würden die Opernsänger nicht statt „Herz“ und „Liebe“ singen: „Harz“ und „Liebö“.

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Konzentriere dich auf das Wesentliche! Wie viel Zeit wird mit Firlefanz vergeudet!
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Manchmal kommt etwas allein schon dadurch ins Lot, dass die Prioritäten richtig gesetzt werden.

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Wie schön wäre es, wenn das Gehirn wie der Computer einen Papierkorb hätte.

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Die Wahrheit ist käuflich, wie man bei den gen-manipulierten Pflanzen gesehen hat. Diejenigen, die die Schädlichkeit dieser Nahrung nachgewiesen haben, wurden mit viel Geld für eine ganze Zeit mundtot gemacht.
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Auch das Gewissen scheint einem Alterungsprozess zu unterliegen: Es gab einmal „Gewissensbisse“, aber die sind aus der Mode gekommen. Nun scheint das Gewissen zahnlos geworden zu sein.

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Dem einen erscheint etwas als gutes Werk, was für den anderen die größte Widerlichkeit darstellt.

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Hast du heute schon einmal darüber nachgedacht, wie oft du „ja“ und wie oft du „nein“ gesagt hast?

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Je unbeständiger die Beziehungen werden, desto lauter werden die Popsongs über die Liebe.

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Wenn du keine schlaflosen Nächte kennst, führe einen Prozess oder kaufe dir einen Computer. Manche erreichen aber auch mit Heiraten und Kinderkriegen dasselbe.

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Denke beim Kauf von Wertpapieren daran, dass ein anderer die Aktie, die du unbedingt haben willst, genauso gerne los werden will.
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Du kannst ganz einfach feststellen, ob du ein positiv gestimmter Mensch bist: Du brauchst dich nur zu fragen, wie oft du in der letzten Zeit gut oder schlecht über andere geredet hast.
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Extra Bavariam non est vita, et si est vita, non est ita.

(unbekannt)

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Irgendwann reißt das Leben jedem die Maske vom Gesicht.

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Es sollte dir zu denken geben, dass nur ganz selten diejenigen, die in alten Filmen als weitere Darsteller aufgeführt wurden, berühmte Schauspieler geworden sind.
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Zu den größten Leistungen der Menschheit gehört, dass unsere Vorfahren herausgefunden haben, welche Wirkungen welche Heilpflanzen haben. Die Menschen von heute besitzen nicht mehr die dafür notwendige Sensibilität gegenüber ihrem eigenen Körper. Sie merken nicht einmal, was ihnen schadet.

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Fachleute sind oft Menschen, die glauben, dass sich jedes Problem in irgendein Schubfach einordnen lasse und entsprechend zu behandeln sei.
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Ist die Werbung so dumm oder das Volk so blöd: Eigentlich sollte doch jeder Geräte nach seinem eigenen Geschmack, nach Preislage oder auf Grund von Warentests kaufen anstatt darauf hereinzufallen, dass ein Prominenter dafür Reklame macht.

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Hast du mal darüber nachgedacht, wie deine Lebensbilanz aussieht? Hast du mehr Liebe gegeben als du empfangen hast?

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Die ärztliche Kunst besteht für viele Mediziner auch darin, natürliche Zustände wie Alter, Schwangerschaft und Klimakterium als Krankheiten zu behandeln und so daran zu verdienen.

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Es ist eine Kunst zu wissen, was man ernst nehmen muss und was man heiter mit Gelassenheit betrachten und über sich ergehen lassen sollte.

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Misserfolge und Erfolge gleichen sich darin, dass du siehst, was für ein Mensch dahinter steht.

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Es gibt Menschen, denen offenbar die Wichtigkeit des Papierkorbs nicht bewusst ist.

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Papier ist geduldig, die Menschen sind es nicht.
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Das Leben ist zu einem Fastfood-Artikel verkommen.
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Was wäre aus manchem Menschen oder der Menschheit geworden, wenn alle Chancen wahrgenommen worden wären?

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Du solltest über deine Kritiker so erhaben sein wie ein Denkmal, bei welchem ein Hund ein Bein hebt, was aber nicht heißt, dass du nicht über manches nachdenken solltest.

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Der Mensch hat es weit gebracht: Nun ist er selbst die Schwachstelle und nicht die Maschine.

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Für viele ist die Wahrheit wie Kaugummi: unheimlich dehnbar.

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Unsere Zeit macht den Eindruck, als habe man zu lange einen Ausspruch von Nietzsche wahr gemacht: „Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen; zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.“

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In der Kunst hat man den Eindruck, als würde es zum Prinzip erhoben, alles unbedingt ganz anders zu machen als bisher. Aber dabei verfällt man auch schon in eine Schablone.

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Die Wahrheit sieht je nach dem Standpunkt anders aus: Wenn du oben bist, ist die Mitte unter dir, nicht aber, wenn du von unten schaust.
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Wenn du von oben auf einen Teppich schaust, siehst du ein schönes Muster. Von unten siehst du nur Wirrwarr.

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Es ist eine Kunst, richtig abwägen zu können, wann man konservativ und wann man fortschrittlich sein muss.

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Was für dich die objektive Wahrheit ist, ist vielleicht nur deine subjektive Meinung.
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Mit am schlimmsten sind die Menschen, die glauben, allein im Besitz der Wahrheit zu sein.

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Der Mensch hat sich weiter vom Sinn des Lebens entfernt, indem er die drei wichtigsten Aufgaben, nämlich Familie, Beruf und Gemeinschaft ersetzt hat durch Job, Partnerschaft bzw. Patchwork-Family und das Smartphone.

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Sei vorsichtig bei den Höflichen und Netten: Sie sind meistens nicht so, wie sie sich geben. Bei den Grantigen oder Sachlichen weißt du jedenfalls, wie du dran bist.
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Das Leben hat einen großen Fehler: Alles, was gut und schön werden soll, kostet einen Haufen Arbeit oder Geld.

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Wenn jemand dir sagt, dass er dir nun endlich reinen Wein einschenken will, so steht jedenfalls fest, dass er bisher ein Weinpanscher war.

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Lieber Gott, wenn ich schon manchmal etwas blöd bin, gib mir wenigstens genug Grips, dies zu verbergen.

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Zufriedenheit in gutem Sinne ist Alltag gewordenes Glück, in schlechtem Sinne bedeutet das Wort Ergebenheit in einen Zustand, mit dem man sich nicht abfinden sollte.

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Wenn man die oft sehr freizügige Abendkleidung vieler Promis anschaut, stellt man fest, dass diese Leute Nacktheit der Haut mit erotischer Ausstrahlung verwechseln.

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There is no break through without a break down.

Sprichwort

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Wenn du etwas sagen willst, denke daran, dass das „was“ oft nicht wichtiger ist als das „wann“ und „wie“.
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Man muss es sich schon leisten können, keinen Charakter zu haben.

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Viele Menschen können nicht richtig unterscheiden zwischen „Glauben“ und „Wissen“.

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Da es in der menschlichen Natur liegt, Fehler zu machen, achte darauf, dass du die richtigen machst.

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Wenn man die Menschen öfter mit den Folgen ihres Tuns konfrontieren würde, sähe die Welt anders aus: Wer würde Eier aus Legebatterien kaufen, wenn auf der Packung Bilder der Hühner in einer Massentierhaltung abgebildet würden?

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Am meisten Humor haben die amerikanischen Filme, denn wer heutzutage Amerikaner ist, muss einfach viel Humor haben.

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Du wirst kaum jemals auf so offene Ohren stoßen, wie wenn du schlecht über einen anderen sprichst.

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Wenn ein Neider dir sagt, dass du alt geworden bist, ist alles in Ordnung. Aber wenn er findet, dass du gut aussiehst, ist es höchste Zeit für dich, zum Arzt zu gehen.

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Was liegt zwischen Optimismus und Pessimismus? Die Realität!

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Es ist nicht zu wenig Geld da, es wird nur falsch ausgegeben.
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Das Glücklichsein beruht auf zwei Faktoren: Man muss Glück haben und auch in der Lage sein, es auch zu empfinden.

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Manche Menschen sind nur dadurch bekannt und reich geworden, dass sie Tabus gebrochen haben.

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Meditation ist keine fernöstliche Geistesübung, sondern findet täglich bei vielen Menschen statt: Sie können ihren Ärger über irgendetwas nicht vergessen und denken noch abends im Bett daran: Meditation in negativem Sinn.
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Glücklich sind die Menschen, deren Paradies nicht immer irgendwo anders ist, sondern zu Hause.

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Im Urlaub ist es wie im Leben: Am Schluss vergehen die Tage schneller.

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Im Krieg hetzt man Menschen aufeinander, die mehr Gemeinsamkeiten miteinander haben als mit ihren eigenen Führungskräften.

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Man kann die Menschen einteilen in Beneider oder Bemitleider: Wenn zum Beispiel bei den Nachbarn am Wochenende die Schlafzimmervorhänge bis Mittag geschlossen bleiben, kommt der eine auf die Idee, sie um ihr intensives Sexualleben zu beneiden; der andere bemitleidet sie, weil er sie für so erschöpft hält, dass sie so viel Schlaf brauchen.

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Vielleicht wird man später einmal über uns sagen, unsere Zeit habe erfunden, wie man jeden Sch… als Kunst zelebrieren kann.

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Die Menschheit wird immer oberflächlicher: Wenn früher ein Fernsehfilm über Venedig gedreht wurde, erfuhr man etwas über die Geschichte der Stadt und sah die berühmten Bau- und Kunstwerke. Heute wird einem vorgeführt, wo man gut shoppen oder essen kann.

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Du achtest darauf, was du isst? Bedenkst du aber in gleicher Weise, mit was du deine Seele fütterst?

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Das Erbgut hieße oft besser Erblast.

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Traurig ist, wie sehr man angefeindet werden kann, wenn man meint, das Richtige oder etwas Gutes zu tun.

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Die Welt hat ihre natürliche Ordnung in sich. Was der Mensch daraus macht, ist Unordnung.

Reisen bildet: Der Tourist lernt, dass es in fremden Ländern anders aussieht als im Prospekt geschildert.

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Erwarte nichts und freue dich, wenn deine Erwartungen übertroffen werden.

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Ich hätte zwar eine tolle Theorie, aber es fehlt mir noch der Anwendungsbereich.

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Fremde Kulturen kennen lernen – das bedeutet für viele heute: Kebab und Couscous.

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Weil den Politikern häufig der nötige Sachverstand fehlt, regieren die Lobbyisten – oft als Sachverständige getarnt.

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Dein Arzt interessiert sich weniger für deine Gesundheit als für dein Geld

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Ärgere dich nicht über Spam: Immerhin nimmt jemand Notiz von dir.

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Wie sehr der Wille zur Leistung abgenommen hat, kann man am Lebenswerk Mozarts ablesen: Bei der heutigen Arbeitszeit würde es ein Arbeitnehmer nicht einmal schaffen, seine Noten bloß abzuschreiben.
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Maschinen sollten dem Menschen gehorchen, nun aber diktieren sie immer öfter den Arbeitstakt.

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Wir bringen es fertig, zum Mond zu fliegen, sind aber unfähig, alle Kinder vor dem Hungertod zu bewahren.

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Wir leben im Zeitalter der „Verläppischung“: Jede schlichte Information im Fernsehen muss in irgendeinen Firlefanz verpackt werden

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Psychologie ist keine Wissenschaft, sondern akademisch verbrämte Unwissenheit.

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Interessant wäre es, die Menschen zu fragen, was das Wichtigste im Leben ist: Wie oft wohl neben „Liebe“ das Wort „Disziplin“ als Antwort erscheinen würde?

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Bei allem, was du tust, solltest du bedenken, dass vielleicht ganz etwas anderes heraus kommt, als du beabsichtigt hast.

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Vor Jahrhunderten haben die Menschen unter Lebensgefahr aus Afrika und China Gewürze her transportiert, weil man ihren Wert für die Gesundheit erkannt hat. Heute nehmen viele Geschmacksverstärker. Das nennt man Fortschritt.

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Schon Plutarch hat gefordert, die Menschen müssten zur Tugend erzogen werden. Heute weiß man kaum noch, was Tugend ist und sieht darin allenfalls einen aus der Mode gekommenen Keuschheitsbegriff.

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Zeit wäre ja genug vorhanden. Man müsste sie halt nur entsprechend einteilen.

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Die größten Moralisten sind meist die größten Pharisäer.
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Seit die Menschen ihr Essen mit Geschmacksverstärkern verändern, hat es den Anschein, als ob sie auch die Feinheiten des Lebens selbst nicht mehr wahrzunehmen vermögen.

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Wer hätte das gedacht, dass einmal eine Zeit kommt, in der die Menschen sogar zu faul zum Ernten sind.

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Ein Nagel, den man auf den Kopf trifft, kann auch krumm werden.

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Interessant wäre eine Studie darüber, wie viele Menschen wirklich glücklich sind und wie viele es sich nur einreden.Und genau so interessant wäre es, statistisch festzustellen, wie viele Menschen allen Grund hätten, glücklich zu sein, aber unfähig sind, dies auch zu empfinden.

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Wir sind weit herunter gekommen, dass man schon einen schlichten Einfall für Kunst hält (z.B. Verpackung des Reichstags, Aufstellung eines Hubschraubers auf den Rotorblättern in Salzburg).

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Wenn du deiner Zeit voraus bist, kann es Dir passieren, dass man dich für einen Menschen von vorgestern hält.

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Manchmal muss man den Leuten etwas Selbstverständliches sagen, um als weise zu gelten, wie beispielsweise: „Carpe diem!“

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Drei Worte wie „Erkenne dich selbst!“ können dich unsterblich machen.

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Man könnte meinen, die Drogenmaffia bestimme mehr und mehr unser Leben: In Discotheken beginnt der Betrieb erst so spät, dass die Menschen Wachmacher brauchen, und die Musik ist so laut, dass sie für normale Ohren ohne Drogen nicht erträglich ist.

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Du hast keine Zeit? Nun, dann nimm sie dir einfach!
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Zwar hat das Wissen der Menschheit gewaltig zugenommen, aber proportional dazu hat offenbar das Grundwissen darüber, was man zur Bewältigung seines Lebens braucht, abgenommen.

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Immer mehr Menschen müssen heutzutage mit der Vibrationsfunktion ihres Handys in der Hosentasche daran erinnert werden, dass da unten auch gefühlvolle Zonen sind.

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Die Musik hat den Vorteil, dass normalerweise alles Note für Note so gespielt werden muss, wie es komponiert wurde. Jedoch bei Theaterstücken und Opern glauben moderne Nichtskönner, sie könnten sich über alles hinwegsetzen, was einst die genialen Schöpfer dieser Werke gewollt haben.

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Auch die akustische Umweltverschmutzung nimmt immer mehr zu. Wer schützt uns davor, dass wir überall bedudelt werden?

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Bevor du dir einen „chill out“ gönnst, solltest du dir überlegen, ob ausruhen für dich nicht besser wäre.
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Wenn du einen Krimi schreibst, musst du folgende Regeln beachten: Der Täter darf kein Jude sein, denn das wäre Volksverhetzung. Es darf auch kein Schwuler, Penner oder Farbiger sein, denn das wäre Diskriminierung. Wenn eine Frau mordet, dann müssen die Opfer Männer sein, die es verdient haben. So bleiben in der Regel für einen Schriftsteller meist nur normale Männer als Täter übrig.

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Wer ist schlechter dran: der Kassenpatient, für den der Arzt keine Zeit hat, oder der Privatpatient, der von vielen Ärzte als Einkommensquelle betrachtet wird und der daher oft mehr über sich ergehen lassen muss, als nötig wäre?
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Zeit ist ein Stück Leben; daher sollte der Diebstahl von Zeit bestraft werden.

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Je mehr ich weiß, desto mehr merke ich, dass ich zu wenig weiß.

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Manche schimpfen darüber, dass sich immer neue Anglizismen in unserer Sprache breit machen. Aber oft das muss so sein, denn „Teenager“ sind etwas völlig anderes als „Backfische“.

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Die Moral leidet darunter, dass oben diejenigen sitzen, die Verantwortung tragen, und unten die Menschen sind, die Anordnungen ausführen müssen. Diejenigen, die oben sitzen, sehen oft nicht die Folgen ihres Treibens und die Ausführenden entschuldigen sich damit, dass sie sagen, sie würden nur tun, was ihnen befohlen wurde.

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Die Menschen von heute mussten erst die Moral über Bord werfen, um zu erkennen, dass es ohne sie nicht geht.
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Wissen und Weisheit funktionieren offenbar nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren: Je mehr die Menschheit weiß, desto mehr geht ihr an Weisheit verloren.

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Warum kochen und backen die, die es gelernt haben (die Köche, Bäcker und Konditoren), selten so gut wie die, die es nicht gelernt haben (die Hausfrauen)?

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Heraklit sagte: „Panta rhei“, was soviel bedeutet wie: „Alles fließt bzw. ist im Fluss“. Heute kann man feststellen: „Alles fließt immer schneller.“
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Wenn Ärzte von der Verlängerung des Lebens sprechen, sei auf der Hut, ob sie nicht das Sterben meinen oder den Fortbestand einer guten Einkommensquelle.

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Der menschliche Geist ist wie eine zu kurze Bettdecke: Ziehst du oben an, schauen unten die Füße raus.

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Die Faszination des Geldes besteht hauptsächlich darin, dass der Mensch, der sich auf der Verliererstraße befindet, indem er Lebenszeit, Jugend, Schönheit und Gesundheit einbüßt, hier etwas gewinnen kann.

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Das Gedächtnis funktioniert bei vielen wie der Pluspol eines Magneten: Es stößt das Positive ab und zieht das Negative an. (Meditation in negativem Sinn)

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Der Arzt ist schlimmer als die Krankheit.

Weisheit einer Krankenkasse

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Wenn sich jemand sehr gescheit vorkommt, ist er vielleicht nur zu dumm, um zu merken, dass er es nicht ist.
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Man redet nicht mehr miteinander, sondern „kommuniziert“ oder „tauscht sich aus“, und täuscht mit diesen Floskeln darüber hinweg, dass weniger dabei herauskommt.

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In Abwandlung des Spruchs der alten Römer „Vae victis“ müssen wir heute ergänzend sagen:“Vae posteris!“ (Wehe der nachfolgenden Generation, denn wir haben schon mehr als die Hälfte der Ressourcen verbraucht und dazu noch unbezahlbare Schulden gemacht.)

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Diana-Syndrom: Wer ein schlechtes Image hat oder unter schwindender Popularität leidet, fliegt nach Afrika und lässt sich mit einem schwarzen Kind auf dem Arm filmen und schon wird er schon beinahe heilig gesprochen.
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Nimm dir ein Beispiel an den Vögeln: Sie beginnen den Tag mit einem fröhlichen Gezwitscher. So nimm auch du diesen Tag dankbar an – allein schon dafür, dass du lebst.
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Symbol der Fortschrittlichkeit: Man baut immer mehr und immer größere Kreuzfahrtschiffe mit der Folge, dass die schönsten Punkte der Welt durch die Menschenmassen zu Alpträumen werden.

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Frage: Wie viele Messerstecher müssen wir zählen, bis man sagen kann: „Messerstecher gehören zu Deutschland“?

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Man muss erst berühmt sein, um mit seinen Weisheiten Gehör zu finden.

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Manchmal kann es ein Fortschritt sein, einen Schritt zurück zu machen.

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Manchmal ist es besser, wenn man auf seinen Körper hört als auf den Arzt, denn das, was die Ärzte dir heute als wichtige Erkenntnis mitteilen, erweist sich oft schon morgen als Irrtum.

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Die interessanten Dinge erfährt man nicht, z.B. wie viel Prozent Urin enthält das Wasser im Schwimmbad?

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Dass Geld nicht unbedingt glücklich macht, kann man am besten auf Urlaubsreisen beobachten: Je ärmer ein Land ist, desto fröhlicher sind dort die Menschen.
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Auch Tabletten, die du nicht isst, können dich u. U, der Gesundheit einen Schritt näher bringen.

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Eine der größten Ungerechtigkeiten des Lebens ist die, dass eine winzig kleine Unaufmerksamkeit beim Autofahren Menschenleben kosten kann, während andererseits die gröbste Fahrlässigkeit meist ohne Folgen bleibt.

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Der „Druckfehlerteufel“ bewirkt, dass Schreibfehler nicht schon auf dem Monitor, sondern erst beim Druck auffallen.

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Was plagst du dich mit Studium und Examen, um ein höherer Beamter zu werden, wenn du mit dem richtigen Parteibuch auch solche Anstrengungen Minister werden kannst?

*

Man sollte es nicht glauben: Auch Urlaub machen will gelernt sein.

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Wenn man bedenkt, wie viel man nicht weiß, dann könntet es einem als gar nicht mehr so wichtig vorkommen, ob man von alledem etwas mehr oder weniger wüsste.

Geld und Krankheiten hat man, aber man redet nicht darüber.

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Ein Übersetzungsprogramm ist ein Tool, das einen Text aus einer unverständlichen Fremdsprache in unverständliches Deutsch übersetzt.

*

Bei jedem Foto, das du von einem Menschen machst, denke daran, dass eines einmal das letzte sein wird.

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Die Medizin und die Psychologie gleichen sich darin, dass oft die Erkenntnisse von heute die Irrtümer von morgen sind.

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Viel zu spät begreifen viele

Die versäumten Lebensziele

Drum, Mensch, sei beizeiten weise,

Höchste Zeit ist’s: Reise, reise!

Goethe
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Wie sich die Zeiten ändern: Als wir Kinder waren, hätte uns ein Bauer verprügelt, wenn wir im Vorübergehen nur einen einzigen Apfel von seiner Wiese aufgesammelt hätten. Heute fault das Obst auf seiner Wiese, weil die Leute zu faul zum Ernten sind.

*

Zweierlei Maß: Wenn eine Bedienung Geschirr fallen lässt, muss sie es ersetzen. Wenn ein Manager sein Unternehmen in den Sand setzt, erhält er beim Ausscheiden eine fette Abfindung.

*

Wie gesund wären die Menschen, wenn der Fernseher nur durch einen Dynamo am Trainingsrad mit Strom versorgt werden könnte.

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Warum sollte jemand ein großartiges Theaterstück oder eine herrliche Oper schreiben, wenn er mit einem seichten Krimi oder einem Musical schneller mehr verdienen kann?

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Früher nahmen die Menschen große Opfer auf sich, um sich mit ihren Werken unsterblich zu machen. Heute glaubt niemand mehr daran, dass sich die Mühen noch lohnen, denn das Ende dieser Unsterblichkeit ist schon abzusehen.

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Anscheinend ist uns der Humor vergangen, denn nun gibt es Lachkurse, in denen man lernt, auch ohne Grund zu lachen.

Erstaunlich ist, wie viel Positives aus Negativem entstehen kann.

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Wie viel weiter wären wir, wenn nicht immer nur die Angepassten nach oben kämen.
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Wenn du am Strand bist und so manche Zeitgenossen anschaust mit Bierbauch oder entblößtem Hängebusen, stellst du fest, dass es auch eine optische Umweltverschmutzung gibt.

*

Du würdest es vielleicht gar nicht spüren, wenn du einem Bedürftigen 100 Euro schenkst. Warum tust du es dann nicht?

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Zyniker behaupten, die ärztliche Kunst bestehe darin, den Patienten so lange hinzuhalten, bis die Selbstheilungskräfte des Körpers wirken. Warum also wartest du nicht selbst darauf – ohne Arzt?

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Das Fernsehen stellt der deutschen Autoindustrie ein schlechtes Zeugnis aus: Kaum ein normaler PKW ist so laut, wie einer, in denen sich die Darsteller im TV-Film unterhalten.
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Das Fernsehen wird anscheinend von der Hörgeräteindustrie bezahlt: Während früher sprachlich ausgebildete Schauspieler in ein am Galgen aufgehängtes Mikrophon sprachen, nuscheln heute Emporkömmlinge irgendwo in der Gegend herum oder im fahrenden Auto.

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Wenn der Mensch von heute krank wird, bleibt er meist passiv: Er schluckt Pillen oder lässt sich massieren, anstatt die Krankheit aktiv anzugehen, indem er seine Lebensführung ändert oder Turnübungen macht.

Moderne Kunst ist es oft, wenn ein Maler weniger Zeit für ein Bild braucht, als eine Frau fürs Schminken.

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Die Entartung der Menschheit lässt sich auch an den Attentaten ablesen: Früher richteten sie sich gegen die Staatsoberhäupter, heute als Terror gegen unschuldige Unbeteiligte.
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Wer einen PC hat, lernt, dass kein Gedanke zu blöd ist, um ihn nicht mindestens zu erwägen.

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Die Zeit ist manchmal wie ein trotziges Kind: Soll sie schnell gehen, bleibt sie fast stehen.

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Wie sehr die Sensibilität der Menschen abnimmt, kann man auch am Strand beobachten: Kaum ein Raucher kommt auf die Idee, dass es Leute gibt, denen davor ekelt, auf Kippen zu liegen, die er achtlos weg geworfen hat..

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Begegnest du anderen Menschen mit der Nachsicht, auf die du angewiesen bist?

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Nie kann die Seele so gedeihen.

Wie beim Lieben und Verzeihen.

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Dass man sich an alles Mögliche gewöhnen kann, ist manchmal tröstlich, meist aber gefährlich.

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Auch Kleinigkeiten sind bedeutsam. Dabei kannst du erkennen, wie sich jemand verhält, wenn es um wichtige Angelegenheiten geht.

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Kunst heute: Schmier was hin, sag, es sei Intuition und du wüsstest auch nicht, was es sein soll; jeder solle sich etwas denken. Und dann staunst du, was die Leute da alles hinein interpretieren.

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Ein Zeichen der Zeit ist, das der Begriff „Arbeit“ im Verhältnis zu „Freizeit“ immer mehr negativ bewertet wird.

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Flugangst bedeutet, dass einem das allgemeine Lebensrisiko schlagartig bewusst wird.

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Leider wird zu viel übereinander geredet statt miteinander.
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Man sieht es am Gesicht: Beim Tanz gibt es zwei Gruppen von Menschen: diejenigen, die Spaß daran haben, und diejenigen, die nur dabei sind, weil der Arzt ihnen Bewegung verordnet hat.

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Wenn der Lebensweg nicht so verlaufen ist, wie es sich ein Mensch vorgestellt hat, sucht er die Ursache irgendwo und merkt nicht, dass er sich meist selbst im Weg gestanden ist.

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Was du von einem Menschen wahr nimmst, ist in der Regel nur sein Image, nicht aber sein wahrer Charakter.

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Nimm dir ein Beispiel an der Hummel: Physikalisch gesehen könnte sie eigentlich gar nicht fliegen, aber sie schafft es doch!

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Dir ist langweilig im Urlaub? Entspann dich! Merkst du denn nicht: Das ist die Erholung.

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Die Kunst von heute ist vielfach nichts anderes als Provokation.

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Bleibe bescheiden: Eigentlich sind wir doch alle ein bisschen behindert – geistig oder körperlich. (W)

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Gott hat die Menschen anscheinend nicht schön genug gemacht. Davon leben Tätowierer, Piercingläden und Juweliere.

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Spitzensportler sind oft nur Gedopte, die ihrer Zeit voraus sind und deren Mittel man deshalb noch nicht aufspüren konnte.

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Leider wird zu viel übereinander geredet statt miteinander.
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Weihnachten ist das Fest, an dem die Falschen das Falsche bekommen und die, die es brauchen könnten, nichts kriegen.

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Wohl kaum einer sieht die Welt so, wie sie ist, aber deswegen muss man sie doch nicht gleich so sehen, wie sie nicht ist.

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Es gibt Menschen, die sich das Leiden Christi so intensiv vorstellen können, dass sie blutende Stigmata bekommen. Umgekehrt sollte man im Falle einer Krankheit die Gesundheit so sehr vor Augen haben, dass man daran genesen kann.

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Sieht deine Welt trübe aus? Dann liegt es vielleicht an der Art, wie du sie siehst. Putz doch einmal deine seelische Brille.

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In der Kunst herrscht ein neuer Trend: Man sucht nach freien Plätzen und Parks, in die man etwas hineinstellen kann, was dann aber überhaupt nicht hinein passt.

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Wie sehr man sich oft schon schnell verändert, merkt man, wenn man liest, was man früher geschrieben hat.

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Wie ist es nur möglich, dass Weihnachten sich so gewandelt hat: Aus der staden (stillen) Zeit ist die stressigste des Jahres geworden, so dass man sogar einen psychologischen Notdienst einrichten musste.

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Mein Wahlspruch: „Geht nicht gibt’s nicht!“ ist zwar falsch, aber sehr motivierend.

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Wenn man sieht, von wie vielen Seiten unser Leben bedroht ist, möchte man nicht glauben, dass es so lange gut gegangen ist.

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Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der soll dem Arzt in die Hände fallen.

(Sirach 38,15)
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Du hast zwei Möglichkeiten: Du kannst in einer Illusion von Gesundheit leben oder zum Arzt gehen.
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Psychologie und Volkswirtschaft gleichen sich darin, dass die Ansichten, die den Meinungsmachern gelegen sind, als unumstößliche Wahrheit hingestellt werden, bis sich herausstellt, dass das Gegenteil richtig ist.

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Die stärkste Waffe ist das Wort.

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Schau mal dein Gesicht an und frage dich, welche Rolle dir ein Regisseur zuteilen würde, wenn du ein Schauspieler wärst.

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Wenn man sieht, wie sehr das menschliche Leben von vielen Seiten her bedroht ist, fragt man sich, wie viele Generationen wohl noch den Erdball bevölkern werden, bevor die Menschheit ausstirbt.

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Die Menschheit verhält sich so, als wenn der Weltuntergang bevorsteht: Deshalb werden so viele Schulden gemacht, die Ressourcen ausgeplündert, die staatlichen Besitztümer verschleudert…

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Wenn die Justiz nicht in der Lage ist, denjenigen das Geld abzunehmen, die es auf unrechte Weise erworben haben, dann besorgt das die Mafia und sorgt so für Gerechtigkeit.

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Man kann schon Zweifel am Wert einer akademischen Ausbildung bekommen, wenn sich vergegenwärtigt, dass einmal 600 Analysten die Bayrische Landesbank in den Ruin getrieben haben, ohne es zu bemerken.
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Urlaub ist die Chance, dass du mit etwas Glück auch das bekommst, was du gebucht hast.

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Was für einen Begriff von Menschenwürde wir haben, sieht man daran, dass die Leute ihren Abfall einfach überall wegwerfen und erwarten, dass andere ihren Dreck weg kehren.
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Denk immer darüber nach, ob es in einer bestimmten Situation besser ist, nichts zu tun als (womöglich sogar sofort) zu reagieren.

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Bevor du einen Fehler machst, überlege dir, ob er auffällt und ob du ihn dir leisten kannst.

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Das Schlimme an unserer Zeit ist, dass die Menschen nicht mehr solidarisch sind. Große Firmen können ihr Personal noch so übel behandeln: die Leute kaufen trotzdem dort ein und denken nicht daran, dass auch sie einmal die Solidarität der anderen brauchen könnten.

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Der eine fragt, was kommt danach, ein anderer fragt, ist’s recht?
Der eine sieht die Zukunft klar, der and’re sieht sie schlecht.

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Wenn dir jemand einen Trojaner auf deinen PC setzt, sieh das positiv: Da ist jedenfalls einer, der sich für dich interessiert.

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Früher eroberten Herrscher andere Reiche, dann versklavten sie andere Völker, aber erst jetzt ist es der mafiösen Verstrickung von Kapital und Politik gelungen, die Bevölkerung der ganzen Welt auszubeuten.
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Nun arbeitet mal schön! In ein paar Jahren kommen die Blutsauger und kassieren alles wieder ein.

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Eigentlich sollte man zur Revolution aufrufen. Aber wer sollte dann kommen und was würde er ändern können?
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Wenn aus Bankiers inzwischen Banker geworden sind, zeigt dies, wie feinsinnig die Sprache auf Veränderungen reagiert: Sie mag Begriffe, die für einen ehrenwerten Berufsstand galten, nicht für Leute mit herunter gekommener Moral verwenden.

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Wenn Politiker davon reden, dass im Zuge der Finanzkrise Geld verbrannt wurde, wollen sie darüber hinweg täuschen, dass es inzwischen bei anderen gelandet ist.

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Life is…today.

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Es wird zu viel geredet und zu wenig gesagt.

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Bemühe dich manchmal, die Dinge so zu sehen, als sähest du sie zum ersten Mal: Du wirst manches mehr bewundern und manches kritischer sehen.

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Das Unkraut ist dazu da, um dir zu zeigen, dass das Böse überhand nimmt, wenn man es nicht ständig eindämmt.

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Der Pessimist hat mehr Grund zur Freude als der Optimist, nämlich wenn seine Prognosen sich nicht erfüllen.

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Sei den Leuten dankbar, die schlecht über dich reden. Sie sorgen dafür, dass du dich nicht mit den blöden Menschen abgeben musst, die so etwas glauben.
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Je sicherer die Technik wird, umso schlampiger wird damit umgegangen.

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Die Berge altern wie die Menschen: Die Furchen (bzw. Lawinenbahnen) werden immer mehr und immer größer.
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Vielen Menschen ist eine miese Lage, die sie gewohnt sind, lieber als eine bessere ungewohnte.

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Seltsam: Tiefsinn und Schwachsinn liegen oft so nahe beieinander, dass manchmal beides verwechselt wird.
Design bedeutet heute, es auf jeden Fall anders zu machen, möglichst Anstoß erregend oder unbequem, z.B. Hotelzimmer mit WC in der Zimmermitte.

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Dein Gewissen kann dir entweder vorher sagen, was du tun sollst, oder hinterher, wie es zu rechtfertigen oder zu entschuldigen ist.

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Erwachsen bist du nicht mit 18, auch noch nicht, wenn du eine eigene Familie gegründet hast, sondern erst dann, wenn du dich von allem, was man in dich hinein gepfropft hat (wie Religion und Erziehung), frei gemacht hast und wenn du dann deine ganz eigene Persönlichkeit neu aufgebaut hast.

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Manche Menschen halten den guten Einfall eines anderen allein schon deshalb für schlecht, weil sie finden, sonst müsste er ihnen selbst schon längst gekommen sein.

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Irgendwann merkst auch du vielleicht, dass das Selbstverständliche gar nicht so selbstverständlich ist.
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Je höher einer die Nase trägt, umso schlimmer wird es, wenn er darauf fällt.

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Wer einmal im Hochgebirge erlebt hat, wie bei Nebel und Schneetreiben alle einem einzigen nachlaufen, von dem sie annehmen, dass er sich auskennt, der bekommt einen Begriff davon, wie ein Staatswesen funktioniert.

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Heiliger Zweifel!“ möchte man oft denen zurufen, die so sehr von sich und dem, was sie tun oder denken, überzeugt sind.

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Das wichtigste Zeichen auf der Welt ist das Fragezeichen.

Raymond Cartier

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Sicher ist nur, dass nichts sicher ist.
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Schlimm ist, wenn gewiefte Werbemanager einen Torwart als „Titan“ (Halbgott) und eine Frau als „Werbe-Ikone“ (Heilige) bezeichnen. Schlimmer aber ist, dass die ganzen Medien diese Bezeichnungen kritiklos nachplappern.

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Es ist ganz gut, wenn die Menschen von Politikern, Bankern und anderen Personen, die früher vertrauenswürdig waren, belogen wurden, denn nun lassen sie sich nicht mehr so leicht etwas vormachen.

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Viele Menschen scheinen Klebstoff abzusondern. Was du im Gasthaus anfasst: Von der Türklinke bis zum Salzstreuer – alles klebt.

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Sitzfleisch ist die größte Sünde wider den Heiligen Geist.

Nietzsche
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Es ist ein Zeichen von Schlauheit, wenn man sich öfter einmal dumm stellt.
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Die Menschen haben jegliches Vertrauen verloren. Das kann man nicht nur daran sehen, dass alte eingeführte Markennamen plötzlich durch ein neues Image ersetzt werden. Auch Zehntausende von Kirchenaustritten belegen das Phänomen.

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Viele Menschen regen sich darüber auf, dass sich in der Werbung und in Schlagern die englische Sprache immer mehr durchsetzt, statt sich zu freuen, dass diesen Textern die deutsche Sprache als nicht geeignet für solchen Unsinn erscheint.

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In unserem Medienzeitalter ist es nicht wichtig, dass man an sich selbst arbeitet, sondern daran, wie man sich repräsentiert.
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Du musst den Menschen nur oft genug schlechtes Essen vorsetzen: Dann gewöhnen sie sich an Schweinebraten in Fertigsauce und Fertigpizza aus der Tiefkühlung.

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Wenn du auf einem Gipfel stehst, hast du einen herrlichen Überblick. Wenn dagegen ein Staat den Gipfel seiner Entwicklung erreicht hat, geht der Überblick verloren und alles zerfällt. Das ist bei den Hochkulturen so gewesen und wird bei unserer Zivilisation genau so sein wie einst beim Turmbau zu Babel.

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Tagore sagt: Glücklich ist, wer keine Wünsche hat.

Ich meine: Glücklich ist, wer nur den einen Wunsch hat, dass alles so bleibt wie es ist.
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Die einen freuen sich an dem, was sie haben, die anderen ärgern sich über das, was sie nicht haben.

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Schon Aristoteles sagte: „Der Kluge lernt von seinen Feinden.“ Heute sieht man immer mehr Verbohrte, die jeden zum Feind erklären, der eine andere Meinung hat.

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Unglücklich sind Kinder, die keine Wünsche mehr haben, weil ihnen alle erfüllt werden.

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Alles klagt über mangelnden Datenschutz. Aber ich freue mich über jeden, der sich für meine Aktivitäten auf meinem PC interessiert.
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Traurig, dass sich das Negative in unserer Zeit so rasch ausbreitet: die Raffgier der Reichen, die Zunahme der Armut, die Verschuldung der öffentlichen Hand, die prekären Arbeitsverhältnisse, das Sprayer-Unwesen, der Terror, die Gewalt unter der Jugend, das Mobbing, das Stalking…

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Es gibt zwei Arten von Klugheit: die eine beruht auf Lebenserfahrung, die andere auf angelerntem Wissen. Nur die Erstere gilt als Kardinaltugend.
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Merkwürdig ist, dass sich nicht einmal Psychologen im Leben klüger verhalten als andere.

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Manchmal ist es leichter, eine Rede zu halten als den Mund.

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Wenn du zum Arzt gehst, zieh dich ärmlich an! (wegen der Rechnung)

(Weisheit meiner Tante)

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Die Menschen werden heute so mit Informationen „zugemüllt“, dass sie einfache Grundprinzipien der Ernährung aus den Augen verloren haben, wie „Karotten essen für die Augen“.

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Was du dem anderen als Bösartigkeit auslegst, ist oft nichts anderes, als dessen beschränkte Sicht der Dinge.

