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Klimawandel: Drohende Dürre und virtuelles Wasser

In diesem Frühjahr, das ziemlich feucht ausfällt, denkt man nicht daran, dass der Regen nicht ausreicht, um die gesunkenen Grundwasserspiegel aufzufüllen. Die ersten Gemeinden in Deutschland sind schon ohne Wasser. Da sollte man sich einmal bewusst machen, wie nachlässig – oder besser gesagt: dumm – wir mit dieser wertvollen Ressource Wasser umgehen. Schauen Sie sich mal unbedingt dieses sehr interessante Bild an. da werden Ihnen die Augen aufgehen:
https://web.de/magazine/wissen/natur-umwelt/bundesamt-bevoelkerungsschutz-warnt-trinkwasserknappheit-35822884
Als ich jung war, war die Welt noch in Ordnung. Da kannte man weder Klimawandel noch Artensterben. Fleisch war damals teuer und so konnte man sich nur Sonntags einen Braten leisten, auf den man sich freute. Und unsere Umweltbilanz war ausgeglichen. Heute bräuchten wir 1 1/2 Erden, um so weiter leben zu können wie bisher.

Warum heute nicht nur mein Tag ist

Prost!

Nach dem Kalender der kuriosen Feiertage haben wir heute einen dreifachen Grund zum Feiern:

Da bin ich gleich dreimal dabei, denn erstens schreibe ich nicht nur Gedichte, sondern ich pflege mich auch ein wenig zu pflegen (mit kaltem Wasser*) und schließlich bin ich auch schon sehr alt.
Wenn das alles bei Ihnen nicht zutrifft, wäre es doch auch ein Grund zum Feiern, dass heute Freitag ist und das Wochenende vor der Tür steht.

*) Zu meiner Körperpflege noch eine Anekdote:  Als ich bei einer Hautärztin war, um einen Hautcheck zu machen, bekam ich mit, dass sie einen Patienten fragte, wie er seine Haut pflegen würde. Er sagte: „Mit nix!“ Dann verwies sie auf ein Bild einer alten faltigen Bäuerin, dass sie zur Warnung in der Praxis aufgehängt hatte und sagte:
„Wollen Sie einmal so aussehen wie die Frau auf dem Bild oder wollen Sie sich nicht doch eincremen und auch im Alter noch so eine Pfirsichhaut haben wie der alte Herr hier?“
Damit war ich gemeint. Beinahe hätte ich gesagt, dass ich keine Creme benutze (außer Sonnencreme). Und das mit der Pfirsichhaut war auch völlig falsch, wie mein kleiner Enkel einmal feststellte:
„Gell Opa, du musst bald sterben?“
„Wieso?“
„Schau doch deine alte Haut an!“
Was lernen wir daraus? Es ist eben alles eine Sache der Perspektive.

Schlimme Nachrichten

> Boeing hat durch Sparmaßnahmen zwei Flugzeugabstürze verschuldet:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/11/flugangst-ein-zeichen-von-intelligenz/
Nun kommt auf, dass Boeing auch
am Blitzschutz spart: https://web.de/magazine/panorama/whistleblower-erhebt-vorwuerfe-boeing-spart-blitzschutz-3426251
Da kann man nur wünschen: Guten Flug!

> Kennen Sie Methoxymethyltriphenylphosphonium? Dieser gesundheitsschädliche Stoff wurde im Rhein entdeckt. Seine Einleitung wurde nun erfreulicherweise abgestellt. Aber was ist mit den 10.000 anderen Stoffen, die in die Umwelt gelangen und von denen man oft nicht weiß, welche Folgen sie für die Gesundheit haben? Wir haben die Kontrolle darüber verloren.

> Das organisierte Verbrechen hat in Bayern 2018 einen Schaden von mindestens 169 Millionen Euro verursacht. Die Steigerung ist erschreckend: Im Jahr 2017 wurde ein Schaden von nur 12 Millionen Euro von den Behörden bemerkt.

Wir sind von Gefahren umgeben


> Kürzlich wurde in einer Zeitschrift davor gewarnt, Kassenbons anzufassen, die mit einem Thermodrucker her gestellt wurden. Dadurch soll das Erbgut geschädigt werden.:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/08/16/stirbt-die-menschheit-an-plastik/
> Eine weitere besorgniserregende Entwicklung gibt es in der Tiroler Ache, die in den Chiemsee mündet. Dort nimmt die Laichfähigkeit der Fische ständig ab. Medikamentenrückstände im Flusswasser dürften dafür verantwortlich sein, wie Studien aus Österreich belegen. Kann man solche Fische noch essen?
> Die Stiftung Warentest beanstandet in ihrem Test sechs von 17 Haarspülungen. In ihnen findet sich der Duftstoff Lilian. Der steht im Verdacht, sich auf das Erbgut der Verwenderin negativ auszuwirken und gar deren Fruchtbarkeit zu schädigen.
> Und denken Sie an die vielen Zusatzstoffe in den Lebensmitteln, für die sich die meisten Menschen nicht interessieren, obwohl sie Gefahrenhinweise sind. Viele dieser Stoffe sind im Ausland aus gutem Grund verboten.
Wundern wir uns wirklich darüber, dass die Männer immer mehr entmannt werden? Und die Missbildungen der Geschlechtsorgane nehmen ständig zu. Die Frage, ob die Zahl der Schwulen und Lesben zunimmt und welche Zusammenhänge es da gibt, darf man hierzulande nicht stellen.

