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Gesundheitswesen: Hätten Sie das gedacht?

Unglaublich, aber wahr: In der neuesten Nummer der Apotheken Umschau liest man: Unser Gesundheitssystem produziert im Jahr so viele schädliche Treibhausgase wie 14 Kohlekraftwerke. Das ist mehr, als der Flugverkehr verursacht. Man macht sich daher Gedanken über grüne Krankenhäuser.
Wenn wir an einer Stelle etwas einsparen, wird dann anderswo mehr verbraucht. Man sieht das auch beim Energie-Verbrauch: Hätten Sie gedacht, dass die Krypto-Währungen so viel Strom verbrauchen wie ein Drittel von Deutschland?

Frieren für die Raser?

Gerade hörte ich in den Nachrichten, dass in einem Land (ich glaube, es war Holland) die Temperaturen in Behörden aus Gründen der Energieeinsparung auf höchstens 19° festgelegt wurden. Wir sind noch nicht soweit, dieses Beispiel nach zu ahmen. Aber es sollte uns zu denken geben.
Sind wir in Europa so wenig solidarisch, dass die einen Opfer auf sich nehmen, um Energie zu sparen, während die anderen (nämlich wir) das Gegenteil tun und sinnlose Raserei auf Autobahnen zulassen, anstatt die Geschwindigkeit zu drosseln. Damit könnten wir jedenfalls ein wenig Energie sparen da, wo es keinem wirklich weh tut, außer Herrn Lindner, für den ein Tempolimit quasi eine Grundrechtsverletzung wäre.

Kommt nun doch ein Tempolimit?

Man sollte es nicht glauben, aber es ist so: Trotz exorbitanter Spritpreise wird genau so weiter gerast wie vor der Krise. Da nützen auch all die wohl gemeinten Ratschläge zum Spritsparen nichts. Die Leute rasen auch dann, wenn es eigentlich gar nicht pressiert.

Kaum sitzen die Leute im Auto, haben sie den Zusammenhang zwischen ihrer Fahrweise und den Kosten vergessen. Ich muss da an ein Buch über die Eingeborenen auf einer Südseeinsel denken. Die hatten keine Ahnung davon, dass ein Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen kann. Den Zusammenhang haben sie nicht gesehen wie nun die Deutschen denjenigen übersehen, der zwischen ihrer Fahrerei und den Kosten besteht. Den sollen sie auch gar nicht sehen, sonst wäre die Kfz-Steuer abgeschafft und auf den Spritpreis drauf geschlagen.

Nun aber haben wir eine Zeitenwende, wie uns der Kanzler gesagt hat. Da ist das Energiesparen nicht mehr in das Belieben des Einzelnen gestellt. Das Sparen ist eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe und daher brauchen wir ein Tempolimit. Jetzt ist der Zeitpunkt für die Grünen, ihre Forderung durchzusetzen. Da wird auch Lindner nicht mehr „nein“ sagen können, jedenfalls dann nicht, wenn das Limit befristet ist. Aber nach Anlauf der Frist werden sich die Deutschen daran gewöhnt haben und so wird dann wohl das Tempolimit bleiben wie im restlichen Europa.

Speziell für Herrn Lindner noch ein Beispiel, damit auch er es versteht: Wenn nicht die Energie knapper würde, sondern die Lebensmittel, dann ginge es nicht an, dass die einen sich voll fressen und die anderen hungern. Dann würde man selbstverständlich für eine gerechte Verteilung sorgen. Wieso dürfen dann die einen mit ihrer Raserei die Energie verpulvern, während die anderen in ihren Wohnungen frieren?