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Ein Arzt, der an einem Privatpatienten kein Leiden findet, hat seinen Beruf verfehlt.

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Ärzte sind Scharlatane. Sonst würden sie die erwiesenermaßen unwirksame Homöopathie für Humbug erklären.

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Das natürliche Prinzip vom Fressen und Gefressen-Werden ist beim Menschen nur scheinbar außer Kraft gesetzt worden.

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Carpe diem“ müsste in unserer schnelllebigen Zeit umgeschrieben werden in „carpe horam“.
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Es gibt für alles eine richtige Zeit, auch für die Wahrheit.

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Bei der Urlaubsplanung haben viele Menschen eine Art von Zentrifugalkraft in sich: Je weiter weg, desto interessanter.

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Die Zeitschriften im Wartezimmer eines Arztes sind meist bewusst so ausgesucht, dass du dich richtig krank fühlst.
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Wann hast du zuletzt deine Seele gespürt?

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Der übelste Diebstahl bleibt leider straflos: der von Zeit.
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Oft muss man nur etwas umbenennen, um es attraktiv zu machen: Deswegen gibt es heute statt des altmodischen Hausmeisters den „Facility-Manager“.

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Von allen Industriezweigen ist der Tourismus der schlimmste, weil er sich seine eigenen Wurzeln abfrisst.

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Wenn junge Leute eine Frisur tragen, bei der ein Auge zu gekämmt ist, fragen wir uns, was sie uns damit sagen wollen: Dass sie Angst vor der Zukunft haben?

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Die von den Medizinern verbreiteten Lebensregeln wechseln wie die Mode: Mal sollst du viel trinken und dann gilt wieder: nur wenn du Durst hast.

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Das Fernsehen trägt zum Verfall der Sitten bei. Es will modern sein und zeigt daher immer öfter Menschen, die sich über Tabus hinweg setzen. Und dann denken die Leute, wenn so etwas schon im Fernsehen kommt, muss ich das doch auch machen oder sogar noch übertreffen.

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Wenn du an deinem PC sitzt, bilde dir nicht ein, gescheiter zu sein als Bill Gates.
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Ein offenes Wort stößt oft auf verschlossene Mienen.

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Dem Kant‘schen Imperativ haben wir heute ein Negativum entgegen gesetzt: „Das bringt sowieso nichts.“

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Das Plagiat ist die höchste Form der Anerkennung.

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Ich bin der Überzeugung, dass eine Waschmaschine einzelne Socken wegfrisst.

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Sei ganz du selbst!

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Das meiste wird nur gedruckt, um dich irre zu führen.

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Wenn dir eine beherzigenswerte Weisheit einfällt, die unbedingt verbreitet werden sollte, so kannst du sie zwar publizieren, aber sie wird vergessen werden, weil sie nicht von einem Prominenten stammt.

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Denke jeden Tag daran, dass es dein letzter sein könnte.

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Unter Lyrik verstehen manche Schreiberlinge heute eine Literaturart, in der oft ausgefallene Gedanken unverständlich und ungereimt zu Papier gebracht werden.

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Nur dumme Menschen sind stolz darauf, dass sie ihre Meinung nicht geändert haben.

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Von den Schnecken kann man etwas lernen: Auch auf einer Schleimspur kommt man gut voran.

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Manchmal hat man den Eindruck, als seien viele moderne Künstler wie Hunde: Überall müssen sie hineinsch…(sprich:provozieren).
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Wir sind ein Volk von „Arschkriechern“. Deshalb haben wir beispielsweise die völlig wertneutralen Begriffe wie „Zigeuner“ und „Neger“ in vorauseilendem Gehorsam abgeschafft.

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Der Mensch neigt dazu, Dummheiten zu machen. Achte aber darauf, dass du die richtigen machst!
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Man braucht dem Menschen nur die Chance auf eine gute Note in der Schule oder ein gutes Arbeitszeugnis vor die Nase zu halten und schon verhält er sich wie ein Hund beim Hunderennen, ohne sich zu fragen: Wofür?

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Ein Übersetzungsprogramm ist ein PC-Werkzeug, das unverständliches Englisch in ebenso unverständliches Deutsch übersetzt.

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Manche Menschen sind lebensklug und andere sind „schulklug“. Nur wenige sind beides.

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Sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.

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Immer mehr Menschen sind auf der Flucht: in fernen Ländern wegen Krieg, Gewalt oder Hungersnot; bei uns fliehen sie vor Fluglärm, neuen Autobahnen und Umgehungsstraßen, Braunkohlewerken,Windrädern, Atomkraftwerken …

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Wenn jemand von Toleranz redet, erwartet er sie in der Regel von den anderen.

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Toleranz bedeutet für viele, dass die Mitmenschen ein unzumutbares Verhalten dulden sollen.

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Früher fastete man vor Weihnachten und Ostern. Heute machen die Leute nach diesen Festen Diäten.

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Ich renne dauernd meiner eigenen Reifung hinterher. Viel zu oft habe ich erst hinterher die Reife, die ich schon vorher gebraucht hätte.
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Der Nobelpreis für Literatur wird meist für die Bücher verliehen, die keiner lesen mag.

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Die Unglaubwürdigkeit kann ein solches Ausmaß erreichen, dass sie Glaubhaftigkeit hervorruft: z.B. Gott, der erst die Menschen wegen ihrer Sündhaftigkeit durch die Sintflut wegspülen lässt, opfert später seinen Sohn, als die Menschen weiter sündigen.

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Je voller dein Papierkorb, umso besser ist das, was übrig bleibt.

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Der Kapitalismus beutet nicht nur die Arbeitnehmer finanziell aus, er bestiehlt auch schon die Kinder, indem er ihnen durch die ständig steigenden schulischen Anforderungen die Kindheit raubt, denn die Unternehmen wollen ja schnell Arbeitskräfte zur Verfügung haben.

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Wenn du mit anderen redest, bedenke, dass es vielleicht die letzten Worte sein könnten, die du sprichst.

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Drei Sorten von Menschen sind gefährlich:

1. die sagen, was sie denken,

2. die nicht sagen, was sie denken und

3. die nicht denken, wenn sie was sagen.
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Manch einer, der denkt, dass er voran kommt, bewegt sich nur im Kreis.
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Wie unsicher das Leben überhaupt ist, wird dir bewusst, wenn du Geld anlegst: Dann fällt der Goldpreis ins Bodenlose, wenn in der Tiefsee riesige Goldvorräte gefunden werden. Und dein Konto auf den Cayman Islands wird bei einer Revolution geplündert.
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Wenn jemand dir sagt, er will dein Bestes, dann ist er jedenfalls ehrlich: Er will dein Geld.

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Radfahren ist wie das Leben selbst: Man hat mehr Gegenwind als Rückenwind.

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Die beste Voraussetzung für ein gutes Gewissen ist ein schlechtes Gedächtnis.

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„Wer bin ich?“ Wenn du dir diese klassische Frage stellst, wirst du kaum eine richtige Antwort erhalten, es sei denn diese: „Auf jeden Fall anders, als du denkst!“

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Es ist besser Pessimist zu sein. Dann trifft man Vorkehrungen gegen ein mögliches Unheil und man freut sich, wenn sich die Befürchtungen nicht verwirklichen. Der Optimist hat wenig Grund zur Freude, weil sich seine rosigen Erwartungen oft nicht erfüllen und ihn ein plötzliches Unglück völlig unvorbereitet trifft.

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Du hast zwei Augen, damit du gelegentlich eines zudrücken kannst.

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Du hast falsch gelebt, wenn du in irgendeiner Phase deines Lebens wünschen würdest, in einer früheren leben zu können.
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Viele Leute, die behaupten, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen, haben oft noch nicht gemerkt, dass die Tatsachen, von denen sie reden, keinen Boden haben.

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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

(Albert Einstein)

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Am vermeintlich Unmöglichen scheiden sich die Geister. Die einen geben auf, die anderen probieren es trotzdem.

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Was mich antreibt, ist die Erkenntnis, dass mein Leben zu kurz ist für das, was ich noch vor habe.

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Liebe und Gerechtigkeit sind wohl das Wichtigste für die meisten Menschen. Wenn in der Liebe etwas schief läuft, nehmen sie das als Schicksalsschlag hin, nicht aber bei der Gerechtigkeit.

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Für fast alles gibt es Grenzwerte, nur die menschliche Dummheit ist grenzenlos.

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Merke es dir: Die Spanne zwischen „zu jung“ und „zu alt“ ist nur kurz.

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Zeit erleben – wer kann das heute noch? Zu viele Menschen schlagen die Zeit tot.

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Wie sich die Zeiten ändern: Unter „Hausbank“ verstehen die Menschen von heute ein Geldinstitut. Früher war die Hausbank eine Sitzbank vor dem Haus, auf der man saß, um sich zu unterhalten oder seinen Phantasien nach zu hängen.
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Leider ist die Wahrheit oft so langweilig, dass die Medien eine Story daraus machen müssen.

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Sollen wir dumm gehalten werden oder wie ist das zu erklären, dass man Theologie studieren kann, nicht aber Atheismus und dass dieser im Fernsehen praktisch nicht existiert?
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Manche Aphorismen bewirken etwas, was auch notwendig ist, nämlich dass sie Selbstverständlichkeiten bewusst machen.

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Viele Männer haben zu ihrem PC das gleiche Verhältnis wie zu ihrer Frau: Sie verstehen ihn einfach nicht.

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Eigentlich sind Maschinen dazu da, uns das Leben zu erleichtern. Nun ist aber das Gegenteil eingetreten: Sie diktieren den Arbeitstakt und machen immer mehr Menschen kaputt.

Und eigentlich sind Unternehmen dazu da, die Menschen zu bedienen. Und nun sind sie dabei, die Menschen immer mehr zu versklaven, indem sie ihnen oft nicht einmal einen Mindestlohn gönnen.

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Ist es nicht merkwürdig, dass viele positive Eigenschaften sich ins Negative verkehren, wenn sie übertrieben werden: dann wird Sparsamkeit zu Geiz, Tugendhaftigkeit zur Prüderie und Frömmigkeit zur Bigotterie.

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Oft ist es besser sich dumm zu stellen, als sich gescheiter zu geben, als man ist. Die meisten machen es aber lieber umgekehrt.

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Wenn du die politischen Reden hörst und die Wahlplakate siehst, merkst du deutlich, dass es besser ist, auf die Dummheit der Leute zu setzen als auf ihre Vernunft.

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Die meisten Menschen leben nicht, sondern existieren nur und viele vegetieren sogar vor sich hin.

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Merkwürdig ist, dass selbst eine kleine Dummheit verlockender sein kann als die genialste Klugheit.

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Wer behauptet, Rückenwind zu spüren, sollte sich vergewissern, ob nicht sein eigener Furz das einzige ist, was hinten weht.

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Manchmal hat man den Eindruck, als würden Tabus nur deshalb aufgebaut, damit „mutige“ Menschen kommen können und sie brechen.

Wenn du lachst, denke an das Sprichwort: „Am Lachen erkennt man den Narren.“ Wie leicht lacht man an der falschen Stelle.

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Hast du mal in den Spiegel geschaut und überlegt, welche Rolle man dir mit deinem Gesicht zuteilen würde, wenn du Schauspieler wärst: Graf oder Penner? Verbrecher oder Ehrenmann? Denker oder Blödian?

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Wenn du einen Menschen als einen „von vorgestern“ bezeichnest, bist du vielleicht im Irrtum: Womöglich ist er nur von gestern oder schon von übermorgen.

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Manche sind so modern, dass sie die Erkenntnisse früherer Generationen allein schon deshalb für falsch halten, weil sie aus der Vergangenheit stammen.

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Was ist stärker: das Gute oder das Böse? Vielleicht gibt uns die Natur die Antwort. Dort ist das Unkraut stärker.

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Die Wahrheit ist ein feminines Substantiv. Das bedeutet, dass sie meist geschminkt daher kommt.

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Das Leben ist wie Karneval: Die meisten laufen mit einer Maske herum.

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Wenn du immer öfter denkst, dass die anderen spinnen, solltest du dich fragen, ob du nicht selbst derjenige bist, der spinnt.
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Man sollte immer im Auge behalten, wann man aufhören muss.

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Je unsachlicher eine Diskussion wird, umso besser ist es, den kleinen Geistern das letzte Wort zu lassen, denn die hören sowieso nicht auf und sind auch nicht zu überzeugen.

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Wenn Frauen von Selbstverwirklichung sprechen, kannst du sicher sein, dass sie das nicht in der Rolle der Frau und Mutter tun wollen.
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Nichts ist so ernst, dass es nicht einen Schuss Humor vertragen könnte.

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Humor ist deshalb wichtig, weil er uns befähigt, die Dinge einmal mit etwas Abstand zu betrachten.
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Mach dir das bewusst, wenn du „nur“ zufrieden bist: Zufriedenheit ist langfristiges Glück.
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Für viele ist das schwierigste Wort: „Entschuldigung!“

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Spürst du es nicht? Deine Zeit läuft!

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Je weniger Kultur wir haben, umso mehr benutzen wir dieses Wort für Erscheinungen, die überhaupt nichts damit zu tun haben: beispielsweise „Kultur des Wegschauens“.

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Es gab einmal eine Zeit, in der der Charakter wichtig war, heute ist es das Image.

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Im Leben gibt es für alles irgendwann einmal die richtige Zeit. Hast du dich schon gefragt, was du nun tun solltest?
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Unsere festen Überzeugungen von heute sind aus der Sicht von morgen oft nur die Irrtümer von gestern.

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Die Seele ist so ähnlich wie ein Magen: Es kommt schon darauf an, mit was du sie fütterst.

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Zeichen der Zeit: Früher endete ein Liebesfilm meist mit einem Happyend,nämlich mit der Ehe. Heute ist am Filmanfang in der Regel schon die Ehe zu Ende.
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Wenn du dich entschlossen hast, für etwas zu sein, lies unbedingt auch alles, was dagegen spricht.

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Ist es nicht merkwürdig? Das, was einem am nächsten liegt, ist für viele Menschen am schwersten zu finden: Das eigene Ich.
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Ein Obstbaum ist dann richtig geschnitten, wenn deine Frau mit Scheidung droht.

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Schneide deinen Obstbaum in aller Ruhe, wenn Deine Frau beim Shoppen oder beim Friseur ist.

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Man kann die Medien in drei Gruppen einteilen: Die einen verbreiten das, für das sie bezahlt wurden, die anderen schreiben ab und ganz wenige versuchen einen eigenen Standpunkt einzunehmen.

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Unwichtig ist nichts. Auch das vermeintlich Unwichtige solltest du im Auge behalten und dich fragen, ob es nicht vielleicht doch von Bedeutung ist.

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Angst ist ein schlechter Ratgeber.
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Die Menschheit ist so dumm, dass sie Fehler lieber vergisst, statt daraus zu lernen.

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Der übelste Job ist nicht der mit der dreckigsten, härtesten Arbeit, sondern der, der dich zwingt, dauernd etwas gegen deine innere Überzeugung zu tun.

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Du hast schon eine positive Lebensbilanz, wenn von dir nichts Negatives zurück bleibt.
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Ein Künstler tritt gelegentlich beim Malen einen Schritt zurück, um sein Bild auf sich wirken zu lassen. Auch du solltest in deinem Leben gelegentlich einen Schritt zurück treten und darüber nachdenken, was du tust.

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Optimismus nennt man es, wenn jemand in China Viagra kauft, und ein Placebo-Effekt ist es, wenn er feststellt, dass das Zeug wirkt.

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Wenn man sich vorstellt, dass all die Energie, die die Leute ins Bücherschreiben stecken, in etwas Vernünftiges investiert würde, käme Deutschland einen Schritt voran.

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Mein Vater pflegte zu sagen: „Das Schicksal winkt dreimal mit dem Zaunpfahl, dann schlägt es zu!“

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Man kann leicht Pazifist sein, wenn man in einem gut bewachten Land mit friedlichen Nachbarn lebt.

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Traurig aber wahr: Die größten Impulse für die Menschheit gingen von der Lüge aus: So sind die großartigen Kulturdenkmäler der alten Ägypter Göttern gewidmet, die von einer Priesterkaste erfunden wurden, oder: der 2. Weltkrieg begann mit der Lüge, die Polen hätten uns überfallen.
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Wenn man von einem Weisen spricht, denkt man leider immer an Männer wie Buddha oder Laotse, aber niemals an einen alten Mann aus Dortmund. Haben wir keine Weisen mehr?

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Der Mensch und der PC gleichen sich: Beide sind nie ganz perfekt.

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Wenn du schwer krank bist und in ein Krankenhaus kommst, wirst du merken, dass du heutzutage nur eine „Fallpauschale“ bist.

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Es ist schon merkwürdig, dass wir die Schönheit alter Bauten bewundern, aber die meisten halten ein altes Gesicht für unansehnlich.

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Die Beschränktheit vieler Menschen zeigt sich darin, dass sie nicht in der Lage sind, die Dinge auch einmal von der anderen Seite aus zu betrachten.

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Es ist ein Zeichen von Intelligenz, wenn die Models auf dem Laufsteg mit so mürrischen Gesichtern herum laufen: Ihnen gefällt das Zeug, das sie vorführen müssen, auch nicht.

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Denke immer daran: Es gibt Bisswunden, die ein Leben lang nicht heilen, nämlich die der Gewissensbisse.

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Die Mode ist schon etwas sehr Merkwürdiges: So galt es als proletarisch, weiße Socken zu einem dunklen Anzug zu tragen, bis jemand wie Armani daraus einen Modegag machte.

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Ein Irrtum hat auch Vorteile: Er zwingt dich, alles von Grund auf neu zu durchdenken, was du nicht getan hättest, wenn du die Lösung gleich gefunden hättest.
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Tue
nie etwas nur deshalb, weil andere es auch tun oder weil es von dir verlangt wird, sondern tue nur das, was du als richtig erkannt hast und was du auch mit deinem Gewissen vereinbaren kannst.
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Besser einen Bierbauch als einen Wasserkopf.
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Man kann das Gewissen zwar einschläfern. aber es wacht wieder auf.
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Als Massenmensch hat man einen großen Vorteil: Man fühlt jedenfalls nicht blöder als der Durchschnitt.

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Wenn du heute etwas vermarkten willst, benenne es mit einem englischen oder „denglischen“ Wort, dann glauben die Leute, dass es ein „musst-have“ ist.
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Wie schnelllebig doch die Zeit ist, sieht man auch am Korrekturprogramm des PC: Mein PC kennt Brigitte Bardot nicht mehr und unterringelt sie rot.
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Toleranz nennen es viele Eltern, wenn sie zu faul sind, ihre Kinder zu erziehen und wenn sie ihnen fast alles durchgehen lassen.

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Das „Dürfen“ ist des „Wollens“ Maß.

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Der Mensch ist schon komisch: Er wechselt seinen Lebenspartner häufiger als seinen Internet-Provider, seine Bank oder seine Religion (sofern er überhaupt noch eine hat).

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Das ganze Leben ist ein einziger Intelligenztest.
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Die Gründung eines Vereins bedeutet oftmals nichts anderes, als dass die Gescheiteren die Dümmeren abkassieren wollen.
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Tröste dich: Nicht jedes Rätsel ist lösbar.
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Du solltest vieles aus einer gewissen Distanz betrachten: dann siehst du manches klarer.
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Mir sind die Menschen lieber, die auf der Suche nach der Wahrheit sind, als diejenigen, die glauben, sie gefunden zu haben.
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Kommen nicht vielleicht doch die Tiere durch ihren Instinkt mit ihrer Art zu leben besser zurecht als wir mit dem Verstand unser Leben bewältigen?

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Wer etwas geschenkt bekommt, denkt selten darüber nach, dass das Geschenk für den Spender vielleicht ein großes Opfer bedeuten könnte. Er glaubt vielmehr leider zu oft: der hat genug und kann ruhig ein bisschen hergeben.
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Eigentlich sollte man sich viel mehr Aphorismenbücher kaufen, denn dort findet man oft die Quintessenz eines ganzen Buches in einem Satz zusammengefasst.

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Tu, was du tun musst!.

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Was ist Fußball doch für ein herrliches Spiel: Da freuen sich die Zuschauer über einen Sieg ihrer Mannschaft genau so begeistert, als wenn sie ihn selbst errungen hätten.

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Wenn einer schlecht sieht, kauft er sich eine Brille. Wenn aber sein Geist die Dinge falsch wahr nimmt, merkt er das meist nicht, denn er müsste erst die Scheuklappen abnehmen, die ihm die Religion, eine Ideologie oder der Mainstream aufgesetzt haben.

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Das Sehen muss man lernen: Das gilt zunächst einmal für die Augen. Aber das haben viele verlernt und daher haben wir immer mehr Brillenträger
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Komplizierter ist es beim geistigen Sehen. Da behindern mehr oder weniger große Scheuklappen die Fähigkeit zur Wahrnehmung.
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Wenn jeder die Tiere, die er isst, selbst töten müsste, gäbe es wohl fast nur Vegetarier.
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Weniges fällt den meisten Menschen so schwer wie, dass sie ihre Meinung ändern. Praktisch ganz unmöglich ist ihnen der Wechsel ihrer Religion.

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Das Traurigste am Menschen ist, dass man ihn prägen kann wie eine Münze. Wenn jemand von einer Religion vereinnahmt wurde, kommen ihm kaum Zweifel daran, auf dem richtigen Weg zu sein.

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Eine der schwierigen Entscheidungen ist die, inwieweit man auf sein Herz und inwieweit man auf seinen Verstand hören soll.

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Es gibt im Krieg kein Verbrechen, das nicht begangen würde, um zum Sieg zu kommen.

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Menschen, die in Not sind und denen geholfen wird, erleben wohl ein so großes Glücksgefühl, wie es ein Millionär wohl niemals erfahren wird.

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Auf der Welt ist selten etwas ganz gut oder ganz schlecht.
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Die Anziehungskraft des Islamismus beruht nicht so sehr auf seiner eigenen Lehre als auf der moralischen Verkommenheit des Westens.

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Der ständig steigende Lärm ist die Zudecke für unser Gewissen und andere Unannehmlichkeiten.
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Man sollte die Universitäten ehrlicherweise in Hochschulen umtaufen, denn welche Studierenden werfen heute noch einen Blick über die Grenzen ihres Fachgebiets hinaus?
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Die jungen Leute von heute werden vielleicht einmal am Ende ihres Lebens sagen müssen: „Ich habe funktioniert, aber nicht gelebt.“
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Einer der besten Ratgeber ist die Zeit.

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Viele Menschen kommen mir vor, als würden sie die Welt nur aus dem Käfig ihres eigenen Ichs betrachten. Es sind nur wenige, die sich bemühen, auch mal einen Blick von außen auf den Käfig ihres Seins zu werfen.

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Der Geist kann dir Flügel verleihen, aber weiter kommst du mit den Flügeln der Phantasie.

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Früher reparierte man alte Geräte, stopfte Strümpfe und flickte Kleidung. Das war erwiesenermaßen gut für die Selbstheilungskräfte des Körpers.

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Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt (Hesiod), aber wie viel Schweiß wird vergeblich vergossen?
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Glücklich ist, wer eine Arbeit hat, die ihm so viel Freude macht, dass sie und nicht unbedingt auch der Gewinn die Quelle seines Wohlbefindens ist.
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Es ist traurig, dass sich die Menschheit so wenig solidarisch verhält. Was könnte sie sonst alles erreichen.
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Das Terroristenleben übt schon einen eigenen Reiz auf bestimmte Menschen aus: Da hat ein totaler Versager plötzlich die Chance, Herr über Tod oder Leben anderer zu werden.
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Viele Menschen sind dauernd auf der Suche: nach dem Sinn des Lebens oder nach sich selbst.

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Glück ist der Stuhl, der plötzlich da ist, wenn man sich zwischen zwei andere setzen wollte“
(
George Bernhard Shaw)

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Glücklich sein bedeutet nicht nur, Glück zu haben, sondern auch, dass man es sich immer wieder bewusst macht.

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Viele Menschen sehen das Glück nur im „Glück haben“, übersehen dabei aber oft, dass das „glücklich sein“ wichtiger ist.

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Es steht fest, dass wir in einer Zeit des Übergangs leben, nur fragt sich: wohin?

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Der Weg zur Reife führt über das Akzeptieren der eigenen Schwächen.

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Sage mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.
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Wir sollten die Bösartigkeiten anderer betrachten wie körperliche Gebrechen und sollten Mitleid haben statt uns darüber aufzuregen.

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Zorn und Missmut sind so schnell verflogen wie der Rauch im Wind, aber die Folgen dessen, was du in der ersten Wut getan hast, können dich ein Leben lang begleiten.
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Ein schneidiger Leutnant und ein paar Mann können einen Staat aus den Angeln heben.

(Mein Vater)

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Je mehr Geld auf dem Spiel steht, desto mehr schwindet die Wahrheit.

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Früher wussten die Menschen nichts über gewisse Gesundheitsgefahren beim Essen und sie haben sich trotzdem unbewusst meist gesund ernährt.
Heute sind die Menschen über die Gesundheitsgefahren bei der Ernährung aufgeklärt, aber die Masse ernährt sich trotzdem ungesund: zu viel rotes Fleisch, zu viel Salz und Zucker, zu viel…

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Das ideale Buch sieht so aus: Es ist spannend oder unterhaltsam mit einer Prise Humor. Vor allem sollte es aber dem Leser einen Stoff zum Nachdenken geben, der ihn noch länger beschäftigt.
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Der Weg der Psychologie ist gepflastert mit Irrtümern: antiautoritäre Erziehung, Pädophilie bei den Grünen… Und eines Tages wird man die Gender-Bewegung auch dazu zählen.

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Ein Politiker wird umso lauter, je dürftiger seine Argumente sind.
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Jeder Mensch sieht etwas anderes. Betrachten zwei eine Wiese, so freut sich der eine am satten Grün, während der andere die Blumen vermisst, die der Überdüngung zum Opfer gefallen sind.
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Auch ein schlechtes Buch kann einen auf gute Gedanken bringen.

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Wie sieht es denn bei dir aus? Ist die Trägheit des Geistes größer als die des Körpers oder umgekehrt? Und was wäre besser für dich?

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Die Trägheit des menschlichen Geistes zeigt sich am deutlichsten bei der Tatsache, dass nur ganz wenige Menschen ihre Religion wechseln oder aufgeben.

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Das Verhältnis des Menschen zur Arbeit ist zwiespältig: Hat er keine, wird er depressiv, muss er viel leisten, bekommt er ein Burnout-Syndrom.
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Von einem gewissen Alter an ist jeder für sein Gesicht verantwortlich.
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Wer denkt schon darüber nach, dass ein Tier genauso gern lebt wie er selber?

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Der Mensch ist ungerecht: Kühe und Schweine schlachtet er, Hunde und Pferde in der Regel nicht.

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Je unwahrscheinlicher eine Geschichte ist, desto eher hat sie die Chance, geglaubt zu werden.

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Wenn Kühe im dunklen Stall eingesperrt sind, ist das schlimmer, als wenn man das einem Menschen antun würde, denn der Mensch kann sich immerhin mit Denken über die äußeren Verhältnisse hinweg trösten.

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Ein Tag im Schlachthof und die Menschen würden Vegetarier.

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Vieles geschieht, weil der Mensch nicht mit den Folgen seines Tuns konfrontiert wird: Massentierhaltung, Ausbeutung armer Länder, Drohnenangriffe…

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Manche Menschen sind fast schon wie Fliegen, die immer wieder mit dem Kopf gegen eine Fensterscheibe fliegen.
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Das Leben gerät immer mehr aus den Fugen: Die einen langweilen sich zu Tode und die anderen sind gestresst bis zum Burnout.
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Die Menschheit lebt so ähnlich wie Astronauten, die in den ersten Tagen die Lebensmittelvorräte aufessen würden, die für Wochen reichen sollten: Man verschwendet die wertvollen Ressourcen.
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Talleyrand hat gesagt: „Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.“ Heute muss man ergänzen: „ Die Sprache ist dem Menschen gegeben, damit Politiker verbergen können, dass sie keine Gedanken haben.“

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Das Leben ist kein Jammertal und deshalb solltest du dich bemühen, kein Jammerlappen zu sein.

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Der wahre Charakter einer Führungskraft zeigt sich im Verhalten gegenüber den Schwächsten.
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Bei uns wird immer öfter Feigheit für Toleranz gehalten.

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Die Menschen von heute werden so mit Informationen zugemüllt, dass sie oft nicht mehr erkennen, was eigentlich wichtig für sie wäre.
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Du solltest alles aus einer gewissen Distanz betrachten vor allem dich selbst und deine Religion.
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Tiere mögen dumm sein, aber sie haben Gefühle wie du und sie leben genau so gerne wie du.

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Wie viel einfacher wäre das Leben, wenn man immer schon vorher so gescheit wäre wie hinterher.
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Manchmal hat man den Eindruck, als würden Tiere ihr Leben mit ihrem Instinkt besser bewältigen als der Mensch mit seinem Verstand.

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Während wir uns in damals unserer Jugend die Köpfe heiß redeten über Existenzialismus und Nihilismus, über Sartre und Cocteau, kennt die akademische Jugend von heute in der Regel meist keinen lebenden Philosophen.

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Von der Politik hören wir dauernd das Wort „Ankurbeln“ im Zusammenhang mit „Wirtschaft“. Früher wusste man, dass ein Traktor, der nach dem wiederholten Ankurbeln nicht anspringt, kaputt ist.

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Wenn von einem „alten weisen Mann“ die Rede ist, denkt man eher an die Vergangenheit als an einen lebenden Deutschen.
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Irrtümer sind oft die Leitersprossen zur Erkenntnis.

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Schreiben ist oft auch ein schmerzhafter Prozess. Lohnt sich das für einen Krimi?

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Wenn Goethe manche dieser Aphorismen geschrieben hätte – wie oft würde man sie wohl zitieren?

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Es sollte uns nachdenklich stimmen, dass das Wort „Würde“ mit einem Konjunktiv („würde“) übereinstimmt.

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Schöne Erinnerungen sind dein Sparguthaben fürs Alter, also spare und sieh zu, dass dein Saldo nicht negativ ausfällt!

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Wenn man nur immer wüsste, wann man dem Kopf oder dem Herzen folgen sollte.

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Wo der eine nur Schwierigkeiten sieht, sieht der andere Möglichkeiten.
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Früher sah man in der Natur ein ewiges „Stirb und werde“. Heute sieht man mehr das Sterben: Jährlich sterben 58.000 Tierarten aus.
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Ist es nicht traurig, dass bei vielen der Ärger im Gehirn mehr Platz einnimmt als die Freude?

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Ob Jesus wieder durch eine Jungfrauengeburt in die Welt gekommen wäre, wenn er geahnt hätte, welchen Stress und Rummel er damit ausgelöst hat?

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Viele glauben, nicht meditieren zu können und denken doch dauernd über irgendeinen Ärger nach.
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Vorsicht: Wenn du gute Vorsätze fasst, belastest du dich womöglich ganz unnötig mit einem schlechten Gewissen.

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Es gibt Menschen, die einen solchen Respekt vor sich haben, dass sie sich in Selbstgesprächen siezen.

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Ist es nicht erschreckend, dass man zwar für kleine Waffen einen Waffenschein braucht, für Atomwaffen aber nicht?

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Zur Klugheit gehört die Fähigkeit, Niederlagen rechtzeitig erkennen und wegstecken zu können.

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Humor ist eine Waffe, die entwaffnet.

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Wenn man sieht, wie wenig die Politiker an die Zukunft denken, muss man zu der Überzeugung kommen, sie glauben nicht mehr recht an ein Übermorgen.
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Man hat die Währung vom Goldpreis entkoppelt, damit der Bürger nicht merkt, dass sein Geld immer wertloser wird.

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Bevor du Sätze schreibst mit den Worten „alle“, „keiner“, „immer“ oder „nie“, denke darüber nach, ob das wirklich so richtig ist und ob es nicht doch viel zu viele Ausnahmen gibt.
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Könnte auch über deinem Passbild stehen: „Steckbrief: Gesucht wird: …“?

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Unser heutiger Lebensstil ist so, als wenn keiner an die Zukunft glaubt: Wir verbrauchen die Ressourcen von 1 1/2 Erden, obwohl wir nur eine haben, und wir machen Schulden, die wir nie zurück zahlen könnten.
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Erziehe dich zur Heiterkeit! Auch vieles Üble kann man von der heiteren Seite betrachten.

Ein Mensch mit zu wenig Schlaf ist wie ein Fußball mit zu wenig Luft.

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Der Mensch ist schon sehr ungerecht: Bei Bau von Stuttgart 21 werden 15 Millionen Euro für die Rettung von Eidechsen ausgegeben, aber man sieht tatenlos zu, wie die Bauern mit Überdüngung und Einsatz von immer schwereren Geräten die geschützten Maulwürfe töten.

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Alles wiederholt sich – irgendwann irgendwie.

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Das Traurige am Leben ist, dass der Reifungsprozess immer der Alterung hinterher hinkt.

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„Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält“, sagt Somerset Maugham. Ich füge hinzu, dass eine Lektüre auf jeden Fall auch Stoff zum Nachdenken bieten sollte.

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Wie ein Maler gelegentlich von der Staffelei zurück tritt, um die Wirkung seines Gemäldes mit Abstand zu betrachten, so sollst auch du dich bemühen, dich selbst und das, was du tust, immer mit der nötigen Distanz beurteilen.

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Die jungen sehen die Welt eher statisch, die Alten sehen mehr die Entwicklungen.

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Die Menschen, die sich den hohen Anforderungen ihres Berufs nicht ganz gewachsen fühlen, sind die Besten für diesen Posten, weil sie dauernd an sich arbeiten.
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Maul halten ist besser als blöd daher reden.

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Betrachte immer alles mit einem gebührendem Abstand, auch deine Religion.

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Oft erweist sich ein Fortschritt als Schritt in die falsche Richtung, nämlich als Rückschritt.
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Was viele nicht begreifen: Manchmal ist eine Diktatur besser als eine Demokratie: Irak, Libyen, Tunesien, Ägypten…

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Die Kultur und die Moral eines Volkes erkennt man daran, wie mit den Alten und den Tieren umgegangen wird.

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Als Kind glaubte ich, eine Goldader gefunden zu haben, und kam deshalb zu spät nach Hause. Als ich meiner Mutter stolz meinen „Goldschatz“ zeigte, sagte sie: „Das ist nur Katzengold!“ und ich bekam Prügel. So ist das Leben.

(Mein Vater)
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Carpe Diem!“ sagten die alten Römer. Hinzu zu fügen ist: „Das Wichtigste zuerst!“

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Wenn du heute Abend auf den Tag zurück blickst: Wirst du sagen können, du hast etwas Gutes aus ihm gemacht oder gar Gutes getan?
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Die Medizin ist eine Wissenschaft, die öfter mal für richtig hält, was sie früher als gesundheitsschädlich befand: Mal hieß es, dass jeder Tropfen Alkohol etliche Gehirnzellen vernichte. Heute gilt er – in Maßen genossen – als Vorbeugung gegen Demenz.

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W
enn man die Wahrheit unter einer Decke halten will, schaut doch immer wieder mal ein Zipfelchen hervor.

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Viele Weisheiten sind umkehrbar. So könnte man im folgenden Aphorismus statt „unglücklich“ auch „glücklich“ sagen: „Im Leben gibt es zwei ganz einfache Wege, unglücklich zu werden: Entweder du heiratest oder du bleibst ledig.“

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Der größte Schädling auf der Welt ist der Mensch.

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Am eindrucksvollsten lügen können Bilder.
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Kurze Frage zwischendurch: Wann hast du zuletzt deine Seele gespürt?

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Die Psychologie ist eine Wissenschaft, in der die Erkenntnisse von heute nicht selten die Irrtümer von morgen sind.

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Ein gutes Buch ist wie das Putzen einer Brille: Man sieht manches klarer.

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Viele Leute stellen sich die falschen Fragen: Wie komme ich voran? Wie kriege ich mehr Geld? Vernünftiger wäre es zu fragen: Wie bewältige ich mein Leben am besten? Wie stelle ich mir das vor und wie erreiche ich das?
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Erst willst du immer mehr besitzen, aber eines Tages besitzt dein Besitz dich.
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Die einen sind ein Leben lang Lernende, die anderen meinen, genug zu wissen.
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Es ist leider so: Du musst dich schon mit die abfinden.

Es gibt zwei Sorten von Menschen: Die einen befinden sich ständig auf der Suche nach der Wahrheit und die anderen, die meinen, sie gefunden zu haben.

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Der größte Fehler unserer Zeit ist der, dass man sich sagt: Es ist doch bisher immer alles gut gegangen; warum soll sich das ändern?
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Mache es dir bewusst: Vieles ist anders, als du es siehst.

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Wenn du schon Fehler machst, mache die richtigen!

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Man weiß immer zu wenig, heute mehr denn je.

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Oft ist es wichtiger, was ein Gegner sagt, als was ein Freund meint.
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Der Mainstream beschäftigt uns  dauernd mit Problemen, die keine sind, um von den wirklichen abzulenken.

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Merkwürdig ist, dass Männer genau darauf achten, wie ihr Auto gewartet werden muss, aber bei ihrem Körper sind sie weniger achtsam: Wer weiß schon, vor was er seine Prostata bewahren muss?
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Fußball ist ideal für die Politik: Er lenkt das Volk von den Problemen ab.
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Früher lebte man bewusst gesund, denn eine Krankheit konnte den Tod bedeuten. Heute lebt man so dahin, und verlässt sich darauf, dass die moderne Medizin im Falle einer Krankheit alles wieder ins Lot bringt.

Was ist der Unterschied zwischen Frauen und Fußball? Frauen kann man sich schön saufen…
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Wer studiert, eignet sich Fachkenntnisse an und lernt, diese anzuwenden. Denken lernen nur die wenigsten.
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Der Unterschied zwischen Bayern und Preußen zeigt sich besonders beim Streiten: Die Preußen diskutieren stundenlang und kommen dann zu (k)einem Ergebnis. Die Bayern treffen sich im Bierzelt, trinken miteinander und vergessen, dass sie Probleme gehabt haben.

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Von einer gewissen Höhe an ist ein Spitzeneinkommen Diebstahl an den Beschäftigten.

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Manchmal hat man den Eindruck, als seien Tabus nur dazu da, dass manche sie brechen und damit Geld verdienen.

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Das Internet hat einen Nachteil: Allein schon WordPress führt einem an einem einzigen Tage vor Augen, wie wenig man weiß.

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Was könnte man alles mit dem anfangen, was in Vergessenheit geraten ist.

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Fühlst du dich wohl, so wie’s jetzt ist?
Dann freu dich, weil du glücklich bist.

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Hast du schon mal probiert, wie glücklich es machen kann, andere glücklich zu machen?

