Hausfrau – der schönste und schwierigste Beruf

Neulich im Café unterhielten sich Frauen über ihren Chef. Das hörte sich zunächst nicht gut an: „… zu penibel“, „… keine Ahnung“,… knauserig“ usw. Nur eine schwieg und wurde schließlich gefragt, wie denn ihr Chef sei. Sie lachte und sagte: „Ich arbeite beim besten Arbeitgeber, den es gibt: meinem Mann. Ich bin Hausfrau.“
So ganz stimmt das allerdings nicht. Wenn eine Frau als Hausfrau zu Hause bleibt, ist ihr Mann nicht ihr Arbeitgeber, sondern die beiden sind ein Team, bei dem der eine sozusagen Außenminister ist und die andere Innenministerin.
Der Beruf der Hausfrau genießt wenig Ansehen. Oft werden diese Frauen als „Heimchen am Herd“ oder „Glucken.Mütter“ bezeichnet. Aber eine solche Diffamierung ist völlig unangebracht. Die wichtigste Aufgabe eines Ehepaares ist die „Aufzucht“ der eigenen Kinder und eine solche Aufgabe sollte man nicht ganztägig auf andere abwälzen, z.B. die Kita. „Hic Rhodos, hic salta!“ sagten schon die alten Römer. Und auch noch heute gilt: „Hier ist deine Aufgabe, kümmere dich selbst darum!“
Und gibt es etwas Schöneres, als die eigenen Kinder aufwachsen zu sehen und zu erleben, wie sie sich Stück für Stück die Welt erobern?
Was für unterschiedliches Leben doch die Familien führen: In der einen bricht in der Frühe die Hetze aus: Bei der berufstätigen Frau müssen die verschlafenen Kinder angezogen und vor der beruflichen Arbeit in die Kita gebracht werden. Bei der Nur-Hausfrau läuft der Morgen gelassen ab. Abends ist es ähnlich: Bei der Nur-Hausfrau beginnt ein entspannter Feierabend. Die berufstätige Frau dagegen muss (
hoffentlich mit ihrem Mann) abends all die Arbeiten nachholen, für die ihre nicht berufstätige Kollegin den ganzen Tag Zeit hatte.
Ich hörte öfter von berufstätigen Frauen, sie hätten quasi ihre ganze Jugend geopfert, um ihr Berufsziel z.B. als Ärztin zu erreichen und nun wollten sie ihren Beruf auch ausüben. Nett war, was eine Ärztin sagte, die ihren Beruf aufgegeben hatte, um ein Dasein als Hausfrau zu führen: „Ich habe so viel Liebe zu vergeben und darum kümmere ich mich selbst um meine Kinder.“
Mir fällt zum Thema Berufstätigkeit der Frau immer ein, wie es zu Beginn unserer Republik war: Damals sah man als einen der Hauptunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland die Familienpolitik an: Im Osten waren viele Frauen berufstätig und der Staat kümmerte sich um die Kinder.
Im Westen war man stolz darauf, dass die Familien intakt waren mit einer Hausfrau als Mittelpunkt.
Wenn auch die Kinder nun bei uns in den Kitas nicht staatlich indoktriniert werden, so stelle ich mir doch immer diese Frage:
Wie sollen sich individuelle Persönlichkeiten entwickeln, wenn in den Kitas doch eine gewisse Gleichschaltung notwendig ist?
Meine Kinder waren beispielsweise besonders sportlich und musikalisch. In den Kitas, die sie nur vormittags besuchten, wären sie sicherlich nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert worden.
Für mich war es wie ein Wunder, wie meine Frau zusammen mit den Kindern ein Instrument erlernte und so schließlich eine auftrittsreife Hausmusik entstand. Meine Frau konnte als Hausfrau die Kinder nachmittags zum Musikunterricht und Sport fahren.
Es gibt natürlich auch Frauen, denen zu Hause „die Decke auf den Kopf fällt.“ Sie sehen gar nicht, wie vielseitig und schwierig der Hausfrauenberuf ist:
Zunächst einmal sollte eine Hausfrau etwas von der Ernährungswissenschaft verstehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/05/essen-wie-oma-oder-hippokrates/
Kochen ist eine kreative Tätigkeit, ja sogar eine Kunst, die Spaß machen sollte. Heute ist die Ernährung oft mehr zu einer „Abfütterung“ verkommen – vergleichbar mit dem Betanken eines Autos.
Auch Erziehungsfragen sind nicht immer einfach, z.B.: Wie schaffe ich es, ein Kind, das überhaupt nicht lernen will, durch die Schule zu bringen? Was tun bei Aufsässigkeit? Usw.
Ein bisschen Baubiologie sollte man
sich auch angeeignet haben: Wie gestalte ich ein gesundes Wohnen? Was gibt es alles an Schädlichem in der unmittelbarsten Umgebung!
Und auch mit Medizin oder besser gesagt mit Gesundheit sollte sich die Hausfrau auskennen., z.B.; Wie bewahre ich mein Kind davor, Brillenträger zu werden?
https://autorenseite.wordpress.com/2017/12/15/brille-muss-nicht-sein/