Folgen des Klimawandels? Fäkalien in Mallorca, Keime im Trinkwasser in Oberbayern


Die Verschmutzung der Welt nimmt zu. Dass es auf Mallorca schlimm aussieht, hat man ja schon öfter gelesen:
https://www.reisereporter.de/artikel/7555-kloake-vor-mallorca-palma-sperrt-straende-wegen-faekalien-vom-klo-in-die-bucht-und-das-meer
Ursache der Fäkalien im Meer soll sein, dass die Kläranlagen bei Starkregen die Wassermassen nicht mehr verarbeiten können.

Dass nun auch das Trinkwasser in einigen oberbayerischen Gebirgsdörfern mit Keimen belastet ist, lässt mich aus allen Wolken fallen. Bisher dachte ich immer, die Welt sei bei uns noch einigermaßen in Ordnung. Schließlich liegen im Umkreis von 5 km um mein Heimatdorf Bergen die bekannte Adelholzener Quelle und die Petrusquelle. Aber in meinem Dorf und in Bischofswiesen sowie in Schneizlreut darf man nun das Wasser nur gekocht trinken. Woher die Keimbelastung kommt, darüber herrscht Schweigen in den Medien. Die Wasserwerke erwähnen sie sonderbarerweise überhaupt nicht auf ihrer Webseite.
Vielleicht ist es ja so, dass der Klimawandel an der Keimbelastung schuld ist, weil ein Starkregen die Quellen überfordert hat. Nicht auszudenken wäre es, wenn die Bauern durch Überdüngung die Verschmutzung herbei geführt haben sollten.
https://www.bergen-chiemgau.de/rathaus/news/abkochverfuegung-fuer-das-trinkwasser-in-enthal-bernhaupten-west/
https://www.pnp.de/lokales/berchtesgadener_land/3405227_Bakterien-Trinkwasser-wird-gechlort.html

 

War früher alles besser?

Manchmal hört man von den Angehörigen der Großelterngeneration: „Früher war alles besser!“ Sie gelten dann als Nörgler mit Anschauungen von vorgestern. Ist das so? Prüfen Sie das doch einmal selbst, wenn ich Ihnen die Frage stelle:
Wo ist die gute alte Zeit geblieben?
Damals gab es keine Umweltprobleme, kein Artensterben, sauberes Grundwasser und saubere Luft, sichere Jobs mit gutem Einkommen, erschwingliche Wohnungen in der Stadt, kein Plastik, sichere D-Mark, Zinsen für Altersrücklagen, auskömmliche Renten, boomende Wirtschaft ohne ständiges Ankurbeln, keine Tafeln, keine Staatsschulden, sondern Rücklagen für schlechte Zeiten (Juliusturm), keine Massentierhaltung, keinen Terror, kein Burnout, kaum Scheidungen, keine Drogen, keine gewaltsamen Demonstrationen, Wiederaufbau nach dem Krieg statt verlotterter Infrastruktur, keinen Ausverkauf des Staatsvermögens (Post, Grundstücke, Krankenhäuser, Versicherungen…)
Was ist nur daraus geworden!
Heute las ich auf meinem Kalenderblatt einen Ausspruch von Edward Teller, der zu dieser Entwicklung passt: „Ein Optimist ist jemand, der glaubt, dass es überhaupt noch eine Zukunft gibt.“

Ein Wunder: Kleine Ursache – große Wirkung


Man sollte es nicht für möglich halten: In Hawaii sind bestimmte Sonnencremes verboten, weil sie Korallen und anderen Tieren schaden:
https://web.de/magazine/gesundheit/sonnencremes-meerestieren-schaden-hawaii-verbietet-produkte-33031454
Da staunt man, weil man sich nicht gut vorstellen kann, dass verhältnismäßig minimale Mengen in einem großen Meer einen solchen Schaden anrichten können. Dasselbe gilt übrigens auch für Schiffsfarben, die wahre Giftbomben sind. Und wenn ich mir die Skifahrerei anschaue, frage ich mich, wie viele Tonnen Skiwachs wohl insgesamt Jahr für Jahr in die Landschaft gelangen. In den Gewässern ist das keinesfalls harmlose Gleitmittel schon als Spurenelement nachweisbar.
Was haben wir nicht alles im Wasser: Nitrat, Glyphosat, Mikroplastik, weibliche Hormone…
Welche Wirkungen die weiblichen Hormone haben, beobachtet man am Ausfluss von Kläranlagen: Dort wird das Geschlecht von Fischen umgewandelt. Diese Hormone finden sich auch in geringen Mengen im Trinkwasser. Grenzwerte dafür gibt es zwar nicht, aber man ist der Überzeugung, dass die minimalen Mengen keine Folgen haben.
Die Mikroplastikteilchen finden sich inzwischen sogar im menschlichen Gehirn.
Das Sonderbare am Ganzen ist, dass die Homöopathie an die gesundheitlichen Wirkungen auch sehr stark verdünnter Substanzen glaubt, dass aber andererseits die Wissenschaft meint, Gefahren von der Bevölkerung fern halten zu können, indem man für Schadstoffe Grenzwerte festsetzt, für die es kaum Erfahrungen gibt,
Die Menschheit ist zur Zeit Gegenstand eines Experiments mit ungewissem Ausgang.

