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Nix für Deutschland: Heute ist der Tag der fröhlichen Arbeitnehmer

Hätten Sie das gewusst: Nirgendwo gehen die Arbeitnehmer so lustlos zur Arbeit wie in Deutschland:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/10/nachdenken-ueber-unsere-rest-freiheit/
Es besteht also heute kein Grund zum Feiern in Deutschland, sondern eher ein Grund zum Nachdenken darüber, was bei uns geändert werden muss. Lustlosigkeit bei der Arbeit wirkt sich negativ auf die Produktivität aus und führt im Extremfall sogar zu Sabotage.

Nachdenken über unsere (Rest-)Freiheit

Manchmal, wenn im Ukraine-Krieg von der Verteidigung der Freiheit die Rede ist, frage ich mich: Was ist das für eine Freiheit, die da verteidigt wird? Und ein wenig ketzerisch frage ich mich, ob nicht ein Russe freier ist als ein Deutscher. Haben wir vielleicht einen falschen Freiheitsbegriff? Bedeutet Freiheit bei uns eher, dass man frei wählen kann und dass man seine Meinung frei äußern darf? Kommt es aber nicht vielleicht viel mehr darauf an, wie viel Zeit der Mensch hat, um sein eigenes Leben zu führen? Wie sagte einmal ein Russe, als ein Tourist ihn fragte, wie er denn unter Putin lebe: „Mir ist es egal, von wem ich regiert werde, solange es mir gut geht.“
Schauen wir uns einmal einen typischen Tag eines Deutschen an: Morgens fährt er aus seiner Wohnung außerhalb der Stadt an seinen Arbeitsplatz: Die Länge des einfachen Arbeitswegs betrug im vergangenen Jahr im Schnitt 16,91 Kilometer, im Jahr davor waren es 16,76, 1999 nur 14,59 Kilometer. Das kostet wertvolle Lebenszeit.
Dann muss er etliche Stunden arbeiten, wobei 4,5 Millionen Arbeitnehmer auch noch Überstunden machen müssen. Nirgendwo unter 160 Ländern arbeiten die Menschen so lustlos wie in Deutschland. Der Arbeitsdruck ist hoch und macht die Menschen krank: Waren es 2005 noch 13,9 Krankheitstage wegen Burnout, so registrierte die AOK 2019 bereits 129,8 AU-Tage je 1.000 Mitglieder.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239872/umfrage/arbeitsunfaehigkeitsfaelle-aufgrund-von-burn-out-erkrankungen/
Sieht so ein freies Leben aus? Vielleicht sieht das alles in Russland besser aus.
Der Deutsche darf zwar auf die Regierung schimpfen, aber was hat er davon? Es ändert sich ja doch nichts. Ich glaube, ihm wäre eine entschleunigte Arbeit, mehr Freizeit und eine kürzere Lebensarbeitszeit wichtiger. Ob die Russen vielleicht uns da etwas voraus haben?

Das sind alles vielleicht etwas ketzerische Fragen. Aber darüber nachdenken sollte man schon, um die Restfreiheit zu verteidigen.

Zitat zum Thema Politik

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Banken, die ihre Kunden betrügen, Supermärkte, die Gammelfleisch verkaufen, und Firmen, die ihre Angestellten bespitzeln, hätte es früher nicht gegeben, weil die Menschen damals konsequent und solidarisch waren mit der Folge, dass all diese Unternehmen pleite gegangen wären.
(H.Pöll)

Die Firma Trigema ist vorbildlich mit ihrer Werbung. Warum wirbt nicht auch einmal ein Autohersteller mit dem Argument, dass es bei ihm keine prekären Arbeitsverhältnisse gibt?
Mehr über den Autor auf der Homepage.

Söder – Demontage eines Kanzlerkandidaten in spe

Gerade lief im BR eine Kabarett-Sendung, in der die Kabarettistin Kinseher behauptete, in Bayern habe es folgenden Spruch gegeben: „Blöd, blöder, Söder.“ Ich habe von diesem Spruch weder etwas gehört, noch finde ich ihn richtig. Die Art wie sich Söder als Machtmensch gegenüber Seehofer durchgesetzt hat, obwohl ihm der Verkauf von Sozialwohnungen an hing, beweist das Gegenteil. Und jetzt hat er es sogar zum heimlichen Kanzlerkandidaten gebracht.

