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Was man von Tieren lernen kann

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Über dieses Thema habe ich schon öfter geschrieben, beispielsweise hier zum Tag des Glücks:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/03/20/gedanken-zum-heutigen-tag-des-gluecks/
Und gerade sah ich in einer Sendung über die lustigsten Tiervideos etwas Nettes, was sehr lehrreich ist. Normalerweise sieht es ja grausam aus, wenn Katzen Mäuse fangen und vertilgen: Sie treiben erst ihr quälendes Spiel mit den kleinen Tieren, bis diese endlich tot sind.
Anders war es auf dem Video zu sehen: Eine Maus sprang vor der Katze in die Höhe und erschreckte sie so. Auf diese Weise konnte die Maus ihr rettendes Loch erreichen.
Was lernen wir daraus? Auch in scheinbar aussichtslosen Lagen niemals aufgeben!
Dies hat sich meine erkrankte Frau als Devise an die Wand gehängt:

Zwei Begegnungen

Wie verschieden doch die Menschen sind:

Gestern in der Stadt trafen wir eine Frau mit ihrer kleinen Tochter, die ein hübsches Kleid an hatte. Ich dachte, dass ich dem Kind eine Freude mache, wenn ich dies bemerke und sagte:
„Du hast aber ein schönes Kleidchen an. Wo kann man denn so etwas kaufen?“
Darauf schürzte die Mutter ihr Kleid und knickste:
„Und zu meinem Kleidchen sagen Sie nichts?“
Das war eine nette kleine Begegnung und wir haben herzlich gelacht.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Begegnung der anderen Art. Ein kleines Mädchen hatte eine besondere Frisur mit einem Haargeflecht an den Seiten des Kopfes. Auch hier dachte ich, ich würde dem Kind eine kleine Freude machen, wenn ich die Frisur lobe und fragte:
„Du hast aber eine schöne Frisur. Wer hat denn die gemacht?“
Darauf mischte sich die Mutter böse ein:
„Was fällt Ihnen ein, einfach mein Kind anzusprechen?“

Stadt oder Land: Wo lebt es sich besser?

 

Gerade lese ich bei Web.de: „Die Metropolen verlieren in der Pandemie an Attraktivität: Stattdessen möchten viele aufs Land oder in die Kleinstadt. Laut einer Umfrage wollen planen 13 Prozent der Befragten aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, diese in den kommenden 12 Monaten zu verlassen.“ Da staune ich: So viele wollen weg — ein Zeichen dafür, dass die Städte immer unwohnlicher werden.

Ich habe junger Mann in München gelebt und es sehr genossen: Theater, Opern, Konzerte und vor allem Schwabing. Ja, Schwabing war damals noch nicht kaputt. Als Student konnte man sich die Bars noch leisten, auch das P1.  Die Leopoldstraße war eine einzige Flaniermeile mit Straßenlokalen. Dort gab es im Sommer was zu sehen: Künstler hatten dort ihre kleinen Stände, wo sie ihre Werke ausstellten. Heute bestimmt der Durchgangsverkehr das Bild. Die breiten Gehwege wurden zugunsten der Straße verschmälert.  Das gute alte Schwabing ist tot. Und die gemütlichen alten Tanzbars sind zu Nobelschuppen geworden, die man nur mit Stöpseln in den Ohren und viel Geld besuchen kann.

Als ich eine Familie gründete, habe ich mich für das Landleben entschieden. Es ist alles so viel einfacher in einer Kleinstadt: Man ist gleich überall dort, wo man hin muss — ohne Stau. Wir konnten uns ein herrliches Haus in schönster Umgebung leisten, während in München nur ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung drin gewesen wäre. Und wir können auf kurzem Weg die schönsten Stellen unseres Landes genießen. Für die Kultur brauchen wir nur nach Salzburg zu fahren, das nicht weiter weg ist als für viele Münchner die Innenstadt von ihrem Vorort.

Ja, wir wissen es, warum Ganghofer schrieb: „Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.“ Und wir wundern uns nicht, dass die Promi-Dichte hierauf dem flachen Land immer mehr zu nimmt. Es gilt halt immer noch die alte Weisheit:
(Außerhalb Bayerns existiert kein Leben, und wenn es dort Leben gibt, ist es kein solches.)
PS.: Ich kenne Deutschland gut und weiß natürlich, dass unser Land noch viele andere schöne Stellen hat und dass der Spruch daher falsch ist, obwohl er in den Ohren der Hiesigen ganz gut klingt.

