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Gedanken zum Sonntag: Warum die Juden keine Christen wurden

Stellen Sie sich einmal vor, ein junges Mädchen in Ihrer Nachbarschaft ist schwanger und behauptet, das Kind sei nicht von ihrem Freund gezeugt worden, sondern vom Heiligen Geist. Was würden Sie da denken?
In dieser Situation befanden sich die Juden damals. Sie konnten so etwas einfach nicht glauben.
Aber die Christen glauben es, weil sie es nicht mit erlebt haben, sondern weil siees in einem alten Buch, nämlich der Bibel, lesen. Dort ist allerdings das, was über Jesu Geburt im schönen Lukas-Evangelium steht, nach Erkenntnissen der modernen Theologie „erdichtet“, also nicht wahr. Deshalb beginnen ja auch die anderen Evangelien erst mit dem erwachsenen Jesus.
Und wenn Jesus dann gekreuzigt wurde, so erging es ihm so, wie man halt mit „Ketzern“ verfahren ist. Auch die Christen haben ja anders Denkende zu Zehntausenden abgeschlachtet, um nur an die Katharer zu erinnern.

Mein Antisemitismus

Verboten neu

Ich bin ein Antisemit. Nicht wirklich, aber ich wurde so von Frau Knobloch beschimpft, als seinerzeit darüber diskutiert wurde, wie ein Denkmal für die ermordeten Juden in der Hauptstadt gestaltet werden sollte. Ich hatte mich damals gegen den jetzigen Bau ausgesprochen und gemeint, die Fläche solle für das Leben in der Stadt genutzt werden. Daher möge man eine andere Form des Gedenkens wählen, beispielsweise ein Denkmal in Form eines Obelisken. Mein Meinungsbeitrag war für Frau Knobloch Anlass, mich als Antisemiten zu beschimpfen, was natürlich völliger Unsinn war. Solche unsachlichen Äußerungen tragen nicht gerade zu einer Normalisierung der Verhältnisse bei. Im Übrigen wird das Denkmal, wie ich bei meinem letzten Besuch in Berlin feststellen konnte, nun doch für das Leben genutzt: Auf den warmen schwarzen Steinen sonnten sich die Mädchen im Bikini.

Dass ich aber alles andere als ein Antisemit bin, können sie in meinem Buch „Verbotene Zone“ entnehmen, von der ich eine interessante Geschichte ich meine Leseecke eingestellt habe. Dort erfahren Sie etwas über die wahren Wurzeln des Antisemitismus.

Psychologie und Verdrängung

Was haben wir nicht alles über die Verdrängung von Psychologen gehört: Da sollen Frauen ihre Schwangerschaft überhaupt nicht bemerkt haben und dann habe sich plötzlich beim Toilettengang ein Kind in der Spülung befunden. Und wenn dann ein Gericht dies geglaubt hat und eine Frau freigesprochen wird, dann heißt es, dass die „blöden Richter so etwas geglaubt“ haben.

Ich lese gerade in der Apotheken Umschau einen Artikel, in dem behauptet wird, die alte Generation rede nicht gern über den Krieg, weil sie ihn verdränge.
Da muss man sich zunächst einmal klar darüber werden, was man unter Verdrängung versteht: In dem Beispiel von der schwangeren Frau bedeutet Verdrängung, dass eine Tatsache völlig aus dem Gehirn gelöscht wird. Ich glaube kaum, dass die Alten ihre Kriegserlebnisse in diesem Sinne verdrängt haben. Aber sie verdrängen sie in dem Sinne, dass sie nicht gerne darüber reden. Das ist doch normal und eigentlich nicht erwähnenswert. Wer redet schon gerne über Unerfreuliches, wenn es nicht sein muss. Da ist es doch allemal besser sich an das Motto von Beethoven zu halten: „O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen, und freudenvollere“.
Meine Enkel sind auch nicht so, dass sie mich drängen würden, vom Krieg zu erzählen. Ich tue es dennoch, um Verschiedenes zurecht zu rücken:
Wir Deutschen sollen uns immer noch als Täter-Nation fühlen. Dabei sind wir doch selbst auch Opfer der Nazis gewesen: Hitler wurde gewählt, weil die Menschen Arbeit haben wollten. Und in den Krieg sind sie geschlittert, weil sie obrigkeitstreu, wie sie sind, geglaubt haben, dass Polen uns überfallen hat. Brav wie sie sind, haben die Deutschen den Kirchen geglaubt, dass der Führer die von Gott gewollte Obrigkeit war, der man zu folgen hat.
Wenn man den Deutschen einreden will, sie hätten die Vergasung der Juden gewollt, so ist das eine Lüge, die ständig verbreitet wird. Die Deutschen haben gewusst, dass die Juden interniert wurden wie übrigens auch die Staatsangehörigen anderer Feindstaaten. Aber was dann mit ihnen geschehen ist, haben nur die Beteiligten gewusst. Die übrigen Deutschen aber haben das weder geahnt noch gewollt.
Wohlgemerkt: Ich spreche mich hier nicht dafür aus, die Vergangenheit zu vergessen. Aber das heißt nicht, dass wir dauernd in unseren Wunden wühlen sollten. Das sollte weder ein einzelner Mensch tun noch ein ganzes Volk. Bei einem sachlicheren Umgang mit unserer Vergangenheit und einer vernünftigen Asylpolitik hätte es wohl die AfD nie gegeben. Was unsere Gutmenschen mit ihrem dauernden An-die Brust-Klopfen erreicht haben, ist also das Gegenteil dessen, was sie gewollt haben.

