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Gedicht zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr

Und wieder kommt ein neues Jahr:
Bleibt alles so, wie’s bisher war?
So fragen sich die Alten –
Sie woll’n ihr Glück behalten.

Die Jungen blicken nicht zurück:
Denn vor ihnen liegt das Glück.
Im neuen Jahr ist alles offen,
So freu’n sie sich und hoffen.

Doch ganz egal, ob alt, ob jung:
Wir geh’n ins neue Jahr mit Schwung.
Was es uns bringt: Wir sind gespannt.
Alles liegt in Gottes Hand.

Ein Fundstück, das zu Herzen geht

Im Traunsteiner Stadtpark gibt es eine Luitpold-Eiche, die 1892 zu Ehren des Prinzregenten gepflanzt wurde. Diese Eiche kümmert so vor sich hin: Sie hat eine lichte Krone und die Blätter sind hellgrün. Dieses traurige Bild hat einen Poeten erbarmt und er hat ein ergreifendes Gedicht an den Baum gehängt, das die Passanten nachdenklich stimmen wird.
Vielen Dank!

Halt den Mund!

Es war einmal ein kleiner Hund,
Der bellte sich die Kehle wund,
Er wusste selber nicht warum.
Denn dafür war er viel zu dumm.

Und wie er bellt so alle Tage
Empfand der Nachbar dies als Plage.
Drum hat er eine Wurst vergiftet
Und diese dann dem Hund gestiftet.

Der Hund hat gleich die Wurst geschluckt.
Dann hat er einmal kurz gezuckt,
Um nun mit einem schwachen Fauchen
Sein junges Leben auszuhauchen.

Moral:
Sei nicht vorlaut, halt den Mund –
Ansonsten geht’s dir wie dem Hund.

Mehr Gedichte hier.

Einen wunderschönen guten Morgen mit einem Gedicht

    

    Gottes Ebenbild?

Morgens in den Spiegel schauen:
Das ist das große Morgengrauen.
Nicht mal der allerfrömmste Christ
Glaubt noch, dass Gottes Bild es ist,
Das da glotzt von vis-à-vis.
Da müsste doch auch irgendwie
Die Hand des Schöpfers sichtbar sein:
Doch sieht man nichts –– das ist gemein.

(Mehr Gedichte und vieles andere finden Sie in der Fundgrube.)

Rentnerleben − ein Gedicht

     

     Rentnerleben

Kann es etwas schön’res geben
Als ein erfülltes Rentnerleben?
Vorläufig kriegst Du noch Dein Geld,
Und Du reist in alle Welt,
Denn Reisen ist der große Sport –
Kaum einen hält es noch am Ort.
Aus Alten wurden „Senioren“,
Man hat dies Wort für die erkoren,
Die ihr Alter froh genießen,
Ohne dabei zu verdrießen.
Wie sich die Lebenswege gleichen:
Zu Haus’ ist keiner zu erreichen.
Ihr Lieblingssatz ist: „Tut mir leid,
Da hab’ ich leider keine Zeit.“
Mancher kann gar nicht versteh’n,
Wie er noch konnt’ zur Arbeit geh’n,
Wo er doch völlig überlastet
Durch den Terminkalender hastet,
Bis einer dann die Bremse tritt
Und nimmt den Alten einfach mit.
So geht er dann ganz still und leise
Auf seine letzte große Reise.

Mehr Gedichte finden Sie in der „Fundgrube„.

Gedicht zum Tag

  Ade mein Vaterland!

Einst freute uns der „Negerkuss“,
Doch dann kam das, was kommen muss:
Es meldeten sich Idioten,
Die uns dieses Wort verboten.
Ähnlich geht’s dem „Vaterland“.
Es lebt nur noch am rechten Rand.
Statt dessen heißt es „Heimat“ nun,
weil Saubermänner niemals ruh’n.

H. Pöll, Autor

https://autorenseite.wordpress.com/heitere-gedichte/

Weisheit

„Ist es nicht merkwürdig, dass wir diejenigen als Weise ansehen, deren Leben sich aber kaum einer zum Vorbild nimmt: Laotse, Konfuzius, Diogenes…“
H. Pöll, Autor

 

  Weisheit

Jesus und Konfuzius
Lehrten, wie man leben muss.
Es hat auch andere gegeben,
Die zeigten uns mit ihrem Leben:
Glücklich lebt man auf der Welt
Keinesfalls mit sehr viel Geld.
In Armut haben sie gelebt
Und keinen Reichtum angestrebt.
Doch konnten sie mit solchen Lehren
Nur ganz wenige bekehren.
Vorbild von heute sind heute die Reichen.
Luxus will das Volk erreichen.