 

Hitler und Adenauer waren besser

Eigentlich darf man ja bei uns so etwas nicht sagen, beispielsweise, dass manches in der Nazizeit besser war: In einer gewaltigen Kraftanstrengung wurde damals für die Sicherheit der Bevölkerung gesorgt. Überall wurden Luftschutzkeller eingerichtet. Der sah bei uns so aus: Man konnte ihn nur über zwei Gasschleusen betreten. Die Kellerdecke war mit Balken abgestützt und vor dem Kellerfenster lagen dicke Betonklötze. Und überall gab es Betonbunker die man schnell erreichen könnte, wenn es Fliegeralarm gab und das Radio meldete: „Bomberverband über Scharhörn!“ Dann musste man laufen.
Und heute? Da rechnet man zum einen mit einem dauerhaften Frieden und denkt: Wenn es Krieg gibt, rechnet man mit einem Atomkrieg, in dem alle Sicherheitsmaßnahmen sowieso sinnlos sind. Aber nicht ganz: Der Umsatz an Jodtabletten steigt in dieser Krisenzeit so sehr, dass sie ausverkauft sind. Die Bevölkerung scheint vernünftiger zu sein als die Regierung, die offenbar keine Vorsorge trifft. Gegen einen konventionellen Krieg wie in der Ukraine sind wir nicht gewappnet: Unsere Bunker sind gesprengt oder geschleift und unsere Luftschutzkeller sind Hobbyräume geworden. Wer schon nicht die Nazi-Zeit als Vorbild nehmen will, sollte in die Schweiz schauen. Dort steht jedem Bürger ein Platz in einem Bunker zur Verfügung. Was nützen 100 Milliarden für die Bundeswehr, wenn die schutzlose Bevölkerung abgeschlachtet wird?

Wenden wir uns lieber der Adenauerzeit zu: Damals hatte man aus dem Krieg eine Lehre gezogen: Deutschland müsse sich aus dem eigenen Land versorgen können. Dies war die Ursache für die Unterstützung der Landwirtschaft und Steinkohle. Diese Lehre haben wir vergessen: Wir sind abhängig von der Energie aus dem Ausland und wenn Putin des Gashahn zudreht, werden die Deutschen vielleicht frieren müssen.
Entsprechendes gilt für die Landwirtschaft. Abgesehen davon, dass wir immer mehr wertvolle Böden zu betoniert haben, importieren wir unsere Lebensmittel zu einem großen Teil aus dem Ausland. Die Frage, ob wir uns noch aus dem eigenen Land ernähren können, stellt man sich offenbar nicht. Immerhin hat die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber sich des Themas angenommen: Sie will daher den Weg zu einer unabhängigeren Lebensmittelversorgung Europas gehen. Aber was ist mit Deutschland?

Wie ist das eigentlich mit den Heizkosten?


Die Heizkostenpreise interessieren mich wenig, denn ich wohne in einem Energiesparhaus mit einer voll verglasten Südseite. Da muss ich mit Jalousien eher dafür sorgen, dass es an den vielen sonnigen Tagen dieses Winters nicht zu heiß wird. Aber andere haben Angst vor der nächsten Heizkostenabrechnung.

Wir lesen Horrormeldungen über die steigenden Energiepreise und damit auch über die zu erwartende Heizkostenabrechnung. Aber muss diese wirklich so schlimm ausfallen? Wir haben einen sehr milden Winter. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass wir untertags Minustemperaturen gehabt hätten. Wird also daher die Heizkostenabrechnung gar nicht so schlimm, wie immer prognostiziert wird?
Da sollte doch mal jemand ausrechnen, wie groß der Einspareffekt des milden Winters ist und inwieweit er die gestiegenen Energiepreise ausgleichen kann.

