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Söder – wie immer auf Krawall gebürstet

Kaum sagt Söder etwas, lesen wir, dass er „scharfe Kritik“ geübt hat. Wieso geht es nicht überhaupt in der Politik mit einer normalen sachlichen Kritik – vielleicht sogar verbunden mit einem positiven Ergänzungsvorschlag?
Interessant ist ja, dass sich vor allem die Jugend, sogar die der eigenen Partei, von Söders „One-Man-Show“ abwendet. Dieser Politikstil hat sich überlebt.
Özdemir hat gerade seine Vorstellungen über die Landwirtschaft dargelegt. Und Söder sagte dazu, die Bundesregierung sei nicht dazu da, den Menschen vorzuschreiben, was oder wie viel sie essen. Das ist typisch für ihn: Wenn Özdemir von Äpfeln redet, spricht er von Birnen.
Es liegt doch auf der Hand, dass es so nicht weiter gehen kann mit der Massentierhaltung, die unsere Natur (Grundwasser und Luft) belastet. Insofern hat der Merkelismus eine schwere Hypothek hinterlassen und es ist gut so, dass Özdemir daran arbeiten will, sie abzutragen. Wenn Söder dies als Vorschrift über das, was wir essen sollen, bezeichnet, ist das eine populistische Verdrehung der Tatsachen.
Und dieser Populismus ist eine nun in der Pandemie deutlich gewordenen Krankheit unserer Zeit, die zur Spaltung und schließlich zur Gewalt führt.
Wenn ich an meine Jugend denke, war es so, dass Fleisch teuer war und wir uns auf den Sonntagsbraten freuten. Heute ist diese Freude verloren gegangen, weil Fleisch für viele zum Alltag gehört. Aber dieses Fleisch sollte einen Preis haben, der sich auch an den Umweltschäden orientiert, die durch die moderne Fleischproduktion anfallen: Nur zwei Beispiele: Am Chiemsee müssen zwei „Seekühe“ eingesetzt werden, um zu verhindern, dass der von den Bauern überdüngte See zu wächst. Und die Nitratbelastung des Grundwassers verursacht auch hohe Kosten. All diese Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.
Im übrigen ist ein zu hoher Fleischkonsum ungesund.

Zitat zum Tag

Auf unserer gestrigen Wanderung (s.u.) kamen wir an einem Bauernhof vorbei, bei dem uns dieses Schild neugierig machte:
Eine Kuh mit Hörnern schaute zum Stallfenster heraus und musterte uns neugierig. Andere Tiere waren durch die offene Stalltür ins Freie gegangen. Dann kam der Bauer mit seinem Traktor angefahren und ich fragte ihn, wie das mit den Hörnern sei:
„Stimmt es, dass die Milch von Kühen mit Hörnern für Allergiker geeignet ist?“
„Stimmt es, dass die Hörner für die Verdauung notwendig sind?“
„Und ist er überhaupt gegen Unfälle mit gehörnten Kühen versichert?“
So hatten wir viel Gesprächsstoff und auf die letzte Frage antwortete er:
„Warum sollen mir die Kühe was tun?“
Und tatsächlich bemerkte ich im Stall etwas, was ich nur aus meiner Kindheit kannte: Auf diesem Hof herrschte eine fühlbare Harmonie zwischen Mensch und Tier. Leider sieht es heute so aus in den Ställen, deren Tiere nie auf die Weide kommen:

https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Mir fiel einer meiner Aphorismen ein:


Wie arrogant die Christen sind, sieht man daran, dass sie glauben, die Tiere hätten keine Seele. Wer je einem Tier in die Augen gesehen hat, weiß es besser.

Als wir dann weiter gingen, kamen wir an diesem Fenster des Hofs vorbei, wo die Kinder gewirkt hatten:

Sie hatten sich im Lockdown nicht gelangweilt, sondern eifrig an der Verbesserung der Welt gearbeitet. Was für andere Menschen wachsen auf einem solchen Hof heran.

Heute ist der Ehrentag der Kuh


Traurig: Die tierquälerische Haltung der freiheitsliebenden Kühe im finsteren Stall.

Ich mag Kühe und kann verstehen, dass sie in Indien sogar als heilig gelten. Aber entmenschte Menschen haben keine Ehrfurcht mehr vor diesen ruhigen friedlichen Tieren:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/05/kulikitaka-challenge-oder-wie-bloede-muss-man-sein/
Haben Sie an diesem Tag nicht auch vielleicht ein schlechtes Gewissen?
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/09/haben-sie-auch-ein-schlechtes-gewissen-heute-ist-der-tag-der-kuh/

Ich verdanke den Kühen viele nette Erlebnisse: Einmal habe ich mich nach einer Bergtour auf einer Wiese hingelegt und bin eingeschlafen. Plötzlich bin ich aufgewacht, als mir eine Kuh das Salz des Schweißes von meiner Stirn leckte.
Ein anderes Mal hatte ich mein frisch gewachstes Auto auf einem Parkplatz in den Bergen abgestellt. Dann kamen die Kühe auf dem Freiweidegelände und haben mein Auto abgeschleckt. Das muss ein tolles Autowachs gewesen sein.

