Schlagwort-Archive: Energie

Wir stoßen an unsere Grenzen

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/13/sehen-sie-das-auch-wir-stossen-ueberall-an-unsere-grenzen/

> Gerade wird Holz, das noch vor kurzem zu Brennholzpreisen verkauft wurde, zum Luxusgut.
> Wir sind nicht mehr in der Lage, alle Menschen ausreichend zu ernähren: 811 Millionen leiden an Hungersnot. Die weitsichtigen Chinesen kaufen sich zur Ernährung ihrer Bevölkerung riesige Landflächen in Afrika und Südamerika. Und wir versiegeln unsere Landschaft.
> Wir hängen an Lieferketten und gefährden uns dadurch. Was passiert, wenn diese durch einen Cyberangriff lahm gelegt werden oder durch eine Pandemie? Einen Vorgeschmack davon erleben wir gerade. Wir sollen jetzt schon für Weihnachten einkaufen, weil es dann vieles nicht mehr geben könnte. Drohen uns leere Regale wie in London?
> Das Verbrechen nimmt überhand. Das zeigt sich gerade in den Niederlanden, wo der Polizeichef über die Verbrecher sagte: „Diese Leute gewinnen immer.“
> Vor der Gefahr eines Blackouts durch Überlastung wird bei der Stromversorgung gewarnt. In China ist es schon so weit, dass immer wieder gebietsweise der Strom ausfällt.
> Die steigenden Energiepreise zeigen uns, dass die Energie knapper wird. Traurige Folge: In unserem reichen Land müssen die ersten frieren. Das hat es seit dem Krieg nicht mehr gegeben.
> Bei uns fehlen 60.000 -80.000 LKW-Fahrer. Das ja fast Verhältnisse wie in Großbritannien, wo 100.000 fehlen. Und auch die Gastronomie bekommt nur wenig Personal.
> Der Mangel an Stahl führt zur Verzögerung von Bauten.
> Wir werden immer dümmer und die Aufgaben werden immer größer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/16/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-sogar-lebensgefaehrlich-bloede-in-der-corona-krise/
> Die Männer werden entmannt. Wo wird das enden?
> Die Landwirtschaft stößt in ihrer derzeitigen Form an ihre Grenzen: Nicht nur die Nitratbelastung des Grundwassers durch Überdüngung ist ein Problem, sondern auch Krankheiten, die sich durch Massentierhaltung ausbreiten: Die Schweinegrippe hat viele Bauern zum Aufgeben gezwungen:
Das häufige Spritzen der Pflanzen mit Pestiziden wird von den Anliegern nicht mehr so hingenommen. In Südtirol protestieren die Einwohner gegen die Obstbauern und deren Art der Bewirtschaftung. Leider ist es ja so, dass die Menschen schönes Obst wollen und nicht so etwas wie aus meinem Garten:

Er sieht nicht gut aus, schmeckt aber besser als alles aus dem Laden.

 

 

 

Cyberattacken

Heute ist der Tag des Energiesparens

Der Energieverbrauch ist wie eine Hydra: Kaum spart man an einer Stelle Energie ein, wächst der Verbrauch an anderer Stelle. So kostet das Schürfen eines einzelnen Bitcoins mindestens 42.000 kWh, was dem Jahresstromvebrauch von 12 Familien mit je 3500 kWh entspricht. Derzeit gibt es aber 18.255.562,5 BTC, die im Umlauf sind. Nun nehmen Sie mal ihren Rechner zur Hand und staunen über den erforderlichen Energieaufwand!
Und stellen Sie sich vor, was an Energie verbraucht wird, wenn das Plastikgeld immer mehr zu nimmt.
Oder: Wussten Sie, dass das deutsche Internet so viel Energie verbraucht wie der Flugverkehr?
Was den Verkehr insgesamt anbetrifft, hilft uns immerhin Corona beim Energiesparen.

Energiesparkartoffeln – Was ist das denn?

