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Jeder Dritte leidet an schlechtem Raumklima

163 Millionen Europäer leben in Wohnungen und Häusern mit ungesundem Raumklima, dazu zählen zu hohe Feuchtigkeit beziehungsweise Schimmel, Mangel an Tageslicht, übermäßiger Lärm sowie Kälte.
Ich glaube, das schöne Wohnen gehört zu den größten Lebensfreuden, zumindest sollte es so sein. Ein schlechtes Wohnklima verursacht Krankheiten und Depressionen.
Interessant ist ja, wie verschieden Architekten über den Schimmel in der Wohnung denken: Die die herrschende Meinung unter den Architekten ist so, dass man sich an den Kopf greift: Die Menschen müssten ihre Wohnung jede Stunde für 5 Minuten lüften, dann gäbe es keinen Schimmel mehr. Wie soll das funktionieren, wenn die Bewohner tagsüber in der Arbeit sind?
Anders ist es, wenn ein Baubiologe eine Wohnung beurteilt. Der bezeichnet eine Wohnung, die nur nach Osten und Norden ausgerichtet ist, als unbewohnbar wegen zu geringer Besonnung.
Wenn Sie also als Mieter einen Prozess wegen Schimmelbildung haben, hängt dessen Ausgang davon ab, welchen Gutachter das Gericht hinzuzieht.
Übrigens wird das Schimmelproblem oft damit bekämpft, dass die Wände mit giftigen Farben bestrichen werden. Das dürfte genauso ungesund sein.

Ich wünsche Ihnen ein wohnliches gesundes Zuhause, in dem sie sich so wohl fühlen, dass Sie sich immer wieder freuen, wenn Sie heim kommen.

Hasskommentare – Ich bin entsetzt

Es ist zwar blöde, aber man kann es ja verstehen, dass jemand , der von der Polizei mehrfach hinter Gitter gebracht wurde, die Beamten hasst, auch wenn diese ja nur ihre Pflicht tun.
Was mich aber entsetzt, ist die Tatsache, dass es nach der Ermordung von zwei Polizeibeamten 400 (!) Hasskommentare im Internet gibt. Das ist ein Beispiel für die zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft. Und es ist auch ein Zeichen der Spaltung der Gesellschaft: Als ich jung war, herrschte im Volk ein „Wir-Gefühl“. Man baute nach dem Krieg das zerstörte Land wieder auf. Heute gibt  es „die da oben“ einerseits und andererseits ein immer größer und aggressiver werdendes Proletariat, dessen Zerstörungswut bei Demos oft kaum noch zu beherrschen ist.
Und die ganz schäbigen Hass-Posts zur Ermordung der beiden Beamten sind ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft krank ist und dass man dringend etwas dagegen tun muss.

Es war nicht alles schlecht bei den Nazis

„Es war nicht alles schlecht bei den Nazis.“ So was darf man eigentlich bei uns nicht schreiben. Ich tue es aber trotzdem:
Ich bin in der Nazizeit groß geworden und wenn ich damals mit heute vergleiche, dann fallen mir gewichtige Unterschiede auf:

> Es gab keine Spaltung der Gesellschaft, sondern man stand im Krieg zusammen und half sich gegenseitig. Wie anders sollte man auch überleben? Ich wohnte damals in Kiel, dem „Reichskriegshafen“. Der wurde dem Erdboden gleich gemacht. Als wir einmal von meinen Großeltern wieder nach Hause fuhren, hielt der Zug weit außerhalb von Kiel, weil der Bahnhof und die Umgebung mit einem „Bombenteppich“ belegt worden waren. Wir hatten Schwierigkeiten, uns zu orientieren, weil die Straßen unter Trümmern begraben waren. So stolperten wir über ein Trümmerfeld nach Hause – vorbei an weinenden Menschen, die ihre Toten und Habseligkeiten bargen. Diese klar völkerrechtswidrigen Terrorangriffe waren ein schwerer Fehler der Alliierten, denn sie schweißten die Bevölkerung zusammen. Wer erlebt hat, wie Tiefflieger die Flüchtlingstrecks und sogar uns Kinder beim Kartoffelnsammeln beschossen haben, der kann verstehen, warum sich Hitler solange halten konnte, denn die Deutschen fürchteten, dass es bei einer Niederlage Deutschlands noch furchtbarer werden würde. So stand man also weiter zusammen.
Ganz anders heute. Wir sehen das an den immer gewaltsamer werdenden Demonstrationen gegen den Staat.