Kulikitaka-Challenge oder: Wie blöde muss man sein?

Die Kuh hat’s gut. Sie hat gerde einen Gipfel erstiegen und freut sich. Ihre Artgenossen im Tal werden zur Zeit Opfer einer unglaublichen Challenge nach dem Motto: Je blöder – je mehr Aufmerksamkeit.“
Wenn ich so sehe, was ein Hit im Internet wird, kann ich fast immer nur den Kopf schütteln.
Zur Zeit grassiert im Netz „Kulikitaka-Challenge“, zu deutsch:Kühe erschrecken. Das beweist wieder einmal, dass ich Recht hatte mit der Feststellung, dass der DQ (Dummheits-Quotient)
immer mehr zunimmt.während der völlig andersartige IQ bei der Bevölkerung ständig absinkt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/10/wichtige-entdeckung-dq/
Wenn ich Kühe sehe, fällt mir ein, dass sie in Indien heilig sind und dass eine Gottheit gesagt hat:
„Lege deine Hand auf den Hals einer Kuh und spüre, wie die göttliche Ruhe auf dich übergeht.“

Wie unsensibel muss man sein, wenn man sogar diese friedlichen Tiere erschreckt und noch andere dazu auffordert, dasselbe zu tun?
Die Folge eines solches Kühe-Erschreckens kann sein, dass die Kühe zum Angriff übergehen, besonders wenn sie Kälber haben. Die Kühe können aber auch in panische Flucht getrieben werden, wie ich selbst einmal gesehen habe. Da versuchten die Kühe vergeblich, über den Stacheldrahtzaun zu springen. Die eine riss sich ihr Euter auf, eine andere schlitzte sich die Haut an einem Bein von oben bis unten auf. – Arme Opfer hirnverbrannter Challenger!

Gipfelblick: Bayern schön und kaputt

Heute war ich auf dem Inzeller Kienbergl und da hat man einen herrlichen Ausblick auf Ruhpolding…

… und Inzell:

Und dann sieht man noch etwas Interessantes:


Wo einst Kühe grasten, sieht man nun das Gras in Plastikballen auf der Wiese und die armen Kühe stehen im Stall. Fast überall wird so in der Landwirtschaft gearbeitet. Schauen Sie sich dazu dies an:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Wie die moderne Landwirtschaft meinen Garten zerstört

Früher machte mir mein Garten viel Freude, aber jetzt, wo ich alt bin, erfordert er durch die moderne Landwirtschaft immer mehr Arbeit:
Früher nutzten die Bauern selbst die kleinsten Flächen aus, um dort ihre Tiere zu weiden. Nun stehen die Kühe im Stall und die Wiesen werden etliche Male im Jahr mit dem Traktor gemäht. An den kleinen Flächen, wie an den Bahndämmen, hat man kein Interesse mehr. Das ist zu arbeitsintensiv. Und so werden diese Flächen von allen möglichen Pflanzen überwuchert: Brombeeren, Wildrosen,…
Und all das Zeug habe ich nun in meinem Garten. Die Vögel fressen die Früchte dieser Pflanzen und sitzen dann auf meinen Sträuchern, um dort ihren Kot abzulassen. Darin befindet sich der Samen für all das Zeug, das nicht in meinen Garten gehört. Das Blöde daran ist, dass diese Wildpflanzen eine unheimliche Wuchskraft haben, so dass ich sie alle Vierteljahre wegschneiden muss. Heraus reißen kann ich sie nicht, da sie sich direkt im Wurzelwerk der Sträucher zu sehr festgesetzt haben. So krieche ich also als alter Mann 4 Mal im Jahr durch mein 2000 qm großes Grundstück, um Ordnung zu schaffen.
Nun plötzlich kommt neues Ungemach: Eine aggressive Grasart breitet sich überall aus und verdrängt den alten Rasen. Das üble an diesem neuen „Grün“ ist, dass es welkt. Der Rasen ist also im Herbst und Winter nicht mehr grün, sondern hässlich gelb (s. Bild). Ich frage mich, ob es sich dabei um eine Grasart handelt, die neuerdings von den Bauern ausgesät wird, um größere Erträge zu erzielen. Bisher hat es sie ja nicht gegeben.

