Beschneidung – Die Züchtung des Antisemitismus‘

Das Fernsehmagazin „Fakt“ brachte einen Bericht über den Antisemitismus. Demnach sollen 20 % der Deutschen Antisemiten sein. Ich bin auch einer, nicht wirklich, sondern nur von Frau Knobloch als solcher beschimpft worden, weil ich ihr seinerzeit vorgeschlagen habe, sie möge doch auf die Stelen vor dem Reichstag verzichten.
Wenn man eine Umfrage macht, kommt es immer auf die Umstände an: Frage ich die Leute vor den Stelen, werde ich auf mehr Antisemitismus stoßen als sonst. Ähnlich wird es sicher gewesen sein, wenn eine Umfrage nach dem Überfall der Israelis auf ein Schiff mit Hilfsgütern stattgefunden hat. Bei all diesen Umfragen kommt immer ein Gesichtspunkt zu kurz: Es zeugt keineswegs für eine Anti-Stimmung gegen gewisse Staaten oder deren Angehörige bzw. Volksgruppen, wenn die Menschen gegen die dort verfolgte Politik sind. Man sollte da doch sorgfältig unterscheiden.
Wenn sich Frau Knobloch hier, wie sie sagt, als Schaf unter Wölfen fühlt, sollte sie sich einmal fragen, ob sie Wölfe nicht von Schafen unterscheiden kann und ob sie nicht einfach in diesem Land auch ein Schaf unter anderen sein kann. Und wenn sie nach dem Urteil über über das Verbot der Beschneidung schicksalsschwanger fragt: „Wollt ihr uns noch?“, dann kann ich nur sagen: „Sie nicht! Aber andere schon, die sich an die Kultur des Landes anpassen, in dem sie leben.“ Was ist schon dabei, wenn ein Jude bei uns mit der Beschneidung warten muss, bis er volljährig ist und selbst entscheiden kann, ob er diese Verstümmelung will. Was soll eigentlich das Ganze? Dass es Tradition ist, ist für mich keine Begründung. Übrigens: Theodor Herzl, der Begründer des modernen politischen Zionismus, hatte seinen Sohn nicht beschneiden lassen.

2 Kommentare zu „Beschneidung – Die Züchtung des Antisemitismus‘

  1. Ich möchte mich auch einmal vorwagen in diese Arena der Anfeindungen, Verurteilungen, seelischen Verletzungen und den einigermaßen Gerechten, der Meinungen die ich auch vertreten kann.Ich bin eine Frau.Ich weis nicht wie es ist eine Vorhaut zu haben.Ich habe dafür andere Körperflächen.Ich habe ein paar Gedanken dazu. Zur Beschneidung.Jede Tischkante aus gutem Holz wird bedauert wenn ein Ecke abplatzt oder zu schaden kommt.Ein richtig heftiger Kratzer im Auto.Schmierereien an Hauswänden werden voller Zorn begutachtet und versucht so schnell wie möglich zu bereinigen.Ein Essensfleck auf der Bluse oder Hemd tragen zur Hysterie bei und werden flugs mit alten Hausmittelchen entfernt.Eine Verletzung beim Kartoffelchschälen oder eine Verbrennung am Backofen-wie schmerzhaft. Der Körper bildet bald eine Blase um die Verbrannte Stelle.Ja Ja – der Körper- unser Körper.Unser bester Freund -den besten den wir je haben werden.Wie gut er ist und wie klug–viel klüger als jeder Computer.Und wir machen so viel Scheiß mit ihm. Wir schlafen schlecht weil wir zuviel gefressen haben wir bekommen Wahnsinns Kopfweh wenn wir zu viel Alkohol gesoffen haben–wir bekommen alle möglichen Krankheiten.Weil wir nicht diszipliniert sind.Was hat das mit der Beschneidung zu tun?Auf der einen Seite wird geflickt repariert und gesäubert.Auf der anderen Seite gibt es Mütter die dem Diktat einer Ehe- eines Mannes -einem Glauben -unterliegen und nichts anderes mehr sehen wie den Glauben.Jahrhunderte soll es schon dauern dieses Bekenntnis und dafür wurden und werden männliche Neugeborene 6Tage nach dem Geburtsvorgang beschnitten.Wenn man doch den Menschlichen Körper sieht den kleinen wie den großen—er ist ein komplexes Bündel eine Einheit.Eine wunderschöne Einheit.Das einzigste was ein Mensch dem anderen am Körper tun darf ist helfen trösten anziehen streicheln den Ring anziehen und die Haare machen noch vieles mehr – aber nur gutes.Und wenn dann eine Mutter oder viele Mütter von Pontius zu Pilatus rennen um ihren kleinen frischgeborenen Menschen die Vorhaut zu durchtrennen–dann verstehe ich diese Lüge der Liebe nicht.Und dann noch glücklich sein. Das Kind geboren und sofort geliebt und mit der Milch kommt das Brutpflegehormon .Und dann ordnet sich die Mutter unter und lässt einem Fremden die Freiheit, das geliebte Kind ohne das es weis und geschweige es will– das Kind verletzen.Ich könnte weinen und schizo werden darüber.Aber der Körper ,unser bester Freund vergißt nicht.Wie kann diese Mutter ihrem Kind in die Augen schauen.Und dann lachen die noch und weinen vor angeblichem Glück.Wenn einer nicht über seinen Körper entscheiden kann darf kein anderer daran herumschnippeln.

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