> Im Dritten Reich hat man Vorsorge für den Ernstfall getroffen. Als wir am Anfang des Krieges noch keine Bunker hatten, wurde unser Haus sicherer gegen Bombenangriffe gemacht: Es wurde ein Luftschutzkeller eingerichtet: Vor das Fenster wurde ein Betonblock gestellt. Die Kellertür wurde durch 2 Gasschleusen ersetzt und die Kellerdecke wurde mit Balken abgesichert.  Was für ein Wahnsinnsaufwand für jedes Haus!
Dagegen wäre es höchst bescheiden, wenn unsere Regierung den Bürgern auch eine Vorsorge dadurch gewähren würde, dass jeder eingeschweißte Notverpflegung für 2 Wochen erhalten würde. Dann würden im Krisenfall nicht gleich sämtliche Regale leer gekauft.

 

 

Was ist der Merkelismus (II)?

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/07/was-ist-der-merkelismus-i/

Wie sieht es denn aus im „Merkelland?
> Man spricht vom Rechtsstaat, aber setzt ihn nach Belieben außer Kraft. Beispiel: Asylpolitik. Wenn es wirklich ein Asylrecht gäbe, müssten die Afrikaner an die Tore der spanischen Exklaven Melilla und Ceuta kommen können, um dort um Asyl nachzusuchen. Moria ist ein Beispiel dafür, dass man durch Abschreckung das Asylrecht außer Kraft setzen will. Aber zum Eintreten für eine Rechtsänderung fehlt der Mut.
> Es gab mal eine Zeit, in der man sich auf das Wort von Staatsmännern verlassen konnte. Bei „Staatsfrau“ Merkel ist die anders: Siehe Verteidigungskosten.
> Bei der Digitalisierung hängen wir weit hinten.
> Man hat das Feld des Internets (also auch unsere Daten) US-Konzernen wie Facebook, Ebay, Instagram, Google usw. überlassen. Ich habe schon frühzeitig davor gewarnt und gefordert, ein deutsches soziales Netzwerk einzurichten, was in der Anfangsphase noch möglich gewesen wäre, wenn die Regierung mit den Medien zusammen gearbeitet hätte und die Devise ausgegeben hätte: „Deutsche Daten auf deutsche Internet-Medien!“
> Engpässe bei Medikamenten hat es früher nicht gegeben. Das kann lebensgefährlich sein.
> Im Krankenhaus erwarten uns heute: mangelnde Hygiene wegen Kosteneinsparungen, unnötige Operationen, zu wenig Plätze in der Notaufnahme und in der Intensivstation und zu wenig Personal. Deswegen sterben bei uns Menschen!
> Heute häufen sich überflüssige Operationen. Eine Geldgier, der die Politik freien Lauf lässt, hat die Ethik verdrängt. Die Krankenhäuser gehören in die Hand des Staates, nicht in die Hände von Spekulanten.
> Noch schlimmer geht es in den Altenheimen zu. Dort fehlt Personal, so dass schon Altenheime schließen mussten. Bei uns müssen die Pflegekräfte doppelt so viele Alte betreuen wie in den Nachbarländern. Der Personalmangel ist zum Hauptproblem in der Altenpflege geworden: 17.000 Stellen in den rund 13.500 Pflegeeinrichtungen können derzeit nicht besetzt werden. In der ambulanten Altenpflege sind weitere 21.000 Stellen noch offen.
> Die Leistungen der Krankenkassen wurden immer mehr reduziert.
> In den Schulen fehlen Lehrer, so dass man Quereinsteiger braucht.
> Gewalt an den Schulen war früher noch kein Problem und das Wort „Mobbing“ gab es noch nicht. Heute braucht man Sozialarbeiter und Psychologen.
> Wie Deutschland abstürzt, sieht man am Ranking der Universitäten. Wir leben von Blaupausen. Aber wie soll das funktionieren, wenn wir bei den Wissenschaften ins Hintertreffen geraten? Und Nobelpreise können wir auch kaum noch erwarten. Die deutschen Universitäten standen einmal an der Spitze und viele Ausländer kamen deshalb zum Studium hierher. Heute bemühen sich diese jungen Leute um einen Studienplatz in den USA.
> Die deutschen Erzeugnisse wurden wegen ihres technischen Fortschritts in aller Welt gern gekauft. Heute müssen wir billig verkaufen und Trump hat uns nicht zu Unrecht vorgeworfen, wir würden unsere Autos zu Dumpimglöhnen produzieren (gemeint sind unsere prekären Arbeitsverhältnisse).
> Die Buchstaben „Bio“ verwandte man einmal im Zusammenhang mit Biologieunterricht bzw. Wissenschaft. Was man zu kaufen bekam, war selbstverständlich früher einmal „Bio“.
> Arten-, Insekten- oder Bienensterben gab es nicht.
> Massentierhaltung gab es auch noch nicht. Große Landwirte werden nun aber am meisten unterstützt.
