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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Unter Lyrik verstehen manche Schreiberlinge heute eine Literaturart, in der oft ausgefallene Gedanken unverständlich und ungereimt zu Papier gebracht werden.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Gedicht über das Wetter

So schaut’s heut aus bei uns:

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Und da habe ich mir gleich meinen Reim darauf gemacht:

  Die Amsel

Ach trübe sieht es heute aus,
Dass es sogar der Amsel graust.
Sie sitzt im Baum am höchsten Ast
Und hält dort oben kühle Rast.
Sie weiß genau: Nach kurzer Zeit
Ist es wieder schon so weit:
Da wird der ganze Himmel blau,
Die Lüfte werden wieder lau:
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Und geht’s dir einmal nicht so gut:
Denk an die Amsel, schöpfe Mut!

Gedicht zum Tag

 

GedichteNachdem ich mich gerade aus dem Krankenhaus selbst entlassen habe, merke ich, dass es doch noch weit fehlt, Und da fällt mir eines meiner Gedichte ein:

        Rat

Was mir so durch den Kopf gegangen –
Ich sag‘ es frank und frei:
Kaum hat das Leben angefangen,
Ist es schon fast vorbei.

Sind auch gesund noch Leib und Glieder,
Und ist weit weg noch alles Leid:
Wie schnell schon liegst du krank danieder.
Drum freu‘ dich jetzt – genieß die Zeit!

Zu früh gefreut

Das war eine freudige Überraschung für mich, als ich las, dass die Brentano-Gesellschaft mein Gedicht in ihre Sammlung deutscher Lyrik aufnehmen würde:

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Und man schrieb mir, das sei eine Hilfe für den Umgang mit Verlagen. Es hat sich aber kein neuer Verlag bei mir gemeldet. Und nun kam „der Hammer“ per Post. Mir wurde die Lyrik-Sammlung, in der mein Gedicht abgedruckt ist, für den Sonderpreis (40 % Rabatt!) von 89 Euro angeboten.
Das Ganze ist offenbar nichts anderes als eine Verkaufsstrategie eines Verlages. Aber es wird wohl genügend Autoren geben, die gerne 89 Euro bezahlen, um ihr Gedicht in einer Sammlung zu sehen.

Schreiben Sie kein Buch!

Jedenfalls wenn es nicht unbedingt sein muss! Wenn Sie es aber trotzdem tun: Haben Sie sich das auch gut überlegt? Schauen Sie mal bei den Vertreibern von eBooks nach, was da so täglich neu auf dem Markt erscheint. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass allein bei Lulu, wo ich zu Hause bin, täglich 1000 gedruckte Bücher erscheinen sollen (einschließlich Doktorarbeiten und Reisebeschreibungen). Da gehen Sie also unter.
Ein Buch an einen renommierten Verlag einzusenden, ist von vornherein sinnlos. Da bräuchten Sie einen Agenten. Aber es gibt auch Verlage, die davon leben, unbekannten Autoren eine Möglichkeit zu geben, ihr Buch zu veröffentlichen. Meistens werden Sie aber dort nur viel Geld los. Seien Sie also bei solchen Angeboten äußerst vorsichtig. Fragen Sie sich, was es Ihnen bringt, wenn ein solcher Verlag Ihr Buch auf der Buchmesse unter 400.000 anderen in einem Regal stehen hat. Oder was können Sie erwarten, wenn er Ihr Buch in einem Prospekt aufführt, der an ausgewählte Buchhändler verschickt wird? Wo wird dieser Prospekt wohl landen? Wohl da, wo Sie auch die bei Ihnen eingehende Werbung entsorgen: im Papierkorb.
Es ist natürlich schön, wenn man sein eigenes gedrucktes Buch in der Hand hält. Aber in den meisten Fällen ist der Autor der einzige Leser dieses Buches und vielleicht noch ein paar Verwandte.
Wenn Sie also ein Buch schreiben wollen, testen Sie es erst einmal auf dem eBook-Markt. Einzelne Exemplare können Sie dann immer noch bei Lulu ausdrucken lassen und verschenken oder behalten.
Was aber eine brauchbare Alternative ist: Wenn Sie Lyrik oder Kurzgeschichten schreiben, tun Sie das doch in einem Blog. Vielleicht können Sie sich so einen Leserkreis schaffen. Und das Blog-Schreiben ist insofern interessanter und lebendiger, als Sie gelegentlich ein Echo in Form von Kommentaren erhalten.
P.S.: Meine Bücher sehen Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/home/