Tierschutz und Tierquälerei

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die Pelze verteufelt wurden? Eine Reihe von Top-Models u.a. Naomi Campbell posierten nackt nach dem Motto: Lieber nackt als mit Pelz! Die Frauen trauten sich nicht mehr mit Pelzen auf die Straße, denn sie wurden angepöbelt oder ihre Pelze wurden mit Farbe besprüht und zerschnitten. Viele Pelzgeschäfte mussten aufgeben.
Inzwischen ist die Protestwelle abgeebbt und man sieht auch Naomi Campel wieder mit Pelz auf dem Laufsteg. Nun gab es freilich auch Missstände bei der Pelztierhaltung, doch Schweine und Legehennen haben es kaum besser. Aber da gibt es keine medienwirksamen Auftritte der Damen.
Und was ist mit den Kühen? Ist ihre Haltung artgerecht, wenn sie mit abgesägten Hörnern im Stall stehen, statt auf der Weide? Und hat man nicht auch ihr Leben gewaltig abgekürzt, indem man sie zum Hochleistungs-Euterträger umzüchtete?
   Die Kuh
Ich stehe gern am Weidezaun,
Um dort den Kühen zuzuschauen,
Wie sie sich anscheinend freuen,
Wenn sie ihr Fressen wiederkäuen.
Doch tun mir in der letzten Zeit
Die armen Tiere wirklich leid:
Es fehlt ihnen der Kopfschmuck vorn,
Die Kuh von heute hat kein Horn.
Und ganz scheußlich kommt mir vor:
Die gelbe Marke je am Ohr.
Das Bild von diesen armen Tieren
Kann einen nicht mehr amüsieren.
Zu traurig schauen die Viecher aus:
Für jeden Tierfreund ist’s ein Graus.
Heut‘ ist die Kuh, so könnt‘ man meinen,
Nichts als ein Euter auf vier Beinen.

Ein nettes kleines Erlebnis

Als ich gestern am Berg gewandert bin, ging ich über eine Almwiese mit Kühen. Da kam der Bauer aus dem Wald und sah mich nicht. Deshalb konnte ich diese nette kleine Szene beobachten: Er ging auf eine größere Kuh zu. Er streichelte sie am Kopf und sagte:
„Scheen’s Wetter hamma heit, gell Resi! Da freien ma uns!“
Und ich habe mich auch über dieses nette kleine Erlebnis gefreut. Es gibt noch Bauern, die ihre Tiere lieben und sie nicht ein Leben lang im finsteren Stall halten:

Schauen Sie auch noch hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/04/heute-ist-ein-ganz-trauriger-tag-der-welttierschutztag/

Die plastifizierte Landschaft

Auf dem Inzeller Kienbergl genoss ich diesen Ausblick ins Tal. Er stimmte mich ein wenig traurig, denn wohin ich auch schaute, sah ich keine einzige Kuh. Stattdessen lagerten auf den Wiesen Heuballen, die in Plastik verschweißt waren, aber im obigen Foto nicht erkennbar sind:
Wenn nun beim Einkauf Plastiktüten gespart werden, sorgen die Bauern dafür, dass der Plastikverbrauch nicht weniger wird.

Die Kühe stehen heutzutage lebenslänglich im finsteren Stall:

Nur wenige haben noch das Glück, auf einen Berg laufen zu können:

Wussten Sie übrigens, dass ein Drittel des Plastikmülls im Boden entsorgt wird?
Kürzlich sah ich im Fernsehen Studenten, die am Strand die Sandkörner auszählten. Die Hälfte der vermeintlichen Sandkörner waren Plastikteilchen.
Wussten Sie, dass Nanoplastikteilchen inzwischen sogar bis ins menschliche Gehirn vorgedrungen sind? Haben Sie also Nachsicht mit den Politikern!
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Einzelschicksal wichtiger als Massenelend?


Heute wird vor Gericht darüber verhandelt, ob das Schreddern von jährlich 45 Millionen Küken Tierquälerei ist. Das bringen die Medien gerade mal in einer Randnotiz. Wenn aber Entenküken in einen Gully gefallen sind und von der Polizei gerettet werden, dann erscheint sogar das Fernsehen, um uns das Drama mit erleben zu lassen.
Dass das Massenelend die meisten gar nicht interessiert, wird am Beispiel des Maulwurfs deutlich. Ich war einer der wenigen, die auf das Schicksal dieser Tiere aufmerksam gemacht haben:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/11/30/bauern-als-maulwurfmoerder-grundwasser-und-luftvergifter/
Die Maulwürfe stehen ja an sich unter Naturschutz, aber sie wurden zu Tausenden von den schweren landwirtschaftlichen Traktoren plattgewalzt, denn heute sind die Kühe nicht mehr auf den Wiesen, sondern stehen im Stall und werden mit gemähtem Gras gefüttert:
https://autorenseite.wordpress.com/todeszone-in-bayern-und-anderswo/
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Die Maulwürfe, die dann noch verletzt übrig sind, werden mit der Gülle erledigt.
Wie anders ist es aber, wenn ein einzelne Maulwürfe vernichtet werden. In einem Park in Celle wurden sie vergiftet und das löste eine gewaltige Protestwelle aus. Als jedoch mein Nachbar einen Maulwurf töten wollte, kam sogar die Polizei und hat ihn bestraft, wie in dem oben verlinkten Beitrag zu lesen ist.
Ja, so sind wir halt: Elend in Massen ist zu viel für uns. Das geht uns nicht so zu Herzen wie das individuelle Schicksal.