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Heute ist der Tag der Ruhe (Vertragen Sie die?)

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Katzen haben uns etwas voraus:
Sie können einfach so da liegen und das Leben genießen. Das haben wir verlernt. Wir müssen immer etwas tun. Und wenn wir nur so da liegen, dann wollen wir jedenfalls etwas lesen oder Musik hören. Aber einfach nur so da liegen und nichts tun: das hält der Mensch von heute kaum aus. Dabei sind solche Phasen des Lebens ganz wichtig: Man lässt die Gedanken schweifen und folgt ihnen.
Ich erinnere mich an die Zeit, als meine Kinder klein waren. Damals lagen sie halt auch häufig nur da und manchmal ging ein Kräuseln über ihre Stirn. Dann pflegte die Oma zu sagen: „Schau hin: Da sieht man richtig, wie sich der Geist bildet.“
Und solche Phasen braucht der Mensch auch, wenn er älter wird. Er soll sich nicht immer voll stopfen mit Vorgefertigtem, seien es nun Bücher oder Melodien. Er sollte halt auch versuchen, seinem eigenen Geist ein wenig Raum für das Schöpferische lassen.
Aber immer mehr Menschen halten es mit einem Typen überhaupt nicht aus: mit sich selbst. Daher brauchen sie die Ablenkung. Nur wenige ruhen noch in sich.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die meisten Christen haben ein ganz schiefes Bild von ihrem Glauben, weil sie die Bibel nie ganz gelesen haben und sie sich daher mit dem zufrieden geben, was ihnen ihre Pfarrer vorsetzen.

Ist es nicht unglaublich, dass nur ganz wenige Christen das Buch gelesen haben, das doch eigentlich ihr wichtigstes sein sollte, nämlich die Bibel? Nach dem Katechismus ist sie Gottes eigens Wort, für das sich viele Gläubige so wenig interessieren, dass ein weiser Mann einmal sagte: „Die Atheisten kennen oft die Bibel besser als die Christen,“
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zum Frauentag: ein Frauenschicksal

Liebe Frauen,
Euch zu Liebe habe ich anlässlich des heutigen Tages eine instruktive Kurzgeschichte in meine Leseecke gestellt. Schauen Sie doch bitte mal hinein! Sie werden es nicht bereuen:
https://autorenseite.wordpress.com/leseecke/
Und wenn Ihnen die Geschichte gefällt, empfehlen Sie sie doch bitte weiter. Wenn sie Ihnen aber zu traurig ist, lesen Sie weiter hinten unter dem Titel „Die alte Tante“ eine sehr instruktive Kurzgeschichte über eine Ehekrise. Da werden Sie staunen, was die alte Tante alles über die Ehe weiß. So etwas erfahren Sie bei keinem Ehetherapeuten.

 

Wir sind ein Volk von entmündigten Nicht-Lesern geworden


Die Zeiten haben sich geändert. Als ich in den Staatsdienst eintrat, bekam ich eine schlichte Gehaltsabrechnung mit leerer Rückseite. Heute ist sie hinten eng bedruckt und auf der nächsten Seite geht es weiter. Da fragt man sich: Wie konnte das früher anders funktionieren?
Das war aber nicht das Einzige, was ich heute hätte lesen sollen: Auch meine Krankenkasse schickte mir 10 DIN-A-4-Blätter mit einer Prämienanpassung (sprich:: Erhöhung).
Wer soll all das Zeug lesen, besonders die Geschäftsbedingungen im Internet? Kaum einer macht so was. Eine Firma hat das einmal mit einem kuriosen Experiment bewiesen: Sie hat in ihren AGB demjenigen 3000 Euro versprochen, der das liest. Es hat sehr lange gedauert, bis jemand das Geld abgerufen hat.
Weil wir uns nicht mehr die Zeit zum Lesen nehmen, werden wir praktisch entmündigt. Und wir werden quasi erpresst, indem wir das schlucken, was und vorgesetzt wird: Ein Beispiel bietet Google: Wenn Sie dort mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, werden Sie auf eine Auswahlseite verwiesen, bei der Sie schnell aufgeben: so verwirrend und umfangreich ist das Zeug, was dann kommt. Ich glaube sowieso, dass die meisten Leute im Internet einfach immer auf den „Einverstanden-Button“ klicken.
Merkwürdig ist, dass den Menschen so viel zum Lesen vorgesetzt wird, obwohl 12% Analphabeten sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/03/wie-immer-mehr-menschen-analphabeten-werden-12/
Das Internet hat sich auf die Nicht-Leser eingestellt. Gebrauchsanleitungen braucht man heute nicht mehr zu lesen. YouTube erklärt fast alles.
Und auch die Print-Medien gehen immer auch mehr dazu über, ihre Botschaften per Video zu verbreiten. Ich hasse das: Wenn ich nur kurz etwas wissen will, was ich beim Lesen durch Überfliegen des Textes erfahren würde, muss ich mir dann zunächst eine Werbung anschauen und dann einen Film, bei dem es dauert, bis man dort zur Sache kommt: Was für eine Zeitverschwendung.