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Wer auf den Verstand vertraut,
Hat häufig nur auf Sand gebaut.

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Der Fortschritt löst zwar viele Probleme, schafft dafür aber mehr neue. (Beispiel: Plastik)

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Früher achtete man auf seine Gesundheit, heute geht man zum Arzt, wenn man krank ist.
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Glaubt mir: Es wird eine Zeit kommen, da werden die Ressourcen so knapp, dass die Müllgruben als Rohstofflager ausgebeutet werden müssen.
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Die Menschen sind schon merkwürdig: Sie fliegen nach China, um die chinesische Mauer zu bestaunen, aber die Wieskirche in ihrer Heimat kennen sie nicht. Die schauen sich die Chinesen an.
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Wir leben in einer Zeit, ist der ein Ausnahmezustand zur Normalität erklärt wird.
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Früher wussten die Menschen mehr über das Leben, heute stattdessen mehr über den Computer.
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Glück ist etwas, was viele erst erkennen, wenn es vorbei ist, weil sie es vorher für selbstverständlich gehalten haben.
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Wirklich gut ist ein Aphorismus dann, wenn er einem in einem Satz mehr sagt als ein ganzes Buch.
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Früher wussten die Frauen, welche Nahrungsmittel gut für die Gesundheit waren, heute wissen viele Frauen nicht einmal mehr, was dem Körper schadet.
Ein Dummer, der seine Grenzen kennt, ist klüger als ein Intelligenter, der die Seinigen nicht kennt.
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An manchem Promi-“Schnappschuss“ hat man lange arbeiten müssen, bis er so rein zufällig und natürlich aussah.
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Früher sah man in der Natur ein ständiges Werden und Vergehen. Heute rückt ein dauerhaftes Vergehen immer mehr ins Blickfeld, nämlich das Aussterben von Pflanzen und Tieren.
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Ein guter Aphorismus kann einem mehr geben als ein ganzes Buch.
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Früher haben die Menschen in Jahrhunderten Erfahrungen darüber gesammelt, welche Heilkräuter es gibt und welche Gemüsearten welche positiven Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben. In nur 50 Jahren haben die meisten dies vergessen.Und schlimmer ist, dass sie nun nicht einmal mehr genau wissen, was ihnen schadet.
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„Die Erde ist unsere Mutter“, sagt ein indianisches Sprichwort. Wir behandeln sie aber so, als würden wir unsere Mutter auf den Strich schicken, denn das Geld ist uns am wichtigsten.
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Was haben wir verloren? Ich glaube, bei der Liebe und der Ehrfurcht sind die Verluste am größten.
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Was ist uns wichtig? Einst waren es „Führer, Volk und Vaterland“. Nun regieren Lobbyismus und Geldgier und sie ersticken Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und Wohlstand des Volkes.
Einer der schönsten Psalmen lautet:
„Er lässt mich lagern auf grünen Auen und an klaren Wassern.“ In die heutige Zeit übertragen müsste er lauten: „Er lässt mich lagern auf überdüngten Wiesen und an nitratbelasteten Wassern.“
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Früher achteten die Menschen selbst auf ihre Gesundheit. Heute tragen sie ihre Krankheiten zum Arzt.
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Die meisten verhalten sich ihrem Körper gegenüber so, wie sie es bei ihrem Auto nir machen würden: Wartungsdienst erst, wenn etwas kaputt ist.
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Satan ist arbeitslos geworden: Die Menschen sind auch ohne ihn schon schlecht genug.
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Der größte Sieg, den du erringen kannst, ist der über den inneren Schweinehund .
(Philosophisch tiefsinniger heißt es in der Bhagavad Gita: Der Erhabene sprach: Dem ist das Selbst sein eigener Freund, der durch das Selbst das Selbst besiegt.)
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Ein Pessimist ist jemand, der für die Zukunft schwarz sieht. Ein Optimist ist dagegen jemand, der glaubt, dass es überhaupt noch eine Zukunft für die Menschheit gibt.
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Man sollte sich immer wieder bewusst machen, wie empfindsam der Körper auf die geringsten Reize reagieren kann: So genügt nach einer Studie allein schon der Geruch von Kaffee, um eine Leistungssteigerung zu bewirken.
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Schwer hat man‘s, aber immerhin hat man was.
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Eine der dümmsten Unterscheidungen ist die zwischen Heilkräutern und Gemüse. Jedes Gemüse ist auch ein Heilkraut.
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Fazit aus dem Missbrauchsskandal: Kirche macht geil!
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Es muss endlich was geschehen, dass etwas passiert.
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Versprich nichts, sonst begibst du dich in ein Gefängnis, das du dir selbst gebaut hast!
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Die deutsche Wirtschaft, die dauernd angekurbelt werden muss, befindet sich offenbar in derselben Lage wie ein Patient in der Intensivstation, der immer wieder Bluttransfusionen benötigt:
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Kennst du deinen größten Gegner? Es ist der „innere Schweinehund“ – oft in der Maske der Trägheit.
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Das menschliche Wissen ist sehr begrenzt, aber die Dummheit ist grenzenlos.
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Früher wusste man vieles nicht, weil die Wissenschaft noch nicht so weit war wie heute. Heute weiß man vieles nicht, weil man zu viel informiert wird und weil man daher den Überblick verloren hat.
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Wie wir verblöden: Früher waren die Menschen sensibel genug um zu merken, was ihnen gut tut, und so erfanden sie Heilmittel. Heute merken viele Menschen gar nicht mehr, was ihnen schadet.
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Was tun wir nicht alles, obwohl wir zu wenig wissen.
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Jeder Schritt, mit dem wir uns weiter von der Natur entfernen, bringt Gefahren mit sich, die wir viel zu oft kaum überblicken.
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Auch ein Umweg kann einen Sinn haben: Du siehst mehr.
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Merkst du das nicht? Du bist anders als du denkst.
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Ein Mensch ist verloren, wenn er nicht in der Lage ist, sich nach seinen Erkenntnissen zu verhalten. Für den Staat gilt dasselbe.
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Erhalte dir deine Hoffnung – auch wenn die Realität dagegen spricht, denn vielleicht geschieht Wunder oder bei einer Krankheit wirken die Selbstheilungskräfte des Körpers, und schließlich gibt es auch einen Willen, der beinahe Berge versetzen kann.

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Was kann der Mensch nicht alles verleugnen: Tatsachen und sogar sich selbst.
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Will man ermessen, ob eine These zutrifft, dann prüfe man sie an Hand eines extremen Beispiels.
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Je unübersichtlicher die Welt wird, desto mehr lassen sich die Menschen von ihren Emotionen leiten.
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Heutzutage kommt es weniger darauf an, was gesagt wird, als von wem es gesagt wird und wie.
*

Früher wusste man zu wenig. Heutzutage ist das Wissen so gewaltig angewachsen, dass der Überblick verloren gegangen ist und man deshalb zu wenig weiß.
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Früher aß man Margarine statt Butter, weil man sich die Butter nicht leisten konnte. Heute essen viele Margarine, weil ihnen die Butter zu viel Fett enthält.
*
Wenn du dich am Sommeranfang auf die schönste Jahreszeit freust, denkst du nicht daran, dass die Tage schon wieder kürzer werden.
*
Nichts kann so falsch sein, dass es nicht einen Wissenschaftler gäbe, der dies als einzig richtiges Forschungsergebnis hinstellen würde.
*
Mit einem guten Aphorismenbuch sollte man umgehen wie mit einer heilsamen Arznei: Man schluckt sie nicht auf einmal, sondern nimmt sie Tropfen für Tropfen zu sich.
*

Manchmal staune ich, wie sehr einen selbst ein kleines, ja fast belangloses Erlebnis beeindrucken kann.
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Sage mir, was du istst und ich sage dir, wer du bist
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Wir sind alle Suchende oder sollten es doch mindestens sein.
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Einst war die Natur die gesunde Schöpfung, in der das ewige „Stirb und werde!“ sichtbar wurde. Heute ist sie krank, und das „Stirb!“ steht im Vordergrund.
*.
Ein gutes Aphorismenbuch darf man nicht lesen wie eine normale Lektüre, sondern man muss es in kleinen Dosen zu sich nehmen wie eine Medizin.
*

Der Mensch wächst mit den Herausforderungen, denen er sich stellt.

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Das Schlimme an der heutigen Zeit ist, dass wir uns auf Entwicklungen einlassen, deren Auswirkungen wir nicht überblicken und die nicht ohne weiteres gestoppt werden können, wenn sie gefährlich sind.
*

Zeit und Geld gleichen sich darin, dass es weniger darauf ankommt, wie viel man hat, als vielmehr darauf, was man daraus macht.
*
Selbstkritik ist heilsam, wenn sie dazu dient, dass man es besser macht. Sie zerstört aber das notwendige Selbstvertrauen, wenn man ihr nur entnimmt, dass man schlecht ist.
*
Bei der Suche nach der Wahrheit hilft die Demokratie nicht weiter: Man kann nicht darüber abstimmen, was wahr ist, denn dann erfährt man nur die Meinung der Mehrheit.
*

Ein Moment kann wichtiger sein als Jahrzehnte eines Lebens:

beispielsweise ein Moment der Unaufmerksamkeit im Verkehr.
*

Unfreundlichkeit hat einen Vorteil:Sie ist ehrlich, was man von der Freundlichkeit nicht sagen kann.
*

Wenn einer sagt, er stehe voll und ganz hinter dir, pass auf, dass er dir nicht in den Hintern tritt.
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Das Lesen eines guten Buchs sollt einen Menschen verändern:
Entweder eiß er hinterher mehr oder er denkt danach in mancher Hinsicht anders.
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Du kannst nicht Dir selber davon laufen.
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Jeder hat im Leben sein Päckchen zu tragen. Die Kunst des Lebens besteht darin, dass man mit leichtem Gepäck unterwegs ist.
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Es gibt drei Arten von Lügen: die Notlüge, die Unwahrheit und die Statistik.
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Von allen Arten des Betrugs ist am meisten verbreitet und am gefährlichsten der Selbstbetrug.
*
Zu den größten Dummheiten gehört es, etwas deshalb für wahr oder richtig zu halten, weil es die meisten Menschen glauben.
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Früher hat man vor einer Entscheidung das Für und Wider gegeneinander sorgfältig abgewogen. Heute entscheiden sich die Menschen mehr und mehr auf Grund ihrer Gefühle und wollen dann nur die Argumente sehen, die für ihren Standpunkt sprechen.
*
Wir verbrauchen immer mehr Ressourcen. Nicht recht wahr genommen wird, dass wir eine ganz wichtige davon verbraucht haben: das Vertrauen: Während man beispielsweise früher von einem Bankier fair beraten wurde, haben die Banker von heute nur ihren eigenen Profit im Auge.
*

Die Banker lebten einmal von dem Vertrauen, das ihre Vorgänger, die Bankiers, aufgebaut hatten.
*
Das Leben ist eine Kette von Herausforderungen und Chancen. Achte darauf, dass möglichst wenige Glieder dieser Kette verloren gehen!
*

Wie bescheiden sind doch die meisten Menschen: Sie sind mit ihrer Intelligenz und ihrem Sexualleben zufrieden.
*
Das Leben ist so einfach geworden: Mit Fernsehen, Shoppen und Reisen kriegt man die paar Jahre schon rum.
*

Klimatologen und Meteorologen sind Menschen, die zwar nicht das Wetter für 2 Wochen sicher vorher sagen können, die aber glauben, genau zu wissen, wie das Klima in diesem Jahrhundert ausfallen wird.
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Viele Männer empfinden es als höchstes Glück, aus ihrem tollen Auto das Letzte heraus zu holen. Aber ein unvergleichlich größeres Glück wäre es, wenn sie das Letzte aus ihrem Körper heraus holen und beispielsweise auf einen hohen Berg steigen würden.
*
In Deutschland herrscht zur Zeit eine geradezu hysterische Aufgeregtheit – etwa so, als ob man in einen Hühnerstall hinein geschossen hätte.
*
Aphorismen liest man nicht seitenweise wie einen Roman, sondern man führt sie sich einzeln zu Gemüte, um darüber nachzudenken, wie man ja auch einen guten Wein nicht Flaschenweise säuft, sondern Glas für Glas genießt.‘
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Früher starben viele Menschen, weil sie Wichtiges nicht wussten, z.B. dass schwarz Geräuchertes Krebs erregen kann. Heute sterben Menschen, weil sie mit Informationen überschüttet werden und nicht mehr in der Lage sind, das heraus zu finden, was für sie wichtig ist.
*
Für viele Menschen ist das Leben einfach: Sie kennen nur schwarz oder weiß. Dabei ist das meiste, was sie sehen, irgendwo dazwischen: hell- oder dunkelgrau.
*

Wie unterschiedlich doch die Menschen sehen: Für die einen ist die Taube das Symbol des Friedens, andere sehen in den Tauben die Ratten der Lüfte.
*
Die Menschen unterscheiden sich besonders beim Fehler-Machen: Die einen bemerken es gar nicht. Andere sehen ihre Fehler wie sie sind und versuchen, sie korrigieren zu können. Und manche sehen bei allem Positiven, was sie geleistet haben, nur ihre Fehler wie durch ein Vergrößerungsglas.
*
Der beste Unternehmensberater ist der Kunde. Der weiß, wo’s hapert.
*
Das Leben besteht aus lauter Weichenstellungen und es kommt darauf an, diese Weichen richtig zu stellen:
Welchen Beruf lerne ich?
Wo möchte ich wohnen?
Wen will ich heiraten? …
*

Die Sprache lehrt uns eine unerfreuliche Erscheinung: Wenn viele etwas falsch machen, gilt dies eines Tages als richtig: zB „der Virus“ statt „das Virus“.
*
So, wie der Mensch von vorn oder hinten betrachtet völlig anders aussieht, verhält es sich auch mit der Wahrheit. Es kommt auf den Blickwinkel an.
*
„Mob“ ist die Bezeichnung für die blöde Masse, die sich leicht Mob-ilisieren lässt.
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Wenn der Mensch ein Auto wäre, würde er als Mängelexemplar zurück gegeben.
*
Mit Aphorismen ist es wie mit Pralinen: Man sollte eine ganze Schachtel nicht auf einmal essen.
*
Früher war der Großvater ein weiser Mann, auf dessen Rat man hörte. Heute ist er ein alter Opa, der nicht einmal mit einem Smartphone umgehen kann und der deshalb nicht viel zu sagen hat.

*
Du solltest in deinem Leben drei Weichen richtig gestellt haben:
Du solltest eine Beruf haben der dir Freude macht und der nicht bloß ein Job ist,
Du solltest ein Heim haben, das nicht nur deine Wohnung ist
Und du solltest eine Beziehung haben, in der auch die Freundschaft ihren Platz hat.
*

Früher hörte man auf sein Herz oder den Verstand. Heute wurde das Herz durch den Bauch (bzw.: das Bauchgefühl) ersetzt.
*
Man kann aus allem etwas lernen. Die Corona-Krise könnte uns zu denken geben: Wieso müssen wir zum Mond fliegen, wenn wir nicht einmal genügend Geld haben, um auf eine Pandemie vorbereitet zu sein durch genügend Masken, Schutzanzüge und Beatmungsgeräte?
*
Wie die Moral immer mehr herunter kommt, wird durch das Wort „Stiftung“ offenbar. Einst bezeichnete es eine noble Spende, heute dagegen ist eine Stiftung ein Steuersparmodell.
*
Die Gleichberechtigung des Mannes ist erst erreicht, wenn er bei einem Heiratsantrag nicht nieder knien muss, wenn es einen Männerbeauftragten gibt und wenn es üblich wird, dass Frauen ihre Ansprache so zu beginnen haben: „Meine Herren und Damen“.
*
Die Jugend sieht das Leben mehr
statisch und drängt auf Veränderungen, die Alten sehen alles wie der griechische Philosoph mehr im Fluss, der immer schneller fließt.
*
Goldbesitz mag riskant sein — Geldbesitz ist es auch.
*

Alter

Was erhält jung? Alles, was Spaß macht!

*

Du machst dich in den Augen der Jugend zum Clown, wenn du als Älterer so tust, als wärst du jung.

*

Ich glaube, jetzt wüsste ich endlich, wie man richtig lebt“, sagte der 90-jährige.

*

Es gibt sogar Alte über 90, die Jüngeren einzureden versuchen, sie seien schuld an ihrem baldigen Tod.

*

Das Merkwürdige am Alter: Man hört zwar schlechter – trotzdem kommt einem die Welt immer lauter vor.
*

Der Unterschied zwischen den Generationen: Ein altes Mütterchen steigt aus dem Bus und versucht, ihren Fahrschein in den Papierkorb zu werfen. Sie verfehlt ihn jedoch. Dann hält sie sich am Abfalleimer fest, bückt sich mühsam und hebt das winzige Papierstück auf. In diesem Augenblick fährt ein offenes Auto mit jungen Leuten vorbei. Einer wirft eine leere Bierdose hinaus, die genau an der Stelle landet, wo eben noch der Fahrschein lag.

*

Weil viele ältere Menschen nicht mit einem Computer umgehen können, glauben junge Leute oft, dass auch sonst mit den Alten geistig nicht viel los ist.

Man altert in zwei Stufen: Erst macht man gewisse Dinge nicht mehr mit, dann versteht man überhaupt nicht mehr, warum junge Leute dies oder jenes tun.
*

Die jungen Leute von heute haben einen so extremen Begriff von Freiheit, dass sie es schon als Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre betrachten, wenn ein älterer Mensch es wagt, ohne jede Kritik schlicht zu berichten, was man früher anders gemacht hat.
*

Vergesslichkeit hat einen großen Vorteil: Man kann im Fernsehen die soundsovielte Wiederaufführung eines alten Films wieder so erleben, als sähe man den Streifen zum ersten Mal.

*

Mit dem Sex ist es ähnlich wie mit dem Essen: Wenn man älter wird, sollte man vielleicht weniger, aber besser essen.

*

Mein Vater pflegte zu sagen: „Für jedes Alter braucht man einen anderen Mut“. Ich würde hinzufügen: „…beim Älterwerden vor allem frohen Mut.“

*

Alt bist du, wenn dir Leute, die 10 Jahre jünger sind, plötzlich alt vor kommen.
*
Das Leben ist völlig falsch eingeteilt: Die Jugend wird einem zuteil, wenn die meisten noch zu dumm sind, einen vernünftigen Gebrauch davon zu machen; und die Krankheiten und sonstige Beschwernisse kommen im Alter, wo man empfindlicher ist und sie schwerer ertragen kann.

*

In jedem Alter ist man auf etwas anderes stolz: Als Kind auf Sachen, die man schon alleine machen kann, dann auf sportliche und berufliche Erfolge und schließlich wieder darauf, was man noch alleine fertig bringt oder darauf, dass man noch seine eigenen Zähne hat.

*

Offensichtlich ist es eine Alterserscheinung, wenn Männer auf einmal zu erzählen beginnen, wie ungeheuer leistungsfähig sie noch in sexueller Hinsicht sind. Costa Cordalis, Heino und Jürgen Drews sind Beispiele dafür.

*

Manch einer, der sich so unheimlich jung vorkommt, hat nur nicht recht mitbekommen, wie sehr er schon gealtert ist.
*

Wenn man älter wird, merkt man, dass vieles, für das man mit viel Aufwand gekämpft hat, ganz von alleine durch die Änderung der Verhältnisse eintritt.
*

Wirklich alt ist man dann, wenn man sich bei der Wegfahrt der Enkel mindestens genauso freut, wie bei deren Ankunft.

*

Der Hauptvorteil des Alters ist, dass man weniger zu tun hat und dass man das auch noch langsamer machen kann.

*

Altern geht in langsamen Schritten vor sich: Erst hofft man, dass körperliche Schäden wieder vergehen, dann ist man zufrieden, wenn man den bestehenden Zustand einigermaßen erhalten kann, und schließlich freut man sich schon, wenn es nur langsam bergab geht.

*

Wir ergänzen uns prima!“ sagte ein altes Ehepaar: „Der eine sieht schlechter und der andere hört schlechter!“

Mit dem Alter ist es wie mit anderen Fehlern auch: man entdeckt sie zuerst bei anderen.
*
Was für Altersweisheit gehalten wird, ist oft nur Resignation.

*

Das Alter ist die Zeit des Abwägens: Lohnt es sich, Fusseln vom Boden aufzuheben, oder ist der Sauberkeitseffekt, den man damit erzielt, im Verhältnis zur aufgewandten Mühe zu gering?

*

Es ist nicht ungerecht, wenn es den Alten gut geht, denn auch die Jungen kommen ja einmal in die Jahre.
*

Die Alten von heute können leicht moralisieren: In ihrer Jugend gab es weder die Pille noch Drogen oder Fernsehen, und Genussmittel wie Alkohol und Tabak waren für sie unerreichbar.
*

Ältere Menschen finden es oft schrecklich, dass sie für die normale Werbebranche nicht mehr existieren, wenn sie das 49. Lebensjahr überschritten haben; sie sollten sich aber darüber freuen, denn man hält sie offensichtlich für weniger beeinflussbar.

*

Das Leben ist nicht so recht im Gleichgewicht, wenn man bedenkt, dass der Mensch ca. 15 Jahre braucht, um sein biologisches Ziel, die Reproduktionsreife, zu erreichen, und dass dann viele Jahrzehnte des Abbaus folgen.

*
Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, ist dies eine rein rhetorische Höflichkeitsformel, aber kein echtes Interesse. Erspare also dem anderen einen Bericht über deine Leiden

Das beste Rezept für die ältere Generation ist: Den Jungen nur jede zweite Reise und nur jede dritte Krankheit mitteilen!

*

Das Alter wäre erträglicher, wenn man in dem selben Maße, wie die körperlichen und geistigen Kräfte abnehmen, weniger davon mitbekommen würde.

*

Es ist eine biologische Notwendigkeit, dass ältere Männer sich nach jungen Mädchen umschauen: So beugen sie einer Versteifung ihres Genicks vor.

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Wenn jemand darüber klagt, dass ihm schon wieder etwas weh tut, tröste ihn damit, dass die Zeit kommt, wo er sich freut, wenn ihm einmal nichts weh tut.
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Ein Zeichen des Alters ist, wenn jemand seine Scham verliert. Dann allerdings sind schon viele junge Leute alt.
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Sehr gealtert bist du erst, wenn dein eigener Blick dir fremd wird.

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Sich mit dem Alter arrangieren heißt, sich in einem mehr oder weniger baufälligen Gebäude eine gemütliche Wohnküche zu erhalten.

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Das, was den Jüngeren als Gelassenheit des Alters erscheint, ist meist nichts anderes als eine reine Schutzmaßnahme.

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Man lernt immer etwas, auch wenn es am Ende vielleicht nur Demut und Schicksalsergebenheit ist

Als junger Mensch sieht man viel Positives am Alter: Ruhe, Gelassenheit, Weisheit, Erfüllung, Genießen-Können… Wenn man älter wird, merkt man, dass all dies nicht selbstverständlich ist, sondern hart erarbeitet werden muss.
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Im Alter wird man so milde, dass man sich sogar mit seinem inneren Schweinehund arrangiert.

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Altern bedeutet auch, dass die Ideale von früher aufgegeben werden. So gesehen unterliegen auch die Kirche und die Parteien dem Alterungsprozess.

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Wenn im Alter die Sehkraft nachlässt, hat dies den Vorteil, dass man nicht mehr so viel sauber machen muss.

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Wenn du jung bist, fällt es dir oft schwer zu verzeihen. Im Alter brauchst du nicht mehr so oft zu verzeihen, weil vieles dir gleichgültig ist.
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Die Alten von früher sind zu Senioren geworden. Umgekehrt sind viele junge Leute vorzeitig gealtert: ausgelaugt und ohne Perspektive für die Zukunft.
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Das Wort „Alter“ ist eine kurz zusammenfassende Beschreibung einer Reihe von Krankheiten.

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Midlife-Crisis bedeutet, dass man sich die Frage nach dem Sinn des Lebens zu spät gestellt hat.

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Je älter du wirst, umso mehr Fehler hast du in deinem Leben gemacht und hast nun Angst, dass dir wieder einer unterläuft.

Wenn ein älterer Gesprächsteilnehmer einen Witz zum soundsovielten Mal erzählt, kann er sich des Gelächters der ganzen Gesellschaft sicher sein: Die Jungen lachen aus Höflichkeit und die Alten, weil sie die Pointe längst wieder vergessen haben.

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Das Alter hat so viele Nachteile, dass ein wichtiger noch gar nicht aufgefallen ist: Du erbst nichts mehr.

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Kaum wirst du zum ersten Mal gesiezt, kommt schon ein Kleinkind und bezeichnet dich als Opa.
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Wenn man älter wird, hält man manches für altmodisch, was in Wirklichkeit aber wieder modern geworden ist.

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Schöne Erinnerungen sind die beste Sparkasse fürs Alter.

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Wenn man Leute nach 50 Jahren wieder trifft, stellt man fest, dass ein echter Reifungsprozess nur bei Früchten stattfindet.

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Wenn du pensioniert bist, bist du ganz du selber.

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Du bist seelisch krank, wenn du das Altern nicht akzeptieren kannst.
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Manchmal kann es im Alter ein Trost sein, wenn man sagen kann: „Nur noch eine kleine Weile…“

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Die Moral wird oft als eine Frage des Alters gesehen: Was für die Jugend als unmoralisch gilt, tun Ältere ohne Skrupel.

Spätestens dann, wenn die Leute in den Todesanzeigen alle jünger sind als du, solltest du ein bisschen über dich und dein Leben nachdenken.

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Es ist gar nicht so einfach für einen reichen Erblasser, so zu leben, dass später einmal bei seinen Hinterbliebenen die Trauer größer ist als die Freude über das Erbe.

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Manchmal, wenn du dir einbildest, du seist gescheiter geworden, liegt es nur am Alter und daran, dass dir manches nun nicht mehr so wichtig ist.
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Früher bekamen die Erben den Nachlass, heute kassieren ihn schon vor dem Todesfall die Ärzte.

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Manchmal kann man sich selber kaum glauben, z.B. wie alt man schon ist.

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Was an einem alten Menschen oft für Weisheit gehalten wird, ist nur Wurstigkeit.

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Wenn man älter wird, muss man darauf achten, dass man nicht auf ein falsches Gleis gerät, indem man zu sehr das Negative sieht, sich ständig daran erinnert oder dauernd darüber redet.
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Mein Vater pflegte zu sagen, es sei schlimm, wenn man jünger aussehe, als man ist, denn dann würden die Leute keine Rücksicht auf das Alter nehmen. Ich ergänze: Genau so schlimm ist es, wenn man sich jünger fühlt, als man ist, denn dann mutet man sich zu viel zu.

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Du bist 60 und fühlst dich gar nicht so? Wart’s nur ab!
Wenn man jung ist, merkt man nicht, wie sehr und schnell die anderen altern.
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Man kann das Leben in zwei Hälften einteilen: Die erste Hälfte besteht darin, dass man darauf wartet, endlich erwachsen zu werden; sie kommt einem unheimlich lang vor, dauert aber nur ca. 18 Jahre. Die anschließende zweite Hälfte dauert zwar mehrfach so lange, erscheint einem aber kürzer.

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Die Weisheit des Alters besteht oft nur darin, dass die Nerven schwächer geworden sind.

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Wenn du pensioniert bist, ist alles, was du treibst, in den Augen deiner Frau nur Spielerei und hat gegenüber ihren Wünschen und Bedürfnissen zurückzustehen.

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Der Alterungsprozess findet hauptsächlich nachts statt, wie der morgendliche Blick in den Spiegel zeigt.

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Das Schlimmste, was es gibt, ist ein Rentner mit Schreibmaschine.“ (ein Behördenleiter)

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Think positiv: Wenn du alt und vergesslich bist, hat das einen Vorteil: Du kannst am Karfreitag deine Ostereier verstecken und sie am Ostersonntag wieder suchen.

Was ist schlimmer als ein Rentner mit Schreibmaschine? Ein Rentner mit Computer!
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Ob ich so alt werde, wie ich aussehe?

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Wenn dir jemand sagt, du seist noch ganz der Alte, dann gehörst du schon zu den Alten.

Du bist alt und fühlst dich wohl? Dann gehe bloß nicht zum Arzt, denn der wird dir sagen, dass du ein behandlungsbedürftiges altes Wrack bist.
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Ganz alt bist du, wenn du bei jeder größeren Ausgabe das Gefühl hast, dass es nicht dein Geld ist, das du ausgibst, sondern das deiner Erben.

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Manchmal fällt es einem leichter, an Gott zu glauben als an das eigene Alter.

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Richtig alt bist du, wenn du feststellst, dass aus deinen Söhnen alte Männer geworden sind.

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Beim Altern ist es eine Gnade, wenn dieser Prozess gleichmäßig im gesamten Körper abläuft.

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Glücklich ist ein Paar, das in gleicher Weise altert.

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Jung und lustig zu sein, ist keine Kunst, wohl aber, im Alter den Humor zu bewahren.

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Think positiv: Wenn du alt und vergesslich bist, hat das einen Vorteil: Du kannst am Karfreitag deine Ostereier verstecken und sie am Ostersonntag wieder suchen.
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Erst kannst du deine Leiden kurieren, dann musst du dich mit ihnen arrangieren.

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Vielleicht bewegt sich das Leben schließlich auf ein Ziel zu: das Sterben – und dann solltest du nicht da liegen und sagen: War ich blöd!

Es ist ein Zeichen von Alter, wenn du die meisten Veränderungen in der Welt als Verschlechterungen ansiehst.
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Im Alter lernst du, dass es auch von unten noch bergab geht.

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Eine der Ängste der älteren Generation besteht darin, dass sich jeder fürchtet, mehr zu altern als der Partner.

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Ein Mann ist alt, wenn ihm die Frauen, die ihn interessiert anschauen, zu alt sind.

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Wenn man viele Alte anschaut, gewinnt man den Eindruck, dass das Griesgrämigwerden der Seele dem körperlichen Altern vorausgeht.

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Manche altern so sehr, dass sie sich selbst nicht mehr ähnlich sehen.

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Lass dir nicht einfallen, alte Leute zu verändern. Du musst schauen, wie du so mit ihnen zurecht kommst.
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Wenn es nötig ist, sollte man jungen Leuten sagen: „Jetzt werde nur nicht schwierig in deinem Alter!“

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Nicht die Welt ist schlechter geworden, sondern dein Blick besser: Du siehst nicht nur die Oberfläche.

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Wenn ein junger Mensch einen Mann trifft und sich nicht an dessen Partnerin erinnern kann, denkt er: Das ist eine neue. Die Alten glauben in einem solchen Fall eher, sie hätten ein schlechtes Gedächtnis.

Wie alt du seelisch bist, kannst du daran ermessen, wie viele Menschen aus deinem Umkreis dir verloren gegangen sind und wie viele du hinzu gewonnen hast.

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Altersweisheit ist die Summe der Erfahrungen, die man nicht mehr brauchen kann.
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Wenn dich ein Gleichaltriger anlächelt und grüßt, obwohl du ihn nicht kennst, denke dir: Das ist wieder so ein Alter, der dich verwechselt hat, oder: Der sieht sich anscheinend selbst nicht mehr ähnlich.

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Wenn man im Alter sonst nichts zu tun hat, kommt man leicht auf dumme Gedanken.

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Es ist schon später, als du denkst! Auch wenn du es noch immer nicht glauben willst.

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Auch wenn du es nicht wahrhaben willst: Der Alterungsprozess beginnt im Kopf.

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Erst verstehst du manches nicht mehr, dann willst du es auch gar nicht mehr verstehen.

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Es können einem schon Glaubenszweifel kommen, wenn man morgens in den Spiegel schaut: So etwas soll das Ebenbild Gottes sein?
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Rentner sind zu bedauern: Sie haben keinen Urlaub mehr.

Äpfel reifen erst und verschrumpeln dann. Wenn Menschen runzelig werden, trösten sie sich damit, dass sie dann reifer würden.

Ein Rentnerleben kann sehr abwechslungsreich sein: Erst tust du nichts und dann ganz was anderes.

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Wenn du in einem gewissen Alter nicht irgendwo zu spinnen beginnst, ist etwas an dir nicht in Ordnung.

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Reg dich nicht auf über die Jugend von heute – sie wird schneller alt, als ihr lieb ist.

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Man kann das Leben in zwei ungleiche Hälften einteilen: Erst hat man mehr Ideen als Zeit; dann ist es umgekehrt.
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Sogar bei den Kindern im Kindergarten entdeckt man schon Altersdiabetes. Genauso schlimm ist aber, dass viele Kinder schon vorzeitig seelisch so gealtert sind, dass mancher 70-jährige mehr Power hat.

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Wenn dich ein alter Mensch nicht erkennt, denke ja nicht, dass du so stark gealtert bist, sondern diagnostiziere einfach bei ihm Alzheimer.

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Es ist schon merkwürdig, wenn man sich als 70-jähriger in mancher Hinsicht jünger vorkommt, als viele junge Leute: Man langweilt sich nicht, hat immer etwas vor, ist immer neugierig auf etwas Neues und stets bereit, etwas dazu zu lernen.

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Ich kann von mir mit Fug und Recht behaupten, dass ich meiner Zeit weit voraus war: Ich hatte immer schon um 11.00 Uhr einen solchen Hunger, dass ich zum Mittagessen gehen musste.
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Die Würde ist die Sonne des Alters“, sagt ein persisches Sprichwort. Doch diese Sonne ist in Deutschland längst untergegangen.

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Wenn du dir noch nicht so alt vorkommst, wie du bist: dein Enkel weiß es besser.

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Wenn manche Alte am Ende ihres Lebens griesgrämig oder gar grantig werden, wollen sie damit erreichen, dass ihr Partner später ein entsprechend fröhlicheres Witwer-(bzw. Witwen-)Leben führt.

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Je älter man wird, desto bescheidener werden schließlich die Wünsche:

Oben klar und unten dicht:

Lieber Gott, mehr will ich nicht.

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Mit dem Do-it-yourself sollte man aufhören, wenn die Suche nach einem verlegten Werkzeug in keinem Verhältnis zur wirklichen Arbeitszeit steht.
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Der Umgang mit dem Alter ist am Anfang problemlos: Man glaubt es einfach nicht, dass man schon so alt ist.

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Wie viele haben sich auf ihren Lebensweg gemacht, und wie wenige sind dort angekommen, wo sie hin wollten.

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Junge Leute freuen sich auf ihre Zukunft, während die Alten sie bemitleiden.

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Nimm dein Alter nicht so tragisch: Es ist ja nur die Summe deiner Lebensjahre.

Du versuchst, dich zu belügen und dir dein Leben schön zu reden? Da kann man dir nur gratulieren, denn die meisten Menschen haben ein Leben, das man nicht einmal schön reden kann.
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Man behauptet oft, es sei ein Zeichen von Alter, wenn jemand findet, dass alles immer schlechter würde. Wie recht man aber mit dieser Schwarzseherei hat, lässt sich einfach mit Zahlen belegen: Z.B. ist der Abrechnungsbetrug der Ärzte in 4 Jahren von rund 7 Millionen Euro auf fast 150 Millionen angestiegen!

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Das Altern beginnt im Kopf“, heißt es. Bei mir kommt der Kopf beim Altern nicht mit: Wenn ich eine alte Frau in der Trambahn stehen sehe, möchte ich gleich aufspringen und ihr meinen Sitz anbieten, während junge Flegel gar nicht daran denken.
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Horrorvision eines alten Ehepaares: Wenn uns jetzt beim … beide ein Herzinfarkt hinwegrafft und die Kinder uns so finden…

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Das Maß der Aufregung im Leben scheint immer gleich zu bleiben: Je weniger Aufregungen du hast, desto mehr regst du dich über das Wenige auf.

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In den Zeiten, als der Mann noch der alleinige Ernährer der Familie war, reichte das Geld für ein Altwerden in Würde. Heute, wo Mann und Frau verdienen, können wir uns eine Altenpflege nur noch im Minutentakt leisten und die gesundheitliche Versorgung stößt auch schon ersichtlich an ihre Grenzen.

Eine Frau trotzt dem Alter, indem sie sich die Fransen ihrer Frisur über die Stirnfalten kämmt. Männer sind auch hier benachteiligt, denn sie haben oft nichts mehr zu kämmen.
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Die Alten entrüsten sich erst über einen neuen Einfall der Jugend, machen ihn dann aber nach einiger Zeit nach (z.B.: Minirock).

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Wie sich die Wünsche im Leben ändern: Erst möchtest du gerne schon älter sein, dann sehnst du dich nach einem Partner und willst Erfolg haben, später wünscht du dir Gesundheit und dann wiederum bist du glücklich, wenn alles so bleibt, wie es ist, und schließlich gäbst du vielleicht Jahre deines Lebens dafür, dass dein letztes Stündlein nicht länger dauert und erträglich sein möge.

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Altersweisheit ist das, was die jungen Leute nicht hören wollen.

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Was viele, die sich jünger machen, nicht begreifen wollen: Es ist doch allemal besser, ein jugendlicher Älterer zu sein als ein ältlicher Junger.

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Mancher, der auf die Altersweisheit wartet, merkt nur nicht, dass er mehr und mehr verblödet.

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Viele sind längst tot, bevor sie gestorben sind.

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Gebet einer älteren Ehefrau: Lieber Gott, wenn du mir für das Alter eine fortschreitende Verblödung zugedacht hast, sei bitte gerecht und lass meinen Mann in gleicher Weise verkalken.

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Manche streiten darüber, welches Geschlecht schneller altert. Die Antwort ist einfach: das andere!
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Jetzt bin ich schon im 8. Jahrzehnt meines Lebens und warte immer noch auf die Altersweisheit.

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Lachen müsst‘ ich, wenn ich tot bin und feststelle, dass alles gar nicht wahr ist, was in der Bibel steht.

(Meine Frau)

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Stoßseufzer einer 75-jährigen vor dem Spiegel: „Um Gottes Willen! Jetzt altere ich schon stündlich!“
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Und noch ein Gebet einer Ehefrau: Lieber Gott, wenn du mich schon mit Falten nicht verschonst, lass meinen Mann in gleichem Maße älter aussehen.
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Wenn du heute alt bist, kannst du dankbar auf ein Leben zurückblicken, in dem es immer aufwärts gegangen ist: vom Krieg in den Frieden, von der Todesangst zur Sicherheit, von der Hungersnot zur „Fresswelle“, und dann hast du dir Sachen leisten können, die du dir nie erträumt hättest, das erste Radio, das erste Auto, und schließlich sogar ein Haus und Flugreisen in alle Welt.

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Wenn die Verlängerung des Lebens als medizinischer Fortschritt herausgestellt wird, sollte man ehrlicherweise die Zeit wieder abziehen, welche die Leute in den Wartezimmern der Ärzte herum hocken oder in den Krankenhäusern liegen. Ob dann viel heraus kommt?