> Das Wort „Umwelt“ habe ich früher nie gehört. Über Abgase, CO2, Klimaerwärmung, oder Ozonloch sprach man noch nicht, weil man keinen Anlass dazu hatte.
> Das Grundwasser war noch sauber.
> Das Wort Glyphosat kannte man noch nicht.
> Die Kühe hatten noch Hörner und grasten auf den Wiesen.
> Brillenträger oder Pillenschlucker unter Kindern waren bedauernswerte Ausnahmen.
> Die Armen werden nun immer mehr und die Reichen immer reicher. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander.
> Tafeln gab es früher nicht. Die Kanzlerin will damit nichts zu tun haben und besucht sie daher nicht, obwohl dort nicht nur Worte des Dankes an die Helfer notwendig wären, sondern auch Pläne für deren Überflüssig-Werden.
> Durch die Nullzinspolitik, die die EZB im Einverständnis mit der Kanzlerin betreibt, werden heutzutage die Sparer und Alten enteignet zugunsten der Industrie, die dadurch Kredite fast zum Nulltarif bekommt.
> Der Staat hatte einmal keine Schulden, sondern Rücklagen in einem „Juliusturm“ (so benannt nach dem damaligen Finanzminister). Heute sichern sich die Regierungsparteien einen Wahlsieg durch gigantische Subventionen. D.h.: Die Enkel bezahlen die Wiederwahl.
> Die Unternehmen trugen einmal die überwiegende Steuerlast, aber heute bekommen sie Milliarden-Subventionen. Nun wird der Staat überwiegend von den Bürgern über die Einkommenssteuer finanziert.
> Es gab noch keine Globalisierung mit der Folge, dass die deutschen Arbeitnehmerlöhne von ausländischen Hungerlöhnen gedrückt werden und die deutschen Bauern Konkurrenten in aller Welt bekommen haben, die unter ganz anderen Bedingungen arbeiten können.
> Polizeibeamte waren Respektspersonen und nicht Ziel von Steinwürfen und Molotow-Cocktails.
> Gewalt gegen Schiedsrichter, Sanitäter usw. gab es noch nicht. Heute brauchen sogar Kliniken ein Sicherheitspersonal.
> Nach dem Krieg kamen Gastarbeiter zu uns und keine Flüchtlinge.
> Die prekären Arbeitsverhältnisse werden immer mehr.
> Das hat es früher nicht gegeben, nämlich dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht leben konnten und „aufstocken“ mussten.
> Es gab keinen Klimawandel.
> Man lebte ohne Plastik.
> Man hatte Sinn für Anstand und Ordnung und warf daher keine Abfälle auf den Boden.
> Chemie in den Nahrungsmitteln gab es fast nicht.
> Früher waren die meisten Frauen mit ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter voll beschäftigt und zufrieden.
> Die durchschnittlichen Fahrten zum Arbeitsplatz verlängern sich von Jahr zu Jahr. Wie viel Zeit des Lebens wird dadurch verschwendet!
> Im Alter erwarten jeden 5. Bürger Altersarmut. Die Zahl steigt ständig.
> Die Zahl der Wohnungslosen steigt.
> Es gab früher noch das „Wir“ und nicht die Spaltung in „die da oben“ und die „Menschen draußen im Lande“, wie die Politiker uns oft anreden.
> Es gab noch keine Protestwähler, weil die Demokratie noch nicht so kaputt war.
> Man stellte einmal Qualitätsprodukte „made in Germany“ her. Heute baut man oft in Produkte Sollbruchstellen ein.
> Die Zahl der Suizide steigt.
> Die Arbeitsverhältnisse sind so, dass Burnout und psychische Erkrankungen ständig zu nehmen.
> Die Gesellschaft spaltet sich immer mehr in „die da oben“ und den Rest, in Rechtsextreme und Linksextreme. In Arme und Reiche…
> Wir haben einen sozialen Klimawandel. Anstand und Ehrlichkeit werden durch die Geldgier außer Kraft gesetzt. Beispiel: Der „Bankier“, der früher seine Kunden ehrlich beriet, ist vom „Banker“ ersetzt worden, der seine Kunden als Melkkuh betrachtet (Andrehen von Ostimmobilien usw.).
> Die Kanzlerin, die oft als Friedensgarantin gesehen wird, wäre mit Bush in den Irakkrieg gezogen und setzt nun die Bundeswehr im sinnlosen Afghanistankrieg ein, während die wehrfähigen Aghanen hier gemütlich im Asyl leben.
Nicht für alles ist die Kanzlerin verantwortlich. Teilweise reichen die Wurzeln in die frühere Zeit. Aber da fehlt es am Gegensteuern. Insgesamt jedenfalls ist sie für ein Klima verantwortlich, gegen dessen Trend sie sich nie richtig eingesetzt hat. Viel Arbeit für ihren Nachfolger!
Wir brauchen eine völlig andere Stimmung im Land.