Wir stoßen an unsere Grenzen

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

> Gerade wird Holz, das noch vor kurzem zu Brennholzpreisen verkauft wurde, zum Luxusgut.
> Wir sind nicht mehr in der Lage, alle Menschen ausreichend zu ernähren: 811 Millionen leiden an Hungersnot. Die weitsichtigen Chinesen kaufen sich zur Ernährung ihrer Bevölkerung riesige Landflächen in Afrika und Südamerika. Und wir versiegeln unsere Landschaft.
> Wir hängen an Lieferketten und gefährden uns dadurch. Was passiert, wenn diese durch einen Cyberangriff lahm gelegt werden oder durch eine Pandemie? Einen Vorgeschmack davon erleben wir gerade. Wir sollen jetzt schon für Weihnachten einkaufen, weil es dann vieles nicht mehr geben könnte. Drohen uns leere Regale wie in London?
> Das Verbrechen nimmt überhand. Das zeigt sich gerade in den Niederlanden, wo der Polizeichef über die Verbrecher sagte: „Diese Leute gewinnen immer.“
> Vor der Gefahr eines Blackouts durch Überlastung wird bei der Stromversorgung gewarnt. In China ist es schon so weit, dass immer wieder gebietsweise der Strom ausfällt.
> Die steigenden Energiepreise zeigen uns, dass die Energie knapper wird. Traurige Folge: In unserem reichen Land müssen die ersten frieren. Das hat es seit dem Krieg nicht mehr gegeben.
> Bei uns fehlen 60.000 -80.000 LKW-Fahrer. Das ja fast Verhältnisse wie in Großbritannien, wo 100.000 fehlen. Und auch die Gastronomie bekommt nur wenig Personal.
> Der Mangel an Stahl führt zur Verzögerung von Bauten.
> Wir werden immer dümmer und die Aufgaben werden immer größer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/16/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-sogar-lebensgefaehrlich-bloede-in-der-corona-krise/
> Die Männer werden entmannt. Wo wird das enden?
> Die Landwirtschaft stößt in ihrer derzeitigen Form an ihre Grenzen: Nicht nur die Nitratbelastung des Grundwassers durch Überdüngung ist ein Problem, sondern auch Krankheiten, die sich durch Massentierhaltung ausbreiten: Die Schweinegrippe hat viele Bauern zum Aufgeben gezwungen:
Das häufige Spritzen der Pflanzen mit Pestiziden wird von den Anliegern nicht mehr so hingenommen. In Südtirol protestieren die Einwohner gegen die Obstbauern und deren Art der Bewirtschaftung. Leider ist es ja so, dass die Menschen schönes Obst wollen und nicht so etwas wie aus meinem Garten:

Er sieht nicht gut aus, schmeckt aber besser als alles aus dem Laden.

 

 

 

Cyberattacken

Heute ist der Tag des Energiesparens

Der Energieverbrauch ist wie eine Hydra: Kaum spart man an einer Stelle Energie ein, wächst der Verbrauch an anderer Stelle. So kostet das Schürfen eines einzelnen Bitcoins mindestens 42.000 kWh, was dem Jahresstromvebrauch von 12 Familien mit je 3500 kWh entspricht. Derzeit gibt es aber 18.255.562,5 BTC, die im Umlauf sind. Nun nehmen Sie mal ihren Rechner zur Hand und staunen über den erforderlichen Energieaufwand!
Und stellen Sie sich vor, was an Energie verbraucht wird, wenn das Plastikgeld immer mehr zu nimmt.
Oder: Wussten Sie, dass das deutsche Internet so viel Energie verbraucht wie der Flugverkehr?
Was den Verkehr insgesamt anbetrifft, hilft uns immerhin Corona beim Energiesparen.

Energiesparkartoffeln – Was ist das denn?

