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Da bin ich von den Socken: Hört Euch das an!

Kürzlich erhielt ich eine Anfrage von einer Band, ob sie eines meiner Gedichte vertonen und spielen dürfen. Da habe ich natürlich gerne „Ja“ gesagt. Und ich war überrascht, was dabei heraus gekommen ist. Hört Euch das an:
https://www.youtube.com/watch?v=EMdCpljWB1U&w=640&h=360]
Ist das nicht großartig? Da kann ich nur Danke sagen für diese Ehre, die meinen paar Zeilen zuteil geworden sind.
Der Text stammt aus meiner  Gedichtsammlung:
https://autorenseite.wordpress.com/heitere-gedichte/

Hier noch zwei Kostproben:

Der Floh


Es war einmal ein kleiner Floh,
Der saß in einem Damenklo
Und träumt vom Überwintern,
Auf einem Damenhintern.
Er mag nur junge Haut, recht zarte.
So sitzt er da und denkt: ich warte.
Und wie er wartet unverdrossen,
Da wurde dieses Klo geschlossen.
So hat er dann die ganze Nacht
Recht kalt und einsam zugebracht.
Und die Moral von der Geschicht’:
Zu langes Warten lohnt sich nicht.

Alles Gefühlssache!


Ein Mann schläft nachts in weißem Linnen,
Da plötzlich kommen schwarze Spinnen
Und laufen über sein Gesicht.
Der Mann schläft fest und merkt es nicht.
Er spürt nur ein ganz leises Bitzeln
Und träumt von Frauen, die ihn kitzeln.
Moral: Du kannst auch schwarzen Spinnen
Mitunter Freude abgewinnen.
Alles Gefühlssache!

Da freue ich mich

 

Heute habe ich Post von einer jungen Band bekommen. Die möchte gern das folgende Gedicht verwerten. Da war ich doch sehr überrascht, wie die jungen Leute darauf gestoßen sind und dass es gerade ihnen gut gefallen hat.
Da kann ich nur viel Erfolg wünschen.

Der Redner

Da steht er und steht er
Und dann red’t er und red’t er,
Und er hört nimmer auf,
Derweil i da sitz und sauf.
Und dann is’s endlich aus,
Spät komm’ i nach Haus,
Und da hab i mi g’fragt:
Was hat er jetzt g’sagt?

Mehr Gedichte finden Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/heitere-gedichte/

Spruch zum Tag: Was ist die Wahrheit?

Heute wird mir wieder einmal bewusst, wie schwer es ist, die Wahrheit heraus zu finden: Über die Demonstration in Berlin lese ich nämlich bei Web.de schon einmal zwei Versionen. Mal sollen es 15.000 Teilnehmer gewesen sein, mal 20.000. Völlig anders stellen es die Veranstalter dar: Die zählten 1,3 Millionen. Dazu fällt mir ein Zitat aus meiner Gedichtsammlung ein:

Die Wahrheit

Ja, die Wahrheit lob ich mir,
Doch sie ist ein selt’nes Tier,
Sie ist fast schon ausgestorben,
Weil die Menschheit so verdorben.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Eheregel für Männer

Seit meiner goldenen Hochzeit denke ich darüber nach, warum meine Ehe eigentlich immer noch funktioniert . Und da bin ich auf diese Weisheit gestoßen:
„Unbedingter Gehorsam des Ehemannes ist die Grundlage einer guten Ehe.“
Als ich mir gerade etwas auf die Entdeckung dieser Weisheit einbilden wollte, las ich, dass die Franzosen dies schon seit langem in einem Sprichwort viel besser ausgedrückt haben, indem sie sagen:
«Que femme veut, Dieu le veut.» (Was die Frau will, das will Gott)
Und dann habe ich mich hingesetzt und diese grundlegende Erkenntnis in einem Gedicht nieder geschrieben:

Hochzeitsgedicht
(Von einer kleinen Brautjungfer mit unschuldigem Augenaufschlag nach der Trauung aufzusagen)
Beugt sich ein Mann dem Ehejoch
Dann hat er eine Chance noch:
Er tue stets, was ihm befohlen,
Sonst wird ihn gleich der Teufel holen.

