Archiv der Kategorie: Bayern

Gibt’s des aa? Bundesstraße als Landebahn für Flugzeuge!

Mein Senf dazu:

Da reibt man sich verwundert die Augen: Der Ort Marktschellenberg will groß heraus kommen und möchte daher Flugzeuge im Dorf (!) landen lassen. Weil man keine Landebahn hat, soll die B 305 zu diesem Zweck dienen, die bei Flugverkehr kurzzeitig gesperrt werden soll:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/startseite_artikel,-mobiler-landeplatz-kuenftig-koennen-kleinere-flugzeuge-auf-der-b305-ankommen-_arid,692470.html
Da sollen also viele Autofahrer warten müssen, wenn irgendein „Großkotz“ ausgerechnet dort landen will. Warum kann er nicht auf den nur knapp 15 km entfernten Salzburger Flugplatz verwiesen werden?
Hoffen wir, dass so ein übertriebener Lokalpatriotismus von den übergeordneten Behörden nicht akzeptiert wird.

Bayern und Preußen: der Unterschied

Zu meinem Witz von heute über die Versöhnung auf Bayerisch fällt mir ein, was mein Staatsrechtslehrer Maunz auf der Uni München erzählte:
Wenn es Probleme in der Verwaltung gibt, verhalten sich Bayern und Preußen völlig unterschiedlich: In Norddeutschland wird ewig tiefschürfend diskutiert und am Ende kommt man doch zu keiner Einigung. In Bayern dagegen trifft man sich beim Bier und am Ende vergisst man, dass man Probleme hatte.

Da kann ich nur den Kopf schütteln

Der Untersberg ist ein beliebtes Wanderziel. Bei einem Wanderweg kam es im Jahr 2019 zu einem Hangrutsch. Als schlichter Laie meint man: dann wird der Schaden halt schleunigst behoben. Irrtum! Wer hätte das gedacht: Dafür ist eine Genehmigung erforderlich. Und mit Kopfschütteln liest man, dass das Genehmigungsverfahren 2 Jahre gedauert hat:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/startseite_artikel,-kehre-am-stoehrweg-darf-ab-sofort-ausgebessert-werden-_arid,658096.html
Ja, so ist das nun mal in Deutschland. Wenn es überhaupt voran geht, dann nur im Schneckentempo.

 

Wieso auf einmal BR 24?

Heute Morgen höre ich in den Nachrichten, dass es beim Bayrischen Rundfunk etwas Neues gibt: Er nennt sich nun BR 24. Und da dachte ich an den wackeren Bayern auf meinem Bierkrug: Müssen wir Bayern, die so sehr auf ihre Eigenart stolz sind, jedem modernen Trend hinterher laufen?
Es ist ja zur Zeit die große Mode, dass man sich „…24“ nennt, um zu zeigen, wie modern man ist. Nicht ganz klar ist, wieso es zu dieser Mode gekommen ist. Vielleicht ist es ja so, dass wir Bayern stolz sein können, weil die Mettener Armenbibel der mystische Urgrund für die 24 ist.
Vielleicht erklärt das der bayerische Rundfunk einmal seinen Hörern.

Der Mensch is a Sau

Wenn man auf den Toten Mann steigt, ist es anders als früher. Da stand einmal nur eine Berghütte. Heute ist sie bestückt mit Antennen, die den Wanderer zuerst begrüßen, wenn er sich dem Hirschkaser nähert. Das ist typisch für unsere Zeit: Man hätte den Antennenwald anstatt aufs Hüttendach natürlich auch auf einem abseitiger gelegenen Mast anbringen können, aber das wäre teurer gewesen und so etwas passt nicht in unsere Zeit, in der alles billig sein muss – egal, wie es aussieht.
Und was da oben so herum steht, ist eine optische Umweltverschmutzung ersten Ranges und eine Beleidigung fürs Auge:

Man sieht: Es stimmt, wenn Bergsteiger singen: „Auf den Bergen wohnt die Freiheit…“ Aber das war anders gemeint.

Wie Bayern immer mehr kaputt geht, lesen Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

 

 

Was mir Freude macht (Fortsetzung)

Darüber habe ich ja schon einmal geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/10/28/was-mir-freude-macht/
Aber nun in der Coronazeit merke ich, dass ich in dem Beitrag eine wichtige Lebensfreude vergessen habe: Ich liebe die bayerischen Gasthäuser, von denen so viele sehenswert sind. Deshalb gehe ich gerne zum Essen in ein Lokal. Man fühlt sich dort daheim und ist doch nicht zu Hause. Die Auswahl hier ist groß:

Und dazu gehören natürlich auch die freundlichen Bedienungen im Dirndl, die noch etwas zeigen von dem, was immer mehr verloren geht: die Nettigkeit.