Schlagwort-Archive: Leben

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.
Viele Menschen suchen die Gesellschaft anderer nur deshalb, weil sie sich hinterher besser vorkommen als die anderen. (H. Pöll)

Schöne Geschichte bei „Bares für Rares“


Das ist nicht die Uhr, von der hier die Rede ist, sondern unsere selbst gebastelte.

Gerade lese ich: Emotionaler Moment bei „Bares für Rares.“ Gleich mehrere Plattformen berichten darüber, was Horst Lichter zu Tränen gerührt hat. Viel erwähnenswerter und anrührender fand ich eine andere Geschichte, die eine Frau in der Sendung berichtete: Sie bot eine teure Uhr von Sinn an und erzählte, wie sie die Uhr gekauft hat, obwohl sie nicht genügend Geld hatte. Trotzdem gab ihr der Uhrmacher die Uhr und sagte zu ihr: „Madel, immer wenn du Geld hast, bringst du was vorbei.“ Es gibt wohl wenig so kurze Geschichten, die zeigen, wie wir inzwischen herunter gekommen sind. Wem kann man heute noch so vertrauen?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die Zeit ist heutzutage so schnelllebig, dass jemand, der einem Trend hinterher hinkt, oft fast schon wieder wie der Vorläufer einer neuen Retrobewegung wirkt.

(H. Pöll)

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Das Schlimme am heutigen Leben ist, dass es von den Fernsehfilmen ständig durch Verrücktheit übertroffen werden muss und sich die Menschen dann diese Filme zum Vorbild nehmen.

(H. Pöll)

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

 

Mit der Reue ist das so eine Sache: Der eine bereut verpasste Gelegenheiten, der andere wahrgenommene.

(H. Pöll)

Wohin geht die Reise? Vom Ende her denken!

Man müsse alles vom Ende her denken, ist ein bekannter Ausspruch der früheren Kanzlerin. Doch leider handelte sie nicht nach diesem Grundsatz und so kam es zum Merkelismus und zum Niedergang ihrer Partei.

Wenn man nüchtern vom Ende her denkt, kann es sowieso nicht so weiter gehen, weil die Ressourcen so ausgebeutet werden, dass wir 1 1/2 Erden bräuchten, um so weiter leben zu können:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/29/alarm-welterschoepfungstag-rueckt-wieder-vor/
Aber auch wenn man davon absieht, geht die Entwicklung dahin, dass die Lebensqualität immer weiter absinkt: Bald wird es kein Dorf ohne Windrad geben, ohne Gewerbegebiet,  ohne Autobahn usw.

Ich demonstriere das einmal an unserem Dorf Bergen in Oberbayern. Als ich hier mein Haus bauen wollte, wurde mir das verwehrt, weil man den Kamin von der Autobahn aus hätte sehen können; das hätte das Bild einer intakten bayerischen Landschaft gestört. Damals gab es noch kein Gewerbegebiet bei uns. Heute hat unser kleines Dorf mit knapp 5000 Einwohnern 4 (!) Gewerbegebiete, eines davon direkt an der Autobahn. Man fragt sich: Wie haben wir damals so völlig anders leben können?
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Wie bedroht das Leben sogar im kleinsten Dorf ist, merkten wir, als uns die Regierung mitteilte, man könne die schönen Orte nicht immer schonen. Daher wolle man bei uns eine Mülldeponie bauen. Umweltschützer warnten, man gefährde damit den Chiemsee, aber Wissenschaftler der Regierung fegten diese Bedenken hinweg, und so begann man mit dem Bau. Kaum kam es zu den ersten Einlagerungen, sind sämtliche Fische in einer Fischzucht zwischen unserem Ort und dem Chiemsee verreckt. Nun hat man die Deponie mit Gras überwachsen lassen und Rohre, aus denen Gase entweichen, geben nachts ein gespenstisches Licht..