Er galt ja als der große Manager der Pandemie. Neben der Kanzlerin sah man ihn am meisten im Fernsehen. Er machte den eigentlich zuständigen Gesundheitsminister zur Randfigur. Wenn er neben der Kanzlerin in Fernsehsendungen auftrat, fragte ich mich, ob sie ihn zu ihrem heimlichen Kronprinzen machen wollte. Und ich fragte mich weiter, wie er es zu dieser starken Präsenz im Fernsehen gebracht hat. Wie lasch wirkte ihm gegenüber Laschet. von dem man nur wenig hörte. Aber vielleicht war das gut so, denn manchmal ist es falsch, sich zu früh aus der Deckung zu wagen. Nun scheint sich nämlich das Blatt zu wenden:

Auf dem Höhepunkt der ersten Pandemie-Welle waren laut einer Umfrage noch 71 Prozent der Befragten mit Söders Arbeit zufrieden. Nun sind es aber rund 42 Prozent, die mit seiner Arbeit unzufrieden sind. Ich zähle ja auch zu denen, die ganz allgemein mit der Corona-Politik unzufrieden sind, wie ich hier schon öfter beschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/11/corona-der-falsche-weg-4/
Jetzt, wo Söders Stern im Sinken ist und Laschet sowieso schwächelt, böte sich vielleicht eine Chance für eine Frau aus dem dritten Glied. Wir haben ja eine Reihe hervorragender Stadtchefinnen. Wenn eine von ihnen sich überraschend trauen würde, ihren Hut mit Charme und Intelligenz in den Ring zu werfen: dagegen könnte selbst ein erfahrener männlicher Konkurrent blass aussehen. Ich glaube, beim Volk käme so etwas gut an. Ich habe ja hier schon mal die Frage aufgeworfen, ob nicht die Frauen überhaupt die besseren Führungskräfte sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/06/die-unfaehigkeit-der-maenner/

 

 

Heute ist der Tag der Familie

Heute ist ein trauriger Tag, nämlich der Tag der Familie:
Zunächst einmal ist dieser Tag, der uns den Wert der Familie bewusst machen soll, sang- und klanglos in Vergessenheit geraten. Oder haben Sie von irgend einem Politiker oder Kirchenmann gehört, dass er diesen Tag in Erinnerung gerufen hätte? Das würde nur Ärger geben, denn dann würde man feststellen müssen, dass die Familie immer mehr kaputt gemacht wird:
Unsere Wirtschaft entwickelt sich immer mehr so, dass nicht die Arbeit zu den Menschen kommt, sondern umgekehrt die Menschen fern von der Heimat und Familie  unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Das haben wir gerade in der Fleischindustrie gesehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/14/fleischindustrie-ich-bin-entsetzt/
Aber auch sonst ist ein immer größer werdender Teil der Menschheit in der Ferne beschäftigt: als Erntehelfer, als Bauarbeiter (Katar), als Besatzung in Kreuzfahrtschiffen, …
An sich heißt es ja in der UN-Menschenrechtscharta: „Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“ Und auch das Grundgesetz stellt die Familie unter dem besonderen Schutz des Staates. Aber das nützt alles nichts.
Die Hausfrau ist nicht mehr das Herz der Familie, sondern wird zum rückständigen „Heimchen am Herd“, denn unsere Wirtschaft braucht sie wie in Kriegszeiten als Arbeitskraft.
Vielleicht hat ja Bischof Bertram Meier jedenfalls insofern Recht, als er meint, wir sollten uns in der Corana-Krise einmal besinnen: Sind wir auf dem richtigen Weg?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

„Das Verhältnis des Menschen zur Arbeit ist zwiespältig: Hat er keine, wird er depressiv, muss er viel leisten, bekommt er ein Burnout-Syndrom.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Glücklich ist, wer eine Arbeit hat, die ihm so viel Freude macht, dass sie und nicht unbedingt auch der Gewinn die Quelle seines Wohlbefindens ist.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

https://autorenseite.wordpress.com/home/

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

„Der übelste Job ist nicht der mit der dreckigsten, härtesten Arbeit, sondern der, der dich zwingt, dauernd etwas gegen deine innere Überzeugung zu tun.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.