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Mein Antisemitismus

Verboten neu

Ich bin ein Antisemit. Nicht wirklich, aber ich wurde so von Frau Knobloch beschimpft, als seinerzeit darüber diskutiert wurde, wie ein Denkmal für die ermordeten Juden in der Hauptstadt gestaltet werden sollte. Ich hatte mich damals gegen den jetzigen Bau ausgesprochen und gemeint, die Fläche solle für das Leben in der Stadt genutzt werden. Daher möge man eine andere Form des Gedenkens wählen, beispielsweise ein Denkmal in Form eines Obelisken. Mein Meinungsbeitrag war für Frau Knobloch Anlass, mich als Antisemiten zu beschimpfen, was natürlich völliger Unsinn war. Solche unsachlichen Äußerungen tragen nicht gerade zu einer Normalisierung der Verhältnisse bei. Im Übrigen wird das Denkmal, wie ich bei meinem letzten Besuch in Berlin feststellen konnte, nun doch für das Leben genutzt: Auf den warmen schwarzen Steinen sonnten sich die Mädchen im Bikini.

Dass ich aber alles andere als ein Antisemit bin, können sie in meinem Buch „Verbotene Zone“ entnehmen, von der ich eine interessante Geschichte ich meine Leseecke eingestellt habe. Dort erfahren Sie etwas über die wahren Wurzeln des Antisemitismus.

Drei Meldungen, die mich aufregen: Deutschland – das Land der traurigen Kinder…

  1. Deutschland – das Land der traurigen Kinder: Die Lebenszufriedenheit deutscher Kinder ist einer Unicef-Studie zufolge geringer als in anderen Industrieländern. Nach der am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Untersuchung des Kinderhilfswerks geben in Deutschland 75 Prozent der Mädchen und Jungen an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein. Eine Ursache der geringeren Zufriedenheit ist sicherlich die ständig steigende Kinderarmut. Warum tut man nichts dagegen?
  2. Die Schweiz ist gemäß dem am 24. Juli in Neu Delhi vorgestellten Global Innovation Index 2019 das innovativste Land der Welt. Danach folgen Schweden, die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), die Niederlande und Großbritannien. Da fragt man sich, wieso uns die kleinen Länder wie die Niederlande und die Schweiz überholen können und was macht Schweden besser?
    Es sieht nicht gut aus für unsere Zukunft: https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/12/wie-deutschland-abgehaengt-wird-duestere-wolken-ziehen-auf/
  3. Was mich beunruhigt, ist das Einschreiten des Staates gegen zwei Polizeibeamte, die auf der Berliner Corona-Demo gesprochen haben. Bei einem soll sogar eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden sein. Da fragt man sich: In welchem Land leben wir eigentlich? Was ich hierzu noch schreiben wollte, ist hier schon bestens kommentiert:
    https://www.anti-spiegel.ru/2020/polizei-beamte-und-corona-wie-der-deutsche-staat-andersdenkende-einschuechtert/
    Ich vermisse bisher, das sich unser Staatsfernsehen dieser Fälle annimmt und eine Diskussion darüber führt, wie es um die Meinungsfreiheit von Beamten steht und wo die Grenzen sind. Und was berechtigte die Behörden zu einer Hausdurchsuchung?
    Das wäre wichtig, denn auch hier geht es um Demokratie und Rechtsstaat.

Ist die Menschheit krank?

