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Triage-Gesetz: eine Folge der Sparpolitik


Ich habe schon viel über den Niedergang Deutschlands geschrieben, beispielsweise hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/01/wie-wir-verarmen-deutschland-stuerzt-ab/
Wenn nun ein Gesetz über die Triage erlassen werden soll, in dem festgelegt wird, welcher Notfall zuerst behandelt wird, so ist das ein Zeichen der Verarmung Deutschlands: Immer mehr Kliniken werden geschlossen, und innerhalb vieler Kliniken werden die kostenintensiven Notaufnahmen zu gemacht. Das hat zur Folge, dass die Sanitäter oft nicht wissen, wohin mit ihrem Notfall. Und in den noch offenen Notaufnahmen häufen sich die Intensivpatienten, so dass nun geregelt werden muss, wer zuerst behandelt werden muss und wer sterben muss. Wie sind wir nur bisher ohne ein solches Gesetz ausgekommen?

Armes Deutschland!

Wie wir verarmen: Deutschland stürzt ab

Fortsetzung des gestrigen Beitrags:
In meiner Kindheit gab es eine Redewendung: „Die Armut pfeift aus allen Löchern“. Und als ich danach googelte, woher dieses Zitat stammt, hatte ich keinen Erfolg. Nur ein 92-Jähriger hatte es als Buchtitel aufgegriffen.

Bei uns schaut inzwischen auch wieder die Armut aus allen Löchern. Das dachte ich mir, als ich in einem Lokal beim Essen war: Es gab einmal eine Zeit, da bekam man in besseren Lokalen Stoffservietten. Diese wurden jedoch abgelöst von Papierservietten, die den Stoffservietten sehr ähnlich waren, doch wurden die immer dünner und kleiner. Die letzte Serviette, die ich bekam hatte nur die halbe Größe des üblichen Maßes und war so dünn, dass man fast durch sie das Vater-Unser hätte lesen können (wie meine Mutter zu sagen pflegte). Man kann also die Verarmung auch an den Servietten ablesen.

Schlimmer ist die Verarmung im Gesundheitswesen. Früher gab es Krankenhäuser in den kleinsten Dörfer, beispielsweise in Inzell. Die waren durchaus für viele Fälle geeignet und notwendig, weil nur wenige Menschen ein Auto hatten. Inzwischen werden die Krankenhäuser immer mehr zusammen gelegt. Viele kostenintensive Notaufnahmen wurden geschlossen und andere verkleinert, so dass die Sanitäter oft lange herumfahren müssen, um einen schwer Kranken unterbringen zu können. Und wenn der auf dem Transport nicht gestorben ist, dann kann es sein, dass er in der Klinik nicht mehr dran kommt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/27/schlimmer-als-alles-bisher-erlebte/
Die Konzentration der Krankenhäuser bedeutet für viele, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr besuchen können. Wie soll eine arme Rentnerin ans Sterbebett ihres weit entfernt liegendes Mannes kommen? Und gerade las ich den erschütternden Bericht einer Mutter, die sich fragte wie sie zu ihrem krebskranken Kind kommt, nachdem die entsprechende Station im Trierer Krankenhaus geschlossen worden ist.

Ich habe gerade meine Frau am Ende ihres Lebenswegs begleitet. Die schrecklichen Erfahrungen, die ich dabei mit unserem Gesundheitswesen gemacht habe, habe ich hier geschildert:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/06/29/sterben-in-deutschland/
Unser Gesundheitswesen ist krank. Es leidet an einer Krankheit, die sich immer mehr in der Gesellschaft ausbreitet: nämlich der Geldgier. Auch im Gesundheitswesen rangiert die Rentabilität vor der Menschlichkeit. Aber die können wir uns anscheinend nicht mehr leisten.

Sterben in Deutschland

Alles bestens organisiert – so denkt man, wenn man sich damit befassen muss, dass jemand stirbt. Was gibt es nicht alles, wenn man Sterbehilfe braucht:
Hausarzt, Bereitschaftsdienst 116117, Pflegedienst, Krankenhaus, Palliativteam und Netzwerk Hospiz, Palliativklinik…
Aber die Realität sieht anders aus. Wenn man Hilfe braucht, steht man allein da:
Wenn man den Hausarzt am Freitagmorgen anruft, will der erst am Montagnachmittag kommen. (Berufsauffassung wie ein Maurer)
Der Bereitschaftsdienst sagt, dass er kein Pflegedienst ist.
Der Pflegedienst kann nicht helfen, wenn ein dementer Patient sich wehrt.
Das Krankenhaus ist überlastet und transportiert Sterbende in entferntere Kliniken, wo ein Besuch für Alte ohne Auto unmöglich ist. Wenn eine Therapie sinnlos ist, kommt ein Patient nach Hause mit einem Prospekt der Palliativbetreuung. Die bebilderten 8 Saiten beruhigen: Toll – Sie versprechen Hilfe rund um die Uhr.
Aber die die Wirklichkeit sieht dann so aus: Die Palliativbetreuung hat gar kein Hilfsteam und die Palliativklinik ist voll.
Da bleibt dann schließlich nur der Notarzt. Und an dem bleibt alles hängen. Wenn man Glück hat, kommt dann ein Arzt aus Berufung, der sein „Handwerk“ versteht.
Wir hatten so ein Glück und der Mann erklärte uns, wie wir mit dieser schwierigen Phase umgehen sollen. Wer weiß schon, dass man einem Sterbenden keine Getränke einflößen soll? Er erklärte uns, wie man Widerstrebende wickeln soll. Und, und, …

Zusammenfassend: Sterben Sie lieber nicht, jedenfalls nicht in Deutschland! Und wenn doch, machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst!