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Man liest immer wieder, dass die „Lebenserwartung“ der Menschen ständig verlängert wird. Richtig müsste es wohl heißen: die „Todeserwartung“, denn das, was da meist verlängert wird, ist nur das Sterben.
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Gebet eines alten Menschen: Lieber Gott, wenn du mich schon vergesslich machst, lass mich die unangenehmen Dinge vergessen!

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Trotziger Spruch einer alten Touristin in einem gefährlichen Urlaubsland: Lieber von Terroristen erschossen werden als in einem deutschen Altenheim verrecken.
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Du bist immer auf dem Weg und nie am Ziel, auch wenn du in einem gewissen Alter schon dort angekommen sein solltest, wo du hin wolltest

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Wenn bei der Beerdigung für den Nächsten gebetet wird, der stirbt, können die Leute noch so alt sein: Sie kommen nicht auf die Idee, dass sie vielleicht für sich selber beten.

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Das Alter hat einen Vorteil: Wenn dir etwas Unangenehmes bevorsteht, kannst du dich damit trösten, dass du sagst: Na ja, vielleicht lebe ich dann ja gar nicht mehr.
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Der Angeber hat es im Alter leichter: Er kann nun mit den Erfolgen seiner Kinder protzen und braucht sich nicht mehr selbst anzustrengen.

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Auch im hohen Alter kann das Leben noch spannend werden: Wer wird wann für wen zum Pflegefall?
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Für manche einsamen alten Menschen ist die Zusendung von polizeilichen Strafzetteln der erfreuliche Beweis dafür, dass die Post noch funktioniert und jemand Notiz von ihm nimmt.

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Ich habe gar nicht gewusst, dass Sterben so langweilig ist“, sagte mein Vater, als er mit Darmkrebs im Hospiz lag.

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Lieber Gott, wenn du mich schon mit zunehmendem Alter verblöden lässt, lass bitte so viel Grips übrig, dass ich es damit verbergen kann.

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Jeder Alte bekommt mit, dass er verschiedene Ausfallerscheinungen hat: Vielleicht sieht oder hört er schlechter usw. Aber auf die Idee, dass auch sein Gehirn entsprechend schlechter arbeitet, kommt er nicht.

Der Alterungsprozess beginnt gnädig – nämlich dort, wo es die meisten nicht merken: im Gehirn.

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Ob es ein Zeichen von Alter ist, wenn man sich bei jeder neuen Startbahn oder Autobahn fragt, wie lange das noch gebraucht wird.

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Es hat keinen Sinn, einem alten Menschen die Meinung zu sagen: Er hat seine eigene.

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Wenn du in einem gewissen Alter mit Altersgenossen beieinander sitzt, bist du im Kreis von lauter Untoten: Die meisten haben ihren natürlichen Tod (Herzinfarkt, Thrombose usw.) bereits hinter sich und leben nur noch durch die Möglichkeiten der modernen Medizin.

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Wie wenig die Menschen bereit sind, sich zu ändern, sieht man an denen, die bereits die Erfahrung des eigenen (Beinahe-)Todes hinter sich haben.

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Wenn es uns nicht gut geht, trösten wir uns mit dem Ausspruch einer sehr alten Bekannten: „Gestern durch die Brust geschossen, heute schmeckt’s schon wieder!“ Meine Frau findet, dass wir in einem Alter sind, in dem wir uns auch einen so blöden Spruch einfallen lassen müssten.

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Bevor du zum Mittagessen eine kleine Seniorenportion bestellst, denke darüber nach, wie viel davon gar nicht in den Magen kommt, weil es in deinen hohlen Zähnen und Zahnlücken hängen bleibt.

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Aus dem Kalender eines alten Menschen: „Rosenmontag, Faschingsdienstag, Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag…Kinder wie die Zeit vergeht!“

Wenn du alt bist, wird Ostern zum Dauerzustand: Du bist ständig am Suchen.

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Auch ein Zeichen von Alter: Früher freute ich mich auf die Post, heute freue ich mich, wenn ich keine bekomme.

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Man braucht sehr lange, um jung zu werden.

(Picasso)

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Ausspruch meiner Frau nach einem Ausflug in die Großstadt: „Jetzt werde ich alt: Ich habe nichts gekauft.“

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Das Leben ist ungesund: Früher in jungen Jahren hat man sich oft überarbeitet. Jetzt im Alter hat man sich oft „überfressen“.

Es ist schön, wenn man jung ist und Illusionen hat. Es ist aber auch gut, wenn man im Alter illusionsloser wird und die Dinge klarer sieht.

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Wenn du deine Enkel im Auto fährst: Hast du bedacht, dass dies deine letzte Fahrt sein könnte?

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Wenn meine Enkelinnen mich fragen würden, welchen Rat ich ihnen als wichtigsten mitgeben möchte, wäre es dieser: Tue nichts nur deshalb, weil es die anderen auch tun – das gilt genauso für den Sex wie die Religion.

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Ist es nicht merkwürdig: Die Alten tun den Jungen leid, weil sie schon so alt und gebrechlich sind und die Jungen tun den Alten leid wegen dem, was ihnen in dieser Welt noch alles bevorsteht.

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Erst gehörst du einer Generation an, in der gelegentlich gefragt wird: „Was, der ist schon gestorben?“Später lautet dann die entsprechende Frage: „Was, der lebt noch?“

Junge Leute ahnen gar nicht, wie spannend Sex im Alter werden kann: Klappt’s oder klappt’s nicht?
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Es gibt immer was zu tun“, sagte der alte Rentner und erschlug eine Fliege.

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Das Altern beginnt im Kopf, doch wer will das schon wahrhaben?

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Das Alter ist spannend: Wo macht es sich zuerst bemerkbar: Beim Gehör oder bei der Potenz?

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Alte Menschen sind oft vergesslich, aber sie vergessen meist nicht das, was andere sich wünschen würden.

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Das Alter ist noch gar nicht so schlimm, solange du dir die Öffnungszeiten der Lokale merken kannst.

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Schmerzlich am Alter ist auch, dass man sein Geld nicht mehr ausgeben kann.

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Früher hatte ich Angst, mit zunehmendem Alter zu verblöden. Wenn ich mich aber in der Politik umschaue, stelle ich fest, dass der Verblödungsprozess dort schneller voranschreitet, so dass ich mir immer gescheiter vorkomme.

*

Das Schmerzliche am Vererben ist der Gedanke, welchen Blödsinn deine Erben mit deinem sauer verdienten Geld anstellen werden.

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Wenn du jemanden nicht wieder erkennst, muss dies nicht an deinem Gedächtnis liegen:

Es kann sein, dass er so sehr gealtert ist oder dass sie eine Schönheitsoperation hinter sich hat.

Alt bist du, wenn immer mehr Arbeit auf dich einstürzt, als du erledigen kannst.

*
Im Alter leidet mancher an dem sog. „Tunnelblick“. Das scheint nicht nur ein Augenfehler zu sein.

*
Hast du schon mal darüber nachgedacht, was von dir bleibt, wenn du tot bist? Ein bisschen mehr als eine Dose Asche sollte es schon sein.

*

Wenn dir beim Bezahlen dauernd falsch heraus gegeben wird, zeigt dir das, dass du älter aussiehst, als du denkst.

*

Alt bist du, wenn du mit der Lektüre der Gebrauchsanweisungen für deine Medikamente voll ausgelastet bist.

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Lieber ein junger Alter als ein alter Junger.

*

Irgendwann kommt das Alter, in dem keine Neuigkeiten die beste Nachricht sind.

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Die Jugend reißt Grenzen ein, das Alter reißt Masken und Vorhänge des Scheins hinweg.

*

Das Alter hat einen Vorteil: Von Jahr zu Jahr musst du weniger Weihnachtsgrüße schreiben.

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Es gibt immer mehr junge Alte und alte Junge.

*

Wenn man älter wird, lässt das Gedächtnis nach: Wenn man sich abends merkt, das man etwas Bestimmtes machen muss und dass es wichtig ist, weiß man am nächsten Tag nur noch, dass etwas wichtig gewesen wäre.
*

Wenn du so alt bist wie ich, wirst du merken, dass nicht nur dein Leben zu Ende geht, sondern das Leben auf der Welt überhaupt am Aussterben ist.
*
Mancher Senior, der plötzlich stark gealtert aussieht, muss nicht krank sein. Es kann auch sein, dass er einen Besuch seiner Enkelkinder hinter sich hat.

Liegt es an meinem Alter oder an den Menschen, wenn ich finde, dass die Arschlöcher immer mehr werden?

*

Alte haben das Recht, schrullig, merkwürdig und stur zu sein. Das haben die Jungen zu akzeptieren.

*

Du bist nicht alt, solange du dir deine Passwörter merken kannst.

*

Den Kopf darfst du auf keinen Fall hängen lassen, auch wenn bei manchen Frauen der Busen hängt und bei manchen Männern…

*

Ich habe mir das Alter immer reizend und viel reizender als die früheren Lebensepochen gedacht; und nun, da ich dahin gelangt bin, finde ich meine Erwartungen fast übertroffen.

(Wilhelm von Humboldt)

*

Wenn sich die Medizin so weiter entwickelt, wird die Zeit kommen, in der sich der alte Mensch allein von seinen Medikamenten ernähren kann.

*

Es kommt die Zeit, in der du dich jeden Morgen freust, wenn dein Partner wieder aufgewacht ist.

*

Ganz alt bist du, wenn du mehr Medikamente verschrieben bekommst, als du dir merken kannst.
*

Wenn du sehr alt bist, schiebe die Erledigung deiner Weihnachtspost bis zum letzten Moment auf: Vielleicht brauchst du ja gar nicht mehr zu schreiben.

*

Alt, aber im Herzen jung geblieben bist du, wenn du mehr vorhast, als du in deiner noch verbleibenden Lebenszeit schaffen könntest.

*

Alt bist du, wenn du immer mehr erledigen müsstest, als du kannst.
*

Mit am Unerträglichstem im Alter ist es,

dass deine Erfahrungen, die du teuer erkauft hast, von jungen Leuten nur selten befolgt werden.
*

Jetzt höre ich auf, denn ich habe „Altersheimer“.

*

Religion

Lass dich von nichts und niemandem ganz vereinnahmen, auch nicht von einer Religion.

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Du kannst Gott nur lieben oder fürchten, beides geht nicht.

(Drewermann)

*

Die Kirche könnte mehr Leute überzeugen, wenn man sagen könnte, ihre Mitglieder seien bessere Menschen.
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Die katholische Kirche ist von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Anders als im Islam wird nicht befolgt, was klar in der Bibel steht, wie beispielweise das zweite Gebot: „Du sollst kein Bild dir machen…“ Auch mit dem Zölibat verstößt die Kirche gegen Gottes Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch!“.
*
Wenn man bedenkt, wie sehr sich die katholische Kirche in das Eheleben ihrer Gläubigen einmischt und was sie alles als unnatürlich und daher unmoralisch bezeichnet, muss man doch fragen, ob nicht auch der Zölibat unnatürlich und daher unmoralisch ist.
*
Viele Lehren der Religionen sind nur aus der Zeit ihrer Entstehung heraus verständlich: Wenn das Christentum nach dem 30-jährigen Krieg entstanden wäre, wäre es wie der Islam eine kämpferische Religion geworden, und es hätte auch die Vielweiberei zugelassen, die seinerzeit wegen der fehlenden Männer zwangsläufig erlaubt war.
*
Drei Institutionen können einfach ihren Ruf nicht ruinieren: der Staat, die Kirche und die CSU.
*
Bisher dachte ich immer, die Kirche sei notwendig, um jedenfalls noch ein bisschen Moral in der Welt aufrecht zu erhalten, bis ich las, dass ausgerechnet die Gegner der Kirche, nämlich die Freimaurer, dafür gesorgt hätten, dass die Kriege ein wenig „menschlicher“ geworden seien nach den Grausamkeiten des 30-jährigen Religionskrieges.
*
Der Zölibat ist deshalb unmoralisch, weil es einem jungen Menschen ein Versprechen abfordert, dessen Tragweite er in diesem Moment nicht überblickt. Niemand weiß, ob er nicht vielleicht ein Jahr später eine Frau kennen lernt, mit der er sein Leben teilen möchte mit der Folge, dass er für den Rest seiner Tage unglücklich wäre, wenn er es nicht dürfte.
*
Früher teilten Christen mit den Hungernden. Heute fahren sie in arme Länder und bilden sich etwas darauf ein, wenn sie dort Geld ausgeben.
*
Wie wenig die meisten Menschen nachdenken, ergibt sich daraus, dass fast alle den Glauben behalten, den sie von ihren Eltern übernommen haben.
*
Vielleicht ist es doch leichter zu glauben, ohne zu sehen: Man stelle sich vor, Jesus wäre nicht damals auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heute mit einem Trabi in Berlin eingefahren!
*
Je christlicher einer tut, umso mehr sollte man fragen: was will er von mir?
Wenn man die Mitglieder der römisch-katholischen Kirche fragen würde, was sie glauben, wird herauskommen, dass die Mehrheit eine Art von altkatholischen Freidenkern ist.
*
Ob Jesus wirklich auferstanden ist, wenn seine beste Freundin Magdalena ihn für den Gärtner gehalten hat und ihn seine eigenen Jünger nicht direkt erkannt haben, sondern erst am Brotbrechen?
*
Wenn es stimmt, was man mir über den Islam erzählt hat, so hat er den christlichen Religionen etwas Wichtiges voraus: Du sollst fröhlich sein, soll dort ein Gebot sein. Und noch etwas: Nach dem Koran soll es eine Sünde sein, eine gottgewollte Freude nicht zu genießen.
*
Einem sollten schon ein bisschen Bedenken gegen die Moralauffassungen der Kirche kommen, wenn man sich vor Augen hält, was sie schon alles zur Sünde erklärt hat, wie beispielsweise Zinsen und Zungenkuss (sogar unter Verheirateten).
*
Mensch ist normalerweise in seiner religiösen Entwicklung im Alter von sieben Jahren stehen geblieben; sonst könnte es nicht sein, dass ein gebildeter Mensch in Europa normalerweise Christ ist, in Japan dagegen Buddhist und im Orient Moslem.
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Ein Christ, der sein Wissen und seinen Glauben aus der Bibel erlesen, also direkt von Gott erworben hat, wird anders sein als ein solcher, der auf seine Kirche, also Menschen, hört.
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Die bloße Frömmigkeit ist wie ein Umschlag ohne Brief: Ihr fehlt das Wesentliche.
Die Reife eines Menschen lässt sich auch daran ablesen, welches Bild er von Gott hat: Ist Gott für ihn der kleinliche Buchhalter, der aufgeschriebene Sünden bestraft, oder ist er eher ein liebender Vater, der uns so akzeptiert, wie wir von ihm geschaffen wurden?
*
Es ist schon sehr merkwürdig, wenn eine Kirche, die Verbrechen wie die Inquisition und die Bartholomäusnacht zu verantworten hat, glaubt, sie sei bei der Verkündung von Dogmen unfehlbar.
*
„Morituri te salutant!“ Dieser Gruß der römischen Gladiatoren stünde auch den Gläubigen gut an, wenn sie eine Kirche betreten.
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„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“ Wenn man diesen Maßstab an die Religionen anlegen würde, was würde man dann glauben können?
*
„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“ sagte Jesus in der Bergpredigt. Was würde er wohl zu einer Kirche sagen, welche die Neger und Indianer als seelenlose Wesen zum Abschlachten und zum Sklavenhandel freigegeben hat und auf deren Schuldkonten die Verbrechen stehen, die mit zu den größten der Menschheitsgeschichte gehören: Inquisition, Hexenverbrennung, Bartholomäusnacht, Kreuzzüge und Judenverfolgung?
*
Einer der größten Fehler der Religionen besteht darin, dass sie zeitbedingte Erscheinungen aus dem Leben ihrer Stifter so verstehen, als seien sie Vorbilder für die Ewigkeit.
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Gott kann einem schon leid tun, wenn man den erbärmlichen Gesang hört, der aus vielen Kirchen ihm zu Ehren nach oben ertönt.
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Ob es wirklich Menschen gibt, die in die Hölle kommen? Hat Gott sie nicht so gemacht, dass sie in einer bestimmte Situation so handelten? Wird er sie deshalb verdammen? Hat er nicht sogar selbst die „Bösen“ als Werkzeuge benutzt, beispielsweise den Judas?
*
Eigenartig ist, dass ein Staat wie Deutschland eine Schuld stärker empfindet als die katholische Kirche: Das wird daran deutlich, dass mitten in Berlin eine Gedenkstätte für die umgebrachten Juden eingerichtet wird. Dem Papst aber würde es niemals einfallen, auf dem Petersplatz ein Mahnmal für die Opfer der Judenverfolgung, Inquisition, Kreuzzüge, Bartholomäusnacht usw. zu gestatten.
*
Wie sich die katholische Kirche doch gewandelt hat: Früher verbot sie das Trinken von Kakao, weil es angeblich sinnlich machen sollte. Heute redet sie im Hinblick auf die hohen Scheidungsquoten den Eheleuten zu, sich Zeit für den Sex zu nehmen.
*
Wenn man sich vor Augen hält, dass der Papst wie ein reicher Potentat lebt und Jesus eher als armer Nichtsesshafter umhergezogen ist, kann man ahnen, wie sehr sich die katholische Lehre von den Ideen des Religionsstifters entfernt hat.
*
Beim Beten solltest du dir darüber im klaren sein, dass Gott dein Gebet nicht braucht, sondern dass du es bist.

Niemand kennt den Tod,
und niemand weiß,
ob er für den Menschen
nicht das
allergrößte Glück ist.
(Sokrates)
*
Der bayrische Innenminister Beckstein regte an, den Verfassungsschutz auf die Scientology Church anzusetzen, da diese „Macht über Menschen gewinnen“, „Geld verdienen“ und „Einfluss auf die Politik nehmen“ will. Warum bezieht er dann die katholische Kirche nicht mit ein?
*
Welch ein seltsamer Widerspruch: Während die Kirchen bei der Vergasung der Juden geschwiegen haben, meldet nun die protestantische Kirche sogar gegen die Massentötung von Rindern bei einem Seuchenausbruch moralische Bedenken an.
*
Es ist erstaunlich, was die Menschen zu glauben vermögen, wenn es mit Religion zu tun hat: beispielsweise, dass Gott erst die Menschheit wegen ihrer Sündhaftigkeit durch die Sintflut fast ganz ausgerottet hat und dass er später seinen Sohn geopfert hat, um die Sünden späterer Generationen zu tilgen.
*
Wie viel Arroganz muss jemand haben, der meint, er müsse in Jahrhunderten entstandenes Liedgut radikal aus Kirche oder Kindergarten verbannen und durch neuere Produktionen ersetzen.
*
Der Teufel ist fleißiger als der liebe Gott: Er steckt sogar im Detail.
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Gott ist wie ein Bauer, der fast nur unreife Früchte erntet.
*
Wenn die Kirche eine Aktiengesellschaft wäre, wäre es interessant zu erfahren, welchen Kapitalanteil der Teufel hält.
*
Die christlichen Religionen rühmen sich oft, sie hätten den Menschen Ängste genommen. Tatsächlich aber haben sie aber nur die Ängste durch andere ersetzt (Höllen– und Sündenangst).
*
Gott, wie er in den Kirchen meistens dargestellt wird: alt mit Rauschebart, ist in den Augen der heutigen Generation höchstens pensionierungsreif.
*
Die Menschen brauchen Götter, und wenn sie feststellen, dass auf dem heiligen Berg niemand ist, dann suchen sie sich eben andere.
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Vielleicht ist die Welt, in der wir leben, nur ein Atom im Stuhlbein eines größeren Alls.
Der Islam wäre die bessere Religion, wenn er das, was seinen Anhängern angetan wurde, nicht mit Gewalt vergelten würde.
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Heute haben wir schon so weit von der Kirche entfernt, dass in der Presse darüber berichtet wird, wenn ein Star die heilige Messe besucht.
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Die Kirchen sind zu den größten Perversionen fähig: So hat sie Menschen herangezogen, für die es einerseits eine schwere Sünde war, am Freitag Fleisch zu essen, die es aber andererseits als gute Tat ansahen, Andersgläubige umzubringen.
Die Kirche tut so, als ob sie in der Lage sei, ein für allemal unabänderlich festlegen zu können, was wahr ist und was als Sünde anzusehen ist. Tatsächlich verhält sich die Kirche aber äußerst widersprüchlich: Es gab Zeiten, da wurde es als todeswürdiges Verbrechen angesehen, wenn ein Laie die Bibel las. Heute wäre die Kirche froh, wenn die Menschen einen Blick hinein werfen würden.
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Als Gott erst die Welt und dann den Menschen schuf, handelte er so widersinnig wie ein Gärtner, der erst eine Edelrose pflanzt und dann Blattläuse darauf setzt.
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Von Kirchweih ist für die meisten Menschen nur noch das Gansessen übrig geblieben.
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Auch die Kirche geht gelegentlich mit der Zeit: Das, was man uns in unserer Schulzeit über Sünden und Hölle erzählt hat, führt heute zum Austausch des Lehrpersonals (vgl. Auerbacher Schulschwestern).
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Der Glaube wird häufig missbraucht: nämlich dazu, Macht über Menschen zu gewinnen und auszuüben..
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Früher las man in Fremdenführern u.a. auch die Zeiten der Sonntagsgottesdienste. Stattdessen findet man heute die Öffnungszeiten der Fischlokale.
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Bevor du etwas als Gottes Strafe empfindest, frage erst einmal, warum auch schon unschuldige Kinder Krebs haben.
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Der Staat kann von der Kirche lernen: Sie kennt keine Kollektivschuld, sondern nur Verfehlungen einzelner.
Gott muss ein Mann mit Humor sein, sonst hätte er sich nicht einfallen lassen, dass die Menschen ihren größten Spaß mit ihren Ausscheidungsorganen haben sollen.
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Viele Frauen schämen sich nicht, mit einem Mann einen One-Night-Stand zu haben. Sie würden sich aber schämen, mit ihm zusammen ein Gebet zu sprechen.
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Moses hat die Gesetzestafeln, die Gott geschrieben hatte, zerbrochen und dann später durch ein Gedächtnisprotokoll ersetzt. Ob dabei folgende Gebote verloren gegangen sind?
11. Gebot: Du sollst nicht hinten herum reden.
12. Gebot: Du sollst fröhlich sein, denn du bist in Gottes Hand.
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Theologen und Juristen gleichen sich: Die einen verdrehen das Wort Gottes, die anderen das Gesetz.
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Wie viel Betrug bei der Religion im Spiel ist, kann man daraus ersehen, dass die Zahl der amtlich bestätigten Kreuzpartikel einen ganzen Wald von Kreuzen ergeben würde.
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„… sie merkten, dass sie nackt waren, und sie schämten sich sehr“, heißt es in der Bibel. Im Verlauf der Jahrhunderte ist dem Menschen anscheinend die Scham abhanden gekommen.
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Früher betrachteten die Menschen das Weihwasser als eine Segensquelle, heute dagegen fürchten sie die darin enthaltenen Bakterien.
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Erkenntnis eines Atheisten: Vielleicht ist Gott die größte Erfindung, die Menschen je gemacht haben.
Vielleicht haben viele bayrische Männer den katholischen Glauben am tiefsten durchdacht: Weil es für Gott keine Mauern gibt, kommen sie ihrer Sonntagspflicht im Gasthaus neben der Kirche nach.
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Die Kirche betrügt ihre Gläubigen, indem sie den Eindruck erweckt, als wäre das, was sie im wesentlichen mit staatlichen Geldern leistet, ihr eigenes Werk: Erhaltung der bedeutenden Kirchen, Betrieb von Kindergärten, Altenheimen sowie Schuldner- und Drogenberatungen.
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Wenn sich die Leute über Türkinnen mit Kopftüchern aufregen, sollten sie bedenken, dass die Gottesmutter Maria in Ephesus (Türkei) gelebt hat und auch vielfach mit einem Schleier dargestellt wird.
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Nichts kann Menschen so deformieren wie die Religionen, indem sie sich in primitivsten menschlichen Grundbedürfnisse einmischt: Essen und Trinken, Fortpflanzung und Lebenswillen.
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Merkwürdig ist, dass das Christentum entgegen Jesus’ Predigten nicht pazifistisch ist, während der Islam entgegen dem Koran auch nicht kriegerischer ist.
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Die Religionen gleichen sich darin, dass sie die Menschen am Gängelband der Sünde durchs Leben führen, indem sie ihnen Vorschriften machen, die bis in die kleinsten Kleinigkeiten gehen wie Kleidung und Essen. Dies rächt sich eines Tages: Die Menschen emanzipieren sich, treten aus der Kirche aus oder glauben überhaupt nichts mehr.
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Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbilde gemacht, aber dann hat der Teufel die Hormone dazu gegeben.
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Wenn man das Alte Testament liest, kann man zu der Überzeugung kommen, Gott sei ein Sadist, denn er schuf sündige Menschen, um sie dann gehörig abzustrafen.
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Wenn du ein gläubiger Christ bist, sollte dir bewusst sein, dass du wohl mit derselben Überzeugung Moslem wärst, wenn du im Orient geboren worden wärst.
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Gott hat die verschiedensten Arten von christlichen Religionen entstehen lassen, weil er toleranter ist als die Menschen.
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Früher war es ein Bekenntnis, wenn sich jemand ein Kreuz umhängte. Heute ist es ein Schmuckstück.
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Auch Gott irrt: „Er sah alles, was er gemacht hatte, und er sah, dass es gut war.“
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Es gibt eine Art von Frömmigkeit, die zu den fiesesten Formen des Egoismus gehört.
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Man darf nicht alles glauben, was in der Bibel steht wie beispielsweise, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbilde schuf.
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Wenn man die Geschichte studiert, wundert man sich, dass das aus Palästina stammende Christentum zur Weltreligion werden konnte.
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Es spricht nicht gerade für die Religionen, dass die grausamsten Kriege und Terrorakte von ihnen zu verantworten sind.
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In einem Evangelium wird überliefert, dass Jesus mehrfach von einer kleinen Weile spricht. Das sollte uns bewusst machen, dass sich das Leben aus lauter kleinen Weilen zusammen setzt und dass es für alles nur eine kurze Frist gibt.
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Wenn man die Welt so anschaut, muss man den Juden Recht geben: Sie warten immer noch auf den Erlöser.
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Dem heiligen Nikolaus wurde nach seinem Tod das schrecklichste Martyrium angetan: Erst wurde er vom Weihnachtsmann verdrängt, und nun wird er mehr und mehr durch eine junge Weihnachtsfrau in knappem Kostüm ersetzt.
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Ob nicht doch die Gnostiker recht haben, wenn sie behaupten, die Welt sei von einem bösen Gott (Demiurg) geschaffen worden, so dass nur hin und wieder das Gute durchscheint?
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Ob sich die christliche Religion in der ganzen Welt ausgebreitet hätte, wenn Jesus heute gekommen wäre und man in der Zeitung gelesen hätte: „Ein junger Mann, der behauptet, der Sohn Gottes zu sein, macht zur Zeit Urlaub im Castel Gandolfo.“
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Jede Zeit legt sich ihren eigenen Gott zurecht: Erst wurde uns der Angst machende Sündenzähler eingeredet, nun auf einmal ist Gott ein gemütlicher alter Herr, der alles locker nimmt.
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Wenn man beim Irakkrieg von einem Krieg der Religionen gesprochen hat: Was hatte der denn mit Christentum zu tun?
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Die Kirche von heute ist das Kaufhaus, denn der Konsum hat die Religion ersetzt.
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Eine schreckliche Vorstellung: Ein Mörder ist vielleicht auch nur ein Werkzeug in der Hand Gottes.
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Wir haben wenig Respekt vor unserer eigenen Religion, sonst hätte es nicht passieren können, dass das Wort „kommunizieren“ nun für mehr oder weniger seichte Gespräche benutzt wird, obwohl es einmal ausschließlich für das Abendmahl gedacht war.
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Wenn man die Kirchengeschichte so anschaut, muss man fast befürchten, der Teufel habe dem Lieben Gott dauernd ins Handwerk gepfuscht.
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Seit es das „outen“ gibt, ist die Beichte überflüssig geworden.
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Einst gaben die Märtyrer ihr Leben für den Glauben. Heute wollen die Leute oft nicht einmal mehr Steuern für die Kirche bezahlen.
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Das Christentum hat sich bei den Juristen und Ärzten nicht durchgesetzt: Diese wissen zwar, wer Justitia und Äskulap sind, können aber meist nicht die Heiligen nennen, die heute für sie zuständig sind.
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Gott liebt auch den miesen Typen. Das solltest du im Auge behalten, wenn du es mit einem solchen zu tun hast.
Wenn man sieht, wie ernst die Moslems ihre Religion nehmen, müssen wir uns schon fragen, ob wir überhaupt noch echte Christen sind.
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Wenn die katholische Kirche mit ihrem Glauben ernst machen würde und nur ein wenig von ihrem unermesslichen Grundbesitz für die Hungernden hergeben würde, erst dann könnte man selbst auch ein schlechtes Gewissen bekommen.
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Was ist das für eine Kirche, in deren Diözesanverwaltung der Grundbesitz mehr Raum beansprucht als die echten kirchlichen Angelegenheiten!
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Zwei Standpunkte: „Für mich ist es der einzige Beweis für die Existenz Gottes, dass die Juden bis heute verflucht sind.“ „Für mich kann ein Gott nicht so sein, dass er ein ganzes Volk noch nach Generationen für das bestraft, was die Vorfahren getan haben in der Überzeugung, das Gesetz zu vollziehen.“
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In unserer Zeit gewinnt man den Eindruck, als seien die Sünde und das Gewissen abgeschafft worden.
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Was könnte ich antworten, wenn ein spöttischer Atheist sagen würde: „Euer Gott muss ein Sadist sein, wenn er so viel Leid unschuldiger Kinder zulässt!“
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Man könnte schon gelegentlich den Eindruck gewinnen, als habe sich der Teufel die Kirche als seine Lieblingsspielwiese ausgesucht.
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Gott wird anscheinend alt, denn die Kraft seines Segens lässt nach, wie die steigende Zahl der Scheidungen beweist.

Die Kirche hat anscheinend den Eindruck, sie mache sich selbst durch das Festhalten an alten Lehren lächerlich. Sie hat deshalb aus ihren Gotteshäusern den Hinweis verbannt, wie viele Tage Ablass man gewinnen kann, wenn man beispielsweise ein „Vater unser“ betet.
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Kann jemand, der selbst Gott ist und kein bloßer Messias, dies so vergessen, dass es ausruft: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen!“?
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Wenn du mit dir zufrieden bist: Gott ist es nicht, denn für ihn ist das Trachten des Menschen böse von Jugend an.
(Genesis 8,21)
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Die Kirchen haben mit dem, was sie zur Sünde erklärten, dermaßen übertrieben, dass sie bei ihren Gläubigen erheblich an Glaubwürdigkeit verloren haben.
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Es ist schon merkwürdig, dass die unglaublichste Geschichte am meisten geglaubt wird: Da erschafft Gott sündige Menschen und lässt dann seinen Sohn kreuzigen, um die Sünden vergeben zu können.
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Es ist schon dürftig, was die Kirche für die hohe Kirchensteuer den meisten Gläubigen bietet: 5 Feiern (von der Taufe bis zur Beerdigung) und ein paar Messen.

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Manchmal kann es einem so erscheinen, als wenn Gott von der Kirche erneut ans Kreuz geschlagen wird, denn er wird von ihr zum Geldverdienen missbraucht.
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Manch einer fragt sich: Bin ich noch ein skeptischer Katholik oder schon ein vorsichtiger Atheist?
Willst du ein guter Christ sein, dann nimm dir deine Kirche nicht zum Vorbild: Sie wird immer reicher und bringt für die Armen und Hungernden keine echten Opfer.
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Wenn man hört, dass auch Elvis Presley plötzlich seinen Fans erscheint, denkt man anders über Lourdes, Fatima und andere Wallfahrtsorte.
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Die Physiker lassen für Gott immerhin noch ein paar Nanosekunden übrig, die meisten Menschen tun nicht einmal dies.
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Späte Reue: Ich habe, wenn ich die Kirchensteuer zusammenrechne, mehr als ein Jahr meines Lebens für eine Kirche gearbeitet, die das Geld zur Mehrung ihres Besitzstandes verwendet hat und nun über Grundbesitz in einer Größe von 4 Bundesländern verfügt.
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Die Religionen konnten sich deshalb so enorm ausbreiten, weil sie rigoros vorgegangen sind bis zur völligen Ausmerzung der Gegner, während die Atheisten tolerant waren.
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Nachdem die Wissenschaft die Entstehung der Welt bis zurück zum Urknall genau erklären kann, muss sich die Kirche darauf zurückziehen zu behaupten, dass es jemand gegeben haben müsse, der diesen Knall ausgelöst habe. – Gott als Zündler oder als bloßes Gottesteilchen?
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Die Protestanten machen oft den Eindruck von Heimatvertriebenen: Wenn sie heiraten, suchen sie sich nicht selten für dieses Fest eine schöne katholische Barockkirche aus.
Wenn man sich überlegt, wie viele Milliarden von Sternen es in unserer Galaxie gibt und wie viele Milliarden Galaxien das Weltall bilden, fragt man sich schon, was Gott veranlasst haben soll, sich ausgerechnet um uns so intensiv zu kümmern.
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Die Religion kann nicht von Gott gewollt sein, wenn man sieht, was die Kirchen daraus gemacht haben.
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Was Jesus wohl dazu gesagt hätte, dass der Papst sich als Stellvertreter Gottes auf Erden betrachtet und mit „Seine Heiligkeit“ angesprochen wird?
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Ob die Menschen einmal so aufgeklärt sein werden, dass sie auf Gott mit derselben Distanziertheit zurückblicken werden wie auf Zeus, Wotan, oder Ra?
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Was hat die katholische Kirche nicht schon an unumstößlichen Glaubenswahrheiten aufgeben müssen, für die sie früher einmal Menschen sterben ließ: Erschaffung der Welt in 7 Tagen mit der Erde als Mittelpunkt usw.
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Wenn man sich vergegenwärtigt, welche Religionen es heute gibt und welche es schon gegeben hat: Was spricht dafür, dass dies die richtige ist?
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Wenn die Kirche von Gott spricht, müsste sie eigentlich zugeben, dass es völlig verschiedene Götter sind, die sie uns im Laufe der Jahrhunderte gepredigt hat: den jähzornigen Gott, der die Sintflut schickte, den unbarmherzigen Gott, der ungetaufte Kinder in der Vorhölle schmoren ließ, den Krämer-Gott, dem man mit Ablässen Tage des Fegefeuers abhandeln konnte…
Alles, was man den alten Germanen, Griechen und Römern über ihre Götterwelt erzählt hat, ist aus heutiger Sicht erdichtet. Diese Erfahrung sollte einen schon veranlassen, die Bibel etwas kritischer zu lesen.
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Manchmal kommt es einem schon so vor, als hätte sich die Katholische Kirche so weit von Jesus entfernt wie die Moslems vom Christentum.
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Vorsicht, Ihr Atheisten: Es könnte ja doch sein…
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Wenn man sieht, was die Kirche aus dem Evangelium gemacht hat, könnte das manchem fast schon so erscheinen wie eine zweite Kreuzigung.
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Schon vor 800 Jahren meinte der Hl. Franziskus: „Wenn wir erst die Prälaten bekehrt haben…“ Das wäre heute nötiger denn je.
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Wenn die Kirche doch so viel Geld für die Armen übrig hätte, wie sie schöne Worte über sie sagt!
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Die Kirche hat immer mit großem Eifer nach Gottesbeweisen gesucht. Sie sollte aufpassen, dass sie selbst nicht zu einem Beweis gegen die Existenz Gottes wird, denn Gott würde seine Kirche wohl kaum so verkommen lassen.
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Nicht verrückte Frauen sind es, die einen Exorzisten benötigen, sondern die verkrustete Amtskirche.
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Die Frömmigkeit kann keine positive Eigenschaft sein, weil sie im Extremfall so üble Auswirkungen hat.
Wenn Jesus der Sohn Gottes ist, warum hat er dann seine Wunder nicht auf dem größten Platz in Jerusalem bewirkt, um alle zu bekehren und nicht nur ein paar Auserwählte?
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Der Christ ist ein entmündigter Bibelleser: Man hat alles verbrannt und vernichtet, was der Version widersprochen hat, welche im Römischen Reich am opportunsten erschien.
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Interessant wäre das Ergebnis einer Umfrage unter Pfarrern: Glauben Sie ohne jeden Zweifel?
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Warum folgt Jesus nicht dem Beispiel seiner Mutter, die ihren Geschlechtsgenossinnen erscheint (Lourdes, Fatima, Medjugorje…)? Warum spricht er nicht in gleicher Weise zu den Männern. Mancher Papst hätte es nötig!
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Wenn man sich überlegt, wie viele Milliarden von Sternen es in unserer Galaxie gibt und wie viele Milliarden Galaxien das Weltall bilden, fragt man sich schon, was Gott veranlasst haben soll, sich ausgerechnet um uns so intensiv zu kümmern.
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Wie verschieden doch die Sichtweise der Menschen ist: Die einen sehen Hitler als den schlimmsten Verbrecher an, andere wiederum meinen, er sei Opfer seiner Gene. Papst Pius XII schließlich glaubte, Hitler sei trotz allem auch ein Werkzeug Gottes gewesen, um die Fatima-Prophezeihung der Bekehrung Russlands zu erfüllen.
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Wahrscheinlich betet der Papst jeden Tag, dass nicht plötzlich neue Schriftrollen gefunden werden, die neue Fragen aufwerfen.
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Man braucht schon einen starken Glauben, wenn man die Kirchengeschichte studiert und trotzdem katholisch bleibt.
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Die Kirche als letztes absolutistisches Regime hielt es mit ihresgleichen: Kaum ein Alleinherrscher war übel genug, als dass sie nicht mit ihm paktiert hätte: Hitler, Mussolini, Franco…
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Der bayrische Innenminister lässt die Scientology Church überwachen, weil diese Macht, Geld, Einfluss auf die Politik wolle sowie darauf hin arbeite, die Menschen von sich abhängig zu machen. Wieso lässt der Minister dann nicht auch die Katholische Kirche überwachen?
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Die einen sehen es als Zufall an, dass sich das Christentum durchgesetzt hat, beispielsweise, weil Kaiser Konstantin es zur Staatsreligion erhob. Fromme aber glauben dabei an Gottes Wirken. Man sollte sie fragen, ob Gott so viel Blutvergießen wollte.
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Ob der Glaube an Gott vielleicht nur die Grundlage hat, dass der Mensch seine kümmerliche Existenz sonst nicht ertragen könnte?
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Die Kirche tut so, als habe sie eine unwandelbare sittliche Tradition. In Wirklichkeit hinkt sie nur der Zeit hinterher: So traut sie sich heute nicht einmal mehr, gegen das Zusammenleben Unverheirateter zu wettern.
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Die Katholische Kirche macht es sich einfach: Sie kann nicht sündigen. Für ihre Verbrechen sind einzelne Menschen verantwortlich.
Die Kirche hat es überstanden, dass die Erde entgegen ihrer Lehre nicht der Mittelpunkt des Universums ist und dass der Mensch ein Produkt der Evolution ist. Sie wird es auch überstehen, wenn sich einmal herausstellen sollte, dass Jesus nicht der Sohn Gottes ist.
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Wie konnte ein Gott, der im alten Testament einseitig für die Juden Partei ergriffen und zum Mord an anderen Völkern aufgerufen hat, der Gott des Abendlandes werden?
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Viele regen sich über die Steinigung in der islamischen Scharia auf, ohne zu wissen, dass in der Bibel auch die Steinigung empfohlen wird, sogar bei missratenen Kindern
(Dtn. 21, 18ff)
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Wer Jesus richtig versteht, wird zu der Überzeugung kommen, dass der Dalai Lama eher als Oberhaupt der Christen geeignet wäre als der Papst.
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Die Kirche und die Diktaturen gleichen sich darin, dass das Volk anders denkt als die Oberhäupter.
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„An ihren Taten sollt ihr die falschen Propheten erkennen“, sagte Jesus in der Bergpredigt. Demnach würde die Kirche auch zu denen zählen, vor denen Jesus gewarnt hat, denn sie hat die Konstantin’sche Schenkung, Grundabtretungen Karls des Großen und vieles andere gefälscht (Pseudo-Isidor).
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„Wir brennen wahrlich vor Geldgier.“ (
Hl. Hieronymus)
Wie viele Menschen wären Christen, wenn ihnen nicht der Glaube in frühester Kindheit eingeprägt worden wäre, sondern sie sich frei entscheiden könnten?
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„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“ heißt es in der Bibel. Legt man diesen Maßstab an die Religionen an, stünde der Dalai Lama ganz oben, im Mittelfeld läge der Islam und das Schlusslicht würden die christlichen Kirchen bilden, die Reichtümer aufhäufen, ohne echte Opfer zubringen.
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Wenn Gott sich im Alten Testament so eifersüchtig gegenüber anderen Göttern gebärdet, zeigt dies, dass er seine Rivalen als gleichwertig betrachtet.
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Früher hat die Kirche durch die Missionare Menschen zum Christentum bekehrt. Heute macht sie durch ihre Geldgier aus Christen Atheisten.
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Wenn man den Trend in der Kirche betrachtet: steigende Einnahmen trotz Zunahme der Austritte, dann sieht man, was der Kirche wirklich wichtig ist: das Geld.
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Was Gott sich so alles geleistet hat, für das würde ein normaler Mensch eingesperrt: Opferung des eigenen Sohnes, Anstiftung Abrahams zum Mord, Volksverhetzung.
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Wie wenig mutige Männer doch die katholische Kirche heute besitzt: Liegt das daran, dass sie keine Frauen hinter sich stehen haben?
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Der Kommerz hat die Kirche überholt: Der IKEA-Katalog hat eine größere Auflage als die Bibel.
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Wer keine Arbeit hat, sollte sich trösten: Sie ist nach der Bibel ein Fluch der Erbsünde.
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Viele Heilige haben diesen Status nur erreicht, weil man ihren halben Lebenslauf gestrichen hat.
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Es könnte sein, dass es gar keinen Gott gibt und alle großartigen Leistungen und Opfer, die die Menschheit für ihn erbracht hat, umsonst gewesen wären.
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Göttergesetz: Der Mensch fürchtet sich und hat sich daher Götter ausgedacht: Zeus, Jupiter, Wotan, Manitu, Baal…Und was ist mit unserem Gott?
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Wie sehr wir doch dazu neigen, Institutionen nach ihrem augenblicklichen Erscheinungsbild zu beurteilen! So gelten die Kirchen, die gerade noch Kanonen geweiht haben und die mit Hexenverbrennungen und Kreuzzügen Schrecken verbreitet haben, heute als Garanten des Friedens und Hüterinnen der Moral.
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Wenn schon Menschen wie Mutter Teresa ihr Leben lang von Glaubenszweifeln geplagt wurden: Warum bist du es nicht?
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Wie arrogant die Christen sind, sieht man daran, dass sie glauben, die Tiere hätten keine Seele. Wer je einem Tier in die Augen gesehen hat, weiß es besser.
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Es gibt so viele katholische Kirchen, die als Sühne dafür erbaut wurden, dass Juden angeblich einen Hostienfrevel begangen haben. Wann endlich werden Sühnekapellen für das, was man den Juden angetan hat, errichtet?
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So viele schöne Kirchen könnten einen Menschen schon gläubig machen, wenn da nicht die Amtskirche wäre.
Man kann der Bibel noch so viele Irrtümer nachweisen (Erschaffung der Welt und des ersten Menschenpaares): Das ändert nichts daran, dass jedenfalls der Rest geglaubt wird.
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Wie arrogant muss ein Christ sein, der sich einbildet, Gott habe ausgerechnet sein Gebet um Heilung erhört, während unschuldige Kinder trotz aller Gebete an Krebs sterben.
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Wie kann eine Kirche Glauben verdienen, deren Machtzentrum sich auf Betrug gründet? Bekanntlich ist die Konstantinische Schenkung, aus welcher die Kirche sogar Besitzansprüche auf ganz Italien ableitete, eine Fälschung.
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Kann es sein, dass ein Gott, der erst im Zorn praktisch die gesamte sündhafte Menschheit durch die Sintflut wegspülen lässt, später seinen Sohn opfert, um die Sünder zu retten?

