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Das ist der Gipfel!

Mein Senf dazu:

Ich bin ein Gegner der Unsitte, statt Texten Videos ins Netz zu stellen:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/06/18/video/
Dadurch werden die Menschen mehr und mehr zu Analphabeten. Ein Video mag ja dort angebracht sein, wo es wirklich etwas zu sehen gibt. Aber inzwischen ist die Unsitte der Videos schon so weit herunter gekommen, dass man einen Text tröpfchenweise zu lauter Musik auf den Schirm bringt, anstatt ihn kurz zum Lesen zu senden. Hier ein Beispiel:
https://web.de/magazine/politik/ministerpraesident-kretschmann-legt-zdf-moderator-sievers-37139816
Natürlich beginnt es mit einer überlauten Reklame.
Sinn des Ganzen: Offenbar will man die User möglichst lange auf der Seite halten.

 

 

Wie uns die Medien verblöden

Heute finde ich bei Web.de diesen Beitrag: „Honig ist nicht gleich Honig: Das ist der Unterschied zwischen Blüten- und Waldhonig.“
An sich würde mich das schon interessieren, aber dazu müsste ich mir ein Video anschauen, dem wahrscheinlich eine Zeit raubende Reklame vorangestellt ist. Ich hasse so etwas. Man könnte ja auf jener Seite mal kurz verraten, um was es in dem Video geht.
Also verzichte ich lieber darauf, meine Neugier zu befriedigen. Wenn das Thema schriftlich beschrieben worden wäre, hätte ich in der Zeit, in der ich beim Video die Reklame anschauen müsste, längst das Notwendige erfahren.
Traurig ist, dass sich Videos statt schriftlicher Artikel immer mehr durch setzen. Man will damit die User länger auf der Seite halten und das bringt offenbar mehr Quote.
Es kommen immer mehr Videos ins Netz. Sogar Zeitschriften wie der „Spiegel“ folgen diesem Trend und die Folge davon ist, dass die Menschen immer weniger lesen. Der Unsinn bewirkt, dass die Menschen immer mehr verblöden. Leider ist es beim Lesen anders als beim Schwimmen und Rad fahren: Lesen kann man verlernen. Wer nicht mehr liest, kennt zwar noch die Buchstaben, ist aber nicht mehr in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen. Zwölf Prozent (!) der Berufstätigen (!) in Deutschland können nicht mehr richtig lesen und schreiben. Betroffen sind vor allem Menschen, die einfachen Hilfstätigkeiten nachgehen.
Entwickeln wir uns zu einem Volk von Analphabeten?
Immer mehr Geräte funktionieren über eine Sprachsteuerung. Bald muss man gar nicht mehr lesen und schreiben können. Kürzlich warf ich einen Blick auf den PC, in den die Bedienungen eines Lokals für die Abrechnung eingeben, welche Speisen sie servieren: Da waren lauter Bilder zu sehen, die angeblickt werden mussten. Lesen überflüssig!
Wussten Sie schon, dass wir sowieso immer dümmer werden?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/02/der-verlust-der-generationenintelligenz/

Mein Topbeitrag macht mich traurig

Manchmal schaue ich nach, was denn auf dieser Web-Seite am meisten gelesen wird. Und da hätte ich gerne, dass die Homepage ganz vorne landet oder die Leseecke oder die Fundgrube.
Aber was wird stattdessen am meisten aufgerufen? Das Beischlafeinverständnisformular.

Heute ist der Tag der Ruhe (Vertragen Sie die?)

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Katzen haben uns etwas voraus:
Sie können einfach so da liegen und das Leben genießen. Das haben wir verlernt. Wir müssen immer etwas tun. Und wenn wir nur so da liegen, dann wollen wir jedenfalls etwas lesen oder Musik hören. Aber einfach nur so da liegen und nichts tun: das hält der Mensch von heute kaum aus. Dabei sind solche Phasen des Lebens ganz wichtig: Man lässt die Gedanken schweifen und folgt ihnen.
Ich erinnere mich an die Zeit, als meine Kinder klein waren. Damals lagen sie halt auch häufig nur da und manchmal ging ein Kräuseln über ihre Stirn. Dann pflegte die Oma zu sagen: „Schau hin: Da sieht man richtig, wie sich der Geist bildet.“
Und solche Phasen braucht der Mensch auch, wenn er älter wird. Er soll sich nicht immer voll stopfen mit Vorgefertigtem, seien es nun Bücher oder Melodien. Er sollte halt auch versuchen, seinem eigenen Geist ein wenig Raum für das Schöpferische lassen.
Aber immer mehr Menschen halten es mit einem Typen überhaupt nicht aus: mit sich selbst. Daher brauchen sie die Ablenkung. Nur wenige ruhen noch in sich.