Schlagwort-Archive: Sterben

Das schwächere Geschlecht

Es gab einmal Zeiten, da wurden die Frauen als das schwächere Geschlecht bezeichnet. Und das stimmte auch in mancher Hinsicht: Sie können ja nicht so schwer tragen oder auch nicht so schnell laufen wie die Männer.
Aber inzwischen hat sich die Sicht auf die Schwäche der Geschlechter gewandelt: Covid beweist uns wieder einmal, dass es die Männer sind, die als das schwächere Geschlecht bezeichnet werden müssen: Die Sterblichkeitsrate liegt bei Männer bei 4,7%, bei Frauen dagegen nur bei 2,8%.
Auch sonst sind die Frauen ganz klar das stärkere Geschlecht und sie preschen zur Zeit mit unheimlicher Energie nach vorn.
Die Männer dagegen machen immer mehr schlapp:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Sie sind nicht nur das schwächere Geschlecht, sondern auch das traurigere, was sich in den höheren Suizidzahlen zeigt.

 

Das Anti-Asyl-„Recht“

Aus Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ergibt sich, dass Flüchtlinge das Recht haben, Asyl zu suchen und zu genießen. Als schlichter Denker, zu denen ich mich zähle, verstand ich unter „genießen“, dass Asyl in entsprechenden Fällen zu gewähren ist. Dem ist aber nicht so. Nur die Genfer Flüchtlingskonvention schützt die Flüchtlinge davor, in das Land zurück geschickt zu werden, in dem sie gefährdet sind.
Was also unter „Menschenrecht“ verstanden wird, sehen wir an der polnischen Grenze: das Recht, u. U. bei Kälte draußen zu erfrieren. Und die EU sieht eiskalt zu.
Als schlichter Denker würde ich diese Lösung sehen: Man erklärt ein paar Quadratmeter von Polen zur Exklave und versorgt dort die Menschen in Notunterkünften. Das wäre eine Geste der Menschlichkeit, würde aber keinen Flüchtlingsstrom auslösen.
Nur schade ist, dass einem so schlichten Denken, das mir zu eigen ist, so viele Hemmschwellen im Wege stehen. So wird weiter gestorben und man gewöhnt sich daran. Nur Amnesty International mahnt ungehört.

 

 

 

Corona: Na, so was!

In den Salzburger Nachrichten lesen wir, dass jeder neunte Österreicher eine Corona- Infektion hinter sich habe, die allerdings in 60 % der Fälle asymptomatisch verlaufen sei. Ob es bei uns genau so ist?
Noch etwas Interessantes erfahren wir in dem Artikel: In Österreich sterben 1,8 Prozent der Infizierten, aber in Deutschland von 2,2 Prozent.
Ja, in Österreich gibt es offenbar noch mehr Naturburschen, die mehr aushalten.

Sterbende Innenstädte

Über dieses Thema habe ich ja schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/01/sterbende-innenstaedte-2/
Der Online-Handel macht viele Geschäfte kaputt, denn immer mehr kaufen im Internet. Dadurch werden die Städte ärmer, weil sich die Gewerbesteuer mindert, und so fehlt Geld für notwendige Investitionen. Schließlich trägt auch die ständig wachsende Zahl der Gewerbegebiete mit Outlet-Centern zum Niedergang der Innenstädte bei.
Und noch etwas beobachte ich: Die Bauten werden immer hässlicher und menschenfeindlicher.
Jedes Mal, wenn ich Berichte aus Brüssel im Fernsehen anschaue, kommt mir das Grausen wegen der kalten Hochhausarchitektur.
Es gab einmal eine Zeit, in der man auf die Schönheit von Bauten Wert legte. Heute diktieren der Preis und die Zweckmäßigkeit das Aussehen der Gebäude. Das setzt sich bis in die Kleinstädte fort. Mitten im Zentrum von Traunstein wurde an spektakulärster Stelle neben dem schönen „Palast“ des Pfarrheims der oben abgebildete scheußliche gesichtslose graue Bau errichtet. Warum kann das Stadtbauamt dem Bauherrn nicht mindestens ein paar kleine Balkone oder eine Fensterumrandung abringen?
Wir bräuchten wieder einen Hundertwasser zu dessen Haus in Wien die Leute auch heute noch pilgern, um es zu bewundern. Und was hätte wohl Gaudi gemacht, wenn er einen Bauauftrag in Brüssel bekommen hätte? Wohlgemerkt: Ich bin nicht für eine Rückkehr zu alten Baustilen, aber man könnte doch von den Alten lernen, wie man die Schönheit im Auge behält.

Sterbende Innenstädte

Sterbende Innenstädte: Altmaier setzt auf stärkere Digitalisierung.
Nur frage ich mich, was soll das schon bringen? Die Geschäfte in der Stadt leiden ja gerade unter der Digitalisierung, nämlich dem Online-Handel, und bei dem können die Läden der Stadt kaum mithalten und wenn doch, ziehen sie damit selbst das Leben aus den Straßen ab, indem sie die Leute vor den PC setzen.
https://www.suedost-news.de/region-und-lokal/regionales-traunstein/grabenstaett_artikel,-altmaier-will-ladensterben-in-innenstaedten-verhindern-_arid,582428.html
Der Städtetag will mit einem Bodenfonds für mehr Leben in der Stadt sorgen:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-fuer-attraktivere-innenstaedte-staedtetag-fuer-bodenfonds-_arid,586829.html
Doch auch das wird nicht viel bringen.