Eine tolle Filmidee: Die Judensau

Wer heute einen erfolgreichen Film drehen und Fördermittel einstreichen will, muss sich den Themen widmen, die besonders aktuell und politisch erwünscht sind. Das gilt besonders für das Thema „Juden“. Gerade erregte die Judensau ja wieder besonderes Aufsehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/06/die-judensau/
Und deshalb hätte ich da eine Geschichte, die sich besonders zur Verfilmung eignet: Die „Hostienschändung“ in meiner Leseecke.
Daraus lässt sich doch etwas machen, was auch im Ausland gut ankäme. Und wenn es gut gemacht würde, könnte so ein Film sogar Oscar-verdächtig werden.

Gedanken zum Terrorismus

Nach jedem Attentat von Terroristen hören wir das gleiche Lamento. Ich glaube, die Kanzlerin hat schon für die nächste Untat ihre Stellungnahme in der Schublade liegen und wird wieder ihren Abscheu zum Ausdruck bringen. Gut und schön! Aber was ich vermisse, ist dies: Warum spricht sie nicht einmal die Terroristen direkt an und nennt sie üble Feiglinge, die nicht einmal Kinder verschonen. Man sollte solche Leute wie den Terroristen von Halle auch lächerlich machen: Da zieht dieser Mann einen Kampfanzug an, als wenn er in die Schlacht ziehen würde, um dann harmlose Zivilisten hinterrücks zu erschießen.
Und noch etwas ist wichtiger: Warum nennt man die Terroristen nicht schäbige Idioten, indem man ihnen vor Augen führt, dass sie zwar durch Attentate ein paar Hundert Menschen töten können, aber dass ihnen dies doch keinen wirklichen Erfolg bringt. Und warum sorgt man nicht dafür, dass auch mal verletzte KIinder auftreten und die Terroristen anklagen?

Das jüngste Attentat von Paris zeigt etwas, was ich immer schon kommen sah: Der Terrorismus ist nun sogar in sensible Bereiche der Polizei vorgedrungen. Und wenn ich die Bilder von Staatsbesuchen sehe mit den umfangreichen Sicherungsvorkehrungen, dann frage ich mich: Ist man wirklich sicher, dass unter den auf den Dächern positionierten Scharfschützen kein Terrorist ist? Was mich immer schon wundert, ist die Tatsache, dass die Terroristen es noch nicht fertig gebracht haben, ein Attentat auf Politikern zu verüben, die ja für den IS deren Hauptgegner sind.

Wenn nicht die Juden die Bibel geschrieben hätten, sondern die Deutschen …

Wenn nicht die Juden die Bibel geschrieben hätten, sondern die Deutschen, dann sähe sie anders aus: Wir würden ganze Teile streichen und uns dafür entschuldigen. Nehmen wir als Beispiel diese Zitate, von denen mancher lieber glauben würde, sie stammten aus dem Koran:
“Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen. Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen… Aber in den Städten dieser Völker hier sollst du nichts leben lassen, was Odem hat.“
(5. Mose 20, 2-4.13-14.16)
Oder:
„So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.“
(4. Mose 31, 17-18)
„Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert.“
(Psalm 137, 9)

Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.“ (Lev 20,13)

Wenn der Vorwurf aber zutrifft, wenn sich keine Beweisstücke für die Unberührtheit des Mädchens beibringen lassen, soll man das Mädchen hinausführen und vor die Tür ihres Vaterhauses bringen. Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie steinigen, und sie soll sterben.“ (Deut. 22:13).
Und im selben Buch lesen wir über missratene Kinder:
„Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe…“
Was täten wir Deutschen wohl, wenn die Bibel ein deutsches Buch wäre? Wie gesagt: Wir würden uns entschuldigen, diese Textstellen streichen und ein Dokumentationszentrum erbauen, in dem gezeigt wird, welch Unheil die Zitate angerichtet haben. So sind wir Deutschen halt:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/11/schluss-mit-der-deutschen-bravheit/
Anders die Kirche. Sie sagt in ihrem Katechismus: „Die Christen verehren das Alte Testament als wahres Wort Gottes.“

 

So nicht, Herr Maas!

