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Ist das alles noch normal?

Was ist eigentlich normal? Die meisten werden den jetzigen Zustand als den normalen empfinden. Aber wenn man so alt ist wie ich, stellt man fest: Wir sind wir heute nicht mehr normal:

Wie wir das Maß der Normalität verloren haben, zeigt sich bei der Unfähigkeit der EU, die ungeliebte Uhrumstellung zu beenden. Da streitet man darüber, ob dauernd die Winterzeit oder die Sommerzeit gelten soll. Dabei wäre die Lösung ganz einfach: Es muss natürlich die Normalzeit gelten. Das ist die, in der die Sonne um 12 Uhr im Zenit steht. Aber „normal“ ist heute eben nicht mehr selbstverständlich.

Für mich sieht das normale Leben so aus, wie wir es früher gelebt haben:
Da gab es
> kein Plastik,
> keine Chemie in den Nahrungsmitteln,
> kein Artensterben,
> keine Massentierhaltung,
> keine Überdüngung der Gewässer,
> keine Nitratbelastung des Grundwassers,
> keine riesigen Gewerbegebiete,
> keinen gewaltigen Flächenverbrauch,
> keine Outletcenter, die die Innenstädte veröden lassen,
> keine Welterschöpfung, denn man verbrauchte nur so viel Ressourcen, wie sich wieder erneuern konnten,
> keinen Klimawandel,
> keine ständige Bedrohung der Natur,
> keinen Umweltschutz (den brauchte man nicht),
> keine Pandemie, denn es gab keine Globalisierung,
> keine prekären Arbeitsverhältnisse, sondern das Einkommen des Mannes reichte aus, um seine Familie zu ernähren und in einer Wohnung in der Stadt zu leben,
> kein Flüchtlingsproblem,
> keine ständige Bedrohung durch den Terrorismus,
> keine Schießerei in Schule oder Uni, obwohl wir Buben nach dem Kriegsende über genügend Waffen verfügten, die von den deutschen Soldaten einfach weggeworfen worden waren,
> keine Kriegsgefahr …

Das war für mich ein normales Leben. Heute führen wir ein Leben, das auf die Dauer so nicht weiter gehen kann. Wir „fahren den Karren an die Wand“ – und zwar sehenden Auges.
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

 

Gesund bis ins Alter: Wie geht das?


Ich bin kein Arzt, aber ich bin 85 Jahre alt und (unberufen!) gesund, abgesehen davon, dass ich gerade meinen ersten Zahn verloren habe.
Und wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, ist das nicht normal: Schon die Jugend läuft mit einer Brille herum, die Eltern leiden an Allergien, Gelenkschmerzen, Kreuzweh, Venenleiden usw. Dabei verfügen die jüngeren über Kenntnisse, von denen wir früher keine Ahnung hatten. Sie wissen, welche Nahrungsmittel Vitamin C oder Omega-3-Fettsäuren enthalten und ernähren sich entsprechend, wenn sie auf ihre Gesundheit achten. Sie müssten also eigentlich gesünder sein als wir mit unserer herkömmlichen Ernährung, aber das Gegenteil ist der Fall.
Dafür habe ich eine einleuchtende Erklärung: Die Menschen sind darauf „geeicht“, dass sie sich von dem ernähren, was ihre Umgebung hergibt. Natürlich gibt es demgemäß im Winter etwas anderes als im Sommer, so dass dadurch Erkältungen vorgebeugt wird.
Interessant war für mich in diesem Zusammenhang, was ich von einer Biologin hörte: Sie sagte, wenn man heutzutage Blumenwiesen für die Erhaltung von Bienen anlege, dürfe man in Bayern keinen Margeritensamen von Hamburg nehmen, denn die daraus entstehenden Blumen würden von den bayerischen Bienen nicht aufgesucht. Vertragen diese Bienen auswärtige Margeriten nicht und haben sie ein so feines Gespür, dass sie merken, was ihnen gut tut und was nicht? Uns ist dieses Gespür, mit dem unsere Vorfahren sogar Heilpflanzen erkannt haben, völlig verloren gegangen, so dass wir meist nicht einmal erkennen, was uns schadet.
Wir sind durch Jahrhunderte alte Traditionen daran gewöhnt, bestimmte Pflanzen oder Tiere zu essen. Unser Körper verlangt danach und es bringt ihm nichts, wenn man im Winter statt Gemüsearten wie Kohl nun vitaminreiche Früchte aus fernen Ländern isst, um seinen Vitamin-C-Bedarf zu decken. Für die Ernährung gilt immer noch die Weisheit aus der Bibel: „Bleibe im Lande und nähre dich redlich.“ Und auch die Weisheit des alten Hippokrates sollte man nie vergessen: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel,
und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“
Die heutige Ernährung sieht nicht nur deshalb anders aus als früher, weil es nun praktisch alles zu jeder Zeit auch aus fernen Ländern gibt, sondern die Massentierhaltung hat das Leben total verändert: Während wir uns früher nur Sonntags einen Braten leisten konnten, auf den wir uns immer gefreut haben, ist in den Augen der heutigen Bevölkerung eine Mahlzeit ohne Fleisch kein richtiges Essen. Schauen Sie doch mal die Speisekarte der Gasthäuser an, was da angeboten wird.