Wer hat denn die Innenstädte notleidend gemacht? Es war doch Altmaiers Partei, die CDU, die den Online-Handel groß gemacht hat. Sie hätte nicht zulassen dürfen, dass Konzerne wie Amazon ihre Geschäfte dort versteuern, wo es am billigsten ist, sondern hätte darauf bestehen müssen, dass jedes getätigte Geschäft dort versteuert werden muss, wo es stattfindet. Wenn also Amazon etwas in Deutschland verkauft, muss die Firma das auch hier versteuern. Dadurch werden nicht nur die Waren bei Amazon teurer, sondern die Städte werden auch nicht um die ihnen zustehende Gewerbesteuer gebracht
Und noch etwas wurde versäumt: Wenn ich an die Gründung meiner Familie vor mehr als einem halben Jahrhundert zurück denke: Damals gab es keine Gewerbegebiete. Man kaufte die Möbel in der Innenstadt. Eching, das heute ein riesiges Gewerbegebiet ist, war ein unbedeutendes Dorf am Rande von München. Weil aber eine leitende Landesplanung weitgehend fehlte, wiesen die Kommunen immer mehr Gewerbegebiete aus. Unser kleines Dorf mit ca.5000 Einwohnern hat beispielsweise 4 davon. Di
eser Trend führte zu einem enormen Flächenverbrauch:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Beispielweise hat heute ein Möbelgeschäft in einem Gewerbegebiet bei Rosenheim eine Ausstellungsfläche, die so groß ist wie die Ladenfläche der gesamten Innenstadt. Wie soll da ein Möbelhändler in der Innenstadt existieren können?
Was also muss geschehen, um die Innenstädte zu beleben?
Oft genügt ein einziger vorbildlicher Unternehmer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/10/sterbende-innenstaedte-auflebende-orte/
Aber such Ideen sind gefragt: Inzell und Ruhpolding machen sich bekannt durch Eislauf- bzw. Langlaufzentren.
Bad Reichenhall, das sehr viele leer stehende Geschäfte hat, bekommt immer mehr Lokale, vor allem Cafés, weil die Menschen gern in dieser schönen Stadt verweilen. Und so bleibt auch diese Innenstadt trotz aller Probleme attraktiv und stirbt nicht aus.

Das sollten Sie wissen in Zeiten des Corona-Virus: Was ist Triage? Priorisierung? MTS?

Es sieht nicht gut aus bei unseren Krankenhäusern: Die Patienten wurden zu Fallpauschalen, die Kliniken wurden privatisiert und unter dem Kostendruck immer mehr verkleinert, so dass bisher schon die ersten deswegen sterben mussten:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/26/schlimme-nachricht-2/
Es ist also ganz klar. dass in so einem Gesundheitssystem die Corona-Patienten schlechte Karten haben: Was soll man tun, wenn mehr Patienten behandelt werden müssen, als von den Krankenhäusern verkraftet werden können? Dann muss man halt die Patienten auswählen, und da kommt dann MTS usw. zur Anwendung. Das sieht so aus, wie wir in Italien erleben können:
Der Anästhesist Christian Salaroli aus Bergamo wählte drastische Worte: „Wenn jemand zwischen 80 und 95 Jahre alt ist und große Atemprobleme hat, führen wir in der Regel die Behandlung nicht fort“, erläuterte der Arzt. „Diese Personen haben statistisch gesehen keine Chancen, das kritische Stadium der Infektion zu überleben. Diese Personen werden bereits als tot angesehen“, sagte Salaroli.
Da bin ich also mit meinen 86 Jahren schon halbtot.

Aber man soll auch den negativen Nachrichten eine positive Seite abgewinnen: Die Rentenkassen werden eine gewaltige Entlastung erleben. Das „sozialverträgliche Frühableben“ ist zur Wirklichkeit geworden.