Unser verdorbenes Wasser

Schön sieht er aus, der Chiemsee. Doch wie steht es um die Wasserqualität hierzulande?
Der interessierte Leser weiß, das unser Trinkwasser vielfach belastet ist. Weil die Grenzwerte für das Gift Glyphosat stark
überschritten werden, hat sich die EU eingeschaltet, denn unsere Politik hat seit vielen Jahren zu wenig getan. Auch sonst enthält unser Trinkwasser vieles, was nicht hineingehört: Medikamentenrückstände, Hormone…
So ist es kein Wunder, dass beispielsweise Blutproben aus Emmerting (Bayern) extrem hohe Werte der mutmaßlich krebserregenden PFOA (Perfluoroctansäure) aufgewiesen haben.
Und nun lesen wir, dass m
ehrere Orte in Bayern deutlich mit sogenannten per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet sind. Die Schwellenwerte bei diesem Umweltgift in Boden und Grundwasser werden um das zwei- bis 2.800-fache übertroffen.
Da kann man nur sagen: Wohl bekomm‘s!
Wenn nun bald zu Beginn der Badesaison freudig gemeldet wird, wo überall die blaue Flagge für sauberes Badewasser weht, dann darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass nach den Richtlinien de EU nur 6,6 % unserer Gewässer einwandfrei sind.
Und langsam beginnen wir, die Bedeutung des Psalms zu begreifen:
Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser.“

Auf-gelesen: Wasser wird knapp


Manchmal liest man irgendwo etwas, was einen plötzlich erschrecken kann. Wir wissen ja alle, dass Wasser auf der Erde immer knapper wird und man nimmt an, dass es so ähnlich würde wie beim Öl. Sogar Kriege ums Wasser werden uns voraus gesagt. Aber wir denken, das interessiert uns hier in Deutschland bei unserem Klima nicht. Wir haben genug Wasser, wenn auch mit Nitrat oder Hormonen belastet. Nun aber lesen wir:
„Nach einer Studie der Michigan State University 2017 könnte Leitungswasser für bis zu 36 Prozent der US-Haushalte innerhalb der nächsten fünf Jahre unerschwinglich werden.“ https://www.sn.at/wirtschaft/welt/wasser-kampf-kleines-dorf-in-michigan-stellt-sich-gegen-nestle-24100444
Könnte es bei uns vielleicht auch so ähnlich kommen? Was dann?

Ein bizarrer Streit?

Wasser ist ein mystisches Element. Ich befasse mich normalerweise nicht damit, denn ich wohne in Bergen-Bernhaupten und mein Wasser kommt direkt aus Adelholzen, von wo das Mineralwasser nach überallhin geliefert wird. Nun lese ich von einem Rechtsstreit in den USA, in dem Klage erhoben wurde, weil in die Flaschen von „Poland Spring“ zum größten Teil nur „gewöhnliches Grundwasser“ abgefüllt wird. Dieser Nestle-Tochter wird vorgeworfen, sie vermarkte hingegen die Produkte als „100-prozentiges natürliches Quellwasser“ und erfülle somit die Bestimmungen der US-Gesundheitsbehörde FDA nicht, heißt es weiter. Die Kläger sprechen laut dem Zeitungsbericht von einem „kolossalen Betrug“.
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/wirtschaft/sn/artikel/us-klaeger-sehen-betrug-von-nestle-im-wassergeschaeft-261278/
Da reiben wir uns verwundert die Augen und sagen vielleicht, das sei doch völlig egal, ob es sich um Grund- oder Quellwasser handelt. Auch unser Recht unterscheidet die beiden Wasserarten offenbar nicht: Die Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Trink, Quell- und Mineralwasser enthält in Art. 11 folgende Definition:
Eine Quelle entspricht einem spezifischen, hydrogeologisch charakterisierbaren Grundwasservorkommen.
Warum ich das erwähne? Die USA werden bei uns immer hingestellt als ein Land mit niedrigen Umwelt- und Lebensmittelstandards, wie mit dem Beispiel „Chlorhühnchen“ belegt wird. Aber in mancher Hinsicht sind die USA strenger als wir: Manches von dem, was bei uns hinten klein gedruckt auf den Lebensmitteln steht, ist in den USA verboten.
Der Rechtsstreit über das Wasser zeigt, dass die Amis sehr penibel sind.