„Der deutsche Kellner ist der beste“, pflegte mein Vater zu sagen, womit er allerdings nicht meinte, dass er hierzulande besonders gut bedient wird, sondern er wollte damit ausdrücken, dass die Deutschen eine servile Wesensart haben. Gerade liefert uns unser Außenminister ein treffendes Beispiel.

Viele junge Deutsche wissen laut einer CNN-Umfrage kaum etwas über den Holocaust. Von den Befragten in der Altersklasse von 18 bis 34 sollen rund 40 Prozent angegeben haben, „wenig“ oder „gar nichts“ darüber zu wissen. Außenminister Maas nannte dies schockierend; man dürfe dem nicht tatenlos zusehen und bräuchte daher eine neue Erinnerungskultur. Und alle Medien griffen dies eilfertig auf.
Was mich daran stört, ist dies: Wir haben ein riesiges Denkmal für den Holocaust in Berlin und entsprechende Gedenkstätten in vielen Städten. Auch Stolpersteine finden immer mehr Verbreitung. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind eine deutsche Schule verlässt, ohne vom Holocaust etwas gehört zu haben. Wie also kann es sein, dass die CNN-Studie zu einem Ergebnis kommt, das Maas schockiert hat? Vielleicht so:
Wenn man eine Umfrage veranstaltet, kann man das Ergebnis ganz einfach beeinflussen, nämlich durch die Auswahl der befragten Menschen und durch die Art der Fragestellung.

Um nur auf letzteren Punkt einzugehen: Man fragt die Menschen, ob sie was vom Holocaust gehört haben und fragt weiter, wie viele Juden vergast wurden. Bei der zweiten Frage werden viele Leute die Zahl nicht angeben können und werden daher bei dem Ergebnis der Umfrage in der Rubrik „wenig gewusst“ eingetragen. So kann man also vielleicht CNN auf 40% gekommen sein. Womöglich war ja auch diese hohe Prozentzahl Ziel der Umfrage. Wie sonst hätte man „nichts gewusst“ und “wenig gewusst“ in einen Topf werfen können? Offensichtlich sollten wir mal wieder am Pranger stehen.

Was ich von Maas erwartet hätte, wäre, dass er einen kühlen Kopf bewahrt und gesagt hätte: „Wir werden der Sache nachgehen.“ Und dann hätte man in Deutschland mal eine eigene Umfrage abhalten sollen. Man müsste also gesondert nach Holocaust bzw. Judenvergasung fragen. Dann käme mit Sicherheit heraus, dass jeder Deutsche davon gehört hat. Es könnte übrigens sein, dass manchem geistig Minderbemittelten der Begriff Holocaust nicht geläufig ist. Darum müsste man auch nach Judenvergasung fragen.
Und wenn dann ein eindeutiges Ergebnis vorliegt, stellt sich vielleicht doch die Frage, ob wir nicht mit der „schockierenden“ Umfrage aus den USA desavouiert werden sollten.