Sterbende Innenstädte

Sehen unsere Innenstädte bald so aus? Gerade lesen wir über Bad Reichenhall: „Die Zahl der leeren Geschäfte rund um die Fußgängerzone liegt bei etwa 35.“
Was für einen deprimierenden Eindruck machen die sterbenden Innenstädte. Das gilt besonders für Kurorte, die ja teilweise auch vom Erscheinungsbild ihrer Straßen leben.
Schuld ist der Online-Handel, der nicht nur die Geschäfte  in den Innenstädten kaputt macht, sondern die Steuereinnahmen, die man einmal aus  dem ortsansässigen Handel hatte, zu sich und damit ins Ausland verlagert.
Nun könnte unsere Politik natürlich den vernünftigen Grundsatz einführen, dass die Steuern dort zu zahlen sich, wo die Umsätze gemacht werden. Aber so etwas hat sich bisher nur Macron getraut. Bei uns geht das nicht, weil Trump dann sofort unsere Autoindustrie mit Strafzöllen belegen würde.
Wir sind Opfer unserer eigenen Politik geworden: Wir fanden es normal, dass wir beispielsweise Hähnchenflügel oder Altkleidung nach Afrika exportierten und dort den einheimischen Handel kaputt machten. Nun trifft diese Art von Politik uns selbst.
Wenn ich mir all dass so anschaue, frage ich mich, ob die Globalisierung wirklich ein Vorteil für alle und nicht nur für die Reichen ist. Wir haben doch vorher sorgenfreier gelebt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Was uns fehlt, ist eine globale Verhandlung über Moral und Verantwortung im Welthandel. Aber davon haben wir beim kürzlichen Treffen in Davos nichts gehört.

 

Das Gasthaussterben muss nicht sein

Man hört zur Zeit immer öfter von einem Gasthaussterben: Die Ursachen sind: zu wenig Umsatz, kein Personal, kein Nachfolger für den Wirt… So hat in Bayern jedes 5. Dorf kein Gasthaus mehr. Das muss nicht sein. Ein Gasthaus, das das richtige Konzept hat, geht immer gut.
Ein Beispiel dafür ist das Traditionswirtshaus Kraimoos, ein gemütliches bayerisches Wirtshaus.
Man fragt sich, wie so ein Gasthaus existieren kann, denn dort gibt es Essen, das viel billiger ist als beim Chinesen oder Inder. Ein solides einfaches Essen bekommt man dort schon für 4,90 Euro. So ist es kein Wunder, dass viele Gäste dort hin fahren, obwohl das Gasthaus in Kraimoos liegt, einem Dorf, das nur aus ein paar Bauernhöfen besteht. Erst habe ich mich gefragt: Wie kann der Wirt davon leben? Dann habe ich gesehen, dass viele Leute ihre Feiern in dieses Gasthaus verlegen, weil der Wirt ausgezeichnet kocht. Da schaut man dann nicht auf den Preis, wenn man feiert.
Auch wenn am Sonntag kein billiges Essen angeboten wird, kommen die Gäste gerne, um sich dort etwas Gutes zu gönnen. So kommt der Wirt auf seine Kosten und er lebt davon anscheinend nicht schlecht, wenn man das aus seinem Auto schließen kann.
Das ist ein Beispiel, wie ein Gasthaus sogar in ungünstiger Lage gut überleben kann.

Ein anderes nachahmenswertes Beispiel ist das Gasthaus D‘Feldwies.
Eine Zeit lang war es ein Opfer des Gasthaussterbens und dem Verfall preisgegeben. Dann wurden die Dorfbewohner aktiv: Sie richteten in Eigeninitiative ihr Gasthaus wieder her. Die einen langten zu und die anderen spendeten. Und was dabei heraus gekommen ist, ist ein Aushängeschild für Bayern.
Und noch ein bemerkenswertes Beispiel ist die Windbeutelgräfin in Ruhpolding:

Dort hat man ein originelles Konzept für ein uriges Lokal. An der Decke hängen lauter Kaffeekannen:

Abschreckend kann die moderne Architektur sein, denn im Gasthaus soll es gemütlich und nicht modern (im Sinne von kühler Atmosphäre) sein. So ist der Unterwirt in Chieming einmal ein gut gehendes Lokal gewesen, in dem wir gerne zu Gast waren. Dann wurde das Haus von einer Brauerei aufgekauft und so renoviert, dass es nun wie eine Kantine wirkt. Da kann ein Koch noch so gut kochen: Das nützt nichts. Das einst gut gehende Lokal steht nun leer.
Umgekehrt ist es in Ruhpolding, da hat ein guter Architekt das moderne „Brothaus“ erbaut – eine Attraktion für den Ort, denn es ist ein interessanter Bau, der trotz seiner Modernität eine Atmosphäre zum Wohlfühlen besitzt. Und auf dem Weg dorthin liegt der „Papillion“ außerhalb einer Ortschaft und doch gut besucht, weil er ganz aus Holz und Glas gebaut ist:


So gibt es viel Nachahmenswertes. Eigentlich müssten ja die Gasthäuser gut gehen, denn es gibt immer mehr alte Leute, die nicht mehr kochen. Und auch die Berufstätigen lassen sich meist in einer Kantine oder einem Lokal verpflegen. So müsste doch in der Gastronomie ein Boom herrschen.

Auf jeden Fall: Lasst eure Gasthäuser nicht sterben!

Ein Fundstück, das zu Herzen geht

Im Traunsteiner Stadtpark gibt es eine Luitpold-Eiche, die 1892 zu Ehren des Prinzregenten gepflanzt wurde. Diese Eiche kümmert so vor sich hin: Sie hat eine lichte Krone und die Blätter sind hellgrün. Dieses traurige Bild hat einen Poeten erbarmt und er hat ein ergreifendes Gedicht an den Baum gehängt, das die Passanten nachdenklich stimmen wird.
Vielen Dank!