Natürlich ist für die Gesundheit auch Bewegung nötig, aber das ist für Leute, die in Bayern wohnen und auf die Berge steigen, eigentlich kein Problem. Ich war daher immer gern und viel in den Bergen unterwegs, und das hat meine Gelenke so gesund erhalten, dass ein Arzt staunte: „Sie haben ja fast jungfräuliche Knie. Wie haben sie denn das gemacht?“
Ja, man hat seine Gesundheit selbst in der Hand. Vielen ist sie aber gleichgültig, weil die moderne Medizin für fast alles eine Lösung hat. Ich beobachte mit Interesse zwei ca. 90-jährige Frauen. Die eine hat etwa so gelebt wie ich. Sie ist gesund und braucht keine Pillen. Die andere war das genaue Gegenteil und feiert gerade ihren 90. Geburtstag. Sie ist allerdings ständig „runderneuert“ worden: neue Hüft- und Kniegelenke und Bandscheibe, Herzschrittmacher, Venen-OP, Insulinspritzen…
Sie haben also die Wahl.

Was sind wir nur für Menschen geworden: Der Tierschutz steht nur auf dem Papier.


„Schön ist’s am Berg!“ denkt sicherlich diese Kuh. Andere stehen heute ihr Leben lang im finsteren Stall:
So also sieht der Tierschutz heute aus. Wie anders war es früher:
Als Kind wuchs ich zeitweise auf einem kleinen Bauernhof in Bayern auf. Die paar Kühe kannte man mit Namen, und wenn eine an den Schlachthof verkauft und abtransportiert wurde, war das für alle eine trauriges Ereignis, über das die alte Bäuerin mit dem Satz hinweg tröstete: „Ja, wir kommen auch alle mal dran.“
Wie anders ist es heute. Vor lauter Geldgier ist uns das Mitgefühl mit den Tieren abhanden gekommen: Küken werden geschreddert, Ferkel ohne Betäubung kastriert und Tiere ohne ausreichende Nahrung und Wasser bis Asien und Afrika transportiert. Immerhin haben Länder wie Bayern dies gestoppt, aber Niedersachsen macht so weiter wie bisher mit dem dümmsten Argument, das Politikern einfällt, wenn ihnen gar nichts mehr einfällt: „Nur keinen blinden Aktionismus!“
Man sagt zwar immer, Frauen hätten den Männern eines voraus: mehr Empathie. Alles Gerede! An der Landwirtschaftsministerin Klöckner sehen wir, dass Frauen genau so Hardliner sein können, wenn es um die Interessen der Klientel geht.

Kinder, wenn ihr am nächsten Friday für die Future demonstriert, denkt doch bitte auch an die Massentierhaltung, den großen Klimakiller! Habt ein für die Tiere und fordert:
„Weg mit Klöckner!“

Zitat: Deutschland am Tiefpunkt

Wie verlottert unser Staat ist, zeigt das folgende Zitat von Laotse. Bei uns geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, weil die einen absahnen und die anderen ausgebeutet werden.

Diebstahl ist, was auf Kosten anderer geht.
Laotse

Und was zeigen die Zustände in der Massentierhaltung und in den Altenheimen?

