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Maria 2.0 – Geduld Ihr Frauen! Die Katholische Kirche auf dem Weg zur Sekte

Maria 2.0: Eine Reihe von Frauen schlägt Forderungen an die Kirchentüren. Frauen, seid doch nicht so ungeduldig! Es ist ja nur wenige Jahrhunderte her, da gestand die Kirche Euch auch eine Seele zu. Vorher standet ihr den Tieren gleich. Da müssen schon noch ein paar Jahrhunderte vergehen, bis es in der Kirche Priesterinnen gibt, es sei denn, Ihr würdet mal richtig Druck machen: Wie wäre es denn, wenn Ihr nicht in die Kirche geht, sondern draußen stehen bleibt? Der Segen durchdringt ja die Mauern. Oder noch eindrucksvoller wäre es, wenn Ihr mal für 1 Jahr aus der Kirche austreten würdet. Ich glaube, der Liebe Gott könnte das auch gut heißen.

Aber im Ernst: Nicht einmal in Jahrhunderten hat sich so viel in der katholischen Kirche geändert wie in meinem Leben. Inzwischen befindet sich die Kirche auf dem Weg zur Sekte. Über dieses Thema habe ich schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte/

Als ich vor 30 Jahren hierher nach Bernhaupten zog, fand in diesem Jakobskircherl, das an dem bekannten Pilgerweg liegt, jeden Sonntag eine sehr gut besuchte Messe statt. Inzwischen ist das schöne gotische Kircherl geschlossen. Die Pfarrei, zu der es gehört, existiert auch nicht mehr so wie bisher: Sie ist inzwischen nicht mehr selbständig, sondern wurde mit drei weiteren zu einem Pfarrverband zusammen geschlossen:
https://www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/hl-franz-von-assisi/ueberuns/pfarreien
Die Kirche behauptet zwar, das sei durch den Priestermangel verursacht. Aber gleichzeitig ist die Zahl der Kirchenbesucher erschreckend geschrumpft, so dass man nicht recht weiß, ob nicht dies die wirkliche Ursache für die um sich greifende Zusammenlegung von Pfarreien ist 
Die Kirchenaustritte haben in einem Ausmaß zugenommen, dass der betreffende Server des Bistums Köln zusammen gebrochen ist:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/kirchenaustritte-koeln-online-woelki-100.html
Anlass sind die unglaublichen Missbrauchsskandale, die längst hätten erledigt sein sollen, die aber – je länger man sie aufarbeitet – ein immer erschreckenderes Bild bieten.
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat,
Dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“
Das, was Schiller gesagt hat, hätte schon in der Bibel stehen sollen.
Aber in der Bibel steht etwas anderes, was auch für die Kirche gilt:
Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.“
Nüchtern betrachtet kann man fast den Eindruck gewinnen, als würde die Kirche mehr auf den Zugewinn ihres Vermögens als auf ihre innere Sauberkeit geachtet haben.
Nur ein Beispiel:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/15/meine-unfromme-sonntagspredigt/

Man sieht es deutlich: Eine totale Erneuerung der Kirch ist notwendig und Frauen als Priesterinnen würden doch ein wenig frischen Wind in die alten Gemäuer bringen.

 

Katholische Kirche auf dem Weg zur Sekte

Das habe ich ja hier schon vor vielen Jahren ausführlich beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte/
Es freut mich immer wieder, wenn manches, was ich hier schon vor langer Zeit erörtert habe, später aufgegriffen und von Wissenschaftlern bestätigt wird. Gerade kommt ein Kirchenhistoriker zu dem selben Ergebnis:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-historiker-katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte-_arid,606656.html
Wird es vielleicht einmal so kommen, dass die Dome so ähnlich wie die alten Schlösser nur noch Zeugen einer vergangenen Zeit sein werden? Wohl kaum! Die Kirche besteht schon seit über 2000 Jahren und hat schon viel schlimmere Skandale hinter sich. Es gibt sogar eine umfangreiche „Kriminalgeschichte des Christentums“ von Deschner. Die sollte jeder Katholik einmal gelesen haben.
Die Kirche wird jedoch trotz aller Skandale und Verbrechen weiter existieren, aber anders und in einem kleineren Rahmen, denn längst laufen ihr die Gläubigen in Massen davon.