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Dass sich das Christentum über die ganze Welt ausbreitete, ist vor allem seiner Aggressivität zuzuschreiben: „In hoc signo vinces!“
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Heute will die Kirche Wunder, die zum Bau von Gnadenkirchen und Wallfahrten geführt haben, nicht mehr wahr haben, z. B. die vielen, die auf Hostienfrevel von Juden zurück gehen.
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Aus einem Kunstführer: „Wie so oft, wenn sich ein Pfarrer und ein Wirt sich gut verstehen, entstand auch hier eine Wallfahrtskirche.“
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Die Bibelkritik kann noch so sehr Irrtümer in der Hl. Schrift aufdecken: Die Leute glauben lieber die alten Legenden.

Kann es stimmen, was der Islam überliefert, nämlich dass Jesus eines natürlichen Todes gestorben ist?
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Die Kirche arbeitet mit allen Tricks: Sie benebelt ihre Gläubigen mit Rauschgift (Weihrauch).
Wie viel besser würde mir die katholische Kirche gefallen, wenn ich lesen würde, sie hätte auch nur einen Goldbarren aus ihrem unermesslichen Goldbesitz für die Armen gespendet.
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Früher musste man beichten, wenn man in der adventlichen oder vorösterlichen Fastenzeit auch nur einmal zu viel gegessen hatte. Heute betrachtet man es als Sünde, an den Festtagen bei einem Gänsebraten richtig zuzulangen.
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Die Religion ist die großartigste Erfindung, die je gemacht wurde: Mit ihr kann man Macht über Menschen ausüben – ganz ohne Polizei und Militär.
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Wenn Jesus der Erlöser ist: Warum hat er die Menschen erst nach Tausenden von Jahren erlöst?
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Das Christentum hat sich durch Krieg, Mord und Verbrechen durchgesetzt. Wie kann ein Gott das zulassen?
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„Alle Welt weiß doch, wie viel uns diese Fabel von Christus eingebracht hat.“
Papst Leo X
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Der Kirche stünde etwas mehr Bescheidenheit gut an: Obwohl der Weg der Kirche durch die Zeit mit Irrtümern nur so gepflastert ist, verdammt der Papst die Pille mit einer Vehemenz, als gelte es, Kindermorde zu verhindern.
Merkwürdig ist, dass der Aberglaube eher bei Gläubigen zu finden ist als bei Atheisten.
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Es ist gut, dass sich die Weihnachtsgeschichte vor 2000 Jahren ereignet hat: Wenn heute eine Frau behaupten würde, sie hätte vom Hl. Geist empfangen, käme sie in die Psychiatrie.
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Die Kirche verhält sich beim Zölibat oft wie ein Gläubiger, der einen Schuldner erpresst, obwohl dieser nicht zahlen kann, also unmoralisch.
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Beim Zölibat gewinnt man oft den Eindruck, als ob die alte Kurie den jungen Priestern nicht das Leben gönnt, das sie selbst gern gehabt hätten.
Oder:
Der Zölibat wurde wahrscheinlich von Klerikern mit verkümmertem Sexualtrieb erfunden, die anderen nicht gönnen wollten, dass sie ein normales Leben führen.
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Der Mensch glaubt eher, was er in alten Büchern liest, als das, was er miterlebt: Man braucht sich nur vorzustellen, eine Nachbarin namens Maria würde vom Hl. Geist empfangen.
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Ob der Zölibat das Hirn schädigen kann?
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Konzil von Nicäa, Kanon 12: „Wenn Christen, die erst auf den Militärdienst verzichtet haben, zur Armee zurückgekehrt sind, sollen sie nach dreizehn Jahren Buße wieder zur Kommunion zugelassen werden. Diese Bußzeit kann jedoch im Fall von echter Reue durch den Bischof verkürzt werden.“
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Was sich alles aus der Bibel herauslesen lässt, wird beispielsweise beim Thema Gesundheit deutlich: Den einen ist sie gleichgültig wie alle irdischen Güter, denn Krankheit bedeutet für sie, dass sie wie Jesus gottgewolltes Leid auf sich nehmen. Für andere ist ihr Körper ein Geschenk oder Tempel Gottes, den sie in Ordnung halten müssen.
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Die Kirche könnte mehr Leute überzeugen, wenn man sagen könnte, ihre Mitglieder seien bessere Menschen.
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Es ist schon grotesk: Kürzlich glaubten Archäologen doch tatsächlich, einen Beweis für Herodes’ Kindermord gefunden zu haben, als sie eine Menge Babyknochen ausgruben. Tatsächlich aber handelte es sich dabei um heimlich beseitigte Nonnenkinder.
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Es ist kaum zu glauben, was die Kirche in moralischer Hinsicht aus der Bibel herausliest: Das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ deutet sie so: „Du sollst keinen Verkehr haben, außer in der Ehe“. Und wenn Onan Gottes Befehl, einen Sohn zu zeugen, missachtet, liest die Kirche dies als Verbot der Selbstbefriedigung. Offenbar will die Kirche nur Macht über ihre Gläubigen ausüben, indem sie sie zu Sündern abstempelt.
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Wie verschieden doch die Einstellung der Menschen zu ihrem Gott ist: Angehende Priester glauben, ein gottgefälliges Werk zu tun, wenn sie sich vor ihren Vorgesetzten auf den Boden werfen, wie bei der Priesterweihe. Ein Norddeutscher dagegen sagt: „Wir beugen überhaupt nicht unser Knie, auch nicht vor unserem Gott!“
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Katholik kann man immer nur sein, trotz…, (weniger: weil…)
Die katholische Kirche ist von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Anders als im Islam wird nicht befolgt, was klar in der Bibel steht, wie beispielsweise das zweite Gebot: „Du sollst kein Bild dir machen…“ Auch mit dem Zölibat verstößt die Kirche gegen Gottes Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch!“.
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Wenn man bedenkt, wie sehr sich die katholische Kirche in das Eheleben ihrer Gläubigen einmischt und was sie alles als unnatürlich und daher unmoralisch bezeichnet, muss man doch fragen, ob nicht auch der Zölibat unnatürlich und daher unmoralisch ist.
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Der Zölibat ist deshalb unmoralisch, weil es einem jungen Menschen ein Versprechen abfordert, dessen Tragweite er in diesem Moment nicht überblickt. Niemand weiß, ob er nicht vielleicht ein Jahr später eine Frau kennen lernt, mit der er sein Leben teilen möchte mit der Folge, dass er für den Rest seiner Tage unglücklich wäre, wenn er es nicht dürfte.
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Warum verhält sich Gott so, als ob es ihn nicht gäbe?
Wie wenig die meisten Menschen nachdenken, ergibt sich daraus, dass fast alle den Glauben behalten, den sie von ihren Eltern übernommen haben.
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Wenn auch die Menschen immer mehr an der Existenz Gottes zweifeln, so bleibt doch die Kirche für sie der Ort, wo sie sich nach Katastrophen wie Amokläufen oder Erdbeben versammeln um Trost zu finden.
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Wenn einer behauptet, Jesus sei ihm erschienen und habe ihm etwas gesagt, denke daran: So hat der Irak-Krieg angefangen.
Der Kirche sollte zu denken geben, dass nichts von dem, was Hitler gemacht hat, in Deutschland als gut bezeichnet werden darf. Nur beim Konkordat soll es anders sein?
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Wenn man die Kinder ohne Religion aufziehen und sie dann entscheiden lassen würde, ob und welcher Religion sie sich anschließen: Wie viel Prozent würden wohl aufs Christentum entfallen?
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Trotzige Burgen wie Hohensalzburg und protzige Paläste wie die Würzburger Residenz sind Stein gewordene Zeugen, wie die Kirche das Volk ständig unterdrückt und ausgebeutet hat.
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Warum soll eigentlich die Gottesmutter Maria einen alten Mann geheiratet haben (wie der Heilige Josef immer dargestellt wird) – nur damit nicht der Gedanke aufkommt, die beiden könnten ein normales Eheleben geführt haben?
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Normalerweise wägt der Mensch bei wichtigen Entscheidungen sorgfältig das „für“ und „wider“ gegeneinander ab. Nur bei der Religion, bei der andere für ihn entschieden haben, will er nichts von Argumenten hören, die gegen das sprechen, was ihm aufgezwungen wurde.
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Auch dies ist eine Gotteserfahrung: All die früheren Götter sind aus heutiger Sicht nur erfunden. Sollte man daraus nicht auch auf unseren Gott schließen?
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Warum hat eigentlich Gott seinen Sohn erst so spät auf die Welt geschickt und nicht schon gleich ins Paradies? Dann wären Sintflut und Kreuzestod nicht notwendig gewesen.
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Wenn man weiß, wie viele Heiligenlegenden gefälscht wurden und dass viele Heilige gar nicht existiert haben, können einem schon Zweifel am Neuen Testament kommen.
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War Jesus vielleicht nur der Führer der Essener Sekte, der nach seinem Tod von seinen Anhängern so verehrt wurde, dass man seinen Lebenslauf geschönt hat?
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Es gibt Leute, sogar Theologen, die hören aus allem, was geschieht, Gottes Stimme heraus. Sie sollen einmal erklären, was Gott sagen will, wenn er bei einem Erdbeben eine Schule einstürzen und dabei über Hundert unschuldige Kinder sterben lässt.
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Merkwürdig ist, dass gerade die Frömmsten am Menschen Anstoß nehmen, wenn er so ist, wie Gott ihn geschaffen hat: nackt.
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Die Götter scheinen von jeher ihr grausames Spiel mit den Menschen zu treiben: Sie scheuten sich nicht, von Agamemnon oder Abraham zu verlangen, das eigene Kind zu opfern.
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Wie arrogant die Menschen sind, sieht man an der christlichen Religion: Sie spricht Tieren eine Seele ab.
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Die Kirchen tun so, als würden sie für mehr Moral auf der Welt sorgen: Aber hat man je gehört, dass ein Atheist einen Menschen mit anderer Glaubensüberzeugung umgebracht hätte?
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Den Spruch „Not lehrt beten“ kann man auch umkehren: „Konsum leert die Kirchen.“
Die Kirche deutelt dauernd an Gottes Wort herum: In älteren Bibeln wurde Eva dem Adam als Gespielin zugesellt, dann als Gehilfin und nun offenbar als Frau. Was gilt denn nun?
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Wenn die Kirche in vielen Heiligenlegenden die Josefsehe als leuchtendes Beispiel hinstellt, fordert sie damit zum Ehebruch auf, denn auch das ist der Bruch eines Versprechens, wenn ein Partner sich dem normalen Eheleben entzieht.
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Was haben wir Alten uns in unserer Jugend die Köpfe heiß diskutiert über Gott, Existenzialismus, Nihilismus usw. Heute sind offenbar Shoppen, TV, Kino und PC die Themen, über die man redet.
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Wie mag man nur auf die Idee gekommen sein, halbnackte Frauen und ganz nackte Kinder als Engel in Kirchen auszustellen?
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Baal, Manitu, Zeus, Wotan, Tezcatlipoca, Isis und Osiris – sie alle belegen, dass sich die Menschen ihre Götter nur ausgedacht haben.
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Vielleicht ist ja Gott selbst die großartigste Erfindung, die die Menschen je gemacht haben.
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Wenn einer behauptet, dass er nie Glaubenszweifel hat, ist er entweder naiv oder borniert, oder er ist ein Heuchler.
Adam lebte, nachdem seine erste Frau Lilith ihn verlassen hatte, mit Eva in harmonischer Zweitehe. So etwas wollte uns der Heilige Hieronymus, der für den heutigen Bibeltext verantwortlich ist, nicht zumuten. Also hat er Lilith gestrichen.
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Naturkatastrophen wie die 10 ägyptischen Plagen sahen die Menschen als Wirken Gottes an. Heute weiß man, dass diese ökologische Katastrophe mit dem Ausbruch des Vulkans Santorin zusammenhing, aber der Gott, der das nicht bewirkt hat, ist geblieben.
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Kann man es eigentlich verantworten, seine Kinder taufen zu lassen und ihnen damit einen Glauben aufzuzwingen, statt sie später selbst entscheiden zu lassen? Schließlich ist Jesus auch erst als Erwachsener getauft worden.
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Warum ist die Kirche entgegen dem Vorbild der Taufe Jesu dazu übergegangen, schon die Kinder zu taufen? Weil man die Erfahrung gemacht hat, dass die kindliche Prägung so nachhaltig wirkt, dass sie später kaum je kritisch hinterfragt wird.
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Das Wort „epheta“ (= tue dich auf), mit dem Jesus einem Blinden zum Sehen verholfen hat, möchte man auch den Angehörigen der Katholischen Kirche zurufen.
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Vorsicht ist, wenn ein Atheist Kirchensteuer bezahlt.
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Die Juden sind das gescheiteste Volk der Welt: 1. Sie haben so großen Einfluss bei der Supermacht USA, dass nichts gegen den Staat Israel unternommen werden kann. 2. Ihre Bibel ist das am meisten verbreitete Buch.
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Die meisten Christen haben ein ganz schiefes Bild von ihrem Glauben, weil sie die Bibel nie ganz gelesen haben und sie sich daher mit dem zufrieden geben, was ihnen ihre Pfarrer vorsetzen.
Wenn man sich das Bild des letzten Abendmahls vor Augen hält und sich vorstellt, wie diese Szene bei den Nachfolgern Jesu abliefe, dann sieht man, wie sehr sich die Kirche von ihrem Gründer entfernt hat: Der Papst säße mit seiner Tiara inmitten von Bischöfen mit Mitren auf dem Kopf.
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Tiara und Mitra sollen den Menschen verdeutlichen: Hier kommt jemand, der ganz hoch über ihnen steht und dem gegenüber sie ganz klein sind. Darum steht er in der Kirche auch über dem Volk.
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So schnell wird es keine katholischen Priesterinnen geben können, denn die Kirche muss erst einmal verinnerlichen, dass entgegen ihrer Jahrhunderte langen Überzeugung die Frauen doch eine Seele haben.
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Merkwürdig ist, dass die Frauen das frömmere Geschlecht sind, obwohl die Kirche bis in die Neuzeit stets behauptet hat, sie hätten keine Seele und hätten dem Manne untertan zu sein.
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Wie kann es sein, das jemand wie Jesus, der über den See Genezareth gelaufen sein soll, der Tote auferweckt und Blinde sehend gemacht haben soll und der schließlich am Kreuz gestorben sein soll, außerhalb der Evangelien keine zweifelsfreie Erwähnung gefunden hat?
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Die Menschen haben von Natur aus Angst: vor Gott oder vor einem Leben ohne einen Gott.
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Jeder Gläubige sollte sich dessen bewusst sein, dass Jesus – religionsgeschichtlich betrachtet – die soundsovielte Jungfrauengeburt ist.
Die Kirche beruft sich auf die Tradition, wenn sie Frauen den Zugang zum Priestertum verweigert. Sie übersieht dabei geflissentlich dass dies dieselbe Tradition ist, nach welcher man früher den Frauen absprach, eine Seele zu besitzen.
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Bei der Kirchensteuer zeigt sich wie beim Ablasshandel, dass der Kirche das Geld wichtiger ist als die Gläubigen.
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In unserer aufgeklärten Zeit gibt es keine Wunder mehr, die einer wirklich kritischen Nachprüfung standhalten. Warum glaubt man aber an die alten Wunder?
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Jahr für Jahr haben über hundert italienische Mädchen Marienerscheinungen. Warum nicht auch junge Männer?
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Die Art und Weise, wie sich der Atheismus immer mehr ausbreitet, stimmt einen schon traurig: Es ist nämlich nicht der Atheismus der Zweifler, sondern derjenige der Interesselosigkeit.
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Den Tieren wird es vielleicht einmal so ergehen wie den Frauen: Nach ein paar hundert Jahren wird die Kirche möglicherweise anerkennen, dass auch sie eine Seele haben.
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Es heißt der Engel und nicht die Engelin und die bekannten Engel waren männlich: Raphael, Michael usw. Welcher Perversling ist auf die Idee gekommen, halbnackte Frauen in Kirchen als Engel aufzustellen?
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Warum setzt Gott keine deutlichen Zeichen? Hätte er seine Wunder in Jerusalem vor allen Leuten bewirkt, sähe die Welt anders aus.
Wenn dir heute ein Wunder widerfahren würde, schweige, denn sonst kommst du in die Psychiatrie.
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Was für eine fröhliche Religion könnte der Katholizismus sein, wenn Mönche und Nonnen in einem Kloster zusammen leben würden.
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Wie kommt eine Kirche, die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Kanonenweihen und Missbräuche hinter sich hat, dazu, sich heute als Hüterin der Moral aufzuspielen?
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Schlimme Zeiten: Das politische Kabarett tut mehr für die öffentliche Moral als die Kirche.
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Wenn man sehr fromme Menschen anschaut, hat man bei vielen fast den Eindruck, als läge ihnen die Frömmigkeit ihnen wie Mehltau auf der Seele.
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Solange keine andere Institution Rituale anbieten kann, die einer kirchlichen Trauung oder Beerdigung gleichkommen, braucht man um den Fortbestand der Religion keine Angst zu haben.
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Es scheint manchmal so zu sein, dass sich die Atheisten mehr mit der Frage befassen, ob Gott existiert, als die Christen es tun.
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Seufzer eines Atheisten: Es gibt zwar keinen Gott, aber mit ihm lebt sich’s leichter.
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Nach einer Umfrage kennen sich Atheisten in der Bibel besser aus als die Christen.
Merkwürdig, dass die Religionen einen Hang zur Brutalität haben: Viele kannten Menschenopfer und unsere Kirche u.a. Hexenverbrennungen.
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Theologen sagen, dass die Entstehung der Welt zwar erklärbar sei, jedoch mit einer solchen Anhäufung von Unwahrscheinlichkeiten, als würde sich ein Airbus von selbst aus der Materie zusammensetzen. Gegenfrage: Warum soll Gott ausgerechnet eine Welt erschaffen, die – wenn auch unwahrscheinlicherweise – von selbst so entstanden sein könnte?
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Wenn einer Stimmen hört, muss er zum Psychiater. Wenn es aber Gottes Stimme ist, die zu ihm spricht, kann er ein Heiliger werden.
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Es mag sein, dass Christen mehr an Gott denken als Atheisten, aber sie denken kaum über ihn nach.
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Wer ist eigentlich schuld daran, dass sie die an sich männlichen Engel der Bibel einer Geschlechtsumwandlung unterzogen wurden?
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Die Medizin kennt Spontanheilungen. In den Augen der Kirche sind das Wunder, die eine Heiligsprechung rechtfertigen.
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Es lässt sich nicht beweisen, dass es einen Gott gibt. Beweisbar aber ist, dass es keinen Gott gibt, denn all die vielen Götter der Menschheit (Zeus, Wotan, Baal, Isis usw.) waren nur erfunden. Warum sollte nun auf einmal gerade der christliche Gott existieren?
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Wie verbogen die Denkweise der Kirche ist, sieht man daran, dass sie den Begriff „Oberhirte“ für diejenigen erfunden hat, die sich mit „Eminenz“ anreden lassen. Das ist fast schon Blasphemie, wenn man bedenkt, dass Jesus sich nur schlicht und einfach als den „guten Hirten“ bezeichnete.
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Man könnte leichter glauben, wenn jemand in der Lage wäre zu erklären, warum Gott so viel Leid verbreitet und er dabei besonders die Armen und die Kinder belastet.
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Es sollte zu denken geben, dass die Religion und der Kaufrausch in derselben Region des Gehirns ihren Platz haben.
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Die Kaufhäuser sind die Dome des modernen Menschen und das Beten ist durch Shopping ersetzt worden.
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Wenn es einem psychisch schlecht geht, kann man um Besserung beten oder shoppen. Letzteres macht halt mehr Spaß.
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Wenn es so weiter geht, werden die Kirchen einmal ebenso wie jetzt die Schlösser als Museen an eine vergangene Zeit erinnern.
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Sind vielleicht mehr Menschen im Namen eines Gottes getötet worden als ohne ihn?
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Das Kreuz als Glaubenssymbol hat sich so sehr durchgesetzt, dass es überall zu sehen ist: vom Bergesgipfel bis zum Frauenbusen. Nur in Klassenzimmern darf es nicht mehr hängen.
Die Predigten der Pfarrer halten die meisten Christen davon ab, sich selbst mit der Bibel zu beschäftigen.
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Die meisten Menschen, die Atheisten sind, sind dies aus purer Gedankenlosigkeit.
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Die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit ist wohl die, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde.
Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)
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Die Kirchenaustritte haben ihre Ursache auch darin, dass die Kirche auf die Drohung mit Fegefeuer und Hölle verzichtet hat oder verzichten musste.
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Der Teufel hat mit Kriegen nichts zu tun, denn die schlimmsten werden im Namen Gottes geführt (Kreuzzüge, 30-jähriger Krieg…).

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Wie viel einfacher wäre die Welt, wenn man sich darauf geeinigt hätte oder nun darauf einigen könnte, dass Allah eine andere Bezeichnung für Gott ist.
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Ist es nicht merkwürdig, dass sich die beiden völlig verschiedenen Teile Deutschlands wieder vereinigen konnten, die beiden Konfessionen aber nicht?
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Wenn es stimmt, dass der Teufel für das Negative verantwortlich, dann bremst er die Ökumene, steckt also sogar in der Kirche.

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Ob der Teufel entschlafen ist? Er erscheint niemandem und nicht einmal der Papst erwähnt ihn.

Es kann wohl nicht sein, dass ein Gott eine so kümmerlichen Kreatur wie den Menschen als Krone seiner Schöpfung geschaffen hat.

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Ein ausgewogener Unterricht sähe so aus. Die Kinder werden in Religion unterrichtet, aber auch über den Atheismus, damit sie später einmal frei wählen können.

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Ist der Teufel der mächtige Gegenspieler Gottes oder darf er nur dort wirken, wo Gott es zulässt und damit auch verantworte müsste?

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Manchmal kommt mir die Kirche vor wie eine Hausfrau, die ihren Eisschrank abtaut, obwohl ihr Haus brennt.

Das prominenteste Missbrauchsopfer wird eigentlich viel zu selten erwähnt: Gott! Er wurde benutzt, um Geld und Macht anzuhäufen, um Krieg zu rechtfertigen und Kanonen zu segnen oder um Menschen zum Tode zu verurteilen.

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Es spricht nicht gerade für die Botschaft der Kirche, wenn so viel mit Betrug gearbeitet wurde: 1400 Vorhäute von Jesus (teilweise blutend), Kreuzpartikel in einer Masse, für die man einen Wald abholzen müsste, weinende Madonnen mit gebohrten Tränenkanälen…

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Wenn Jesus in der Krippe gewusst hätte, wie das Fest seiner Geburt immer mehr entartet, wäre er wohl am liebsten gleich wieder in den Himmel aufgefahren.

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Advent heißt Ankunft, also Erwartung. Viele Menschen erklären die Bedeutung des Advent so, dass sie Geschenke (und die Geschäftsleute deshalb höhere Umsätze) erwarten.

Weihnachtsgeschenke austauschen: Unangenehme Sitte. bei der man etwas geschenkt bekommt, was man sich nie aussuchen würde und was man viel einfacher und passender selber hätte kaufen können.

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Die Entwicklung des Weihnachtsfests sieht so aus: Aus der heidnischen Wintersonnenwende wurde das Fest von Christi Geburt, aus dem Christkind wurde der Weihnachtsmann; der wird langsam in Pension geschickt und durch sexy Weihnachtsgirls ersetzt.

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Grenzüberschreitungen“ = beschönigender Ausdruck des Missbrauchsbeauftragten der Katholischen Kirche für die Verfehlungen von Priestern.

Der Aberglaube, auch wenn er noch so unsinnig ist, lässt sich nicht ausrotten. Das ist tröstlich für die Kirche, denn es ist ein Zeichen dafür, dass auch der Glaube niemals untergehen wird.

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Was für eine erbärmliche Kreatur der Mensch ist, sieht man besonders daran, dass jeder als kleines Kind alles wieder neu lernen muss und nicht dort weiter machen kann, wo die Generation vor ihm aufgehört hat.

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Die alten Inkas opferten Menschen für ihre Gottheit. Wir finden das grausam, ohne uns dessen bewusst zu sein, dass wir Menschen fürs Auto opfern.
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Glaube ohne Zweifel ist Borniertheit. Von vielen Heiligen ist bekannt, dass sie große Zweifel hatten: Mutter Teresa, Hildegard von Bingen oder vom Namensgeber für unseren Papst: Franz von Assisi.

Der Unterschied zwischen Christen und Atheisten besteht auch darin, dass Christen die Atheisten für böse Gegner halten, während die Atheisten die Christen nur etwas leichtgläubig finden.

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An Gott zweifeln heißt schon an ihn glauben.

Pascal

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Ein Kindergebet beweist es, dass Frömmigkeit oft nur eine Ausprägung des Egoismus ist:

Lieber Gott, mach mich fromm,

Dass ich in den Himmel komm!“

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Die Christen und besonders die Theologen reagieren so heftig auf gegenteilige Meinungen, als wenn sie sich davor fürchten würden, ihr gesamtes Gedankengebäude würde zum Einsturz gebracht.

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Ein Christ sieht in einem Atheisten einen Feind, für einen Atheisten dagegen ist ein Christ ein falsch geprägter Mensch, der selbst zu wenig nachgedacht hat.

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Der Ausdruck „Gottesteilchen“ ist ein Indiz dafür, wie viele Menschen heute Gott sehen.

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Die Kirchen verwalten heute nur noch Reste dessen, was früher einmal zu ihren Grundüberzeugungen gehörte und wichtig war: Sonntags- und Fastengebot, strenge Sexualmoral, Erschaffung von Himmel und Erde…

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Was die Religion anbetrifft, so kannst Du den Menschen alles Mögliche einreden, sogar dass Affen heilig sind. Sie glauben es.

Wenn verschiedene Mathematiker bei einer Aufgabe zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, fragen sie sich, ob sie sich geirrt haben könnten. Bei den verschiedenen Religionen dagegen steht fest, dass der Irrtum immer bei den anderen liegt.

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Ein wesentlicher Unterschied zwischen Staat und Kirche besteht darin, dass die Katholische Kirche ihre Verbrechen als Verfehlungen Einzelner betrachtet, während Deutschland das Kreuz der Kollektivschuld auf sich genommen hat.

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Gott liebt die Zweifler, sonst hätte er die Welt nicht so gemacht, dass sie sich vom Urknall an selbst entwickelt haben könnte.

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Und wenn du sonntags in die Kirche gehst, denke einmal darüber nach, zu welcher Gruppe du gehörst.
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Weißt du eigentlich, wer für dich entschieden hat, welcher Religion du angehörst? Du denkst, es waren deine Eltern gewesen, aber auch bei ihnen wurde das Bekenntnis von den Vorfahren entschieden. Wer also war der erste und warum?
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Wie dumm die Menschen sind, wird am eindrucksvollsten dadurch deutlich, dass man ihnen sogar einreden kann, ein Tier sei eine Gottheit.

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Die Christen scheinen ihres Glaubens nicht sehr sicher zu sein, denn sie reagieren böse, wenn jemand Gott leugnet. Einem Atheisten dagegen würde es nie einfallen, einem Christen böse zu sein.

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Wenn du Christ bist, mache dir bewusst, dass du nicht zu den Auserwählten Gottes gehörst. Das sind nämlich die Israelis.

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Merkwürdig: Wer sich ein Auto kauft, liest Testzeitschriften, macht Probefahrten und überlegt sich gut, was für ein Fahrzeug er sich anschafft. Aber welche Religion er hat, hat er von seinen Eltern entscheiden lassen, obwohl die ihn teurer kommt, als ein Auto.

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Auch Gott irrt, nämlich als er die Israelis zu seinem auserwählten Volk erklärte.

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Ich befürchte, die Stellvertreter Gottes werden die Willfährigkeit der Menschen so lange missbrauchen, bis diese zuletzt doch noch klug werden.

(Voltaire)

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Kaum etwas anderes kann einen Menschen so verbiegen wie die Religion.

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Man könnte kein ruhiges Gewissen haben, wenn man nicht sehen würde, wie die Kirche auf ihrem unermesslichen Reichtum sitzt.

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Gott ist auch gewissen Moden unterworfen: Früher war er der strafende Gott, mit dem die Kirche Angst und Schrecken verbreitete: Die Gläubigen mussten ihn daher mit großzügigen Spenden besänftigen, um in den Himmel zu kommen. Heute predigt die Kirche den liebenden Gott, denn etwas anderes könnte man den Menschen von heute auch nicht vorsetzen.

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Damit du dir vorstellen kannst, wie wichtig du bist: Die Welt ist im Weltall so unbedeutend wie ein Sandkorn in der Wüste. Und darauf lebst du und bildest dir ein, dass Gott seinen Sohn ausgerechnet auf dieses Sandkorn geschickt hat, um ihn auch für dich zu opfern?

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Wir leben nicht, um zu glauben, sondern um die Wahrheit zu suchen.
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Lebe so. als wenn es einen Gott gibt, und wenn dann nach deinem Tod kein ewiges Leben auf dich wartet, freue dich, dass du deine Ruhe hast und dass du ein anständiges Leben hinter dir hast, bei dem du wenig zu bereuen hast.

*

Wie Religionen doch Menschen verbiegen können: Koran verbrennen verboten – Menschen verbrennen aber nicht. (So was Ähnliches hatten wir doch auch schon: „Du sollst nicht töten“ – Hexen verbrennen aber schon.)

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Man sollte immer einen kleinen Abstand zwischen sich und den Dingen einhalten, sogar zwischen sich und Gott und sich fragen, gibt es ihn überhaupt und ist er so, wie er mir hingestellt wird?
*

Es sollte verboten werden, Kinder im Rahmen der Erziehung religiös zu indoktrinieren. Sie sollen die Freiheit behalten, sich ihre religiöse Überzeugung selbst zu bilden.

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Normalerweise hört ein Mensch erst zu, denkt dann kritisch über das Gehörte nach und glaubt dann oder auch nicht. Beim Christen funktioniert das umgekehrt: Er glaubt von vornherein und denkt kaum einmal kritisch darüber nach.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat.

Glaube nichts, weil alle es glauben.

Glaube nichts, weil es geschrieben steht.

Glaube nichts, weil es als heilig gilt.

Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt.

Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

(Buddha)

*

Glaube denen, die die Wahrheit suchen und nicht denen, die sie gefunden haben.
(Andre Gide)

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Der Glaube lebt auch von der Heuchelei, nämlich davon, dass viele so tun, als würden sie etwas glauben, obwohl sie es in Wahrheit nicht tun.

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Es hätte ein Kartellamt für Religionen geben sollen, dann hätten die drei großen Glaubensgemeinschaften nicht die Welt unter sich aufteilen können.

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Ist es nicht religiöse Arroganz, wenn manche Christen glauben, Gott habe ausgerechnet ihr Gebet erhört? Was muss ein Vater, dessen Kind trotz aller Gebete an Krebs gestorben ist, darüber denken?

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Ob einmal eine Zeit kommt, in der Jesus das Schicksal von Zeus und Wotan teilen muss?

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Es ist ganz unglaublich, dass die unglaublichste Geschichte von so vielen geglaubt wird: Ein Gott lässt seinen Sohn ermorden, um damit Sünden der Menschheit zu tilgen, die er auch ganz einfach so hätte vergeben können.

*

Glaube nur das, was du selbst sicher als Wahrheit erkannt hast, nicht aber das, von dem andere dir sagen, dass du es glauben sollst.

*
Glauben heißt: nicht wissen. Wer trotzdem von der Richtigkeit dessen überzeugt ist, was er nur glaubt, ist beschränkt. Seine Beschränktheit besteht darin, dass er angebrachte Zweifel nicht zulässt.

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Die Atheisten sind bessere Menschen als die Christen. Sie wären nie auf die Idee gekommen einen Christen wegen seines Glaubens zu verbrennen. Wohl aber umgekehrt.

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Frömmigkeit bedeutet bei vielen Christen eine solche Liebe zu Gott, dass sie für die Liebe zu Mitmenschen keinen Raum mehr in ihrer Seele haben.

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Du brauchst nur zu behaupten, dass das, was du einem anderen verkündest, Gottes Wort ist: Schon glaubt er es.

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Warum hat Gott Menschen zu Mördern werden lassen, um seinen Heilsplan durchzuführen? Hätte Jesus nicht auch beim Fasten einen Hungertod sterben können?
*
Wie schön wäre eine Welt ohne Religionen: Kein IS, keine Taliban, keine Islamisten und Salafisten, keine Hexenverbrennungen, keine Kreuzzüge, keine Bartholomäusnacht, kein 30-jähriger Krieg, dem halb Europa zum Opfer fiel…

*
Wer erforscht heutzutage noch allabendlich sein Gewissen?

*

Was das Verhältnis zu Gott anbetrifft, gibt es drei Arten von Menschen:

Die einen glauben gar nichts.

Andere gestehen immerhin einem höheren Wesen zu, den Urknall ausgelöst zu haben.
Und schließlich gibt es noch die Christen, die Jesus glauben, der gesagt hat: „Bittet, so wird euch gegeben.“ Und wenn ihr Gebet nicht erhört wird, trösten sie sich damit, dass das eben Gottes unerforschlicher Ratschluss sei.