Das schwächere Geschlecht

Es gab einmal Zeiten, da wurden die Frauen als das schwächere Geschlecht bezeichnet. Und das stimmte auch in mancher Hinsicht: Sie können ja nicht so schwer tragen oder auch nicht so schnell laufen wie die Männer.
Aber inzwischen hat sich die Sicht auf die Schwäche der Geschlechter gewandelt: Covid beweist uns wieder einmal, dass es die Männer sind, die als das schwächere Geschlecht bezeichnet werden müssen: Die Sterblichkeitsrate liegt bei Männer bei 4,7%, bei Frauen dagegen nur bei 2,8%.
Auch sonst sind die Frauen ganz klar das stärkere Geschlecht und sie preschen zur Zeit mit unheimlicher Energie nach vorn.
Die Männer dagegen machen immer mehr schlapp:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Sie sind nicht nur das schwächere Geschlecht, sondern auch das traurigere, was sich in den höheren Suizidzahlen zeigt.

 

Das Anti-Asyl-„Recht“

Aus Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ergibt sich, dass Flüchtlinge das Recht haben, Asyl zu suchen und zu genießen. Als schlichter Denker, zu denen ich mich zähle, verstand ich unter „genießen“, dass Asyl in entsprechenden Fällen zu gewähren ist. Dem ist aber nicht so. Nur die Genfer Flüchtlingskonvention schützt die Flüchtlinge davor, in das Land zurück geschickt zu werden, in dem sie gefährdet sind.
Was also unter „Menschenrecht“ verstanden wird, sehen wir an der polnischen Grenze: das Recht, u. U. bei Kälte draußen zu erfrieren. Und die EU sieht eiskalt zu.
Als schlichter Denker würde ich diese Lösung sehen: Man erklärt ein paar Quadratmeter von Polen zur Exklave und versorgt dort die Menschen in Notunterkünften. Das wäre eine Geste der Menschlichkeit, würde aber keinen Flüchtlingsstrom auslösen.
Nur schade ist, dass einem so schlichten Denken, das mir zu eigen ist, so viele Hemmschwellen im Wege stehen. So wird weiter gestorben und man gewöhnt sich daran. Nur Amnesty International mahnt ungehört.

 

 

 

Corona: Na, so was!

In den Salzburger Nachrichten lesen wir, dass jeder neunte Österreicher eine Corona- Infektion hinter sich habe, die allerdings in 60 % der Fälle asymptomatisch verlaufen sei. Ob es bei uns genau so ist?
Noch etwas Interessantes erfahren wir in dem Artikel: In Österreich sterben 1,8 Prozent der Infizierten, aber in Deutschland von 2,2 Prozent.
Ja, in Österreich gibt es offenbar noch mehr Naturburschen, die mehr aushalten.

Sterbende Innenstädte

Über dieses Thema habe ich ja schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/01/sterbende-innenstaedte-2/
Der Online-Handel macht viele Geschäfte kaputt, denn immer mehr kaufen im Internet. Dadurch werden die Städte ärmer, weil sich die Gewerbesteuer mindert, und so fehlt Geld für notwendige Investitionen. Schließlich trägt auch die ständig wachsende Zahl der Gewerbegebiete mit Outlet-Centern zum Niedergang der Innenstädte bei.
Und noch etwas beobachte ich: Die Bauten werden immer hässlicher und menschenfeindlicher.
Jedes Mal, wenn ich Berichte aus Brüssel im Fernsehen anschaue, kommt mir das Grausen wegen der kalten Hochhausarchitektur.
Es gab einmal eine Zeit, in der man auf die Schönheit von Bauten Wert legte. Heute diktieren der Preis und die Zweckmäßigkeit das Aussehen der Gebäude. Das setzt sich bis in die Kleinstädte fort. Mitten im Zentrum von Traunstein wurde an spektakulärster Stelle neben dem schönen „Palast“ des Pfarrheims der oben abgebildete scheußliche gesichtslose graue Bau errichtet. Warum kann das Stadtbauamt dem Bauherrn nicht mindestens ein paar kleine Balkone oder eine Fensterumrandung abringen?
Wir bräuchten wieder einen Hundertwasser zu dessen Haus in Wien die Leute auch heute noch pilgern, um es zu bewundern. Und was hätte wohl Gaudi gemacht, wenn er einen Bauauftrag in Brüssel bekommen hätte? Wohlgemerkt: Ich bin nicht für eine Rückkehr zu alten Baustilen, aber man könnte doch von den Alten lernen, wie man die Schönheit im Auge behält.