Gedanken am Sonntag: Die verkrusteten Kirchen auf dem Weg zu Sekten

Es ist ja eigentlich ein trauriger Witz, dass sowohl in der Katholischen wie in der Protestantischen Kirche laut einer Umfrage nicht einmal die Hälfte der Mitglieder an ein Leben nach dem Tode glaubt. Ganz finster sieht es in der Katholischen Kirche aus, wenn man nach den Dogmen der Unfehlbarkeit des Papstes oder der leiblichen Himmelfahrt Mariens fragt – – nur wenige halten das für überzeugend.
Wenn es also so ist, dass immer mehr Menschen sich ihren eigenen Glauben zurecht gelegt haben: Warum kann dann nicht eine Kirche überhaupt Raum für verschiedene Glaubensüberzeugungen sein? Es kann doch nicht sein, dass die Protestantische Kirche, die sich einmal wegen des Ablasshandels abgespalten hat, immer noch nicht mit der Katholischen vereinigt ist, ja dass man nicht einmal gemeinsam zum Abendmahl gehen kann.
Für mich könnten sogar die Moslems mit den Christen eine Kirche bilden, denn Allah und Gott sind doch wohl dieselbe Person. Und wenn die einen glauben, Jesus sei der Sohn Gottes, und die anderen meinen, er sei nur ein Prophet, so könnten doch unter einem kirchlichen Dach verschiedene Überzeugungen Platz haben, wie es ja sowieso schon der Fall ist.
Und meine Kirche besäße nicht solche Reichtümer, solange pro Tag 7000 Kinder verhungern. Die Haupttätigkeit der Kirchen gegen diese Unmenschlichkeit besteht darin, dass sie den Regierungen Vorwürfe machen, anstatt selbst etwas von ihrem unermesslichen Reichtum herzugeben.
So vieles sähe völlig anders aus, und oft frage ich mich, warum ich noch nicht ausgetreten bin.

Wenn Jesus heute gekommen wäre …

Stellen wir uns einmal vor, wie es wohl gewesen wäre, wenn Jesus nicht vor gut zwei Jahrtausenden auf einem Esel in Jerusalem eingeritten wäre, sondern heute in einem Trabi nach Berlin gekommen wäre.

Die Bibel schildert den Einzug Jesu als einen historisch bedeutenden Moment, den Tausende miterleben wollten. Der Zöllner Zachäus musste sogar auf einen Baum steigen, um einen Blick auf Jesus werfen zu können. Woher wussten so viele Menschen von der Ankunft Jesu? Das Ereignis muss sich wohl durch Mundpropaganda herum gesprochen haben.

Nun, heute gibt es Rundfunk und Fernsehen. Aber über was wird dort schon berichtet? Sicherlich würde man nichts über eine unbekannte Sekte erfahren, die sich „Essener“ nennt. Und erst recht würde nichts über den Einzug des Oberhaupts dieser Sekte in Berlin berichtet – – höchstens als Kuriosum etwa so:

„dpd: – Eine Sekte, die sich Essener nennt, erwartet heute ihr Oberhaupt, einen 25-jährigen Mann, der sich den Beinamen Messias gegeben hat und sich als Gottes Sohn bezeichnet. Der feierliche Einzug findet um 14.00 Uhr Unter den Linden‘ statt.“

Wer würde da wohl kommen? Ich nicht und Sie wahrscheinlich auch nicht. So wären also Jesus und seine wenigen Anhänger ganz unter sich. Vielleicht kämen noch ein paar Neugierige, um jemanden anzuschauen, der sich als Sohn Gottes ausgibt, und sicher wären einige dabei, die geplant hätten, sich über ihn zu amüsieren oder gar ihn zu verspotten.

Und wenn er dann seine Wunder gewirkt hätte, hätte er vielleicht den Bekanntheitsgrad von Davis Copperfield erreicht. Bei der Verwandlung von Wasser zu Wein hätte man die Frage aufgeworfen, welcher Trick wohl dahinter steckt. Und die Auferweckung eines Toten hätte man vielleicht damit abgetan, dass der angeblich Verblichene wahrscheinlich nur scheintot gewesen sei. Alles in allem hätte das sensationsgeile Volk wohl die Wunder als wenig spektakulär empfunden und hätte gesagt: „David Copperfield ist interessanter.“

Die einzige echte Sensation wäre gewesen, wenn Jesus zu Fuß über den Wannsee gegangen wäre. Aber dazu wäre es wohl nicht gekommen, denn der Bericht in der Bibel darüber, dass Jesus über den See Genezareth gewandelt sei, macht doch eher den Eindruck einer Vision als den eines Tatsachenberichts. Sonst wären die Juden ja sicherlich als erste gläubige Christen geworden.

Stellen Sie sich das doch einmal vor: Jesus wäre wirklich seinerzeit über das Wasser gewandelt. Seine Jünger hätten doch wohl schon lange vorher für dieses Ereignis Reklame gemacht, und so wären am Ufer Tausende gestanden, um zuzuschauen. Und wenn sich dann wirklich die große Sensation ereignet hätte: welcher Jude hätte da noch Zweifel gehabt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Wenn Jesus heutzutage gekommen wäre, hätte der Herrgott ein großes Problem gehabt: Er hätte seinen Sohn nicht auf so spektakuläre Weise opfern können wie damals durch die Kreuzigung. Es gibt ja nicht einmal mehr die Todesstrafe. Also bliebe nur ein Attentat als Aufsehen erregendes Lebensende für Jesus übrig.

Die Kirche kann sich also freuen, dass Jesus vor rund 2000 Jahren gelebt hat. Wenn er erst heute erschienen wäre, hätte er es wohl kaum zum Begründer einer Weltreligion gebracht. Denn das Merkwürdige am Menschen ist, dass er eher das glaubt, was in alten Büchern steht, als das, was er selbst sieht.

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Denken Sie manchmal auch über Gott und die Welt nach? Dann schauen Sie doch mal in die „Verbotene Zone„.