Eines Tages, wenn die Menschen hinter einem Windrad hocken, Lärm von Autobahnen oder Flugplätzen zu ertragen haben, nebenan ein Gewerbegebiet haben … . dann werden sie fragen: Könnte nicht alles so wie früher sein?

 

Macht Reichtum krank?

Weiter unten steht in meinem Zitat zum Thema Politik:

Arme teilen das Wenige, das sie haben, eher, als dass Reiche etwas von ihrem Überfluss abgeben.

Ein Beispiel ist das „Armenhaus Europas“, die Republik Moldau, mit ihren rund 2,6 Millionen Einwohnern. Sie hat 237.000 Flüchtlinge aufgenommen, von denen 113.000 auf ihrem Staatsgebiet bleiben.
Rechnet man das auf die Bundesrepublik um, so müssten wir rund 8 Millionen Flüchtlinge aufnehmen, von denen knapp die Hälfte verbleibt. Da wären wir doch total überfordert.
Und wenn ich die Moldawier sehe, die ihre schäbigen kleinen Hütten fröhlich mit ukrainischen Familien teilen, dann denke ich an einen Fußballer, der in einer riesigen Villa im Münchner Nobelviertel Grünwald wohnt. Dem würde es doch niemals einfallen, Ukrainer bei sich aufzunehmen. Und wenn er 24 Millionen verdient, wird er kaum auch nur eine Million für die Flüchtlinge übrig haben.
Ich erinnere mich dabei noch an den Rennfahrer Michael Schumacher. Er ist ja in die Schweiz gezogen und hat dadurch viele Millionen Steuern gespart. Und als er dann mal eine Million für einen guten Zweck stiftete, war er kurz vor der Seligsprechung.

Ja, sind sind wir halt. Es lässt uns kalt, wenn ein altes Mütterchen die Abfalleimer durch wühlt, um Pfandflaschen zu finden und damit ein paar Cents zu ergattern. Wem würde es schon weh tun, ihr ein Scheinchen zu zu stecken?

Wann wandern Sie aus? „Hier geht alles den Bach runter.“

Immer mehr Menschen wandern aus Deutschland aus. Bisher waren die Maßnahmen gegen die Pandemie schuld:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/montenegro-sehnsuchtsort-deutscher-corona-fluechtlinge-36632186
Es sind nicht die Schlechtesten, die Deutschland verlassen. Ich kenne ein Arztehepaar, das nach Griechenland ausgewandert ist und dort begeistert und erfolgreich einen Bauernhof betreibt. Von ihnen höre ich, dass dort viele Deutsche leben, die dort sogar eine Schule betreiben.
Man kann die Leute mit ihrer Querdenkermentalität als hysterisch bezeichnen, wenn man regierungstreu ist. Ich sehe mich dagegen als ein erpresstes Impfopfer:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/01/07/sch-ade-ich-bin-ein-impfopfer/

Nun allerdings gibt es einen nachvollziehbareren Grund zum Auswandern, oder fast möchte man sagen: zur Flucht. Es gibt immer mehr Leute, die auswandern, weil sie glauben, dass „hier alles den Bach runter geht“. Falls Sie fragen, wieso, wiederhole ich noch mal, was ich vorgestern hier geschrieben habe:

Unser Luxusleben ist vielfältig bedroht. Manchmal kommt es mir vor, als würden wir in einer Scheinwelt leben, in der wir einfach den Kopf in den Sand stecken.

Gerade lesen wir, dass die Gefahr eines Stromblackouts immer realer wird. Und was das für eine unvorstellbare Katastrophe auslösen würde, lesen Sie bitte unbedingt hier:
https://web.de/magazine/panorama/experte-warnt-deutschland-strom-blackout-vorbereitet-36621208

Oder: Gerade habe ich beschrieben, dass uns ein Cyberangriff Putins droht:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/02/24/was-tun-wenn-putin/
Soeben hat das Hackerkollektiv Anonymous einen Cyberangriff gegen Russland gestartet. Wie könnte Putins Gegenschlag gegen die Sanktionen ausfallen? Könnte das ganze Netz bei uns zusammen brechen? Was dann, wenn keine Banken, keine Supermarktkassen, keine Versorgungsunternehmen funktionieren würden?
Putin hat sowieso gedroht, dass er sich für die verhängten Sanktionen furchtbar rächen will. Wie sieht seine Rache aus? Wird er vielleicht an den Grenzen der Ukraine nicht Halt machen?