 

Ich bin auch so eine Art Greta Thunberg, aber anders

Ich bin zwar weder eine Frau, noch bin ich jung, aber ich beschäftige mich auch mit einem Klimawandel, jedoch einem Wandel der anderen Art, der gefährlicher ist als der klimatische: Das gesellschaftliche Klima hat sich in einer Art und Weise verändert, dass eine radikale Umkehr notwendig ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/10/der-andere-gefaehrlichere-klimawandel-der-gesellschaftliche/

Der andere gefährlichere Klimawandel (der gesellschaftliche)

Es gibt einen Klimawandel nicht nur beim Wetter, sondern gefährlicher ist der Wandel beim gesellschaftlichen Klima. Er reicht von kleinen harmloseren Veränderungen bis zu Umsturzbestrebungen im Staat.
> Beginnen wir also harmlos: Wenn wir das Fernsehen von früher mit heute vergleichen, so fällt auf, dass die Unterhaltung die Information immer mehr verdrängt. Kochshows, Trash, Promi-News usw. kannte man noch nicht. Heute beschäftigt sich ein großer Teil der Sendungen mit Prominenten und deren Liebesleben oder Drogen- und Alkoholexzessen.
Früher gab es als Krimi nur den „Durbridge“, einen wahren „Straßenfeger“. Heute sind die Sender voll davon.
Eine Flucht aus der Realität ist zu beobachten durch Sci-Fi-, Fantasy-Filme und Ähnliches.
Auch das Bild der Liebe hat sich gewandelt: Früher zeigten die Filme Paare, die nach etlichen Verwicklungen zu einem Happy-End kamen. Heute dominieren Menschen, die nach einem Scheitern ihrer Ehe eine Neuorientierung suchen.
Kritische Sendungen wie Kabarett wurden in die Nachtstunden verlegt. Das ist die Diversionspolitik: Die Menschen sollen das Wichtige weniger erfahren und werden mit Firlefanz vollgestopft.
> Es war einmal so, dass es selbstverständlich war, ordentlich, anständig und gesetzestreu zu sein. Wenn sich heute Menschen beschreiben, gilt es als „in“, ein wenig chaotisch und verrückt zu sein. Die Folge davon ist: „Der Mensch is a Sau“ – wie ich oft beschrieben habe.
> Die Straftaten und Gewalt nehmen zu: Früher waren Polizeibeamte Respektspersonen, heute sind sie zum Ziel von Steinwürfen und Molotow-Cocktails geworden.
> Der Verlust des Anstands zeigt sich besonders beim Bankwesen. Es gab einmal Bankiers, die ihre Kunden ehrlich berieten. Sie sind abgelöst worden von Bankern, die in viele Skandale verwickelt sind und die ihre Kunden als Ausbeutungsobjekte betrachten. In einer Bank wurden Kunden mit den Buchstaben a und b markiert, was so viel hieß wie „alt“ und „blöd“. Diese Kunden, die noch alte Vorstellungen von Anstand und Vertrauenswürdigkeit hatten, wurden zu Anlagen gedrängt, in denen sie alles verloren. Man schwatzte den Kunden wertlose Ostimmoblien auf. Der Schauspieler HorstJanson verlor durch eine solche Investition seine gesamten Altersrücklagen.  Die Banken haben inzwischen ihr wichtigstes Kapital verloren: das Vertrauen ihrer Kunden.
Um beim Thema Altersrücklagen zu bleiben: Da wurden die Bürger um 50 Milliarden betrogen.
> Die Menschen sind inzwischen von einer krank machenden Geldgier befallen. Man sieht diese Erscheinung, wohin man schaut: Nicht nur Cum-Ex- Geschäfte von Unternehmen und Ähnliches beweisen es, sondern sogar diejenigen, die Vorbild sein sollten, nämlich die Abgeordneten, schämen sich nicht dienstliche Bonusflugmeilen selbst zu nutzen, Sekretariatskosten falsch abzurechnen, Anwesenheitsgelder zu kassieren, um dann gleich wieder abzuhauen…
Auch ein Berufsstand, der hoch im Ansehen der Bürger steht, nämlich die Ärzteschaft, ist teilweise vom Virus der Geldgier befallen: Die Kassen werden betrogen, überflüssige Operationen werden den Patienten aufgeschwatzt…  https://autorenseite.wordpress.com/2012/08/09/aerzte-geldschneider-14420135/
> Die hemmungslose Geldgier, die unter dem Schutz der Politik um sich greift, hat dazu geführt, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. Müssen Topmanager wirklich durchschnittlich das 53-fache ihrer Angestellten verdienen? Das Missverhältnis der Einkommen reicht bis zum 432-fachen.
> Prekäre Arbeitsverhältnisse hat es früher nicht gegeben. Damals konnte man von seiner Arbeit leben, d.h.: sogar eine Familie unterhalten und in der Stadt wohnen, während viele heute „aufstocken“ müssen.
> Auch Tafeln und die steigende Zahl der Wohnungslosen sind ein augenfälliges Zeichen der Wandlung in unserem Land.
> Als ich jung war, gab es ein „Wir-Gefühl“: Das war notwendig, denn wir mussten das zerstörte Land wieder aufbauen. Und heute ist das Land gespalten in die da oben und „die da draußen im Lande“, in Rechtsextreme und Linksextreme, Arme und Reiche…
> Das, was man damals aufgebaut hat, kann man heute nicht einmal mehr richtig erhalten. Die Infrastruktur ist marode: Schulen, Brücken Straßen… alles müsste längst saniert werden.
> Die Justiz liefert mit ihren Bauten aus verschiedenen Zeiten einen Beweis für den Sinneswandel im Staat: Dieses Gebäude aus der Nachkriegszeit zeigt eine transparente Justiz der Bürger mit großen Glasscheiben, bei denen jeder Vorbeigehende von außen zusehen konnte:

Inzwischen hat man vorsichtshalber eine Hecke davor gepflanzt und die heutigen Justizgebäude sind aus Sicherheitsgründen zu Bunkern geworden.
> Man sparte einmal, sogar der Staat hatte Rücklagen in einem „Juliusturm“. Heute geben die Bürger das Geld aus, bevor es „kaputt geht“. Und auch der Staat häuft Schulden auf, die  einmal die Enkel bezahlen müssen. Jemand hat sogar ausgerechnet, das diejenigen, die auch noch einmal daran zu tragen haben werden, noch gar nicht geboren sind.
> Man ernährte sich einmal gesund so, wie es althergebracht war. Fleisch war teuer und daher gab es nur einmal Sonntags einen Braten. Heute können sich die Menschen meist alles leisten und ernähren sich immer ungesünder.
> Aus gesunden Bürgern sind daher Patienten geworden: Schon Kinder werden zu Brillenträgern und Pillenschluckern, leiden an Diabetes, Adipositas…  Wir leben zwar dank der modernen Medizin immer länger, aber als Kranke . Die 60- bis 70-jährigen nehmen täglich durchschnittlich 8,5 Tabletten ein.
> Die Familie war einst „die Keimzelle de Staates“. Die Ehen hielten in der Regel ein Leben lang. Doch heute sind sie durch die Vielzahl an Scheidungen zu einer Verbindung auf Zeit geworden. Deshalb hat einmal ein protestantischer Pfarrer die Formel „bis dass der Tod uns scheidet“ durch diese Formel abgelöst: „solange die Liebe dauert.“ Kein Wunder, dass die Ehen vielfach durch Partnerschaften abgelöst wurden, während nun sonderbarerweise die Schwulen einen mächtigen Drang zu einer Ehe verspüren, die es früher nicht gab. Ach, wie sind wir doch modern und tolerant geworden. Als ich jung war, wurden „wilde Ehen“ bestraft. So „moralisch“ war man damals.
> Es gab keine Asylanten, nur Gastarbeiter.
> Fußballer spielten aus Spaß – unbezahlt. Wie haben sich die Leute aufgeregt, als Uwe Seeler Geld dafür bekam, und die Aufregung war auch groß, als die Fußballer zu lebenden „Litfaß-Säulen“ wurden, also Reklame auf die Trikots bekamen. Welcher Verlust an Menschenwürde wurde da gesehen. Heute sind die Balltreter zu Millionären geworden und keiner tut etwas dagegen. Kein Fanverein bleibt mal aus Protest zu Hause.
> Einen ganz gewaltigen Wandel der Gesellschaft brachte eine kleine Pille. Nun konnten die Frauen verhüten. Das leitete eine sexuelle Revolution ein. Für Frauen gab es einmal das „Kranzgeld“. Nun sind sie oft auf One-Night-Stands aus. Der Wandel hat sogar die Königshäuser ergriffen. Prinz Charles ist das letzte Beispiel für die alte Regel, nach der Blaublütige nur Jungfrauen aus ihren Kreisen heiraten durften und sich zum Ausgleich eine Mätresse gönnten. Inzwischen heiratet der männliche Nachwuchs nicht nur Bürgerliche, sondern sogar Geschiedene und Frauen mit unehelichem Kind. 
> Eine weitere einschneidenden Veränderung brachte das Fernsehen, das nicht umsonst „Pantoffelkino“ genannt wird. Deshalb bleiben viele Menschen zu Hause, während sie sich früher etwas einfallen lassen mussten, um ihren Spaß zu haben: Sie gingen ins Wirtshaus, um Karten zu spielen oder sie gingen zum Tanzen… Es gab noch herrliche Bälle, die von der Disco abgelöst wurden.
> Der Sonntag war noch ein Festtag, an dem man sich entsprechend anzog, und viele in die Kirchen gingen, die sich mehr und mehr leeren.
> Die Welt ist in gewisser Hinsicht durchsichtiger geworden. Worüber früher ein Mäntelchen des Schweigens gehängt wurde, wird heute schonungslos aufgedeckt: Auf einmal gab es sogar Missbrauchsfälle in der Kirche.
> Man lernte sich einmal häufig bei gesellschaftlichen Anlässen kennen, beim Tanzen … Heute greift das  Parshippen immer mehr um sich.
> Das Internet hat das Leben auch sehr verändert: Jeder kann dort jeden Unsinn los werden und findet dort auch Abnehmer. Die Deutschen schauen täglich 88 Mal aufs Smartphone und sind 8 Stunden im Internet. Es heißt, dass die Jugend hier ihre neue Heimat gefunden hat.
> Man sah in der Natur ein ewiges „Stirb und werde“, während inzwischen das Artensterben immer erschreckendere Ausmaße annimmt und die Welt immer mehr erschöpft wird.
> Was für einmal in Beichtstühlen geflüstert wurde, wird heute öffentlich „bekannt“. „Outen“ ist in, gleichgültig ob es um Abtreibungen geht oder sexuelle Angelegenheiten. Früher war Das Sexuelle Privatsache, heute veranstalten Schwule „Loveparades“,
> Weil die Welt immer unübersichtlicher wird, setzen die Menschen immer mehr auf Emotionen und das ist die Ursache für den um sich greifenden Populismus, für den Trump das extremste Beispiel ist. Er wurde in den Augen vieler amerikanischer Evangelikalen sogar zum Messias erhöht.
> Die Städte haben ihre Seelen verkauft, nämlich die Innenstädte. indem sie Gewerbegebiete am Stadtrand aus wiesen. Was für einen öden Eindruck machen sie oft mit vielen geschlossenen Geschäften:

> Es gab eine Zeit, in der die Menschen die Tiere, von denen sie lebten, achteten und liebten. Wenn eine Kuh zum Schlachten geholt wurde, war das ein Trauertag. Heute lässt eine entmenschte Menschheit zu, dass Schweine ohne Narkose kastriert und kupiert werden und dann ein Leben lang in einem engen Koben stehen müssen, damit sie schnell fett werden. Nicht viel besser geht es den Kühen, die oft angekettet im dunklen Stall stehen, anstatt auf der Wiese zu grasen. Und das Kükenschreddern hat es auch nicht gegeben. Wenn es ein Jüngstes Gericht gäbe, würden die Massentierhalter im Jenseits genau so kastriert und vorne kupiert.
> Die Landwirtschaft von früher wurde in einem autarken umweltfreundlichen Kreislauf betrieben. Heute verseucht sie Flüsse, Seen und Grundwasser mit Gülle und Glyphosat kommt auch noch dazu.
> Bayern wird kaputt gemacht.
> Es gibt keine richtigen Männer mehr:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
> Die Menschheit wird immer dümmer:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/29/der-niedergang-der-spezies-mensch-hilfe-wir-werden-immer-schlapper-kraenker-duemmer-und-impotent/

Tja, das wäre alles, was mir mal im Augenblick einfällt. Eigentlich sollte ich direkt mal ein Buch darüber schreiben, Aber ich habe schon genug geschrieben.
Falls Ihnen etwas Ergänzendes einfällt, schreiben Sie doch bitte einen Kommentar!