 

 

Die Aussteiger werden mehr – Beispiel Aschau in Oberbayern

Bei manchen verläuft das Leben gradlinig: Schule, Studium, Beruf. Bei anderen denkt man, aus denen wird nie etwas: Schule geschmissen, verschiedene Jobs, aber dann sind sie auf einmal Schlagerstar. So etwas bewundere ich immer.
Und jetzt sehe ich viele, die als Promis oder Firmengründer reich geworden sind und dann aussteigen. Sie ziehen weg aus der Stadt und lassen sich hier in Bayern auf dem Land nieder. Oft kaufen sie sich einen Bauernhof und haben Freude am einfachen Leben.
Andere sind vor der Pandemie in ein griechisches Dorf geflohen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/30/das-lustige-leben-der-corona-fluchtlinge/

Wie viele Reiche hier in unserer Gegend wohnen, kann man beispielsweise daran ablesen, dass es hier Lokale wie dieses gibt:

Die Speisekarte ist vielleicht nicht gerade preislich das, was Sie suchen:

Es ist halt so schön hier, dass viele gern mehr bezahlen. Aber keine Angst: Man kann hier auch sehr billig leben: https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/03/das-gasthaussterben-muss-nicht-sein/


Aschau: der Dom des Achentals.
„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land“, sagte einst Ganghofer. Aber viele Reiche sagen sich inzwischen: „Weil mich Gott nicht geliebt hat, ziehe ich halt selbst hierher.“

 

Das Lernen muss man lernen: Beim Lernen ist es wie beim Sex… (III)

Wenn ich bei der heutigen Jugend so herum schaue, stelle ich bei denjenigen, die ich im Blickfeld habe, fest: Sie sind zu fleißig. Auch bei den Intelligenten sehe ich, dass sie zwar einen hohen IQ haben mögen, aber beim DQ (Dummheitsquotientent) hapert es oft.
Das zeigt sich besonders beim Lernen. Die meisten übersehen, dass das Lernen eine Aufgabe ist, mit der man sich näher befassen muss:
Sie finden es selbstverständlich, dass man zum Fahren-Lernen in die Fahrschule geht. Und auch jeder weiß, dass man Schwimmen schneller bei einem Schwimmlehrer lernt. Nur beim Lernen glauben die meisten wie beim Sex: Das kann man von selbst. Durchaus, aber wie!
Was das Lernen anbetrifft, stecken viele einfach ihre Nase in die Lehrbücher und meinen, so prägen sie sich den Stoff ganz einfach ein. Aber mit Fleiß und Lernen bis in die Nacht verderben sich viele ihre Jugend und erreichen nicht mehr als andere, die die Aufgabe des Lernens lockerer angehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/29/das-lernen-muss-man-lernen-beim-lernen-ist-es-wie-beim-sex-ii/
Hier noch mal alles kurz zusammengefasst:
> Das Gehirn braucht Sauerstoff. Wer sich gleich morgens über seine Lehrbücher setzt, dessen Blut läuft träge durch die Adern. Wer hingegen seinen Blutkreislauf mit einem Tennisspiel oder Joggen in Schwung gebracht hat, leistet in der Bilanz mehr.
> Bergsteigen ist Gehirndoping, weil die dünnere Luft in der Höhe den Sauerstoffgehalt im Blut erhöht.
> Das Gelernte speichert sich richtig erst im Schlaf ab. Lernen bis in die Nacht bringt nichts. Ausreichend Schlaf ist wichtig, sonst bleibt vieles nur kurz im „Arbeitsspeicher“ hängen.
> Das Sonntagsgebot, das es auch bei anderen Religionen in ähnlicher Weise gibt, beruht auf der Weisheit, dass man auch mal eine längere Pause braucht, um wieder etwas leisten zu können.
> Wie man beim Sport Dehnungsübungen macht, braucht auch das Gehirn so etwas. Deshalb wurde die Universität erfunden, die  – wie der Name sagt – den Studenten eine universelle Bildung verschaffen wollte. Die Begegnung mit anderen Wissensgebieten erweitert das Gehirn. Aber heute sind aus den Studenten Studierende geworden, die keine Zeit mehr haben, über den Tellerrand ihres Fachgebiets hinaus zu schauen.
Dies sind nur noch mal kurz ein paar Anregungen, die Ihnen vielleicht das Leben erleichtern könnten.