Unser hochzivilisiertes Leben gleicht einem Drahtseilakt – ständig absturzgefährdet. Wir hängen an Lieferketten und sind anfällig gegen Blockaden.
All dies weckt bei manchen nachdenklichen Menschen den Wunsch nach einem einfachen, friedlichen und autarken Leben auf einem hübschen Grundstück im Süden mit einem Garten, der sie ernährt, und einem Ofen, den sie im Winter schüren können, ohne vom Energiemarkt abhängig zu sein.

Für diejenigen, die sich so etwas nicht leisten können: Für sie gibt es nur Sicherheit, wenn wir zu einem einfacheren autarken Leben zurück kehren.

 

Ist das alles noch normal?

Was ist eigentlich normal? Die meisten werden den jetzigen Zustand als den normalen empfinden. Aber wenn man so alt ist wie ich, stellt man fest: Wir sind wir heute nicht mehr normal:

Wie wir das Maß der Normalität verloren haben, zeigt sich bei der Unfähigkeit der EU, die ungeliebte Uhrumstellung zu beenden. Da streitet man darüber, ob dauernd die Winterzeit oder die Sommerzeit gelten soll. Dabei wäre die Lösung ganz einfach: Es muss natürlich die Normalzeit gelten. Das ist die, in der die Sonne um 12 Uhr im Zenit steht. Aber „normal“ ist heute eben nicht mehr selbstverständlich.

Für mich sieht das normale Leben so aus, wie wir es früher gelebt haben:
Da gab es
> kein Plastik,
> keine Chemie in den Nahrungsmitteln,
> kein Artensterben,
> keine Massentierhaltung,
> keine Überdüngung der Gewässer,
> keine Nitratbelastung des Grundwassers,
> keine riesigen Gewerbegebiete,
> keinen gewaltigen Flächenverbrauch,
> keine Outletcenter, die die Innenstädte veröden lassen,
> keine Welterschöpfung, denn man verbrauchte nur so viel Ressourcen, wie sich wieder erneuern konnten,
> keinen Klimawandel,
> keine ständige Bedrohung der Natur,
> keinen Umweltschutz (den brauchte man nicht),
> keine Pandemie, denn es gab keine Globalisierung,
> keine prekären Arbeitsverhältnisse, sondern das Einkommen des Mannes reichte aus, um seine Familie zu ernähren und in einer Wohnung in der Stadt zu leben,
> kein Flüchtlingsproblem,
> keine ständige Bedrohung durch den Terrorismus,
> keine Schießerei in Schule oder Uni, obwohl wir Buben nach dem Kriegsende über genügend Waffen verfügten, die von den deutschen Soldaten einfach weggeworfen worden waren,
> keine Kriegsgefahr …

Das war für mich ein normales Leben. Heute führen wir ein Leben, das auf die Dauer so nicht weiter gehen kann. Wir „fahren den Karren an die Wand“ – und zwar sehenden Auges.
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

 

Heute ist der Sankt-Nimmerleins-Tag

Der Tag, der so liebenswert klingt, kann eine ernsthafte Erkrankung beschreiben, die Prokrastination. Aber an der harmloseren Variante „leiden“ doch sehr viele, nämlich an der Aufschieberitis.
Wie halten Sie es denn mit dem Grundsatz: Unangenehme Dinge zuerst? In manchen Berufen grassiert die Aufschieberitis besonders, beispielsweise bei der Justiz. Da werden die Referate so oft gewechselt, dass sich manch einer sagt: Warum soll ich mir das antun, wenn ich sowieso bald weg komme?