Weil leider viele Männer diese Weisheit nicht begreifen wollen, und nach dem Motto leben wollen: „Der Herr im Haus bin ich!“, habe ich zusätzlich noch einen kostenlosen Eheratgeber für Männer geschrieben. Schauen Sie doch mal rein, wenn Sie ein Mann sind und Fragen oder Probleme haben.
Auf keinen Fall sollte ein Mann heiraten, bevor er sich diesen Ratgeber zu Gemüte geführt hat.
Übrigens: der Eheratgeber ist keine für Frauen geeignete Lektüre und daher mit eine speziellen Sicherung gegen Leserinnen ausgestattet.

Gedicht zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr

Und wieder kommt ein neues Jahr:
Bleibt alles so, wie’s bisher war?
So fragen sich die Alten –
Sie woll’n ihr Glück behalten.

Die Jungen blicken nicht zurück:
Denn vor ihnen liegt das Glück.
Im neuen Jahr ist alles offen,
So freu’n sie sich und hoffen.

Doch ganz egal, ob alt, ob jung:
Wir geh’n ins neue Jahr mit Schwung.
Was es uns bringt: Wir sind gespannt.
Alles liegt in Gottes Hand.

Herbstgedicht

Mehr Gedichte in der Fundgrube: https://autorenseite.wordpress.com/fundgrube/

Laubgebläse sind eine der blödesten Erfindungen, die je gemacht wurden: Sie sind mit ihren Zweitaktmotoren eine unerträgliche Lärmbelästigung und wirbeln Schadstoffe sowie Bakterien auf. Sie schaden den Kleinlebewesen, die am Boden leben. Und sie sparen gegenüber dem konventionellen Rechen kaum Zeit. Es wird Zeit, dass diese Umweltschädlinge verboten werden. In einigen Städten ist dies schon geschehen und in anderen wird darüber diskutiert.

Wieder ein Bär in Bayern! Hau ab, sonst…


In den Nachrichten kam die Meldung, dass wieder ein Bär zu uns nach Bayern eingewandert ist. Ich kann das Tier nur warnen: „Hau ab, sonst geht’s dir so wie Bruno!“
Ich habe damals dem guten Bruno dieses Gedicht gewidmet:

Nachruf auf Bruno
(“Problembär”, erschossen  im Juli 2006
auf Anordnung von Minister Schnappauf)

Bruno, unser Lieblingsbär,
Weilt leider unter uns nicht mehr.
Nachdem man wochenlang geheuchelt,
Wurde er dahingemeuchelt.
Dem Schnappauf war er nicht genehm,
Der sprach: „Der Bär ist ein Problem.
Weil er nicht so lebt wie ein Bär,
Drum dulden wir ihn nun nicht mehr,
Hat er doch ganz unverhohlen,
Ein Pfund Honig sich gestohlen.
Dieser Bär hat kein Gewissen,
Hat kleine Lämmchen aufgerissen.
Und dann ist er ganz ungeniert
In Kochel auf der Straß’ spaziert.
Auch am Haus der Polizei
Ging er ohne Gruß vorbei.
Ein Bär, der Anstand nicht gelernt,
Wird nun aus der Natur entfernt.“
(Zu deutsch: „…zum Abschuss freigegeben.“)
Und so endete sein Leben.
Wir suchen Trost im Alkohol:
„Prost, Bruno – auf dein Seelenwohl!“
Und die Moral von der Geschicht?
Reize einen Schnappauf nicht!

Ein Fundstück, das zu Herzen geht

Im Traunsteiner Stadtpark gibt es eine Luitpold-Eiche, die 1892 zu Ehren des Prinzregenten gepflanzt wurde. Diese Eiche kümmert so vor sich hin: Sie hat eine lichte Krone und die Blätter sind hellgrün. Dieses traurige Bild hat einen Poeten erbarmt und er hat ein ergreifendes Gedicht an den Baum gehängt, das die Passanten nachdenklich stimmen wird.
Vielen Dank!