Glück kann so einfach sein

Wenn man wie ich dankbar auf fast 9 Jahrzehnte seines Lebens zurück blickt, dann erinnert man sich gerne an die vielen glücklichen Tage: mit der Familie, im Beruf, im Urlaub… Es gab so viele schöne Erlebnisse.
Aber was merkwürdig ist: Zu den glücklichen Tagen gehören auch ganz einfache:

Ich bin drei Mal mit dem Fahrrad von Kiel aus durch ganz Deutschland bis in die Berge gefahren und daher erinnere ich mich gerne an erholsames Rasten in Jugendherbergen: in der Festung Ehrenbreitstein oder bei peitschendem Sturm im warmen Turmzimmer der Ludwigsburg. Und manchmal sitze ich im Geiste in einem der Bögen von der Kaiserpfalz in Bad Wimpfen und erinnere mich an den herrlichen Ausblick.

Aber zu den schönsten Erinnerungen gehört auch beispielsweise eine ganz einfache: Weil ich wenig Geld hatte, fragte ich auf einer Alm, ob ich dort im Heu schlafen könnte. Aber der Bauer lud mich in seine Hütte ein. Sie war ganz schlicht: Der Boden bestand aus Baumrinde. An der Stirnseite brannte das Feuer im Herd. Davor war der Esstisch mit Stühlen. Und von rechts schauten aus einem Verschlag die Kühe zu. Und auf der anderen Seite waren die offenen Schlafplätze nebeneinander. Einfacher geht es nicht mehr – und doch so schön. Selten habe ich das Leben so gespürt wie hier, wo ich mit den Kühen in einem Raum schlief. Und ich höre noch heute, wie sie in ihrem Traum schnauften. Da war ich ganz eins mit der Natur. Und selten habe ich ein so starkes Gefühl der Geborgenheit gehabt.

Corona: Kinder haben Ideen! Spruch zum Tag

Als alter Mann freue ich mich immer besonders an den Kindern, wie sie voll von Ideen und Betriebsamkeit ständig beschäftigt sind. Gerade auch in Corona-Zeiten haben sie immer was zu tun.
Auf meinem Spaziergang komme ich oft an einem Haus mit Kindern vorbei. Die haben sich vorgenommen, die Welt zu verbessern oder nur den Vorbeigehenden eine Freude zu machen. So legen sie beschriftete Steine an den Weg. Auf dem Bild oben lesen Sie ihre neuste Botschaft.
Auch andere haben solche Ideen. Hier ein Stein auf der Strobl-Alm:

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die Menschheit lebt wie ein Schiffbrüchiger, der auf einer einsamen Insel gelandet ist und der seine Vorräte nicht sparsam verwendet – genau so erschöpfen wir die Welt.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

 

Heute ist der Tag der Handschrift

Sütterlin, Handschrift, Typografie, Schriften

Fällt Ihnen das auch auf? Wenn man alte Handschriften anschaut, staunt man über das gleichmäßige Schriftbild. Und wenn man unsere heutigen Schreibereien daneben hält, muss man eigentlich zu der Überzeugung kommen: Mit der Menschheit von unserer Zeit ist etwas nicht in Ordnung.
Das ist so ähnlich wie bei einem einzelnen Menschen: Je älter er wird, umso schlechter sieht seine Schrift aus.
Übrigens soll es Schulen geben, in denen die Kinder keine Handschrift mehr lernen, sondern nur lateinische Druckbuchstaben. Wer schreibt denn heute noch Briefe? Heute verkehrt man über die Medien.
Und es ist kein Wunder, dass heute 12 % der Deutschen Analphabeten sind, denn die Menschen werden immer dümmer. Heute gibt es fast alles auf Video oder bei YouTube. Wozu da noch lesen und schreiben lernen?

International Hugging Day – Welttag der Umarmung

Schade, dass dieser bedeutende Tag heuer wegen Coronaausfallen muss. Der Tag hätte ja keinen Sinn, wenn er nur Umarmungen im Kreise der Familie im Auge hätte. Die sollten ja sowieso eine Selbstverständlichkeit sein.
Der Hugging Day soll vielmehr menschliche Wärme unter die Leute auf der Straße bringen. Und da sah ich in München etwas Besonderes: Zwei bildhübsche Japanerinnen standen in einem knappen goldenen Kleid auf einem Podest mit dem Schild „Free Hugging“. Als ich vorbei ging, nutzte gerade ein herunter gekommener Penner diese Gelegenheit und er umarmte eine von den Beiden, die das mit freundlicher Miene über sich ergehen ließ.
Ich glaube, sie hat dem Mann ein sehr großes Geschenk gemacht, an dem er noch lange zehren wird. Und was das Schöne an dem Geschenk ist, ist, dass man dabei überhaupt nichts hergeben muss.