Demo in Berlin – ich sehe manches anders

Das erste, was mir missfällt, sind die Äußerungen mancher Politiker, die Bürger dürften nicht bei Demos mitmachen, bei denen Rechtsextreme dabei seien, denn dann mache man gemeinsame Sache mit diesen.
Ich habe zwar noch nie demonstriert (dafür schreibe ich hier), aber wenn mir eine Angelegenheit so wichtig ist, dass ich auf die Straße gehe, dann ist es mir egal, wer da mit marschiert. Im übrigen würden wichtige Demonstrationen unterdrückt, wenn man da nicht mit machen dürfte, falls sich Extreme dabei einreihen.
Erschreckt hat mich, dass gegen 2 bayerische Polizeibeamte Disziplinarverfahren eingeleitet wurden, weil sie bei der Demo als Redner aufgetreten sind. So schüchtert man Beamte ein. Ich habe nicht gehört, dass die Beamten etwas Vorwerfbares gesagt hätten.
Mich erinnert das an die Zeit des McCarthyismus: Als ich in München mit dem Studium begann, habe ich mich für das Leben der studentischen Vereinigungen interessiert: Ich habe u.a. bei schlagenden oder christlichen Verbindungen vorbei geschaut. Und als ich mir auch den Sozialistischen Hochschulbund ansehen wollte, wurde ich gewarnt: „Wenn du das machst, wirst du heimlich fotografiert und dann kommst du niemals in den Staatsdienst.“ Und als ich dann im Staatsdienst war und mir einen „Spiegel“ gekauft hatte, riet mir ein alter Kollege: „Tragen Sie den doch nicht so offen, sonst werden Sie nie befördert.“
Solche Zeiten sehe ich nun wieder herein brechen.
Und was nun den Sturm auf den Reichstag angeht, so ist klar, dass dieser verwerflich ist. Ich bin nur nicht sicher, ob die Leute, die da unterwegs waren, wirklich alle Nazis waren. Ich glaube eher, dass es zu einem großen Teil  ein Protestpotenzial war, das alte Fahnen benutzt hat, um die Politiker und Bürger zu erschrecken. Dies zu untersuchen und zu differenzieren sollte eine Aufgabe der Demoskopen sein. Vielleicht ergibt sich dann, dass diese Leute eher einer deutschen Form des Trumpismus anhängen,  als dass sie sich wieder einen Hitler wünschen.

Können Bilder lügen?

Mein Senf dazu:

Ja, Bilder können sehr eindrucksvoll lügen: Glauben Sie vielleicht, dass ein Reporter, der einen schießenden Soldaten gefilmt hat, wirklich mit ihm an vorderster Front war? Warum auch? Und wie sonst noch Bilder lügen können, habe ich hier beschrieben.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/14/koennen-echte-bilder-luegen/
Die Demo gegen die Pandemie-Einschränkungen in Berlin ist auch so ein Beispiel. Wenn man die Bilder im Fernsehen gesehen hat und gehört hat, was einzelne Demonstranten gesagt haben, musste man zu der Überzeugung kommen: Das sind Rechtsextreme und Chaoten. Und die Politiker warnten, bei solchen Demonstrationen mit zu gehen.
Der Verfassungsschutzbericht ergibt jedoch ein anderes Bild: Es sei eine bunt zusammen gewürfelte Gesellschaft gewesen, die hier unterwegs gewesen sei und keinesfalls von Rechtsextremen oder Chaoten angeführt worden sei. Ein paar Extreme hätten sich halt vor die Mikrofone gedrängt.

Mein Senf dazu: Ich habe noch nie demonstriert. Aber wenn mich etwas auf die Straße treiben würde, dann wäre es mir gleich, wer die Demo veranstaltet hat und wer da mit marschiert. Die Leute, die in Berlin für mehr Freiheit demonstriert haben, gehörten den verschiedensten Richtungen an und hatten recht, wenn sie sich zusammen getan haben.
Ich glaube auch nicht, dass sich Extreme vor die Mikrofone gedrängt haben, sondern bin der Überzeugung, dass sich die Reporter solche Stimmen ausgesucht haben, um dann sagen zu können: „Schaut her, so sind sie alle!“
Und die Politiker können – gestützt auf solche falschen Behauptungen – davor warnen, bei solchen Demos dabei zu sein. So schafft man Ruhe im Staat. Sonst geht ja die Demokratie kaputt, wird uns gesagt.