In Corona-Zeiten muss ich selbst kochen und es schmeckt mir sogar. Mein einfachstes, aber keinesfalls schlechtes Essen ist ein Limburger mit frischen Kartoffeln. Das werde ich auch beibehalten, wenn die Gastronomie wieder auf macht. Vorher war der „Obatzte“ für 9,50 Euro eines meiner Lieblingsgerichte. Nun werde ich halt Limburger für 1,59 Euro essen.
Und bei den Kartoffeln mache auch ich so meine Erfahrungen:
Früher hatte man ja einen Kartoffelkeller, in dem man seine Lieblingssorte eingelagert hatte. Und heute muss ich mir welche im Supermarkt kaufen. Und da stößt man auf völlig unbekannte Sorten wie diese Laura:
Da muss man dann erst mal im Internet googeln, ob grünliche Kartoffeln nicht vielleicht giftig sind. Aber die Laura ist sehr gut.
Manchmal kaufe ich mir schlicht „Speisekartoffeln“. Da ist die Sorte unbekannt, was mir nichts ausgemacht hat, weil ich die modernen Sorten sowieso nicht kenne.
Aber ich habe festgestellt, dass in solchen Säckchen oft verschiedene Sorten enthalten sind. Wenn man die kocht, stellt man fest, dass die einen 10 Minuten eher gar sind als die anderen.
Wäre das nicht ein Grund, sie als Energiesparkartoffeln zu verkaufen? Und da müsste man dann für die Kartoffeln essenden Deutschen eine Rechnung aufmachen, wie viel Energie und CO2 gespart würde, wenn alle solche Kartoffeln kochen würden. Und als Geldspartipp können diese Kartoffeln auch gelten: Man hat dann etwa 20 Euro mehr in der Haushaltskasse.
Noch eine Veränderung habe ich bei den Kartoffeln festgestellt. Während sie früher gegen Ende der Saison alt und schrumpelig wurden und weiße Triebe bekamen, sehen sie heute aus wie frisch geerntet und haben statt der Augen schwarze Stellen, die nach innen wachsen. Ein Erfolg der Chemie?

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Der Energieverbrauch ist wie eine Hydra: Zur Zeit verbrauchen die Bitcoins mehr Strom als ganz Argentinien.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Bin ich ein Energieverschwender?


Ich habe mir vor 30 Jahren ein Energiesparhaus gebaut mit aktiver und passiver Sonnenenergie (Solarkollektoren) und Niedertemperaturheizung. Das war damals der neueste Stand der Technik.
Heute prüfte der Kaminkehrer meine Heizung und klebte mir ein „C“ an meinen Ofen. Das bedeutet „ineffizient und veraltet“. (Die Heizung passt also genau zu mir mit meinen 85 Jahren!)
Nach einem Prospekt, den mir der Kaminkehrer überreichte, soll ich mit einem neuen Heizkessel viel Geld sparen können, weil der sich schon bald amortisieren soll.
Also begann ich zu rechnen: Ich kann durch das Ersetzen der Heizung 5-10% Energie sparen:
https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/heizung-ersetzen-brennwert-spart-nur-5-bis-10-4726.html
Ich gehe von 5% aus, weil ich einen besonders guten Ofen habe, bei dem ich noch dazu die Wartung in 10 Minuten mit dem Staubsauger selbst mache und dann bei der Abgasprüfung immer gute Werte erzielte. Mein Ölverbrauch kostet mich rund 700 Euro im Jahr. Ich kann also 35 Euro sparen, wenn ich mir einen neuen Ofen kaufe. Rechne ich für den neuen Heizkessel 3.500 Euro, dann amortisiert der sich in 100 Jahren. Da habe ich also nichts davon.
Im übrigen wird bei den Vergleichsrechnungen immer außer Betracht gelassen, dass die Entsorgung des alten Kessels und die Herstellung des neuen Ofens auch viel Energie kostet. Dann lohnt es sich noch weniger, die Heizung zu tauschen.
Was sich aber lohnt, habe ich gerade gemacht: Ich habe mir ein kleineres Auto gekauft, das für meine Bedürfnisse völlig ausreicht. Es verbraucht im Vergleich zu meinem alten einen Liter Benzin weniger auf 100 km. Da spare ich also jährlich 135 Euro, also fast viermal so viel wie bei der Erneuerung meines Ofens.
Wie wäre es denn, wenn man es bei den Autos so ähnlich machen würde wie bei den Öfen: Der Autofahrer erhält je nach Energieverbrauch vom TÜV eine Plakette mit Noten A bis D?

 

 

 

Klima: Die „Trumpisierung“ der Politik

Es gab einmal Zeiten, da war auf Verträge und staatliche Zusagen Verlass. Das hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung geändert, seit Trump aus dem Klimaschutz-Abkommen und dem Antiatom-Vertrag mit dem Iran ausgetreten ist. Bei uns ist es etwas anders: Wir annullieren keine Verträge, sondern halten sie nicht ein:

Deutschland wird sein Klimaziel für 2020 noch deutlicher verfehlen als bisher von der Bundesregierung erwartet. Nur um 32 % unter dem Stand von 1990 werden die Treibhausgasemissionen dann liegen, obwohl ein Minus von 40 % versprochen worden war.
Ähnlich sieht es bei den erneuerbaren Energien aus: Einer Prognose des Bundesverbands erneuerbarer Energien (BEE) zufolge liegt bei uns der Öko-Anteil am gesamten deutschen Energieverbrauch im Jahr 2020 bei gut 16 %, obwohl unsere Verpflichtung bei 18 % liegt.
Und bei den Verteidigungsausgaben werden wir wohl auch in absehbarer Zeit die zugesagten 2 % nicht erreichen.
Wie unzuverlässig staatliche Zusagen sind, lesen Sie hier in einem drastischen Beispiel:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/30/schaebige-staaten/

