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Gipfeltreffen: Die Arroganz der Mächtigen

Jetzt tagen sie wieder, dieses Mal sind es die G7, die es sich in Elmau, im schönsten Oberbayern, gut gehen lassen – auf Kosten des Volkes: 166 Millionen kostet allein der Einsatz von Polizei und Sicherheitskräften. 18.000 Beamte müssen auf ihr Wochenende verzichten und Dienst tun. Die einheimischen Geschäftsleute verdienen zur Zeit nichts, obwohl sie jetzt auf die Saison angewiesen sind. Und 16 km Zaun müssen auch aufgebaut werden.

Warum fehlt den Mächtigen die Rücksichtnahme aufs Volk? Wenn sie bescheiden wären, würden sie sich auf einem Kriegsschiff treffen oder auf einer Insel. Ein Zeltlager auf Pellworm würde dem Volk zeigen: Ja, wir haben begriffen.

Witz zum Tag

Lach mit!

Die Polizei verhaftet einen Mann, der auf einem Feld Rhabarber stiehlt.
Die Beamten fertigen eine Anzeige, in der es heißt, dass die gestohlenen Erdbeeren sicher gestellt wurden. Der Behördenleiter stellt die Beamten zur Rede und fragt, wie es zu dem Fehler gekommen ist.
Antwort: „Mir ham net g’wusst, wie ma Rhabarber schreibt.“

Werden unsere Polizisten der Meute „zum Fraß vorgeworfen“?

Ich finde es ganz unglaublich, wie sich unser Staat gegenüber gewalttätigen Demonstranten verhält. Er tut nichts, um seine Polizisten besser zu schützen. Warum gibt es keinen eigenen strengen Straftatbestand für diejenigen, die Flaschen, Molotowcocktails und Ähnliches werfen? (z.B: „… mindestens 6 Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung“? Oder noch strenger?)

Und was ich weiter vermisse, sind die Berichte im Fernsehen und in den anderen Medien über Verurteilungen gewalttätiger Demonstranten. Die könnten doch eine gewisse abschreckende Wirkung haben. Durch das Schweigen der Medien entsteht der Eindruck, als ob solche Taten ohne Folgen bleiben. Im allgemeinen herrscht ja sowieso die Mentalität: „Beim ersten Mal gibt’s auf jeden Fall Bewährung. Also können wir uns leisten, was wir wollen.“

Stuttgart: Der lasche Staat und Corona

Mehr als 10.000 Menschen – größtenteils ohne Masken und Abstand – haben nach Angaben der Polizei am Karsamstag in Stuttgart bei einer Kundgebung der „Querdenken“-Bewegung gegen die Corona-Politik demonstriert. Die Polizei hat sich wieder zurück gehalten. Es ist wieder dasselbe wie bei der letzten Demo:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/22/spahns-falscher-weg/
Schon damals wurde nicht nur hier das Versagen des Staates kritisiert. Aber es hat nichts genützt,
Wann endlich schützt der Staat seine Bürger vor der Unvernunft etlicher Quertreiber? Das Traurige ist ja, dass andere es auch ausbaden müssen, wenn einige über die Stränge schlagen. Wie viel weiter wären wir, wenn sich alle an die Regeln halten würden und die Polizei mit aller Härte gegen die Gesetzesbrecher vorgehen würde?
Die Virologen sollten uns einmal vorrechnen, wie viele Neuinfektionen zu erwarten sind, wenn zehntausend Menschen ohne Abstand und Maske zusammen treffen.
Wenn der Staat funktionieren würde, würden alle Demonstranten, die die Regeln missachten, bestraft und sie müssten im Fall einer Corona-Erkrankung die Kosten selbst bezahlen. Dazu müsste freilich das strafbare Verhalten vorn vorn bis hinten gefilmt werden.
Und noch etwas: Die Polizei müsste die Demo für beendet erklären können und eine Quarantäne gegen alle verhängen können, die dennoch verbleiben.
Wie oft muss sich eigentlich bei uns ein derartiger Rechtsbruch noch wiederholen, bis der Staat dem Treiben endlich Einhalt gebietet?

Spahns falscher Weg

Am Wochenende gab es zwei große Menschenansammlungen mit Verstößen gegen die Coronaregeln:
Die eine war die Demo der Querdenker in Kassel.
Und die andere war die alljährlich Spring-Break-Party in Miami Beach.
Beide nahmen einen völlig unterschiedlichen Verlauf: In Kassel hat die Polizei kapituliert und immerhin 12 Menschen festgenommen. In Miami dagegen hat die Polizei hart mit Pfefferspray durchgegriffen und 1000 Menschen festgenommen. Bravo! Vorbildlich für Deutschland!
Nun wird vielleicht mancher sagen: Was hat Spahn damit zu tun? Polizei ist doch Ländersache. Aber der Fisch stinkt vom Kopf her. Spahn müsste den Weg weisen und der sieht so aus:
Es wird angekündigt,
> dass mit aller Härte gegen Maskenverweigerer vorgegangen wird (mit Unterstützung des Bundespolizei),
> dass jeder Verweigerer mit seiner vorläufigen Festnahme rechnen muss (zur Unterbindung des Verstoßes und zur Personalienfeststellung),
> dass eine einwöchige Quarantäne gegen ihn verhängt wird und
> dass zu Kontrollzwecken ein großes gelbes Schild an seine Haustür gehängt wird mit der Aufschrift :“Quarantäne bis…“

Dann sähe es anders aus bei uns, aber Spahn traut sich so was nicht. Stattdessen gerät nur die Polizei in die Kritik. Vielleicht ist bei Spahn (um es mit Söder auszudrücken) ein „Wakeup-Call“ fällig und der müsste von den Virologen kommen. Die sollten einmal abschätzen, wie viele Neuinfektionen eine solche Demo wie in Kassel zur Folge hat. Dann würde die Regierung vielleicht aus ihrer Lethargie erwachen.