*

Die Kirchen profitieren am meisten dadurch, dass die wenigsten Menschen darüber nachdenken, ob das was sie glauben, richtig ist.
*

Warum steht auf den Grabsteinen so oft „Ruhe in Frieden“ bzw. „RIP“? Der Verstorbene sollte doch nicht ruhen, sondern auferstehen.

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Es ist eine Sünde, eine Lebensfreude nicht zu genießen.

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In Nietzsches „Also sprach Zaratustra“ stieß ich auf den Satz: „Die Kirche ist eine Art von Staat, und zwar die verlogenste.“

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Der normale Christ fragt sich bei der Gewissenserforschung, ob er gesündigt hat. Der Reife fragt sich, ob er Gutes getan hat.

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Die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche sind ein Indiz dafür, dass nicht einmal die Priesterkaste richtig glaubt, denn ein wahrgaft Gläubiger kann so etwas nicht tun.

*

Gesündigt wird heutzutage höchstens noch in der Konditorei.

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Es gibt eine Menge Frömmler, die in jedem Atheisten einen Feind sehen. Eigentlich sollten sie ihn doch aus ihrer Sicht mit christlicher Nächstenliebe und mit Mitleid als armen Verirrten betrachten, der nicht an den Segnungen der Kirche teil hat.

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Wenn es einen Gott gibt, hält er zu den Atheisten: Er lässt Pilgerzüge verunglücken, Kinder an Krebs erkranken oder zu Opfern von Erdbeben werden und verhält sich auch sonst so, als wenn es ihn nicht gäbe.

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Nichts ist geeignet, einen Menschen so sehr zu verbiegen wie die Religion.

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Was für einen Sinn hat die Religion, wenn die Gläubigen keine besseren Menschen sind als die Ungäubigen?

*

Ein trauriges Zeichen für den Zustand der Kirchen ist es, dass es die sich feindlich gegenüberstehenden Teile Deutschlands, nämlich der kapitalistische Westen und der kommunistische Osten binnen ein paar Jahrzehnten geschafft haben, sich wieder zu vereinigen, dass aber die Kirchen eine solche Wiedervereinigung nicht einmal nach 5 Jahrhunderten fertig gebracht haben, obwohl sie sich doch eigentlich nach ihrer Meinung auf Gottes Hilfe stützen können.

*

Wenn Prinz Eugen die Schlacht gegen die Türken verloren hätte, dann wären die Europäer heute mit derselben Ergebenheit Moslems mit der sie nun Christen sind.

Bilde dir bloß nichts ein: Vielleicht bist du nur ein Spielzeug Gottes.
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Die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche sind ein Indiz dafür, dass nicht einmal die Priesterkaste richtig glaubt, denn ein wahrgaft Gläubiger kann so etwas nicht tun.

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Die Kirche verehrt die Bibel als Wort Gottes, Seltsam ist, wie wenig sich die Christen dafür interessieren: Kaum einer hat die ganze Bibel gelesen.

*

Bibelleser und Leser von Erotikromanen gleichen sich oft darin, dass sie nur bestimmte Stellen lesen.
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Erst kommt die Suche nach der Wahrheit, dann erst darf man glauben. Den meisten Christen wird der Glaube eingeimpft und sie meinen, damit die Wahrheit gefunden zu haben.

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Wer hätte das gedacht, dass das Christentum seine Gläubigen nicht so sehr durch die Evolutionstheorie und den Fortschritt der Wissenschaft verliert, sondern durch bloße Interesselosigkeit.
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Irrtum in der Bibel: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Und warum musste Gott dann die Sintflut hereinbrechen lassen und seinen eigenen Sohn opfern?
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Früher sah man es als großes Wunder an, dass Jesus übers Wasser gehen konnte. Heute wissen wir, dass es etliche Gurus gab, die das auch konnten.

Lass dich von nichts vereinnahmen, auch nicht von deinen Glauben.

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Sollte es nicht zu denken geben, dass die Religion, die am meisten Menschenleben auf dem Gewissen hat, die meisten Gläubigen hat? Das Christentum hat u.a. die Hexenverbrennungen, Ausrottung der Katharer, Kreuzzüge und den dreißigjährigen Krieg, der halb Europa ausgerottet hat, zu verantworten.
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Obwohl jeder weiß, dass die vielen alten Religionen von machtgierigen Priesterkasten erfunden wurden, sind die Gläubigen von heute doch der unerschütterlichen Überzeugung, dass nun jedenfalls die Ihrige die allein selig machende ist.

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Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum Sie im Neuen Testament nur etwas über das halbe Leben von Jesus erfahren?

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Auf welch schwachen Füßen der Glaube bei den meisten Menschen steht, erkennt man daran, dass sie Atheisten als Feinde betrachten, mit denen sie gar nicht diskutieren wollen.

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Zum Schlimmsten, was auf der Welt in der letzten Zeit passiert ist, zählt der Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche: Würde man ein Ranking aller Vereinigungen unter dem Gesichtspunkt aufstellen, welche von ihnen sich den übelsten Ruf erworben hat, stünde die Kirche obenan.
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Wer würde sich wohl das Bild eines Mordopfers an die Wand hängen? Nur die abgestumpften Christen haben den Gekreuzigten im Herrgottswinkel und essen darunter.
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Es gibt zwei Arten von christlicher Religion: die alte romantische mit „Zu Betlehem geboren…“, und die moderne, in der Gott der Geist ist, der den Urknall ausgelöst und die Regeln des weiteren Ablaufs festgelegt hat.
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Wer heutzutage Katholik ist, ist dies nicht mehr, weil …, sondern, obwohl …
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Die Verbohrtheit mancher zu frommer Christen zeigt sich darin, dass sie in den Atheisten ihre Feinde sehen, anstatt sie wegen ihrer Glaubenslosigkeit zu bemitleiden.
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Merkt euch das, ihr Frömmler: Ein frommer Christ ist nicht anders als ein Grund besitzender Bauer: Es kommt darauf an, was darauf wächst.
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Frömmigkeit ist oft nichts anderes als eine Ausprägung von Egoismus, wie schon das Kindergebet beweist:
„…mach mich fromm,
dass ich in den Himmel komm.“
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Es sähe ein bisschen besser auf der Welt aus, wenn die meisten frommen Gläubigen weniger Zeit beim Beten verbringen würden und wenn sie statt dessen etwas Gutes täten.
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Bedenke:Du stehst über der Religion, denn du kannst dir aussuchen, zu welcher du gehören willst
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Wenn es stimmt, was mich die Katholische Kirche einmal gelehrt hat, kommt man als Sünder in die Hölle. Müssten daher nicht die Priester schnell mit Blaulicht zu Sterbenden fahren können, um ihnen die Beichte abzunehmen?
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Es verstößt gegen die Menschenwürde, wenn kleine Kinder ungefragt Mitglieder einer Kirche werden oder gar beschnitten werden.
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Sei kein Gefangener deiner Religion, sondern mache dir bewusst, dass du über deiner Religion stehst: Du kannst dir sogar eine aussuchen.
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Es sollte den Kirchen zu denken geben, dass die Fußballstadien voll sind von Menschen, die sich dort zusammen gefunden haben, um Weihnachtslieder zu singen, während die Kirchen immer leerer werden.
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Wenn du dir als Atheist so viel klüger vorkommst als andere, die an Gott glauben, lass ihnen ihren Glauben, der oft der einzige Halt in ihrem Leben ist.
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Wie konnte sich eine Religion durchsetzen, in der Gott seinen Sohn
als Zeichen seiner Liebe zu den Menschen ermorden lässt, um deren Sünden zu sühnen, die er auch so hätte vergeben können?
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Politik, Staat, neue Zeit

Wir leben in einer Zeit, in der die Dinge nicht beim Namen genannt werden: So sagt man statt „Krieg“ „Militärschlag“ oder „begrenzte Operation“ und die toten Zivilisten sind eben nur „Kollateralschäden“. Preiserhöhung nennt man Preisanpassung und eine Betonwüste wird als Park bezeichnet (Gewerbepark). Auch das„Nullwachstum“ (statt Stagnation) ist sicher jedem bekannt.

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Eine Hausfrau und ein Finanzminister unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt: Die Hausfrau weiß, dass sie nicht mehr ausgeben kann, als sie hat.
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Wie schlecht die Menschen im Grunde genommen sind, sieht man, wenn man einem zu viel Macht gibt.

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Was hat uns der Fortschritt gebracht? Früher genügte es, wenn der Mann seinem Beruf nachging und die Frau den Haushalt versorgte; abends hatte man seine Ruhe. Heute gehen beide arbeiten und müssen am Feierabend einkaufen, kochen und den Haushalt in Ordnung bringen.

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Alle menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen – am allermeisten staatliche.

(Bismarck)
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Können Sie mir irgendetwas nennen, das funktioniert, wenn es der Staat macht?

(Milton Friedman, Wissenschaftler)

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Wenn Leute von Befreiung reden, meinen sie meistens nur, dass sie die Herrschaft übernehmen wollen.
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Erst in der Opposition erkennt man den wahren Politiker.

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Es hätte Bush zu denken geben sollen, dass er nicht beliebter war als Sadam Hussein.

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Die moderne Form der Lüge, die vor allem in der Politik üblich ist, besteht darin, dass man einen Satz oder Halbsatz aus einer Rede des Gegners zitiert, der, wenn er aus dem Zusammenhang gerissen wird, einen anderen Sinn ergibt, als der Redner gemeint hat.

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Schaut man den Vandalismus in öffentlichen Anlagen und U-Bahnen an, so gewinnt man den Eindruck, dass die Kräfte der Zerstörung immer stärker und die Zahl der Bürger, die den Staat stützen, immer weniger werden.
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Die Wirtschaft entwickelt sich zur Zeit dahin, dass irgendwann in naher Zukunft der hungernde Kuli in China das Lohnniveau der Arbeiterschaft bestimmt, denn die großen Firmen gehen immer dorthin, wo die Löhne am niedrigsten sind.

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Unsere Abgeordneten leiden an Immunität, d.h., sie sind unempfindlich gegenüber Gewissensbissen.

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Erstaunlich ist, wie unterschiedlich ein Staat bei gleichbleibender Verfassung sein kann: Während beispielsweise früher die Gerichte als Glaspaläste offen gebaut wurden, sind sie heute eher Festungen.

Offensichtlich ist die Macht des Verbrechens viel größer geworden, so dass die Justiz Angst bekommen hat.
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Die öffentliche Moral ist manchmal schon merkwürdig: Einen Diktator, der Nachbarvölker überfällt oder seine eigene Bevölkerung umbringt, darf man nicht töten, denn das wäre ja Mord. Wenn man aber stattdessen Bomben wirft und viele unschuldige Opfer unter der Zivilbevölkerung in Kauf nimmt, so ist das Krieg und daher in Ordnung.
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Wie unsinnig Feindschaften sind, sieht man am Verhältnis der Deutschen zu den Franzosen: Es ist den jungen Leuten von heute nicht begreiflich zu machen, warum ihre Vorfahren mit Begeisterung in den Krieg gegen den „Erzfeind“ gezogen sind.

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Wenn heute noch jemand von Verantwortung redet, ist es entweder ein Politiker, der an seinem Posten klebt, oder ein Terrorist, der sich zu einem Mordanschlag bekennt.

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Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, heißt es. Damit stirbt auch die Demokratie, denn sie ist auf eine wahrheitsgemäße Information angewiesen.

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Der amerikanische Präsident Bush hat für den Irak eine völlig neue Form von Krieg erfunden, in welchem man den Grund dafür erst hinterher suchte, und es ist der erste Krieg, in dem ein Volk von seinen Besatzern bombardiert wurde.
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Wenn Kant heute leben würde, würde er wohl auch sagen: Handele so, dass nach den Grundsätzen deines Handeln alle Menschen auf dieser Erde noch viele Jahrtausende leben können.

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Je scheußlicher ein Land ist, umso grässlicher sind heutzutage die Kriege, die darum geführt werden (Sahelzone, Kaschmir, Kosovo, Afghanistan, Irak).

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Je mehr es wirtschaftlich aufwärts geht, umso größer ist die Zahl der Menschen, die in Armut leben.

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Wir müssen das Arbeitstempo verdoppeln, weil wir das Ziel aus den Augen verloren haben.
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Die Fälle Clinton und Trump zeigen, dass nur dumme Politiker nach einem Skandal zurücktreten, .

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Das deutsche Bildungswesen ist so ähnlich, als wenn man einen Gaul zum Rennpferd dressieren würde, um ihn dann als Ackergaul einzusetzen.

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In unserer komplizierten Welt sind die Zusammenhänge zwischen Handeln und Folgen so undurchsichtig geworden, dass vielfach die Verantwortung für das eigene Tun nicht mehr gespürt wird: So drückt ein Bomberpilot bedenkenlos auf den Abwurfknopf und sieht nur nette kleine Wölkchen aufsteigen. Was er wirklich angerichtet hat, sieht er nicht.

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Der moderne Kapitalismus ist so ähnlich wie eine Kuhherde: Erst wird eine Gegend abgegrast, bis es dort nichts mehr zu fressen gibt; dann zieht die Herde weiter.

Früher wurde ein Projekt nur verwirklicht, wenn man sicher war, dass kein Schaden eintritt. Heute wird es einfach gleich verwirklicht und zwar so lange, bis seine Schädlichkeit erwiesen ist.
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In der heutigen Zeit braucht einer nur lange genug zu morden – wenn er dann damit aufhört, kann er immer noch den Friedensnobelpreis bekommen.

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In unserer Medienzeit ist es weniger wichtig, was man tut, als wie man es in der Öffentlichkeit darstellt.
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An sich wurden die Maschinen erfunden, damit der Mensch mit weniger Arbeit mehr Geld verdienen kann. Die derzeitige Entwicklung läuft aber darauf hinaus, dass ein Teil der Menschen von der Arbeit ausgeschlossen wird und der andere Teil bei erhöhtem Arbeitstempo verhältnismäßig weniger verdient.

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Wenn Politiker von Verantwortung reden, meinen sie, dass sie die Erfolge herbeigeführt haben und der Gegner die Schuld an Misserfolgen trägt.
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Die moderne Forschung hat bestätigt, was wir schon bei vielen Politikern beobachten konnten nämlich, dass Langstreckenflüge durch den damit verbundenen Jetlag zu Hirnschädigungen führen.

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Es ist unerträglich, dass Abgeordnete und sogar Länderchefs für ein bestimmtes Stimmverhalten Geld kassieren dürfen, während ein vergleichbares Verhalten bei einem Beamten als ein Verbrechen der Bestechung bestraft wird.

Dass das Bruttosozialprodukt ständig steigen muss, ist für viele ein so selbstverständliches Gesetz, dass ihnen schon ein geringeres Wirtschaftswachstum als Katastrophe erscheint.
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Wie sich doch die Art der Kriegsführung gewandelt hat: Bei der Schlacht auf den Düppeler Schanzen starben mehr Offiziere als Mannschaften, weil sie mit gezogenem Säbel vorweg stürmten. Seit dem 2. Weltkrieg ist es an der Front sicherer als zu Hause, denn es sterben mehr Zivilisten als Soldaten.
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Mit der Atomkraft ist es so ähnlich wie mit dem Nationalsozialismus: Solange nichts passiert, nehmen die meisten die Gefahr gar nicht wahr. Im übrigen kann der einzelne sowieso nichts dagegen tun.

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Im Kapitalismus besteht die Kunst darin, die Menschen zum Kauf zu verführen, auch wenn sie überhaupt keinen Bedarf haben.
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Der Kapitalismus ist inkonsequente Theorie, denn für seine Schattenseiten (Verluste und Arbeitslosigkeit) gilt der Sozialismus.

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Obwohl der Lebensstandard noch nie so hoch war wie jetzt, fühlen sich die Menschen anscheinend nicht wohl: Noch nie ist nämlich so viel darüber geredet worden, dass die Leute dauernd Wut im Bauch haben.

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Biolandwirtschaft nennt man es, wenn die Erzeugnisse vom sauren Regen und Genen aus der Nachbarschaft vergiftet werden.

Pazifismus ist eine durchaus anerkennenswerte ethische Einstellung, doch eignet er sich nicht für Politiker, die ihr Volk vor Angriffen zu schützen haben.

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Heutzutage gibt es eine solche Fülle von Zuständigkeiten, dass sich keiner mehr verantwortlich fühlt.
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Der Westen fordert immer nur dann in anderen Ländern demokratische Reformen, wenn ihm das herrschende Regime nicht passt.

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In der Demokratie wird der Bürger von allen Seiten desinformiert, bei der Alleinherrschaft einer Partei dagegen nur von einer.
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Wer heute Minister wird, hat dies offensichtlich oft nicht seiner Eignung zu verdanken, sondern seinem Wissen über Partei-Interna, die nicht an die Öffentlichkeit dringen sollen.

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Früher war es wohl einmal so, dass man sich geschämt hätte, wenn man einen anderen bloß gestellt und damit verletzt hätte. Im heutigen politischen und öffentlichen Leben dagegen schaut jeder nur nach einer Gelegenheit, den anderen nieder machen zu können.
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Am meisten lügen diejenigen, die Kriege führen. Wenn also beispielsweise die Amerikaner im Afghanistan-Krieg behaupten, sie hätten ein Bio-Labor der Taliban ausgehoben, kann es sein, dass sie nur den Schminkkoffer einer Frau gefunden haben.

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Dass Wachstum an sich nicht unbedingt von Wert ist, zeigt die Bulimie.

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Globalisierung nennt man jenen merkwürdigen Fortschritt, der dazu führt, dass immer weniger Produzenten mit immer weniger Menschen Waren herstellen, deren Preise sie diktieren können.

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Wenn ein Sturm dein Dach abdeckt hat und du es erneuern musstest, bist du ärmer, weil du dafür Geld ausgegeben hast. Für den Staat zählt dies genauso wie die Beseitigung der Hochwasserschäden als positiver Posten bei der Steigerung des Bruttosozialprodukts – welch ein Widersinn!
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Dadurch, dass wir das Einfamilienhaus im Grünen zur bevorzugten Wohnform gemacht haben, haben wir nicht nur unsere Städte kaputt gemacht, sondern auch aus den Bundesbürgern eigenbrötlerische Asoziale gemacht, die sich darüber aufregen, wenn ein Zweig vom Nachbargrundstück zu ihnen herüber wächst.
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Die USA sind kein demokratischer Staat, weil der Präsident allein die wichtigste Entscheidung über das Leben seiner Bürger treffen kann, nämlich die, ob Krieg geführt wird.

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Politisch gilt: Je ernster die Lage, desto lockerer sehen die Verantwortlichen angeblich die Dinge, um das Volk nicht aufzuregen.
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Jeder Kapitän würde sofort entlassen, wenn er sein Schiff so lenken würde, wie die Regierung den Staat: Der Kurs wird häufig erst dann geändert, wenn man aufgelaufen ist.

Unerträglich ist,, wenn die Politiker, die millionenschwere Beraterverträge mit betroffenen Firmen haben, uns weis machen wollen, sie seien nicht käuflich und hätten selbstverständlich ihre Entscheidung allein nach sachlichen Gesichtspunkten getroffen.

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Warum kriegen wir das heute nicht mehr hin, was früher einmalselbstverständlich war: Man baute Straßen und sogar ganze Stadtviertel, die auch jetzt noch als schön empfunden werden und wo nichts steht, was das Auge als störend empfindet.

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Jeder Kapitän würde sofort entlassen, wenn er sein Schiff so lenken würde, wie die Regierung den Staat: Der Kurs wird erst geändert, wenn man aufgelaufen ist.

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Der Fortschritt und die Globalisierung muss mit einer großen Gefahr erkauft werden: Eines Tages wird es soweit sein, dass ein einziger Terrorist den Weltuntergang herbeiführen kann.
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Die Freiheit ist für sich betrachtet kein Wert, sondern so ähnlich wie ein Hohlraum, den man mit Werten füllen muss.
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Welche „Werte“ sind es wohl, die westliche Länder so anziehend für Ausländer machen: Luxus, hoher Lebensstandard, Autos, sexuelle Freizügigkeit usw. Aber was ist mit den wirklichen Werten des Westens?
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Häufig wird die Parole „Freiheit“ von den politischen Mächten nur als Deckmantel dafür benutzt, um die Menschen einer anderen Abhängigkeit zu unterwerfen.

In unserer von den Medien bestimmten Zeit interessiert bei Interviews weniger, wie der Gesprächspartner tatsächlich ist, sondern eher, wie er sich gibt.

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Früher fürchtete der Deutsche Gott und sonst nichts. Heute hat er keine Angst mehr vor dem Lieben Gott, sondern vor der Zukunft.
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Was wir mit unserer Freiheit anstellen, erscheint vielen Moslems als so verwerflich, dass sie ihren Terror für gerechtfertigt halten. Könnten wir unsere Werte deutlicher machen, sähe es vielleicht anders aus.

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Höhere Politiker können schon deshalb nicht viel leisten, weil sie dauernd mit anderen Dingen beschäftigt sind wie Talkshows, Einweihungen, Parteiveranstaltungen, Staatsbesuchen, Wahlkampf usw.

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Man könnte ein Land auch nach seinen Prominenten beurteilen. Dann schaut es schlecht aus für Deutschland, wo Fußballer, ein Friseur oder ein Busenwunder bekannter sind, als Literaten und Philosophen.

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Wie soll man Menschen dazu bringen, das politisch Vernünftige zu tun, wenn man sie nicht einmal mit dem Hinweis auf die Krebsgefahr soweit bringt, das Rauchen aufzugeben.
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Gib jemandem ein Amt, und er wird sich die dazu passende Arbeit suchen.

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Gewählt wird nicht, wer das bessere Konzept hat, sondern wer das Geld an die Gruppe mit den meisten Stimmen verteilt.

Blickt man in die Geschichte zurück, so wird einem bewusst, was bedeutende Schriftsteller und Philosophen mit der Macht des Wortes erreicht haben; und man sieht, was uns heute fehlt.

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Wenn uns Politiker nach einem großen Skandal „rückhaltlose Aufklärung“ oder „schonungslose Ermittlungen“ versprechen, sind solche Äußerungen ein Hinweis darauf, dass dies in unserem Staat nicht mehr der Normalzustand ist.

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Wie soll ein Staat existieren, wenn Anstand und Moral verloren gegangen sind?
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Was den Anstand angeht, unterscheiden sich die Politiker erheblich: Die einen sind eher korrupt und die anderen später.

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Wir sind weit herunter gekommen, wenn wir uns schon dafür bedanken, dass die Leute strafbares Tun unterlassen z.B.: „Danke, dass Sie Ihren Müll nicht weg werfen!“

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Wie sollen die gewaltigen Probleme in unserem Staat gelöst werden, wenn es Mode ist, „positiv zu denken“ oder in unserer Spaßgesellschaft die „Dinge locker zu nehmen“?

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Früher gab es einmal ungeschriebene Benehmensregeln, die strenger waren als das Gesetz. Heute hört man sogar von einer Justizministerin, man solle Gesetzesübertretungen nicht so ernst nehmen und darüber nachdenken, ob man nicht besser häufig missachtete Vorschriften aufheben sollte.
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Demokratie ist eine Staatsform, in der (fast) alles käuflich ist.

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Wenn man sieht, dass in Berlin nicht nur ein Museum für die Juden gebaut wurde, sondern auch noch ein riesiges Feld mit Betonklötzen verbaut wurde, kann man verstehen, dass der Antisemitismus wiederauflebt.

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Wer ein Gesetz erlässt, nach welchem ein abgebrannter Wald Bauland wird, müsste von Rechts wegen als Anstifter zur Brandstiftung eingesperrt werden (wenn nicht gar wegen fahrlässiger Tötung).

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Traurige Zeiten: Früher konnte man die Partei mit den fähigsten Köpfen wählen, heute die mit den am wenigsten unfähigen.

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Heute kommt es nicht so sehr darauf an, was gemacht wird, sondern wie es repräsentiert wird.
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Wir müssen unseren Teil der Verantwortung für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt, aus der öffentlichen Hand in die eigenen Hände zurücknehmen.

(Erich Kästner)

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Demokratie ist der Schafspelz, in welchem sich der Kapitalismus der Länder bemächtigt, die ihm bisher verschlossen waren.

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Man kann es einfach nicht glauben, wie viele verschiedene Erscheinungsformen unser Staat schon hatte, obwohl das Grundgesetz im Wesentlichen unverändert blieb.
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Das Schlagwort vom „positiven Denken“ muss von Politikern erfunden worden sein, um die Menschen darüber hinweg zu täuschen, dass es ihnen immer schlechter geht.

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Unser Staat sähe besser aus, wenn Parteien für ihr Versagen ein für allemal disqualifiziert würden. Dann würde mit viel mehr Verantwortungsbewusstsein gehandelt.

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Demokratie nennt man die Illusion, das Volk hätte etwas zu sagen.

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In der Politik geschieht immer weniger das Notwendige, sondern immer mehr das, was ohne großen Widerstand zu machen ist.

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Eine wahrhafte Demokratie wird im Falle eines Krieges auch nicht das Leid und die Opfer verschweigen, sondern begründen, warum diese nötig waren.
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Auch wenn du heute als Vaterlandsverräter giltst, kannst du schon morgen Präsident werden (wie das Beispiel von Bill Clinton zeigt, der sich dem Wehrdienst in Vietnamkrieg entzog, indem er nach Kanada ging).

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Die Oppositionsrolle führt zu einem Läuterungsprozess: Auf einmal wollen Politiker etwas, was sie während ihrer Regierungszeit verteufelt haben (wie die CDU/CSU: Tempolimit und Plebiszit, um es dann wieder zu vergessen, wenn sie wieder regieren).

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Die „Wadlbeisser“ haben eine wichtige Funktion: Sie sorgen für mehr Bewegung.
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Die Qualität der Politik zeigt sich besonders darin, wofür Geld ausgegeben wird. Zur Zeit scheint der Überblick darüber verloren gegangen zu sein.

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Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht für die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.

(Großer Kurfürst Friedrich Wilhelm)
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Wenn heute ein Manager sein Unternehmen in den Sand setzt, setzt er sich selbst mit einer

Millionenabfindung in den Sand einer Karibikinsel, während seine Arbeiter seine Fehler ausbaden müssen.

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Die Inflation ist wie eine gnädige Göttin der Politik, die all die Schulden langsam verschwinden lässt, an die sich keiner herangetraut hat.

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Deutschland scheint einem Aas vergleichbar zu sein, denn überall sieht man die Aasgeier.

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Nicht wählen ist auch eine Entscheidung: Man kann damit seine Verachtung gegenüber den Politikern zum Ausdruck bringen oder auch bekunden, dass echte Alternativen fehlen.
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Die Menschen sollen offenbar von der Trostlosigkeit der Politik abgelenkt werden, indem die Fernsehnachrichten immer öfter Meldungen über Filmpremieren bringen oder sog. Promi-News, die eigentlich alle unter das Reklameverbot fallen müssten.

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Der Schaumverhüter, der sich in der Marmelade befindet, sollte auch für politische Reden erfunden werden.

Wer heute Krieg führen will, muss alles wie ein Computerspiel aussehen lassen (mit einfachem Knopfdruck) und für tödliche Waffen niedliche Namen erfinden wie „Daisycutter“.

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Alles, was die sogenannten Weltverbesserer in der Regel verbessern wollen, ist ihre eigene Kassenlage.
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Die Abgeordneten müssen immer mehr Sachverhalte entscheiden, von denen sie sowieso nichts verstehen, so dass sie ihren Kopf auch nicht mehr dort anstrengen, wo sie selber mitdenken könnten.
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Auch Geschäfte altern, sonst hätten Aldi und Lidl nicht in einem bereits besetzten Markt so groß werden können, und auch die Krise bei Karstadt ist eine Alterserscheinung.

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Ein Unternehmen, das nicht mit seinen Kunden reden will, richtet eine Hotline ein.

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Die Politiker haben zwei wichtige Verbündete: Die Kurzsichtigkeit und das kurze Gedächtnis der Wähler.

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Man sollte die Abgeordneten in „Abnicker“ umtaufen.

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Die Lüge zählt zu den bevorzugten Mitteln der Politik.
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Du kannst noch so sehr auf die Regierung schimpfen: Es ist genau die, welche das Volk verdient hat.

Das bringt sowieso nichts!“ ist die Ausrede, mit der erklärt wird, warum bei uns nichts geschieht.
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Das Sprichwort „Unrecht Gut gedeihet nicht“ müsste richtig heißen: „Unrecht Gut gedeihet bestens“, wie das Beispiel USA belegt: Erst wird die einheimische Bevölkerung (Indianer) enteignet und ermordet, und dann holt man sich mit Mord und Brandschatzung Sklaven ins Land, um so schließlich die Spitzenposition in der Welt zu erreichen.

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Der größte Fehler der Deutschen ist es, dass sie ihre fähigsten Leute nicht hochkommen lassen.
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Wenn Politiker nicht wissen, was sie tun sollen, oder trotz großen Problemdrucks nicht tätig geworden sind, hört man immer die selbe Floskel: „Kein Grund für blinden Aktionismus!“
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Spenden versickern wie Wasser in der Wüste.
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Es ist leichter, einen durch Krieg zerstörten Staat wieder aufzubauen, als in einem Land eine kaputt gegangene Moral wieder herzustellen.

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Es ist ein trauriges Zeichen für unseren Staat, dass das Wort „Reform“ einen negativen Beigeschmack bekommen hat.

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Die rhetorische Kunst vieler Politiker besteht darin, von Äpfeln zu reden, wenn es um das Thema Birnen geht.

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Für eine Partei ist ein klares Feindbild oft wichtiger als ein Programm.
Als Bürger darf man nicht müde werden, sich verwundert den Sand aus den Augen zu reiben, den die Politiker hinein streuen.

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Wie sehr die Verblödung des Volkes zunimmt, kann man daraus ersehen, dass aus der schlichten Auslosung von Fußballspielen ein abendfüllendes Programm gemacht wird, das sogar noch Überlänge hat.

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Wenn man die Wahlplakate anschaut, gewinnt man den Eindruck, als seien die Deutschen ein Volk von Vollidioten.

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Wenn ihr wüsstet, mit wie wenig Aufwand von Verstand die Welt regiert wird, so würdet ihr euch wundern, sagte Bismarck. Inzwischen wissen wir es.
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Finanzpolitik heute: Wenn wir schon kein Geld mehr haben, muss es jedenfalls ausgegeben werden.
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Wandel nennt man in Deutschland, wenn diejenigen, die es nicht können, von denjenigen abgelöst werden, die es auch nicht gekonnt haben.

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Unsere Abgeordneten reden häufig von den „Menschen da draußen im Lande“. Das klingt nicht gerade danach, als ob diese Menschen den Abgeordneten besonders am Herzen liegen.

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Die Staaten haben zwei Möglichkeiten unterzugehen: Entweder sie leben in Einklang mit der Natur, dann werden sie von hochtechnisierten Völkern überrannt. Oder sie leben gegen die Natur, dann richten sie die gesamte Welt zu Grunde.

Man sollte einmal eine Rangliste der Staaten danach aufstellen, wie viel Prozent der Bevölkerung sie getötet haben.
Die USA werden die Liste wohl mit der Ausrottung der Indianer anführen. Ob dann schon die Kirche kommt mit den Kreuzzügen, der Vernichtung der Katharer, der Bartholomäusnacht und der Inquisition?

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Ein guter Politiker zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er dem Volk auch unangenehme Wahrheiten vermitteln kann.
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Wenn wir heute so zupacken würden wie nach dem Krieg, hätten wir keine Probleme.

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Der Fehler von Parteiprogrammen besteht darin, dass sie zu sehr das enthalten, was beim Volk gut ankommt, als das, was notwendig ist.

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Nicht die Zeiten sind schlecht, sondern das, was wir daraus machen.

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Wer glücklich darüber ist, dass ihm ein hohes Amt übertragen wird, erweist sich damit schon als ungeeignet.
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Was haben wir nur für einen Rechtsstaat, in dem sich die Politiker nicht trauen, das Verfassungsgemäße durchzusetzen, wenn es unpopulär ist?

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Wenn einem Politiker nichts mehr einfällt, propagiert er, die alten eingefahrenen Gleise müssten nun verlassen werden.

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Was für einen Eindruck würden wir der Nachwelt hinterlassen, wenn von uns später einmal nur noch die Aufzeichnungen des Fernsehens übrig bleiben sollten.
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Bei den ganz großen Projekten wie schneller Brüter in Kalkar, Transrapid zum Münchner Flughafen oder Hochwasserschutz für Venedig entscheidet nicht mehr die Vernunft, sondern das Geld.

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Unser Staatswesen leidet darunter, dass diejenigen, die etwas zu sagen hätten, nicht zu Wort kommen.
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Man muss wohl schon studiert haben, um sich über einfache Lebensweisheiten hinwegzusetzen, wie beispielsweise: „Spare in der Zeit…“

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Nach Preßfreiheit schreit niemand, als wer sie mißbrauchen will.

(Goethe)

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Wir leben in einer Zeit der Entdemokratisierung: Komplizierte Materien werden von Experten erarbeitet und dem Parlament vorgesetzt nach dem Motto: „Friss, Vogel, oder Stirb!“ (Beispiel Gesundheitsreform der großen Koalition).

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Die Deutschen der neueren Zeit haben nichts anderes für Denk- und Preßfreiheit gehalten, als daß sie einander öffentlich mißachten dürfen.

(Goethe)

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Je größer eine Organisation wird, desto weiter entfernt sie sich von ihren Idealen.
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Die neueste Lieblingssprechblase der Politiker ist: „Man muss darüber nachdenken, ob… Aber Schnellschüsse sind völlig fehl am Platze.“ (Wenn sie doch beim Denken den Mund halten würden!)
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Was ist eigentlich mit einer Menschheit los, deren Lieblingsmusik so häufig von Drogensüchtigen stammt?

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Manchmal kommen einem unsere Politiker wie Schüler vor, die zu dumm zum Abschreiben sind: Die meisten unserer Probleme sind in unseren Nachbarländern schon lange gelöst. Man braucht dies nur nachzuahmen.

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So wie sich das indische Springkraut in der Landschaft ausbreitet und die wertvollen alten Pflanzen verdrängt, so breitet sich in der Literatur das mit viel Medienrummel lancierte Geschreibsel der Promis auf dem Büchermarkt aus.
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Vergleicht man die heutigen Preise für Bücher und deren Versendung mit denen von früher, so zeigt die unterschiedliche Relation, dass wir immer weniger bereit sind, eine geistige Leistung entsprechend zu bezahlen.

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Wenn jemand gleichzeitig Mutter mehrerer Kinder und Ministerin ist, so ist das eine Missachtung zweier Berufe mit tagesfüllenden Aufgaben.
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Unter Kultur versteht man heute: Sie findet dort statt, wo Gottschalk, Beckenbauer und die Politiker hingehen.

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Israel“ bedeutet übersetzt: „Gott führt Krieg“. Wenn sich ein Staat so nennt, sollte das zu denken geben.

Noch nie waren Regierungen so ratlos wie heute, denn noch nie wurden so viele Berater eingeschaltet.
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Die Menschen sind immer weniger bereit, Verantwortung zu tragen. Davon leben die Berater.

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Die Politiker scheinen immer kurzsichtiger zu werden und die Augen vor dem zu verschließen, wo die Hauptprobleme liegen: vor der Zukunft.

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Wenn man die jungen Leute manchmal so herumlaufen sieht, gewinnt man den Eindruck, als hätten sie mehr Zeit auf ihre Frisur und ihr Outfit verwandt als für die Arbeit.

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Der moderne Freiheitsbegriff scheint sich immer mehr der Rücksichtslosigkeit anzunähern.

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Die Gesellschaftsgruppen, die einen Eid leisten sind am meisten aufs Geld aus: die Politiker und die Ärzte.
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Heute erscheint es im Wahlkampf für einen Politiker oft wichtiger, mit welchen Promis er sich zeigt, als was für ein Programm er hat.

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Die Deutschen glauben, alles mit Geld regeln zu können: mehr Nachwuchs durch Erziehungsgeld, mehr Pfarrer durch exorbitante Besoldung und mehr Aufträge durch Bestechung.
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Die Kriegführung von heute ist, wie die Opferstatistik belegt, die Abschlachtung der gegnerischen Bevölkerung unter größtmöglicher Schonung des Militärs.

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Jeder vernünftige Mensch sieht, dass die Welt schon voll genug ist, nur die Politiker wollen mehr Nachwuchs, weil sie den brauchen, um die Schulden zu bezahlen.
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Politiker ist der einzige Beruf, in dem man sogar für Nichtstun gelobt werden kann.
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Demokratie in Bayern sieht so aus: Die Spitzen der CSU machen unter sich aus, wer welchen Posten bekommt, und das Partei- und Wahlvolk dürfen dies bestätigen.

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Es gab einmal Zeiten, da zogen die Deutschen „frisch, fromm, fröhlich, frei“ hinaus. Heute im Urlaub ist offenbar anderes wichtig: „fahren, fressen, faulenzen, vö…“

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Wenn es aufwärts geht, buchen die Politiker dies als eigenen Erfolg, anstatt sich bei den Bürgern für deren Fleiß zu bedanken.

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Die Amerikaner sind ein merkwürdiges Volk: Sie suchen nun, nachdem die Hinrichtung eines Mörders mittels Giftspritze einen 30-minütigen Todeskampf zur Folge hatte, eine humane Tötungsart für einen vor 30 (!) Jahren verurteilten Mörder.
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Du Narr suchst Heilung beim Angehörigen eines Berufsstandes, dessen Lebenserwartung neben derjenigen der Gastwirte die kürzeste ist.

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Nur Verlierer schämen sich. Keinem Franzosen würde es einfallen, die Opfer der Raubzüge Napoleons zu bedauern.
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Eigentlich müssten die Ärzte gegen die krank machenden chemischen Zusätze der Lebensmittel demonstrieren, aber sie verdienen ja daran und gehen nur auf die Straße, wenn es um ihren Geldbeutel geht.
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Wenn ständig im Obst und Gemüse mehr krebserregende Spritzmittel enthalten sind, als zulässig ist, sehen die Politiker Handlungsbedarf: Die Grenzwerte werden erhöht.

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Die Politiker sollten sich nichts einbilden auf die Zustimmung des Volkes. Schließlich hat das Volk hat ja auch einmal begeistert dem totalen Krieg zugestimmt.
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Da wird dauernd von Entbürokratisierung gesprochen, aber meine Steuererklärungsformulare werden von Jahr zu Jahr länger und mein Finanzamt ist jetzt doppelt so groß.

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Am meisten gegen die Abtreibung sind diejenigen, die Seelen und die Soldaten brauchen: die Kirche und Despoten.

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Hüte dich vor einem Gesundheits-Check! Dein Arzt braucht keine Gesunden, sondern Patienten.
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Gezielte Indiskretion ist eine der bevorzugten Waffen der Politik.