In Corona-Zeiten muss ich selbst kochen und es schmeckt mir sogar. Mein einfachstes, aber keinesfalls schlechtes Essen ist ein Limburger mit frischen Kartoffeln. Das werde ich auch beibehalten, wenn die Gastronomie wieder auf macht. Vorher war der „Obatzte“ für 9,50 Euro eines meiner Lieblingsgerichte. Nun werde ich halt Limburger für 1,59 Euro essen.
Und bei den Kartoffeln mache auch ich so meine Erfahrungen:
Früher hatte man ja einen Kartoffelkeller, in dem man seine Lieblingssorte eingelagert hatte. Und heute muss ich mir welche im Supermarkt kaufen. Und da stößt man auf völlig unbekannte Sorten wie diese Laura:
Da muss man dann erst mal im Internet googeln, ob grünliche Kartoffeln nicht vielleicht giftig sind. Aber die Laura ist sehr gut.
Manchmal kaufe ich mir schlicht „Speisekartoffeln“. Da ist die Sorte unbekannt, was mir nichts ausgemacht hat, weil ich die modernen Sorten sowieso nicht kenne.
Aber ich habe festgestellt, dass in solchen Säckchen oft verschiedene Sorten enthalten sind. Wenn man die kocht, stellt man fest, dass die einen 10 Minuten eher gar sind als die anderen.
Wäre das nicht ein Grund, sie als Energiesparkartoffeln zu verkaufen? Und da müsste man dann für die Kartoffeln essenden Deutschen eine Rechnung aufmachen, wie viel Energie und CO2 gespart würde, wenn alle solche Kartoffeln kochen würden. Und als Geldspartipp können diese Kartoffeln auch gelten: Man hat dann etwa 20 Euro mehr in der Haushaltskasse.
Noch eine Veränderung habe ich bei den Kartoffeln festgestellt. Während sie früher gegen Ende der Saison alt und schrumpelig wurden und weiße Triebe bekamen, sehen sie heute aus wie frisch geerntet und haben statt der Augen schwarze Stellen, die nach innen wachsen. Ein Erfolg der Chemie?

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Der Energieverbrauch ist wie eine Hydra: Zur Zeit verbrauchen die Bitcoins mehr Strom als ganz Argentinien.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Bin ich ein Energieverschwender?


Ich habe mir vor 30 Jahren ein Energiesparhaus gebaut mit aktiver und passiver Sonnenenergie (Solarkollektoren) und Niedertemperaturheizung. Das war damals der neueste Stand der Technik.
Heute prüfte der Kaminkehrer meine Heizung und klebte mir ein „C“ an meinen Ofen. Das bedeutet „ineffizient und veraltet“. (Die Heizung passt also genau zu mir mit meinen 85 Jahren!)
Nach einem Prospekt, den mir der Kaminkehrer überreichte, soll ich mit einem neuen Heizkessel viel Geld sparen können, weil der sich schon bald amortisieren soll.
Also begann ich zu rechnen: Ich kann durch das Ersetzen der Heizung 5-10% Energie sparen:
https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/heizung-ersetzen-brennwert-spart-nur-5-bis-10-4726.html
Ich gehe von 5% aus, weil ich einen besonders guten Ofen habe, bei dem ich noch dazu die Wartung in 10 Minuten mit dem Staubsauger selbst mache und dann bei der Abgasprüfung immer gute Werte erzielte. Mein Ölverbrauch kostet mich rund 700 Euro im Jahr. Ich kann also 35 Euro sparen, wenn ich mir einen neuen Ofen kaufe. Rechne ich für den neuen Heizkessel 3.500 Euro, dann amortisiert der sich in 100 Jahren. Da habe ich also nichts davon.
Im übrigen wird bei den Vergleichsrechnungen immer außer Betracht gelassen, dass die Entsorgung des alten Kessels und die Herstellung des neuen Ofens auch viel Energie kostet. Dann lohnt es sich noch weniger, die Heizung zu tauschen.
Was sich aber lohnt, habe ich gerade gemacht: Ich habe mir ein kleineres Auto gekauft, das für meine Bedürfnisse völlig ausreicht. Es verbraucht im Vergleich zu meinem alten einen Liter Benzin weniger auf 100 km. Da spare ich also jährlich 135 Euro, also fast viermal so viel wie bei der Erneuerung meines Ofens.
Wie wäre es denn, wenn man es bei den Autos so ähnlich machen würde wie bei den Öfen: Der Autofahrer erhält je nach Energieverbrauch vom TÜV eine Plakette mit Noten A bis D?