Höcke und die schrecklichen Gutmenschen


Manchmal frage ich mich, ob wir Deutschen nicht hysterisch geworden sind. Die Sachlichkeit und die nüchterne Betrachtungsweise kommen immer mehr abhanden. Schlagworte, die wie Schlagstöcke gehandhabt werden, oder Hypes im Netz treten an ihre Stelle.
Das sich ausbreitende „Gutmenschentum“ ist auch so eine typische Erscheinung unserer Zeit:
Als Gutmenschen werden diejenigen bezeichnet, die ständig auf der Suche danach sind, ob sie nicht etwas finden können, was sie verdammen könnten und woran oft bisher kein Mensch Anstoß genommen hatte. Dass das Wort „Neger“ nun bei uns tabu ist, ist ein „Erfolg“ dieser Gutmenschen und alle nehmen das hin:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/09/03/wir-schrecklichen-gutmenschen/
Oder: Der Krimi „Derrick“ ist in aller Welt beliebt und wird von den ausländische3n Sendern auch wiederholt, bei uns jedoch nicht, weil Horst Tappert bei der SS war.
Ein anderes Beispiel ist eine Aktion eines Mannes, der nach einem halben Jahrhundert der erste ist, der auf einmal gegen einen Grabstein auf der Fraueninsel rebelliert, mit dem des toten Generalobersts Jodl gedacht wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/26/die-gnadenlosen-gutmenschen/
Der Mann, der sich als Künstler bezeichnet, hat aus dem Namen „Jodl“ das „J“ entfernt, so dass nur noch „odl“ übrig ist – eine bayerische Bezeichnung für Jauche.
Nun sind auch wieder Gutmenschen beim Haus des AfD-Mannes Höcke am Werk: Sie haben bei dem Haus Betonklötze aufgestellt, die dem Berliner Mahnmal für die Ermordung von Juden nachempfunden sind. Diese Gutmenschen verlangen, dass Höcke sich „auf Knien“ dafür entschuldigt, dass er dieses Denkmal als Denkmal der Schande bezeichnet hat.
https://web.de/magazine/politik/akivisten-bjoern-hoecke-knien-entschuldigen-32642340
Vielleicht wollen die Initiatoren dieser Aktion ja nur mal ins Fernsehen kommen, denn die Mainstream-Medien stürzen sich ja auf solche Ereignisse, leider meist ohne sie zu verurteilen. Ich verstehe das, was da getrieben wird, ehrlich gesagt nicht:
Wenn jemand von einem „Denkmal der Völkerschlacht“ spricht, hat niemand Zweifel daran, dass das Denkmal gemeint ist, das für die Völkerschlacht errichtet wurde. Entsprechendes gilt auch für das „Denkmal der Schande“. Dort wird eben der Schande gedacht, die Deutschland durch die Ermordung von Juden auf sich geladen hat. Manche bestreiten ja den Holocaust, was strafbar ist. Man sollte sich daher doch freuen, dass von einer Partei, die oft mit Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird, jemand anerkennt, dass der Holocaust eine Schande für Deutschland ist.
Wenn man die Diskussion verfolgt, die Höcke ausgelöst hat, so muss man feststellen, dass seine Rede bewusst falsch interpretiert wird: so als hätte er gesagt, die Aufstellung des Denkmals sei eine Schande. Das ist das Üble an der Diskussion.
Weiter hat Höcke gesagt, dass kein anderes Volk ein solches Denkmal aufgestellt hat. Darf man so etwas in Deutschland nicht sagen, auch wenn es die Wahrheit ist? Gedenken etwa die USA des Sklavenhandels oder des Landraubs, den man den Indianern angetan hat? Wenn die Katholische Kirche so wäre wie Deutschland, dann müsste auf dem Petersplatz ein großes Denkmal für die Untaten der Kirche stehen: Für die Hexenverbrennungen, die Kreuzzüge, die Ermordung der Katharer, die Bartholomäusnacht… Noch mehr Beispiele gefällig? Dann denken Sie mal selber nach.
Als vor vielen Jahren über die Aufstellung des Denkmals debattiert wurde, habe ich mich in meinem Blog eingemischt und vorgeschlagen zu überlegen, ob Frau Knobloch nicht auf dieses Mahnmal verzichten sollte, nachdem bereits zwei Stätten des Gedenkens in Berlin existieren würden. Ich habe ihr prophezeit, dass das Denkmal ein Streitobjekt bleiben würde und es daher besser für eine Normalisierung des Verhältnisses zu den Juden sein würde, wenn der Bau unterbleiben würde. Ich habe Frau Knobloch für den Fall, dass sie auf einem Denkmal besteht, auch vorgeschlagen zu erwägen, ob nicht eine andere Form des Denkmals errichtet werden sollte. Ich schrieb in meinem Blog, dass ich eine Art von Friedhof mitten in der Stadt nicht gut fände, zumal der ständig vor Missbrauch geschützt werden müsste. Ich schlug stattdessen einen Obelisk vor. Frau Knobloch schrieb dazu, ich sei eben ein Antisemit.
Wie recht ich hatte, sah ich einmal, als ich in Berlin war: Da lagen Mädchen in Bikinis auf den warmen schwarzen Steinen – wahrhaftig kein Ort der Trauer!
Und nun zeigt auch die Äußerung von Höcke, dass das Denkmal wohl nie ein Ort des friedlichen Gedenkens sein wird.
Wie geht man mit Schuld um? Beim einzelnen Menschen gibt es zwar die Verdrängung, aber die scheint nicht richtig zu funktionieren: Beispiel Srebrenica: Anlässlich des letzten Gedenkens befragte man Beteiligte. Ein Serbe erklärte, eigentlich wäre es ihm lieber gewesen, man hätte ihn erschossen. Und ein Holländer von der UNO-Schutztruppe wurde mit seiner Schuld nicht fertig, nichts gegen die Serben getan zu habe; er bedauerte, nicht allein auf die Serben geschossen zu haben.
So wird auch in Deutschland der Holocaust nie vergessen werden – ebenso wie die Hexenverbrennungen der Kirche. Dazu hätte es keines umstrittenen Denkmals bedurft.