Sterbende Innenstädte

Sterbende Innenstädte: Altmaier setzt auf stärkere Digitalisierung.
Nur frage ich mich, was soll das schon bringen? Die Geschäfte in der Stadt leiden ja gerade unter der Digitalisierung, nämlich dem Online-Handel, und bei dem können die Läden der Stadt kaum mithalten und wenn doch, ziehen sie damit selbst das Leben aus den Straßen ab, indem sie die Leute vor den PC setzen.
https://www.suedost-news.de/region-und-lokal/regionales-traunstein/grabenstaett_artikel,-altmaier-will-ladensterben-in-innenstaedten-verhindern-_arid,582428.html
Der Städtetag will mit einem Bodenfonds für mehr Leben in der Stadt sorgen:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-fuer-attraktivere-innenstaedte-staedtetag-fuer-bodenfonds-_arid,586829.html
Doch auch das wird nicht viel bringen.

Wer hat denn die Innenstädte notleidend gemacht? Es war doch Altmaiers Partei, die CDU, die den Online-Handel groß gemacht hat. Sie hätte nicht zulassen dürfen, dass Konzerne wie Amazon ihre Geschäfte dort versteuern, wo es am billigsten ist, sondern hätte darauf bestehen müssen, dass jedes getätigte Geschäft dort versteuert werden muss, wo es stattfindet. Wenn also Amazon etwas in Deutschland verkauft, muss die Firma das auch hier versteuern. Dadurch werden nicht nur die Waren bei Amazon teurer, sondern die Städte werden auch nicht um die ihnen zustehende Gewerbesteuer gebracht
Und noch etwas wurde versäumt: Wenn ich an die Gründung meiner Familie vor mehr als einem halben Jahrhundert zurück denke: Damals gab es keine Gewerbegebiete. Man kaufte die Möbel in der Innenstadt. Eching, das heute ein riesiges Gewerbegebiet ist, war ein unbedeutendes Dorf am Rande von München. Weil aber eine leitende Landesplanung weitgehend fehlte, wiesen die Kommunen immer mehr Gewerbegebiete aus. Unser kleines Dorf mit ca.5000 Einwohnern hat beispielsweise 4 davon. Di
eser Trend führte zu einem enormen Flächenverbrauch:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Beispielweise hat heute ein Möbelgeschäft in einem Gewerbegebiet bei Rosenheim eine Ausstellungsfläche, die so groß ist wie die Ladenfläche der gesamten Innenstadt. Wie soll da ein Möbelhändler in der Innenstadt existieren können?
Was also muss geschehen, um die Innenstädte zu beleben?
Oft genügt ein einziger vorbildlicher Unternehmer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/10/sterbende-innenstaedte-auflebende-orte/
Aber such Ideen sind gefragt: Inzell und Ruhpolding machen sich bekannt durch Eislauf- bzw. Langlaufzentren.
Bad Reichenhall, das sehr viele leer stehende Geschäfte hat, bekommt immer mehr Lokale, vor allem Cafés, weil die Menschen gern in dieser schönen Stadt verweilen. Und so bleibt auch diese Innenstadt trotz aller Probleme attraktiv und stirbt nicht aus.

Das sollten Sie wissen in Zeiten des Corona-Virus: Was ist Triage? Priorisierung? MTS?

Es sieht nicht gut aus bei unseren Krankenhäusern: Die Patienten wurden zu Fallpauschalen, die Kliniken wurden privatisiert und unter dem Kostendruck immer mehr verkleinert, so dass bisher schon die ersten deswegen sterben mussten:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/26/schlimme-nachricht-2/
Es ist also ganz klar. dass in so einem Gesundheitssystem die Corona-Patienten schlechte Karten haben: Was soll man tun, wenn mehr Patienten behandelt werden müssen, als von den Krankenhäusern verkraftet werden können? Dann muss man halt die Patienten auswählen, und da kommt dann MTS usw. zur Anwendung. Das sieht so aus, wie wir in Italien erleben können:
Der Anästhesist Christian Salaroli aus Bergamo wählte drastische Worte: „Wenn jemand zwischen 80 und 95 Jahre alt ist und große Atemprobleme hat, führen wir in der Regel die Behandlung nicht fort“, erläuterte der Arzt. „Diese Personen haben statistisch gesehen keine Chancen, das kritische Stadium der Infektion zu überleben. Diese Personen werden bereits als tot angesehen“, sagte Salaroli.
Da bin ich also mit meinen 86 Jahren schon halbtot.

Aber man soll auch den negativen Nachrichten eine positive Seite abgewinnen: Die Rentenkassen werden eine gewaltige Entlastung erleben. Das „sozialverträgliche Frühableben“ ist zur Wirklichkeit geworden.