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Gefährlicher Schrott im Weltall: Fällt er uns auf den Kopf?


Gerade haben die Russen eine Rakete gestartet und man wirft ihnen vor, dass sie damit die ISS gefährden.
Aber ist es nicht sowieso im Weltraum gefährlich geworden, weil da oben so viel Schrott herum fliegt? Wir haben ja inzwischen nicht nur die Meere mit Abfall versaut, wo nicht nur am Grund Dreck aller Art lagert, sondern der Plastikmüll hat Inseln gebildet, von denen eine namens Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik eine Fläche bedeckt, die so groß ist wie ganz Mitteleuropa. Inzwischen haben wir auch den Weltraum so versaut, dass die ESA dafür eine eigene Müllabfuhr einrichten will. Das ist auch notwendig, denn wenn es dumm läuft, können Ihnen solche Trümmer auf den Kopf fallen:
https://www.mdr.de/wissen/faszination-technik/clearspace-satellit-weltraumschrott-muellabfuhr-esa-100.html
Was ich mich bei diesen Weltraumunternehmungen immer frage, ist dies: Wie kann man das rechtfertigen, wenn die Möglichkeit besteht, dass herab stürzende Teile Menschenleben gefährden? Hätten wir nicht auf der Erde genug Probleme zu lösen, bevor wir uns dem Weltraum widmen?
Und wie ist es eigentlich mit der Haftung, wenn ein Mensch durch Weltraumschrott zu Tode kommt? Wird dann die ESA verurteilt und auch die Kanzlerin, die so etwas nicht verboten hat?

Wir lesen mit Schaudern, dass alte Religionen ihren Göttern Menschenopfer gebracht haben. Aber wir tun dasselbe, indem wir Menschen für Technik, Wirtschaft und Aufschwung opfern: Allein in Europa sterben 800.000 Menschen durch Luftverschmutzung.

 

Schlimme Nachrichten

Heute kamen in den Nachrichten zwei schlimme Meldungen: Wir haben die Weltmeere ja schon so zu gemüllt, dass es Plastikinseln gibt, von denen eine 16-mal so groß ist wie Österreich:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/01/23/horror-meldungen-zum-thema-umwelt/
Nun erfahren wir, dass auch schon der Weltraum so vermüllt ist, dass er gereinigt werden muss. 40.000 Objekte (alte Raketen und Satellitenteile) fliegen da herum und stellen eine Gefahr für die Raumfahrt dar. Daher ist nun eine Reinigungsaktion notwendig.

Heute ist der Tag der Menschenrechte. Wie es aber um die bestellt ist, hören wir gerade im Radio. In den USA sollen 11 Millionen Kinder hungern. Sollte eine ausreichende Ernährung und Gesundheitsversorgung nicht nur zu den Menschenrechten gehören, sondern auch durchgesetzt werden? Was hören wir nicht dauernd von den Politkern über die Menschenrechte in China! Aber hat je einer den Mund aufgemacht für die hungernden Kinder in den USA? Das ist die Merkel’sche Diversionspolitik, die von den Medien mit getragen wird: Keine Kritik am Rechtsstaat der USA (Guantanamo, unmenschliche Todesstrafe mit viehischen Hinrichtungsmethoden und 20-jährigem Aufenthalt in der Todeszelle…), aber China ständig an den Pranger stellen.

Gefährdet uns der Schrott im Weltraum?


Mein Gott, was waren das für Zeiten, als ich jung war und am Meeresstrand wanderte: Alles war Natur pur. Und heute sind die Meere zum Müllabladeplatz verkommen. Das Mittelmeer erstickt im Plastik:
https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/sommer-sonne-plastikmuell-das-mittelmeer-erstickt-im-plastik/

Im Weltraum sieht es langsam ähnlich aus. Deshalb will man dort sauber machen, weil der Schrott im Weltraum ein gefährliches Ausmaß angenommen hat. Raumschiffe müssen ihm ausweichen und werden oft trotzdem getroffen.
Ich sah aber da ein anderes Problem: Das ganze Zeug, das hinauf geschossen wird, kommt ja irgendwann wieder herunter. Darf es überhaupt sein, dass man so etwas macht, was Menschen gefährden kann?
ESA-Chef Wörner sagte dazu: „Es gibt für viele Sachen im Leben keine Rechtsgrundlage, aber es gibt so etwas wie Moral und Ethik.“ Ich glaube, da irrt er. Wenn Menschen durch herab fallenden Weltraumschrott getötet werden, ist das fahrlässige Tötung. Deshalb ist es erfreulich, wenn Wörner fort fährt: Wer künftig einen Satelliten ins All schieße, solle entweder nachweisen, dass dieser entweder automatisch zurückkomme und verglühe, einen Vertrag mit einem Unternehmen für eine Rückholung haben oder eine Art Pfand abgeben, damit ein Unternehmen beauftragt werden könne.

Sex mit dem Leben bezahlt

Das muss schön sein, wird sich vielleicht mancher denken.
Aber es geht hier nicht um Menschen, sondern die Rede ist von Geckos, deren Sexualverhalten man im All prüfen wollte. Da aber leider die Heizung im Raumschiff ausfiel, sind die armen Tiere erfroren. Der Protest von Tierfreunden steht noch aus, wird aber wohl nicht lange auf sich warten lassen.
http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/geckos-bezahlten-test-zu-sex-im-all-mit-dem-leben-119395/
Die Älteren werden sich noch erinnern, welches Mitgefühl die erste Hündin im All ausgelöst hatte. Laika hieß sie. Sie musste ihre Raumfahrt mit dem Leben bezahlen. Aber Geckos sind wohl nicht so „mitleidswürdig“ wie Hündinnen.
Ich frage mich bei dem Zeitungsbericht nur: Lohnt es sich wirklich, einen Haufen Steuergeld dafür auszugeben, um das Sexualverhalten von Tieren im Weltraum zu erforschen?