Wie es um die Moral in einem Staat steht, erkennt man daran, wie mit den schwächsten Lebewesen umgegangen wird: den Alten und den Tieren.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Gedanken zum Tierschutz

Kühe
Anlässlich der Grünen Woche erfuhren wir, dass es ein neues Siegel für die Art der Tierhaltung geben soll. Es sollen Noten dafür vergeben werden, wie die Tiere gelebt haben. An sich ist das recht erfreulich, wenn es da nicht ein aber gäbe:
Es gibt schon so viele Labels und Bezeichnungen, bei denen der Verbraucher kaum durchblickt. Nehmen wir mal die Stempel auf den Eiern. Wissen Sie, was sie bedeuten?
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/22/sind-sie-auch-so-ein-versager/
Oder wissen Sie, wie das Bio-Siegel der EU aussieht?
Und wenn nun das Siegel über die Art der Tierhaltung hinzu kommt: Können Sie es sich merken und es dann wirklich von Anpreisungen der Massentiergaltung unterscheiden?
Wie einfach könnte es doch sein: ein Bio-Siegel und sonst nichts. Das wäre sehr erzieherisch.
Die ganzen Siegel und Bezeichnungen haben auch nur dann Sinn, wenn sie wirklich streng kontrolliert werden. Aber da hapert es gewaltig. So sind die Siegel oft nur eine Einladung, minderwertige Ware falsch zu deklarieren und teuer zu verkaufen.
Der beste Tierschutz wäre ja wohl, wenn wir alle Vegetarier würden. Aber wenn ich höre, dass allein in Berlin 5000 Wildschweine ihr Unwesen treiben, dann frage ich doch die Tierfreunde, ob man die wirklich alle leben lassen kann, und wenn nicht, ob man sie dann nicht als Nahrung verwerten sollte.
Andererseits ist natürlich die Massenproduktion von Fleisch, wie wir sie nun sozusagen industriell betreiben, in jeder Beziehung schädlich: zum einen ist ein zu hoher Fleischverzehr schlecht für die Gesundheit. Zum anderen schaden die Ausdünstungen der Rindviecher der Atmosphäre. Schließlich könnte man siebenmal soviel Nahrung erzeugen, wenn wir Pflanzen essen würden, anstatt sie dem Vieh als Futter zu geben.
Der Mensch hat ja ein zwiespältiges Verhältnis zur fleischlichen Ernährung. Solange sie in Form eines Schnitzels oder ähnlich auf seinem Teller landet, hat er nichts dagegen. Aber wenn eine kranke Kuh auf einem Gnadenhof geschlachtet werden soll, hat er plötzlich Mitleid mit dem armen Tier:
https://web.de/magazine/panorama/70000-spanier-retten-kuh-32150992
Eigentlich sollte es ja zur Schulbildung gehören, dass die Schüler einmal einen Schlachthof besichtigen und dann über Fragen der Ethik diskutieren. Aber so etwas Brutales kann man ihnen doch nicht zumuten, wird es sofort heißen. So bleiben die Kinder bei Brutalitäten auf Fernsehkrimis angewiesen, gegen die es keine solchen Einwendungen gibt.

Deutschland stinkt dank Fleischexport

Die Massentierhaltung hat auch in Bayern Einzug gehalten. Wie aus einer Antwort des deutschen Agrarministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht, ist der Fleisch-Export aus Deutschland in zehn Jahren um 250 Prozent auf 3,7 Millionen Tonnen (2010) gestiegen. Demnach wuchs seit 2001 die Ausfuhr von Schweinefleisch mit 1,6 Millionen Tonnen auf mehr als das Dreifache. Der Außenhandel mit Geflügel stieg von 155.000 auf 393.000 Tonnen. Die Chinesen werden immer mehr zu unseren Hauptabnehmern. Unser Schweine- und Hühnerfleisch wird also um die halbe Welt transportiert und uns bleiben Güllegestank, Maisfelder und riesige Billigställe, die statt der einst herrlichen Bauernhöfe nun die Landschaft versauen.
Schauen Sie doch einmal hier, wie Bayern immer mehr kaputt gemacht wird.