Corona: Demo in Berlin – Folge einer fehlerhaften Politik

Manche schütteln den Kopf über jene, die zu Zehntausenden in Berlin gegen die Pandemie-Maßnahmen protestiert haben. Dabei kann man die Menschen verstehen. Abgesehen von Verschwörungstheoretikern geht wohl die Masse deshalb auf die Straße, weil man endlich das Leben genießen will. Daher wird der Ruf nach Freiheit laut.
Blickt man zurück auf die Einschränkungen, die uns die Politik auferlegt hat, so war es ein ganz schwerer Fehler, die Gastronomie zu schließen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/01/schlappe-gastronomie-warum-wehrt-sich-keiner/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/04/17/corona-schliessung-von-restaurants-und-cafes-ist-verfassungswidrig/
Im sommerlichen Mai hätten die Freiluftbereiche von Cafés und Biergärten durchaus offen gehalten werden können, denn die Ansteckungsgefahr ist dort selbst ohne Vorsichtsmaßregeln 1:1000. Da hätte man das Leben genießen können, wenn es die Politik nicht verboten hätte.
Was nun fehlt, ist das, was schon die alten Römer wussten: Das Volk muss mit „Panem et Circenses“ bei Laune gehalten werden. Wie wäre es beispielsweise damit gewesen: In einem Park spielt ein Polizeiorchester Schlager zum Mitsingen. Am Boden sind weiße Kreise aufgemalt zum Einhalten der Abstandsregeln. Das baut Spannungen zwischen Polizei und Bürgern ab.
Man könnte auch eine Partymeile für die Jugend einrichten mit Abstandszonen. Wenn dort Disco-Musik gespielt wird, solange sich die Menschen korrekt verhalten, ist das doch ein bisschen mehr Leben als das trübe Dasein, das viel heute haben. Ich kann die Leute schon verstehen, wenn sie sagen: Lieber mal coronakrank als gar nicht leben.
Das Erscheinungsbild der Corona-Erkrankung wird ja von vielen als zu harmlos etwa so wahr genommen: Ein paar Alte sterben, aber viele Junge merken nicht einmal, dass sie krank sind. Was aber zu wenig im Fernsehen rüber gebracht wird, sind zum einen schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei jungen Menschen. Zum anderen wissen viele nicht, wie schwere Spätfolgen die Krankheit haben kann: vom Herzfehler bis zum „Verschimmeln der Lunge“ bei Bolsonaro.
Die Politik sieht die Lage auch zu optimistisch:
Man glaubt, man müsse nur eine kurze Durststrecke überwinden bis ein Impfstoff gefunden werde. Aber vielleicht wird ein solcher nie gefunden oder kaum wirken:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/28/corona-politik-eine-kritik/
Dann hat man sein Pulver verschossen und beispielsweise in die Lufthansa investiert, die nur wenige Fluggäste haben könnte. Und man wird merken, dass man eine völlig andere Art zu Leben suchen muss:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/14/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen/

 

Witz zum Tag (aus Bayern)

Ein fröhliches Wochenende!

Eine Berliner Familie macht Urlaub auf dem Bauernhof. Abends schauen sie zu, wie die Kühe von der Weide in den Stall kommen. Der Berliner staunt und fragt den Bauern:
„Wie wissen die alle, wo ihr Platz ist?“
„Ganz einfach: da stehen ja überall ihre Namen drauf.“ 

Gefahr für Krawattenträger


Dieser Mann ist auffällig geworden: Er lacht, obwohl er nichts zu lachen hat. Woran mag das wohl liegen?

Die neue Apotheken Umschau zitiert eine Studie des Uniklinikums Kiel: Demnach drosseln Krawatten die Blutzufuhr zum Gehirn um 7,5 %.
Wahrscheinlich sind das die entscheidende Prozente!
Wenn Sie sich also wundern, was so alles passiert, wissen sie nun, woran es liegt: Die Gehirne sind nicht richtig durchblutet.

Die lebenswerteste Stadt der Welt


Gerade hat die amerikanische Zeitschrift „Economist“ eine Liste der lebenswertesten Städte der Welt veröffentlicht: Wien steht da an der Spitze. Da können wir den Österreichern nur gratulieren, denn in dieser Statistik taucht keine deutsche Stadt unter den ersten 10 auf.
Völlig anders sieht es allerdings das britische Magazin „Monocle“: Dort steht München auf Platz eins und Berlin und Hamburg sind auch noch auf Platz 6 und 8. Damit stünde Deutschland besser da als jedes andere Land.
Was lernen wir daraus? Am schönsten ist es da, wo es uns gefällt. Für mich gebührt die Krone einem schönen Kurort wie beispielsweise Bad Reichenhall.