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Die Kultur der politischen Diskussion ist unter dem Einfluss der Medien so weit abgesunken, dass meist nur werbewirksame Sprechblasen ausgesprochen werden, ohne dass ein Gedankenaustausch zustande kommt.

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Wieso eigentlich brauchen wir in einem überbevölkerten Land mehr Kinder? Um den Gewinn der Unternehmen zu steigern? Oder um die Schulden der alten Generation zu bezahlen?
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Blattlaustheorie: So wie die Ameisen die Blattläuse mästen, damit sie Honig geben, so sollten wir es mit den Unternehmern machen. Leider läuft es umgekehrt.

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Eine moderne Form der politischen Lüge ist es, wenn bei einem komplizierten Thema mit Schlagworten argumentiert wird.
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Wir leben in einer Plutokratie, in der die großen Konzerne mit ihren Spenden bestimmen, was zu geschehen hat (Energieversorger, Pharmaunternehmen usw.).

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Der Irakkrieg hat deutlich gemacht, dass auch eine Ordnung unter einem Tyrannen besser sein kann als die Freiheit, wenn ihr die notwendige Ordnung fehlt.

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Was wäre das für eine Partei, die nicht nach dem Wählerwillen schielt, sondern das Notwendige aufs Programm setzt!

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Du kannst als Politiker so ziemlich alles machen, was du willst: Die Leute gewöhnen sich mit der Zeit daran, dass sie z.B. immer weniger verdienen, immer mehr Steuern zahlen usw.

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Deutschland wäre fast leer, wenn nur die hier bleiben dürften, die sämtliche Fragen des Einbürgerungstests beantworten könnten.

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Curveball“, ein irakischer Informant des BND, soll den Irakkrieg ausgelöst haben. Vielleicht kann einmal ein Einzelner eine Weltwirtschaftskrise oder sogar einen Weltkrieg auslösen.

Die Amerikaner fühlen sich als Verteidiger von Freiheit und Demokratie. Richtig ist aber, dass die Amerikaner genauso Despoten unterstützen, weil es ihnen in Wirklichkeit um Macht und Öl geht.
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Es gibt nichts, was rein negativ oder nur positiv ist. Das gilt auch für Hitler, aber da darf man es nicht sagen.

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Die Mehrheit der Bevölkerung ist dumm. Was für eine Regierung soll also herauskommen, wenn die Mehrheit bestimmt?

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Wer im Staat ganz oben sitzt, braucht schon deshalb nichts zu tun, weil die unteren Chargen in vorauseilendem Gehorsam mehr tun, als „denen da oben“ je einfallen würde.

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Je unmenschlicher unser Staat wird, desto mehr reden die Politiker von „Menschen“ statt von „Bürgern“ oder „Leuten“.

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Es übersteigt das geistige Fassungsvermögen von Politikern, dass sie für ihre lukrativen Aufsichtsratsposten nicht nur Geld bekommen, sondern dass sie auch entsprechende Pflichten haben.

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Die Amerikaner sind ein Volk, das ständig die Unordnung, die es angerichtet hat, wieder beheben muss.

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Im Krieg ist es wichtig, Gräuelmärchen über den Gegner zu verbreiten, dann kämpfen die eigenen Truppen umso verbissener und das Volk steht hinter ihnen.

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Die Diktatur hat einen entscheidenden Vorteil: Es sahnt nur eine Person mit Familie ab, während in der Demokratie die Zahl der Hand-Aufhalter ungleich größer ist.

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Die Politiker glauben offenbar nicht an eine Zukunft, denn sonst würden sie besser dafür planen.

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Immer öfter wird auch von offizieller Seite aufgefordert, teurere Ware zu kaufen, um „auf der sicheren Seite“ zu sein. Wer sagt denn, dass man da nicht genauso hereingelegt wird?
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Es hat den Anschein, als ob jeder Sieg ein Pyrrhus-Sieg ist: Denkt man beispielsweise an die Irakkriege, so muss man nicht nur die Toten und Verletzten berücksichtigen, sondern die vielen jungen Amerikaner, die bleibende psychische Schäden davongetragen haben.

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Was man Aufschwung nennt, ist bei näherem Hinsehen ein Abschwung: So brauchen immer mehr alte Leute eine immer teurere medizinische Versorgung; obwohl das Deutschland nicht voranbringt, schlägt es sich als Plus in der Statistik nieder.

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Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Die größten Moralisten sind meist die größten Pharisäer.“


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für Frauen-Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Wer in einer Diktatur und einer Demokratie gelebt hat, weiß, dass man in der Diktatur besser informiert ist, nämlich durch „Flüsterpropaganda“, während man in der Demokratie auf Tabus stößt und mit falschen oder unwichtigen Informationen „zugemüllt“ wird.

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Es ist zwar geschmacklos, wenn Leute wie Beckenbauer zur „Lichtgestalt“ und Oliver Kahn zum „Titan“ ernannt werden, schlimmer aber ist, dass sogar dass öffentlich-rechtliche Fernsehen diesen Unsinn nachplappert.
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Nichts dokumentiert das Versagen unseres Staates besser als die Tatsache, dass die großen Lebensmittelskandale nicht von Kontrollorganen, sondern von Mitarbeitern der betroffenen Firmen oder Organisationen aufgedeckt wurden.

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Alle Politiker betätigen sich als Demagogen, indem sie durch politische Leerformeln Emotionen schüren. Weil nur wenige aber diese Kunst wirklich erfolgreich beherrschen, werden diese als Demagogen beschimpft.

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Demokratie: Eine Bezeichnung eines Staates, in dem andere herrschen nur nicht das Volk: die Parteien, die Unternehmer, die Medien…

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Unter sozialer Marktwirtschaft versteht man ein Wirtschaftssystem, in welchem die großen Verluste der Multis sozialisiert werden.

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Früher hat man Menschen versklavt und Länder erobert, heute erzielt man einen vergleichbaren Effekt mit Globalisierung und Kapitalismus.

Globalisierung heißt auch, dass den großen Unternehmen in Krisenzeiten geholfen wird und die kleinen kaputt gehen. So werden eines Tages wenige Großunternehmen die Welt regieren.

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Die Staatsführer im alten Rom hielten das Volk mit „Brot und Spielen“ bei der Stange. Heute wird das vollgefressene Volk mit dem Müll aus den Medien so zugeschüttet, dass es wenig Interesse daran hat, wer wie regiert.

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Man spricht vom „Herrschaftswissen“ und dokumentiert damit, dass man die Politik in eine Richtung lenken kann, weil die Abgeordneten keine Ahnung haben.

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Was ist die Steigerungsform von Partei? Antwort: Mafia
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Die Politiker sollten sich öfter vor Augen halten, dass das Wort „deutsch“ vom germanischen „thiudisc“ kommt und so viel bedeutet wie „die Sprache des Volkes redend“.
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Jahrelang wurde uns gepredigt, die Märkte müssten dereguliert werden, bis die Finanzkrise kam. Dabei hätte man das Chaos voraussehen können, wenn man einmal darüber nachgedacht hätte, wie ein deregulierter Straßenverkehr aussehen würde.

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Private können es besser!“ So hören wir es immer wieder. Damit soll verschleiert werden, dass das Volksvermögen verschleudert wird, indem Unternehmen der öffentlichen Hand privatisiert werden und dann Politiker zu Spitzengehältern als Vorstände eingesetzt werden.
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Politiker sind Leute, die glauben (oder mindestens so tun), man könne ein Fass ohne Boden füllen
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Tittitainment“ (Titten und Unterhaltung) war das, was nach Ansicht des Club of Rome für die Arbeitslosen übrig bleibt. Inzwischen wird aber das gesamte Volk mit Tittitainment über das Fernsehen eingelullt.

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Wenn man bedenkt, dass im Irakkrieg 5000 amerikanische Soldaten gefallen sind, aber 100.000 Zivilisten, hauptsächlich Kinder, ums Leben gekommen sind, kann man feststellen, dass Kriege heute hauptsächlich gegen Zivilisten, besonders Kinder, geführt werden.

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Ihr braven Bürger, arbeitet nur fleißig, damit der Staat eines Tages wieder alles abkassieren kann über die Inflation, eine Währungsreform, eine neue Erbschaftssteuer, eine von ihm verschuldete Krise usw.

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Bei der Finanzkrise zeigte sich, dass die Bankiers nicht einmal den einfachsten Grundsatz aller Geldanlagen beherzigen: „Je größer die Rendite, je größer das Risiko.“

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Wie nahe wir am Abgrund balancieren, sieht man daran, das schon 1% Abschwung eine Katastrophe sind.
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Eine Gesellschaft ist verloren, wenn sie nicht mehr das Geld besitzt, das zur Vermeidung größerer Schäden notwendig ist.
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Es können noch so viele Unfälle in Atomkraftwerken und Chemiefabriken geschehen – stets hört man das gleiche: „Für die Bevölkerung hat nie eine Gefahr bestanden.“

Vor rund 50 Jahren gab es bekannte Philosophen und andererseits auch Terroristen, die je aus ihrer Sicht die Verhältnisse verbessern wollten. Heute, wo alles viel schlimmer ist, rührt sich nichts, weil man den Staat schon aufgegeben hat.

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Wenn man Augen im Kopf hat und Verstand besitzt, wundert man sich, dass es uns so lange gut gegangen ist und dass nur die Finanzkrise gekommen ist und dass sie so lange auf sich warten ließ.

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Im Dritten Reich war es verboten, „Feindsender“ zu hören. Heute, in der Demokratie wird die Bevölkerung so mit Nebensächlichkeiten vollgelabert, dass sie gar nicht auf die Idee kommt, sich für das Wichtige zu interessieren.

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Wer einmal im Bombenhagel um sein Leben gebangt hat, weiß, dass einem in dieser Lage die widerwärtigste Diktatur erträglicher erscheint als eine Eroberung durch die verbrecherischen Gegner.

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Ein Anlageberater betrügt seine Kunden, indem er ihnen vormacht, er könne Entwicklungen voraussagen, die wie die Zukunft ganz allgemein nicht vorhersehbar sind.

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Warum sind die Leute so dumm und fallen auf Tipps von Anlageberatern herein, ohne sich Gedanken darüber zu machen, warum diese Leute nicht steinreich sind, wenn sie angeblich wissen, wie es geht.
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Viele schimpfen über die moderne Kunst. Dabei spiegelt sie nur die Orientierungslosigkeit unserer Zeit wieder.

Freiheit ist etwas, was der ständigen Abnutzung unterliegt, wenn man nicht dauernd auf der Hut ist. Daher sind unsere Kinder und Enkel nicht mehr frei in der Entscheidung, was sie mit den Steuern bezahlen wollen: Es sind unsere Schulden, die sie bezahlen müssen.

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Wenn man früher einem Politiker einen Brief schrieb, bekam man selbstverständlich ein Antwortschreiben. Schickt man heute eine E-Mail, dann kann man nicht einmal ein automatisch generierte Reaktion erwarten, die nur einen Knopfdruck erfordert.

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Leitlinie für Regierungschefs: Mach nur dem Volk genügend Sorgen und Angst vor der Zukunft: dann wagt es nicht zu revoltieren.

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Zu Hitlers Zeiten waren die Menschen bereit, ihr Leben „für Führer, Volk und Vaterland“ zu opfern, heute wollen sie nicht mal mehr Steuern zahlen.
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Die Sprache unserer Volksvertreter:

Wenn die Politiker heute davon reden, dass sie noch mehr Geld „in die Hand nehmen“ müssten, wollen sie einen zupackenden Eindruck machen und darüber hinwegtäuschen, dass das Geld gar nicht vorhanden ist.

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Die Parteien spekulieren auf die Vergesslichkeit der Wähler, indem sie das, was sie selbst einmal beschlossen haben, plötzlich als Versagen der anderen hinstellen.
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Wenn der Staat in den Händen der Mafia wäre, würde die Bevölkerung auch nicht mehr ausgebeutet.

Der Schutzhelm auf einem Politikerkopf soll oft eine nicht vorhandene Kompetenz vortäuschen.

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Unsere Politiker haben eine neue Form der Wahlkampffinanzierung gefunden: Sie erwecken in der heutigen Zeit einen Anschein von Wohlstand, den unsere Enkel später bezahlen müssen.

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Ein Diebstahl ist eigentlich ein läppisches Delikt im Vergleich zu dem, was die Politiker treiben: Ein Dieb bestiehlt nur einen Menschen, der meist versichert ist. Die Politik dagegen raubt schon die völlig wehrlose Enkelgeneration aus.

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Dass die Menschen an einer Form von Irrsinn leiden, belegt die Tatsache, dass sie erst im Krieg Städte bombardieren, die sie dann etliche Jahre später als friedliche Touristen besichtigen.

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Banken, die ihre Kunden betrügen, Supermärkte, die Gammelfleisch verkaufen, und Firmen, die ihre Angestellten bespitzeln, hätte es früher nicht gegeben, weil die Menschen damals konsequent und solidarisch waren mit der Folge, dass all diese Unternehmen pleite gegangen wären.
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Eine der schwierigsten Fragen ist die, wann man konservativ und wann man fortschrittlich sein sollte.
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In Zeiten wie diesen kann es für eine Partei bei einer Wahl von Vorteil sein, nicht mit regiert zu haben.

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Wir haben eine „Rabatz-Demokratie: Wer am lautesten schreit, kriegt Geld.

Eine der schäbigsten Erscheinungen unserer Zeit sind Prominente, die angeblich Spenden für Hilfsbedürftige sammeln, aber dann nach Anzug ihrer gewaltigen Spesen doch nichts oder kaum etwas übrig haben.

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Kein normaler Mensch würde es moralisch finden, sich ein Luxusleben zu gönnen, wenn es seine Nachkommen bezahlen müssen. Aber die Politiker finden daran nichts Anstößiges.

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Vor einem halben Jahrhundert erregte es nicht nur öffentliches Ärgernis, wenn Schaufensterpuppen anlässlich einer Neudekoration nackt herum standen. Man hüllte sie daher in Papier. Heute sind die Menschen so abgebrüht, dass sie keinen Blick auf eine nackte Schaufensterpuppe werfen würden.

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Tolle Perspektiven für die Zukunft: Du kannst dir das Fett, das du in dich hineinstopfst, hinterher gleich wieder absaugen lassen.

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Wenn die Wirtschaft schlecht läuft, ist es gut, in der Opposition zu sein, denn man wird oft sogar dann gewählt, wenn man noch schlechter ist als die Regierung
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Die Fehler der Parteiprogramme: Sie sind viel zu sehr danach geschrieben, was das Volk will, statt danach, was ihm gut tut.

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Was ist der Unterschied zwischen einem Krematorium und einem Wahlkampf?
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Im Krematorium wird man verbrannt und im Wahlkampf wird man verkohlt.

(unbekannt)

Weil eine Wahlperiode nur 4 Jahre dauert, werden die brennenden Probleme – wenn irgend möglich – aufgeschoben als gelöst.

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Es wird immer das Fehlen der Moral beklagt. Was aber wichtiger ist, ist das Fehlen der Solidarität. Wenn niemand dort Kunde bliebe, wo das Personal ausgebeutet oder ausspioniert wird oder wo die Manager absahnen, dann würde das erreicht, was durch die fehlende Moral verloren gegangen ist.

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Die Welt ist so von einem verkrusteten, verfilzten Netz von Ausbeutern überzogen, dass immer mehr Menschen zu der Überzeugung kommen, mit einer Revolution würde alles besser.

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Wie anders sähe die Welt aus, wenn die führenden Kräfte das, was sie predigen, selbst verwirklichen würden, wenn also der Papst den immensen Reichtum der Kirche mit den Armen teilen würde, anstatt eine Sozialenzyklika zu schreiben, wenn die Politiker aus Energiespargründen mit Kleinautos fahren würden, wenn…

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Wenn sich ein normaler Mensch so über Tisch ziehen lassen würde, wie der Staat in der Finanzkrise von den Banken, dann würde er entmündigt.

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Die Kunst des Wahlkampfs besteht darin, vom eigenen Versagen dadurch abzulenken, dass man einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet, indem man ein uneheliches Kind „entdeckt“ oder angebliche Abrechnungsskandale bei teureren Reisen „aufdeckt“.

Die Kunst der Politik besteht zu einem großen Teil darin, kleine Pannen des Gegners so hoch zu spielen, dass darüber das eigene Versagen in den Hintergrund tritt.

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Wie sehr unsere Demokratie herunter gekommen ist, kann man daraus ersehen, dass bei Heuss, Adenauer, Schmidt oder Brandt wohl niemand auf die Idee gekommen wäre, diese Leute würden ihn belügen.

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Recht und Moral schützen hauptsächlich diejenigen, die sich bereits bedient haben, vor denjenigen, die sich auch etwas nehmen wollen.

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Das Studium wird immer mehr verschult, denn man will möglichst schnell neue Arbeitskräfte heranziehen, nicht aber umfassend gebildete Führungskräfte, die kritische Fragen stellen.

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Das Petergesetz, nach dem jeder solange befördert wird, bis er die Stelle seiner Unfähigkeit erreicht hat, ist von der heutigen Politik außer Kraft gesetzt worden: Man fängt gleich als Unfähiger ganz oben an.

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Wenn du ein Amt inne hast, bemühe dich, so korrekt zu handeln, dass dich nicht einmal deine Gegner ins Zwielicht bringen können.

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Wenn du in einer bedeutenden Position bist und es Ärger gibt, lass einen Sprecher für dich auftreten. Dann kannst du hinterher korrigieren, wenn das, was du ihm aufgegeben hast, nicht gut ankommt.

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Je höher du auf der Karriereleiter aufsteigst, je weniger solltest du selbst unterschreiben. Wenn es dann Ärger gibt, bist du nicht schuld.
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Es ist leichter, eine Währung kaputt zu machen, als Schulden zurückzuzahlen.

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Die Demokratie ist eine Staatsform, in welcher der Karren erst einmal an die Wand fahren muss, bevor die Richtung geändert wird.

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Ein weiser Staatsmann sollte sich eine kluge Ehefrau zum Vorbild nehmen, die den Mann das Ehejoch nicht spüren lässt.

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Stuttgart 21 ist ein Symbol dafür, dass wir wahrscheinlich in eine Zukunft investieren, die niemals kommt.

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Unsere Politik gleicht einer Erscheinung, die wir in einer Fahrstuhlanlage beobachten können: Wenn der Fahrstuhl neben dir langsamer hinunterfährt als deiner, sieht es so aus, als würdest du hinauffahren.

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Nirgendwo klafft Reden und Tun so auseinander wie in der Politik.

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Widersinn: Computer und Maschinen vereinfachen die Arbeit immer mehr. Trotzdem müssen die Menschen immer schneller und länger arbeiten.

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Manchmal gewinnt man den Eindruck, als verstünden viele unter Demokratie, dass die Opposition das, was sie im Parlament nicht erreicht, auf der Straße durchsetzt.

Wenn man sich vor Augen hält, wie die Bahn mit dem Ausfall einer Klimaanlage in einem ICE umgeht oder mit dem Liegenbleiben eines Zuges, dann kann man sich vorstellen, wie der GAU eines Atomkraftwerks bewältigt würde.
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Noch sind es die Penner, die im Müll nach Brauchbarem suchen. Aber in Zukunft werden wir alle es sein, die auf Müllhalden nach Rohstoffen suchen, die wir heute achtlos weggeworfen haben.
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Das Dümmste, was man in gehobener Stellung tun kann, ist, unnötigerweise eine Angriffsfläche zu bieten.

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Je beruhigender die Sprüche der Politiker sind, desto gefährlicher ist die Lage.

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Je größer die Probleme sind, umso kleiner sind die, die sie bewältigen sollen.

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Als ich vor mehr als einem halben Jahrhundert mein Abitur machte, sagte der Schulleiter in seiner Abschiedsrede: „Nun seid ihr in der Lage, alles zu begreifen: vom Radio bis zur Kettenreaktion.“ Heute begreifen diejenigen, die über das Schicksal Deutschlands zu entscheiden haben, nichts von dem, was sie zu regeln haben: Rettungsschirm, Finanzkrise…

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Wie doch ein einziges „i“aus einem Wort das Gegenteil machen kann: „Banker“ und „Bankier“.

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Die ungerechteste Ordnung ist immer noch besser als die Unordnung, die durch eine Rebellion hervor gerufen wird.

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Es gab eine Zeit, in der man erst plante und dann handelte. Heute erlebt man mehr und mehr, dass nur noch reagiert wird.
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Demokratie nennt man es, wenn die Lobbyisten bestimmen.

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Demokratie: Gegen die Lobbyisten geht nichts und mit ihnen nur ein bisschen.

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Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Bei einer Revolution noch eher.

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Der Lobbyismus wird von uns toleriert, obwohl er ein Krebsgeschwür der Gesellschaft ist. Er arbeitet häufig mit Bestechung und schreckt nicht einmal vor Mord zurück, denn anders kann man es nicht bezeichnen, wenn die Waffenlobby in den USA strengere Waffengesetze verhindert, so dass es Woche für Woche zu Amokläufen in Schulen kommt.

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Die Amis sind ein blödes Volk:
Sie bekämpfen mit hohen Verlusten die Taliban in einem fernen Land, tun aber nichts gegen die viel gefährlicheren Amokläufer zu Hause. So gibt es fast jede Woche ein neues Attentat auf eine Schule. Es sterben mehr zu Hause als an der Front.

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Das Volk ist wie ein giftiger Köter: Wirf ihm einen Knochen hin und es beißt sich fest. Beispiele: Wulff, Putin, Chlorhühnchen.
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Die Kunst der Politik besteht auch darin, dass man Antworten gibt, bevor kritische Fragen gestellt werden.

Zu den Merkwürdigkeiten der deutschen Geschichte gehört es, dass die alten Nazis ohne weiteres in der neu gegründeten Bundesrepublik weiter arbeiten konnten, dass aber die Kommunisten aus der DDR als Verfemte gelten.

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Politik scheint eine haarige Angelegenheit zu sein: Während beim normalen Mann der Haarwuchs abnimmt, sehen wir bei den Politikern einen umgekehrten Trend.

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Die Kunst der Politik besteht darin, die Menschen so sanft zu versklaven, dass sie davon nichts mitbekommen
Die Kunst der Politik besteht auch darin, dass man Antworten gibt, bevor kritische Fragen gestellt werden.

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Gewöhnung ist ein gefährliches Gift: Man kann die Menschen durch eine ganz langsame Steigerung von an sich untragbaren Verhältnissen daran gewöhnen, dass diese der Normalzustand sind und dass es keine Alternativer gibt.
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Völkerrecht:Trostbuch für Verlierer.

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Das Wichtigste an einem Staat ist, dass er seinen Bürgern Sicherheit bietet.

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Das Wichtigste an einer Demokratie ist die Wahrheit, denn belogene Bürger können nicht richtig wählen.

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Die Demokratie können sich die Mächtigen nur leisten, weil das Volk so dumm ist.

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Zur Politik gehört insbesondere die Kunst, Niederlagen als Sieg zu verkaufen.

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Wenn in einem Bericht über Trumps Pressekonferenz fünfmal das Wort verrückt für ihn gebraucht wird, kann einem schon Angst werden, dass er den Finger am Atomknopf hat.

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Die Dummheit der Politiker lässt sich eindrucksvoll am Bild unserer Städte ablesen: Immer mehr Gewerbegebiete entstehen am Stadtrand und die Innenstädte verlieren ihre Seele.

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Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.
Horst Seehofer

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Diplomatie nennt man es, wenn Notwendiges unausgesprochen bleibt.

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Es kann einem angst werden, wenn man sieht, wer die Finger am Auslöseknopf für Atombomben hat: Kim Jong Un oder Trump.

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Wenn über Projekte diskutiert wird, werden die verwirklicht, bei denen am meisten verdient werden kann, auch wenn sie unsinnig sind: schneller Brüter, Atomkraft, der gebaute Hochwasserschutz in Venedig im Vergleich zu anderen Lösungen.

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Wer gescheit ist, treibt keine Politik.
Epikur

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Aufschwung nennt man es in Deutschland, wenn man die Ersparnisse der Alten durch die Niedrigzinspolitik plündert und das Geld der Industrie als Subvention zuschiebt.
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Die Kunst der Politik besteht auch darin, auf die Vergesslichkeit der Bürger zu setzen.

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Diebstahl ist, was auf Kosten anderer geht.
Laotse

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Wie es um die Moral in einem Staat steht, erkennt man daran, wie mit den schwächsten Lebewesen umgegangen wird: den Alten und den Tieren.

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Mit dem Wirtschaftswachstum verhält es sich wie mit dem Haar bei Frauen: Es wächst halt oft an der falschen Stelle.
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Eine Weisheit besagt: „Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.“ Der Spruch sollte ergänzt werden wie folgt: „Danach stirbt das Völkerrecht.“
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Politiker arbeiten wie die Homöopathen: Während allerdings die Homöopathen eine Verbesserung bewirken wollen, gewöhnen die Politiker die Bürger in homöopathischen Dosen an die ständige Verschlechterung der Verhältnisse. Merkwürdig ist, dass sich die so behandelten Bürger so wohl fühlen wie die Patienten.

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Die Politiker gleichen einem Biertrinker, der sein Glas in immer größeren Schlucken trinkt und das als Fortschritt empfindet.

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Ist es nicht merkwürdig, dass bei jedem läppischen Prozess klare Beweise notwendig sind, aber für einschneidende Maßnahmen gegen andere Völker der bloße Verdacht genügt (Irakkrieg, Londoner Attentat)?

Die Politiker planen nicht für die fernere Zukunft, denn die gibt es nicht mehr.

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Ist es nicht ein typisches Zeichen für unsere Zeit, dass der Terrorismus immer mehr zunimmt und dass die gefährlichsten Waffen in den Händen von zwei Verrückten (Trump und Kim Jong Un) sind?

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Sage mir, wie ein Staat mit seinen Schwächsten umgeht, und ich sage dir, auf welcher moralischen Stufe er steht.

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Abraham Lincoln sagte: „Man kann einen Teil des Volkes andauernd und das ganze Volk für eine gewisse Zeit zum Narren halten. Aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit zum Narren halten.“ Man sieht: Er kannte offenbar die Deutschen nicht.

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Hilfsarbeiter und Politiker sind die beiden einzigen Berufe, für die man keine Ausbildung braucht.
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Die Politiker bauen darauf, dass die Menschen nur ein kurzes Gedächtnis haben.
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Kaum etwas demonstriert uns die Inkompetenz vieler Politiker so sehr wie die Tatsache, dass zwei Frauen, die nie gedient haben, Verteidigungsministerinnen werden konnten, von denen die eine sogar als Mutter von sieben Kindern nach ihrer Meinung noch die erforderliche Zeit hatte, um diesen Job auszuüben.
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Demokratie ist eine Staatsform, die die Politiker so lange fordern, bis sie sie erreicht haben, um sie dann abzubauen.
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Demokratie ist das Schlagwort, mit dem der Kapitalismus auf andere Länder zugreift, um sie dann auszubeuten.
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Opposition ist die Kunst, eine Haar in einer Suppe zu finden, obwohl gar keines darin ist.
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Justiz

Bei manchen Juristen hat das Studium offenbar nicht mehr bewirkt, als dass sie sich ohne Inhaltsverzeichnis in den Gesetzen zurecht finden können.

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Die Härte des Gesetzes wird von den Gerichten aufgeweicht.

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Tipp für Straftäter: Wenn du Geld veruntreust, vergiss nicht, ein Viertel der Summe zurückzulegen für eine eventuelle Strafe oder Geldbuße.

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Zu den höchsten Rechtsgütern zählt in den Augen der Justiz die Freizeit von Richtern und Staatsanwälten. Das sieht man, wenn es in großen Strafverfahren zu einem Deal kommt, der den Prozess abkürzt.
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Wenn man sieht, wie leichtgläubig die Justiz oft ist, müsste die Justitia eher als naiv-dümmlicher Teenager dargestellt werden.

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Warum sind wohl seit langem schon
Justizgebäude aus Beton?
Weil alle Balken sich so bogen,
Denn nirgends wird so sehr gelogen.

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Es sollte der Justiz zu denken geben, dass mehr Menschen von ihr frustriert sind, anstatt mindestens mit ihr zufrieden zu sein.

Eine ganze Reihe von Gesetzen führen ein Mauerblümchendasein, weil die Richter sie nicht mögen.
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Wenn man manche Urteile liest, erkennt man in ihnen das Bemühen, trotz der Gesetze zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.

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Fairness ist für manche Richter ein Begriff, der nichts mit dem Gericht zu tun hat, sondern der zum Fußballspiel gehört.

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Spruch eines Optimisten: Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand.

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Mit einem Richter rechte nicht. Nach seiner Würde spricht man ihm das Urteil.

(Sirach 8, 14)
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Es sollte traurig stimmen, dass die meisten Kommentare über die Tätigkeit der Justiz negativ ausfallen.

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Eigentlich sollte die Strafe auf dem Fuße folgen. Bei der Justiz dagegen kommt nach langer Zeit nur Strafaussetzung zur Bewährung heraus.

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Je gerechter man Gesetze machen will, desto umfangreicher und komplizierter werden sie mit der Folge, dass sie Ungerechtigkeiten zur Folge haben. Die deutschen Steuergesetze belegen dies: Sie stellen 60 % der Weltproduktion dar, ohne dass es Deutschland gerechter zuginge als anderswo.

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Manche Vorsitzende fühlen sich, als säßen sie dem Jüngsten Gericht vor.

Viele Vorsitzende sind eigentlich nur vorn Sitzende.
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Nichts belegt die Dummheit vieler deutscher Richter besser als die Tatsache, dass ein schlichter Briefträger viele Jahre als psychiatrischer Sachverständiger vor Gericht auftreten konnte.

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Wenn jemand Ausdrücke wie „Fehlurteil“, „Rechtsbeugung“, „Justizirrtum“, „lasch“, „faul“ im Zusammenhang mit der Justiz verwendet, ist es wahrscheinlicher, dass er wegen Beleidigung verfolgt wird, als dass sich bei der Justiz etwas ändert.
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Experiment: Geben Sie einmal „Rechtsbeugung“ oder „Fehlurteil“ in eine Suchmaschine ein und schauen Sie, wie viele Seiten Ihnen angezeigt werden. Und suchen Sie dann umgekehrt nach „Fairness“, „Schlagkraft“, „Schnelligkeit“ in Verbindung mit „Justiz“ – Fehlanzeige!

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Die Richter sollten sich bewusst machen, dass sie Gerechtigkeit „verkaufen“, nicht aber Bürokratie.
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Jeder Verteidiger muss wissen, dass ihm viele Gerichte nur einen gewissen Spielraum für seine Berufsausübung zugestehen: Wird dieser überschritten, ist das ein Strafschärfungsgrund.

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Für manchen Anwalt sind BGB, StGB, StPO, ZPO usw. nur Nebengesetze der Rechtsanwaltsgebührenordnung.

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Die Vollbeschäftigung bei Behörden ist immer gesichert, denn Beamte schaffen sich gegenseitig soviel Arbeit, dass sie immer genug zu tun haben. (Parkinson)
Sachverständige verdienen zu Recht mehr als Richter, denn sie entscheiden praktisch die Prozesse.

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Weisheit eines Anwalts: Man sollte grundsätzlich immer ein Rechtsmittel einlegen, selbst wenn man das Urteil für richtig hält. Es könnte ja sein, dass sich die Rechtsprechung ändert, dass ein wichtiger Zeuge stirbt oder die zweite Instanz einen Fehler macht.

Man sollte einmal untersuchen, wie viel Arbeitskraft die verschiedenen Völker für welche Zwecke aufwenden: Da würden die Deutschen sicherlich schlecht abschneiden, weil in unserem „Rechtsmittelstaat“ zuviel geistige Energie verpufft, ohne dass dabei etwas Vernünftiges produziert wird.

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Für viele Richter ist das Rechtsgespräch ein Fremdwort oder gar gleichbedeutend mit dem Verrat von Dienstgeheimnissen.
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Gib jemandem ein Amt und du siehst, was für ein Mensch er ist.

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Bei der Justiz hat der Staat für den Bürger meist nur die Rolle des Untertanen oder gar die des Opfers übrig.

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Die Einschaltung eines Sachverständigen hat für die Richter 3 Vorteile:
1. Die Prozessakten sind für mindestens ein halbes Jahr weg.
2. Der Richter braucht nicht selbst nachzudenken.
3. Gegen die Meinung des Sachverständigen gibt es kein Rechtsmittel.
Deshalb ist der Sachverständige das beliebteste Beweismittel.

Über einen untrüglichen Gerechtigkeitssinn verfügt jemand, der trotz unzureichend erfasstem Sachverhalt und falscher Gesetzesanwendung dennoch zum richtigen Ergebnis kommt.
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Interessant wäre das Ergebnis einer Umfrage zu folgendem Thema: Zu wie viel Prozent hängt ein Urteil von der Laune des Richters ab und zu wie viel Prozent vom Gesetz?

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Richter und Eheleute haben einen Vorteil: Sie können andere ihre Launen ausbaden lassen.
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Wir Deutsche verurteilen nach dem Wert des verletzten Rechtsguts: am härtesten die Diebe, milder die Ehrabschneider, gänzlich straflos bleiben die Ehebrecher.
(H. Gnade)

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Perversion des Rechts: Der Ehebruch ist straflos, aber wenn ein Mann heimlich feststellen lässt, ob er der Vater „seines“ Kindes ist, so sollte er nach den Vorstellungen der Justizministerin bestraft werden.

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Die Gesetze waren einmal das Minimum der allgemein verbindlichen Regeln. Heute dagegen ist für einen großen Teil der Menschen die Frage interessant, wie teuer ein Gesetzesverstoß kommt und ob er sich lohnen könnte.
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In der Bibel steht: „Du sollst nicht richten…“. Wer es trotzdem von Berufs wegen tun muss, sollte es im Bewusstsein der eigenen Fehlsamkeit tun und sich immer wieder fragen, was wohl aus ihm selbst geworden wäre, wenn er anstelle des Angeklagten in dessen Verhältnissen aufgewachsen wäre.

Es gibt Richter, die sich in schwierige Zivilprozessakten gar nicht erst einarbeiten, sondern erst einmal versuchen, den Parteien einen Vergleich aufzuschwatzen, womöglich mit der Drohung, dass man für die Entscheidung teure Sachverständigengutachten benötige. Erzielen diese Richter dann eine hohe Vergleichsquote, gelten sie bei ihren Vorgesetzten als besonders tüchtige, ausgeprägte Richterpersönlichkeiten, die in der Lage sind, andere zu überzeugen.

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Pessima tempora plurimae leges (Je schlechter die Zeiten umso mehr Gesetze).
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Ibi fas ubi proxima merces (Lucanus: Wo der Gewinn am höchsten, da ist das Recht)
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Er hielt es für völlig normal, wenn er als Jurist beim Wort „Akt“ nicht an die Akte, sondern an eine nackte Frau dachte, und wenn ihm bei den Buchstaben PC der entsprechende Muskel und bei GV keinesfalls der Gerichtsvollzieher in den Sinn kam.

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Im Konzil von Tours wurde eine sehr weise Entscheidung getroffen: Den Christen wurde das Jura-Studium verboten in der Befürchtung, sie könnten sich wie Gott fühlen.
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Anwälte befürchten, dass die Nichtannahme eines gerichtlichen Vergleichsvorschlags teurer werden kann als viele strafrechtliche Delikte.

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Die Zimmer in den Justizgebäuden sind so hellhörig, dass jeder Furz im Präsidialbüro zu hören ist.

Die Art, wie sich die Politiker mit unseren Steuergeldern bereichern, sollte als Anstiftung zur Steuerhinterziehung bestraft werden.

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Wir leben in einer Zeit der Umkehrung von Werten und Wahrheiten: Ein Sprichwort sagte früher, dass sich ein Verbrechen nicht lohnt. In unserer Zeit aber kann man als intelligenter Verbrecher reich werden.

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Je größer ein Unfall ist, umso eher ist zu erwarten, dass das Strafverfahren eingestellt wird.

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Das juristische Studium hat einen Fehler: man hört mehr vom Sachenrecht als von den Menschenrechten.
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Es gibt Menschen, die zwischen den Zeilen lesen können, und es gibt die Juristen: Die können sogar etwas anderes aus einem Gesetzestext herauslesen, als darin steht
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Wenn der deutsche Richterstand sich das verlorene Vertrauen wieder erringen will, dann soll er zunächst einmal darauf achten, dass die Vorsitzenden das elementare Gebot einfachsten Anstands beachten…
Kurt Tucholsky 1929
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Das Recht wurde einmal von Ihering als ethisches Minimum definiert. Heute vermissen viele in der Gesetzgebung die Ethik und zimmern sich ihre eigene Moral, indem sie beispielsweise sagen: „Wenn die großen Steuerzahler folgenlos ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen können, nehme ich mir das Recht, bei der Steuerklärung zu mogeln.“

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Bayrische Juristen wollen nicht glauben, dass die Qualität des dort produzierten Bieres nicht so sehr dem bayrischen Reinheitsgebot zu verdanken ist, sondern dem preußischen Reichsgericht. Dieses hat sich nämlich schon am 30.1.1883 mit bayrischem Bier befassen müssen und seinen Kollegen aus Nürnberg süffisant ins Stammbuch geschrieben, diese hätten feststellen müssen, „ob der Gehalt an minimalen fleischlichen Überresten einer Katze und an verkochter Auflösung ihrer übrigen Bestandteile der normalen Beschaffenheit des (bayrischen) Bieres entspricht.“

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Die Richter sollten sich hinter die Ohren schreiben, dass ihre römischen Vorgänger den Titel „Auditor“ führten, also „Zuhörer“.

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Man sollte einmal untersuchen, wie oft Strafverfahren bei Prominenten eingestellt werden und wie oft bei Normalbürgern.

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In eine Senatssitzung platzt ein Mann herein und sagt zum Vorsitzenden: „Ihr Hund hat meine Tochter gebissen!“ Der Vorsitzende drückt dem Mann 500 Euro in die Hand. Darauf meint ein Beisitzer: „Sie haben doch gar keinen Hund!“ „Das schon, aber man weiß ja nie, wie das Gericht entscheidet.“

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Fürchte nicht das Gesetz, sondern den Richter.

(Russisches Sprichwort)
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Ius summum saepe summa est malitia (Terenz: Das höchste Recht ist oft die höchste Bosheit).

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Ein guter Jurist kann nur der werden, der mit schlechtem Gewissen Jurist ist. (Radbruch)

Wenn die Dämme der Moral gebrochen sind, können Gesetze kaum etwas dagegen ausrichten.

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Wenn das Volk nicht weiß, wie Würste und Gesetze gemacht werden, schläft es ruhiger.
(Bismarck)

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Recht ist oft nur eingefrorenes Unrecht, sonst würde beispielsweise Amerika den Indianern zurück gegeben werden.