 

Gedanken zum Tag: Katholisch – protestantisch

Arbeit
Haben Sie sich einmal die Frage gestellt, was der Unterschied zwischen katholisch und protestantisch ist? Für die meisten ist die Antwort einfach: Die Katholiken haben einen Papst, die Protestanten nicht. Mehr Unterschiede zu finden, ist für die meisten schwierig.
Ein Unterschied ist mir gerade anlässlich des Reformationstags aufgefallen. Aus diesem Anlass wurde darüber diskutiert, ob die „Judensau“ an der Marienkirche in Wittenberg beseitigt werden soll, wie die „Gutmenschen“ gefordert haben. Man hat sie aber als Beispiel für den Antisemitismus so belassen, wie sie geschaffen wurde.
Anders hat sich die Katholische Kirche verhalten. Sie hat aus ihren Kirchen alles entfernen lassen, was auch nur in den Ruch von Antisemitismus kommen könnte. Und das war sehr viel, vor allem Bilder über angebliche Hostienschändungen durch Juden, die in vielen Wallfahrtskirchen zu sehen waren: Aus vielen Städten waren die Juden vertrieben worden, ihre Synagogen sind niedergerissen worden und aus dem eingezogenen Vermögen der Juden entstanden Kirchen.
Mir ist nicht bekannt, dass die Katholische Kirche hierfür jemals Entschädigung geleistet hätte. Auf der anderen Seite bezieht sie auf dem Weg über die Kirchensteuer auch heute noch eine Entschädigung dafür, dass Teile ihres Eigentums im Zuge der Säkularisation konfisziert wurden. Welch ein Widerspruch!
Lesen Sie dazu bitte auch: https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Weiter unten lesen Sie interessante Beiträge zum Reformationstag.

Hitlergruß der Queen

In einem jetzt veröffentlichten Video ist die kleine britische Queen im Alter von 7 Jahren zu sehen, als sie den Arm zum Hitlergruß hebt. Darüber ist nun in Großbritannien eine heiße Debatte entbrannt. Hier soll nicht darauf eingegangen werden, ob es fair ist, so etwas zu veröffentlichen. Aber interessant ist für uns Deutsche, wie die Queen verteidigt wird: Das Video sei im historischen Kontext zu sehen; in den frühen 30er Jahren habe niemand den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg kommen sehen.
Wir Deutschen lesen das mit Staunen: Wir sollen immer noch bis ins dritte und vierte Glied schuld sein an dem, was der normale Deutsche nicht hat kommen sehen. Und was das Üble dabei ist: Die Geschichte wird verfälscht. So las ich im offiziellen statistischen Jahrbuch das Ergebnis einer Umfrage zum Thema: „Haben die Deutschen von der Judenvergasung gewusst?“ Das Ergebnis war, dass die Jüngeren die Frage bejaht haben, während die ganz Alten sie verneint haben. Der Kommentar dazu: Die haben das sicher verdrängt.
Ich bin Jahrgang 1934 und habe das Dritte Reich als Kind mit erlebt. Ich weiß ganz sicher, dass die normalen Deutschen keine Ahnung davon hatten, was in den KZs geschah: Damals wurden ja in allen Ländern die Angehörigen der „Feindstaaten“ interniert und man dachte, dass es bei den Juden genau so sei.
Zwei Beispiele: Meine Mutter ließ einmal die Wohnung streichen und erfuhr, dass der Sohn des Malers im KZ war. Meine Mutter war natürlich neugierig und fragte, warum er verhaftet worden sei und wie es im KZ zuginge. Der Maler erklärte, darüber dürfe er nicht reden, sonst käme er selber ins KZ.
Mein Vater war im Krieg Soldat in Russland. Eines Tages meldeten ihm aufgeregt Russen, Deutsche hätten einen jüdischen Jungen erschossen. Mein Vater wollte dies nicht glauben und hat den Jungen exhumieren lassen. Als sich der Mord so bestätigt hatte, meldete mein Vater das Verbrechen dem OKH (obersten Kommando des Heeres). Die Truppe hatte keine Ahnung davon, dass die Tat Teil einer gezielten Tötung aller Juden war, sondern hielt sie für das Verbrechen eines einzelnen.