Mordende Kinder

Gerade steht in der Zeitung, dass bei uns ein Dreizehnjähriger von einem Vierzehnjährigen erstochen wurde. Gleichzeitig gab es in Frankreich zwei ähnliche Morde bei Kriegen zwischen Kinderbanden. Offensichtlich ist, dass die Hemmschwelle immer mehr sinkt.
Frankreich will mit einer Verstärkung der Polizei gegensteuern, aber das Problem liegt woanders.
In Deutschland will man die zunehmende Gewalt mit Streetworkern bekämpfen: Beispielsweise hat eine Kleinstadt wie Kulmbach zwei (!) davon angestellt. Und da frage ich mich als alter Mann: Wie sind wir eigentlich früher ohne solche Streetworker ausgekommen? Schon ihr Name sagt, dass es sich um einen neuartigen Beruf handelt, der seinen Ursprung wie so vieles andere auch in den USA haben dürfte:
Streetworker sind Sozialarbeiter, die sich um problematische Zielgruppen bemühen sollen und dazu gehört leider auch die Jugend. Noch ein Beispiel: Kürzlich haben 11-jährige eine ganze Schule demoliert, nachdem sie bereits 25 (!) Straftaten auf dem Kerbholz hatten.
Ich sehe diese Erscheinungen als Anzeichen dafür, dass unsere Gesellschaft krank ist. Man kümmert sich zu wenig um diejenigen, die von den Politikern oft als das wertvollste Gut des Staates bezeichnet werden, nämlich um die Kinder. Ein Fünftel davon ist in unserem reichen Staat dazu verdammt, in Armut zu leben. Und da ist es wohl durchaus nachvollziehbar, dass so eine Jugend, die schlechte Startchancen hat, einen Hass auf die Gesellschaft entwickelt.
Ein zweiter Faktor, der Streetworker notwendig macht, ist die Zerstörung der Familie. Durch die vielen Scheidungen steigt die Zahl der Alleinerziehenden, die sich oft schwer durchschlagen müssen: Wie viel Zeit bleibt einer alleinerziehenden Friseuse, die abends noch als Bedienung arbeiten muss, für ihr Kind? Und der Drang bzw. Zwang vieler Frauen zum Berufsleben führt dazu, dass häufig die Kinder eher als Störfaktor empfunden werden oder sich mindestens so fühlen.

Wie die Pflanzen Wasser brauchen, benötigen Kinder Liebe. Aber so, wie die Dürre in der Natur immer mehr zunimmt, verdorrt auch die zarte Pflanze der Liebe.

Weihnachtsgeschenk für Sie: Kostenloser Krimi – „Dem Wahnsinn nahe“


In meiner Fundgrube gibt es einen kostenlosen Krimi für Sie: Schauen Sie da mal rein und scrollen Sie dort nach ganz unten bis zum Link „Krimi“! Und schauen Sie bitte doch auch mal, was es da sonst noch so alles zu lesen gibt!
Fröhliche Weihnacht!

Wie sich unser Staat verändert

Es ist nur eine kleine Notiz, aber ein trauriges Zeichen für die Veränderung unseres Staates: Die bayerische Polizei schafft gepanzerte Fahrzeuge an:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/gepanzerte-spezialfahrzeuge-fuer-bayerische-polizei,SHq7zvq
Was für ein Umbruch: Polizeibeamte waren einmal Respektspersonen in diesem Staat. Inzwischen sind sie Opfer von Gewalt. Sie werden als Vertreter eines verhassten Systems mit Steinen und Molotow-Cocktails beworfen.
Und die Justiz zeigt auch mit ihren Bauten, dass wir nicht mehr im selben Staat leben, der nach dem Krieg gegründet würde: Auf dem Bild oben sieht man das Justizgebäude in Traunstein. Es stammt aus der Nachkriegszeit. Die großen Fenster im Erdgeschoss gehören zum Schwurgerichtssaal. Die Bevölkerung sollte im Vorbeigehen optisch am Geschehen teilnehmen können. Inzwischen fand man, dass die Richter zu sehr auf dem Präsentierteller sitzen und dadurch gefährdet sind. Deshalb pflanzte man eine Hecke davor. Die modernen Justizgebäude von heute gleichen oft Bunkern.
Zu viele haben sich von dem Staat abgewendet, wie die gewaltsamen Demonstrationen zeigen und diese Aktionen könnten sich auch gegen die Justiz wenden.