Archiv der Kategorie: Gedicht

Heute ist der Bärengedenktag: Sind Sie dabei?


In den Nachrichten kam die Meldung, dass wieder ein Bär zu uns nach Bayern eingewandert ist. Ich kann das Tier nur warnen: „Hau ab, sonst geht’s dir so wie Bruno!“
Ich habe damals dem guten Bruno dieses Gedicht gewidmet:

Nachruf auf Bruno
(“Problembär”, erschossen  im Juli 2006
auf Anordnung von Minister Schnappauf)

Bruno, unser Lieblingsbär,
Weilt leider unter uns nicht mehr.
Nachdem man wochenlang geheuchelt,
Wurde er dahingemeuchelt.
Dem Schnappauf war er nicht genehm,
Der sprach: „Der Bär ist ein Problem.
Weil er nicht so lebt wie ein Bär,
Drum dulden wir ihn nun nicht mehr,
Hat er doch ganz unverhohlen,
Ein Pfund Honig sich gestohlen.
Dieser Bär hat kein Gewissen,
Hat kleine Lämmchen aufgerissen.
Und dann ist er ganz ungeniert
In Kochel auf der Straß’ spaziert.
Auch am Haus der Polizei
Ging er ohne Gruß vorbei.
Ein Bär, der Anstand nicht gelernt,
Wird nun aus der Natur entfernt.“
(Zu deutsch: „…zum Abschuss freigegeben.“)
Und so endete sein Leben.
Wir suchen Trost im Alkohol:
„Prost, Bruno – auf dein Seelenwohl!“
Und die Moral von der Geschicht?
Reize einen Schnappauf nicht!

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Halt den Mund!

Es war einmal ein kleiner Hund,
Der bellte sich die Kehle wund,
Er wusste selber nicht warum.
Denn dafür war er viel zu dumm.

Und wie er bellt so alle Tage
Empfand der Nachbar dies als Plage.
Drum hat er eine Wurst vergiftet
Und diese dann dem Hund gestiftet.

Der Hund hat gleich die Wurst geschluckt.
Dann hat er einmal kurz gezuckt,
Um nun mit einem schwachen Fauchen
Sein junges Leben auszuhauchen.

Moral:
Sei nicht vorlaut, halt den Mund –
Ansonsten geht’s dir wie dem Hund.

Mehr Gedichte hier.

Einen wunderschönen guten Morgen mit einem Gedicht

    

    Gottes Ebenbild?

Morgens in den Spiegel schauen:
Das ist das große Morgengrauen.
Nicht mal der allerfrömmste Christ
Glaubt noch, dass Gottes Bild es ist,
Das da glotzt von vis-à-vis.
Da müsste doch auch irgendwie
Die Hand des Schöpfers sichtbar sein:
Doch sieht man nichts –– das ist gemein.

(Mehr Gedichte und vieles andere finden Sie in der Fundgrube.)

Sexy Christmas-Girl statt Nikolaus

Weihnachten – modern

Jedermann sieht es nun schon:
Der Weihnachtsmann geht in Pension.
Stattdessen kommt die Weihnachtsfrau,
Männer, das ist eure Schau:
Mit rotem Top und kurzem Röckchen,
Mit Zipfelmütz’ und roten Söckchen –
So kommt sie daher gewippt,
Wenn der Mann am Glühwein nippt.
Ja, da gibt es was zu seh’n
Da wird das Fest noch mal so schön.
Doch ums Christkind wird es still.
Wie schon ein altes Lied es will.
Warum denn an die Krippe denken?
Weihnachten ist da zum Schenken!
Und allen wird es warm ums Herz,
Da strebt die Menschheit kaufhauswärts,
Wo schon seit Herbst die Lieder klingen –
Wozu dann noch selber singen?
Endlich ist es nun so weit:
Das alte Fest geht mit der Zeit,
Und Bethlehem im Orient
Wird zum Fleck, den keiner kennt.

Rentnerleben − ein Gedicht

     

     Rentnerleben

Kann es etwas schön’res geben
Als ein erfülltes Rentnerleben?
Vorläufig kriegst Du noch Dein Geld,
Und Du reist in alle Welt,
Denn Reisen ist der große Sport –
Kaum einen hält es noch am Ort.
Aus Alten wurden „Senioren“,
Man hat dies Wort für die erkoren,
Die ihr Alter froh genießen,
Ohne dabei zu verdrießen.
Wie sich die Lebenswege gleichen:
Zu Haus’ ist keiner zu erreichen.
Ihr Lieblingssatz ist: „Tut mir leid,
Da hab’ ich leider keine Zeit.“
Mancher kann gar nicht versteh’n,
Wie er noch konnt’ zur Arbeit geh’n,
Wo er doch völlig überlastet
Durch den Terminkalender hastet,
Bis einer dann die Bremse tritt
Und nimmt den Alten einfach mit.
So geht er dann ganz still und leise
Auf seine letzte große Reise.

Mehr Gedichte finden Sie in der „Fundgrube„.

Gedicht zum Tag

  Ade mein Vaterland!

Einst freute uns der „Negerkuss“,
Doch dann kam das, was kommen muss:
Es meldeten sich Idioten,
Die uns dieses Wort verboten.
Ähnlich geht’s dem „Vaterland“.
Es lebt nur noch am rechten Rand.
Statt dessen heißt es „Heimat“ nun,
weil Saubermänner niemals ruh’n.

H. Pöll, Autor

https://autorenseite.wordpress.com/heitere-gedichte/

Gedicht zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr

Und wieder kommt ein neues Jahr:
Bleibt alles so, wie’s bisher war?
So fragen sich die Alten –
Sie woll’n ihr Glück behalten.

Die Jungen blicken nicht zurück:
Denn vor ihnen liegt das Glück.
Im neuen Jahr ist alles offen,
So freu’n sie sich und hoffen.

Doch ganz egal, ob alt, ob jung:
Wir geh’n ins neue Jahr mit Schwung.
Was es uns bringt: Wir sind gespannt.
Alles liegt in Gottes Hand.

Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen ein glückliches, vor allem gesundes neues Jahr!

Gedicht zum 1. Advent


Jedermann sieht es nun schon:
Der Weihnachtsmann geht in Pension.
Stattdessen kommt die Weihnachtsfrau,
Männer, das ist eure Schau:
Mit rotem Top und kurzem Röckchen,
Mit Zipfelmütz’ und roten Söckchen –
So kommt sie daher gewippt,
Wenn der Mann am Glühwein nippt.
Ja, da gibt es was zu seh’n
Da wird das Fest noch mal so schön.
Doch ums Christkind wird es still.
Wie schon ein altes Lied es will.
Warum denn an die Krippe denken?
Weihnachten ist da zum Schenken!
Und allen wird es warm ums Herz,
Da strebt die Menschheit kaufhauswärts,
Wo schon seit Herbst die Lieder klingen –
Wozu dann noch selber singen?
Endlich ist es nun so weit:
Das alte Fest geht mit der Zeit,
Und Bethlehem im Orient
Wird zum Fleck, den keiner kennt.