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Eine Frau, die beim Anwalt war, ist eine andere, als die, die sie vorher war.
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Wenn man alle Gesetze studieren wollte, hätte man keine Zeit, sie zu übertreten.

(Goethe)

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Juristendeutsch nennt man jene Entartung der Sprache, mit der sich Juristen unentbehrlich machen.

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Eine der unangenehmsten Peinlichkeiten in deutschen Gerichtssälen ist die Überheblichkeit der Vorsitzenden im Ton den Angeklagten gegenüber.

(Kurt Tucholsky)

Gerechtigkeit ist wie das Licht: Man weiß nicht, was es ist, aber man merkt es, wenn es fehlt.

Unbekannt

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Es ist ein Glücksfall, wenn Leute, die Recht haben, auch Recht bekommen. (Dazu ein Witz: Ein Anwalt telegrafiert seinem Mandanten: „Die Gerechtigkeit hat gesiegt.“ Daraufhin antwortet dieser: „Sofort Berufung einlegen!“)
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Juristen sind Leute, die die Gerechtigkeit mit dem Gesetz betrügen.
Harold Pinter

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Gerichte und Anwälte werden mehr und mehr zu Service-Unternehmen für Menschen, die immer unfähiger werden, ihre Probleme zu lösen, ja die oft nicht einmal mehr miteinander reden können.
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Ein Urteil wird erst unterfertigt, dann ausgefertigt und damit ist der Rechtssuchende abgefertigt.
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Wenn du den Gerichtssaal betrittst, ist dein Urteil meistens schon gesprochen.
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Die Rechtsauffassungen wandeln sich wie die Mode. Auf diese Weise kamen die Zwangsarbeiter des Nazi-Regimes immerhin nach rund 50 Jahren zu einer Entschädigungszahlung, an die früher niemand gedacht hätte.
Oder ein anderes Beispiel: Was früher als Kuppelei bestraft wurde, ist heute der Normalzustand: Übernachtenlassen von Unverheirateten.

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Vieles, was früher durch Benehmensregeln festgelegt worden ist, muss heute durch Gesetz geregelt werden, weil ein großer Teil der Menschen sich nicht benehmen will.
Ein Beamter ist ein Mensch, der oft nicht begreift, dass der Antrag stellende Bürger eigentlich sein Arbeitgeber ist.
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Es muss ein Alptraum für jeden Richter sein, wenn er sich vorstellt, dass sich die Prozessbeteiligten seiner Verfahren vielleicht bei Fernsehshows wie „Barbara Salesch“ über das zweckmäßige Verhalten vor Gericht orientieren.

Die Herren standen den kleinen Leuten fremd, mit einer gewissen Feindseligkeit gegenüber.
Ludwig Thoma
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Als ein Psychiater eine Ladendiebin wegen klimakterieller Probleme für vermindert schuldfähig hielt, rief der erboste Staatsanwalt: „Wann ist denn eine Frau nach Ihrer Auffassung normal? Erst ist sie in der Pubertät; auf die Nachpubertät folgt das Vorklimakterium und dann ist sie schon bald irgendwann senil!“

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Wenn du eine Anzeige wegen einer komplizierten Straftat erstattest, merkst du bald, dass nicht der Straftäter der eigentliche Gegner der Staatsanwaltschaft ist, sondern du bist es, weil du Arbeit machst
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Es gibt wenig Berufe, wo so viel menschliche Energie nutzlos verschleudert wird wie bei den Juristen: Müssen sich beispielsweise mehrere Gerichte und Instanzen damit befassen, ob ein Kind Winnetou heißen darf oder ob Polizisten Ohrringe tragen dürfen?

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Das Ansehen der Justiz ist noch nie so schlecht gewesen wie heute.
Dr. Mehmel, Vorsitzender des Arbeitskreises sozialdemokratischer Juristen

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Man hat einen völlig neuen Weg gefunden, um die Verbrechensstatistik zu verbessern: Man baut Personal bei der Polizei ab.
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Richter sind oft schlecht gelaunt, weil sie im Rechtssuchenden eine Art von Verbrecher sehen, der ihnen das Wertvollste stiehlt, nämlich ihre Freizeit.

Täglich produziert das Rechtssystem potentielle Terroristen. Wohl kaum eine Institution erscheint so durchfault, so korrumpiert, so zynisch wie die Justiz zum Familienrecht.
Matthias Matussek: Die vaterlose Gesellschaft.
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Wenn du spätabends an einem Justizgebäude vorbei gehst und erleuchtete Fenster siehst, brauchst du dir keine Sorgen um überarbeitete Richter machen: Da sind die Putzfrauen am Werk!
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Montesquieu sagt: „Der Richter ist der Mund des Gesetzes.“ Was dieser Mund so alles ausspuckt!

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Wer auf sein Recht pocht, klopft sich die Finger wund.
Elfriede Hablé

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In Deutschland hat man eine merkwürdige Auffassung von Gerechtigkeit: Man bestellt dem Sexualstraftäter einen Anwalt, bezahlt ihm eine Therapie und gibt ihm bei drohenden Racheakten sogar eine neue Identität, dem Opfer aber hilft man nicht.
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Die meisten menschlichen Institutionen sind unvollkommen, am schlimmsten die Justiz, vielleicht weil man an sie die Maßstäbe anlegt, die sie selbst ihrem Handeln zu Grunde legen sollte.
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Erst machen die Politiker dumme Gesetze, und dann fordern sie die Leute auf, keinen Gebrauch davon zu machen.

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Bei einem Prozess hat du drei Gegner: deinen Widersacher, seinen Anwalt und den Richter.

Wie soll man Vertrauen zu einer Justiz haben, die nach einer statistischen Erhebung innerhalb der Anwaltschaft nur in 50 % der Fälle den Sachverhalt richtig erfasst?
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Es sollte einem zu denken geben, dass das Wort „schikanieren“ vom französischen Wort „chicaner“ kommt und ursprünglich so viel hieß wie „einen Rechtsfall einleiten“. Inzwischen hat sich der Sinn total gewandelt .

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Von allen Wegen der steinigste ist der Rechtsweg.

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Die Richter glauben, dass es so etwas wie „Rechtssicherheit“ gibt; die Anwälte hingegen sprechen lieber vom „Prozessglück“.

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Ein Anwalt vor dem Justizgebäude zu seinem Mandanten: „Lesen könnten die schon da drinnen, aber sie nehmen sich nicht die Zeit.“

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Wer das Recht auf seiner Seite fühlt, muss derb auftreten: Ein höfliches Recht will gar nichts heißen.
(Goethe)

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Wenn die Rechtsprechung an sich selbst die Maßstäbe anlegen würde, die sie sich den Rechtssuchenden gegenüber einfallen lässt, wären die Hälfte aller Urteile unwirksam, denn den Unterschriften der Richter fehlt häufig das notwendige Kriterium, nämlich dass „immerhin einzelne Buchstaben erkennbar sind“ (so der BGH).

*
Wenn du einen Streit mit einem anderen hast, solltest du ernsthaft erwägen, ob du nicht lieber mit ihm um das Recht würfelst, anstatt die Justiz anzurufen.

Merkwürdiges Recht: Die Beschädigung unbedeutender Dinge und der Diebstahl geringwertiger Sachen sind strafbar. Die Beschädigung einer Ehe oder Familie oder der Diebstahl eines Ehepartners durch den Ehebrecher bleiben straflos.
*
Die Verschwiegenheit der Justiz äußert sich so, dass manche Dinge eben hinter der vorgehaltenen Hand weiter erzählt werden
*.

Das Schlimmste, was deinem Mund vor einem Gericht entfahren kann, ist der Satz: „Es geht mir weniger um mein Recht als ums Prinzip.“ Die Richter fühlen sich nämlich nur fürs Recht zuständig, aber nicht fürs Prinzip.

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Der Beruf des Richters ist ein Halbtagsjob. Wer mehr arbeitet, ist ein Streber oder ein Idiot!“
(Ausspruch eines Richters)

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Manche Juristen sehen ihre Aufgabe darin, selbst eherne Gesetze in Gummiparagrafen umzuwandeln.
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Seit es den Deal im Strafverfahren gibt, geht es bei Gericht manchmal zu wie in einem orientalischen Teppichladen.
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Mancher, der sich auf dem Boden des Rechts bewegt, merkt erst hinterher, dass er sich auf schwankendem Grund befindet.
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Das Prozessieren frisst der Armen mühevoll bestellte Äcker, und mancher stirbt, bevor das Urteil kommt.

( Altes Testament, Sprüche 13, 23)
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Geh aus dem Weg dem Toren! Dann musst du nicht Bekanntschaft mit dem Anwalt machen.

(Altes Testament, Sprüche 14, 7)

*

Streb nie nach einem Richteramte.

(Sirach 7, 6)

*

Wenn der Teufel in einen Akt hineinsch…, dann aber auch auf jedes einzelne Blatt
*.
Der Satz „Minima non curat Prätor“ gilt immer noch mit der Folge, dass Unternehmen unbehelligt massenweise unberechtigte Minimalbeträge fordern oder sogar einziehen und damit Millionen verdienen, denn wenn sich jemand dagegen wehrt, wird er höchstens noch vom Richter beschimpft, weil er mit einer solchen Lappalie die Justiz behelligt.

*

Ihr Erdenrichter, lasst Euch warnen…
Ein Kleines nur, und schon entbrennt Sein Zorn.

( 2. Psalm, Vers 10-12)

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Keine Abzockmethode ist zu fies, als dass sich nicht ein Anwalt finden würde, der die Opfer mit Drohbriefen drangsaliert.

*

Wenn ich schon judizieren soll,

Dann nehm’ ich auch das Maul recht voll.

(nach Goethes Faust)

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Wenn man so sieht, wie wenig von der wirklich gewinnträchtigen Kriminalität (beispielweise Börsendelikte) bestraft wird, kann man schon zu der Überzeugung kommen, dass die Gesetze nur noch für die Dummen da sind.

Was die meisten Richter sich nicht bewusst machen, ist, dass der Mensch am empfindlichsten gegenüber der Ungerechtigkeit ist. Die Urteile müssen also das Bemühen um Gerechtigkeit auch für einen schlichten Geist erkennbar werden lassen.
*

Es gibt drei Arten von Urteilsgründen: die schriftlichen, die mündlichen und die wirklichen.

(Die Anwälte sollten sich immer vor Augen halten, dass sie nur die ersteren für eine Revision zur Verfügung haben.)

*

Deutsche Juristen blicken neidvoll auf den Vatikan: wie der seine Heiligsprechungs-Verfahren beschleunigt und ganze Massen von Fällen in einem „Aufwasch“ erledigt hat.
*

Kein Argument ist zu dumm, als dass es nicht von Richtern für ihr (Vor)Urteil benutzt würde: Z.B. meint das Bundesverfassungsgericht, das deutsche Volk habe dadurch, dass es zur Wahl ging, dem Grundgesetz zugestimmt. Dann hätten die Juden durch die Wahl des Lagerältesten auch dem KZ zugestimmt.

*

Die alten Assyrer hatten 57 Gesetze. Eines davon sah für Ehebruch die Todesstrafe vor. Wir haben Millionen von Gesetzen, aber keines, das den Ehebruch bestraft.

*
Was wir als Recht bezeichnen, ist oft nichts anderes als versteinertes Unrecht.
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Gott wird schon wissen, weshalb er beim Jüngsten Gericht keine Anwälte zugelassen hat.
Die Kunst des Verteidigers besteht darin,  so lange Probleme zu bereiten, bis die Justiz die Waffen streckt.
*

Unser Recht: Wer in seiner Firma ein Notebook stiehlt, wird bestraft. Wer aber als Manager seine Belegschaft bestiehlt, indem er deren Leistungen zur Steigerung seiner eigenen Bezüge verwendet, handelt schäbiger, bleibt aber straflos.
*
Ein Wehe denen, die verderbliche Gesetze machen! Ein Wehe jenen Schreibern, die Plackereien schreiben, die von dem Rechtsweg die Geringen drängen und meines Volkes Arme ihres Rechts berauben.
(Isaias 10,1)

*

Was ist das für ein Recht, das den kleinen Anlegern, die oft ihr ganzes Vermögen oder ihre Alterssicherung verloren haben, nicht hilft, das aber bei den schuldigen Banken den Grundsatz anwendet: „Too big to die“ –

*

Es gibt zwei verschiedene Methoden, nach denen die Richter arbeiten: Die einen schauen ins Gesetz und warten, welches Ergebnis dabei heraus kommt, die anderen schauen aufs Ergebnis und überlegen, wie sie das mit dem Gesetz begründen können.
*

Am Studium der Jurisprudenz kann nicht viel dran sein, wenn es einem ausgebildeten Juristen so schwer fällt, gegenüber seiner Frau eine halbwegs plausible Ausrede zu finden.

Meine Frau

*

Gesetze, deren Einhaltung nicht kontrolliert wird, schädigen die Rechtstreue der Bevölkerung.

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Dienstgeheimnisse sind Neuigkeiten, die man in der Justiz hinter vorgehaltener Hand herum erzählt.
*
Vor dem Gesetz sollten alle gleich sein, vor dem Gericht sind sie es oft nicht.
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Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man die Spitzbuben schon von weitem erkennt.”

(„Spitzbubenerlass“ von König Friedrich Wilhelm I

*

Das Recht wird mehr und mehr dazu missbraucht, die Ungerechtigkeit zu zementieren.
*
Une circonstance essentielle à la justice que l’on doit aux autres, c’est de la faire promptement et sans différer ; la faire attendre, c’est injustice

(Jean de LA BRUYÈRE)
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Was früher durch Moral und Anstand verbindlich geregelt wurde, muss heute durch Gesetz festgelegt werden.

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La Justice qui se fait attendre est une injustice .

(Henri-François d’Aguesseau)
*
Das Recht ist oft nichts anderes als zementierte Ungerechtigkeit.
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Definitionen:

Sparer: Jene unverschämten Menschen, die sich mit der Minimalrendite abfinden und dann noch die Dreistigkeit besitzen, am Ende ihr Geld zurück bekommen zu wollen.

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Bankiers waren Leute, die mit fremdem Geld umgegangen sind, als wäre es ihr eigenes. Die Banker hingegen spekulieren so mit fremdem Geld, wie sie es mit ihrem eigenen niemals tun würden.

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Blutpumpe: Richtiger Ausdruck für Herz, das vielen Menschen fehlt.

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Grenzwert“ ist ein Experiment, mit dem man herausfinden will, wie viel Chemie und Strahlung die Menschen aushalten.

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Sie hatte eine Figur, als wenn die wilden Wogen ihrer Gefühle zu Fleisch geworden wären.

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Sie hatte Musik im Blut und Pfeffer im Arsch und mancher Mann, der mit ihr tanzte, fühlte sich hinterher wie ein Pflegefall.

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Grauzone ist das, was man findet, wenn man in einer Demokratie nach der Wahrheit sucht.

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Er war von solcher Sparsamkeit, dass er neue Kleidung solange schonte, bis sie unmodern geworden war.

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Und sie war so sparsam, dass sie ihre Sudokos ausradierte und noch einmal löste.

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Komplexe sind das, was viele Frauen ihren Männern einzureden versuchen.

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Seine Verdauung funktioniert perfekt blubbernd wie die Kanalisation.

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Ein Bayer ist ein Mensch, dessen Schädel nach Auffassung von Norddeutschen durchaus einen Schlag mit dem Maßkrug aushält.

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Ein Urlauber ist ein Mensch, der einfach nicht glauben will, dass es zu Hause am schönsten ist.

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Ein stahlharter Männerblick zeichnet sich dadurch aus, dass er in der Lage ist, bei den Frauen Make-up und Puder zu durchdringen, so dass sich die Frauen nackt und schutzlos vorkommen.

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Ein Gesunder ist jemand, der nur noch nicht richtig untersucht wurde.

(Medizinerweisheit)

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Sie wollte einmal in ihrem Leben etwas Gutes tun und stellte ihren Körper der Anatomie zur Verfügung.

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Sie ist eine jener Frauen, die Liebstöckel für einen unanständigen Ausdruck hält.

Ein Arzt ist ein Mann, der aus normalen Menschen Patienten macht.( Das lateinische Wort bedeutet zu deutsch: Leidende.)
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Er war einer von denen, die ein Haar in der Suppe finden, bevor es hinein gefallen ist.

Ein Übersetzungsprogramm ist eine Computerhilfe, die einen Text aus einer unverständlichen Fremdsprache in unverständliches Deutsch übersetzt.

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Ein Optimist vermag einen Sonnenuntergang so zu betrachten, als handele es sich um einen Sonnenaufgang.

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Oktoberfest: Da saufen’s, dass’s kaum no dapieseln könna.

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Gutachten: veralteter Begriff für eine neutrale wissenschaftliche Untersuchung. Steht heute für bezahlte Meinungsäußerung.

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Unkraut: Sammelbegriff für Gewächse, die schneller wachsen als andere.

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Als Geschenk bezeichnet man eine Zuwendung von etwas, was man sich passender und treffender selbst hätte kaufen können.

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Gesetzmäßigkeiten

Fortschrittsgesetze:

1. Je besser man Lebensmittel haltbar machen kann, je später kommen sie auf den Tisch.

2. Jeder Fortschritt trägt den Keim des Rückschritts in sich.

3. Je mehr die moderne Medizin fortschreitet, desto weniger achten die Leute auf ihre Gesundheit.

4. Je mehr man auf Fortschritt setzt, umso größer sind die Katastrophen, wenn etwas schief läuft.

5. Die Erfindung immer schnellerer Fortbewegungsmittel führt nur dazu, dass der Mensch seinen Aktionsradius vergrößert, aber er gewinnt nicht mehr Zeit für sich selbst.

6. Je mehr der Computer alles vereinfacht, umso mehr zusätzlichen Krimskrams hat man dabei zu erledigen.

7. Je besser und zuverlässiger die Autos werden, umso nachlässiger wird der Wartungsdienst gemacht.

8. Je sicherer die Produkte werden, umso nachlässiger wird damit umgegangen.

9. Jede technische Beschleunigung hat gleichzeitig eine automatische Bremse in sich.

10. Der technische Fortschritt lässt sich am besten daran ablesen, dass gekaufte Geräte extra so konstruiert sind, dass sie auf jeden Fall kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputtgehen.

11. Fortschritt nennt man es, wenn man eine Birne am Scheinwerfer seines Autos nicht mehr selbst auswechseln kann, sondern die Werkstatt aufsuchen muss.

12. Die moderne Lebensmittelchemie erfindet Zusatzstoffe, deren Folgen die Pharmazie beheben muss.

13. Bei jedem Fortschritt wachsen auch die Fehlerquellen mit.

14. Je mehr Energie wir verbrauchen, desto teurer und gefährlicher wird ihre Gewinnung.

15. Der Fortschritt wird so lange fortschreiten, bis ein einzelner Mensch in der Lage ist, die ganze Welt zu vernichten, denn dann wird es sicher einen geben, der dies auch tun wird.

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Lob-Folgen-Gesetz: Wenn du irgendetwas lobst, weil es schon lange gut funktioniert, geht es bestimmt kaputt.

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Bahngesetz: Wenn du in einem fahrenden Zug an der Tür stehst und aufs Aussteigen wartest, kommt der Bahnsteig garantiert auf der anderen Seite.

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Zenrifugalkraftgesetz: Alle Institutionen unterliegen dem Gesetz der Fliehkraft: Sie entfernen sich von ihren eigenen Idealen: die Kirche von Jesus und der Staat vom Grundgesetz.

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Passgesetz: Wenn du dir ein Passbild machen lässt, kannst du hin gehen, wo du willst: Du kriegst auf jeden Fall ein Foto, das sich auch gut fürs Verbrecheralbum eignet; ganz gleich, was du anstellst – die Leute werden sagen: Kein Wunder bei dem Aussehen.

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Musikgesetz: Je scheußlicher die Melodie, umso länger dauert sie.

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Vorfahrtsgesetz: Je knapper einer vor dir in die bevorrechtigte Straße einbiegt, desto langsamer fährt er.

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Grenzwert-Gesetz: Wenn man etwas einführen will, was profitabel, aber schädlich ist, setzt man einfach willkürlich einen Grenzwert fest, um die Leute zu beruhigen.

Klo-Gesetz: Obwohl die Menschen und damit auch ihre Hintern immer größer werden, wird das Klopapier immer kleiner.

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Stau-Gesetz: Es ist ganz gleich, in welche Autoschlange man sich bei einem Stau auf der Autobahn einreiht: die andere Schlange ist auf jeden Fall schneller. (Dieses Gesetz gilt entsprechend an der Kasse des Supermarkts.)

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Such-Gesetz: Wenn du in deinen Hosentaschen oder den Fächern deiner Handtasche etwas suchst, ist es ganz einfach: es ist in der Tasche, in der du zuletzt nachschaust.

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Gesetze über die Pauschalflugreise:

1. Du kannst dich hinsetzen, wo du willst: auf jeden Fall kriegst du dein Essen als letzter.

2. Die Getränke kannst du erst dann erwarten, wenn du den letzten Bissen trocken hinuntergewürgt hast – quasi als Belohnung.

3. Je weniger du zum Anziehen mitnimmst, umso eher verschmutzt dein Zeug.

4. Ganz gleich, wo du sitzt: die besseren Fotomotive sind immer auf der anderen Seite.

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Bankgesetze:

Bankgesetz 1: Im Bankverkehr dauert eine Überweisung umso länger, je höher der Betrag ist.
Bankgesetz 2: Der Gewinn, den eine Bank durch Betrug erzielen kann, ist immer größer als der Verlust durch den entstehenden Image-Schaden.

Bankgesetz 3: Hat eine Bank ihren Ruf total ruiniert, benennt sie sich einfach um.

Bankgesetz 4: Banken können sich alles erlauben. Der Deutsche wechselt nämlich seine Bank so selten wie seine Religion.

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Urlaubsgesetze

Urlaubsgesetz Nr. 1: Je schöner die Gegend ist, desto grantiger ist das Hotelpersonal.
Urlaubsgesetz Nr. 2: Vergleiche die Freude auf den Urlaub mit der, die du beim Heimkommen empfindest: Dann bleibe zufrieden zu Hause.
Urlaubsgesetz Nr. 3: Freue dich, wenn du gesund nach Hause kommst. Das ist nicht selbstverständlich.
Urlaubsgesetz Nr. 4: Der Urlaub ist meist nur halb so schön, wie die Heimkehrer berichten.
Urlaubsgesetz Nr. 5: Der Urlaub ist anders als im Prospekt, denn wenn du einen Urlaub buchst, bedenke, dass du damit nur eine Chance erwirbst, dass alles so abläuft, wie du es dir vorgestellt hast.
Urlaubsgesetz Nr. 6: Montezuma lebt und hat was gegen Urlauber.
Urlaubsgesetz Nr. 7: Jeder Urlaub ist in der heutigen Zeit ein Abenteuerurlaub: Wie kommst du wieder heim?
Urlaubsgesetz Nr. 8: Der Reiz des modernen Urlaubs besteht oft im Kontrast: Erst übernachtest du im Luxushotel, dann auf dem Boden des Flughafens.

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Arbeitsplatz-Gesetz: Wenn jemand behauptet, ein Projekt würde eine bestimmte Zahl von Arbeitsplätzen bringen, kannst du höchstens die Hälfte erwarten, und du musst reellerweise diejenigen abziehen, die anderswo dadurch vernichtet werden. Also kannst du eigentlich nichts erwarten.

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Kosten-Gesetz: Wenn jemand die Kosten für ein Projekt berechnet, das er durchsetzen will, musst du ein Vielfaches davon nehmen (Kalkar, Weltausstellung, Elbphilharmonie, Stuttgart21).

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Farbgesetz: Eine Farbe, die einem als etwas zu hell erscheint, bleicht aus; dagegen dunkelt eine Farbe, die man gerne etwas heller gehabt hätte, noch nach.

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TV-Gesetz: Je schlechter das Fernsehprogramm wird, desto mehr Sender werden angeboten .

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Neuwagen-Gesetz: Je neuer ein Auto ist, umso leichter bekommt es Kratzer, wenn es nicht sogar in einen Unfall verwickelt wird.

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Produktionsgesetz: Anscheinend werden Marmeladengläser so konstruiert, dass man sie nie richtig leeren kann, damit auf diese Weise der Umsatz erhöht wird.

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Gartengesetz: Alles, was du nicht im Garten haben willst, wächst schneller.

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Buch-Gesetz: Je weniger gelesen wird, umso mehr wird geschrieben.

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Problemgesetz: Hast du ein Problem gelöst, tun sich meistens mehrere andere auf.

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Regengesetz: Wenn man bei wechselhaftem Wetter einen Schirm mitnimmt, ist es unwahrscheinlich, dass es regnet. Umgekehrt wird man wahrscheinlich nass, wenn man den Schirm zu Hause lässt.

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Gravitationsgesetz: Dieses Gesetz gilt nicht nur in der Physik, sondern auch im Leben: Runter geht es immer schnell und ganz von selbst.

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Wegwerf-Gesetz: Kaum wirfst du etwas weg, weil du es sowieso nie benutzt hast, schon brauchst du es.

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Hemdengesetz: Ein schön verpacktes neues Herrenhemd hat immer eine Nadel mehr im Stoff, als du beim Auspacken herausgezogen hast.

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Parkplatz-Gesetz: Obwohl die Autos größer und die Menschen dicker werden, werden die Parkplätze immer schmaler.

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Wolkengesetz: Wolken, welche die Sonne verdecken, bewegen sich langsamer, als Wolken, die vor die Sonne ziehen.

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Beerdigungsgesetze:

Beerdigungsgesetz Nr. 1: Die Leute sterben nicht, wenn du im Urlaub unerreichbar bist.

Beerdigungsgesetz Nr. 2. Wenn am Grab für den Nächsten gebetet wird, der an der Reihe ist, ist es fast immer ein anderer, als du gedacht hast.

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Ärztegesetze:

Ärztegesetz Nr. 1: Je mehr Ärzte in einer Stadt sind, desto mehr Kranke gibt es.

Ärztegesetz Nr. 2: Es besteht ein statistisch erwiesener Zusammenhang zwischen Arztdichte und Lebenserwartung: Je mehr Ärzte in einem Gebiet wohnen, desto früher sterben die Menschen.

Ärztegesetz Nr. 3: Normalerweise verlängern die Ärzte das Leben vielleicht gerade um die Zeit, die ihre Patienten im Wartezimmer verbracht haben.

Ärztegesetz Nr.4: Freue dich, wenn du nicht auch noch die Leiden hast, die auf der Arztrechnung stehen.

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Postgesetze:

Postgesetz Nr. 1: Je schwerer ein Brief ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er verloren geht.

Postgesetz Nr. 2: Wenn du weniger Post bekommen willst, wohne abseits.

Postgesetz Nr. 3: Wenn du willst, dass ein Brief nicht ankommt, lege einen Geldschein bei.

Postgesetz Nr. 4: Freue dich, wenn du überhaupt noch Post bekommst!

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Werkzeuggesetz: Du brauchst immer andere Werkzeuge als die, die du dabei hast.

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Gesetze der Marktwirtschaft:

Regel 1: Sei grantig zu deinen Kunden, damit sie glauben, du kannst es dir leisten, weil du so günstige Ware hast.

Regel 2: Du machst einen großen Gewinn, wenn du einen gängigen Artikel so billig herstellst, dass die Leute nach dem Kauf finden, es lohne sich nicht zu reklamieren.

Regel 3: Je primitiver dein Laden, umso billiger erscheint den Leuten deine Ware.

Kaufgesetz: Egal, wie lange und mühselig man versucht, einen Gegenstand möglichst günstig zu kaufen, wird er, nachdem man ihn endlich gekauft hat, irgendwo billiger verkauft werden.

Preisgesetz: Je größer die Rabattschilder und die angeblichen Preisermäßigungen sind, umso mehr zahlt der Kunde drauf.

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Kleidungsgesetze:

Wenn man sich ein etwas zu großes Kleidungsstück kauft, läuft der Stoff garantiert beim Waschen nicht ein, sondern er leiert im Gegenteil sogar durch das Tragen aus. Kauft man sich dagegen ein etwas knappes Kleidungsstück, ist es nach der ersten Wäsche so eng, dass man es nicht mehr anziehen kann.

Alte Kleidung wird immer erst dann wieder modern, wenn du sie weggeworfen hast.
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Wenn dir ein Sweatshirt gefällt, dann haben sie es nicht in deiner Größe. Wenn draufsteht „Unisize“ (für alle Größen), dann passt es allen außer dir. Wenn Du ein Sweatshirt gefunden hast, das dir passt, ist es hässlich.
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Krawatten-Gesetz: Je teurer die Krawatte, umso leichter bekommt sie einen Fleck, der sich umso weniger entfernen lässt, je mehr sie gekostet hat.

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Verspätungsgesetz: Wenn bei Bahnfahrten oder Flügen eine Verspätung angesagt wird, erfährst du zunächst nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit musst du länger warten.

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Theatergesetze:

1. Die heutigen Opernaufführungen sind nur so zu erklären, dass ein reicher Opernhasser insgeheim einen hohen Preis für die scheußlichste Inszenierung ausgeschrieben hat.

2. Im Theater erscheinen die Inhaber der mittleren Plätze immer zuletzt.

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Hustengesetze:

1. Wenn einer erkältet ist, wartet er mit dem Husten und Niesen, bis er unmittelbar neben dir ist.

2. Wenn jemand neben dir hustet, ist es garantiert einer von der Sorte Mensch, die nicht die Hand vor den Mund hält.

3. Hast du einen Husten, ist der Hustenreiz am größten, wenn du im Theater oder Konzert sitzt.

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Tierschutzgesetze (bzw. was viele über Tiere denken):

1. Tiere, die süß aussehen, dürfen nicht getötet werden, sonst gibt es weltweite Proteste, wie bei den Heulern.

2. Es gibt zwei Arten von Tieren: die einen dürfen gegessen werden (Rind, Schwein), die anderen nicht (Pferd, Hund).

3. Tierhäute dürfen nur getragen werden, wenn sie zu Leder verarbeitet werden, nicht aber als Pelze.

4. Wenn du ein Hundefell als Pelzmantel verkaufen willst, musst du das Tier umtaufen, z.B. als Alaska-Wolf.

5. Tiere haben es gern schön eng und kuschelig, behaupten die Massentierhalter.

5. Ein Volk, das Hunde und Katzen isst, kann keine Kultur haben, meinen die deutschen Tierfreunde..

6. Den Tierschützer wundert es nicht, dass es die Mafia in einem Land gibt, das moralisch so verkommen ist, dass dort Wachteln gegessen werden.

7. Die meisten Menschen reden nur vom Tierschutz, aber nur wenige sind Vegetarier.

8. Warum redet man nicht vom Menschenschutz? Wer bewahrt uns vor den herausgerülpsten Methangasen der Rindviecher, die unsere Ozonschicht zerstören?

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Fahrstuhlgesetze:

1. Beim Warten auf den Fahrstuhl lernst du, dass du schneller und gesünder zu Fuß gegangen wärst.

2. Der Fahrstuhl kommt nicht an der Tür, vor der du stehst.

3. Bedenke, dass der Fahrstuhl für eine bestimmte Zahl von Personen à 75 kg berechnet ist.

4. Vor dem Einsteigen bedenke, dass vielleicht ein Mitfahrer furzt und dich dann empört anblickt.

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Gedanken über Banken:

Die Deutschen wechseln ihre Religion und ihre Bank seltener als ihre Frau.

Eine Bank ist dumm, wenn sie ihre Kunden nicht schröpft, denn die bleiben ihr sowieso treu.

Verkäufer und Bankangestellte beraten nicht mehr, sondern schwatzen dir das auf, woran sie am meisten verdienen.

Wie dumm die Menschen sind, sieht man auch daran, dass sie Leuten ihr Geld anvertrauen, die nicht einmal in der Lage sind, das Geld ihrer Bank zusammenzuhalten.

Bei der Finanzkrise zeigte sich, dass die Bankiers nicht einmal den einfachsten Grundsatz aller Geldanlagen beherzigen: „Je größer die Rendite, je größer das Risiko.“

Den großen Banken soll geholfen werden. Man wird es büßen müssen, wenn die kleinen nicht mehr da sind.

Bankmanager sind Menschen, die sich gegenseitig nicht trauen und deshalb einander auch kein Geld leihen, aber trotzdem darauf spekulieren, dass die Leute ihr Geld bei ihnen anlegen.

Bankmanager müssen auf die Dummheit und Vergesslichkeit der Menschen bauen, denn wer lässt sich sonst schon von Leuten beraten, die sich nicht gescheut haben, fremdes Geld zu verspekulieren?

Sind die Bankmanager so dumm, wie sie tun, indem sie behaupten, sie wüssten nicht, welche Risiken noch in ihren Kellern lagern? Oder sind sie so klug, dass sie dies verheimlichen, weil ihnen der Staat sonst in völlig aussichtsloser Lage überhaupt nicht helfen würde?

De Düwel schitt jümmer to de grötste Hup“ (Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen) ist ein Sprichwort, das anlässlich der Finanzkrise der derzeitigen Mode folgend wie folgt ins Englische übersetzt wurde: „Too big to die!“


Wenn ein Bürger einen Kredit aufnehmen möchte, muss er seine Vermögensverhältnisse genau offenbaren, und er wird von der Schufa durchleuchtet. Wenn aber eine Bank Geld vom Staat will, schaut keiner genauer hin.

Wenn man den Politikern glaubt, kann man nichts dagegen tun, dass der schlichte Bürger seine Ersparnisse oder gar seine gesamte Alterssicherung im Zuge der Finanzkrise verliert, während die schuldigen Manager ihre unverdienten Millionen behalten dürfen und sogar noch bei ihrem Rauswurf riesige Abfindungen erhalten. Für wie blöde halten die uns eigentlich?

Genauso, wie die Politiker von der Bankkrise überrascht wurden, werden sie eines Tages überrascht sein, wenn sie das Fass zum Überlaufen gebracht haben und das Volk revoltiert.

Warum findet man es normal, wenn der schlichte Bürger im Zuge der Finanzkrise seine Ersparnisse verliert, die schuldigen Banken aber mit staatlichen Geldern unterstützt werden?

Wenn man Schulden hat, sollte man sich die Banken zum Vorbild nehmen und eine Gesellschaft gründen, in die man seine „Miesen“ auslagert (bad bank).

Eine wirtschaftliche Krise ist ähnlich wie ein Loch im Zahn: Man kann Schmerzmittel nehmen (bzw. Schulden machen), doch damit kann man den Zahnarztbesuch nur aufschieben

.Wie schlimm muss es um unsere Banken stehen, wenn man immer häufiger hört: Die RAF kam um einige Jahrzehnte zu früh.

Jeder Bankmanager sollte ständig in Angst leben, denn es laufen genügend Verzweifelte herum, die er um ihr ganzes Vermögen gebracht hat.

Führungskräfte sollten eine Vorbildfunktion haben. Wir aber haben Manager an der Spitze von Banken, die sich nicht gescheut haben, mit dem anvertrauten Vermögen ihrer Sparer riskant zu spekulieren, um ihre eigenen Bezüge in die Höhe zu treiben.


Niemand würde etwas in ein Fass ohne Boden füllen, aber der Staat lässt sein Geld in unseriöse Banken fließen.

Wie wenig Durchblick selbst unser „Vorzeigemanager“ Ackermann hatte, belegt die Tatsache, dass er gerade noch von Gewinnmargen in Höhe von 25% faselte, als sich schon ein Milliardenverlust seines Unternehmens abzeichnete.

Ein Bordell ist moralisch besser als eine Bank: Da kriegt man für sein Geld die versprochene Leistung und wenn man dort dem Kunden etwas wegnimmt, ist es nur sein Portemonnaie.

Es ist schon merkwürdig, dass Politiker, die selbst keinen Glauben verdienen, ausgerechnet Bankiers glauben, wenn die zunächst einmal ihren Kapitalbedarf klein rechnen, um so an die staatlichen Subventionstöpfe zu kommen.

Banken sind sich nicht zu schäbig, beim Telefonbanking einen Sprachcomputer einzusetzen, der angeblich die Zahlen nicht versteht. Damit wollen sie ein paar Cent mehr an der Gesprächsdauer zu verdienen.

Die Wirtschaftskrise hätte es nie gegeben, wenn man die schlichtesten Lebensweisheiten beherzigt hätte:

Spare in der Zeit dann hast du in der Not.

Investiere in der Baisse und steige aus in der Hausse.

Zum Aussteigen wird an der Börse nicht geklingelt.

Setze nicht alles auf ein Pferd, sondern streue deine Anlagen.

Politiker zeigen erst in der Krise, was sie wirklich können: Geld ausgeben, das sie gar nicht haben.

Das Leben ist ungerecht: Das sieht man besonders in der Krise. Die einen werden unterstützt, die anderen nicht.

Verblödet das Studium der Volkswirtschaft? 600 Analysten der Bayrischen Landesbank haben nicht gemerkt, dass man bei einem Wachstum der Volkswirtschaften in Höhe von meist unter 5% keine Gewinne von mindestens 25 % erzielen kann.

Der fiese Charakter unserer Banker wird dadurch ersichtlich, dass sie immer reicher wurden, während ihre Banken pleite gingen, weil diese Leute zur Vermehrung ihres eigenen Vermögens mit dem Geld der Kunden gezockt haben, während sie für sich selbst solide Anlagen bevorzugt haben.

Kostenloser Geldanlage-Tipp: Höre dir an, was dir deine Bank empfiehlt. Dann weißt du jedenfalls, was du auf keinen Fall tun solltest.

Man sollte eine Liste mit den Adressen der übelsten Manager zusammen stellen, damit diese Leute jedenfalls ihres Geldes nicht froh werden, sondern Angst haben.

Warum gründest du keine Bank? Dafür brauchst du kaum Geld, denn es gibt genügend Dumme, die es dir ins Haus bringen.

Wenn du eine Bank gründest, kaufe als erstes eine große Segelyacht und lade die Politiker ein: Dann kann dir nichts passieren.

Auf Speisekarten liest man oft, was der Chefkoch isst. Warum verhalten sich die Banken nicht ähnlich und verraten, wie ihre Manager ihr eigenes Kapital anlegen?

Die alten Tugenden wie Solidarität sind verloren gegangen. Nur deshalb konnten sich die Banken leisten, einen Teil ihrer Kundschaft um ihr Geld zu bringen, denn die anderen Kunden blieben ihnen aus Trägheit treu.

Die Art, wie versucht wird, die Finanzkrise zu bewältigen, zeigt, dass die Menschen das Leben noch mal richtig genießen wollen, bevor alles sowieso den Bach hinunter geht.

Wenn eine Bank ihren Ruf total ruiniert hat, gründet sie eben eine neue oder wechselt den Namen (z,B. Targobank).