Eine Hausfrau weiß, wen die Kinder mit ins Haus bringen und kann darauf Einfluss nehmen. Es gibt Frauen, die sehen das nicht: „Meine Tochter kriegt die Pille. Was soll da also passieren?“
Eine Hausfrau ist da, wenn die Kinder aus der Schule kommen und „abladen“ wollen, bzw. müssen. Kinder brauchen jemanden, mit dem Sie reden können, und zwar dann, wenn es notwendig ist.

Gefahren lauern überall. Eine Hausfrau kann mehr lesen als andere und sich kundig machen. Wer weiß beispielsweise schon, dass es schon gefährlich sein kann, einen auf Thermopapier gedruckten Kassenbon anzufassen?
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/18352-rtkl-bisphenol-warum-der-kontakt-mit-kassenbons-so-gefaehrlich-ist
Oder andere Frage: Welche Frau weiß schon, welche Nahrungsmittel beim männlichen Teil der Familie die Prostata schädigen können?
Es gibt so vieles in der heutigen Welt, was man eigentlich wissen sollte. Einer Hausfrau ist es immerhin einigermaßen möglich, sich hier einen gewissen Durchblick zu verschaffen. Das ist schon so ähnlich wie ein Studium. Also langweilig kann so ein Leben nicht sein.
Dennoch streben immer mehr Frauen eine rein berufliche Karriere an. Sie sehen nicht, dass es der Reiz eines Frauenlebens ist, sich auch einmal in einer längeren Phase ganz der Familie, insbesondere den Kindern, zu widmen.
Übrigens kann eine Hausfrau etwas machen, was wenigen Menschen möglich ist: Sie kann sich selbst verwirklichen.

Ich bin ja nun schon sehr alt und denke an die Zeit zurück, als wir eine junge Familie waren. Da war es selbstverständlich, dass die Frau als Hausfrau zu Hause blieb und die Familie konnte vom Einkommen des Mannes sogar mitten in der Stadt leben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Heute müssen viele Frauen allein deshalb arbeiten, um die hohe Wohnungsmieter bezahlen zu können. Was ist hier passiert? Der Raubtierkapitalismus hat zugeschlagen und die Mieten in ungeahnte Höhen getrieben. Und die Industrie brauchte Arbeitskräfte: Wenn nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen arbeiten, kann man die Löhne niedrig halten, weil das Angebot an Arbeitskräften quasi fast verdoppelt wird.
So hören wir dauernd etwas vom Aufschwung, aber in Wahrheit stürzt Deutschland immer mehr ab:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/21/deutschland-stuerzt-ab-14/

Im Mainstream wird nun das Familienmodell mit einer berufstätigen Frau und Mutter als modern und gut propagiert, obwohl sogar eine Emanze wie Alice Schwarzer gesagt hat:
„Frauen, die glauben, dass es selbstverständlich sei, alles hinzukriegen, machen sich etwas vor. Sie drücken sich vor der Realität. Heute wird behauptet, es sei doch kein Problem, beides hinzukriegen. Das ist eine furchtbare Lüge. Frauen, die Karriere und Kinder wollen, müssen Abstriche machen. Es tut mir leid, das ist die bittere Wahrheit.“
Der Wandel, der sich vollzogen hat, wird besonders deutlich, wenn man zwei Personen vergleicht:
Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt arbeitete täglich16 Stunden. Und heute bekleidet eine Mutter von sieben Kindern das höchste Amt in der EU.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.