Brutalo-Bürokratie


Gestern hörte ich in den Fernsehnachrichten etwas, was ich nicht für möglich gehalten hätte. Da wurde berichtet, dass die Opfer des Terroranschlags von Berlin obduziert wurden und dass die Rechnung über die Obduktion den Angehörigen zugeschickt wurde mit einer Androhung von Folgen bei Nichtzahlung. Noch hirn- und herzloser kann eine Bürokratie wohl kaum mit ihren Bürgern umgehen.
Erstens frage ich mich, warum die Opfer überhaupt obduziert werden mussten. Es hätte doch die schlichte Feststellung genügt, dass sie durch den Terroranschlag ums Leben gekommen sind.
Und zweitens meine ich als schlichter Bürger, dass der Grundsatz gilt: „Wer anschafft, der zahlt.“ Warum sollen Angehörige für eine Obduktion aufkommen, die sie gar nicht gewollt haben?
Noch schlimmer aber ist die kalte bürokratische Form, wie man die Angehörigen zur Kasse gebeten hat. Gehen wir einmal davon aus, dass ein Beamter sich nach dem Gesetz gezwungen sieht, die Obduktionskosten einzufordern, dann wäre es zunächst einmal angezeigt gewesen, den Dienstweg nach oben zu beschreiten mit der Frage, ob die Kosten nicht niedergeschlagen werden könnten. Auf jeden Fall hätte aber der zuständige Beamte doch ein kurzes menschliches Begleitschreiben beifügen müssen mit einer Beileidsbekundung und einem Bedauern darüber, dass man leider nach dem Gesetz gezwungen sei, die Kosten zu fordern.
Die Herzlosigkeit, die an Unmenschlichkeit grenzt und die sich immer mehr in unserem Staat ausbreitet, geht von der Spitze aus: Die Kanzlerin hat sich nun erst nach einem Jahr um die Angehörigen der Opfer gekümmert. Ich habe sie ja hier schon früher öfter kritisiert: Warum hat sie nicht auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise mal einen Tag in Passau zugeschaut, wie es dort zugegangen ist. Dann wäre es wohl nie zum Streit über die Obergrenze gekommen. Und hätte sie nicht mal ein bisschen Mitmenschlichkeit zeigen können, indem sie sich aktiv bei der Bahnhofsmission für ihre „Willkommenskultur“ eingesetzt hätte? Sie könnte ja auch mal (beinahe hätte ich zornig geschrieben: „ihren dicker werdenden und daher trägen Hintern aus dem Schreibtischsessel erheben und“) eine der zahlreichen Tafeln besuchen, um zu bekunden, dass sie nicht nur mit den Industriebossen beieinander sitzt, sondern auch ein Herz für die Armen hat.

Verbotene Gedanken?

0021

Haben Sie manchmal auch Einfälle, über die Sie sich selbst wundern?
Anlässlich des Kirchentags habe ich mir vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn Jesus nicht vor ca. 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingezogen wäre, sondern heute in einem Trabbi nach Berlin kommen würde. Vielleicht würde man vorher in der Bildzeitung lesen:
„Ein junger Mann, der behauptet, Gottes Sohn zu sein, kommt am morgigen Dienstag in einem offenen Trabbi nach Berlin. Er wird seinen Einzug mit einer Fahrt „unter den Linden“ abschließen und hofft auf zahlreichen Besuch.“
Wie viele Leute würden da wohl kommen? Sicherlich müsste keiner wie seinerzeit der Zachäus auf einen Baum steigen, um besser sehen zu können.
Feststehen dürfte auch, dass die Kirchen dieses Spektakel verurteilen würden.
Wie es wohl ablaufen würde, lesen Sie in diesem Theaterstück:
https://autorenseite.wordpress.com/theaterstuck/