Bayern kaputt

20160802_0845501

So schön kann es in Bayern sein. Aber bald werden solche Bilder der Vergangenheit angehören, denn jeden Tag werden in Bayern 18 Hektar, also zirka 25 Fußballfelder, landwirtschaftliche Fläche zugebaut: Will ein Bauer Land hinzu kaufen oder will ein junger Landwirt eine Existenz gründen, muss er viel mehr bezahlen als früher, denn die Preise haben sich in 10 Jahren mehr als verdoppelt: Laut Statistischem Bundesamts kostete 2004 ein Hektar landwirtschaftliche Fläche im niederbayerischen Durchschnitt 26.201 Euro. 2014 waren es 62.315 Euro und nun schon 78.878 Euro. Am teuersten ist allerdings Oberbayern mit 84.857 Euro. Wie kommt es zu dieser Preisexplosion, obwohl doch immer mehr Bauern aufgeben, weil die Lebensmittelpreise so stark gesunken sind? Da müssten doch eigentlich die Preise für den Boden auch sinken. Nach meiner Meinung ist der Energiehunger schuld. Immer mehr landwirtschaftliche Flächen werden für die Energiegewinnung genutzt: Mais und Raps breiten sich aus und die Biogasanlagen werden mehr. Die Höfe von heute sehen oft wie Fabriken aus: Wir sehen Großmastbetriebe mit riesigen Ställen, die Solarkollektoren auf den Dächern haben und daneben steht eine Biogasanlage, die ebenfalls kein schöner Anblick ist. Was ist oft aus den Dörfern geworden? Das waren noch Zeiten, als die Bauernhöfe so aussahen wie oben auf dem Bild.
Mehr lesen Sie hier über „Bayern kaputt„.

Der Kampf um Land

Den meisten Menschen fällt eine gefährliche Veränderung gar nicht auf. Früher war es selbstverständlich, dass sich die Bevölkerung eines Landes von den Erzeugnissen ernähren konnte, die der Boden her gab. Das galt natürlich besonders für Staaten wie Österreich, wo ja die Landwirtschaft neben dem Tourismus eine der tragenden Säulen der Wirtschaft war. Doch nun lesen wir, dass die Österreicher ihr Land so verbaut haben, dass sie sich von ihrem Grund und Boden nicht mehr ernähren können:
Diesem Thema habe ich mich ja schon einmal gewidmet:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/10/13/oesterreich-schlimmer-20759425/
Was sonst noch schlimmer in Österreich ist, lesen Sie in meinem neuen Blog bei WordPress:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/10/22/die-oesterreicher-sind-noch-schlimmer
Bei uns in Deutschland wird es ähnlich sein. Wir können hier auch gut beobachten, wie hierzulande der Kampf um die Agrarflächen schärfer wird. Immer mehr Äcker mit verdorrtem Mais verunstalten die Landschaft. Das ist „Energie-Mais“, der nicht mehr für die Nahrungskette zur Verfügung steht. Bei der Verpachtung von Land müssen die Bauern immer öfter feststellen, dass sie bei den Preisen nicht mithalten können, die Energieerzeuger bieten.
Auch international geht es ähnlich zu: Die Chinesen sichern sich Landflächen in Afrika und Südamerika, die dann der einheimischen Bevölkerung abgehen.
Der Kampf um die Nahrung wird härter werden.

Blick in die Zukunft

Wie sich die Landwirtschaft allein in meiner Umgebung geändert hat, habe ich in verschiedenen Beiträge dargestellt:
https://autorenseite.wordpress.com/todeszone-in-bayern-und-anderswo/

Und nun frage ich mich manchmal, wohin denn die Entwicklung wohl führen wird. Ich stelle mir das so vor. Aus den Feldern werden Energiegewinnungsanlagen mit Pflanzen darunter, die weniger Licht brauchen. Die Landschaft wird dann immer mehr so aussehen:

Fleisch kann man inzwischen auch schon experimentell aus Zellen züchten ohne den umständlichen Umweg über die Tierhaltung. Dann wird es wohl nur noch Filetstücke geben.
Und es wird wohl auch nicht lange dauern, bis man die Milch ohne Kühe industriell herstellen kann und die wird wohl billiger sein.

Wie sich die Zeiten ändern:

Als ich 1967 in den Raum Traunstein zog, suchte ich mir ein Baugrundstück. In Sichtweite der Autobahn zu bauen, war verboten, weil Oberbayern den Eindruck einer intakten Landschaft machen wollte: Potemkinsche Dörfer anderer Art also sollte man bei der Fahrt auf der Autobahn sehen können.Wie anders sieht es heute aus:

Energieacker

Interessant an dem Bild ist: Es ist ein Symbol dafür, dass sich die Nutzung des Bodens immer mehr verschiebt. Wo einst Nahrung gewonnen wurde, ist es nun die Energie. Vielleicht ist ja auch der Mais im Vordergrund des Bildes „Energiemais“, der zur Ölherstellung oder zum Verbrennen angebaut wurde.