 

 

Können Bilder lügen?

Mein Senf dazu:

Ja, Bilder können sehr eindrucksvoll lügen: Glauben Sie vielleicht, dass ein Reporter, der einen schießenden Soldaten gefilmt hat, wirklich mit ihm an vorderster Front war? Warum auch? Und wie sonst noch Bilder lügen können, habe ich hier beschrieben.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/14/koennen-echte-bilder-luegen/
Die Demo gegen die Pandemie-Einschränkungen in Berlin ist auch so ein Beispiel. Wenn man die Bilder im Fernsehen gesehen hat und gehört hat, was einzelne Demonstranten gesagt haben, musste man zu der Überzeugung kommen: Das sind Rechtsextreme und Chaoten. Und die Politiker warnten, bei solchen Demonstrationen mit zu gehen.
Der Verfassungsschutzbericht ergibt jedoch ein anderes Bild: Es sei eine bunt zusammen gewürfelte Gesellschaft gewesen, die hier unterwegs gewesen sei und keinesfalls von Rechtsextremen oder Chaoten angeführt worden sei. Ein paar Extreme hätten sich halt vor die Mikrofone gedrängt.

Mein Senf dazu: Ich habe noch nie demonstriert. Aber wenn mich etwas auf die Straße treiben würde, dann wäre es mir gleich, wer die Demo veranstaltet hat und wer da mit marschiert. Die Leute, die in Berlin für mehr Freiheit demonstriert haben, gehörten den verschiedensten Richtungen an und hatten recht, wenn sie sich zusammen getan haben.
Ich glaube auch nicht, dass sich Extreme vor die Mikrofone gedrängt haben, sondern bin der Überzeugung, dass sich die Reporter solche Stimmen ausgesucht haben, um dann sagen zu können: „Schaut her, so sind sie alle!“
Und die Politiker können – gestützt auf solche falschen Behauptungen – davor warnen, bei solchen Demos dabei zu sein. So schafft man Ruhe im Staat. Sonst geht ja die Demokratie kaputt, wird uns gesagt.

Seht Ihr das nicht auch so: Streetworker als Alarmzeichen?

Mein Senf dazu:

Gerade steht in der Zeitung, dass eine Kleinstadt wie Kulmbach zwei (!) Streetworker braucht. Und da frage ich mich als alter Mann: Wie sind wir eigentlich früher ohne solche Streetworker ausgekommen? Schon ihr Name sagt, dass es sich um einen neuartigen Beruf handelt, der seinen Ursprung wie so vieles andere auch in den USA haben dürfte:
Streetworker sind Sozialarbeiter, die sich um problematische Zielgruppen bemühen sollen und dazu gehört leider auch die Jugend.
Beispiel: Soeben haben 11-jährige eine Schule demoliert, nachdem sie bereits 25 (!) Straftaten auf dem Kerbholz hatten.
Ich sehe diese Erscheinungen als Anzeichen dafür, dass unsere Gesellschaft krank ist.
Man kümmert sich zu wenig um diejenigen, die von den Politikern oft als das wertvollste Gut des Staates bezeichnet werden, nämlich um die Kinder. Ein Fünftel davon ist in unserem reichen Staat dazu verdammt, in Armut zu leben. Und da ist es wohl durchaus nachvollziehbar, dass so eine Jugend, die schlechte Startchancen hat, einen Hass auf die Gesellschaft entwickelt.
Ein zweiter Faktor, der Streetworker notwendig macht, ist die Zerstörung der Familie.
Durch die vielen Scheidungen steigt die Zahl der Alleinerziehenden, die sich oft schwer durchschlagen müssen: Wie viel Zeit bleibt einer alleinerziehenden Friseuse, die abends noch als Bedienung arbeiten muss, für ihr Kind? Und der Drang bzw. Zwang vieler Frauen zum Berufsleben führt dazu, dass häufig die Kinder eher als Störfaktor empfunden werden oder sich mindestens so fühlen.

Wie die Pflanzen Wasser brauchen, benötigen Kinder Liebe. Aber so, wie die Dürre in der Natur immer mehr zunimmt, verdorrt auch die zarte Pflanze der Liebe.


Wie schön war es doch früher:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/13/sehen-sie-das-auch-so-frueher-war-alles-besser/

Wie das „Wir“ in Deutschland kaputt gemacht wurde


Wenn man so alt ist wie ich, sieht man die Welt nicht so statisch, wie es vielleicht die jungen Leute tun. Sondern man sieht, das, was ich in meinen Aphorismen so beschrieben habe:

Heraklit sagte: „Panta rhei“, was soviel bedeutet wie: „Alles fließt bzw. ist im Fluss“. Heute kann man feststellen: „Alles fließt immer schneller.“

Ich habe die Nachkriegszeit miterlebt. Was für eine mitreißende Aufbruchsstimmung herrschte damals, die im Wirtschaftswunder ihren Höhepunkt fand! Ich arbeitete damals in einer Schreinerei, die von Bomben zerstört war. Der Besitzer und seine Arbeiter klopften in den Trümmern die Steine sauber und bauten alles wieder auf. Man war per „du“ und freute sich darüber, das Wirtschaftswunder zu erleben. Da fiel für alle genügend ab.
Aber dann kam die nächste Generation und alles war anders.
Vorbei war der kameradschaftliche Zusammenhalt von einst. Der nachfolgende Chef sahnte als Firmenbesitzer ab und gönnte seinen Arbeitern gerade so viel, wie die Gewerkschaften für sie erstritten. Und so ist es bis heute geblieben.
Ja, eine neue Krankheit ist ausgebrochen: die Geldgier. Die Einkommensschere zwischen Arbeiter und Chef ist in den 60ern 1:16 gewesen, heute verdient ein Dax-Vorstand im Mittel 71 Mal so viel wie die Beschäftigten seines Unternehmens im Durchschnitt, Postchef Frank Appel bezog sogar das 232-fache. Der Soziologe Nikolaus Dimmel spricht sogar von einem Missverhältnis 1:432.
Wie anders war das früher: Mein Großvater war so reich, dass Krupp bei ihm zum Betteln ging. Er opferte im 1. Weltkrieg sein ganzes Vermögen dem Staat:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/02/macht-geld-krank/
Wer würde heute noch so hinter dem Staat stehen?
Und wen interessiert heutzutage schon das Schicksal derer, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen? Wir sind eine gespaltene Gesellschaft geworden.
Haben Sie schon mal gelesen, dass einer unserer Spitzenmanager von seinen vielen Millionen nur eine einzige Tafel unterstützt hätte? Nein das ist Arbeit von bewundernswerten Frauen, die Lebensmittel überall zusammen betteln müssen. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Es gab doch tatsächlich einen Spitzenverdiener mit einem Einkommen von mindestens 40 Millionen im Jahr, der doch tatsächlich1 Million für wohltätige Zwecke opferte und dafür fast wie ein Heiliger verehrt wurde.
Wir sind halt heutzutage nicht mehr ein“Wir“, sondern „die da oben“ einerseits und andererseits die „draußen im Lande“, wie man uns im Bundestag bezeichnet.

Heute ist der Weltherztag

Der heutige Weltherztag soll uns daran erinnern, auf die Gesundheit unseres Herzens zu achten durch mehr Bewegung und gesunde Ernährung, denn die Herz- und Kreislauferkrankungen nehmen immer mehr zu und sogar die Kinder sind schon davon betroffen.
Aber das Herz ist auch ein Symbol für die Liebe und die hat dasselbe Schicksal wie das Organ: Sie geht immer mehr verloren:
Das beginnt mit Kleinigkeiten wie dem Verlust der Höflichkeit: Wer grüßt noch, wenn er ein Lokal betritt und wer bedankt sich schon, wenn ihm das Essen serviert wird?
Der Verlust des Respekts vor den Mitmenschen ist auch ein Zeichen dafür, dass  die Liebe zu ihnen verloren gegangen ist und die Aggression tritt an ihre Stelle. Nicht nur Polizisten werden heute angegriffen, sondern auch Sanitäter und Ärzte. Manche Kliniken brauchen schon einen Sicherheitsdienst.
Oder anderes Beispiel: Die Menschen werfen immer mehr Müll einfach weg und entwürdigen damit andere, die das aufräumen müssen – ein Mangel an Mitgefühl, die auch ein Teil der Liebe ist.
Früher war das anders: Da war die Welt noch in Ordnung.